Gedenkstättenfahrt des 10. Jahrgangs – Reise nach Bergen-Belsen

Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs besuchten das KZ Bergen-Belsen. (Fotos: D. Ottersbach und A. Wiedeking)

Im Rahmen einer bewegenden Gedenkstättenfahrt begab sich der 10. Jahrgang der Willy-Brandt-Gesamtschule auf eine Reise nach Bergen-Belsen, einem Ort, der untrennbar mit den Schrecken des Zweiten Weltkriegs und der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft verbunden ist. Das Ziel dieser Fahrt war es, die Erinnerung an die Gräueltaten des Nazi-Regimes lebendig zu erhalten und die Geschichte nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Bergen-Belsen, ein ehemaliges Kriegsgefangenen- und Konzentrationslager, ist ein Ort, an dem mehr als 50.000 Menschen ihr Leben verloren. Es ist schwer vorstellbar, welche Leiden und Qualen die Inhaftierten hier ertragen mussten. Besonders erschütternd ist die Tatsache, dass die neuankommenden Gefangenen von der Rampe aus einen 6 Kilometer langen Fußmarsch zum Lager zurücklegen mussten. Dieser grausame Weg wurde von den Schülerinnen und Schülern während ihres Besuchs ebenfalls zurückgelegt, um sich in die Situation der Gefangenen hineinzuversetzen.

Eine weitere tragische Erinnerung, die mit Bergen-Belsen in Verbindung steht, ist der Tod von Anne Frank, einem der bekanntesten Opfer des Holocaust. Anne Frank und ihre Schwester Margot starben im März 1945 im Lager Bergen-Belsen an den Folgen von Unterernährung und Krankheiten. Ihr Schicksal steht symbolisch für das Leid unzähliger unschuldiger Menschen während dieser schrecklichen Zeit.

Die Gedenkstättenfahrt diente dazu, die Schülerinnen und Schüler mit der Geschichte zu konfrontieren, die menschlichen Schrecken zu begreifen und die Bedeutung des Gedenkens zu schätzen. Es war eine Reise, die tiefe Eindrücke hinterlässt und die Mahnung in sich trägt, dass sich solche Gräueltaten niemals wiederholen dürfen.

Die Erinnerung an Orte wie Bergen-Belsen und die Wahrung der Geschichtskenntnisse sind von entscheidender Bedeutung, um sicherzustellen, dass die Schrecken der Vergangenheit nie in Vergessenheit geraten, und um zukünftigen Generationen eine Lektion über die Wichtigkeit des Friedens und der Menschlichkeit zu vermitteln.

Als die Schülerinnen und Schüler an der Rampe standen, erlebten sie am Dienstag, dem 07.11.23, eine bewegende Szene. Ein Transport von Panzern näherte sich, und die bedrückende Gegenwart dieser kraftvollen Maschinen in einem Ort des unermesslichen Leids war zutiefst beeindruckend.

In der Gedenkstätte trafen die Schülerinnen und Schüler auf niederländische Soldatinnen und Soldaten, die ebenfalls eine Führung erhielten. Während der Führung donnerten im Hintergrund ständig die Panzerkanonen auf dem Truppenübungsplatz, was die Erfahrung für die Schülerinnen und Schüler in dem Gefangenen- und Konzentrationslager noch realer und bedrückender machte. Der Lärm der Panzerkanonen, der die Stille und den Respekt für die Opfer durchbrach, unterstrich die Notwendigkeit, die Erinnerung an die schrecklichen Ereignisse lebendig zu halten und sich für Frieden und Versöhnung einzusetzen.

Dieses unerwartete Zusammentreffen von Geschichte und Gegenwart hinterließ einen tiefen Eindruck bei den Schülerinnen und Schülern und verdeutlichte die Wichtigkeit, die Lektionen aus der Vergangenheit zu lernen, um eine hoffnungsvollere Zukunft zu gestalten.

 

 




IG BAU warnt: 52.300 Wohnhäuser im Kreis Unna sind „Asbest-Fallen“ bei Sanierung

So läuft Asbest-Sanierung: Overall, Atemschutzmaske,  Handschuhe und dazu noch eine Schutzbrille. „Komplett-
Schutz ist ein Muss“, sagt die Bau-Gewerkschaft. Foto: IG BAU | Alireza Khalili

Tonnen von Baumaterial mit Asbest stecken im Kreis Unna in Altbauten. „Von 1950 bis 1989 kamen Asbest-Baustoffe intensiv zum Einsatz. Es ist davon auszugehen, dass es in jedem Gebäude, das in dieser Zeit gebaut, modernisiert oder umgebaut wurde, Asbest gibt. Mal mehr, mal weniger“, sagt Friedhelm Kreft von der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Er spricht von „Asbest-Fallen“ und nennt Zahlen: „In den vier ‚Asbest-Jahrzehnten‘ wurden im Kreis Unna rund 52.300 Wohnhäuser mit 119.200 Wohnungen neu gebaut. Das sind immerhin 56 Prozent aller Wohngebäude, die es heute im Kreis gibt. Dazu kommen noch Gewerbegebäude, Garagen, Ställe und Scheunen in der Landwirtschaft.“ Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Westfalen Mitte-Süd verweist dabei auf die „Situationsanalyse Asbest“, die die Bau-Gewerkschaft beim Pestel-Institut (Hannover) in Auftrag gegeben hat.

„Asbest ist ein krebserregender Stoff. Wer in einem asbestbelasteten Haus wohnt, muss sich trotzdem erst einmal keine Sorgen machen. Erst bei Sanierungsarbeiten wird es kritisch. Dann kann Asbest freigesetzt und damit zu einem ernsten Problem werden“, sagt Friedhelm Kreft. Er warnt vor einer „unsichtbaren Gefahr“, wenn Altbauten zu Baustellen werden: „Alles fängt mit Baustaub und dem Einatmen von Asbestfasern an. Bauarbeiter und Heimwerker haben kaum eine Chance, diese Gefahr zu erkennen.“ Bis zu 30 Jahre dauere es, ehe es zur tragischen Diagnose komme: Asbestose – mit Lungen-, Bauchfell- oder Kehlkopfkrebs. Zum Komplett-Schutz bei einer Sanierung mit Asbest-Gefahr gehöre daher immer mindestens eine FFP3-Atemschutzmaske. Ebenso ein Muss: Overall, Schutzbrille und Handschuhe.

„Altbauten im Kreis Unna sind ein tonnenschweres Asbest-Lager. Die krebserregende Mineralfaser steckt in vielen Baustoffen. Die ‚Asbest-Fallen‘ lauern überall: Asbest ist oft im Putz und sogar in Spachtelmassen und Fliesenklebern. Vor allem aber im Asbest-Zement. Daraus wurden vorwiegend Rohre, Fassadenverkleidungen und Dacheindeckungen gemacht. Eternit war typisch für den Westen, Baufanit für den Osten“, sagt Friedhelm Kreft. Ein großes Problem sei Spritz-Asbest: „Hier sind die Asbestfasern schwächer gebunden. Sie können deshalb leichter freigesetzt werden. Vor allem Aufzugsschächte sowie Schächte mit Versorgungs- und Entsorgungsleitungen wurden früher intensiv mit Spritzasbest verkleidet“, erklärt Kreft.

Die IG BAU Westfalen Mitte-Süd spricht von einer neuen „Asbest-Gefahr“: „Wir stehen am Anfang von zwei Sanierungsjahrzehnten. Die energetische Gebäudesanierung wird enorm an Fahrt aufnehmen. Um die Klimaschutzziele zu erreichen, wird auch im Kreis Unna in den nächsten Jahren ein Großteil der Altbauten ‚angefasst‘.“ Dabei bleibe es in den meisten Fällen nicht bei einer reinen Energiespar-Sanierung: „Wohnhäuser werden modernisiert, senioren- und familiengerecht umgebaut. Es wird angebaut und aufgestockt, um mehr Wohnraum zu bekommen“, so Kreft.

Mit der Sanierungswelle drohe deshalb jetzt auch eine ‚Asbest-Welle‘ auf dem Bau. „Sie ist eine Gefahr – für Bauarbeiter genauso wie für Heimwerker“, sagt der Bezirksvorsitzende der Bau-Gewerkschaft. Aber IG BAU und Pestel-Institut geben auch Entwarnung. Für die Menschen, die in Wohngebäuden leben, die mit asbesthaltigen Baustoffen gebaut wurden, haben sie eine klare Botschaft: „Eine unmittelbare Gefährdung für die Gesundheit gibt es nicht.“ Bei einer Sanierung im bewohnten Zustand sei es allerdings wichtig, mit „allergrößter Sorgfalt professionell vorzugehen“, mahnen Friedhelm Kreft und der Leiter des Pestel-Instituts, Matthias Günther.

Die IG BAU will der drohenden „Asbest-Welle“ auf dem Bau jetzt mit einem Maßnahmenpaket entgegentreten. Die Bau-Gewerkschaft hat dazu eine bundesweite „Asbest-Charta“ mit zentralen Forderungen für mehr Schutz vor Asbest vorgelegt. Der 5-Punkte-Katalog kann bei der IG BAU Westfalen Mitte-Süd angefordert werden: hamm@igbau.de. „Es geht dabei um bessere Informationen über Asbest-Gefahren bei Gebäuden, um die Förderung von Asbest-Sanierungen und vor allem auch um konsequenten Arbeitsschutz. Denn der bevorstehende Sanierungsboom darf nicht zu einer Krankheitswelle führen“, warnt Friedhelm Kreft.

Der Gewerkschafter fordert einen Schadstoff-Gebäudepass mit unterschiedlichen Gefahrenstufen für die jeweilige Asbest-Belastung eines Gebäudes. „Jeder Bauarbeiter und jeder Heimwerker muss wissen, auf was er sich einlässt, wenn er Fliesen abschlägt, Wände einreißt oder Fassaden saniert“, so Friedhelm Kreft.

Er plädiert außerdem für eine staatliche Sanierungsprämie. Dazu müsse der Bund ein KfW-Förderprogramm „Asbest-Sanierung“ schaffen. „Das hilft, Kosten abzufedern, die bei einer – beispielsweise energetischen oder altersgerechten – Gebäudesanierung in asbestbelasteten Wohnhäusern zusätzlich entstehen. Außerdem ließe sich damit auch eine ordnungsgemäße Entsorgung von alten Asbest-Baustoffen sicherstellen“, so der Vorsitzende der IG BAU Westfalen Mitte-Süd.

Die Gewerkschaft fordert deshalb eine intensive Asbest-Aufklärung: „Bauarbeiter und Heimwerker müssen wissen, wie der optimale Schutz vor Asbest aussieht. Und das muss den Menschen in der Sprache gesagt werden, die sie verstehen – den ausländischen Beschäftigten also auch in ihrer Muttersprache“, so Friedhelm Kreft. Er fordert deshalb eine Informationskampagne des Bundes und der Länder. Die heimischen Bundestagsabgeordneten seien jetzt am Zug, den drohenden Gefahren einer „Asbest-Welle“ rechtzeitig mit einem effektiven Maßnahmenpaket entgegenzutreten.

Die Dimension und damit auch die Gefahr, die vom Asbest ausgehe, sei gewaltig: Insgesamt sind nach Angaben des Pestel-Instituts von 1950 bis 1990 bundesweit rund 4,35 Millionen Tonnen Asbest (Ost- und Westdeutschland) importiert worden. Daraus seien rund 3.500 Produkte hergestellt worden – die meisten davon für den Baubereich: Knapp 44 Millionen Tonnen asbestbelastetes Baumaterial stecken bundesweit im Gebäudebestand. In den vergangenen zehn Jahren sind nach Angaben der IG BAU 3.376 Versicherte der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) an den Folgen einer asbestbedingten Berufserkrankung gestorben – darunter allein 320 Baubeschäftigte im vergangenen Jahr.




LOL – Das Comedy Start-up: „Talente von morgen“ auf der Bühne in Bergkamen

„LOL – Das Comedy Start-up“ startet wieder in Bergkamen. Das Publikum darf sich am Freitag, den 24.11.2023 um 20.00 Uhr auf eine unterhaltsame Stand up Mixed-Show mit den neuen aufstrebenden Comedians und Comediennes der deutschsprachigen Stand-up Szene freuen.

Die Show wird immer mit 3 – 4 Acts besetzt, wobei eine/r der Künstler*innen auch durch den Abend führt. Intention des Formats ist es, jungen und neuen Talenten eine Bühne zu geben und sie nachhaltig aufzubauen. Die Namen der auftretenden Künstler*innen werden vorab nicht verraten, so dass die Neugier und Spannung für das Publikum bestehen bleibt.

Geboren wurde die Newcomer Show in Bonn, wo sie seit vielen Jahren gemeinsam von der Kabarett-Bühne Haus der Springmaus und Deutsche Post DHL Group im Post Tower veranstaltet wird. Viele Comedians und Comediennes haben dort in ihrer Anfangszeit gespielt, darunter Luke Mockridge, Abdelkarim, Quichotte, Bastian Bielendorfer, Miss Allie, Simon Stäblein, Enissa Amani, Benaissa Lamroubal (RebellComedy), Maxi Gstettenbauer u.v.a.m.

Allein diese Namen beweisen, dass bei der LOL-Show zwar Newcomer*innen auf der Bühne stehen, sich das Blatt jedoch schnell wenden kann, wenn die Künstler*innen auf einmal durchstarten.

LOL – Das Comedy Start-up
Fr. 24.11.2023/ 20.00 UHR
12 € Eintritt / ermäßigt 9 €
studio theater bergkamen
Kartenvorbestellungen und weitere Infos unter: 02307/ 965 464 oder tickets.bergkamen.de

In dieser Reihe wird auch ein Mini-Abonnement für Schüler und Studenten angeboten.
Alle drei Veranstaltungen können zum Sonderpreis von 15 € statt 27 € erworben werden.

Tickets unter: https://tickets.bergkamen.de

Website: www.lol-comedy.de

Instagram: www.instagram.com/lol_comedyshow

Weitere Termine finden im Wolfgang-Fräger-Raum im Stadtmuseum statt:

  1. 23.02.2024 / 20.00 UHR
    FR. 26.04.2024 / 20.00 UHR



Gemeindebüro Rünthe der Ev. Martin-Luther-Kirchengemeinde längerfristig geschlossen! 

Krankheitsbedingt ist das Gemeindebüro der Ev. Martin-Luther-Kirchengemeinde in Rünthe längerfristig geschlossen. Die Sprechstunden am Mittwoch entfallen somit.

Das Gemeindebüro in Oberaden ist jedoch dienstags in der Zeit von 15.00-17.00 Uhr sowie donnerstags in der Zeit von 10.00-12.00 Uhr  persönlich zu erreichen.

Kontaktmöglichkeiten: Telefon: 02306-83120 (außerhalb der Öffnungszeiten läuft ein Anrufbeantworter) oder email: UN-KG-Martin-Luther@ekvw.de




Volleyball-Nacht des Leistungskurses Sport der Jahrgangsstufe 13 der Willy-Brandt-Gesamtschule

Auch in diesem Jahr lädt der Jahrgang der Q2 der Willy-Brandt-Gesamtschule Bergkamen am Freitag, 17. November, ab 18 Uhr wieder herzlich zu einer Volleyball-Nacht in der Sporthalle Am Friedrichsberg (Dreifachturnhalle) ein. Es werden unterschiedliche Teams, in der Regel bestehend aus mindestens acht Schüler/innen bzw. Lehrer/innen, gegeneinander antreten. Jedes Team erklärt sich auch bereit, einige Spiele als Schiedsrichter zu begleiten.

Auch wer nicht als Spieler oder Spielerin bei diesem Hobbyturnier antritt, ist als Zuschauer/in herzlich willkommen; die Tribüne steht bereit.

Für reichlich Verpflegung wie Waffeln, Getränke etc. ist natürlich auch gesorgt. Die Jahrgangsstufe Q2 bietet auch einen Kuchenverkauf und Hot Dogs an. Alle Einnahmen an diesem Abend fließen in die Finanzierung des Abiturballs 2024.




„Geschenkepatenaktion“ – es wird weitergesucht!

Die Suche nach Geschenkepaten und älteren Personen, die zu beschenken sind, läuft im Rahmen der „Geschenkepatenaktion“ in diesem Jahr bereits auf Hochtouren. Vor allem über weitere Personen, die beschenkt werden sollen, würde sich das Organisationsteam der Stadtverwaltung freuen.

Beschenkt werden können ältere Personen in herausfordernden Lebenslagen. „Herausfordernd kann es für Ältere sein, wenn zum Beispiel keine nahe Verwandtschaft in der Nähe lebt, das finanzielle Auskommen spärlich ist oder andere Lebensereignisse den Alltag erschweren“, beschreibt Tobias Stacke (Stabsstelle „Integrierte Sozial- und Altenhilfeplanung“) die Zielgruppe der Aktion.

Am Donnerstag, den 16.11.2023 wird es im Rahmen der Aktion einen Stand auf dem Wochenmarkt (Bergkamen Mitte) geben. Hier können zum Beispiel Wünsche für ältere Personen eingereicht werden.

Wer als Geschenkepate mitmachen oder jemanden vorschlagen möchte, kann sich darüber hinaus auch gerne per E-Mail (geschenkepaten@bergkamen.de) oder telefonisch (02307 965 -240 bzw. -274) an das Organisationsteam wenden. Gerne werden hier auch alle offenen Fragen geklärt.

Die Geschenke müssen bis spätestens 15.12.2023 im Rathaus eingegangen sein.




Kurdische Lieder aus Kiğı und der Bingöl Region: Klangkosmos Weltmusik mit dem Ali Doğan Gönültaş Trio

Ali Doğan Gönültaş Trio

Auf musikalische Reise in ein fremdes Land geht es am Montag, 13. November, um 20.00 Uhr im
Trauzimmer Marina Rünthe mit dem Trio Ali Doğan Gönültaş in der Veranstaltungsreihe Klangkosmos Weltmusik.

Für diese Veranstaltung sind noch Eintrittskarten an der Abendkasse erhältlich.
Die Abendkasse ist für alle Kurzentschlossenen ab 19.00 Uhr geöffnet.

Klangkosmos Weltmusik
Ali Doğan Gönültaş Trio
Mo. 13.11.2023 / 20.00 UHR
Trauzimmer Marina Rünthe
Hafenweg 12, 59192 Bergkamen
Weitere Infos unter: 02307/ 965 464 oder tickets.bergkamen.de

 

Weitere Klangkosmos Termine in 2023:

Mo. 11.12.2023 / 20.00 UHR
Faith i Branko (Serbien)
Roma Village Music




Ehrungen bei der Schiedsrichter-Kameradschaft Kamen/Bergkamen

Am Montag, 13. November 2023, 18.30 Uhr, trifft sich die Kameradschaft Kamen/Bergkamen zu ihrem regulären Schulungsabend im „Treffpunkt“ an der Lessingstraße in Bergkamen.

Auch wenn der „Gemeinsame Schulungsabend“ der Schiedsrichter/-innen im Kreis Unna/Hamm gerade 14 Tage her ist, will Gruppenobmann Stephan Polplatz den Abend insbesondere zur Besprechung allgemeiner Themen und Fragen innerhalb der Kameradschaft nutzen, da die Gruppe mittlerweile wieder auf über 80 aktive „Schwarzkittel“ angewachsen ist.

Besprochen werden auch Abläufe und Zuständigkeiten von Schiedsrichterehrungen. Rafael Janik/GS Cappenberg, Andre Hübner/TuS Niederaden und Haci Kilinc/Westfalia Wethmar haben ihre Ehrungen durch den FLVW vor drei Wochen erhalten (Bild v.l. nach r.- 2. v.r. Gruppenobmann Stephan Polplatz).

Im Dezember werden im Rahmen des letzten Schulungsabend der Kameradschaft Kamen/Bergkamen in diesem Jahr weitere Ehrungen folgen.




Jubiläumswald wächst weiter – und lässt Tränen kullern

Alle packten am Samstag beim Pflanzfest mit an – egal ob Klein oder Groß.

Zwischendurch musste Kelsey Klamath tatsächlich Handschuhe überstreifen. Auf der Pflanzfläche III des Jubiläumswald war zum 33. Pflanzfest dann doch der Herbst zwar mit punktuell strahlendem Sonnenschein, aber frischem Wind aufgezogen. Die Saiten ihrer bis dahin virtuos bearbeiteten Gitarre fühlte sie nicht mehr richtig. Gut, dass die meisten Baumpaten gut vorbereitet waren – mit Mützen, Schals, Gummistiefeln und Handschuhen. Ein Paar wurde ihr von mitleidigen Zuhörern sofort zum Auftauen zur Verfügung gestellt.

Auch der Kanuverein Rünthe pflanzte einen Baum – zum ersten Mal.

Zum Glück, denn die Musik tat an manchen Pflanzstellen an der Overberger Straße bitter Not. Beim Kanuverein Rünthe beispielsweise rollten viele Tränen. Die Mitglieder setzten zum ersten Mal einen Baum in den Boden des Jubiläumswaldes – für ihr im Frühjahr verstorbenes Mitglied Rolf-Dieter Bartsch. „Er war 40 Jahre unser bester Mann, die kreative Seele der Technik, Steuermann im Drachenboot, Hausmeister und Kaffeefee – er war einfach großartig“, sagt einer, dem dabei das Wasser in die Augen steigt. „Der Baum ist eine schöne Erinnerung an ihn, der uns ganz furchtbar fehlt“, sagen alle. Auch Ehefrau und Tochter waren dabei und hielten sich fest in den Armen. „Das ist so ein schönes Zeichen – ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen“, sagen beide. „Der Kanuverein war sein Leben, das hätte ihm gefallen.“

Pflanzte für 35 Jahre Burning Heart einen prächtigen Baum: Frontmann Thomas Leitmann mit Ehefrau und Hund.

Am anderen Ende der Pflanzfläche legte Thomas Leitmann, der Frontmann von Burning Heart, noch eine letzte Schüppe Erde an den Spitzahorn. „Das war mal überfällig – eigentlich seit 10 Jahren“, sagt er. „Ich hatte schon oft davon gehört und eigentlich hatten wir schon zum 25. Bandjubiläum vor, einen Baum zu pflanzen. Irgendwie ist aber immer etwas dazwischengekommen.“ Für die meisten Band-Kollegen war das auch am Samstag so. Thomas Leitmann war allein mit Ehefrau und Hund vor Ort. „Alle haben jetzt die Anweisung, im Sommer zum Gießen anzurücken“, sagt er lachend. Schließlich soll der Baum zum 35-Jährigen von Burning Heart auch vernünftig angehen. „Wir sind privat absolute Ahorn-Fans, da war die Baumwahl keine Frage“, sagt er. Die Band probt mit 2 Mitgliedern mit Bergkamener Wohnsitz immer noch in Bergkamen. Also verstand sich auch die Ortswahl von selbst

Ab sofort Anmeldungen für Pflanzung im Frühjahr

Erstklassige Musik durfte nicht fehlen. Auch Verpflegung stand für die Baumpaten bereit.

Einen Ahorn gab es von den Kindern und Enkelkindern auch zur Diamantenen Hochzeit von Klaus und Christel Pott. „Das ist doch eine schöne Sache, um sich jedes Jahr hier zu treffen und gemeinsam anzustoßen“, ist sich die Familie einig. An Maria Charlotte Müller erinnert jetzt eine Silber-Linde. „Sie ist kürzlich verstorben und war eine hingebungsvolle Gärtnerin mit einer großen Begeisterung für Bienen. Wenn die Bienen sterben, stirbt auch die Menschheit, hat sie immer gesagt“, erzählt ihre Enkelin. Deshalb war es auch selbstverständlich, dass sie einen Baum bekommt, den die Bienen lieben. „Der passt super zur Oma“, sagen alle. Sie sind aus Werne, Bergkamen, Witten und Weddinghofen gekommen, um mit der Pflanzung eine bleibende Erinnerung an sie zu schaffen.

Der Baubetriebshof und die Firma Röttger bereiteten die Bäume für die Pflanzung vor.

36 Bäume kamen am Samstag in den Boden: 10 mal Spitzahorn, 8 mal Silberlinde, 7 mal Bergahorn, 5 mal Schwarznuss, 3 Stileichen, 2 Rotbuchen und eine europäische Lärche. Übrigens wurde alles sorgsam vom Baubetriebshof und der Firma Röttger vorbereitet. Seit 2006 sind damit 898 Erinnerungen an Tod, Geburt, Hochzeit, Eheglück, Taufe, Konfirmation/Kommunion, Abitur und alle erdenklichen anderen Lebensereignisse auf den drei Flächen des Jubiläumswaldes geschaffen worden. Pflanztermine gibt es im Herbst und im Frühjahr. Für die nächste Pflanzung am 6. April nimmt das Bürgerbüro schon jetzt Bestellungen entgegen. Die Kosten: 130 Euro.




Bescherung für Tiere im Winterwald (für Kinder von 7 – 11 Jahre)

Weihnachten steht vor der Tür! Geheimnisvolle Stimmung und das gespannte Warten auf Geschenke machen diese Zeit so besonders. Am Sonntag, 17. Dezember, bieten das Umweltzentrum Westfalen und die Naturförderungsgesellschaft Kreis Unna eine Aktion für Kinder ab 7 Jahre an, die Tiere im Winterwald zu beschenken. Sie stellen in der Zeit von 13.00 – 16.00 Uhr essbare Kleinigkeiten für die Tiere her, machen sich mit Keksen und Weihnachtsduft dann auf den Weg in den Wald und feiern mit den Waldbewohnern Bescherung.

Mitzubringen sind: wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk und ein warmes Getränk in einer Trinkflasche. Durchgeführt wird diese Aktion von der Wildnispädagogin Sandra Bille und der Naturerlebnispädagogin Heike Barth. Die Kosten für diese Veranstaltung betragen 30 Euro. Maximal können 16 Kinder an der Bescherung im Winterwald teilnehmen.

Anmeldungen ab sofort bei Dorothee Weber-Köhling (02389-980913) oder dorothee.weber-koehling@uwz-westfalen.de




NABU NRW und Lippeverband setzen sich für frei fließende Flüsse ein

Naturschutzgebiet Lippeauen. Foto: Stefan Thiesen

Fachtagung zeigt auf, warum der Rückbau von Querbauwerken ein wichtiger Baustein für die Stärkung von Gewässerökosystemen ist
Lippe-Gebiet. Bäche und Flüsse sind durch Ausbau und Auenverlust über Jahrzehnte nahezu vollständig verändert worden. Dies hat weitreichende Folgen für den natürlichen Hochwasserrückhalt, bedeutet aber auch Lebensraumverlust für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Natürliche Flüsse sind dagegen vielfältig vernetzte, durchgängige und wertvolle Lebensadern für Mensch und Natur. Die Vorteile eines natürlichen Gewässersystems reichen über Arten- und Klimaschutz, die Verringerung von Hochwasserspitzen bis zum Naturerlebnis- und Freizeitwert. Im Rahmen der Fachtagung „Frei fließende Flüsse“ brachten Lippeverband und NABU NRW Expert*innen am 9. November Fachleute aus ganz Deutschland zusammen, um über die Problematik von Querbauwerken und kleinteiliger Aufstauung von Gewässern zu diskutieren.

Dr. Mario Sommerhäuser, Leiter der Abteilung „Fluss und Landschaft“ beim Lippeverband, erläuterte in seinem Vortrag die Bedeutung der Durchgängigkeit von Fließgewässern. Foto: EGLV

Die Lippe, der längste Fluss in NRW, wurde im Zuge der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie und den Programmen zur Auenentwicklung in Teilabschnitten bereits renaturiert. Doch acht Wehre im Mittellauf unterbrechen die natürliche Entwicklung weiterhin und stauen den Fluss über rund 60 km zu einer Kette von Stillgewässern, die besonders im Klimawandel durch Erwärmung und Sauerstoffmangel beeinträchtigt werden. Diese ungenutzten Querbauwerke können und sollen nun zurückgebaut werden. „Als Lippeverband wollen wir gemeinsam mit unseren Partnern die Lippe wieder zu einem lebendigen und durchgängigen Fluss entwickeln. Von der Quelle bis zur Mündung – für die Biodiversität und das Naturerlebnis am Wasser“, sagte Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender des Lippeverbandes.

Erfassungen des landesweiten Gewässerzustandes zeigen, dass morphologische Veränderungen den größten Belastungsfaktor für Fließgewässer in NRW darstellen. Nicht nur deutschlandweit zeigt sich ein Bild fragmentierter Gewässersysteme. So hat Europa die weltweit am häufigsten durch Querbauwerke unterbrochenen Fließgewässer. Daher ist nicht nur in der bereits 2001 beschlossenen EU-Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) eine naturnahe Gewässerstruktur ein zentraler Baustein des guten Zustandes. Auch die 2021 veröffentlichte „Biodiversitätsstrategie 2030“ verpflichtet zur Wiederherstellung von 25.000 Kilometer frei fließender Flüsse bis 2030 und spiegelt somit den Mehrwehrt durchgängig vernetzter Gewässersysteme wider.

Doch es gibt konkurrierende Interessen. So wird an einigen Stellen gefordert, die Wehre zu sanieren und für die „kleine Wasserkraft“ zu nutzen. „In Anbetracht der multiplen Krisen, die uns aktuell begegnen, ist es umso wichtiger, ganzheitliche und nicht kurzfristig gedachte Lösungen zu finden. Dabei ist das Voranbringen des Ausbaus erneuerbarer Energien natürlich von großer Bedeutung, gleichzeitig dürfen aber der Naturschutz und damit der Erhalt und die Wiederherstellung von Ökosystemen als essenzieller Teil unserer Lebensgrundlage nicht für private Interessen zurückstecken“, stellte Lukas Stemper, stellvertretender Landesvorsitzender des NABU NRW, fest.

Kooperation zwischen NABU und Emschergenossenschaft/Lippeverband
Umweltschutz, Biodiversität und der Umgang mit den Folgen des Klimawandels sind Themen, die sich der Naturschutzbund NABU und Emschergenossenschaft/Lippeverband (EGLV) als große Verbände in NRW auf die Fahne geschrieben haben. Seit 2021 arbeiten die Emschergenossenschaft und der NABU NRW im Rahmen einer Kooperation gemeinsam an der Umsetzung dieser Themen. Neben Artenschutzmaßnahmen stehen Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit und wasserpolitische Themen im Fokus.