Runder Tisch gegen häusliche Gewalt: Fachtag ,,Opferarbeit“

Die Teilnehmenden vor dem Veranstaltungsort. Foto: Kreis Unna

Austausch untereinander, Vernetzung und die Arbeit der Kooperationspartner besser verstehen – das war das Ziel eines Fachtages des Runden Tisches gegen Häusliche Gewalt im Kreis Unna. Diesmal stand im Mittelpunkt der Veranstaltung das Thema „Opferarbeit“. Das Treffen fand am 18. April auf Haus Opherdicke statt.

„Diesmal haben wir den Schwerpunkt Opferschutz in den Blick genommen und die Bedeutung des Themas aus Sicht unterschiedlicher Institutionen diskutiert“, so Nadia Sert, Leiterin der Frauen- und Mädchenberatungsstelle und eine von drei Koordinatorinnen des Runden Tisches, die die Moderation des Tages übernahm. Auch Leonie Engelhardt, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Unna sowie Katja Sahmel, Gleichstellungsbeauftragte der Kreisstadt Unna freuten sich über das große Interesse am Thema.

Rund 40 Akteurinnen und Akteure waren vor Ort, darunter auch Polizeihauptkommissarin und Opferschutzbeauftrage Ute Hellmann, die in den polizeilichen Opferschutz einführte. Oberamtsanwältin Sabine Eickhölter von der Staatsanwaltschaft Dortmund und Kathrin Dannehl, Richterin am Amtsgericht Unna referierten über die juristische Sicht.

Ablauf kennen
Anhand eines konkreten Fallbeispiels erklärten die Referentinnen das Vorgehen von Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht bei häuslicher Gewalt und sprachen über die Rechte der Beteiligten und mögliche Hürden. Die Teilnehmenden hatten zahlreiche Fragen zur Bedeutung des Strafantrages, zum Begriff „öffentliches Interesse an der Strafverfolgung“ und den Schwierigkeiten für das Strafverfahren, wenn Geschädigte schließlich doch nicht aussagen, sondern von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch machen.

Reinhard Streibel stellte als Leiter der Außenstelle Unna, den Anwesenden die Opferschutzorganisation „Weißer Ring“ vor. Kern der Arbeit des WEISSEN RINGS ist die ehrenamtliche Opferhilfe vor Ort.

Leidenschaftlich setzten sich bei der anschließenden Podiumsdiskussion Britta Discher von der Kinderschutzambulanz im Lebenszentrum Königsborn und Sandra Piccinno vom Fachbereich Familie und Jugend des Kreises Unna für Kinderrechte in Fällen häuslicher Gewalt ein.

Michelle Taubert, Leiterin des Frauenhauses im Kreis Unna und Regina Kroll-Markowski vom Jobcenter Kreis Unna diskutierten über bürokratische Hürden bei der Hilfe für von Gewalt betroffene Frauen.

Sie alle eint das Ziel, gemeinsam mehr zu erreichen. Durch besseres Verständnis für die Arbeit der unterschiedlichen Organisationen und bessere Vernetzung kann in der Folge Opfern häuslicher Gewalt besser geholfen werden. PK | PKU




Ausstellungseröffnung: Naturkraft – die Kraft der Natur und Kräfte gegen die Natur

Der Künstlerbund Schieferturm Kamen e. V. stellt in der Ökologiestation Bergkamen aus.

Die Ökostation bietet einen besonders passenden Raum für Bilder und Objekte, die die Auseinandersetzung mit der Natur und ihrer Kraft zum Thema haben. Als der Ausstellungsort für die Künstlerinnen und Künstler der Kamener Gruppe feststand, war auch schnell das Thema gefunden, zu dem alle individuell in den vergangenen Wochen arbeiteten. Als Ergebnis zeigen einige der Werke überzeitliche Aspekte wie die generelle Schöpfungskraft oder besondere Gefühle, die die Natur im Menschen hervorrufen kann. Andere setzen sich mit der Kraft konkreter Ereignisse wie einem Erdbeben oder einem Tsunami auseinander. Auch die zerstörerische Kraft, die der Natur entgegengebracht werden kann, kommt zum Beispiel in einzelnen Keramikobjekten zum Ausdruck.

Zur Ausstellungseröffnung am Donnerstag, dem 27.04.2023, um 19:00 Uhr laden die Ökostation und der Künstlerbund Schieferturm herzlich ein. Die Werke sind in der Folge zu sehen bis zum 06.06.2023 jeweils zu den Öffnungszeiten der Ökostation Mo – Do, 8:00 – 16:00, und Fr, 8:30 – 14:00, sowie nach Vereinbarung (02389 980999).




Nachtreffen zum Internationalen Frauentag 2023: Spenden für Mädchen- und Frauenarbeit in Bergkamen

Mit einer großzügigen Spende für die Mädchen- und Frauenarbeit in Bergkamen und dem traditionellen Rückblick rundet das Bergkamener Frauentagsteam die Aktivitäten zum diesjährigen Frauentag ab. Dazu lädt die Gleichstellungsbeauftragte Martina Bierkämper alle an diesem Tag zum Thema „Wichtiger denn je“ beteiligten und engagierten Frauen zum Nachtreffen ein.

Dieses findet am Dienstag, 25. April 2023, ab 18 Uhr im Stadtmuseum statt. Traditionell erfolgt zu dieser Gelegenheit auch die offizielle Scheckübergabe, die Empfängerinnen werden einen kleinen Einblick in die Verwendung der Spende geben. Der Erlös des Internationalen Frauentages kommt lokalen Gruppen oder Vereinen zugute, die sich für die Situation von Frauen und Mädchen stark machen.

Den diesjährigen Erlös in Höhe von insgesamt 1.375 Euro teilen sich das Bergkamener Mädchen- und Frauennetzwerk sowie die Awo-Beratungsstelle Schwangerschaft, Familie + Sexualität. Im Anschluss an die Scheckübergabe ist noch ein gemütlicher Teil mit einem kleinen Imbiss vorgesehen. Und natürlich wird an diesem Abend der diesjährige Frauentag reflektiert, um die ersten Weichen für die Planung des Frauentages 2024 zu stellen.




Kinder- und Jugendbüro hat sechs neue Scouts

Das städtische Kinder- und Jugendbüro (kijub) freut sich über sechs neue kijub Scouts. In der zweiten Osterferienwoche stand die vierte Ausbildungsrunde der jungen Scouts auf dem Ferienplan. Die sechs Kinder im Alter zwischen 8 und 12 Jahren verbrachten gemeinsam vier aufregende Tage mit dem kijub-Team im und am Jugendzentrum Yellowstone.

Die Welt – und speziell Bergkamen – mit Kinderaugen zu sehen, ist das Ziel des Projektes „kijub Scouts“. Mit viel Spaß und Spiel sollen die Kinder ihre Umwelt entdecken und beobachten. Gleichzeitig sollen sie ihre Wünsche artikulieren, um dem Ziel ihr Umfeld kindgerechter zu gestalten, näher zu kommen. Neben vielen gemeinsamen neuen Spielen erfuhren die Kinder viele Dinge rund um das Thema Kinderrechte – und weil das Thema so wichtig ist und die Kinder ihre Rechte sichtbar machen wollten, wurde kurzerhand ein Tipi gebaut und mit buntgestalteten Rechten für Kinder verziert.

Ein anderes Augenmerk neben den Kinderrechten setzt das kijub-Team in der viertägigen Ausbildung auf die Wahrnehmung und Erkundung der Umgebung der Kinder. Für die „Magischen Kinderorte“ wurden deshalb fantasievolle, kleine kijub-Monster modelliert und an Orten in Bergkamen-Oberaden, die für Kinder spannend sind, versteckt. Mit einem GPS-Gerät und den passenden Daten können andere Kinder die Monster und die damit
verbundenen „Magischen Kinderorte“, finden.

Eine Suche nach steinalten Tieren führte die Gruppe zudem auf eine spannende Jagd durch den Wald am Römerberg. Die unterschiedlichen Aufgaben wurden allesamt bewältigt und am Ende stand dann noch der große Spielplatztest auf dem Plan. Als Experten für Spielen testeten die Kinder die Spielgeräte und die Möglichkeiten des Spielplatzes „Am Römerberg“. Die einhellige Meinung der kijub Scouts war, dass dieser Spielplatz viele Möglichkeiten bietet und die Geräte auf jeden Fall auch etwas für ältere Kinder sind.

Zum Abschluss der vier Ausbildungstage erhielten alle sechs Kinder den kijub Scout-Ausweis und den Kinderrechtepass der UNICEF. Das kijub-Team hofft, dass die inzwischen 35 ausgebildeten Bergkamener kijub-Scouts ihre und andere Kinderwünsche an das Kinder- und Jugendbüro herantragen und sich aktiv einmischen.




Kopfläuse im Kreis Unna wieder auf dem Vormarsch

Kopfläuse sind im Kreis Unna wieder auf dem Vormarsch. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der AOK NordWest hervor. Danach sind die Verschreibungen von Arzneimitteln gegen Läusebefall im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr wieder angestiegen. So wurden 2022 insgesamt 436 Packungen Anti–Läusemittel von niedergelassenen Ärzten im Kreis Unna verordnet, im Vorjahr waren es 394. Vor der Pandemie gab es allerdings wesentlich mehr Übertragungen von Kopfläusen. In 2019 wurden 927 Packungen verordnet. „Durch die Abstandsregeln während der Corona–Pandemie konnte sich die Kopflaus nicht weiter vermehren. So kam es zu einem deutlichen Einbruch bei den Übertragungen. Mit dem Wegfall der Maßnahmen sind die Läuse allerdings wieder auf dem Vormarsch“, sagt AOK–Serviceregionsleiter Jörg Kock.

Kopfläuse sind im Prinzip harmlos: Sie übertragen keine gefährlichen Krankheiten, nerven aber gewaltig. Die kleinen Tierchen leben vor allem in Kinderhaaren und vermehren sich rasend schnell. Die Biss– und Einstichstellen werden durch den unangenehmen Juckreiz häufig wund gekratzt. Vor allem Kindergarten– und Grundschulkinder sind betroffen.


Da Kopfläuse weder springen noch fliegen können, sind sie sie in ihren Bewegungen stark eingeschränkt. Zur Übertragung müssen sie von einem Kopf auf den anderen steigen. Dazu ist ein Kopf–an–Kopf–Kontakt oder genauer ein Haar–an–Haar–Kontakt notwendig. Die Coronaregeln haben der Kopflaus daher das Leben schwergemacht: Viele Kinder spielten nicht mehr miteinander, saßen im Kindergarten nicht mehr eng beieinander und hatten insgesamt wenig Kontakt. Und in den Grundschulklassen musste ein großer Abstand eingehalten
werden. Durch die Normalisierung unseres Alltags hat die Kopflaus jetzt aber wieder die Chance, sich auszubreiten.

„Läuse sollten auf jeden Fall so schnell wie möglich behandelt werden, damit sie sich nicht in Windeseile weiter ausbreiten“, so Kock. Dabei ist es mit einer einmaligen Behandlung nicht getan: Die Läusemittel müssen nach neun oder zehn Tagen erneut aufgetragen werden; das nasse Auskämmen von Läusen und Nissen steht zwei Wochen lang alle drei bis vier Tage auf dem Programm. In der Apotheke gibt es verschiedene Produkte, die von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Außerdem ist es wichtig, die Schule oder KiTa sofort zu informieren, wenn ein Kind betroffen ist. 




Online-Seminar für Frauen zum beruflichen Wiedereinstieg

Am Dienstag, dem 25. April von 15 bis 16 Uhr, zeigt Martina Leyer, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, in einem Online–Seminar, welche Möglichkeiten es für den beruflichen Wiedereinstieg gibt und wie sich die aktuelle Lage auf dem regionalen Arbeitsmarkt darstellt.

„Viele Frauen mussten während der Pandemie feststellen, dass ihre Minijobs keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld bieten und damit schmerzhaft erfahren, wie wichtig eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist“, so Leyer. „Die Möglichkeiten möchte ich aufzeigen.“

Sie weist auch auf einen weiteren Vorteil hin: „Die Teilnahme an der Online–Veranstaltung ist für die Frauen eine gute Übung für den Umgang mit neuer Kommunikationstechnik.“ In ihrem Online–Seminar erfahren die Frauen, wie sie nach Stellenangeboten suchen, welche Ausbildungsformen es gibt, welche Weiterbildungs– und Umschulungswege möglich sind und wie die Agentur für Arbeit den Neustart unterstützen kann.
Interessierte melden sich bei Martina Leyer an unter Hamm.BCA@arbeitsagentur.de oder 02381 / 9102167. Sie bekommen dann den Link zur Veranstaltung.




Seseke: Vom Schmutzwasserlauf zum blaugrünen Paradies der Artenvielfalt

Die Seseke – ein Fluss mit einer langen Geschichte und vielen Veränderungen. Schon den römischen Geschichtsschreibern ein Begriff prägt die Seseke auch weiterhin das Leben vieler Menschen im Lippe-Gebiet. Nachdem die Seseke viele Jahre lang als offener Schmutzwasserlauf dienen musste, kann sich der 32 Kilometer lange Nebenfluss der Lippe seit den in 2014 abgeschlossenen Renaturierungsmaßnahmen von den Strapazen der Industrialisierung erholen. Die Renaturierung erfreut dabei nicht nur die Anwohnerinnen und Anwohner, sondern auch viele Tier- und Pflanzenarten, die langsam an das Gewässer zurückkehren.

An den Ufern der Seseke lässt sich eindeutig erkennen: Die Natur erobert sich den Fluss zurück. Flora und Fauna kehren vielfältig an das ehemals zur Entsorgung des Schmutzwassers genutzte Gewässer zurück. Bereits 2007 konnten in Teilen der Seseke, die zwar abwasserfrei, allerdings mit Betonsohlschalen befestigt waren, häufig vorkommende Arten, die gut unter organischer Belastung und Strukturarmut zurechtkommen – wie Egel, Würmer und Schnecken – nachgewiesen werden.

Neue Artenvielfalt an der Seseke
Beim regelmäßigen Monitoring der Gewässerqualität wird der renaturierte Bereich der Seseke von Heeren-Werve bis zum Kuhbach genauestens unter die Lupe genommen. Seitdem konnten in diesem Abschnitt schon 104 verschiedene Arten ausfindig gemacht werden. Dazu zählt der überwiegende Teil nach wie vor zu den häufig vorkommenden und wenig anspruchsvollen Arten. Inzwischen reihen sich aber auch etliche Arten in das Gesamtbild ein, die höhere Ansprüche an die Wasserqualität sowie die Habitatbedingungen stellen. Dazu zählen beispielsweise verschiedene Arten von Köcherfliegen so wie Eintagsfliegen: ein Beweis für die zunehmende biologische Vielfalt der Seseke.

Seitdem die Betonsohlschalen entfernt sind, kann der Fluss nun auch endlich wieder seine Gewässersohle und -ufer gestalten, sodass – überall wo das Profil genug Platz bietet – ein typisch geschwungener Verlauf entsteht. Foto: Rupert Oberhäuser/EGLV

Die Verbesserung der biologischen Diversität und das Vorkommen einiger anspruchsvoller Arten stellt einen echten Gewinn für die Seseke-Region dar. Auf diesen Lorbeeren darf sich aber nicht ausgeruht werden: Nach der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie erreicht die Seseke noch keinen guten ökologischen Zustand. Der Lippeverband plant daher, die vier

Kläranlagen, die für die Reinigung der Seseke zuständig sind, in den kommenden Jahren zu ertüchtigen und mit einer vierten Reinigungsstufe aufzurüsten. Dadurch wird die Seseke noch sauberer und die Artenvielfalt kann langsam aber stetig zunehmen.

Von der Industriekloake zum blaugrünen Idyll
Dass überhaupt wieder Tiere an den einst ökologisch toten Fluss zurückkehren, war vor einigen Jahren noch unvorstellbar: Ursprünglich ein natürlicher und reißender Fluss diente die Seseke während des Bergbaus als oberirdisch fließender Abwasserkanal.  An unterirdische Abwasserkanäle war aufgrund der regelmäßigen bergbaubedingten Bodensenkungen nicht zu denken. Dadurch wurde die natürliche Seseke zweckentfremdet. Ausgestattet mit Betonsohlschalen, um einen möglichst schnellen Abfluss des Schmutzwassers zu ermöglichen, stellte sie für Tiere und Pflanzen keinen geeigneten Lebensraum mehr dar.

Der Rückzug des Bergbaus aus dem Einzugsgebiet der Seseke bot eine neue Chance: Schon 1986 als „Seseke-Programm“ vorgestellt entwickelte der Lippeverband mit maßgeblicher Unterstützung des damaligen NRW-Umweltministers Klaus Matthiesen einen Plan, um die Seseke und ihre Nebenläufe wieder in eine abwasserfreie und naturnahe Flusslandschaft zu verwandeln. Vor der Umgestaltung des Seseke-Systems mussten zunächst an sämtlichen zu offenen Schmutzwasserläufen umfunktionierten Bächen unterirdische Kanäle verlegt werden – der langwierigste und aufwändigste Teil des Seseke-Programms.

Die Seseke als Vorbild für die Emscher
Zwischen dem Ende der 1980er-Jahre und 2014 hat der Lippeverband mit dem Bau von vier modernen Kläranlagen und rund 73 Kilometern an geschlossenen Abwasserkanälen eine neue abwassertechnische Infrastruktur im Einzugsgebiet der Seseke geschaffen. Nach der Befreiung von der Abwasserfracht konnte endlich mit der ökologischen Verbesserung der Seseke und ihrer Nebenläufe begonnen werden. Dazu wurden die Betonschalen aus dem Flussbett entfernt, die Böschungen abgeflacht sowie Flachwasserzonen und Regenrückhalteflächen eingerichtet. Zudem erhielt das Gewässer seinen natürlichen geschwungenen Flusslauf zurück. Durch Initialpflanzungen sowie das Einsetzen von Jungfischen wurden darüber hinaus Flora und Fauna angeregt, sich ihre Lebensräume zurückzuerobern.

Mittlerweile sind an den Ufern die typischen Auen mit ihren Eschen, Erlen und Weiden entstanden, während sich in den trockenen Zonen Gehölze und Hochstaudenflure bilden. All das ist bereits ein deutliches Indiz für die ökologische Qualität der Seseke. Ihr Umbau gilt damit auch als Vorbild für den größeren Umbau des Emscher-Systems.

Hochwasserschutz und Artenvielfalt gehen Hand in Hand
Angesichts des Klimawandels wird auch die Sorge vor Hochwasser immer drängender. Der Lippeverband baute dafür ein Hochwasserrückhaltebecken in Bönen, das mit einer Fläche von 29 Hektar rund 340.000 Kubikmeter Wasser fassen kann. Dabei schützt das Becken nicht nur die Bevölkerung vor Überschwemmungen, sondern ist schon längst zum Hotspot der Artenvielfalt mutiert. Zahlreiche Tier- und Pflanzenarten haben sich hier angesiedelt und die Fläche am Schwarzen Weg in Bönen zu einer Oase der Artenvielfalt verwandelt.




CDU Bergkamen ehrt treue Mitglieder: Hartmut Kühn seit 60 Jahren dabei

Zur Jubilarehrung hatte der CDU–Stadtverband am Mittwochabend auf den Hof Middendorf in Overberge eingeladen. Mit Urkunden, Ehrennadeln und Blumen wurden die Mitglieder für ihre jahrzehntelange Treue zur Christlich Demokratischen Union ausgezeichnet. Eine besondere Ehrung überreichten der CDU–Vorsitzende Marco Morten Pufke und der Fraktionsvorsitzende Thomas Heinzel an Hartmut Kühn, der sich seit über 60 Jahren für die CDU in Bergkamen engagiert und ebenso wie Karl–Otto Goerdt (50 Jahre Mitglied) eine persönliche Glückwunschkarte des Bundesvorsitzenden der CDU Deutschlands, Friedrich Merz, erhielt. „Unsere Mitglieder sind das Fundament der Partei. Ich danke allen Geehrten im Namen des Vorstandes für ihre langjährige Treue und Unterstützung“, so Pufke.

Geehrt wurden:
20 Jahre: Gerd Miller.
25 Jahre: Michaela Strunk.
30 Jahre: Peter Andrzejewski und Gerhard Prenneis.
50 Jahre: Karl–Otto Goerdt.
60 Jahre: Hartmut Kühn.




Polizei sucht mit Bild nach zwei Wohnungseinbrechern

Im Rahmen einer Öffentlichkeitsfahndung bittet die Polizei um Hinweise aus der Bevölkerung.

Auf Beschluss des Amtsgerichts Dortmund hat die Polizei nun ein Bild von zwei bislang unbekannten Tatverdächtigen veröffentlicht, die am 8. Dezember 2022 in ein Haus in Kamen eingebrochen sind.

Hier der Link zur Öffentlichkeitsfahndung mit dem Bild: https://polizei.nrw/fahndung/103804

Wer kennt die beiden Männer? Hinweise nimmt die Polizeiwache Kamen unter der Rufnummer 02307-921 3220 entgegen.




Lornoar Trio tritt im Trauzimmer auf

Im Rahmen der Reihe „Klangkosmos Weltmusik“ präsentiert das Lornoar Trio am 8. Mai um 20 Uhr im Trauzimmer Marina Rünthe die Stimme der Eton. Lornoar ist eine Sängerin, Songwriterin und Tänzerin aus Kamerun, geboren und aufgewachsen in der Hauptstadt Yaoundé. Sie begann schon in jungen Jahren als professionelle Sängerin aufzutreten.
Sie schreibt starke und schöne Texte, die sowohl von Gott als auch vom täglichen Leben inspiriert sind: über das Bedürfnis nach Trost, Liebe, Verlassenheit, Eifersucht, die Sehnsucht nach göttlicher Kraft und Schutz, aber auch gegen sexuelle Belästigung, über den Kampf der Frauen gegen Gewalt, den Kampf gegen Intoleranz und den Missbrauch von Kindern als Selbstmord-Attentäter. Ihre Musik besteht aus verschiedenen Rhythmen: von Bikutsi bis Bossa Nova, Makossa, Batanga, Ekank, Ekomot, Mbalax und mehr. Aus ihren jungen Jahren in den Clubs von Yaoundé hat Lornoar sich eine starke Bühnenpräsenz und die Fähigkeit bewahrt, sich auf jede Art von Musikern und
Publikum einzustellen.
Seit 2018 spielt sie im akustischen Trio mit ihren beiden musikalischen Weggefährten, mit denen sie nun auch in den Klangkosmos NRW kommt, um ihre Musik erstmals mit dem Publikum in Deutschland zu teilen.

Lornoar – Gesang
Michel Mbarga – Gitarre, Mvett Oyeng, Balafon, Tam-Tam
Salomon Martin Badjang Ba Nken – Perkussion

Klangkosmos Weltmusik
Lornoar Trio

MO. 08.05.2023 / 20 UHR
Trauzimmer Marina Rünthe
Hafenweg 12, 59192 Bergkamen
Karten und weitere Infos unter: 02307/ 965 464 oder tickets.bergkamen.de




Veterinärbehörde rät: Hunde gegen Staupe impfen lassen

In diesem Jahr ist das Staupe-Virus im Kreis Unna zwar noch in keinem Fall nachgewiesen worden, entscheidend wichtig ist es aber, für den Fall der Fälle vorbereitet zu sein und den Impfschutz des eigenen Hundes zu prüfen. Und ist ein Tier nicht geimpft, rät die Kreis-Veterinärbehörde Hundehaltern, das nachzuholen.

Denn: Staupe kann immer mal wieder auftreten. So sind im vergangenen Jahr einige Fälle bei Wildtieren im Kreis Unna bekannt geworden. Für den Menschen ist die Viruserkrankung ungefährlich. Bei vielen Tieren, insbesondere bei Hunden, verläuft eine Staupe-Infektion allerdings tödlich. Die Symptome der Krankheit können sehr unterschiedlich sein, von Husten und Atemnot über Erbrechen und Durchfall bis hin zu Lähmungserscheinungen.

Staupe tritt vor allem bei Wildtieren wie Füchsen, Dachsen, Waschbären, Mardern oder Wölfen auf und ist hochansteckend. Die Übertragung erfolgt durch Speichel, Kot, Urin, Nasen- und Augensekret infizierter Tiere.

Gut wirksame Impfung
Vor einer Ansteckung schützen kann man seinen Hund durch eine Standard-Impfung: „Die Impfung gegen die Staupe ist gut wirksam und sollte für jeden verantwortungsvollen Hundehalter Standard sein“, unterstreicht Kreisveterinär Dr. Tobias Kirschner. Hundehalter, die sich über Impfungen informieren möchten, sollten Kontakt zum Tierarzt ihres Vertrauens aufnehmen.

Wer einen toten oder kranken Fuchs, Waschbären oder Dachs findet, sollte das Tier auf keinen Fall anfassen und Kontakt zur zum zuständigen Ordnungsamt oder der Veterinärbehörde des Kreises aufnehmen. PK | PKU