Geänderte Pläne liegen im Rathaus aus: Sechsstreifiger Ausbau der A1 zwischen Kamen und Hamm-Bockum/Werne

Die Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung Westfalen, Projektbüro Münster hat für das Bauvorhaben „Sechsstreifiger Ausbau der A1 vom Autobahnkreuz Kamen bis zur Anschlussstelle Hamm-Bockum/Werne“ die Durchführung des Planänderungsverfahrens bei der Bezirksregierung Arnsberg als zuständiger Anhörungs- und Planfeststellungsbehörde beantragt.

Das Verfahren wurde im September 2019 von der Bezirksregierung Arnsberg eingeleitet. Die Offenlage der Planunterlagen erfolgte vom 16. September 2019 bis einschließlich 15. Oktober 2019. Die Einwendungsfrist endete am 15. November 2019.

Im Rahmen der Bearbeitung der Einwendungen und Stellungnahmen durch die Vorhabenträgerin ergaben sich erforderliche Änderungen, Ergänzungen und Aktualisierungen der Antragsunterlagen. Das Deckblatt I wurde der Planfeststellungsbehörde im März 2023 vorgelegt.

Die Planänderungen haben im Wesentlichen folgenden Inhalt:

–              Verlegung der bestehenden Salzhalle auf den Rastplatz Overberger Busch

–              Überarbeitung der Planung in Hinblick auf den vorgezogenen Bau der kritischen Bauwerke

–              Überarbeitung des Wassertechnischen Entwurfs mit der Anlage von vier Retentionsbodenfilteranlagen

–              Erstellung des Fachbeitrags zur Wasserrahmenrichtlinie

–              Überarbeitung der Landschaftspflegerischen Planung

–              Überarbeitung des UVP-Berichts hinsichtlich des Klimaschutzes

Die Planung zum Ausbau der A 1 – 12. Abschnitt – schließt an die Planung zum sechsstreifigen Ausbau auf dem Stadtgebiet Ascheberg an.

Betroffen sind bzw. Auswirkungen hat das Vorhaben auf die Städte bzw. Gemeinden Ascheberg und Nottuln (beide Kreis Coesfeld), Bergkamen, Kamen und Werne (alle Kreis Unna) sowie Hamm.

Die Unterlagen werden in den betroffenen Kommunen noch bis zum 7. Juni 2023 öffentlich ausgelegt. Jeder kann bis spätestens einen Monat nach Ablauf der Auslegungsfrist (bis einschließlich 7. Juli 2023) bei der Bezirksregierung Arnsberg oder bei den sechs Städten bzw. Gemeinden Einwendungen zu dem Vorhaben erheben.

Eingehende Einwendungen werden der Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung Westfalen, Projektbüro Münster zur Gegenäußerung zugeleitet. Sollte im Anschluss daran ein Erörterungstermin anberaumt werden, wird dieser rechtzeitig bekannt gegeben. Sofern keine Planänderungen angestrebt werden, entscheidet die Bezirksregierung Arnsberg unter Abwägung aller privaten und öffentlichen Interessen über den Ausgang des Planfeststellungsverfahrens.




Konzert „Träume unterm Regenbogen“ im studio theater

Foto: Weber

Das Gesangsensemble Intakt präsentiert am Sonntag, den 21. Mai, Lieder zum Träumen, Schmunzeln und Nachdenken. Damit wechselt im Vergleich zum Konzert 2022 der Schwerpunkt von Rock und Pop zu Gefühlen und Stimmungen. Das Markenzeichen von Intakt, Lebensfreude, Spaß und Spannung macht das Konzert wie immer unverkennbar.

Neu und einzigartig ist die Verknüpfung der Auftritte mit selbst produzierten Musikvideos im Bühnenhintergrund. Dabei profitieren die Musiker heute von ihrem Einsatz in der Corona-Zeit. Damals investierten sie viel Zeit in die Entwicklung und Umsetzung eigener Musikvideos, entwarfen eigene Texte und Kompositionen.

Der Bergkamener Martin Weber, einer der beiden Bass-Sänger im Intakt-Ensemble, schrieb zum Beispiel einen Text zu einer Melodie aus der Oper Carmen, mit dem er sich selbst auf den Arm nimmt. Damit machte er sich trickreich eine Melodie zu eigen, die er in der Frauenrolle in der Oper nicht hätte singen können.

Ferner können Sie unter anderem rechnen mit Stücken von bzw. aus The Greatest Showman, Hawaii, Sarah Connor, Queen, EAV und den Latin Lovers – von a cappella bis monumental.

Einen guten Eindruck der eindrucksvollen Intakt-Bandbreite von Oper bis Pop und der Bühnenshow geben die Ausschnitte aus dem Programm 2022 unter https://youtu.be/V3l6tOL6peY .

Die Veranstaltung beginnt am Sonntag, den 21. Mai 2023, um 17 Uhr im StudioTheater, Bergkamen, Albert-Schweitzer-Str. 1. Der Eintritt ist frei. (Nach der Veranstaltung gibt man, was man möchte in den Hut.)

 




NABU-Familienwanderung im Naturschutzgebiet Mühlenbruch

Gewässer im Mühlenbruch. Foto: Biologische Station des Kreises Unna

Bei der Wanderung am Donnerstag, 18.05., 10:00 Uhr, durch das Naturschutzgebiet Mühlenbruch werden die Naturschönheiten entlang des Weges angeschaut und von Mitgliedern des NABU fachkundig erklärt.
Die Teilnehmenden erfahren von Udo Benneman, welche Vogelstimme sich hinter welchem Vogel verbirgt und welche Heimische Pflanzen in diesem Gebiet zu sehen sind.

Die Mitglieder des NABU Kamen/Bergkamen stehen nach der Wanderung bei Kaffee und Kuchen zu Fragen der ehrenamtlichen Naturschutzarbeit zur Verfügung. Treffpunkt ist Gut Velmede, Lünener Str., 59192 Bergkamen-Weddinghofen. Für NABU-Mitglieder ist die Wanderung kostenlos, ansonsten werden 2 Euro Teilnehmergebühr fällig.




Fachschule für Pflegeberufe verabschiedet in Bergkamen neue Pflegefachkräfte

Für sie hat nun ein ganz neuer Lebensabschnitt begonnen: 9 Auszubildende der Fachschule für Pflegeberufe der Diakonie Ruhr-Hellweg haben erfolgreich ihre Abschlussprüfung bestanden und sind nun staatlich examinierte Pflegefachfrauen und -männer. Und: Alle haben bereits direkt im Anschluss eine Arbeitsstelle in stationären und ambulanten Einrichtungen in der Region gefunden. Viele wurden von ihren Ausbildungsträgern direkt übernommen. Nun erhielten sie feierlich ihre Zeugnisse.

Die Verabschiedung und Zeugnisübergabe fanden im Rahmen eines von Pfarrer Bernd Ruhbach gestalteten Gottesdienstes in der Friedenskirche Bergkamen statt.

Schulleiterin Heike Brauckmann-Jauer gratulierte den Absolventinnen und Absolventen: „In Ihrer Ausbildung mussten Sie zwei große Herausforderungen meistern: Sie waren unser erster generalistisch ausgebildeter Pflegekurs und mussten mit unserem Kollegium gemeinsam neues Terrain erobern. Außerdem fiel die Corona-Krise mitten in Ihre Ausbildungszeit. Trotzdem haben Sie alle Ihr Examen erfolgreich bestanden. Das ist eine Leistung auf die Sie doppelt stolz sein können.“

Nun können Sie ihre neuen Kenntnisse und Fähigkeiten in die Pflegepraxis umsetzen. Hierbei wünschen wir Ihnen gutes Gelingen, viel Freude, Begeisterung und Gottes Segen.“

Christine Busch übermittelte als Sozialdezernentin und als Verwaltungsratsmitglied der Diakonie Ruhr-Hellweg e.V. ein Grußwort. In ihrer Ansprache nahm sie Bezug auf die besondere Bedeutung gut ausgebildeter Pflegefachkräfte in der Region und für die Stadt Bergkamen. So fand sie viele anerkennende und wertschätzende Worte für die Absolvent*innen.

Zur Erinnerung an ihre Ausbildungszeit in der Pflegeschule der Diakonie Ruhr-Hellweg erhielten die neuen Fachkräfte noch ein Segenskreuz. „Dieses Kreuz soll Sie auf ihrem weiteren beruflichen und privaten Lebensweg begleiten und stärken“, verabschiedete sich Heike Brauckmann-Jauer vom Kurs.

Der nächste Pflegekurs beginnt am 1. Oktober in Unna, einem weiteren Standort der Fachschule für Pflegeberufe der Diakonie Ruhr-Hellweg. Weitere Informationen über das Ausbildungsangebot der Pflegeschule sind erhältlich unter Telefon (0 23 03) 250 24 911.




„Rechtsextremismus kompetent begegnen“ – Fortbildung für Fachkräfte aus Schule, Kita und Stadtverwaltung

Kürzlich fand in der Bergkamener Stadtbibliothek eine Fortbildungswoche zu dem Thema „Rechtsextremismus kompetent begegnen“ des Dortmunder Anbieters „U-Turn“ statt. Die Fortbildung richtete sich in erster Linie an Fachkräfte aus unterschiedlichen sozialen Institutionen aus Bergkamen. Im Zentrum stand, dass pädagogische Fachkräfte für die unterschiedlichen Erscheinungsformen des Rechtsextremismus sensibilisiert werden und – damit einhergehend – mehr Handlungssicherheit aufgebaut werden sollte.

Schwerpunktthemen waren vor allem rechtsextreme Propaganda, Antisemitismus sowie türkischer Rechtsextremismus. Zudem konnten die Teilnehmenden mithilfe eines Argumentationstrainings, Situationen bzw. Beratungsgespräche mit rechtsaffinen Jugendlichen simulieren. Die praxisorientierten Übungen bestärkte die teilnehmenden Fachkräfte dazu, dass sie ihr Handeln – hinsichtlich der informativen, affektiven und rhetorischen Kommunikationsebene – weiter ausbauen konnten. Ebenso fungieren die Teilnehmer:innen, in ihren jeweiligen Funktionen, als Multiplikator:innen, sodass Erfahrungen, Erlerntes und Methodik an die Mitarbeitenden der jeweiligen Einrichtungen weitervermittelt werden kann.

Die arbeitsintensive Fortbildungswoche hat bei allen Teilnehmenden einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Die gut besuchte Fortbildung hat noch einmal deutlich gemacht, dass Rechtsextremismus – in seinen unterschiedlichen Ausprägungsformen – keinen Platz in Bergkamen hat.

Die Fortbildungsveranstaltung wurde durch die kommunale Koordinierungsstelle Schulsozialarbeit, Herrn Hecker, der Stadt Bergkamen sowie Ehrenamtlichen des Vereins „Bergkamen for all“ organisiert und begleitet.




Internationaler Museumstag am kommenden Sonntag – Das Herz der Stadt entdecken

Museologin Jana Franz. Foto: Stadtmuseum Bergkamen

Am Sonntag, den 21. Mai 2023, wird der Internationale Museumstag deutschlandweit gefeiert.

Das Stadtmuseum lädt herzlich in das Museumsdepot und in das Neue Museumscafé ein. Im Museumscafé kann man sich zum ersten Mal mit Kaffee und Waffeln verwöhnen lassen. Von 12 bis 17 Uhr ist das Neue Foyer und das Museumsdepot für Besucher geöffnet. Die Museologin Jana Franz führt kleine Gruppen durch das Herz des Stadtmuseums und erläutert die Aufgaben eines Museumsdepots.

Gleichzeitig öffnet auch der Römerpark Bergkamen seine Tore und präsentiert neben den fleißigen Handwerkern auf dem Gelände der Holz-Erde-Mauer auch Gladiatoren in der Arena gegenüber. Um 13 und 15 Uhr werden die Gladiatoren der Gruppe Amor Mortis die antiken Kampfkünste demonstrieren.

Ziel des Aktionstages ist es, auf die Vielfalt und Bedeutung von Museen und die Arbeit der Museumsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter aufmerksam zu machen. Mit ihrem breiten Spektrum, vielfältigen Bildungsangeboten und innovativen Ideen leisten die Museen einen wichtigen Beitrag zu unserem kulturellen und gesellschaftlichen Zusammenleben. In der aktuellen Krisen- und Kriegssituation ist dies wichtiger denn je.

Museen haben das Potential, allen Menschen – unabhängig von Herkunft oder Bildungsstand – bedeutungsvolle Erfahrungen zu ermöglichen und neues Wissen zu vermitteln. Museen genießen hohe Glaubwürdigkeit und Vertrauen und können so gerade jetzt auch Vorreiter für eine nachhaltige politische, soziale und kulturelle Entwicklung unserer Gesellschaft sein.




Vatertag in der Kleingartenanlage „Im Krähenwinkel“

Der Kleingärtnerverein Weddinghofen „Im Krähenwinkel“ an der Töddinghauser Straße lädt am kommenden Donnerstag, 18. Mai, ab 10 Uhr zum „Vatertag“ ein.

Für das leibliche Wohl ist mit Kaltgetränken, Waffeln und Bratwürstchen gesorgt. „Wir freuen uns, über eine zahlreiche Teilnahme“, betonen die Kleingärtner.




Zwei Verkehrsunfälle mit leichtverletzten Personen direkt hintereinander an der A2-Anschlussstelle an der Lünener Straße

Am Sonntagnachmittag kam es im Bereich der BAB Anschlussstellen auf der Lünener Straße zu zwei Auffahrunfällen.

Um 14.48 Uhr fuhr ein 61-jähriger Bergkamener mit seinem PKW auf der Lünener Straße in Richtung Lünen, als er zwischen den Anschlussstellen der A 2 verkehrsbedingt anhalten musste. Diese bemerkte ein hinter ihm fahrender 68-jähriger Kamener zu spät und fuhr auf. Auch ein hinter diesem fahrender 20-jähriger Dortmunder bemerkte die Situation zu spät und fuhr ebenfalls auf.

Die 69-jährige Beifahrerin des Kameners wurde dabei leicht verletzt und zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Direkt hinter dieser Unfallstelle bremste ein 52-jähriger Unnaer seinen PKW bis zum Stillstand ab. Das bemerkte ein nachfolgender 45-jähriger Dortmunder zu spät und fuhr auf. Die 50-jährige Beifahrerin des Unnaers verletzte sich ebenfalls leicht und kam zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus.

Der Sachschaden des ersten Unfalls wird auf etwa 5000 Euro, der des zweiten auf etwa 2500 Euro geschätzt.




Spende der Sparkasse Bergkamen-Bönen für den Aufstieg der 1. Herren-Mannschaft des SuS Oberaden

Eine herausragende Tischtennissaison 2022/2023 der 1. Herren-Mannschaft des SuS Oberadenwurde nicht nur mit dem Aufstieg in die Herren-Verbandsliga belohnt, sondern auch mit einer großzügigen Spende der Sparkasse Bergkamen-Bönen über 500€. Hendrik Ulber, Christopher Schneider und Andreas Schary empfingen – stellvertretend für die gesamte Mannschaft – Michael Krause, Leiter der Marketingabteilung.

Der Vor-Ort-Termin zur Spendenübergabe fand am 10.05. in der Turnhalle der Jahnschule Oberaden statt. Von der Spende sollen u.a. die weiteren Auswärtsfahrten finanziert werden. Ein Teil davon soll aber auch in die Jugendabteilung fließen, um hier weitere Fortschritte zu erzielen.

Die 1. Mannschaft bedankt sich stellvertretend für die gesamte Abteilung bei der Sparkasse Bergkamen-Bönen und weiß diese Spende sehr zu schätzen.




Das Balu holt große Kleinkunst mit einem bunten Fest auf die Straße

Hohe Akrobatik-Kunst zeigt die Balu-Gruppen auf der Open-Air-Bühne.

„Huch!“, ruft sie und schaut etwas verzweifelt dem Jonglierball hinterher, der gerade seitwärts wegfliegt. Der andere Ball fällt auf den Boden. „Gar nicht so leicht“, sagt die Mutter. Ein paar Minuten später fliegen die beiden Bälle tanzend und synchron zum Dach des Zirkuszelts am Balu empor. „Super“, sagt der Jonglage-Lehrer, der sonst eigentlich Kinder trainiert. „Als Hausaufgabe gibt es jetzt den dritten Ball!“ Der eine Sohn hatte inzwischen das Diabolo traumwandlerisch sicher im Griff. Der zweite Sohn balancierte auf dem Drahtseil, als ob er nie etwas anderes getan hätte.

Huch, das funktioniert ja: Familien entdecken im Zirkuszelt ungeahnte Talente.

Nicht nur diese Familie entfaltete beim Straßenfest der Kleinkunst am Sonntag ungeahnte Zirkus-Talente. Hier konnte sich jeder versuchen und echte Leidenschaften entwickeln – egal ob groß oder klein. Die einen verwandelten riesigen Bausteine ​​in einer Ritterburg. Die anderen wirbelten Stoffbahnen durch die Luft oder Teller auf Stäben herum. Wieder andere versuchten es mit dem Einrad und schauten mit offenen Mündern zu, wie sich Altersgenossen leichthändig zum Handstand in die Höhe streckten – auf nur einer Hand eines Helfers, wohlgemerkt.

10 Jahre Straßenfest mit vielen Highlights

Malen am Motto: „Alles im Fluss“

Zwei Mädchen malten einträchtig die Buchstaben aus, die auf einer großen Leinwand vorbereitet waren. „Alles im Fluss“, stand hier in großen Lettern und war gleichzeitig das Motto des Straßenfestes. Ein Junge ist mit bunter Kreide in der Hand restlos in das Gesicht versunken, das auf dem Asphalt vor dem Balu unter seinen Händen entsteht. Einfach mal ausprobieren, ist ein anderes Motto, das an diesem Tag vor dem Kinder- und Jugendhaus großgeschrieben wird. Streng genommen ist es sogar ein Jubiläum: „Wir haben vor zehn Jahren mit dem Straßenfest begonnen“, erzählt Aurel Islinger. „Wir wollen hier zeigen, was unsere Gruppen alles lernen und können.“ Wir wollen aber auch die Gelegenheit geben, alles einmal selbst auszuprobieren.“ Hätte das Straßenfest keine Corona-Pausen einlegen müssen, es hätte jetzt runden Geburtstag gefeiert.

Zirkus-Künstler „Pompitz“ macht Späße und kann noch weit mehr.

Aber auch so hat sich das Fest längst zum stadtteilübergreifenden Ereignis entwickelt. Die Wiese mit dem Zirkuszelt und der Bühne für die Auftritte der drei Balu-Gruppen war voll. Vor den Zelten mit dem Luftballonkünstler, dem Schminken, Blitzer-Tattoos und Schnellzeichner bilden sich lange Schlangen. Der Zirkuskünstler „Pompitz“ sorgte zwischendrin mit Zauberei, Einrad-Akrobatik und Diabolo-Kunst für Unterhaltung. Ein kunterbuntes Treiben für die ganze Familie, bei dem es viele Abenteuer zu entdecken gab.

Im Balu treffen sich regelmäßig drei feste Gruppen für das Akrobatik- und Trampolin-Training. Außerdem gibt es eine Koch- und Malgruppe. Geplant ist demnächst ein offenes Angebot, bei dem sich alle ganz zwanglos nach Lust und Laune ausprobieren können.




Städtebauprojekte öffnen sich mit Visionen und Realem

Die Wasserstadt Aden: Im Hintergrund schon in Ansätzen real, auf den Plänen in ihrer zukünftig bewohnten Form.

Die ersten Bewohner sind längst da. Schwäne schwimmen dort, wo der Adensee zumindest in der Silhouette bereits entstanden ist. Frösche quaken, der Kuckuck fliegt herum. Mit dem Plan in der Hand lässt sich erahnen, was hier in naher Zukunft nach langer Planung entstehen soll: „Lebendige Vielfalt am See“, so der Marketingslogan für 300 Wohneinheiten und 13,4 ha Wohnfläche, 7,5 ha Wasserfläche und 4,9 ha Gewerbefläche. Die Wasserstadt Aden nimmt beim Tag der Städtebauförderung in echt und auf den Plänen Gestalt an. Ebenso wie weitere Förder-Projekte. Zum Tag der Städtebauförderung zog es allerdings nur wenige auf die ehemaligen Bergbauflächen und in die Infozelte.

Von oben nimmt die Wasserstadt bereits beeindruckende Formen an.

Wer kam, hatte meist konkretes Interesse. Wie einer, der sich gezielt nach dem Nischenangebot auf der mit 1.322 Mio. Euro geförderten Fläche erkundigte: Die schwimmenden Häuser. Anfragen gibt es viele und regelmäßig für das Wohnangebot, das ab dem nächsten Jahr vermarktet werden soll. Dafür soll es, so die Mitarbeiter der Stadt im Rahmen der Führungen über das Gelände, noch eine neue Marktanalyse geben. Denn vieles hat sich im Vergleich zum Planungsstart erheblich verändert. Die Energieprobleme beispielsweise, die deutlich schmaleren Geldbörsen der Menschen, die Finanzierung allgemein.

Schwäne fühlen sich auf dem rudimentär gefüllten Adensee bereits wohl.

Vor diesem Hintergrund entsteht dort, wo früher der Bergbau voll und ganz das Bild prägte, viel Innovatives. Das Grubenwasserhebewerk der RAG ist aktuell als riesiges Gerüst eine Sehenswürdigkeit. Dort wird eine neue Grubenwasserleitung gebaut, die künftig unter der Wasserstadt hindurch das ständig gepumpte Grubenwasser Richtung Lippe befördert. Inklusive Hochwasserabschlagsleitung, denn auch das ist ein Thema, was brennend aktuell geworden ist. Hinzu kommt die gleichzeitige Nutzung für die Energieversorgung der künftigen Bewohner: Wärme und Kühlung, beides soll mit dem möglich werden, was ohnehin erforderlich ist. Ein Architektenwettbewerb wird das noch schönere, bald 30 Meter hohe Bauwerk mit modernem Fassaden-Design zieren.

Hübsche Aussicht bei bestem Wetter mit Liegestühlen. Leider nur wenig genutzt.

Hier entstehen Grünflächen, Gastronomie, ein Hotel, Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten sind am See geplant, der auch eine Gracht samt Grachtenviertel erhalten wird. Die Spundwand zum Kanal wird am Ende herausgebrannt. Dann gibt es eine Verbindung zwischen dem schiffbaren, bis zu 3 Meter tiefen, 840 m langen und 80 Meter breiten See und dem Kanal. Flanieren auf dem Adenboulevard, Radfahren auf dem IGA-Radweg, der direkt daran vorbeiführt, Naherholung auf den Haldenflächen. Es ist verlockend, was hier auf dem Werbematerial längst Formen angenommen hat.

IGA wirft ihre Schatten voraus – vor allem abstrakt

Informationen gab es auch in den Infozelten für die Internationale Gartenausstellung eine Etage höher am Fuße der Haldenlandschaft.

Nur mit Bussen war allerdings am Samstag das Areal erreichbar, das Teil der Internationalen Gartenausstellung der Metropole Ruhr 2027 sein soll – ein Hauptteil, wohlgemerkt. Ein Zukunftsgarten soll gemeinsam mit der Nachbarstadt Lünen entstehen. Noch wächst die Bergkamener Haldenlandschaft immer noch und verändert sich ständig. Bewegung und Erholung sind hier schon jetzt möglich. Fragen unserer zukünftigen Lebensformen sollen hier 2027 beantwortet werden als „Schaufenster“ und „Labore“ neben dem Schwerpunktthema Gärten. Der IGA-Radweg wird ein wichtiger Baustein sein, um die Halden samt „Willkommensbereich am Kanal“ mit der Wasserstadt, dem Bereich um den Volkspark Schwansbell, Seepark Horstmar und Preußenhafen mit der Lünener Innenstadt zu verbinden. Wie das alles praktisch aussehen soll, ist aktuell noch reine Abstraktion und Theorie.

Auch für eine spontane Besuchergruppe aus Münster, die eigentlich ein Boot aus der Nachbarstadt abholen wollte. Das klappte allerdings nicht. Die freie Zeit nutzte sie für einen Ausflug in die Wasserstadt. „Wir haben die Planungen mitbekommen, als wir einen Liegeplatz in der Marina hatten“, erzählen sie. Sie haben die landschaftlichen Veränderungen direkt mitbekommen. „Es ist schon spannend zu sehen, wie es jetzt wieder ein Stück weitergeht.“