Gesamtschule zeigt Solidarität mit Erdbebenopfern in der Türkei und Syrien
Der Arbeitskreis Interreligiöse Feste hat im Hinblick auf die Erdbebenkatastrophe in der Türkei und Syrien einige Aktionen unter dem Namen „Pray for Syria & Türkiye: WBGe ist mit den Gedanken bei den Erdbebenopfern und ihren Angehörigen – WBGe Spendenaktion 2023“ für die diese Woche geplant.
Aktion 1: (13.02. – 17.02.23) im Mensa-Vorraum: Trauer- und Gedenktisch
Aktion 2: Bleistiftverkauf mit Aufdruck „Wir sind mit den Gedanken bei den Erdbebenopfern“ 14.02. – 17.02.23 im Mensa-Vorraum
Aktion 3: Kuchenverkauf durch die Schülerfirma im Mensa-Vorraum am 16.02.23
BIZ informiert: Arbeit in der Pflege – ein Beruf mit Herz
Die Pflege hat sich zur Beschäftigungsbranche der Zukunft entwickelt und der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften steigt stetig. Wer hilfsbedürftige Menschen betreuen oder pflegen und sie bei der Bewältigung ihrer alltäglichen Herausforderungen unterstützen möchte, findet in der Branche zahlreiche Beschäftigungsfelder.
Doch welche persönlichen körperlichen wie psychischen Eigenschaften sind für die tägliche Arbeit als Pflegefachmann/-frau besonders wichtig? Und welche Zukunftschancen und Entwicklungsmöglichkeiten bietet die Branche? Über die Ausbildung in dem Beruf klärt die WBS Training Schulen gGmbH am Donnerstag, dem 16. Februar auf. Außerdem erfahren Interessierte alles über Zugangsvoraussetzungen sowie Studien- und Weiterbildungsmöglichkeiten.
Die Veranstaltung findet am 16. Februar um 16 Uhr im BiZ der Arbeitsagentur Hamm (Bismarckstraße 2) statt. Eine Anmeldung ist erforderlich unter 02381 / 910 1001 oder an hamm.biz@arbeitsagentur.de .
Bogensportclub Bergkamen schafft den Aufstieg in die Westfalenliga
Aufstieg geschafft (v. l.): Michelle Kupfer, Christian Eggert, Ina Tuschinski, Ralf Eggert und Jan Kirchlinde
Die Ligamannschaft des BSC Bergkamen e.V. um Michelle Kupfer, Ina Tuschinski, Christian und Ralf Eggert sowie Jan Kirchlinde konnten am vergangenen Samstagden Aufstieg in die Westfalenliga Perfekt machen.
In Bad Salzuflen fand der 4 Ligaspieltag der Verbandsoberliga statt. Bei guter Laune und fetziger Rockmusik kämpften die Mannschaften um den Aufstieg in die Westfalenliga.
Nach 7 Matches stand fest: Der BSC Bergkamen steigt als 2. auf.
Die Westfalenliga ist die höchste der drei Ligen es Westfälischen Schützenbundes. Über ihr kommen nur noch die Ligen des Deutschenschützenbundes (Regionalliga, 2. Und 1. Bundesliga) In der Liga werden pro Spieltag 7 Matches gespielt. Ein Sieg gibt 2 Punkte, ein Unentschieden 1 Punkt. Es gibt insgesamt 4 Spieltage.
BMW-Fahrer vs. Rentner: Doch nur falsch geparkt
von Andreas Milk
Der Rentner Franz Sch. (77, Namen geändert) aus Bergkamen hat es satt: Immer wieder blockieren falsch geparkte Autos den Gehweg, sodass seine Frau mit ihrem Rollator auf die Fahrbahn ausweichen muss. So war es zum Beispiel am Abend des 26. August 2022 auf der Schulstraße. Sedat K. aus Kamen, der bloß kurz etwas aus einem Kiosk besorgen wollte, hatte seinen BMW ordnungswidrig abgestellt. Franz Sch. machte Fotos, um Anzeige beim Ordnungsamt zu erstatten. Sedat K. kam zurück aus dem Kiosk, setzte sich in den Wagen und fuhr weg – auf eine Weise, die den Rentner dazu brachte, Strafanzeige zu erstatten.
Denn K. – so gab Franz Sch. seinerzeit an – habe mit dem Wagen auf ihn zu gehalten. Mit einem Sprung zur Seite habe er sich in Sicherheit gebracht. Das klingt nach einem Fall von Nötigung.
Sedat K. erklärte im Kamener Gerichtssaal, er habe seinen BMW „ganz normal zurückgesetzt“, Franz Sch. habe nicht ausweichen müssen. Im übrigen, so K. weiter, habe er schon sieben Punkte in Flensburg und fahre sehr, sehr vorsichtig, um seinen Führerschein zu behalten.
Tatsächlich zeigte sich in der Verhandlung: Es war wohl alles halb so wild. Oder sogar: kein bisschen wild. Franz Sch. räumte auf dem Zeugenstuhl ein, Sedat K. habe das Auto nicht gezielt in seine Richtung gelenkt. Ob er, Sch., ohne seinen Sprung wirklich von dem Wagen erwischt worden wäre, sei schwer zu sagen. Die Fotos, die Sch. anfertigte, zeigen obendrein, dass Sedat K. das Lenkrad weit eingeschlagen hatte – offenbar, um zu rangieren, nicht, um auf Franz Sch. zu zielen.
Ende der Geschichte: Doch keine Verurteilung wegen Nötigung. Stattdessen: 50 Euro Geldbuße fürs Falschparken.
Erdbebenkatastrophe in der Türkei und Syrien: Bürgermeister Bernd Schäfer appelliert an Spendenbereitschaft
Bürgermeister Bernd Schäfer.
Das schwere Erdbeben in der Türkei und in Syrien berührt die Menschen auch fernab der Krisenregion. „Das Ausmaß der Zerstörungen und das menschliche Leid sind unvorstellbar groß“, verweist Bürgermeister Bernd Schäfer auf die hohe und weiter steigende Zahl von derzeit über 30.000 Todesopfern. Nachdem das Stadtoberhaupt seinem türkischen Amtskollegen in der Partnerstadt Silifke unmittelbar nach der Katastrophe seine Anteilnahme ausgesprochen hat, geht es ihm jetzt darum, den Betroffenen vor Ort möglichst zielgerichtet zu helfen – am besten mit Geldspenden.
Bereits die ersten Bilder aus dem Erdbebengebiet lösten eine enorme Welle der Hilfsbereitschaft aus. Innerhalb kürzester Zeit kamen so viele Sachspenden zusammen – hauptsächlich Kleidung –, dass es sowohl an Lkws für den Transport als auch an Kapazitäten für die Verteilung vor Ort mangelt. Deshalb ruft Schäfer zu Geldspenden an anerkannte, seriöse Organisationen auf: „Diese wissen am besten, was besonders dringend benötigt wird und kennen auch die Beschaffungswege dafür.“
Unabhängig davon prüft der Bürgermeister, welchen Beitrag die Stadt Bergkamen leisten kann, um den Menschen zu helfen und die Not zu lindern. Zu diesem Zweck hat er sich an die muslimische Gemeinschaft in Bergkamen gewendet und um konkrete Hinweise gebeten. „Das ist mir auch ein persönliches Anliegen, denn viele Opfer haben Angehörige oder Freunde in Bergkamen.“ Das Krisengebiet mag weit entfernt sein, auf diese tragische Weise ist es doch sehr eng mit Bergkamen verbunden.
Eine Übersicht renommierter deutscher Hilfsorganisationen findet sich im Internet auf der Seite des Bündnisses „Aktion Deutschland Hilft“: https://www.aktion-deutschland-hilft.de. Zusätzlich hat der Verein „Bergkamen for all“ bei der Sparkasse Bergkamen-Bönen ein Spendenkonto für die Erdbebenopfer in der Türkei und Syrien eingerichtet: DE26 4105 1845 0017 0478 38
Mit Helau und Clown fidelidad startet am Rosenmontag die Party im Yellowstone
Clown Fidelidad
Am Rosenmontag, 20. Februar lädt das Jugendzentrum Yellowstone alle Kinder ab 6 Jahren zur großen Kinderkarnevalsparty ein.
Ein kunterbuntes Programm erwartet die kleinen Narren und Närrinen an diesem Nachmittag. Gleich zu Beginn wird Clown fidelidad aus Münster mit seinem Clownstheater die Besucher und Besucherinnen mit Tanz, Musik und Akrobatik in Stimmung und Aktion bringen. Nach dem Auftritt kann dann an verschiedenen karnevalistischen Spielstationen die Geschicklichkeit, das Spaßlevel oder die Kreativität getestet werden.
Bei einer anständigen Kinderkarnevalsparty dürfen natürlich auch die berühmten Matschbrötchen, der Kostümwettbewerb und der Stopptanz nicht fehlen – DJ Miles wird an diesem Nachmittag im großen Discosaal mit guter Musik und lustigen Spielen für die richtige Stimmung sorgen.
Beginn ist um 14.30 Uhr, Ende gegen 17.00 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos. Die Veranstaltung ist für Kinder ab 6 Jahren geeignet, jüngere Kinder sollten durch ihre Eltern begleitet werden. Weitere Informationen gibt es direkt im Jugendzentrum Yellowstone, Preinstr. 14 unter 02306/8917 oder im Kinder- und Jugendbüro unter 02307/965475.
Betrunken auf dem Moped – zwei Mal in einer Nacht
von Andreas Milk
Ein Autohändler ohne Führerschein? Schwer vorzustellen. Ein Mopedfahrer, der sich in ein und derselben Nacht zwei Mal betrunken von der Polizei erwischen lässt? Auch nicht gerade alltäglich.
Der Bergkamener Boris T. (Name geändert) war vor dem Kamener Amtsrichter angeklagt. Am frühen Morgen des 24. Juli 2022 war der selbstständige Kfz-Händler einer Polizeistreife aufgefallen. Das erste Mal war es in Bergkamen auf der Hochstraße – ein Alkoholtest ergab 1,69 Promille -, das zweite Mal auf der Lessingstraße – 1,44 Promille. Die Beamten hatten nach der ersten Begegnung überlegt, wie ihr „Kunde“ wohl nun nach Hause kommen wolle, ohne das Moped zu benutzen, und ihn im Auge behalten. Er stieg wieder auf und wurde eben nochmal geschnappt.
Den Führerschein war T. schon ein paar Monate vorher los geworden. Dass er im Juli wieder Mist baute, erklärte er vor Gericht mit purem Stress. Kunden hätten Probleme gemacht. „Man hat irgendwann die Schnauze voll.“ Allerdings sei ihm nicht klar gewesen, dass die Alkoholkonzentration im Blut so hoch war. Vielleicht habe ihm in jener Nacht jemand was ins Bier gekippt.
Das Urteil: eine Geldstrafe von 110 Tagessätzen à 10 Euro für den rundum geständigen und reuigen Angeklagten. Dazu kommt ein weiteres Jahr Führerscheinsperre.
11. Februar ist 112-Tag: Europaweiter Draht zur schnellen Hilfe
In der Leitstelle für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz des Kreises Unna laufen alle Fäden zusammen. Foto: Linda Peloso
Die 112 ist europaweit der direkte Draht zu schneller Hilfe. Um die Notrufnummer noch bekannter zu machen, hat die Europäische Kommission den 11. Februar, passend zum Format des Datums (11.2.), zum „Europäischen Tag des Notrufs 112“ erklärt.
Die Bedeutung der 112 als europaweit einheitliche „richtige“ Nummer für Notfälle unterstreicht Oliver Kortmann, Leiter der Leitstelle für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz des Kreises Unna: „Schnelle Hilfe in Unglücks- und Notfällen rettet Leben. Dabei kann es im Ernstfall entscheidend sein, dass wertvolle Zeit nicht mit der Suche nach der Notrufnummer vergeudet wird.“
Richtiges Verhalten im Notfall
Wer über die 112 einen Notfall meldet, sollte vor allem Ruhe bewahren und dem Leitstellendisponenten die wichtigsten Informationen nennen. Im Kreis Unna meldet sich die Leitstelle grundsätzlich mit: Notruf Feuerwehr und Rettungsdienst.
In welcher Stadt ist der Notfallort? Mit dieser Einstiegsfrage übernimmt der Leitstellendisponent die Gesprächsführung und stellt im weiteren Verlauf alle weiteren notwendigen Fragen. Nach Klärung der Einsatzörtlichkeit, benötigt die Leitstelle den Anrufernamen und wenn bekannt, den Namen der betroffenen Person. Im Normalfall dauert die Abfrage dieser wichtigen Informationen ca. 20 Sekunden.
Wichtige W-Fragen
Als nächstes fragt die Leitstelle: Wie kann ich Ihnen helfen? Eine weitere Orientierung bieten dabei die so genannten „W-Fragen“, das heißt: Wo ist es passiert? Was genau ist passiert? Wie viele Verletzte und welche Arten von Verletzungen gibt es? Wichtig: Auf Rückfragen warten und auch antworten!
Grundsätzlich gilt: „Legen Sie nicht auf, bevor die Leitstelle alle für den Einsatz wichtigen Fragen geklärt hat“, betont Oliver Kortmann. Die 112 kann aus dem Festnetz, vom Handy oder über nora – die offizielle Notruf-App der Bundesländer – erreicht werden. Anrufer aus dem Handynetz oder Nutzer der nora-Notruf-App werden automatisch mit der örtlich zuständigen Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst verbunden.
Darüber hinaus können sich Bürger und Bürgerinnen auf der Homepage des Kreises Unna über aktuelle Warnmeldungen informieren. Neben Warnungen bei Unwetter, Hochwasser, Stromausfall und Feuer, werden auch Lebensmittel-, Produkt- und Reisemeldungen veröffentlicht. Mehr Informationen sind unter https://www.kreis-unna.de/Warnungen zu finden. PK | PKU
Lippeverband sorgt für Verkehrssicherheit an Lippe und Seseke und fällt sieben Bäume
Die Lippe bei Bergkamen. Foto: Rupert Oberhäuser/EGLV
Der Lippeverband wird ab Anfang kommender Woche Baumfällarbeiten an den Flüssen Lippe und Seseke vornehmen. Betroffen sind sieben Bäume an drei Standorten. Die Arbeiten sind notwendig, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.
In Kamen-Methler werden nahe des Deiches an der Seseke im Bereich der Straße „Am Langen Kamp“ fünf Pappeln abgeholzt. Eine weitere Pappel soll an der Lippe nahe des Naturfreibades in Bergkamen-Heil gefällt werden. In Lünen betreffen die Arbeiten einen Ahornbaum an der Seseke nahe der Kamener Straße.
Grund für die Maßnahmen ist die mangelnde Standsicherheit der Bäume. Sie sind vertrocknet, bereits abgestorben und drohen daher umzustürzen. Durch die Einsätze wird der Verkehr nicht beeinträchtigt.
Anmeldewoche am Städt. Gymnasium Bergkamen
In der Woche vom 13. bis 17. Februar bietet das Städtischen Gymnasium zu den folgenden Zeiten Anmeldemöglichkeiten für den neuen fünften Jahrgang an.
Erprobungsstufenkoordinator Sascha Rau bittet dazu, sofern noch nicht geschehen, um eine Terminvereinbarung unter s.rau@portal-gymnasium-bergkamen.de
Weitere Informationen zur Anmeldung und den benötigten Unterlagen unter www.gymnasium-bergkamen.de unter der Rubrik „Alles zur Anmeldung Ihres Kindes“
Erste Strafe: Arschtritt vom Busfahrer
von Andreas Milk
Die erste Strafe für sein ungebührliches Verhalten an der Bushaltestelle „Kamen Markt“ hatte Hamza M. (Name geändert) gleich an Ort und Stelle bekommen: einen Arschtritt vom Busfahrer, einem robusten Bergkamener. Das Kamener Amtsgericht erledigte jetzt die juristisch korrekte Ahndung: eine Geldstrafe wegen Beleidigung in Höhe von 40 Tagessätzen à 10 Euro. Hauptsächlich ging es bei der ganzen Sache ums Spucken.
Rückblende: Am Nachmittag des 28. September 2022 steht Hamza M. an der Haltestelle und will in den Bus der Linie R81 nach Unna steigen. Eben ist der Bus aus Bergkamen eingetroffen; der Fahrer nutzt den planmäßigen Aufenthalt für ein Zigarettenpäuschen. Hamza M. steigt ein – ohne Mund-Nasen-Schutz. Der Fahrer spricht ihn deshalb an. M. fragt, ob der Fahrer eine Maske für ihn habe. Der Fahrer verneint. Alles ganz harmlos eigentlich.
Aber M. – so zeigte es der Gerichtstermin – rastete aus. Er spuckte auf die Dienstkleidung des Busfahrers. Der reagierte mit dem, was der Richter später in der Urteilsbegründung als „westfälischen Gruß“ bezeichnen sollte: besagtem Tritt in M.s Hinterteil. Es folgten zwei weitere Spuckattacken sowie „Hurensohn“ und andere Beschimpfungen an die Adresse des Fahrers.
Der gab vor Gericht zu Protokoll, an Schimpfwörter gewöhnt zu sein – ans Bespucktwerden allerdings nicht. Hamza M. hat sich inzwischen brieflich bei dem Mann entschuldigt. Auch vor Gericht drückte er sein Bedauern aus. Er sei an dem Tag völlig betrunken gewesen: Eine Flasche Wodka habe er leer gemacht, dazu Bier getrunken. Vielen Passanten am Kamener Markt blieb der Fall im Gedächtnis. Der Busfahrer sprach von einem „Massenauflauf“. Ein paar Tage danach habe es nochmal Knatsch mit Hamza M. gegeben.
„Es kommt nicht wieder vor“, versprach der Angeklagte. Falls doch, so der Richter, müsse er wohl mit einer Freiheitsstrafe rechnen.