DIE LINKE: Aus dem Gelände der Jahnschule soll einmal ein Park mit einem grünen Dorfplatz werden

Dass die Einheit Oberaden der Freiwilligen Feuerwehr ein neues Feuerwehrgerätehaus benötigt, steht  für Fraktion DIE LINKE außer Frage. „So ist den Feuerwehrfrauen und –männern unsere Anerkennung und unsere Unterstützung für ihre unermüdlich ehrenamtliche Arbeit im Stadtgebiet und auch darüber hinaus stets sicher. Doch was den vorgestellten Standort des neuen Feuerwehrgerätehauses in Oberaden angeht, haben wir arge Bauchschmerzen“, erklärt die Fraktion.

Weiter heißt es in der aktuellen Pressemitteilung: „Vor mehr als drei Jahren hat der Rat der Stadt Bergkamen – mit Stimmenmehrheit von SPD, Grüne und BergAUF – den Klimanotstand ausgerufen, womit sich die Stadt dazu verpflichtet hat, alle Handlungen und Beschlüsse auf deren Klimaschädlichkeit zu überprüfen und ggf. Alternativen zu suchen. Dies bekommt insbesondere in Zeiten, in denen Europa mit der schlimmsten Dürre seit 500 Jahren kämpft oder die Volksrepublik China Chemikalien in die Wolken schießt um die Regen zu erzeugen, entsprechende Bedeutung.

Ob man es sich dann, auch mit Blick auf das „Jahrhundert-Hochwasser“ im Ortsteil Oberaden im vergangenen Jahr, jedoch erlauben kann, neben der Umgehungsstraße L821n mit ca. 24.000m² und dem Wohngebiet „Erdbeerfeld“ mit über 41.000m² nun weitere 12.000m² im Ortsteil zu versiegeln, ist dabei eine nicht ganz unerhebliche Fragestellung.

Wir haben mit „Jahnschule + X“ eine ganz konkrete Vorstellung: Mit der perspektivischen Entsiegelung der Jahnschule mit knapp 5.800m² und der Schaffung einer Parkanlage als grünen Dorfplatz in Verbindung zur Kleingartenanlage in direkter Nachbarschaft, könnte man neben der wichtigen Entsiegelung zudem eine wichtige Aufenthaltsqualität für die Bürger:innen schaffen.“




Geänderte Öffnungszeiten in den Kundencentern der GSW am 2. September

Geänderte Öffnungszeiten: Die Kundencenter der Gemeinschaftsstadtwerke (GSW) Kamen, Bönen, Bergkamen öffnen am 2. September (Freitag) zu anderen Zeiten als üblich. Grund dafür ist eine innerbetriebliche Veranstaltung, an der die gesamte Belegschaft der GSW teilnimmt.

Öffnungszeiten der Kundencenter am 2. September:

  • Kamen, Bönen und Bergkamen: von 8 Uhr bis 9 Uhr

Die GSW bitten um Verständnis, dass die Kundencenter aufgrund der Belegschaftsversammlung zu geänderten Zeiten öffnen. Ab dem 05. September gelten wieder die regulären Öffnungszeiten. Alle weiteren Informationen und Zeiten gibt’s unter www.gsw-kamen.de

 




„Spalten, behauen, schnitzen“ – Holzworkshop für Kinder und Jugendliche im Römerpark Bergkamen

Das Stadtmuseum Bergkamen bietet in Kooperation mit dem Verein der Freunde und Förderer des Stadtmuseums Bergkamen e. V. einen außergewöhnlichen Holzworkshop für Kinder und Jugendliche im Römerpark Bergkamen an. Der Workshop findet in den Herbstferien vom 10. bis 14. Oktober 2022 statt.

Das Material „Holz“ eignet sich hervorragend zum Herstellen von unterschiedlichen Gegenständen. Die zahlreichen Verarbeitungsmöglichkeiten kannten seit langer Zeit auch die Germanen und Römer. Sie nutzten das Holz beispielsweise für Holzschindeln und fertigten daraus Alltagsgegenstände. Die alten Techniken der Holzverarbeitung probieren die Teilnehmer/innen in dem Workshop aus. Sie spalten und behauen u.a. Holz für Schwerter sowie für die Fertigstellung eines eigenen Holzlöffels. Und damit beim schlechten Wetter niemand friert, muss auch Holz für eine Feuerstelle vorbereitet werden.

Begleitet wird die Ferienaktion vom erfahrenen Holzbildhauer und Tischlermeister Jörg Steinhauer.

Die Herbstferienaktion ist für Kinder und Jugendliche von 10 bis 14 Jahren geeignet. Die Teilnahmegebühr einschließlich Material beträgt 25 €. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen nimmt das Stadtmuseum Bergkamen unter der Telefonnummer 02306/306021-14 und der E-Mail: l.gulka-hoell@stadtmuseum-bergkamen.de entgegen.




Sparkassen Grand Jam: Britisch-norwegischer Blues mit Jungstar Krissy Matthews

Krissy Matthews. Foto: Wolfgang Muelter

Krissy Matthews ist ein junger, britisch-norwegischer Bluesrock-Gitarrist und Singer-Songwriter.
Er ist nun fast 30 Jahre alt, klingt aber wie einer, der schon genau so lange im Geschäft ist. Am Mittwoch, 7. September, eröffnet der junge Künstler den Sparkassen Grand Jam im Thorheim Bergkamen.

Seit dem Schulabgang mit 16 kennt der Bandleader nichts anderes als Alben, Tourneen und gerissene Gitarrensaiten. Mehr als 1000 absolvierte Konzerte stehen als Beweis für sein unersättliches Bestreben in Sachen Musik. Wenn es um seine Anfänge als Musiker geht, kann der im Jahr 1992 geborene Matthews viele unglaubliche Geschichten erzählen. Mit gerade mal drei Jahren sang er den Roy-Orbison-Klassiker “Oh, Pretty Woman” bei einem Auftritt seines Vaters. Mit 12 Jahren wurde er im Rahmen des Notodden Blues Festivals von John Mayall auf die Bühne gerufen. Weitere Highlights waren die denkwürdigen Begegnungen mit Jeff Healey und B.B. King und seine Tourneen als Vorband für Robben Ford und Walter Trout. Sein vielseitiges Talent beschrieb Classic Rock mit dem Satz: “Er schreibt, singt und spielt wie ein Besessener.”

Ob „Voodoo Child” von Jimi Hendrix oder „Killing Floor”, Krissy Matthews hat sie alle in seinem Repertoire. Das Spektrum reicht vom erdigen Mississippi-Blues bis zum heiß-funkigen Boogie, klingt aber in jedem Moment frisch und jung.

Sparkassen Grand Jam
07.09.2022 / 20.00 Uhr
Thorheim Bergkamen, Landwehrstraße 160, 59192 Bergkamen
VVK 14 € / ermäßigt 11 €
AK 16 € / ermäßigt 13 €
Kartenvorbestellung und weitere Informationen unter:
02307/ 965 464 oder a.mandok@bergkamen.de




Protest gegen Kürzungen: Aktionstag der AWO-Migrationsdienst auf dem Platz von Gennevilliers

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sieht für das Haushaltsjahr 2023 deutliche Kürzungen in der MBE (Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer) vor. Alle Verbände der Freien Wohlfahrt müssen mit einem gekürzten Gesamt-Budget in Höhe von 57 Mio. € (vorher 71 Mio. €) rechnen.

„Mit Blick auf die derzeitigen und weiteren politischen Entwicklungen schätzen wir die Migrationssozialarbeit als unabdingbaren Pfeiler funktionierender Teilhabe und Integration ein“, erklärt dazu die AWO. Deshalb lädt der Verband am Mittwoch, 14. September, zum Aktionstag 2022 der Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) und des Jugendmigrationsdienstes (JMD) ein.
In der Zeit von 10.00 bis 12.00 Uhr gibt es in der Bergkamener Fußgängerzone auf dem Platz von Gennevilliers einen informativen Austausch zu den Leistungen und der sozialpolitische Relevanz der Migrationsberatungsdienste.




Gut gerüstet für den Schulweg: Sicherheitswesten und Blinkis von den GSW für die Tornister aller Erstklässler in Kamen, Bönen und Bergkamen

Stellvertretend für die 19 Grund- und Förderschulen in Kamen, Bönen und Bergkamen hat sich die Klasse 1 c der Pfalzschule über die nützlichen Helfer für den sicheren Schulweg gefreut. Foto: GSW

Die Gemeinschaftsstadtwerke Kamen, Bönen und Bergkamen engagieren sich über die reine Energieversorgung hinweg auch für das Leben vor Ort. Dazu zählt auch der Bildungsbereich.

Neben Energieprojekten, die in Kooperation mit der Deutschen Umweltaktion e.V. kostenfrei für KiTas und Grundschulen angeboten werden, wurde dieses Jahr erstmalig ein Beitrag zur Sicherheit von Schulanfängern geleistet. Alle Erstklässler im Versorgungsgebiet der GSW haben ein Set bestehend aus Sicherheitsweste, Blinkilicht für die Schultasche und Lesezeichen aus Samenpapier erhalten – Umweltfreundlich verpackt in einer Obst- und Gemüsetasche für den plastikfreien Einkauf der Eltern. Damit sind die rund 1.200 neuen Schülerinnen und Schüler aus Kamen, Bönen und Bergkamen für den Schulweg während der dunklen Jahreszeit gewappnet.

 




Ersthelfer retten Mutter und ihre Kinder aus brennender Wohnung

Aus bisher unbekannter Ursache ist einer Wohnung im Obergeschoss eines Mehrfamilienhaus an der Hußmannstraße in Kamen in Brand geraten. Foto: Polizei Unna

Zwei Ersthelfer haben am Dienstagmorgen in Kamen eine Mutter und ihre zwei Kinder aus einer brennenden Wohnung gerettet.

Aus bislang noch ungeklärter Ursache geriet gegen 9.35 Uhr die Wohnung im Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses an der Hußmannstraße in Brand, in der sich eine 43-Jährige sowie ihre Kinder im Alter von vier Jahren und einem Jahr aufhielten. Sie schliefen zu diesem Zeitpunkt und wurden erst durch die starke Rauchentwicklung wach.

Mehrere Nachbarn und Anwohner wurden auf die Situation aufmerksam. Ein Ersthelfer stellte sich unter ein Fenster und fing die beiden Kinder auf, die die Frau herunterließ. Ein weiterer Ersthelfer trat die Wohnungstür ein und brachte die Mutter ins Freie.

Die Familie wurde durch Rauchgase leicht verletzt und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Im Zuge der Löscharbeiten wurde außerdem ein Feuerwehrmann leicht verletzt, der vor Ort zwar ambulant behandelt werden musste, aber dienstfähig blieb.

Das zuständige Ordnungsamt stufte das Gebäude vorerst als unbewohnbar ein. Ersten polizeilichen Schätzungen zufolge entstand ein Sachschaden von mehr als 150.000 Euro. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und wird die Brandstelle mit einem Sachverständigen begutachten.




Ferienzeit macht sich noch bemerkbar: Arbeitslosigkeit aktuell kaum verändert

Im Kreis Unna erhöhte sich der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 20 auf 15.796. Im Vergleich zu August 2021 reduzierte sich die Arbeitslosigkeit um 236 (-1,5 Prozent). Die Arbeitslosenquote verblieb mit 7,4 Prozent auf dem Niveau des Vormonats. Vor einem Jahr betrug sie 7,5 Prozent.

„Während es im Juli noch einen starken Anstieg an arbeitslosen Menschen im Kreis Unna gegeben hat, zeichnete sich der August vorwiegend durch eine stabile Seitwärtsbewegung aus. Der moderate Zuwachs ausländischer und älterer Arbeitsloser konnte dabei durch den Abgang langzeitarbeitsloser sowie jüngerer Menschen nahezu kompensiert werden“, beschreibt Agenturchef Thomas Helm die Lage im Kreis Unna. Auch auf der Stellenseite habe es eine spürbare Erholung gegeben: „Sowohl Zugang als auch Bestand haben sich deutlich erhöht und schaffen damit zahlreiche Beschäftigungsperspektiven.“

Dennoch weist der Agenturchef auf bestehende Risiken hin: „Der Arbeitsmarkt wird gerade von immensen Kräften beeinflusst, deren Entwicklung sich nur schwer vorhersagen lässt. Wir müssen damit rechnen, dass sich der Mangel an benötigten Fachkräften verstärkt und sich dadurch sowie durch Materialengpässe die Betriebstätigkeit in verschiedenen Branchen in den nächsten Monaten verringert. Ebenso wirken die geopolitische Lage sowie drohende Energiekrise auf den Arbeitsmarkt. Der Herbst birgt daher ein gewisses Unsicherheitspotenzial, das sich auch in steigenden Arbeitslosenzahlen niederschlagen kann.“

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises
In vier der zehn Kommunen des Kreises Unna nahm die Arbeitslosigkeit im vergangenen Monat ab. Den stärksten Rückgang verzeichnete Holzwickede (-3,2 Prozent bzw. 15 auf 456). Danach folgen Kamen (-1,9 Prozent bzw. 35 auf 1.820), Lünen (-1,0 Prozent bzw. 46 auf 4.568) und Unna (-0,3 Prozent bzw. sechs auf 1.991). In Schwerte hingegen stieg die Arbeitslosigkeit an (+0,7 Prozent bzw. 11 auf 1.519), ebenso in Bergkamen (+1,5 Prozent bzw. 34 auf 2.285), Fröndenberg (+1,7 Prozent bzw. 10 auf 586), Werne (+2,1 Prozent bzw. 19 auf 922), Bönen (+2,6 Prozent bzw. 18 auf 715) und Selm (+3,3 Prozent bzw. 30 auf 934).




Stressfreie Blutspende mit Termin und Maske beim DRK  

Zur stressfreie Blutspende mit Termin und Maske lädt das DRK am Freitag, 9. September, von 16 bis 19.30 Uhr in den Treffpunkt an der Lessingstraße ein.

Stephan Jorewitz vom Zentrum für Transfusionsmedizin in Hagen hat die Unentbehrlichkeit der Blutspenden unterstrichen und allen Spende willigen den Tipp gegeben: „Bitte reservieren Sie sich unter www.blutspende.jetzt im Vorfeld einen Termin und vergessen Sie Ihre medizinische Maske nicht. So bleibt die Blutspende weiterhin eine stressfreie und sichere Angelegenheit ohne lange Warteschlangen.“ Weitere Informationen und Termine erhalten Sie kostenfrei unter 0800 -11 949 11.

 Die 3G-Regelung auf allen vom DRK-Blutspendedienst West angebotenen Blutspendeterminen entfällt. Die Verpflichtung zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes (mindestens OP-Maske) besteht weiterhin. Um Termin­reservierungen unter www.blutspende.jetzt wird ausdrücklich gebeten; sie reduzieren Warteschlangen und sichern Abstände. Blut spenden kann jeder ab 18 Jahren; Neuspender bis zum 69. Geburtstag. Zur Blutspende muss immer ein amtlicher Lichtbildausweis mitgebracht werden. Männer dürfen sechs Mal und Frauen vier Mal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden müssen 56 Tage liegen. Für alle, die mehr über die Blutspendetermine in Wohnortnähe erfahren wollen, hat der DRK-Blutspendedienst West im Spender-Service-Center eine kostenlose Hotline geschaltet. Unter 0800 -11 949 11 werden montags bis freitags von 8.00 bis 18.00 Uhr alle Fragen beantwortet. Weitere Informationen und Corona-FAQ finden Sie unter www.blutspendedienst-west.de/corona




Von Geräuschen geweckt: Bewohner eines Einfamilienhauses an der Russelstraße überrascht zwei Einbrecher

Geweckt durch unbekannte Geräusche stand ein Bewohner eines Einfamilienhauses an der Russelstraße am späten Dienstagabend plötzlich zwei unbekannten Männern gegenüber.

Es war gegen 23.10 Uhr als der Geschädigte wach wurde und nachsah, woher die Geräusche kamen. Im Flur traf er dann auf zwei Einbrecher, die sofort die Flucht ergriffen und das Haus über die Terrasse verließen.

Zuvor hatten die Täter ein Fenster im Erdgeschoss eingeschlagen und sich dadurch Zutritt zum Haus verschafft. Sie durchsuchten das Obergeschoss und wurden dann vom Geschädigten überrascht. Ob etwas entwendet wurde, stand zum Zeitpunkt der Anzeigenaufnahme noch nicht fest.

Die Täter werden wie folgt beschrieben:

   -	beide etwa 180 bis 185 cm groß
   -	kräftige Statur
   -	dunkle Hautfarbe
   -	kurze dunkle Haare
   -	dunkler Jogginganzug

Wer in diesem Zusammenhang verdächtige Wahrnehmungen gemacht hat, meldet diese bitte bei der Polizei in Kamen unter 02307 921 3220 oder 921 0.




AWO macht Druck: „Sprach-Kitas retten“!

Fachgespräch zum Thema Sprach-Kitas mit Oliver Kaczmarek im Heinrich-Martin-Heim in Bergkamen.

Bergkamen. Eine böse Überraschung erlebten die Kindertagesstätten Anfang Juli, als das Bundesfamilienministerium überraschend erklärte, dass im Haushaltsentwurf für das Jahr 2023 keine Finanzmittel für die Fortsetzung des erfolgreichen Bundesförderprogramms „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ eingeplant sind. Betroffen in Bergkamen wären davon sieben SprachKitas.

Am vergangenen Freitag lud der SPD Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek daher betroffene Akteur*innen aus seinem Wahlkreis ins AWO-Kulturzentrum Heinrich-Martin-Heim in Bergkamen ein, um die Konsequenzen aus dieser Ankündigung zu diskutieren und mögliche Optionen aufzuzeigen. Dabei bekräftigte er, dass er sich für eine Fortführung des Programms einsetzen werde: „Ich erwarte, dass die Bundesfamilienministerin zusammen mit den Familienministerinnen der Länder sehr zügig eine Lösung herbeiführt, damit die Sprachförderung in den Kitas im unveränderten Umfang weitergeführt werden kann. Wir in der SPD-Bundestagsfraktion werden dafür kämpfen, dass das gelingt.“

Geschäftsführer der AWO Ruhr-Lippe-Ems (RLE)und Fachsprecher Kindertagesbetreuung der AG Wohlfahrt im Kreis Unna, Rainer Goepfert, nimmt Kaczmarek beim Wort und spitzt das Thema zu: „Im Koalitionsvertrag war ganz klar von Verstetigung des Programms die Rede. Die Ankündigung der Familienministerin ist schlichtweg ein Wortbruch.“ Für die 31 Sprachfachkräfte, die allein die AWO Ruhr-Lippe-Ems beschäftigt, und die vielen betroffenen Familien fordert er eine schnelle Zusage zur Weiterfinanzierung.

„Das Bundesprogramm Sprach-Kitas sorgt tagtäglich durch zusätzliche Mittel und Fachpersonal für eine bessere Qualität der Sprachbildung, Integration und Inklusion vonKindern. In der aktuellen Situation, in der sich Einrichtungen der frühkindlichen Bildung mit Fachkräftemangel, Corona-Pandemie und der zusätzlichen Betreuung von Kindern und Familien aus der Ukraine auseinandersetzen müssen, wäre der Wegfall der Sprach-Kitas ein enormer Verlust mit langfristigen, nicht absehbaren Folgen“, betonte Göpfert.

Im Sinne der Teilhabe und Chancengleichheit hob die Sprecherin der AG Wohlfahrt im Kreis Unna, Dorothée Schackmann hervor, dass die Politik mit dieser Entscheidung eine Lücke hervorrufe, die auf dem weiteren Bildungsweg der Kinder nicht mehr geschlossen werden könne.

Auch die SPD Landtagsabgeordnete Silvia Gosewinkel betonte, dass alle Kinder und Eltern einer Sprach-Kita von den auf Sprachförderung spezialisierten Erzieherinnen und Erziehern profitieren. Den drohenden Wegfall der Stellen ein halbes Jahr vor dem Auslauf des Programms könne sie nicht nachvollziehen. Damit traf sie genau den Nerv der anwesenden Kita-Leitungen und Sprachkräfte verschiedener Kita-Träger aus dem Kreis, die sich um die Weiterbeschäftigung ihrer Kolleg*innen und die Verwässerung wichtiger Förderstrukturen für benachteiligte Kinder große Sorgen machen.

Am Ende der Veranstaltung stand die einhellige Meinung, dass es kein Ende der SprachKitas geben darf und man von den zuständigen Ministerien von Bund und Ländern eine zügige Lösung erwartet. In diesem Zusammenhang wurde dringend auf die Petition 137016 an den Deutschen Bundestag hingewiesen, die Unterschriften zum Erhalt der Sprach-Kitas sammelt. Diese kann auf der Homepage des Bundestages auch online gezeichnet werden.