Wochenendworkshop Aquarellieren mit Mirella Buchholz
Aquarell-Malerin.
Vom 17. bis 18. September bietet die Jugendkunstschule Bergkamen einen Wochenendworkshop Aquarellieren für Erwachsene an.
Die immer beliebter werdende Maltechnik besticht durch ihre einzigartige Leuchtkraft und Transparenz. Der Workshop richtet sich besonders an Anfängerinnen und Anfänger. Nach einer Einführung in die Grundlagen der Aquarellmalerei und dem Umgang mit Form und Farben, stehen Übungen auf Papier im Mittelpunkt. Die Künstlerin Mirella Buchholz führt in die Themen Farben mischen, Farben abheben, Aufbau eines Bildes in mehreren Schritten und monochromes Malen ein.
Geeignetes Material wie Aquarellpapier, Bleistifte und Aquarellstifte sind mitzubringen. Der Workshop findet Samstag und Sonntag von 10.00 bis 18.30 Uhr im Pestalozzihaus in Bergkamen-Mitte statt und kostet 40 Euro. Interessierte erhalten weitere Informationen auch zur Anmeldung unter der Telefonnummer 02307/288848 oder 02307/965462.
Die Polizei sucht Eigentümer von gestohlenen Fahrrädern
Wem gehört dieses Fahrrad? Foto: Polizei Unna
In jüngster Zeit häufen sich unter anderem in der Facebook-Gruppe „Bergkamener Nachrichten“ Suchmeldungen nach gestohlenen Fahrrädern. Vielleicht wurden sie von der Polizei in Werne sichergestellt.
Wem gehört dieses Fahrrad? Foto: Polizei Unna
Im Rahmen eines Einsatzes am Donnerstag, 1. September, im Bereich der Lippestraße in Werne hat die Polizei zwei Fahrräder sichergestellt, die nach derzeitigem Kenntnisstand entwendet wurden.
Eine Recherche in den polizeilichen Fahndungssystemen ergab keinen Treffer – die Zweiräder wurden noch nicht als gestohlen gemeldet. Die Polizei fragt deshalb: Wem gehören diese Fahrräder?
Die rechtmäßigen Eigentümer werden gebeten, sich bei der Polizeiwache Werne unter der Rufnummer 02389-921 3420 zu melden.
TuRa Schwimmer*innen beim 9. Internationalen Schwimmfest in Soest mit gutem Start
Am 27.08.2022 waren die Schwimmerinnen und Schwimmer der Wasserfreunde TuRa Bergkamen zu Gast beim 9. Internationalen Schwimmfest der SV Wasserfreunde Soest. Dies war der erste Wettkampf nach der Sommerpause und somit auch ein erster Einblick in den aktuellen Leistungsstand.
Max Simon (Jg. 2012) knüpfte an seine starke Form von vor den Ferien an und stellte drei persönliche Rekorde auf und gewann zudem je einmal Gold, Silber und Bronze. Finja-Marie Possovard (Jg. 2011), die noch nicht sehr lang in der Wettkampfmannschaft ist, bestätigt ebenfalls ihre super Form und belohnte ihre konsequente und disziplinierte Trainingsteilnahme mit 1x Bronze und vier sehr tollen Bestzeiten. Ihre Schwimmkollegin Mila Fee Krause (Jg. 2011) zeigte ebenfalls das viel Training auch viele großartige Zeiten hervorbringt. So konnte sich Mila über die 100m Freistil um ganze 4 Sekunden verbessern und schlug in 1:22,82 Minuten und belohnte sich mit dem 2. Platz. Ebenfalls 2. wurde sie über ihre Paradestrecke 50m Schmetterling die sie ebenfalls mit persönlichem Rekord in 44,22 Sekunden ins Ziel brachte. Zudem wurde sie noch dritte über 50m Freistil auch mit neuer Bestzeit. Lisa Marie Ebel (Jg. 2006) war ebenfalls top fit. Sie gewann in neuer Bestzeit die 200m Schmetterling, wurde zweite über 100m Freistil, mit neuer Bestzeit und dritte über 50m Schmetterling und stellte noch einen persönlichen Rekord über 50m Freistil auf. Elias Noel Kaminski gewann 2x Silber und über die 100m Brust verbesserte er sich um knapp 4 Sekunden auf eine 1:36,32 Minuten. Mika Tom Krause (Jg. 2011) wurde zudem noch dritter über 100m Rücken.
Zudem erreichten Timo Wortmann (Jg. 2013) drei neue Bestzeiten, Lia Schröder (Jg. 2012) und Emma Gramse (Jg. 2013) je zwei persönliche Bestzeiten und Lena Slaby (Jg. 2010), Smilla Panberg (Jg. 2010) und Laura Sophie Ebel (Jg. 2008) je eine persönliche Bestzeit.
Noah Mo Krause erreichte leider keine persönliche Bestzeit konnte aber auf den 50m und 100m Freistil seine Zeit klar bestätigen und blieb knapp über der Meldezeit.
Die Trainer Christian Flüß, Marco Steube und Maximilian Weiß waren mit den Leistungen ihrer Schwimmer*innen zufrieden, nahmen aber auch ein paar Themen mit nach Hause an denen im Training geschliffen werden muss.
Jugend-Uni: Science-Fiction-Film „Dune“ auf dem Prüfstand
Der Science-Fiction-Film Dune fasziniert mit schönen Dünenlandschaften auf dem Wüstenplaneten Arrakis. Dort gibt es kaum Wasser und hohe Temperaturen. Die Filmemacher haben Mensch und Tier auf die Verhältnisse dort angepasst – doch ist das realistisch? Bei der nächsten Jugend-Uni im Cineworld Lünen am Dienstag, 13. September ab 17 Uhr haben Jugendliche ab 12 Jahren die Chance, mit einem Experten über die Ideen im Film zu diskutieren.
Geklärt wird, was Wissenschaftsdisziplin Bionik dazu beitragen kann. Sie zeigt, wie die Phänomene aus der Natur auf die Technik übertragen werden können. Dabei gehen die jungen Forscher Fragen nach wie: Wie realistisch sind die eleganten Fluggeräte mit Libellenflügeln? Was können wir von den kleinen Wüstenmäusen lernen, die mit ihren großen Ohren Wasser aus der Luft kondensieren? Oder wie schaffen es die riesigen Sandwürmer, sich so schnell im Sand des Planeten Arrakis zu bewegen?
Nach einem kurzen Vortrag diskutieren die Forscher diese Fragen mit Prof. Dr. Peter Kersten
von der Hochschule Hamm-Lippstadt. Anschließend sehen sie gemeinsam den Kinofilm Dune. Die Teilnahme ist kostenlos. Ein Ticket für den Film muss allerdings vorab in der Cineworld Lünen, Am Hagen 3 in Lünen oder im Internet unter www.cineworld-luenen.de reserviert werden. PK | PKU
Bündnis 90 / Die Grünen: Neue/r Technische/r Beigeordnete/r sollte sich mit den Themen Klimaschutz und Klimaanpassung bestens auskennen
Fraktionsvorsitzender Thomas Grziwotz
Die Ratsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen macht sich für die Neubesetzung der seit dem 1. September vakanten Stelle eine Technischen Beigeordneten für die Stadt Bergkamen stark. Zu wichtig seien die Projekte wie Wasserstadt Aden, Internationale Gartenbauausstellung 2027 und das Stadtmitte-Projekt „Bergkamen mittendrin“. Fraktionsvorsitzender Thomas Grziwotz hält es aber auch für unabdingbar, dass die „Neue“ oder der „Neue“ sich mit den Themen Klimaschutz und Klimaanpassung bestens auskennt.
Das bei sei für die Fraktion nicht das Parteibuch der künftigen Beigeordneten bzw. des Beigeordneten ausschlaggebend, sondern Kompetenz und inhaltlicher Ansatz. „Natürlich würden wir uns freuen, wenn es auch jüngere Bewerber*innen gibt, bei denen Klimaschutz und Klimaanpassung bereits im Studium einen höheren Stellenwert besaß als zu früheren Zeiten. Angesichts des überproportional hohen Versiegelungsgrads in Bergkamen müssen neue Instrumente her, um eine weitere Flächeninanspruchnahme und -versiegelung zu vermeiden“, unterstrich Grziwotz.
Die Fraktion fordert deshalb, eine weitere Bebauung im Stadtgebiet stark zu begrenzen: „Statt neuer Gewerbeflächen und/oder Wohnbauflächen muss es um Modernisierung des Bestands gehen – ökologisch, klimagerecht und mit guter Lebensqualität“, erklärte Grziwotz. Optimal wäre es, wenn Bewerber*in über entsprechende Erfahrungen verfügen würde oder entsprechende Ideen mit nach Bergkamen bringen würde.
Bergkamen benötige eine „echte Stadtplanung“, bei der erkennbar sei, wie die Stadt in den nächsten Jahrzehnten aussehen könne. „Einhergehend sollte dies mit einer stärkeren Beteiligung der Bürger*innen, von Vereinen und Verbänden, der Wirtschaft und anderer Akteure“, unterstrich der Fraktionsvorsitzende.
Barrierefreier Shuttle-Service zur „Adener Höhe“ auf der Bergehalde „Großes Holz“
Zwischenstopp auf der Adener Höhe. Foto: Stadt Bergkamen
Die Stadt Bergkamen bietet in Kooperation mit der DasDies Service GmbH im September 2022 wieder den barrierefreien Shuttle-Service zur Adener Höhe an. Die Fahrten sind für alle geeignet, richten sich aber insbesondere an Gehbehinderte, RollstuhlfahrerInnen und ältere Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß unterwegs sind.
Bei gutem Wetter genießen die TeilnehmerInnen von der Adener Höhe, dem Haldentop, aus einen fantastischen Ausblick auf das Ruhrgebiet, den Kreis Unna, das Münsterland und das Sauerland. Oben auf der Halde wird eine Gästeführerin den BesucherInnen zudem ein paar spannende Informationen über die Halde erzählen. Der Fachbereich Inklusion hält für alle BesucherInnen noch einige spannende Überraschungen bereit.
Termine:
Samstag, 17.09.22 von 15:00 bis 18:00 Uhr
Sonntag, 18.09.22 von 11:00 bis 14:00 Uhr
Treffpunkt: Besucherparkplatz an der Erich-Ollenhauer-Straße
(gegenüber Binsenheide)
Fahrtkosten (Hin- & Rückfahrt): € 3,00 pro Person
Dauer: Aufenthalt beliebig (letzter Shuttle fährt um 18:00 Uhr hinunter)
Die DasDies Service GmbH nehmen die Fahrtgelder direkt beim Einstieg in Empfang. Die Stadt Bergkamen weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Aufenthalt auf der „Adener Höhe“ in eigener Verantwortung der BesucherInnen liegt. Bei unbeständigem Wetter erfolgt eine kurzfristige Meldung an die Teilnehmenden. Auf der Adener Höhe sind keine sanitären Anlagen vorhanden.
Voranmeldung erforderlich
Damit die DasDies Service GmbH den Einsatz Ihrer Fahrzeuge und MitarbeiterInnen besser planen kann, ist eine Voranmeldung dringend erforderlich. Sowohl Einzelreisende als auch Gruppen melden sich daher bitte bis spätestens Mittwoch den 14.09.2022, bei der Stadt Bergkamen an. Telefonisch im Büro für Stadtmarketing und Tourismus: 02307-965-357 oder per E-Mail an: tourismus@bergkamen.de
In Schlangenlinien vor dem Streifenwagen: Polizei zieht alkoholisierten Bergkamener aus dem Verkehr
Einer Streifenwagenbesatzung fiel am Montagabend gegen 20.40 Uhr auf der Münsterstraße in Kamen ein verdächtiges Fahrzeug auf, das sich direkt vor ihr befand und das wiederholt Schlangenlinien fuhr. Die Polizeibeamten hielten den Autofahrer an.
Obwohl der 54-jährige Deutsche aus Bergkamen während der gesamten Verkehrskontrolle eine FFP2-Maske trug, nahmen die Einsatzkräfte erheblichen Alkoholgeruch wahr. Aus diesem Grund wurde mit ihm ein Atemalkoholtest durchgeführt – dieser fiel mit mehr als zwei Promille positiv aus.
Auf dem Weg zum Streifenwagen zeigte der Mann, der angab, keinen Alkohol getrunken zu haben, einen schwankenden Gang und Gleichgewichtsstörungen. Auf der Polizeiwache Kamen entnahm ihm ein diensthabender Arzt eine Blutprobe. Der Führerschein des Beschuldigten wurde sichergestellt. Nach Einleitung eines Strafverfahrens wegen Trunkenheit im Verkehr wurde er entlassen.
CDU-Kreistagsfraktion überzeugt: Kraftwerk Heil wird weiter gebraucht
Foto: Tim Stohlmann
Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion besichtigten am vergangenen Mittwoch das am Datteln-Hamm-Kanal gelegene STEAG-Kraftwerk in Bergkamen-Heil. Das 1981 erbaute Steinkohlekraftwerk hat eine installierte Leistung von 780 MW und eine nutzbare Stromabgabe von 3.520 GWh/a.
Kraftwerksleiter Peter Hubbertz empfing die Mitglieder der CDU-Fraktion, beantwortete Fragen und führte über das Kraftwerksgelände. Begleitet von Pressesprecher Daniel Mühlenfeld und Elektromeister Marcel Döring wurde die Steinkohleverstromung erläutert.
Die Anlage sollte ursprünglich Ende Oktober dieses Jahres heruntergefahren werden. Aufgrund der aktuellen politischen Lage durch den Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen Verwerfungen in der Energieversorgung ist ein Weiterbetrieb zunächst bis 2024 angezeigt.
„Wir von STEAG haben uns aufgrund dieser veränderten Rahmenbedingungen entschieden wieder Kraftwerker auszubilden“, so Kraftwerksleiter Hubbertz.
Das Kraftwerk gilt als systemrelevant, da es grundlastfähig ist und für die zwingend notwendige Netzstabilität sorgt.
„Das Stromnetz benötigt eine konstante Netzfrequenz von 50 Hertz, um Schwankungen und im schlimmsten Fall Stromausfälle zu vermeiden. Unsere Anlage sorgt für diese stabile Netzfrequenz und produziert Strom für umgerechnet 300.000 Haushalte“, erläutert Kraftwerksleiter Hubbertz.
„Gerade in der jetzigen Situation leistet das Kraftwerk Heil einen wichtigen Beitrag zur Energiesicherheit in der Region und ganz Deutschland“, verdeutlicht der CDU-Fraktionsvorsitzende, Marco Morten Pufke, die Bedeutung des Standortes. „Erneuerbare Energien sind gut und wichtig. Aber die Netzstabilität lässt sich nicht ohne weiteres aufrechterhalten, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint.“
Die Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion sind überzeugt: Das STEAG-Kraftwerk in Bergkamen-Heil wird weiter gebraucht.
Sparkassen Grand Jam: Es gibt noch Eintrittskarten für das Konzert am Mittwoch im Thorheim
Krissy Matthews. Foto: Wolfgang Muelter
Krissy Matthews ist ein junger, britisch-norwegischer Bluesrock-Gitarrist und Singer-Songwriter. Am Mittwoch, 7. September, eröffnet der junge Künstler den Sparkassen Grand Jam im Thorheim Bergkamen.
Für den Sparkassen Grand Jam am kommenden Mittwoch mit Jungstar Krissy Matthews sind noch Eintrittskarten an der Abendkasse erhältlich.
Die Kasse ist für Kurzentschlossene ab 19 Uhr geöffnet.
Sparkassen Grand Jam
07.09.2022 / 20.00 Uhr
Thorheim Bergkamen, Landwehrstraße 160, 59192 Bergkamen
AK 16 € / ermäßigt 13 €
Der nächste Sparkassen Grand Jam findet am 05.10.2022 mit „Tinez Roots Club“ aus den Niederlanden statt.
Bündnis 90 / Die Grünen: Neue/r Technische/r Beigeordnete/r sollte sich mit den Themen Klimaschutz und Klimaanpassung bestens auskennen
Fraktionsvorsitzender Thomas Grziwotz
Die Ratsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen macht sich für die Neubesetzung der seit dem 1. September vakanten Stelle eine Technischen Beigeordneten für die Stadt Bergkamen stark. Zu wichtig seien die Projekte wie Wasserstadt Aden, Internationale Gartenbauausstellung 2027 und das Stadtmitte-Projekt „Bergkamen mittendrin“. Fraktionsvorsitzender Thomas Grziwotz hält es aber auch für unabdingbar, dass die „Neue“ oder der „Neue“ sich mit den Themen Klimaschutz und Klimaanpassung bestens auskennt.
Das bei sei für die Fraktion nicht das Parteibuch der künftigen Beigeordneten bzw. des Beigeordneten ausschlaggebend, sondern Kompetenz und inhaltlicher Ansatz. „Natürlich würden wir uns freuen, wenn es auch jüngere Bewerber*innen gibt, bei denen Klimaschutz und Klimaanpassung bereits im Studium einen höheren Stellenwert besaß als zu früheren Zeiten. Angesichts des überproportional hohen Versiegelungsgrads in Bergkamen müssen neue Instrumente her, um eine weitere Flächeninanspruchnahme und -versiegelung zu vermeiden“, unterstrich Grziwotz.
Die Fraktion fordert deshalb, eine weitere Bebauung im Stadtgebiet stark zu begrenzen: „Statt neuer Gewerbeflächen und/oder Wohnbauflächen muss es um Modernisierung des Bestands gehen – ökologisch, klimagerecht und mit guter Lebensqualität“, erklärte Grziwotz. Optimal wäre es, wenn Bewerber*in über entsprechende Erfahrungen verfügen würde oder entsprechende Ideen mit nach Bergkamen bringen würde.
Bergkamen benötige eine „echte Stadtplanung“, bei der erkennbar sei, wie die Stadt in den nächsten Jahrzehnten aussehen könne. „Einhergehend sollte dies mit einer stärkeren Beteiligung der Bürger*innen, von Vereinen und Verbänden, der Wirtschaft und anderer Akteure“, unterstrich der Fraktionsvorsitzende.
Emscher- und Lippe-Gebiet: August auf Rang 1 der trockensten Augustmonate seit Auswertungsbeginn
Trockenheit zeigt sich an der Emscher-Mündung in Dinslaken. Eigentlich reicht das Wasser der Emscher hier in Dinslaken bis zu den Grünpflanzen am Ufer. Foto: Andreas Fritsche/EGLV
Nachdem bereits die Vormonate – mit Ausnahme von Februar und April – in diesem Jahr an der Emscher und der Lippe zu trocken waren, schafft es der August auf den vordersten Platz: Er belegt Rang 1 der trockensten Augustmonate seit Beginn der Auswertungen 1931. Ein Rekord, der die Wasserexperten bei Emschergenossenschaft und Lippeverband mit Sorgen auf die kleineren Gewässer blicken lässt.
78 Millimeter Regen fallen im langjährigen Mittel im August an der Emscher. Im Gebiet des Lippeverbandes zwischen Wesel und Hamm sind es rund 76 Millimeter – wie gesagt in einem „normalen“ Jahr. Im Trocken-Jahr 2022 ist stattdessen nur etwa ein Fünftel dieser Regenmenge gefallen. Die Emscher-Gebiete schafften es auf 15 Millimeter im August und im Lippe-Gebiet fielen 17 Millimeter. Damit setzt sich der Trend fort, der sich bereits Anfang des Sommers abzeichnete: Dieser meteorologische Sommer ist der trockenste Sommer laut den Auswertungen von Emschergenossenschaft und Lippeverband seit 1931. Selbst in den bereits sehr trockenen Sommern 2018 und 2019 fiel spürbar mehr Regen als in diesem Jahr. An der Emscher fiel in diesem Sommer 95 Millimeter (2018: 114 mm, 2019: 126 mm). An der Lippe fielen im Gebiet des Lippeverbandes 94 Millimeter (2018: 119 mm; 2019: 132 mm). Auch einzelne, lokale Niederschlagsereignisse wie am 19. August in Dortmund und Lünen änderten nichts an dieser trockenen Bilanz.
Trotzdem geben Emschergenossenschaft und Lippeverband für ihre beiden großen Flüsse leichte Entwarnung. Sowohl in die Emscher als auch in die Lippe wird von Kläranlagen gesäubertes Wasser eingeleitet. Beide Flüsse erhalten somit stetigen Nachschub an Wasser, sodass hier die aktuelle Situation weit weniger Auswirkungen hat als an anderen Gewässern. Anders sieht es an vielen kleinen Nebengewässern aus, den Bächen und Flüssen, die in die Emscher beziehungsweise die Lippe münden. Einige dieser kleinen Gewässer fallen jeden Sommer trocken und die Natur an und um diese Wasserläufe ist perfekt auf diese wechselhaften Bedingungen angepasst. In diesem Sommer werden den beiden Wasserwirtschaftsverbänden jedoch auch viele (nahezu) trockengefallene Gewässer gemeldet, bei denen dies nicht zum normalen Zyklus der Jahreszeiten gehört.
Wenn die Wasserstände niedrig sind und die Wassertemperaturen im Gewässer steigen, dann blicken die Experten bei Emschergenossenschaft und Lippeverband auch immer mit Sorgenfalten auf die Tierwelt im Wasser. Auch hier geben die beiden Verbände für Emscher und Lippe Entwarnung. Noch geht es dort den Fischen gut. Aber an den Nebenflüssen kann die Trockenheit für die Fische gefährlich werden. Was in der derzeitigen Situation hilft, ist, dass Emschergenossenschaft und Lippeverband in den vergangenen Jahren viele Nebenläufe renaturiert haben. Beschattungen – also Bäume und Sträucher an den Ufern, die über das Wasser ragen – sorgen seitdem zum Beispiel für Schutz vor der Sonne und dafür, dass die Bäche deutlich langsamer austrocknen. Auch sind die Flüsse durchgängiger gestaltet worden, sodass Fische aus Bereichen mit niedrigen Wasserstand in Bereiche mit mehr Wasser ausweichen können.
Eine Handhabe gegen sinkende Pegel haben Emschergenossenschaft und Lippeverband nicht. Die Hoffnung liegt nun auf Regenfällen im September. Doch, so mahnen die beiden Wasserwirtschaftsverbände, für die Zukunft können sich Städte und Gemeinden verstärkt gegen die Trockenheit als eine Folge des Klimawandels wappnen. Das Stichwort laute in diesem Zusammenhang „Schwammstadt“. Zum Beispiel kann durch die Entsiegelung von Flächen und die Speicherung von Regenwasser das wichtige Nass lokal gehalten werden, statt es in den Abwasserkanälen nutzlos verschwinden zu lassen. Solche Maßnahmen sind nicht nur im trockenen Sommer 2022 wichtig, denn das betonen Emschergenossenschaft und Lippeverband: Zukünftig werden wir uns auf weitere trockene Sommer einstellen müssen.
Die Emschergenossenschaft und der Lippeverband
Emschergenossenschaft und Lippeverband sind öffentlich-rechtliche Wasserwirtschaftsunternehmen, die als Leitidee des eigenen Handelns das Genossenschaftsprinzip leben. Die Aufgaben der 1899 gegründeten Emschergenossenschaft sind unter anderem die Unterhaltung der Emscher, die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie der Hochwasserschutz. Der 1926 gegründete Lippeverband bewirtschaftet das Flusseinzugsgebiet der Lippe im nördlichen Ruhrgebiet und baute unter anderem den Lippe-Zufluss Seseke naturnah um. Gemeinsam haben Emschergenossenschaft und Lippeverband rund 1700 Mitarbeiter und sind Deutschlands größter Abwasserentsorger sowie Betreiber von Kläranlagen und Pumpwerken. www.eglv.de