Twittermarathon: Polizei zwitschert am 1. Oktober 2022 über laufende Einsätze
Die Polizei NRW absolviert am 1. Oktober 2022 einen neuen Twittermarathon – auch die Kreispolizeibehörde Unna geht wieder an den Start.
Der Startschuss fällt um 11 Uhr. Unter den Hashtags #Polizei110 und #UN110 zwitschert die Pressestelle in Kurznachrichten, Fotos und Videos auf dem Account @polizei_nrw_un aktuell über laufende Einsätze und polizeiliche Präventionsveranstaltungen im Kreis Unna. Zu diesem Zuständigkeitsbereich gehören Bergkamen, Bönen, Fröndenberg, Holzwickede, Kamen, Schwerte, Selm, Unna und Werne.
Mit diesem Twittermarathon möchte die Kreispolizeibehörde Unna erneut transparent zeigen, welche Notrufe bei der Polizei eingehen und welche Maßnahmen anschließend getroffen werden. Dabei wird natürlich der Datenschutz gewährleistet.
Betrunken hinterm Steuer: Rückfall am letzten Bewährungstag
von Andreas Milk
Am späten Abend des 18. Oktober 2021 machte der Lüner Bauleiter Murat K. (Name geändert) ein Schläfchen in einem Baustellenfahrzeug seiner Firma. Der Wagen war an der Landwehrstraße in Bergkamen abgestellt, das Licht eingeschaltet, der Zündschlüssel steckte. K. lag auf der Rückbank, hatte die Schuhe ausgezogen. Alles nichts, womit man sich strafbar machen könnte. Das Problem: K. hatte den Mazda ohne Führerschein gesteuert – und mit rund 1,3 Promille Alkohol im Blut.
Dafür musste er sich jetzt vor dem Kamener Amtsgericht verantworten. K. sagt, er habe an den Abend keine Erinnerung – er gibt aber zu, den Wagen vor dem Nickerchen gefahren zu sein. Und genau darauf kam es an. K. war seinerzeit zuerst noch mit einem Kollegen unterwegs gewesen, und theoretisch hätte ja auch der den Wagen lenken können.
Bemerkenswert an dem Vorfall ist das Timing. Am selben Abend – genauer: um Mitternacht – lief eine Bewährungsfrist aus einem früheren Strafurteil gegen Murat K. ab. Eigentlich wäre er also nun ein Kandidat für eine Haftstrafe ohne Bewährung gewesen. In seinem Vorstrafenregister gibt es fünf Einträge; alle haben mit Delikten im Straßenverkehr und mit K.s Alkoholismus zu tun. An dem Abend vor knapp einem Jahr hatte er also nicht das erste Mal betrunken ein Auto gesteuert.
Dass es bis zur Verhandlung über die Sache an der Landwehrstraße so lange dauerte, lag nicht an K., sondern an Zeugen, die zu früheren Terminen einfach nicht gekommen waren. Ohne sie war K. keine Trunkenheitsfahrt nachzuweisen, und er selbst sagte nichts zu dem Vorwurf, was sein gutes Recht ist als Angeklagter. Verurteilt werden konnte er beim jüngsten Termin, weil er die Fahrt eben doch noch einräumte.
Das Urteil lautete: Acht Monate Haft auf Bewährung plus neun Monate Sperrfrist bei Ausstellung eines Führerscheins. Hätte sich das Verfahren nicht ohne K.s Verschulden derart in die Länge gezogen, hätte es wohl keine Bewährungschance mehr gegeben, sagte der Richter. Die Bewährung ist also eine Art Bonus für die Verfahrensdauer. Und: Es gibt eine gute Sozialprognose, denn K. hat derzeit einen festen Vollzeitjob. „Stehen Sie nicht sich selbst und ihrer Zukunft im Weg“, mahnte der Richter – sprich: sauber bleiben. Und möglichst den Führerschein machen.
Teuer wird es für drei Zeugen, die wieder nicht erschienen waren. Zwei von ihnen müssen je einen Tausender als Ordnungsgeld zahlen, Nummer drei ist mit der Hälfte dabei.
Aidshilfe im Kreis Unna würdigt seine Verdienste: Ehrenmitgliedschaft für Michael Makiolla
Das Foto zeigt v.l.n.r.: Gabi Makiolla, Michael Makiolla, Uli Keller und Arne Kayser bei der Überreichung der Urkunde. Foto: Manuel Izdebski/Aidshilfe
Der frühere Landrat Michael Makiolla ist am Montag auf Haus Opherdicke mit der Ehrenmitgliedschaft der Aidshilfe im Kreis Unna e.V. ausgezeichnet worden. Mit der Würdigung ehrt die Organisation Makiollas Einsatz für die HIV- und Aidsprävention im Kreisgebiet.
„Michael Makiolla ist ein politischer Wegbegleiter, der über drei Jahrzehnte das wichtige Anliegen der Aidshilfe unterstützt und gefördert hat“, so Arne Kayser als Landesvorsitzender der Aidshilfe NRW bei der Überreichung der Urkunde. Makiolla war ab 1990 beim Kreis Unna zunächst Dezernent für Arbeit, Soziales und Kultur, ab 2000 Kreisdirektor und von 2004 bis 2020 Landrat des Kreises Unna.
„Michael Makiolla war für uns immer ansprechbar. Das Präventionskonzept von Aufklärung und Information hat er stets bestärkt. Als Landrat hat er die Finanzierung der örtlichen Aidshilfeabeit durch einen Zuwendungsvertrag gesichert und dafür gesorgt, dass wir mit den anderen freien Trägern im Kreis gleichgestellt sind“, würdigte Uli Keller vom Vorstand der Aidshilfe im Kreis Unna die Verdienste. Michael Makiolla, der sich gemeinsam mit seiner Ehefrau Gabi sichtlich über die Auszeichnung freute, will seine Mitgliedsrechte künftig in Anspruch nehmen: „Wenn ich zu eurer Versammlung eingeladen werde, dann komme ich auch!“
Mann mit Pistole in der Nähe der Wache löst Polizeieinsatz aus
Ein Mann mit einer Pistole in der Nähe der Wache Werne hat am Dienstagmorgen (27.09.2022) einen Polizeieinsatz ausgelöst.
Gegen 9.45 Uhr wählte eine Zeugin den Notruf, als sie eine verdächtige Person beobachtete, die mit einer Pistole in der Hand in Richtung Bahnhof lief. Einsatzkräfte der direkt angrenzenden Polizeiwache trafen den Mann auf dem Bahnsteig an. Die besagte Waffe steckte in dessen Hosenbund.
Nach deutlicher Aufforderung der Polizeibeamten hob der 34-Jährige aus Werne die Hände, verschränkte diese hinter dem Kopf und drehte sich langsam um. Die Einsatzkräfte nahmen ihm die Pistole ab. Bei dieser handelte es sich um eine Luftdruckwaffe, die in der Öffentlichkeit nicht ohne behördliche Erlaubnis geführt werden darf.
Weil der Beschuldigte keinen Waffenschein besitzt, wurde die Pistole sichergestellt. Auf den Werner kommt nun ein Strafverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz zu.
Mutter gestresst, Polizist beleidigt: Geldstrafe
von Andreas Milk
Serap M. (31, Name geändert) war sowieso schon im Stress am Morgen des 15. Februar. Und vor einer Bergkamener Grundschule geriet sie obendrein in eine Situation, die zu einer Anklage wegen Beleidigung eines Polizisten führte: „Der ist doch bescheuert“, soll sie über den Beamten gesagt haben.
Verhandelt wurde über den Fall vor dem Kamener Amtsgericht. Gegen einen Strafbefehl über 1.000 Euro hatte Serap M. Einspruch eingelegt. Als Aushilfe bei einer Textilkette verdient die alleinerziehende Mutter pro Monat knapp die Hälfte dieser Summe.
Freundlich und zurückhaltend schilderte sie nun dem Richter, was los war an jenem verkorksten Morgen. Die Lehrerin ihres Sohnes hatte angerufen wegen eines fehlenden Coronatests, der bitteschön zügig nachzureichen sei, sonst könne der Junge nicht bleiben. Also fuhr Serap M. los, um sich vor der Schule mit dem Kleinen zu treffen und den Test nachzuholen. Dabei parkte sie ihr Auto so, dass der Polizist Anstoß nahm. Er habe sie angeschrien, sagte Serap M.: „Ich habe mich erniedrigt gefühlt.“ Und da sei ihr eben das Wort „bescheuert“ rausgerutscht – allerdings in anderem Zusammenhang: Es sei ein „bescheuerter Tag“. Den Polizisten habe sie dabei nicht mal angesehen, sondern andere Leute angeschaut.
Das Vorstrafenregister der jungen Frau ist leer. Ihre Anwältin versicherte glaubhaft, Ausrasten sei „nicht ihre Art“. Das Urteil: eine Geldstrafe von 20 Tagessätzen à 10 Euro – also nur noch ein Fünftel der ursprünglichen Summe. Der Richter erklärte: Mit einer frühen Entschuldigung an den betroffenen Polizisten wäre wohl sogar eine Einstellung des Verfahrens möglich gewesen. Diese Möglichkeit hatte Serap M. allerdings in den vergangenen sieben Monaten nicht genutzt.
2. Historisches Handwerkerfest im Römerpark Bergkamen: Ein spannendes Wochenende zum Zuschauen und Mitmachen!
Ein Knochenschnitzer kommt auch zum historischen Handwerkerfest im Römerpark. Foto: Stadtmuseum.
Am kmmenden Wochenende, am Samstag und Sonntag, 1. und 2. Oktober, jeweils von 12 – 17 Uhr zeigen 15 historische Darsteller „römisches und germanisches Handwerk“ im Römerpark Bergkamen.
Die Abschlussveranstaltung 2022 steht unter dem Motto „Simul – Gemeinsam“ und soll die erfolgreiche Römerpark Saison gebührend feiern. Dieses Jahr gibt es einen römisch-germanischen Schwerpunkt.
Was kann man so alles entdecken? Das Plastik der Antike zum Beispiel. Wir haben die besten Knochenschnitzer der Szene zu Gast, die die Bearbeitung und Verwendung von Knochen und Geweih zeigen und erläutern. Metallhandwerker, Holzhandwerker und Wollfärber sind nur weitere Themen von der geplanten Vielfalt. Der ein oder andere Handwerker hat auch ein kleines Repliken-Angebot dabei.
Museumsleiter Mark Schrader: „Gemeinsam mit unseren ehrenamtlichen Darstellern und den ehrenamtlichen Helfern des Vereines der Freunde und Förderer des Stadtmuseums Bergkamen e.V. konnten wir 2022 über 5.000 Besuchende und über 20 internationale Reisegruppen im Römerpark Bergkamen begrüßen. Das Handwerkerfest ist der krönende Jahresabschluss mit treuen und engagierten Akteuren aus ganz Deutschland und den Niederlanden.“
Der Eintritt ist wie immer für alle frei. Unser Motto ist: Spende statt Eintritt.
MaselTov Cocktail – Filmvorführung und Gespräch am Städtischen Gymnasium Bergkamen
Am Donnerstag, 29. September, findet im Rahmen der interkulturellen Wochen in der 5. und 6. Stunde (11.55 bis 13.30 Uhr) am Städtischen Gymnasium Bergkamen eine Filmvorführung des Kurzfilms „MaselTov Cocktail“ über junges jüdisches Leben im heutigen Deutschland statt.
Organisiert von der Antirassismus AG des SGB in Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum werden die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe EF und eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern von der Willy Brandt Gesamtschule sich erst den Film anschauen und nachher die Möglichkeit haben mit dem anwesenden Regisseur und einem Mitglied der jüdischen Gemeinde Unna über den Film im Speziellen und das Thema im Allgemeinen zu sprechen.
Einführung in das naturverträgliche Pilzesammeln: Praxisseminar in der Ökologiestation
Beim Sammeln von Pilzen sollte man nicht nur an die gesundheitlichen Gefahren durch Verwechslung sondern auch an die Auswirkungen auf die Umwelt denken.
Jochen Beier aus Dortmund führt am Sonntag, 6. November, in das naturverträgliche Sammeln von Speisepilzen ein. Nach einem einleitenden Vortrag in der Ökologiestation in Bergkamen-Heil, der kurz auf die Bedeutung von Pilzen für das Ökosystem eingeht und die unterschiedlichen bei uns zu findenden Waldpilze vorstellt, geht es in die Praxis: im Wald wird die Bestimmung eingeübt.
Die Veranstaltung dauert von 10.00 bis 15.00 Uhr und kostet 15,- Euro je Teilnehmer. Eine Anmeldung ist unter 0 23 89 – 98 09 11 (auch Anrufbeantworter) beim Umweltzentrum Westfalen wegen begrenzter Teilnehmerzahl unbedingt notwendig. Bitte eine Mund-Nasen-Bedeckungen mitbringen.
Runder Tisch Energiekrise: Gemeinsam mehr erreichen
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Runden Tischs zur Energiekrise, zu dem Landrat Mario Löhr eingeladen hatte. Foto: Alexander Heine – Kreis Unna
Gemeinsam mehr erreichen: Das ist das Ziel des Runden Tischs, den Landrat Mario Löhr anlässlich der sich zuspitzenden Energiekrise einberufen hat. Schon das erste Treffen hat konkrete Ergebnisse erzielt – verbunden mit dem starken Signal aller Beteiligten, für Solidarität und Zusammenhalt einzutreten.
Der Runde Tisch ist breit aufgestellt, um Seismograph der Krise im Kreis Unna sein zu können. Vertreter von Handwerk und Wirtschaftsförderung, Sportvereinen und Wohlfahrtsverbänden, Wohnungswirtschaft und Kommunalversorgern sitzen neben Akteuren von Arbeitsagentur, Jobcenter und Kreisverwaltung. Weitere Akteure aus Gesellschaft und Wirtschaft sollen dazustoßen.
„Wir müssen uns als so etwas wie die Kümmererspitze verstehen“, sagte Landrat Mario Löhr, der die Initiative ergriffen hatte. „Es geht hier nicht um Politik und schon gar nicht um Parteipolitik, sondern um Lösungen und konkrete Hilfen für unsere Bürgerinnen und Bürger genauso wie für Ehrenamt und Wirtschaft.“
Handwerker befürchten Produktionsausfall
Wie wichtig eine Initiative wie diese ist, zeigten Eindrücke aus Gesellschaft und Wirtschaft. „Uns erreichen insbesondere Stimmen aus den sehr energieintensiven Betrieben des Handwerks, die durch Kündigungen ihrer Energielieferverträge große Sorge haben, die Produktion im kommenden Jahr aufrecht erhalten zu können“, berichtete etwa Volker Stein für die Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe. „In einem Fall wurde laut darüber nachgedacht, ob es wirtschaftlich sinnvoller ist, den Betrieb zu schließen, als die Altersvorsorge des Unternehmers für die Überbrückung der Krise aufzubrauchen.“ Sascha Dorday, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kreis Unna, warnte vor einer Schließungswelle als Kettenreaktion der Energiekrise: „Egal ob Handwerks- oder Industrieunternehmer – diese Krise betrifft jeden.“
Vereine vor großer Belastung
Klaus Stindt als Vorsitzender des KreisSportBundes Unna machte darüber hinaus deutlich, wie groß die Belastungen für die ehrenamtlich getragenen Vereine ist: „Flüchtlingskrise und Corona-Krise, jetzt Energiekrise – das ist eine ganz prekäre Situation für unsere Vereine“, sagte Stindt mit Verweis auf 100.000 Sportlerinnen und Sportler, die in 460 dem KSB angeschlossenen Vereinen organisiert sind. „Wenn sich bei einem ehrenamtlich getragenen Sportverein die Energiekosten plötzlich verdreifachen, dann können die den Laden zu machen.“
Gemeinsam nach Lösungen suchen
Landrat Mario Löhr warb in Anbetracht solcher Szenarien für Gemeinschaft und Zusammenhalt – und für Solidarität in der Gesellschaft. Wie das aussehen kann, zeigt die UKBS, deren Aufsichtsratsvorsitzender Landrat Löhr ist: Er und UKBS-Geschäftsführer Matthias Fischer sendeten vom Runden Tisch aus die das Versprechen, dass die UKBS als kommunal und sozial orientiertes Wohnungsunternehmen keine Kündigungen aufgrund von Zahlungsverzug bei den Heizkostenabrechnungen vornehmen wird. Matthias Fischer betonte, dass man gemeinsam nach Lösungen wie etwa den Abschluss von Ratenzahlungen suche. „Wichtig ist, dass die Mieterinnen und Mieter aktiv Kontakt zur UKBS aufnehmen, wenn Zahlungsprobleme entgehen – persönlich, schriftlich oder telefonisch.“
Mario Löhr brachte zudem das einstimmige Votum der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aller zehn Städte und Gemeinden mit zum Runden Tisch, die im Vorfeld ihre Unterstützung für die Initiative zugesagt hatten. Insbesondere mit Blick auf gemeinsame Bemühungen, niederschwellige und gewissermaßen interdisziplinäre Beratungsangebote in den Städten und Gemeinden zu schaffen. Hierfür sagten am Runden Tisch auch Arbeitsagentur und Jobcenter sowie Wohlfahrtsverbände ihre Kooperation zu. Stadtwerke bieten konkrete Hilfe an
Gemeinsam mit den Gemeinschaftsstadtwerken Kamen, Bönen, Bergkamen soll für diese drei Kommunen sehr kurzfristig ein entsprechendes Angebot geschaffen werden, das bestenfalls auf alle anderen Städte und Gemeinden im Kreis Unna übertragen werden kann. „Da wird es weniger um Energieberatung gehen, mehr um konkrete Hilfen in konkreten Problemsituationen“, so GSW-Geschäftsführer Jochen Baudrexl. „Gemeinsam mit Kommunalversorgern, Kommunen und Jobcentern können wir richtig gute Beratung auf den Weg bringen“, sagte Dorothée Schackmann als Vertreterin der Arbeitsgemeinschaft Wohlfahrt im Kreis Unna mit Verweis auf jahrzehntelange Beratungserfahrung der Verbände.
Das erste Treffen des Runden Tisches bleibt nicht das letzte. Im regelmäßigen Turnus kommen die Akteure jetzt zusammen, um über konkrete Projekte und deren Fortschritt zu sprechen. Beim Auftakttreffen richtete der Runde Tisch auch einen Appell an NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Geben Sie Antwort auf die drängendste Frage der Gesellschaft: Wie sollen wir das schaffen?“, heißt es in einem gemeinsamen Schreiben an die Staatskanzlei mit konkreten Forderungen. „Machen Sie Ihren Einfluss auf die Bundespolitik geltend, um schnellere und umfänglichere Hilfen insbesondere für klein- und mittelständische Unternehmen auf den Weg zu bringen“, heißt es in dem Papier, das zudem für Förderprogramme beziehungsweise Hilfsfonds für ehrenamtlich organisierte Sportvereine wirbt. Und weiter: „Statten Sie Verbraucherzentralen und Wohlfahrtsverbände mit zweckgebundenen Mitteln aus, um den erwartbar steigenden Bedarf an Energie- und Schuldenberatung gerecht werden zu können.“ Auch die strukturelle Unterfinanzierung der Kommunen müsse endlich nachhaltig gelöst werden, „damit Städte und Gemeinden ihrerseits der kommunalen Daseinsvorsorge gerecht werden können.“
#besserbereit-Kampagne
Der Kreis Unna ist Teil der regionalen Informationskampagne „#besserbereit“, die jetzt vorgestellt wurde. Das Ziel: Die Selbsthilfefähigkeit der Menschen stärken, Energienotlagen verhindern, das Krisenmanagement stärken – besser bereit sein. Alle 53 Kommunen des Ruhrgebiets und der Regionalverband Ruhr machen mit. Alle Infos dazu sind unter www.besserbereit.ruhr zu finden.
PK | PKU
Öffnungszeiten der GSW-Hallenbäder in den Herbstferien
Die Öffnungszeiten der Bäder in Kamen und Bergkamen gestalten sich in den Herbstferien wie folgt:
Die Öffnungszeiten in Bad und Sauna Bönen ändern sich in den Ferien nicht, am Feiertag (03.10.) gelten die gleichen Zeiten wie sonntags.
Akuthilfe Mensch schickt weiteren Transport zur polnisch-ukrainischen Grenze
Team der Akuthilfe Mensch kurz vor der Abfahrt an die polnisch-ukrainischen Grenze.
Nachdem die Akuthilfe Mensch zuletzt einen Transporter mit Hilfsgütern und Sachspenden in die Ukraine schicken konnten, ist ein Team des Vereins am Freitag nach Monaten wieder zu den Partnern an die polnisch-ukrainische Grenze gefahren. Auch hier hat es Veränderungen gegeben, sodass die Reisen ab sofort bis nach Przemysl direkt gehen werden.
Von dieser jüngsten Fahrt berichtet die Akuthilfe Mensch: „Über unsere Lagerräume in Bergkamen und Ascheberg konnten wir unseren Transporter (u.a. mit medizinischer Ausstattung aus einer Praxisauflösung und über 150 Kartons Brotwaren) bis zum letzten Zentimeter füllen, sodass wir unser Fahrerteam mit einem guten Gefühl auf die Reise schicken konnten.
In Przemysl angekommen, wurden die Hilfsgüter und Sachspenden direkt für den Weitertransport vorbereitet, sodass diese nicht lange in Polen verweilen und noch am gleichen Tag in die Ukraine gebracht werden sollten.
Natürlich gilt bei uns auch weiterhin das Motto „Nach der Fahrt, ist vor der Fahrt“, sodass wir Sachspenden und Hilfsgüter direkt wieder, bzw. auch weiterhin annehmen, wobei die Suche nach neuen Räumlichkeiten für uns zunächst oberste Priorität hat.“