Ab 1. Advent 3-G-Regel für kath. Kirchen und Pfarrheime in Bergkamen
Die Katholische Kirchengemeinde Heilig Geist in Bergkamen führt zum 1. Advent die sogenannte 3-G-Regel (geimpft, genesen oder getestet) ein.
Das bedeutet:
Gottesdienste an Wochenenden und Feiertagen
3-G-Regel (geimpft, genesen oder getestet)
Nachweis und Ausweisdokument sind erforderlich
Keine maximale Personenbeschränkung
Abstände werden aber empfohlen
Keine Anmeldung
Maskenpflicht nur noch beim Singen
Gottesdienste an Werktagen
Keine 3-G-Regel
Keine Anmeldung und keine Anwesenheitszettel
Abstände müssen eingehalten werden
Maskenpflicht beim Gehen zum und vom Platz
Maskenpflicht beim Singen
Veranstaltungen in den Pfarrheimen
Es gilt die 3-G-Regel (geimpft, genesen oder getestet)
Keine maximale Personenbeschränkung
Gottesdienste zu Weihnachten, Silvester und Neujahr
Zu diesen Gottesdiensten ist eine Anmeldung erforderlich
Die maximale Teilnehmerzahl wird je nach Inzidenz festgelegt
Diese Regeln gelten bis auf Weiteres – Änderungen ergeben sich aus dem Infektionsgeschehen.
Impfzentrum in der Marina nimmt Freitag Betrieb auf: PTAs und MFAs dringend gesucht
Die Stadt Bergkamen richtet ein Impfzentrum ein, das auch Impfwilligen aus Werne zur Verfügung steht, und hat dafür die Räumlichkeiten des ehemaligen Restaurants „Gate to Asia“ in der Marina Rünthe angemietet. Das Impfzentrum bietet sowohl Erst- und Zweitimpfungen als auch Auffrischimpfungen („Boosterimpfungen“) an und nimmt am Freitag, 26. November, den Betrieb auf. „Es kommt jetzt entscheidend darauf an, die Impfquote zu erhöhen, um mehr Menschen zu schützen und die steigenden Infektionszahlen wieder in den Griff zu bekommen“, hofft Bürgermeister Bernd Schäfer auf eine große Nachfrage durch die Bergkamener Bevölkerung.
Um Wartezeiten zu vermeiden, sind Impfungen nur nach vorheriger Terminreservierung möglich. Für das Buchen eines Termins hat der Kreis Unna das zentrale Portal „Impfen jetzt!“ eingerichtet, das unter www.kreis-unna.de/impfen mit nur einem Klick aufgerufen werden kann. Dort gibt es zudem viele hilfreiche Hinweise – beispielsweise zu den Unterlagen, die zum Impftermin mitzubringen sind. In Absprache mit dem Kreis Unna ist das Impfzentrum jeweils mittwochs, donnerstags, freitags und samstags geöffnet.
Die Ärzte und medizinischen Fachkräfte können stündlich bis zu 32 Personen impfen. „Damit leisten sie einen spürbaren Beitrag zum Schutz der Menschen in unserer Stadt und zur Entlastung der ärztlichen Praxen“, dankt Schäfer den Freiwilligen für ihr großes Engagement. Seine Anerkennung gilt auch den zuständigen Stellen im Rathaus und beim Kreis Unna. „Die gute und reibungslose Zusammenarbeit hat es ermöglicht, alle Fragen rund um den Aufbau und den Betrieb des Impfzentrums innerhalb kürzester Zeit zu lösen.“
Eine organisatorische Hürde für den Betrieb des Impfzentrums ist das erforderliche Personal bzw. – konkreter formuliert – dessen fachliche Qualifikation. So dürfen nur Pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA) oder Medizinische Fachangestellte (MFA) Impfstoffe vorbereiten sowie Impfungen und Nachbeobachtungen durchführen. Personen, die diese Anforderungen erfüllen, werdend dringend gebeten, mit Karsten Quabeck, Stadtmarketing, Kontakt aufzunehmen. Telefonisch unter 02307/965-234 oder per Mail an k.quabeck@bergkamen.de.
Das Portal des Kreises Unna zum Buchen der Termine wird im Laufe des heutigen Tages für die beiden ersten Wochen – d.h. für den Zeitraum bis einschließlich 4. Dezember – freigeschaltet. Aufgrund der großen Nachfrage ist zu erwarten, dass die Termine sehr schnell vergeben sein werden. Impfwillige sollten daher auch alternative Impfangebote prüfen. Sei es über die niedergelassenen Ärzte, das Impfzentrum des Kreises Unna oder mobile Angebote wie den Impfbus. Entsprechende tagesaktuelle Informationen gibt es ebenfalls unter www.kreis-unna.de/impfen.
Coronavirus: 43 Neuinfektionen in Bergkamen und zwei Todesfälle im Kreis Unna
Heute und über das Wochenende sind der Gesundheitsbehörde 296 neue Fälle und zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona gemeldet worden. Verstorben sind eine 85 Jahre alte Frau Lünen mit dem Status „ungeimpft“ und eine 85 Jahre alte Frau aus Bönen mit dem Status „geimpft“.
Insgesamt sind damit im Kreis Unna 23.621 Fälle gemeldet worden, 3420 (+ 43) in Bergkamen. 21.705 Personen gelten als wieder genesen, 3246 in Bergkamen. Die Zahl der aktuell infizierten Personen liegt bei 1400, in Bergkamen bei 125 (plus 41). Aktuell befinden sich 42 Patienten in stationärer Behandlung.
Inziden
Der 7-Tages-Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner wird vom Robert Koch-Institut veröffentlicht. Er liegt aktuell bei 214,2 (Stand: 22. November 2021).
Ökologisch wertvolles Biotop des Hermann-Görlitz-Seniorenzentrums der AWO wächst weiter
Pflanzaktion am Hermann-Görlitz-Zentrum mit Bürgermeister Bernd Schäfer.
Das Hermann-Görlitz-Seniorenzentrum hat seinen 16.000 qm großen Außenbereich in den letzten Jahren ökologisch immer weiter entwickelt. Daher wurde das AWO-Seniorenzentrum in diesem Sommer vom AWO-Bundesverband ausgewählt, um zusammen mit 90 anderen AWO-Einrichtungen im gesamten Bundesgebiet Ideen für „Klimafreundliches Pflegen“ zu erarbeiten.
Als in diesem Jahr im Ruhrgebiet die Aktion Klimabäume ins Leben ausgeschrieben wurde, hat sich die Einrichtung um Klimabäume beworben, um auch einen Vielfalt von Obstbäumen den Bewohnern anbieten zu können. Sechs Klimabäume wurden der Einrichtung bewilligt und Bürgermeister Bernd Schäfer kam dazu, um mit Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen diese einzupflanzen und zu begießen.
Im Anschluss stellte Einrichtungsleiter Ludger Moor die weiteren Vorhaben mit einer Präsentation vor. Eine Projektgruppe mit Mitarbeitern aus allen Arbeitsbereichen hat zahlreiche Ideen entwickelt und dem Bundesverband einen 25 seitigen Fragebogen zur Ermittlung des CO2 Fußabdruckes der Einrichtung zur Verfügung gestellt.
Bevor weitere Aktionen zur Müllvermeidung auch unter Einbezug der Bewohner gestartet werden, wird zunächst der Außenbereich weiter gestaltet.
Es wird ein 6 Meter langer, begehbarer „Dufttunnel“ im Bereich des großen Barfußpfades errichtet. Zum Schutz vor der Sonne sollen entweder Kugelbäume oder sogenannte „Dachbäume“ für die vielen Veranstaltungen und Betreuungsaktionen im Freien für die Bewohner gepflanzt werden.
Im Frühjahr wird eine ca. 200qm große Wildblumenwiese in Zusammenarbeit mit einem bekannten Blumensamenhersteller ausgesät.
Das Besondere bei allen Maßnahmen ist, dass diese von verschiedenen Sponsoren gefördert werden.
Bürgermeister Bernd Schäfer lobte das Engagement des gesamten Mitarbeiterteams. „Es ist schon erstaunlich, welche Entwicklung die Einrichtungen in den letzten 10 Jahren genommen hat. Sie ist mitten in der Stadt für die Gemeinschaft zu einem ökologisch wertvollen Biotop geworden und bietet den Bewohnern vielfältige Anregungen. Zusammen mit der benachbarten Kleingartenanlage Grüne Insel ist es für das Klima in der Stadt sehr wertvoll.“
„Gerade diese Nachbarschaft zur Kleingartenanlage hat dazu geführt, dass Imker im nächsten Jahr vor Vandalismus geschützte Bienenstöcke aufstellen“, freut sich Ludger Moor. Seine Vertretung Silke Naruhn lächelt und ist begeistert, den Bewohnerinnen den süßen „Echten Wildblütenhonig“ Marke AWO-Hermann-Görlitz Seniorenzentrum anbieten zu können.
Ayurveda Ayurveda – Aufbruch in eine neue Erfahrungen in der Ökologiestation Aufbruch in eine neue Erfahrungen in der Ökologiestation
Unter dem Motto „Aufbruch in eine neue Erfahrung“ findet am Samstag, 4. Dezember, in der Ökologiestation in Bergkamen-Heil ein Intensivseminar für „Einsteiger“ in Ayurveda statt. Sabine Geisler bietet theoretische und praktische Einheiten mit dem Schwerpunkt Ernährung.
Eingeführt wird in die altindischen Weisheiten und das natürliche Heilsystem für Gesundheit und Balance von Körper und Seele, beginnend mit dem ayurvedischen Grundprinzip, den Tages-, Jahres- und Lebenszeitrhythmen. Nach Bestimmung der Konstitutionen stehen deren unterschiedliche Typen mit ausführlichen Lebensstil- und Ernährungsempfehlungen an. Anschließend informiert die Referentin über Gunas (Eigenschaften) von Gewürzen und Lebensmitteln sowie ungesunde Nahrungsmittelkombinationen.
Beim gemeinsamem Kochen und Genießen eines Abendessens werden vielfältige Gewürze und deren Wirkungen erläutert. Das Seminar dauert von 11.00 bis 16.30 Uhr und kostet 62,- € einschließlich Seminarunterlagen und Rezepten. Eine Lebensmittelumlage von 10,- € je Teilnehmer, einschließlich Gewürzmischungen und Ghee zum Mitnehmen, wird zusätzlich erhoben. Informationen zur Dozentin, die als praktische Ayurveda Therapeutin und Krankenschwester in der Naturheilkunde ausgebildet ist, finden sich unter www.naturheilkunde-geisler.de.
Eine Anmeldung ist bis zum 26. November unter umweltzentrum_westfalen@t-online.de oder 0 23 89 – 98 09 11 (auch Anrufbeantworter) beim Umweltzentrum Westfalen möglich. Teilnehmer müssen geimpft oder genesen sowie zusätzlich getestet sein (2-G-Plus-Regel). Die Anzahl ist begrenzt. Bitte eine Mund-Nasen-Bedeckungen mitbringen.
Existenzgründungsberatung im Bergkamener Rathaus am 14. Dezember
Sylke Schaffrin-Runkel
Für die ersten Schritte in die berufliche Selbstständigkeit gibt es Unterstützung: Egal ob Unternehmensgründung, Existenzgründung oder Startup, Gründer*innen stehen vor vielen Fragen und Sylke Schaffrin-Runkel von der Wirtschaftsförderung Kreis Unna kann helfen. Sie berät Gründungsinteressierte regelmäßig vor Ort im Bergkamener Rathaus. Das nächste Mal am Dienstag, 14. Dezember, von 9 bis 16 Uhr.
Mit dem Startercenter NRW ermöglicht die Wirtschaftsförderung Kreis Unna eine kompetente und kostenlose Begleitung in allen Phasen der Existenzgründung: „Neben Basisinformationen bieten wir eine Reihe individueller Starthilfen, damit Existenzgründer*innen möglichst schnell auf stabilen Füßen stehen,“ sagt Sylke Schaffrin-Runkel.
Sie berät rund um das persönliche Gründungsvorhaben – ganz gleich, ob Neugründer – oder Jungunternehmer*innen den Weg in die Sprechstunde finden. Mit der professionellen Unterstützung der Existenz-Gründungsberaterin können sie alle das eigene Geschäftsmodell planen und erarbeiten. Sylke Schaffrin-Runkel überprüft im Rahmen einer zielorientierten Beratung Konzepte und gibt Insidertipps, leistet konkrete Hilfestellung zu Fragen der Finanzierung, des Marketings, des möglichen Standorts oder der Räumlichkeiten.
Anmelden können sich Beschäftigte, Arbeitslose oder Freiberufler: Im Rahmen der Sprechstunden, die jeden zweiten Dienstag im Monat im Bergkamener Rathaus angeboten werden, erhalten sie Angebote und Beratung zur Existenzgründung oder Unternehmensentwicklung. Eine Chance auch für all jene, die eine Gründung im Nebenerwerb planen.
Für die Sprechstunde im Raum 600 im 6. Obergeschoss des Rathauses ist eine Terminabsprache unter Tel.: 02303/27-2590 oder per E-Mail an s.schaffrin-runkel@wfg-kreis-unna.de unbedingt erforderlich. Der nächste Termin für die Gründungsberatung im Rathaus ist Dienstag, 11. Januar 2022.
BergAUF fordert mehr Räume für die Streetwork-Anlaufstelle Anstoß und mehr Geld für den Klimaschutz
Mit acht Anträgen wird die Fraktion BergAUF am kommenden Donnerstag im Stadtrat in die Diskussion um den neuen Doppelhaushalt 2022/23 der Stadt Bergkamen gehen. Im Einzelnen fordert die Fraktion:
Erhöhung des Budgets der Bergkamener Gleichstellungsbeauftragten auf 25.000 Euro.
Einrichtung einer stadteigenen Kommunikationsplattform, z.B. über die Plattform ,,Urban Digital“, die von allen Einwohnern unentgeltlich und in vielfältiger Hinsicht genutzt werden kann.
Installation von Luftfilteranlagen in allen Räumen von Schulen und Kitas veranlasst und finanziert werden. (ca. 3.500 € pro Raum) Die Mittel sollen dazu auch weiterhin von der Landes- und Bundesregierung ein- bzw. nachgefordert werden.
Weiterer Räume (Anbau, Ausbau, Neubau) für Kinder und Jugendliche im Bereich der Streetwork-Anlaufstelle ,,Anstoß“ in Stadtmitte, um die Jahre bis zum Bau eines mit dem Integrierten Stadtentwicklungskonzepts geplanten Jugendzentrums zu überbrücken.
Die Verwaltung regt öffentlich die Bildung einer Elterninitiative zur Gründung eines Vereins an, der sich die Aufgabe stellt, mit Unterstützung der Verwaltung und des Rates einen Waldkindergartens einzurichten und zu belreiben.
Alle 100 Bushaltestellen, die der Baulast der Stadt obliegen, sind mit einer regensicheren Überdachung auszustatten. Die VKU wird aufgefordert, dies an den ihr obliegenden Haltestellen ebenfalls zu tun, sofern dies noch nicht geschehen ist. Wo dies möglich ist, sollen die Bedachungen mit Solar-Panels bestückt und der gewonnene Strom zur Beleuchtung verwendet werden.
Verdopplung des Etats für den Bereich Klimaschutz/Umweltschutz. Die zusätzlichen Mittel sollen dazu verwendet werden, die im Klimaschutzprogramm der Stadt Bergkamen angesprochenen vertikalen Windkraftanlagen auf den Weg zu bringen.
Die Verwaltung wird beauftragt, sich bei der Bundesregierung einzusetzen:
Für die vollständige Übernahme der Kosten der Unterkunft nach SGBII (Hartz lV)
Für eine Altschuldenregelung, die ein Schulden- und Zinsmoratorium, also eine Niederschlagung von Schulden und Zinslasten für hoch verschuldete Gemeinden wie z.B. die Stadt Bergkamen ermöglicht.
Für eine Gemeindefinanzierungsreform, die zum Ziel hat, die Mehrbelastung der Bürgerinnen und Bürger zu stoppen und eine wirksame und verlässliche Besteuerung großer Unternehmen durch die Gemeinden zu ermöglichen. Dies ist bei der Gewerbesteuer nicht der Fall.
„Omas gegen Rechts“ stellen sich am Dienstag im Treffpunkt vor
„Omas gegen Rechts: Tägliche Praxis – Was tun gegen Rechts?“, lautet der Titel einer Veranstaltung, zu der am Dienstag, 23. November, um 19 Uhr die „BügerInnen gegen Rechts“ in den Treffpunkt an der Lessingstraße einladen.
Dazu schreiben die Veranstalter in ihrer Ankündigung;
„Der Kampf gegen Rechtsextremismus und Faschismus geht alle etwas an- unabhängig vom Alter. Das haben die “Omas gegen Rechts” verinnerlicht und sind deshalb seit Kurzem aus dem Widerstand gegen rechte Strukturen nicht mehr wegzudenken. Sie stellen sich engagiert den rechten und faschistischen Entwicklungen entgegen, die sie in Deutschland und den anderen europäischen Ländern beobachten, treten für Gleichberechtigung und Toleranz ein. Auch Bücher über die Arbeit der Omas gegen Rechts, die auf beeindruckende Weise zeigen, wie der alltägliche Kampf gegen den Faschismus und gegen Rechtsextremistische Strukturen funktionieren kann und dass es teilweise auch nur die ständige Intervention ist, die Großes bewirken und Rechtsextremisten in die Knie zwingen kann.
Mit Engagement und viel Humor kämpfen die betagten Damen auf der Straße gegen die AfD oder für die Aufnahme von geflüchteten Menschen aus den griechischen Lagern. Sie sind bei den Protesten gegen die von Corona-Skeptikern bis hin zu Neonazis und Reichsbürgern durchzogenen Aufmärsche dabei gewesen, sie forderten Klimagerechtigkeit mit Fridays for Future, setzen Zeichen gegen Antisemitismus, Rassismus und Frauenfeindlichkeit. Das Beispiel der Omas zeigt auch: Laut sein, sich dagegen stellen und gemeinsam für eine gute Zukunft kämpfen lohnt sich und es ist kein Selbstzweck, sondern leider bitter nötig. Für ihr Eintreten für demokratische Werte erhielten sie den Paul-Spiegel-Preis 2020 und Freiburger Integrationspreis 2021. Die Vertreterinnen der Iserlohner Omas gegen Rechts werden ausführlich über ihre Intention und ihre täglich Praxis berichten.
Der Vortrag wird einen Überblick über die praktische Umsetzung der Arbeit gegen Rechtsextremismus geben und am Beispiel der Omas gegen Rechts klarmachen, wie antifaschistische Arbeit gut gelingen und erfolgreich werden kann.“
Anträge der SPD: Bürgerbus, Stadtteilzentrum und Förderprogramm für Balkon-Photovoltaik
Große Forderungen werde die SPD diesmal in der Haushaltsplanberatung nicht stellen. Es seien vielmehr von den Kosten her kleinere Beträge, die aber positive Auswirkungen auf den Klimaschutz haben sollen, erklärte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dieter Mittmann bei der Vorstellung der Anträge, die die Sozialdemokraten am kommenden Donnerstag im Stadtrat stellen wollen.
So soll es künftig finanzielle Anreize geben für die Beseitigung bestehender „Schottergärten“ und deren Umwandlung in Gärten, die Insekten Nahrung liefern. (Gemeinsamer Antrag mit der Fraktion DIE LINKE) Förderprogramme soll es künftig auch geben für die Begrünung von Flachdächern und für sogenannter „Balkon-Photovoltaik-Anlagen“, die auch von Mietern betriebe werden können, vorausgesetzt Vermieter und Energieversorgungsunternehmen stimmen zu. Der Strom wird hierbei einfach über eine normale Steckdose in das Stromnetz der Wohnung eingespeist.
Die SPD-Fraktion beantragt auch die Übernahme der Kosten für Energie-Checks durch die Verbraucherzentrale. Diese würden nur 30 Euro kosten, Die SPD erhofft sich aber, dass dieses Angebot künftig häufiger in Anspruch genommen wird, erklärte Mittmann.
Weitere Forderung der Sozialdemokraten ist der Lückenschluss der Asphaltierung des Geh- und Radweges südlich und westlich des Sportplatzes am Schacht III in Rünthe.
Eine umweltfreundliche Beleuchtung entlang der Kuhbachtrasse.
Entwicklung eines Konzepts zur Einführung eines Bürgerbusses in Bergkamen,
Entwicklung eines Konzepts zu Einrichtung eines Stadtteilzentrums/Stadtteiltreffs für Bergkamen-Mitte für die Zielgruppen Kinder, Jugendliche und Senioren.
Endlich wieder Weihnachtsvarieté mit mutiger Akrobatik
Poetischer Tanz mit den Eisenring vom Profi.
„Ab jetzt ist aber Ruhe – absolute Ruhe!“, kämpft sich der Gruppenleiter durch das wilde Gerufe und Geschnäbbel seiner aufgeregten Gruppe. Die zieht gerade geschlossen vom Aufwärmen in der Turnhalle zum Hintereingang des studio theaters. Gleich geht es ins Scheinwerferlicht auf der Bühne. Für die meisten zum ersten Mal überhaupt. Zu lange musste das Weihnachtsvarieté auf seine 10. Auflage warten. Alle sind restlos aufgeregt.
Die Gruppen des „Balu“ zeigten eindrucksvoll, was sie können.
Seit der letzten Aufführung der kleinen und größeren Akrobatik-Künstler aus dem Balu im Jahr 2019 hat es längst viele Neuzugänge gegeben. Neue Gruppen wie die Trampolin-Truppe haben sich gegründet. Überhaupt konnten die gut 30 jungen Artistinnen und Artisten erst seit den Sommerferien wieder richtig trainieren. Davor wurde während der Lockdowns und Schließungen mit Video-Training improvisiert. „Das ging zwar auch irgendwie – nichts kann aber die Arbeit am Mann ersetzen“, sagt Aurel Islinger. „Es sind alle einfach nur froh, dass dieser Abend heute stattfinden konnte und alle zeigen durften, was sie können.“
Coole Akrobatik mit dem Diabolo und dem Licht.
Das ist vor allem angesichts der schwierigen Bedingungen unter Corona mehr als beeindruckend. Kein Wunder, dass Rainer Maria Rilke quasi Schirmherr des Abends wurde und seine Weisheiten das fröhliche Treiben auf der Bühne nur noch betonten. „Tu was du nicht kannst“, lautete das Motto. Mutig sein, das ausprobieren, was hinter Hürden der Angst scheinbar unerreichbar ist. Den Schrecken und den Respekt als Herausforderung sehen und einfach sein Ding machen: Viele berühmte Persönlichkeiten im Foyer zeigten mit ihren Lebensläufen in einer kleinen Ausstellung, dass dies immer wieder klappen kann. Albert Einstein, Nikolaus Kopernikus, Bob Beamon: Sie sind nur einige, die mit Mut und Entschlossenheit neue Wege geebnet haben.
Mutig ins Scheinwerferlicht
Ganz neu ist die Trampolingruppe im Balu. Sie zeigte zum ersten Mal, was sie gelernt hat.
Mutig war jeder einzelne, der am Samstag ins Scheinwerferlicht trat. Egal ob es die ganz kleinen waren, die entschlossen Anlauf nahmen und auf ausgestreckte Arme oder kopfüber ins Trampolin sprangen. Egal, ob es die „Neulinge“ waren, die sich mit dem Springseil über die Bühne katapultierten oder ob sich die „Profis“ von einem Arm in die Höhe stoßen ließen. Sie alle überwanden sich und die eine oder andere Hemmschwelle. Ein großes Strahlen lag auf jedem Gesicht, wenn die Landung sicher war und der Applaus riesig – selbst dann, wenn sich das Seilchen mal an den Füßen verheddert hatte oder das Gleichgewicht im Handstand auf den Händen der anderen nicht so lange hielt, wie es sollte.
Beeindruckende Körperkunst gab es mit preisgekrönter Akrobatik zum Abschluss.
Respektvollen Applaus gab es auch von den Profis. Die tanzten betörend und poetisch mit Stahlreifen, zauberten faszinierende Bilder mit den Diabolos in die Dunkelheit, verbogen ihre Körper auf magischen Würfeln, die sie dabei ganz nebenbei auch noch farblich in die die richtige Ordnung brachten. Oder sie zeigten Körperbeherrschung mit kraftvoller Akrobatik, die regelrecht sprachlos machte. Das alles humorvoll begleitet von Daniel Reinsberg, seiner Zauberkunst und seinen frechen Freunden, die tief aus seinem Bauch heraus zum Publikum sprachen. Ein fantastischer Abend, der manchen Erwachsenen inspirierte. „Ich trainiere jetzt ein Jahr, dann seht ihr mich auch auf der Bühne“, meinte ein beeindruckter Zuschauer und meinte es wohl nicht ganz so ernst.
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Maskierter Mann raubt in Rünthe eine 73-jährige Frau aus
Am Samstag wurde gegen 20:15 Uhr eine 73-jährige Dortmunderin in Rünthe an Marie-Curie Straße von einem unbekannten Täter zu Boden gebracht, als sie auf dem Weg zu ihrem Fahrzeug war. Er stieß mit beiden Händen gegen ihren Oberkörper, woraufhin die Frau mit ihrem Hinterkopf auf den Gehweg fiel. Anschließend stand er seitlich hinter der Frau und bedrohte sie mit einem waffenähnlichen Gegenstand, den er gegen ihren Mundwinkel drückte.
Der Täter entriss der Geschädigten eine mitgeführte schwarze Handtasche. In der Handtasche befanden sich ca. 50 Euro Bargeld, Debitkarten, sowie ein Mobiltelefon. Anschließend flüchtete er in Richtung Rünther Straße.
Der Täter kann wie folgt beschrieben werden: männlich, ca. 180 cm groß, sportliche Statur, schwarze Kleidung, schwarze Sturmhaube, schwarze Handschuhe, Sprache hochdeutsch, ohne Akzent. Die Geschädigte musste vor Ort ambulant behandelt werden. Sofortige Fahndungsmaßnahmen blieben ergebnislos. Die Ermittlungen dauern zur Zeit an.
Zeugen-Hinweise bitte an die Polizei in Kamen unter der Rufnummer 02307 921 3220 oder der Polizei in Unna unter 02303 921 0.