CDU fordert Konzept zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels

Marco Morten Pufke. Foto: Mira Hampel

Die CDU-Fraktion im Kreistag des Kreises Unna will insbesondere nach den Starkregenereignissen im Sommer nicht allein den Fokus auf den Klimaschutz richten, sondern auch die notwendigen Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung angehen. Deshalb soll der Kreistag den Landrat beauftragen ein Konzept zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu erstellen.

 „Es gibt eine Förderrichtlinie des Bundesumweltministeriums, die genau auf das Thema Klimafolgenanpassung abzielt und die wir als Kreis Unna nutzen sollten“, erläutert Carl Schulz-Gahmen, Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion im Ausschuss für Natur, Umwelt und Klimaschutz.

Darüber hinaus wird der Landrat beauftragt, auf die zehn kreisangehörigen Städte und Gemeinden zuzugehen, um zu erörtern, inwieweit ein gemeinschaftliches Vorgehen sinnvoll ist und der Kreis im Sinne der interkommunalen Zusammenarbeit als Koordinator und zentraler Ansprechpartner für den Fördergeber fungieren kann, um Synergien zu erzielen.

Eine nachhaltige Anpassung an die klimatischen Veränderungen, beispielsweise Stark­regen und Hitze, ist unabdingbar. Konkrete Maßnahmen müssen ergriffen werden. Beispiele für Maßnahmen zur Klimaresilienz sind die Anpassung der Entwässerungs­systeme an Starkregenereignisse, eine klimagerechte Anpassung öffentlicher Gebäude und Infrastruktur sowie Dach-, Fassaden- und Straßenbegrünungen zur Reduzierung von Wärmeinseln. „Wichtig ist uns, dass die Planungen koordiniert werden und nicht jeder ausschließlich auf seine Zuständigkeit guckt. Klimaanpassung kann nur gelingen, wenn alle über den eigenen Tellerrand hinausdenken“, so Schulz-Gahmen.

Das zu erarbeitende Konzept steht nicht in Konkurrenz zum Klimaschutzkonzept des Kreises Unna. „Klimaschutz und Klimafolgenanpassung sind zwei Seiten einer Medaille. Die Starkregenereignisse im Sommer haben uns vor Augen geführt, dass wir an dieser Stelle mehr machen müssen“, verdeutlicht der Fraktionsvorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Marco Morten Pufke. Der Schutz der Bevölkerung habe für die CDU oberste Priorität und sei Kernaufgabe des Staates.

Die CDU-Fraktion im Kreistag des Kreises Unna begrüßt in diesem Zusammenhang ausdrücklich die Einrichtung einer neuen Stelle für den Aufgabenbereich Gewässerschutz, -ausbau und -unterhaltung, welche die Umsetzung von Maßnahmen zum Hochwasserschutz und zum Schutz vor Starkregenereignissen beinhaltet.




Evakuierung am Montag, 29.11. wegen Bombenfund mitten in der Gartensiedlung

Am Montag, 29. November, wird der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg im Bereich Gartensiedlung in Bergkamen-Mitte die Entschärfung eines Bombenblindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg durchführen. Die Arbeiten finden voraussichtlich in der Zeit von 10.00 bis 15.00 Uhr statt. Zeitliche Verschiebungen sind im Rahmen der Erdarbeiten jedoch möglich.

Um eine gefährdungsfreie Entschärfung durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst zu gewährleisten, werden während dieser Zeit alle Personen in einem Radius von 250 m um den Bombenfundort evakuiert.

Ab ca. 11.00 Uhr werden städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter alle Wohneinheiten aufsuchen und die noch anwesenden Personen auffordern, den Evakuierungsbereich unmittelbar zu verlassen und sich hinter die Straßensperren von Polizei und Ordnungsbehörde zu begeben. Nach erfolgter Entschärfung werden die Absperrungen aufgehoben und die Entwarnung unter anderem über Antenne Unna und die Warn-App NINA bekanntgegeben.

Betroffene Bewohner wurden am 19.11.2021 per Handzettel über die Situation informiert und gebeten, sich auf ein Verlassen der Wohnung in dem genannten Zeitfenster vorzubereiten. Sie könnten Einkäufe, Spaziergänge oder andere Aktivitäten einplanen, um in dieser Zeit nicht anwesend zu sein.  Für Personen, die nicht wissen, wo sie während der Evakuierung unterkommen können, stellt die Stadt Bergkamen im Treffpunkt an der Lessingstraße ein Ausweichquartier zur Verfügung. Diese Sammelstelle wird während der Evakuierung vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) betreut.

Personen, die ihre Wohnung nicht aus eigener Kraft verlassen können oder aber Hilfe benötigen, um zur Sammelstelle zu gelangen, wurden gebeten, sich bereits im Vorfeld mit der Ordnungsbehörde der Stadt Bergkamen in Verbindung zu setzen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ordnungsbehörde sind während der Dienstzeiten unter den Rufnummern 02307-965255 und 02307-965238 für sie erreichbar. Auch bei anderen Fragen zur anstehenden Evakuierung sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter behilflich.

Der Fundort liegt mitten in der Gartensiedlung, so dass folgende Straßen von den Sperrungen im 250 m Radius betroffen sind: August-Schmidt-Straße über die komplette Länge, Erzberger Str. 1, 2, 3 und 5, die komplette Gartensiedlung, die Fritz-Husemann-Straße von der Gartensiedlung bis Fluhme und die Straße „Zum Großen Holz“ von Nr. 38 – 48. Die Albert-Schweitzer-Str. kann im Kreuzungsbereich Fritz-Husemann-Straße nur nach links, die Straße „Zur Mergelkuhle“ nur nach rechts befahren werden.

Die Sperrungen werden durch die Polizei und Mitarbeiter der Stadt Bergkamen vorgenommen und ab ca. 11 Uhr eingerichtet. Solange die Sperrungen nicht eingerichtet sind, bleiben die Straßen befahrbar, nach der Entschärfung werden alle Straßen umgehend freigegeben.

Die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) wird die betroffenen Buslinien entsprechend umleiten.




Lichtkunstwerk darf weiter leuchten: „Virtual Fairground“ von Femke Schaap geht in die Verlängerung

Lichtkunstwerk darf weiter leuchten:
„Virtual Fairground“ von Femke Schaap auf dem Herbert-Wehner-Platz geht in die Verlängerung.

Das Kulturreferat Bergkamen freut sich sehr über die Zusage der niederländischen Künstlerin Femke Schaap. Die schöne bewegte Lichtinstallation „Virtual Fairground“ am Herbert-Wehner-Platz in Bergkamen darf noch bis einschließlich 13.12.21 dort verweilen.

Ursprünglich sollte das Lichtkunstwerk in dieser Woche abgebaut werden. Nun hat die Künstlerin, die das Kunstwerk eigens für Bergkamen entworfen und realisiert hat, der Verlängerung zugestimmt. Jeden Abend von 17.30 Uhr bis in die Morgenstunden können Interessierte den virtuellen Jahrmarkt noch bis zum 13.12.21 besuchen.




Jazz, Klassik und Pop beim Take 5 Festival mit Iiro Rantala im studio theater

Iiro Rantala. Foto: ACT_Gregor Hohenberg

Am kommenden Freitag, den 26.11.2021 wird der finnische Starpianist Iiro Rantala im Rahmen
des Jazzfestivals Take 5 um 20.00 Uhr im studio theater bergkamen zu hören sein.

Für diese Veranstaltung sind noch Restkarten an der Abendkasse erhältlich.

Informationen zum Künstler:

Iiro Rantalas Konzerte überzeugen durch seine starke Bühnenpräsenz und die für ihn so typischen, humorvollen Geschichten zwischen den Stücken. Der international bekannte finnische Pianist und Publikumsliebling Iiro Rantala tritt am 26. November im studio theater bergkamen auf. Das Konzert gehört zu den Höhepunkten des diesjährigen Take 5 Jazzfestivals in der Hellweg Region. Unter dem Titel „My Finnish Calendar“ bringt er einige Best-Of Stücke seiner bisherigen Solo-Alben „Lost Heroes“, „My Working Class Hero“ und „My Finnish Calendar“ live auf die Bühne. Darunter sind Eigenkompositionen wie „Tears for Esbjörn“, „Pekka Pohjola“ oder „November“ und Song-Klassiker wie John Lennons „Woman“ oder „Imagine“. Was alles verbindet, sind Iiro Rantalas große pianistische Virtuosität, die leidenschaftliche Art der Interpretation und ein enormes stilistisches Ausdrucksspektrum zwischen Jazz, Klassik und Pop. Wenige Jazz-Pianisten haben die Kunst des Solo-Spiels so intensiv und konsequent ausgelotet, wie Iiro Rantala.

Das größte Jazzfestival Westfalens Take 5 unter der Schirmherrschaft von Götz Alsmann feiert noch bis zum 27. Dezember die Vielfalt und Buntheit des Jazz in all seinen Varianten.

Konzert Bergkamen: Iiro Rantala
„My Finnish Calendar“
Fr. 26.11.2021; 20.00 Uhr
studio theater bergkamen
Albert-Schweitzer Str. 1, Bergkamen

Tickets: AK 25,- € / 22,- € ermäßigt
VVK: 20,- € / 17,- €
Tel: 02307/ 965-464

Bei dieser Veranstaltungen gelten die aktuellen Einlassbestimmungen (2G)

 




40. Gedenktag Opfer von Gewalt an Frauen: Licht-Stele auf der Halde und Rathaus-Fenster leuchten in Orange

Das „Impuls-Licht“ auf der Bergkamener Halde sowie die Rathaus-Fenster werden zum Tag gegen Gewalt an Frauen am Donnerstag, 25. November, in der Farbe Orange leuchten. Gleichstellungsbeauftragte Martina Bierkämper stellte gemeinsam mit Bürgermeister Bernd Schäfer in Kooperation mit Stadtmarketing und Kulturreferat den Bergkamener Beitrag zum Projekt „Orange your city“ vor.

Seit 1991 ist der 25. November internationaler Gedenktag für die Opfer von Gewalt gegen Frauen und Mädchen. An diesem Tag sind weltweit viele repräsentative Gebäude in der Farbe Orange beleuchtet – und in diesem Jahr auch in Bergkamen. „Das Orange symbolisiert eine Zukunft ohne Gewalt gegen Frauen“, so die Gleichstellungsbeauftragte Martina Bierkämper.

Maßgeblich an der gemeinsamen Aktion vor Ort beteiligt ist auch der Zonta-Club Hamm/Unna: Der Club setzt sich weltweit für die Verbesserung der Lebensbedingungen und Bildungschancen von Frauen und Mädchen ein. Seit sechs Jahren werden am 25. November Wahrzeichen und Gebäude in den Städten Hamm und Unna, in diesem Jahr im gesamten Kreis orange beleuchtet.

Edith Werdt und Dr. Sabine Blass-Kampmann vom Zonta-Club Hamm-Unna waren mit dabei, als das Licht auf der Halde erstmals in Orange leuchtete. Die Künstler Maik und Dirk Löbbert, die ihr Kunstwerk „IMPULS Bergkamen“ 2010 auf der Halde installierten, konnten leider nicht teilnehmen, begrüßen aber die Aktion „Orange your city“ ausdrücklich. Für die Installation der Interims-Beleuchtung sorgte die Firma Smartlite.

Neben der Aktion zum „Orange Day“ erinnert die Stadt Bergkamen mit der Fahnenaktion „Frei leben – ohne Gewalt“ am Donnerstag, 25.11. an das Thema Gewalt an Frauen. Zudem ist eine mehrteilige Online-Fortbildungsreihe des Bergkamener Mädchen- und Frauen-Netzwerkes zum Thema „Sexting – das Internet vergisst nichts“ gestartet.

Zonta-Film auf YouTube:




Wie wollen wir im Kreis Unna wohnen?: Telefon-Befragung läuft

Wollen mehr über die Wohn-Wünsche von Familien erfahren: Landrat Mario Löhr (l.), UKBS-Geschäftsführer Matthias Fischer (r.) und Katja Sträde vom Bündnis für Familie im Kreis Unna. Foto: Anita Lehrke – Kreis Unna

Was macht gutes Wohnen für Familien im Kreis Unna aus? Das will das Bündnis für Familie genauer wissen und lässt rund 1.500 Familien aus dem Kreis Unna befragen. Die Telefon-Befragung läuft in diesen Tagen. Darauf weist der Kreis Unna hin.

Geht es vor allem um die Größe der Wohnung, um bezahlbare Miete, um ein sicheres Umfeld oder um kurze Wege zur Arbeit, in die Schule oder Kita? Welche Faktoren spielen noch eine Rolle, damit sich Familien wohl fühlen und gern im Kreis Unna leben? Diese Fragen möchte das Bündnis für Familie im Kreis Unna genauer klären.

Telefon-Befragung und Online-Fragebogen
Beauftragt für die Telefon-Befragung wurde InWIS Forschung & Beratung GmbH InWIS – das Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung an der EBZ Business School und der Ruhr-Universität Bochum. Es befragt derzeit rund 1.500 Familien im Kreis Unna telefonisch. „Es handelt sich ausdrücklich um eine seriöse Befragung“, unterstreicht Katja Sträde vom Kreis Unna. Sie ist Geschäftsführerin des Bündnisses für Familie und gleichzeitig verantwortlich für die Koordination des Handlungsfeldes Leben und Wohnen.

UKBS ist Bündnispartner
Der Fragebogen ist mit dem Bündnis für Familie und der Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft mbH (UKBS) als Bündnispartner abgestimmt worden. Teilnehmen können alle Interessierten auch im Internet. Der Online-Fragebogen ist hier erreichbar: www.kreis-unna.de/buendnisfamilie. PK | PKU




„Oma, etwas Schlimmes ist passiert“: Polizei verzeichnet am Mittwoch vermehrt Trickbetrugsanrufe

„Oma, etwas Schlimmes ist passiert. Ich habe jemanden totgefahren. Ich brauche Geld. Sonst muss ich ins Gefängnis.“

Die Polizei verzeichnet am heutigen Mittwoch (24.11.2021) vermehrt Trickbetrugsanrufe dieser Art im gesamten Kreis Unna. Bislang haben sich mehr als ein Dutzend Geschädigte auf der Leitstelle gemeldet – in allen Fällen hatten die Täter keinen Erfolg.

Durch die am Telefon vorgetäuschten Schicksalsschläge haben es die Trickbetrüger auf die finanziellen Rücklagen von älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern abgesehen. Die Polizei empfiehlt in dieser Situation: auflegen und Strafanzeige erstatten.

Mehr Informationen und Präventionshinweise zu den verschiedenen Betrugsmaschen finden Sie hier: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/




Blutspende nur noch mit 3G-Regeln und FFP2-Maske Am 30.11. im Martin-Luther-Haus

Seit Montag, den 29. November 2021 gilt auf allen vom DRK-Blutspendedienst West veranstalteten Blutspendeterminen (NRW/Rheinland-Pfalz/Saarland) eine 3G-Regelung. Zutritt erhalten ausschließlich Menschen, die den Status geimpft, genesen oder getestet (Antigen-Schnelltest nicht älter als 24 Stunden oder PCR-Test nicht älter als 48 Stunden) vorweisen können. Es besteht zusätzlich eine unumgängliche FFP2-Maskenpflicht.

Der nächste Blutspendetermin in Bergkamen ist am Dienstag, 30. November, von 15 bis 19.30 Uhr im Martin-Luther-Haus, Goekenheide 7 in Weddinghofen.

„Seit Ausbruch der Coronapandemie hat für die DRK-Blutspendedienste der Schutz der Blutspenderinnen und Blutspender sowie der ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitenden an oberster Stelle gestanden.“ betont Stephan Jorewitz, Pressereferent vom Zentrum für Transfusionsmedizin in Hagen und fährt fort. „Dadurch haben die DRK-Blutspendedienste es erreicht, dass zehntausende Blutspende­termine in Coronazeiten ein sicherer Ort für alle Beteiligten geblieben sind.“ Aufgrund der bundesweit rasant ansteigenden Neuinfektionen mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) sowie der damit verbundenen wachsenden Hospitalisierungsrate, werden die DRK-Blutspende­dienste ihre bisherigen, erfolgreichen Sicherheitskonzepte noch weiter verstärken. Tagesaktuelle Informationen und Corona-FAQ online www.blutspendedienst-west.de/corona

Aktuell gibt es anstelle der Bewirtung zum Abschluss der Blutspende einen kleinen Imbiss als „Lunch-ToGo“. Blut spenden kann jeder ab 18 Jahren; Neuspender bis zum 69. Geburtstag. Zur Blutspende muss immer ein amtlicher Lichtbildausweis mitgebracht werden. Männer dürfen sechs Mal und Frauen vier Mal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden müssen 56 Tage liegen. Für alle, die mehr über die Blutspendetermine in Wohnortnähe erfahren wollen, hat der DRK-Blutspendedienst West im Spender-Service-Center eine kostenlose Hotline geschaltet. Unter 0800 -11 949 11 werden montags bis freitags von 8.00 bis 18.00 Uhr alle Fragen beantwortet.




77 Tage für Amazon gefahren – aber ohne Führerschein

von Andreas Milk
Sein Job als Auslieferer für Amazon hat dem 24-jährigen Bergkamener Adil M. (Name geändert) eine Art Rekord-Anklage vor dem Kamener Amtsgericht eingebracht: 77 Fälle von Fahren ohne Führerschein hatte die Staatsanwaltschaft aufgelistet. Diese Liste ergab sich aus Amazons Dienstplan für die Monate Oktober 2020 bis Januar 2021. In dieser Zeit war M. für den Online-Riesen im nördlichen Kreisgebiet regelmäßig unterwegs – ohne dass er hätte fahren dürfen.

Zwar besaß M. einen Führerschein seines Heimatlandes Syrien und hatte diesen Führerschein sogar durch den Erwerb eines internationalen Führerscheins ergänzt – in dem Glauben, damit kriege er auf deutschen Straßen kein Problem. Das war ein Irrtum. Schon im Sommer 2020 belehrte ihn die Polizei über die Nicht-Gültigkeit der Papiere; Anlass war eine Fahrerflucht, die M. nach einem Unfall begangen hatte. Dass er trotzdem später den Job bei Amazon annahm, lag schlicht daran, dass er keine andere Möglichkeit sah, Geld zu verdienen.

Die Vertreterin der Staatsanwaltschaft beantragte eine Haftstrafe auf Bewährung. Der Richter beließ es bei einer Geldstrafe – allerdings einer happigen: 200 Tagessätze à 15 Euro, 3.000 Euro also unterm Strich. Er berücksichtigte in seinem Urteil zu M.s Gunsten, dass M. beim Auffliegen seiner Schwarzfahrten für Amazon noch keine Verurteilung für die Unfallflucht vom Sommer des Vorjahres bekommen hatte. Neben der Geldstrafe wurde eine Sperre von einem Jahr für die Ausstellung eines Führerscheins verhängt.

 




Mieses Betriebsklima: Faustschlag gegen Kollegen – 6.000 Euro Strafe

von Andreas Milk
Das Betriebsklima war mies in einer Bergkamener Lackierwerkstatt am 29. März dieses Jahres, kurz nach der Frühstückspause. So mies, dass vor dem Amtsgericht Kamen jetzt der 40-jährige Igor K. (Name geändert) wegen Körperverletzung angeklagt war. Es ging konkret um einen Faustschlag mit weitreichenden Konsequenzen.

Diesen Schlag hatte an jenem März-Tag ein Kollege abbekommen – und zwar wohl vollkommen unerwartet. Die beiden Männer hatten kurz vorher gestritten; eigentlich schien die Sache ausgestanden. Aber dann soll K. seinen Widersacher, der auf einem niedrigen Hocker saß, plötzlich doch noch von der Seite attackiert haben.

K. gab das vor Gericht auch zu: Er habe den Kollegen erst geschubst und dann geschlagen. Alles sei schnell gegangen, er habe nicht groß nachgedacht. Noch am selben Tag habe er sich entschuldigt. Der geschlagene Kollege erinnerte sich auf dem Zeugenstuhl, ihm sei damals plötzlich schwarz vor Augen geworden. Beim Arzt zeigte sich später: Ein kleiner Knochen hinterm Auge war gebrochen. Die Folge: Der Mann sieht doppelt, wenn er nach unten schaut. Das Risiko einer Operation möchte er lieber nicht eingehen. Per Anwalt versucht er, von Igor K. Schmerzensgeld zu bekommen.

Strafrechtlich wird die Körperverletzung nun mit einer hohen Geldstrafe geahndet: 150 Tagessätze à 40 Tagessätze muss Igor K. an die Justizkasse zahlen.




Naturheilkunde für zu Hause: Vortrag in der Ökologiestation

Ob Husten oder Halsschmerzen, Bauchschmerzen oder Blasenentzündung, Schlaflosigkeit, Unruhe, Insektenstiche oder Gelenkschmerzen: es gibt wunderbare, schonend und sanft wirkende Möglichkeiten zur Eigenbehandlung aus dem Garten der Natur.

Sabine Geisler (Krankenschwester in der Naturheilkunde und Ayurvedatherapeutin) stellt am Mittwoch den 8. Dezember in der Ökologiestation in Bergkamen-Heil Kräuter und Heilpflanzen zur innerlichen und äußerlichen Anwendung vor und gibt praktische Anwendungsdemonstrationen und -beispiele: Wickel, Waschungen, Auflagen, Öle und Tees.

Zu der Veranstaltung, die von 19.30 bis 21.30 Uhr dauert und 15,- € je Teilnehmer kostet, kann man sich unter 0 23 89-98 09 11 (auch Anrufbeantworter) bis zum 1. Dezember beim Umweltzentrum Westfalen anmelden. Seminarunterlagen werden zur Verfügung gestellt. Informationen zur Dozentin finden sich unter www.naturheilkunde-geisler.de. Teilnehmer müssen geimpft oder genesen sein (2-G-Regel). Die Anzahl ist begrenzt. Bitte eine Mund-Nasen-Bedeckungen für den Weg zum Sitzplatz mitbringen.