Aktion „Klimabäume – Unsere Streuobstwiese“: Akteure aus Bergkamen können sich bewerben

Die Aktion „Klimabäume – Unsere Streuobstwiese“ ist gestartet. Hier können sich auch Akteure aus Bergkamen bewerben. Darauf weist Klimaschutzmanagerin Kristina van Riswyck hin.

Das Ziel: Hundert Streuobstwiesen für die Metropole Ruhr. Doch nicht irgendwo, sondern auf den Flächen von Vereinen, Stiftungen, Kinderheimen, Schulen, Kindergärten und vielen weiteren öffentlichen und gemeinnützigen Trägern im Kinder- und Jugendbereich.

Mit der Aktion sollen nicht nur neue Flächen ökologisch aufgewertet, Grüne Infrastruktur ausgebaut und weiterer Lebensraum für Tiere und Pflanzen entstehen, sondern auch Kinder- und Jugendliche der teilnehmenden Institutionen gezielt an die Themen Biodiversität und Grüne Infrastruktur herangeführt werden. Durch altersgerechte Aktionen in den Institutionen sollen sie in den Pflanz- und Pflegeprozess der Streuobstwiese eingebunden werden.

Bewerbungen von gemeinnützigen und öffentlichen Trägern im Kinder- und Jugendbereich für ein Streuobstwiese-Pflanz-Set können mit einem kurzen umweltpädagogischen Konzept über die geplanten Kinder- und Jugendaktionen unter www.klimabaeume.ruhr eingereicht werden. Eine Jury des Regionalverband Ruhr wählt die überzeugendsten Bewerbungen aus.

Das „Streuobstwiesen-Pflanzset“, bestehend aus drei Obstbaum-Hochstämmen, Pflanzzubehör und regionalem Wiesensamen, erhalten die ausgewählten Institutionen im November 2023. Zuvor jedoch begrüßt der RVR die Kinder- und Jugendliche der ausgewählten Institutionen zum „Green Day“. Dort erwartet die Teilnehmenden ein spannendes umweltpädagogisches Programm zum Entdecken und Mitmachen, das optimal auf die künftige Streuobstwiese vorbereitet.

Bewerbungen für ein Streuobstwiesen-Pflanzset können noch bis zum 28. Februar 2023 unter www.klimabaeume.ruhr von öffentlichen und gemeinnützigen Institutionen im Kinder- und Jugendbereich eingereicht werden.

Wer sich dafür bewerben möchte, aber noch Fragen zur Aktion, dem Bewerbungsverfahren oder den Teilnahmebedingungen hat, kann am 08. Februar 2023, 18 Uhr an der Online-Informationsveranstaltung vom Regionalverband Ruhr teilnehmen.

Zur Online-Infoveranstaltung können sich Institutionen über die E-Mail Adresse info@klimabaeume.ruhr anmelden. Ein Link zur Veranstaltung wird daraufhin per E-Mail zugesendet.

 




Unheimlich schöne Ausstellung: Dagmar Hugk mit „not on the map II“ in der Galerie sohle 1

Dagmar Hugk in der städt. Galerie sohle 1. Fotos: Stadt Begkamen

Bis zum 9. April 2023 sind die sieben Stadtschilder „mapping Bergkamen“ der Kölner Künstlerin Dagmar Hugk noch im Bergkamener Stadtgebiet zu erkunden. Ab dem 23. Januar bis zum 19. Februar stellt die vielseitige Künstlerin darüber hinaus unter dem Titel „not on the map II“ eine Auswahl ihres Schaffens in der Galerie sohle 1 und im Neubau des Stadtmuseums aus. Ihre Rauminstallation besteht aus Fotografien, Fotocollagen und Scherenschnitten, darunter großformatige Bilder aus der Serie „ Invaders“ (Eindringlinge).

Ron rechts Dagmar Hugk, Künstlerin; Justus Tebbe, jüngstes Mitglied des Museumsfördervereins und Praktikant, Simone Schmidt-Apel, Kulturreferentin

Die  „Invaders“ zeigen auf den ersten flüchtigen Blick eine beindruckend schöne, faszinierende Blütenwelt mit Blättern, Zweigen und Blüten. Auf den zweiten Blick tauchen Zweifel auf, die schön vertrauten Pflanzenformen werden als künstlich–organische Gebilde erkennbar, die von der Künstlerin sorgsam arrangiert wurden. Die Besucher*innen erleben wie natürliche und künstlerische Natur miteinander verschmelzen. So erschließt sich die Kunst Dagmar Hugks erst bei längerem Betrachten, beim konzentrierten Anschauen ihrer teils irrealen, bizarren und teilweise unheimlich schönen Welten.

Die Auseinandersetzung mit Natur bestimmt seit ihrem Studium das Schaffen von Dagmar Hugk. Bereits während des Studiums der Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig entwickelte sie ihre eigenwilligen Kompositionen aus ungewöhnlichen Materialien wie Kunststoffflaschen, Süßigkeiten und Latex. Seit den 90er Jahren kam die Fotografie mit dem Makroobjektiv hinzu. Die extreme Nahsicht auf ihre Objekte verwandeln diese in organisch anmutende Gebilde, die sich in ihre Umgebung einpassen. Das Zusammenspiel von Künstlichem mit Natürlichem ist der rote Faden im Schaffen der Künstlerin.

„Trotz einschneidender, dystopischer Veränderung unserer Lebensräume ist die Idee von Natur heute noch immer mit romantischen Utopien verknüpft: Unberührte Natur ist ein Topos, der sich in der digitalen Welt ebenso findet wie etwa in der Tourismusindustrie“, so die Künstlerin.

Die Werke von Dagmar Hugk lassen eine Romantisierung von Natur kaum zu, meint dazu Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel. „Die konstruierten Bildwelten Dagmar Hugs erzeugen vielschichtige und vielsinnige Wirklichkeiten, die irritieren, vielleicht sogar schockieren. Immer sind sie Verweis auf die Auseinandersetzung der Künstlerin mit den realen Entwicklungen in unserer Gesellschaft, sei es die zerstörte Umwelt und die damit einhergehenden Veränderungen oder die Möglichkeiten der Gentechnologie.“

Interessierte können die Ausstellung aufgrund des Umbaus während der Veranstaltungen und auf Anfrage besuchen.

23.01. bis 19.02.2023

Dagmar Hugk

 „not on the map II“

Galerie sohle 1

Tel.: 02306/3060 – 112 oder 113

Jahnstrasse 31

59192 Bergkamen




Sieben weitere Stolpersteine gegen das Vergessen in Bergkamen: Drei erinnern an ermordete Kinder

Stolperstein für Max Herrmann an der Werner Straße. Diesen Stolperstein hatte Gunter Demnig am 15. Dezember 2021 zusammen mit sechs weiteren Stolpersteinen in Bergkamen verlegt. Foto: Bernd Schäfer privat

Der Künstler Gunter Demnig setzt seine Stolperstein-Kunstaktion in Bergkamen am kommenden Mittwoch fort. Dadurch soll an der Opfer des Nationalsozialismus erinnert werden. Diesmal wird er sieben Stolpersteine in den Gehweg an der zuletzt bekannten Wohnadresse der Opfer einlassen. Unter diesen Opfern befinden sich auch drei Kinder, die im Rahmen der „Euthanasie“ von den Nazis ermordet wurden.

Hier sind die Verlegeorte der Stolpersteine am 25. Januar:

13:00 Uhr, 

Schlägelstr.36, Rünthe,

Stolperstein für Christa Vertcheval, sechs Monate alt, Opfer der Kinder-Euthansie, ermordet in der Kinderfachabteilung der Heilanstalt Aplerbeck

Programmgestaltung: Freiherr-vom-Stein Realschule

Bürgermeister Bernd Schäfer hält ein Grußwort

Taubenstr.4, Rünthe

Stolperstein für Willi Domick, zwölf Jahre alt, Opfer der Kinder-Euthanasie, ermordet in der Kinderfachabteilung der Heilanstalt Marsberg

Programmgestaltung: Freiherr-vom-Stein Realschule

13:40 Uhr

Stresemannstr.2, Mitte

Stolperstein für Hilda Malcherek, 13 Jahre alt, Opfer der Kinder-Euthanasie, ermordet in der Kinderfachabteilung der Heilanstalt Marsberg

Programmgestaltung: Willy-Brandt-Gesamtschule

Stresemannstr.6, Mitte

Stolperstein für Heinrich Dionysius, 34 Jahre alt, pol. Häftling/KPD, zwei Jahre KZ-Haft, überlebt

Programmgestaltung: Manuel Izdebski

14:20 Uhr

Pfalzstr.77, Weddinghofen

Stolperstein für Wilhelm Mork, 57 Jahre alt, Opfer der Euthanasie, ermordet in der Tötungsanstalt Hadamar

Programmgestaltung: Städt. Gymnasium Bergkamen

14:45 Uhr

Jahnstr.5, Oberaden

Stolperstein für Adolf Rumpf, 29 Jahre alt,  pol. Häftling/KPD, mehrmonatige Schutzhaft KZ Schönhausen und Gefängnis Freiendiez, überlebt

Stolperstein für Elisabeth Rumpf, geb. Wille, 28 Jahre alt, Ehefrau von Adolf Rumpf, Opfer der Euthanasie, zwangssterilisiert im Städt. Krankenhaus Hamm

Programmgestaltung: Realschule Oberaden

Die Verlegung der Stolpersteine nimmt der Künstler Gunter Demnig selbst vor. Im Sommer wird er den 100.000 Stolperstein verlegen.




Exzellenter Gitarrist mit großartiger Stimme: Michael van Merwyk beim Sparkassen Grand Jam am 01.02.2023

Michael van Merwyk. Foto: Maik Raishaus

Michael van Merwyk – Ein Mann, eine Gitarre – kompromisslos reduziert! Mehr braucht es nicht für ein außergewöhnliches Konzerterlebnis. Am 01.02.2023 ist der Künstler um 20.00 Uhr im Thorheim zu Gast und tritt im Rahmen des Sparkassen Grand Jams auf.

Michael van Merwyk hat eine unglaubliche Präsenz. Wenn der Zwei-Meter-Hüne die Bühne betritt, die alte Resonator-Gitarre mit dem Slide spielt und mit seiner warmen, satten Stimme seine Songs und Stories über das Auf und Ab im Leben, Kaffee, leckeres Essen, Liebe singt, spielen Genregrenzen keine Rolle. MvM ist ein “Songster”, der von Stadt zu Stadt reist. Der seine Songs als Soundtrack zu einem begeisternden Erlebnis für das Publikum in Clubs, Bars, Kneipen, auf Festivals und in Wohnzimmern macht. Michael van Merwyk variiert sein Repertoire, wie es ihm gefällt. Hier ist nichts durchgestylt und optimiert. “Meine Schule waren Kneipen, Clubs und Partys. Seit mehr als 35 Jahren singe ich Songs und erzähle Geschichten. Meistens spiele ich eigene Kompositionen, aber auch die von anderen Musikern in ganz eigenen Versionen. Ein guter Song ist ein guter Song”, sagt MvM über sich selbst.

Mi. 01.02.2023 / 20.00 Uhr
Sparkassen Grand Jam – Michael van Merwyk

Thorheim Bergkamen, Landwehrstraße 160, 59192 Bergkamen
Kartenbestellungen und weitere Infos unter: 02307/ 965 464
oder tickets.bergkamen.de

Line up: Michael van Merwyk (Gitarre, Gesang).

https://www.youtube.com/watch?v=UwLm26J_eZk

https://www.youtube.com/watch?v=ZoQtwhy7HjE

https://www.youtube.com/watch?v=X-qjbknXy-E

https://www.bluesoul.de/home.html

 

 

 

 




TuRa-Nachwuchsschwimmer*innen mit starken Zeiten auf der Langstrecke

Am 14. und 15.01.2023 starteten die jungen Schwimmer*innen wie bereits im vergangenen Jahr beim Ahlener Langstreckenmeeting über die 400m Lagen, 400m, 800m und 1500m Freistil. Bei den Mädchen wurden die 1500m und bei den Jungen die 800m offen gewertet. Über alle anderen Strecken gab es eine Jahrgangswertung, in der sich die Mannschaft zum größten Teil auf dem Podium platzieren konnte. Im Fokus stand aber, diese Strecken besser kennen zu lernen und einschätzen zu können.

Max Simon (Jg. 2012) ist der jüngste männliche Starter der Wasserfreunde und ging zum ersten Mal über die 800m und 1500m Freistil ins Wasser und beeindruckte mit starken Zeiten. Max schlug über die 1500m in 24:40,76 Minuten an und schwamm auf Platz 1. Über die 800m in der offenen Wertung wurde er in 12:44,25 Minuten 12. Die 400m erreichte er knapp über seiner Bestzeit in 6:16,07 Minuten und wurde erneut Erster.
Sichtlich wohl fühlt sich Noah Mo Krause (Jg. 2008) auf den langen Strecken. Mit viel Techniktraining hat sich Noah auf die langen Strecken vorbereitet und seinen Schwimmstil deutlich verbessert als auch angepasst und liegt nun viel ruhiger im Wasser. So konnte er starke neue Bestzeiten aufstellen. Über die 1500m schlug er in 20:54,28 Minuten an und wurde Zweiter. Die 800m schaffte er in 10:59,71 Minuten und wurde 5. Zudem startete Noah über die 400m Freistil und wurde in 5:12,52 Minuten wieder Zweiter ebenso über die 400m Lagen die er in 6:02,16 Minuten beendete.
Sein Bruder Mika Tom Krause (Jg. 2011) der wie Noah gerne lange Strecken schwimmt erkämpfte sich über die 1500m Platz 2 in 24:42,93 Minuten, Platz 16 über 800m in 13:15,19 Minuten und Platz 1 über die 400m Freistil in 6:11,66 Minuten.

Bei den Mädchen konnte Lina Antonia Gruner (Jg. 2009) einen etwas anderen Erfolg über die 1500m Freistil feiern. Sie landete in 22:58,15 Minuten zwar auf den 18. Rang in der offenen Wertung, schwamm aber mit dieser Zeit auf Platz 9 der ewigen Bestenliste der Wasserfreunde TuRa Bergkamen. Über die 800m wurde sie in 11:58,52 Minuten 2. und 4. Über 400m Freistil in 5:43,07 Minuten.
Lina Flüß (Jg. 2011) fühlt sich nicht sehr wohl auf den lagen Strecken und wurde mit einer guten Zeit in 25:07,22 Minuten 26. in der offenen Wertung. Über die 800m wurde sie 2. In 13:12,54 Minuten und auf Platz 1 schwamm sie über die 400m Freistil in 6:21,65 Minuten.
Ihre Teamkollegin Mila Fee Krause ist ebenfalls auf den langen Strecken nicht zu Hause. Schlug aber als 27. in 25:13,02 Minuten über 1500m an, über 800m als 4. in 13:12.27Minuten, über 400m als 2. in 6:22,01 Minuten und über die 400m Lagen schwamm sie auf Platz 1 in 7:02,48 Minuten.

Ebenfalls erfolgreich nahmen am Wettkampf Teil, Lisa Marie Ebel (Jg. 2006), Laura Sophie Ebel (Jg. 2008), Finja–Marie Possovard (Jg. 2011) und Lia Schröder (Jg. 2012).

Ein großer Teil der Mannschaft war in den vergangenen Wochen teilweise sehr lange und stark erkrankt. Die Trainer Christian Flüß und Thalia Simon waren dennoch mit den Zeiten zufrieden und blicken positiv auf die kommenden Wettkämpfe.




Freiwillige Feuerwehr der Stadt Bergkamen zieht Bilanz: 535 Einsätze im Jahr 2022

Ausschnitt aus dem Imagefilm der Bergkamener Feuerwehr.

Nach langer Coronapause lädt die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Bergkamen wieder zu Jahresdienstbesprechungen ein. Den Anfang machten am Samstag im Gerätehaus der Einheit Mitte die Führungskräfte. Dabei gab es zwei Premieren.

Obwohl er bereits zweieinviertel Jahr im Amt ist, nahm Bürgermeister Bernd Schäfer das erste Mal an einer solchen Jahresdienstbesprechung teil. Er nutzte die Gelegenheit, sich bei der Bergkamener Feuerwehr für ihren ehrenamtlichen Einsatz im Jahr 2022 zu bedanken.

Von links: stellv. Stadtbrandmeister Bernd Externbrink, Dirk Kempke und Bernd Schäfer.

Neu war auch, dass die Feuerwehr die Führungskräfte des Technischen Hilfswerks Kamen/Bergkamen eingeladen hatte. Dies soll die sehr gute Zusammenarbeit der Bergkamener Feuerwehr und des THW unterstreichen, betonte Stadtbrandmeister Dirk Kempke. Sinnvoll seien die gemeinsamen Einsätze insbesondere bei Sturm und Hochwasserlagen. Die Feuerwehr habe so die personellen Reserven, um den Brandschutz in Bergkamen gleichzeitig sicherzustellen.

535 Einsätze fuhren die 206 Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner im vergangenen Jahr. Sowohl das Einsatzgeschehen als auch die Personalstärke sei im Vergleich zu den Vorjahren relativ konstant geblieben, sagte Kemke. Trotzdem sollen die Anstrengungen verstärkt werden, Bergkamenerinnen und Bergkamener für dieses „anspruchsvolle Hobby“ zu begeistern.

Dazu gehören Veranstaltungen wie die Glühweinparty in Rünthe oder das 1. Mai-Café in Overberge. Stark ist inzwischen die Präsenz der Bergkamener Feuerwehr in den sogenannten „Sozialen Medien“ wie Facebook oder Instagram. Allein dadurch seien 16 Frauen und Männer im vergangenen Jahr angesprochen worden. Leider könne er noch nicht sagen, ob sich ihre Begeisterung in einem aktiven Dienst fortgesetzt hätten.

Neu ist der Imagefilm der Bergkamener Feuerwehr, der vor allem über Youtube und Facebook verbreitet wird. Ein positives Echo hat dieser flott gemachte Film nicht nur in Bergkamen gefunden. Inzwischen liegen auch sehr viele überregionale Anfragen vor. Und da nicht jeder in den „Sozialen Medien“ sich wohlfühlt, soll er auch bei Veranstaltungen wie beim „Open-Air-Kino“ des Stadtmarketings gezeigt werden.

Die Feuerwehr und die Stadtverwaltung mussten sich im vergangenen Jahr nicht nur mit Corona auseinandersetzen, sondern auch mit anderen Krisen. Dazu gehört die Gefahr eines „Black-Outs“, des Zusammenbruchs der Stromversorgung. Das hat dazu geführt, dass die Gerätehäuser inzwischen, wie übrigens auch das Rathaus, mit Notstrom-Aggregaten ausgerüstet worden sind. Die Feuerwehr bleibt weiterhin Handlungsfähig, auch wenn die Lichter ausgehen sollten.

Stadtbrandmeister Dirk Kempke und Bürgermeister Bernd Schäfer raten allen Bürgerinnen und Bürgern sich auch für solch einen Stromausfall über mehrere Tage vorzubereiten. Eine Taschenlampe, haltbare Lebensmittel, eine Kochgelegenheit und Wasser sollte schon vorhanden sein, meinte Bernd Schäfer. Die Stadt und die Feuerwehr könnten nicht überall helfen.

Die Notstrom-Aggregate  sind übrigens für ein Jahr gemietet. Hätte die Stadt sie kaufen wollen, wären sie erst nach zwei Jahren geliefert worden. Lieferengpässe machen sich auch bei der Neubeschaffung von Feuerwehrfahrzeugen bemerkbar, erklärte Kemke. So sollte die Einheit Weddinghofen bereits 2022 eine neue Drehleiter erhalten. Kemke erwartet sie jetzt im Mai oder Juni dieses Jahres. Ebenfalls in diesem Jahr sollen die Einheiten Mitte und Oberaden neue Einsatzleitwagen erhalten, die Einheit Heil ein Mannschaftstransportfahrzeug, die Einheit Rünthe ein Löschgruppenfahrzeug.

Eine weitere große Aufgabe für 2023 ist die Fortschreibung des Brandschutzplans für die Stadt Bergkamen. Dieser Plan wird vom Stadtrat verabschiedet und von der Bezirksregierung geprüft. Er ist die Voraussetzung dafür, dass die Bergkamen weiterhin eine reine freiwillige Feuerwehr behält und auf eine Berufsfeuerwehr verzichten kann.




Mehrere Sachbeschädigungen durch Feuer: Polizei sucht Zeugen

Am vergangenen Samstag, setzten in der Zeit von 19:15 bis 20:30 Uhr bislang unbekannte Täter zwei Mülltonnen und einen Müllcontainer in der Wittenberger Straße, des Nordringes und der Kämerstraße in Brand. Es entstand ein geringer Sachschaden.

Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizeiwache Kamen unter der Rufnummer 02307 / 921 – 3220 entgegen.




Sporthelfer-Ausbildungen – KreisSportBund Unna sucht Macherinnen und Macher

Sporthelferinnen bei einer Übung. Foto: LSB NRW

Der KreisSportBund Unna sucht sportlich aktive Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren, die sich im Sportverein oder der Schule engagieren möchten. Sie können die Sporthelfer-Ausbildung I und II machen. Dann können sie Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote im außerschulischen Sport oder im Ganztag ihrer Schule gestalten und durchführen.

Sporthelferinnen bzw. Sporthelfer können aber auch im Sportverein an der Seite von Übungsleitern verschiedene Sportangebote für Kinder und Gleichaltrige mitgestalten. So nehmen sie Einfluss auf die Auswahl von Bewegungsangeboten, bringen Trends ein und haben die Möglichkeit, auf diesem Wege die Bedürfnisse von Jüngeren zu berücksichtigen.

Weitermachen mit Sporthelfer II

Wer sein Know-How nach Abschluss an die Sporthelfer-I-Ausbildung noch weiter ausbauen möchte, kann an der Sporthelfer-II-Ausbildung teilnehmen. Damit haben Jugendliche die Möglichkeit, sich weiter zu qualifizieren und Wissen zu vertiefen. Die Sporthelfer-II-Ausbildung baut inhaltlich auf die Sporthelfer-I-Ausbildung auf. Damit haben Teilnehmer auch das Basismodul der Übungsleiter-C-Ausbildung in der Hand.

Die Ausbildungen umfassen u.a. folgende Ausbildungselemente:

  • Bereitschaft und Fähigkeit zur Übernahme von Verantwortung
  • Gruppenleitung
  • Kommunikationsstrategien
  • Konfliktbewältigung
  • Die Rolle der Sporthelfer*in des Sporthelfers zwischen Schule und SchülerInnen
  • Eigen- und Fremdwahrnehmung
  • Sicherheitsaspekte beim Sport
  • Wettkampforganisation und Wettkampfrichterfunktionen
  • Erste-Hilfe-Kurs
  • Kennenlernspiele

Die Vorteile:

  • in die neue Rolle als Anleitung für Kinder- und Jugendgruppen hineinwachsen
  • lernen, vor Gruppen zu stehen und mit diesen Bewegungs-, Spiel- oder Sportangebote durchzuführen.
  • Fachwissen erwerben, inklusive methodischer Tipps und Kniffe
  • Wissen, wie Sportangebote so angeleitet werden, dass alle mitmachen können und Spaß haben
  • Kinder und Jugendliche für sportliche und außersportliche Angebote und Projekte motivieren können
  • Lernen, einen Lehrgang und das Vereinsleben mitzugestalten

Die Auftaktveranstaltung zur Sporthelfer-I-Ausbildung findet am 28. Januar 2023 in Bergkamen statt. Mit der anschließenden Sporthelfer-II-Ausbildung geht es dann ab dem 18. Februar 2023 weiter. Eine Vereinsmitgliedschaft ist eine gute Voraussetzung, aber nicht Bedingung.

Anmeldung und weitere Informationen

Detaillierte Informationen zur Ausbildung gibt es beim KreisSportBund Unna e. V. c/o servicebuero@ksb-unna.de unter der Telefonnummer 0 23 03 27-13 24 und im Internet unter www.kreissportbund-unna.de/wir-ueber-uns/presseberichte.




Hallenfußballstadtmeisterschaft der Senioren in der Friedrichsberg-Sporthalle

Die Hallenfußballstadtmeisterschaften werden in Bergkamen am Sonntag, 22. Januar, ab 13.30 Uhr in der Friedrichsberghalle ausgetragen. Die Ausrichtung der Meisterschaft übernimmt in diesem Jahr der VFK Weddinghofen unter der Leitung des Vorsitzenden Manfred Frieg.

Als Titelverteidiger geht der FC Overberge an den Start, der in 2020 letztmalig den Titel eines Stadtmeisters erringen konnte.

Die Siegerehrung soll gegen 19.00 Uhr erfolgen und wird durch den stellv. Bürgermeister der Stadt Bergkamen, Marco Pufke vorgenommen.

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Kranzniederlegung zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar am ehemaligen KZ Schönhausen

Historisches Foto vom Wohlfahrtsgebäude in der Siedlung Schönhausen.

Im Rahmen eines öffentlichen Gedenkens mit Kranzniederlegung wird – wie im gesamten Bundesgebiet – am kommenden Freitag, 27. Januar, auch in Bergkamen wieder wie in jedem Jahr der Opfer des Nationalsozialismus gedacht.

Die Gedenkstunde beginnt an diesem Tage um 16.00 Uhr vor dem Gemeindezentrum der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde Kamen/Bergkamen an der Lentstraße 22 in der Siedlung Schönhausen in Bergkamen-Mitte. Diese Gedenkstunde wird vom Bürgermeister Bernd Schäfer geleitet. In diesem Jahr organisiert der Arbeitskreis Demokratie zudem ein Rahmenprogramm. In diesem Zusammenhang wird Alexandra Khariakova von der Jüdischen Gemeinde im Kreis Unna e.V. eine Rede halten und die Gitarrengruppe der Evangelischen Martin-Luther-Kirchengemeinde wird die Veranstaltung musikalisch begleiten.  Zur Teilnahme an dieser Gedenkstunde sind alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen.

Der Ort des Gedenkens hat einen konkreten historischen Bezug zum Anlass des Gedenkens. Am Eingang des ehemaligen Wohlfahrtsgebäudes der früheren Zeche Grimberg I/II an der Lentstraße erinnert schon seit vielen Jahren eine Inschriftentafel  daran, dass die Nationalsozialisten in diesem Gebäudekomplex von März bis Oktober 1933 vorübergehend  ein provisorisches Sammellager für die Verfolgung und Inhaftierung politischer Gegner eingerichtet hatten, um die Häftlinge dort mit Folterungen, Misshandlungen und Drohungen einzuschüchtern oder sie von dort aus in größere KZ-Lager im Emsland (Papenburg) oder nach Oranienburg nahe Berlin oder auch nach Dachau bei München zu verlegen.

Auf Initiative des früheren Bundespräsidenten Roman Herzog wurde der 27. Januar – der Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz 1945 – in der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1996 offiziell zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erklärt und wird seither als solcher begangen.

Mehr Informationen zum ehemaligen Konzentrationslager Schönhausen gibt es hier: https://bergkamen-infoblog.de/vor-80-jahren-begann-der-nazi-terror-im-kz-schonhausen/




Sexuelles Vergehen an Tieren: Polizei überführt 28-jährigen Tatverdächtigen

Nach mehreren sexuellen Vergehen an Tieren in den vergangenen Monaten hat die Polizei einen 28-jährigen Kamener überführt.

Zeugen hielten den Beschuldigten am Samstagnachmittag, 14. Januar, gegen 15.50 Uhr fest, nachdem er sich unbefugt in einem Rinderstall im Kamener Ortsteil Methler aufhielt. Alarmierte Einsatzkräfte nahmen den Beschuldigten vorläufig fest und brachten ihn zur Polizeiwache.

Bei der anschließenden Vernehmung gestand der Mann, sich seit 2018 an mehreren Tieren auf Höfen in Kamen und Umgebung sexuell vergangen zu haben. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen dauern an.