NABU-Vortrag auf der Ökologiestation: Waldentwicklung in Zeiten des Klimawandels
In den letzten Jahren wurde das allgegenwärtige Absterben der Fichtenforste in weiten Teilen Deutschlands offensichtlich. Auch die Buchen haben große Probleme. Die Ursachen dieses Waldsterbens und die unterschiedlichen Stressoren, denen die Forststandorte bereits seit Jahrzehnten ausgesetzt sind, werden am Montag, 13. Februar, 19:30 Uhr, vorgestellt.
Basierend auf aktuellen Forschungsergebnissen werden Möglichkeiten, wie eine nachhaltige Forstbewirtschaftung in Zeiten des Klimawandels aussehen kann und welche weiteren Herausforderungen zu erwarten sind, in diesem Vortrag auf der Ökologiestation des Kreises Unna, Westenhellweg 110, 59192 Bergkamen, beleuchtet. Der Vortrag ist für NABU-Mitglieder kostenlos, für Nicht-Mitglieder kostet er 2 Euro.
SPD Ortsverein Weddinghofen-Heil lädt zur AnsprechBar ein
Am kommenden Samstag, 4. Februar, von 10.30-11.30 Uhr wird der SPD Ortsverein Weddinghofen-Heil wieder das bewährte Format seiner AnsprechBar vor der Barbaraapotheke an der Schulstraße im Ortsteil Weddinghofen anbieten. Interessierte Nachbarinnen und Nachbarn sind herzlich eingeladen u.a. mit dem örtlichen Ratsmitglied Dirk Haverkamp und dem Kreistagsabgeordneten Jens Schmülling über Anregungen oder Anmerkungen bei einer Tasse Kaffee ins Gespräch zu kommen.
m auch außerhalb von Wahlen mit den Bürgerinnen und Bürgern regelmäßig im Kontakt zu sein, bietet der Ortsverein der SPD ihr Gesprächsformat regelmäßig alle vier Wochen an. Die nächste AnsprechBar wird am 04.03.23 stattfinden.
Ehrungen und Beförderungen bei der Einheit Oberaden der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bergkamen
Beförderungen
Ehrungen und Beförderungen waren wichtige Tagesordnungspunkt der Jahresdienstbesprechung der Einheit Oberaden der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bergkamen.
Aktuell verfügt die Einheit über 35 aktive Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner. Zehn Kameraden gehören zur Ehrenabteilung und sechs zur Unterstützungsabteilung. Unterstützt wird die Arbeit der Einheit Oberaden von 195 fördernden Mitgliedern.
Die Mitglieder der Einheit Oberaden leisteten im vergangenen Jahr insgesamt 5117 Stunden ab. Darunter befinden sich 1423 Einsatzstunden.
Während der Jahresdienstbesprechung sprachen Einheitsführer Jens Möllmann, sein Stellvertreter Ralf Klute, Stadtbrandmeister Dirk Kemke und sein Stellvertreter Bernd Externbrink folgende Beförderungen aus:
zur Unterbrandmeisterin: Vivian Ann Maier
zum Oberbrandmeister: Christian Maschewski
zum Oberfeuerwehrmann: Manuel Eickmann.
Geehrt wurden für 60 Jahre Feuerwehr Wilhelm Stockhecke und für 40 Jahre Feuerwehr Manfred Hövels. Glückwünsche dazu gab es unter anderen auch von Bürgermeister Bernd Schäfer und von der fürs Feuerwehr zuständigen 1. Beigeordneten Christine Busch.
Ehrungen
Oberstufenschüler der Willy-Brandt-Gesamtschule machen Ausbildung zum „Übungsleiter-C Breitensport“
Foto: J. Hageneier
Die Schülerinnen und Schüler des Sportleistungskurses der Jahrgangsstufe Q1 der Willy-Brandt-Gesamtschule Bergkamen haben an einer Ausbildung zum „Übungsleiter Breitensport“ teilgenommen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die C-Lizenz erworben und sind somit berechtigt, eigenständig und verantwortlich Gruppen in Vereinen, Schulen und anderen Institutionen zu leiten. Das zweiwöchige Kompaktseminar stand unter der Leitung der Sportlehrer und Mitarbeiter des Landessportbundes NRW Jörg Hageneier und Ilias Mitat. Unterstützt wurden sie dabei von den KollegInnen Kerstin Vulpius und Timo Renner.
Die thematischen Schwerpunkte der Ausbildung, die sowohl theoretische als auch praktische Inhalte umfasst, waren z.B. die Organisation und Durchführung von Breitensportstunden, die unterschiedlichen Methoden zur Vermittlung von technischen Fertigkeiten und taktischen Fähigkeiten in Sportspielen, Aspekte der Trainingslehre und Sportmedizin. Weitere Pflichtthemen in der Ausbildung sind die „Prävention von sexueller Gewalt im Sport“ sowie „Integration und Inklusion im Breitensport“. Zudem haben die Schülerinnen und Schüler einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert.
Die Ausbildung haben erfolgreich abgeschlossen Finn Feldmann, Celina Klein, Luca Voigt, Ben Kabitzsch, Katharina Brockmann, Eray Muslu, Louis Chlupka, Vardges Petrosyan und Divine Arikhan
Neuer Trauerkurs in der Friedenskirche
Ein neuer Trauerkurs startet am Freitag, 3. Februar, um 15:30 Uhr in der Bergkamener Friedenskirche. Eingeladen dazu sind alle diejenigen, die in den letzten Monaten (oder auch Jahren) einen Menschen verloren haben, der ihnen nahe gestanden hat. Das Angebot der beiden evangelischen Kirchengemeinden in Bergkamen soll dazu dienen, miteinander Wege zu finden der Trauer Ausdruck geben, aber auch neue Wege ins Leben zu suchen und gemeinsam zu entdecken, was beim Abschiednehmen helfen kann.
Dazu bietet der Trauerkurs einen geschützten Rahmen. Die Treffen finden monatlich zunächst bis zum Sommer statt. Das erste Treffen am 3. Februar ist als offenes Schnuppertreffen geplant, an dem man zunächst einmal ganz unverbindlich ausprobieren kann, ob dieses Angebot einem zusagt. Zur besseren Planung wird um eine kurze Anmeldung gebeten.
Übrigens: Der Kurs ist offen für Menschen mit jedem religiösen und kulturellen Hintergrund – auch wenn er eine Kooperationsveranstaltung der beiden evangelischen Kirchengemeinden in Bergkamen ist. Kosten entstehen keine.
Anmeldung und Informationen über das Gemeindebüro der Ev. Friedenskirchengemeinde (Tel. 984263) oder oder Pfarrer Ruhbach (Tel. 208559).
Realschule Oberaden: Schwungvoller Einstieg ins neue Schulhalbjahr mit SV-Disco
inen stimmungsvollen Einstieg in das zweite Schulhalbjahr erlebten die Schüler*innen der Realschule Oberaden. Nach drei Jahren konnte im Rahmen der traditionellen SV-Disco getanzt und gefeiert werden. Einige ehemalige Schüler*innen statteten ihrer alten Schule einen Besuch ab und schwangen das Tanzbein. Die Eltern unterstützten tatkräftig die Lehrkräfte, so dass die Schüler*innen einen rundum gelungenen Abend genießen konnten.
Für die musikalischen Klänge und eine tolle Beleuchtung zeichnete sich wieder einmal DJ Alex mit seinem Team verantwortlich, der seine ehemalige Schule ehrenamtlich unterstützt. Für viele Kinder und Jugendlichen war es die erste Disco. Die Freude darüber konnten man in ihrem Gesichtern ablesen.
Für das leibliche Wohl sorgte der RSO-Küchenexpress. Zudem wurde auch das Angebot einer Fotobox begeistert angenommen. Um kurz nach 21.00 Uhr endete der Abend. Viele Schüler*innen freuen sich bereits jetzt auf die Neuauflage im Jahr 2024.
Max Simon wird Südwestfälischer Meister im Schwimm-Mehrkampf
Am 21. und 22.01.2023 starteten Max Simon (Jg. 2012), Mila Fee Krause (Jg. 2011), Lina Flüß (Jg. 2011) und Lia Schröder (Jg. 2012) bei den Südwestfälischen Meisterschaften im Schwimm-Mehrkampf und Lina Antonia Gruner (Jg. 2009) als auch Mika Tom Krause (Jg. 2011) bei den Südwestfälischen Meisterschaften der Lang- und Mittelstrecken.
Die vier Nachwuchsschwimmer*innen konnten sich im Vorfeld über die 200m Lagen für den Mehrkampf qualifizieren. Denn nur die besten 20 dieser Strecke, je Geschlecht und der Jahrgänge 2011, 2012 und 2013 dürfen bei den Meisterschaften im Schwimm-Mehrkampf starten. Der Mehrkampf beinhaltet die Strecken 200m Lagen, 400m Freistil, 25m Delfin Beine in Bauch- und Rückenlage, 50m Beinbewegung, 100m sowie 200m in der im Vorfeld ausgewählten Lage Schmetterling, Rücken, Brust oder Kraul.
Max Simon konnte sich im Schwimm-Mehrkampf „Kraul“ der Jungen im Jahrgang 2012 deutlich gegen die Konkurrenz durchsetzen und gewann den Titel des Südwestfälischen Meisters mit 948 Punkten. Zudem startete Max noch über die 1500m Freistil und wurde in 24:48,24 Minuten fünfter.
Mila Fee Krause startete im Schmetterlingsmehrkampf und lieferte sich einen engen Kampf mit ihrer Konkurrentin und wurde in der Gesamtabrechnung zweite und Vize Südwestfälische Meisterin im Schwimm-Mehrkampf mit 1061 Punkten.
Lina Flüß die im stark besetzten Rückenmehrkampf startete, konnte sich über die 100m und 200m Rücken je auf Platz 3 positionieren wurde aber in der Endabrechnung mit 1335 Punkten fünfte.
Lia Schröder die noch zu Beginn des Wettkampfes sehr nervös war, lieferte einen guten Mehrkampf ab und belegte in einem ebenfalls stark besetzten Freistil-Mehrkampf mit 773 Punkten den 10. Platz.
Lina Antonia Gruner erreichte die Pflichtzeiten über die 400m und 800m Freistil und konnte so auf ihren ersten Südwestfälischen Meisterschaften an den Start gehen. Über 400m Freistil schlug sie in neuer Bestzeit in 5:43,90 Minuten an und wurde 5. Über die 800m Freistil stellte sie ebenfalls einen neuen persönlichen Rekord auf und wurde 6. in 11:38,47 Minuten.
Mika Tom Krause, der die Pflichtzeiten über die 400m und 1500m Freistil erreichte, zeigte vor allem über die 1500m Kampfgeist und holte alles aus sich raus. So schlug Mika in 24:95,91 Minuten an und wurde 6.
Die Trainer Christian Flüß und Thalia Simon waren mit den Ergebnissen grundsätzlich zufrieden. Die Wettbewerbe im Mehrkampf zeigten aber auch auf, an welchen Stellen gearbeitet werden muss. Hier sind klare Defizite in der Delphin-Beinbewegung unter Wasser zu erkennen aber auch die Konzentration und das Selbstvertrauen müssen gestärkt werden.
Bis zum Saisonhöhepunkt den Südwestfälischen Jahrgangsmeisterschaften im Mai ist genügend Zeit, um die Defizite in Stärke und Vorteile zu verwandeln und die vorhandenen Stärken auszubauen.
Wohnungseinbruch in einem Mehrfamilienhaus an der Lessingstraße: Elektrogeräte gestohlen
Am Freitag (27.01.23) verschafften sich zwischen 17:10 Uhr und 21:20 Uhr bisher Unbekannte durch das Aufhebeln eines Fensters Zutritt zu einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Lessingstraße in Bergkamen. Aus der Wohnung wurden Elektrogeräte entwendet. Es entstand Sachschaden in Höhe von etwa 400 Euro. Wer kann sachdienliche Angaben machen. Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 02307- 921 3220 oder 02303- 921 0 entgegen.
Die Bergkamener sind beim 6. Hafenfeuer in der Marina restlos Feuer und Flamme
Feurig ging es in der Marina nicht nur mit den Stelzen-Walk-Acts zu.
Ein toller Anblick, feuriger Sonnenuntergang inklusive: Die traditionelle Fackelwanderung.
Schotten marschieren durch die Marina! Die Bergkamener mit Fackeln hinterher, zu den Klängen von „Amazing Grace“. Nicht weit entfernt steckt sich ein Wesen mit Schwimmbrille die Flammen samt Fackelspitze komplett in den Hals. Eine andere Gestalt hält das Feuer in einem Käfig gefangen und stakst auf Stelzen umher. Was ist da los? Ganz einfach: „Bergkamen ist Feuer und Flamme!“, sagt Karsten Quabeck vom Stadtmarketing und reibt sich zufrieden die angefrorenen Hände.
Begehrt war ein Platz mit Stockbrot an der großen Feuerschale.
So voll war es wahrlich schon lang nicht mehr dort, wo sonst die Boote und das Wasser den Vorrang haben. Das Hafenfeuer lockte am Wochenende Tausende an. „Die Leute haben einfach mehr als nur ein Bedürfnis, wieder zusammen draußen zu feiern – das ist nicht zu übersehen“, freut sich Karsten Quabeck als Organisator. Kein Wunder: Die letzten Flammen züngelten zuletzt 2020 unter freiem Himmel vor dem Hafenwasser. Jetzt waren die Feuerschalen, Feuerkörbe, die Hütten, Tische und Bänke zurück. Vor allem aber echtes Winterwetter mit Minustemperaturen. Da lohnte es sich endlich mal wieder, lange für einen heißen Glühwein anzustehen – oder gleich beim Whisky-Tasting in die Vollen zu gehen.
Ein netter Feuer-Mann auf Stelzen
Ein netter Typ: Thyriorn sieht martialisch aus, ist aber ein echter Künstler mit seiner Helferin.
„Da brauchst Du keine Angst haben, der Mann ist nett!“, versicherte ein Vater seinem Kind, dem leicht entsetzt die Tränen in die Augen stiegen. Thyriorn hatte gerade seinen Auftritt oder besser: Seinen Einzug. Mit lautem Getöse stakste die finstere Gestalt mit Feuerkäfig und Lanze auf das Gelände und scheuchte seine Schergin in einer Fantasiesprache brabbelnd vor sich her. „Das glaub ich nicht!“, heulte das Kind und wollte schon die Flucht ergreifen. Dann fing die Gehilfin jedoch ganz zauberhaft den Feuerschein aus der großen Feuerschale ein, entflammte die Fackeln rund um den stelzenden Riesen. Der lockte das Kind so lange, bis aus den Tränen ein strahlendes Lachen wurde. Denn tatsächlich: Der Mann im Steam-Punk-Gewand war wirklich nett und ließ ihn zwischen seinen ellenlangen Beinen den Flämmchen hinterherjagen. Und wenn das Feuer dann auch noch verschluckt wurde, über nackte Arme strich oder wie riesige Räder durch die Luft wirbelte, mussten die Tränen einfach trocknen.
Die Schotten nehmen mit Pipes & Drums Aufstellung.
Dann plötzlich lautes Luftpumpen – und synchrones Tröten aus unzähligen Flöten. Trommeln schlugen an. Alles drehte sich um, drängte dorthin, wo die Dudelsäcke jetzt richtig Fahrt aufnahmen. Ein ganzes Bataillon Schotten hatte Aufstellung genommen. Erst noch in Reih und Glied, dann auf einmal im ausgelassenen Tanz umeinander herum, aneinander vorbei, hintereinander her. Das war der Auftakt für die Fackelwanderung, die auch diesmal wieder vom Hafenplatz am Beversee vorbei wieder zurück führte. Da war es in der Kinder-Winterlandschaft längst schon wieder hell. Hier gab es spannende Mitmachgeschichten „aus dem Dustertal“, mit der kleinen Maus und mit einem geheimnisvollen Glitzerkristall. Wem das zu aufregend war, der konnte sich mit Malen und Basteln beruhigen.
Dichtes Gedränge schon bevor es überhaupt dunkel und richtig gemütlich wurde.
Draußen nahmen inzwischen die Bands ihre Positionen ein. Vor allem irische und schottische Klänge gab es an den Abenden – mit Stout!, Pot O’Stovies, Fragile Matt, Whiskerlad und Glengar als Hauptact. Allesamt handfeste Musiker, die für richtig gute Stimmung im dichten Gedränge sorgten. Mit Pizza, Bratwurst, Flammkuchen und Pommes oder auch einem knallheißen Stockbrot frisch aus dem riesigen Lagerfeuer ließ es sich da gut aushalten. Zumal es ohnehin so voll wurde, dass sich die Körperwärme zwischen den Menschenleibern hielt. Ein wahrlich feuriges Wochenende, bei dem man manchmal nicht mehr wusste, wo man zuerst hinschauen sollte. Und vor allem wie man von einer Ecke überhaupt in die andere kommen sollte.
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Jugendkunstschule lädt zum Breakdance-Kurs in Pestalozzihaus ein
Breakdance by Marlon Witke.
Der in den 80er Jahren entstandene Tanzstil ist Teil der Hip-Hop-Kultur und wird auch heute noch praktiziert. Jugendliche ab 10 Jahren, die mehr über „Freezes”, „Headspins” und „Footwork” erfahren möchten, können ab dem kommenden Montag, 30. Januar von 17:00 bis 18:30 Uhr in den Tanzraum der Jugendkunstschule im Pestalozzihaus kommen.
Der Breakdancer Marlon Witke vermittelt den Teilnehmenden grundlegende Elemente und viele weiterführende Techniken des Breakdance. In diesem Kurs wird Marlon Witke keine fertigen Choreografien einstudieren, sondern die jungen Tänzerinnen und Tänzer in der Entwicklung ihrer eigenen Styles unterstützen.
Für weitere Informationen auch zur Anmeldung steht die Jugendkunstschule unter den Telefonnummern 02307/965462 und 02307/288848 oder per Email unter jugendkunstschule@bergkamen.de zur Verfügung.
Besonderes Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus am ehemaligen KZ Schönhausen
Gedenkveranstaltung vor dem ehemaligen KZ Schönhausen an der Lentstraße.
Auf Initiative des früheren Bundespräsidenten Roman Herzog wurde der 27. Januar – der Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz 1945 – in der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1996 offiziell zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erklärt. Seitdem werden auch in Bergkamen die Fahnen vor dem Rathaus auf Halbmast gesetzt und es finden am Gemeindehaus der Freikirchlichen Gemeinde Bergkamen an der Lentstraße, dem ehemaligen KZ Schönhausen, Gedenkveranstaltungen statt. Noch nie gab es so viele Besucher bei dieser Veranstaltung wie am vergangenen Freitag.
Ein Grund ist sicherlich, dass die Gedenkveranstaltung erstmals vom Bergkamener Arbeitskreis Demokratie organisiert wurde. Nach der Kranzniederlegung durch Bürgermeister Bernd Schäfer und den Vorsitzenden der im Stadtrat vertretenen Parteien, wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Kirchraum des Gemeindehauses eingeladen, bevor die Freikirchliche Gemeinde sie mit Kaffee und Kuchen versorgte.
Erstmals nahm an der Bergkamener Gedenkveranstaltung Alexandra Khariakova, die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde im Kreis Unna e.V. teil. Sie hat die Hoffnung, dass sich das, was sich von 1933 bis 1945 in Deutschland abgespielt hat, nie wiederholen wird. Sechs Millionen Menschen jüdischen Glaubens wurden ermordet. Noch viel mehr Todesopfer gab es durch den von Nazi-Deutschland angezettelten Krieg.
Am ehemaligen KZ Schönhausen finden die Gedenkveranstaltungen in Bergkamen statt, weil dort von April bis Oktober 1933 rund 1000 meist politisch Verfolgte gefangen gehalten und gequält wurden. Für viele begann dort der Weg in andere Konzentrationslager und Zuchthäuser. Darunter auch viele Bergkamener.
Alexandra Khariakova begründete ihre Hoffnung mit der überwältigenden Hilfsbereitschaft, mit der Deutschland die geflüchteten aus der Ukraine aufgenommen hat. Sie selbst stammt aus der Ukraine. Die Jüdische Gemeinde im Kreis Unna betreut zurzeit rund 200 Geflüchtete.
Bürgermeister Bernd Schäfer und die Fraktionsvorsitzenden legten am Mahnmal an der Lentstraße einen Kranz nieder.
Bürgermeister Bernd Schäfer bezog sich in seiner Rede auch auf den Krieg in der Ukraine. Er forderte die Bergkamenerinnen und Bergkamener dazu auf, nicht gleichgültig zu sein gegenüber Rassismus, Antisemitismus und gegenüber Anfeindungen queeren Menschen.
Im vergangenen Jahr besuchte eine Schülergruppe des Gymnasiums die polnische Partnerstadt Wieliczka. Verbunden damit war eine Fahrt zum Konzentrationslager Auschwitz. Über ihre Eindrücke und Gefühle berichteten drei Schülerinnen in bewegenden Worten.
Musikalische Beiträge gab es von der Gitarrengruppe der Martin-Luther-Kirchengemeinde um Pfarrer i.R. Reinhard Chudaska. Sie spielten und sangen, teilweise in Jiddisch, den Song „Dance till the end of love“ von Leonhard Cohen und „Donna Donna“ aus dem Musical „Esterke“ (1940), das in der Interpretation von Jaon Beaz und Donovan in den 1960er Jahren weltberühmt wurde. Beide Lieder reflektieren den Mord an Jüdinnen und Juden in den Vernichtungslagern.
Obwohl nicht bekannt ist, ob die Nazis 1933 im KZ Schönhausen Jüdinnen und Juden in die sogenannte „Schutzhaft“ genommen haben, legten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Gedenkveranstaltung am Freitag nach der Kranzniederlegung und vor Betreten des Gemeindehauses auf dem Findling, der Teil der Mahnmals ist, kleine Steine nieder. Dies in der jüdischen Tradition ein Zeichen der Ehrerbietung an die Toten.