Leben bis zuletzt – Ambulanter Hospizdienst zu Gast im Projektkurs Pädagogik der Q2 der Willy-Brandt-Gesamtschule

Foto: WBG

Ein Thema, das viele Menschen gerne verdrängen, stand heute im Mittelpunkt des Projektkurses Pädagogik der Q2 der Willy-Brandt Gesamtschule Bergkamen: das Lebensende. Zu Besuch war Marius Baumann vom Kamener Hospiz e.V., der den Schülerinnen und Schülern einen eindrucksvollen Einblick in die Arbeit des ambulanten Hospizdienstes gab.

Unter dem Leitgedanken „Leben bis zuletzt“ berichtete Baumann von seiner täglichen Arbeit mit schwerstkranken und sterbenden Menschen. Dabei wurde schnell deutlich: Hospizarbeit bedeutet weit mehr als medizinische Begleitung. Im Mittelpunkt steht der Mensch – mit seinen Wünschen, Ängsten, Hoffnungen und seiner ganz persönlichen Lebensgeschichte.Der ambulante Hospizdienst begleitet Betroffene und ihre Angehörigen in ihrem vertrauten Umfeld – zu Hause oder im Pflegeheim. Ziel ist es, Lebensqualität zu erhalten und vor allem Zeit und Zuwendung zu schenken. „Es geht darum, einfach da zu sein“, betonte Baumann im Gespräch mit dem Kurs.Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, wie wichtig Zuhören, Empathie und menschliche Nähe in der letzten Lebensphase sind. Auch die Rolle der Angehörigen wurde thematisiert: Sie benötigen häufig ebenso viel Unterstützung wie die Erkrankten selbst. Wie man ehrenamtlich unerstützen kann und was die Arbeit im Hopsizdienst ausmacht, wurde ausführlich besprochen.

Die Schülerinnen und Schüler stellten Fragen zur Ausbildung von Ehrenamtlichen, zum Umgang mit Trauer und zur persönlichen Belastung in diesem Berufsfeld. Baumann erklärte, dass die Mitarbeitenden 6 Monate lang intensiv geschult und kontinuierlich begleitet werden. Supervision und Teamgespräche seien essenziell, um die seelischen Herausforderungen der Arbeit zu bewältigen.

Am Ende der Veranstaltung blieb vor allem eine Erkenntnis: Hospizarbeit bedeutet, das Leben in seiner letzten Phase würdevoll zu begleiten – mit Respekt, Mitgefühl und Menschlichkeit. Ein Thema, das berührt und nachwirkt.




DFB zu Gast beim SuS Rünthe – Prämienübergabe sorgt für besondere Atmosphäre am Schacht 3

Foto: Teresa Kilian/DFB

Ein gewöhnlicher Dienstag war es definitiv nicht, als am 17. Februar ein Kamerateam des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) aus Frankfurt am Schacht 3 eintraf. Anlass war die offizielle Prämienübergabe im Rahmen des bundesweiten DFB-Punktespiels – und der SuS Rünthe mittendrin.

Mit dem erreichten Platin-Status gehört der Verein aktuell zur Spitzengruppe der teilnehmenden Clubs in Deutschland. Doch was an diesem Nachmittag besonders auffiel, war nicht nur die Urkunde oder die Prämie – sondern die starke Präsenz: Vertreter des DFB, das Präsidium des FLVW sowie zahlreiche Verantwortliche aus dem heimischen Kreis Unna/Hamm waren persönlich vor Ort.

Während auf dem Platz ganz normal trainiert wurde, Kinder lachten, Trainer Anweisungen gaben und die Walking-Football-Gruppe aktiv war, entstand eine Atmosphäre, die den Gästen zeigte, wofür der Amateurfußball steht: Gemeinschaft, Engagement und Verlässlichkeit.

In Gesprächen wurde deutlich, dass das DFB-Punktespiel mehr ist als ein Wettbewerb. Es setzt Impulse in Bereichen wie Vereinsentwicklung, Ehrenamt, Nachwuchsförderung und neue Angebotsformen. Die Punkte sind ein Anreiz – der eigentliche Mehrwert liegt jedoch in der nachhaltigen Weiterentwicklung der Vereine.

Ein Kamerateam begleitete die Veranstaltung für die offiziellen Kanäle des DFB. Beiträge werden in den kommenden Wochen unter anderem auf fussball.de sowie in den sozialen Medien des DFB und des FLVW veröffentlicht.

Für den SuS Rünthe war der Tag nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch ein sichtbares Zeichen dafür, dass engagierte Vereinsarbeit im Kreis Unna wahrgenommen wird – und Strahlkraft über die Region hinaus entwickeln kann.




Kämpfen wie im Mittelalter: Schwertkampf-Workshop in der Ökologiestation Bergkamen

Das Klirren von Klingen, der Geruch von Metall und ein Hauch von Ritterzeit: Alle, die schon immer wissen wollten, wie sich historischer Schwertkampf anfühlt, können am Sonntag, dem 29.03., von 14:00 bis 18:00 Uhr selbst aktiv werden. Der Workshop „Schwertkampf – wie im Mittelalter” bietet einen praxisnahen Zugang zu dieser jahrhundertealten Kampfkunst.

Im Mittelpunkt steht das aktive Erleben historischer Fechttechniken. Die Teilnehmenden lernen grundlegende Bewegungsabläufe, Haltungen sowie erste Angriffs- und Verteidigungstechniken kennen. Dabei geht es nicht um rohe Kraft, sondern um Koordination und Präzision. Historischer Schwertkampf basiert auf überlieferten Techniken aus alten Fechtbüchern. Neben körperlicher Fitness werden dabei auch Werte wie Respekt und Disziplin vermittelt.

Schritt für Schritt werden die Bewegungen eingeübt und in Partnerübungen angewendet. So gewinnen die Teilnehmenden einen realistischen Eindruck davon, wie Kämpfer im Mittelalter trainierten und agierten – allerdings unter sicheren Bedingungen und mit geeigneter Ausrüstung. Das Ziel besteht darin, die Faszination dieser traditionsreichen Kampfkunst unmittelbar erfahrbar zu machen.

Das Angebot richtet sich an EinsteigerInnen ebenso wie an Neugierige. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Die von Daniel Niederau geleitete Veranstaltung findet in der Ökologiestation des Kreises Unna statt und wird vom Umweltzentrum Westfalen angeboten. Die Kosten betragen 65 Euro pro Person. Maximal können 12 Personen an dem Workshop teilnehmen. Holzschwerter zum Üben können ausgeliehen werden. Bitte bringen Sie Sportbekleidung und feste Sportschuhe mit. Wer ein eigenes Schwert und Handschuhe besitzt, kann diese gerne mitbringen. Mitgebrachte Schwerter werden erst nach einer Sicherheitsüberprüfung zum Training zugelassen. Jugendliche ab 14 Jahren nur in Begleitung eines Erwachsenen.

Anmeldungen sind bis zum 9. März beim Umweltzentrum Westfalen, Sandrine Seth, Tel. 02389 980911, möglich. Foto: Umweltzentrum Westfalen




Polizei sucht Zeugen: Rüttelplatte von Baustelle an der Mühlenstraße gestohlen

Bislang unbekannte Täter sind zwischen Freitag (20.02.2026) und Montag (23.02.2026) auf ein Baustellengelände eines Privatgrundstücks an der Mühlenstraße in Bergkamen-Oberaden eingedrungen.

Zwischen Freitag, 13.45 Uhr und Montag, 08.00 Uhr verschafften sich die Täter Zutritt und entwendeten dort eine Rüttelplatte in den Farben blau-silber.

Zeugen, die etwas beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Polizei in Kamen unter 02307 921 3220, 02303 921 0 oder per Mail zu melden: poststelle.unna@polizei.nrw.de.




Obstbaumschnittkurs auf der Ökologiestation

Jeder Obstbaum braucht einen Schnitt. Im Praxisseminar am Freitag, 06.03.2026, 14:00 – 17:00 Uhr werden die Grundlagen des Obstbaumschnitts vermittelt. Nach einem Einführungsvortrag in der Ökologiestation werden bei einem Rundgang über das Gelände die vorgestellten Kenntnisse wiederholt und der Schnitt und die Anwendung der Schnittwerkzeuge exemplarisch vorgeführt. Insbesondere werden die verschiedenen Kronenformen der Obstbäume und die Erziehungsziele des Obstbaumschnitts erläutert. Der Kurs kostet 10 Euro. Bitte bringen Sie festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung mit.

Anmeldungen bitte bis zum 26.02. an Sandrine Seth, 02389 980911, sandrine.seth@uwz-westfalen.de




Bürgersprechstunde der SPD-Landtagsabgeordneten Silvia Gosewinkel

Silvia Gosewinkel.

Die Landtagsabgeordnete Silvia Gosewinkel bietet eine Bürgersprechstunde am Donnerstag, den 26. Februar 2026, vor dem Kiosk im Sundern in Bergkamen-Oberaden an.

 Am kommenden Donnerstag, den 26. Februar 2026 ab 16:00 Uhr, lädt die Landtagsabgeordnete Silvia Gosewinkel zu einer Bürgersprechstunde vor dem Kiosk im Sundern (Im Sundern 14, 59192 Bergkamen) in Bergkamen-Oberaden ein. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen ihre Anliegen oder Anregungen mit ihr zu teilen. „Auf einen regen persönlichen Austausch vor Ort in Bergkamen freue ich mich sehr. Gute Politik entsteht, wenn man über Anliegen spricht. Daher ist mir der Kontakt zu den Menschen in meinem Wahlkreis von großer Bedeutung. Bitte zögern Sie nicht und sprechen Sie uns gerne persönlich an“, sagt Silvia Gosewinkel.




Internationaler Blues mit Seele: Sparkassen Grand Jam am 4. März

B. B. & The Blues Shacks . Foto: Felix Engel

Am Mittwoch, den 04.03.2026, um 20.00 Uhr verwandelt sich das Thorheim in einen brodelnden Blues-Tempel, wenn B. B. & The Blues Shacks zu einem unvergesslichen
Live-Abend einladen.

Über 35 Jahre weltweit auf Tour, das sind mehr als 4000 Konzerte. Die B. B.s lieben ihre Musik und spielen den Blues so gekonnt, dass selbst die Amerikaner inzwischen den Hut vor dieser deutschen Band ziehen. Mit ihrer Mischung aus Rhythm & Blues und einem Hauch Sixty Soul haben sie sich eine Fangemeinde um den ganzen Globus erspielt. Die Band erhielt zahllose Auszeichnungen wie den „German Blues Award“ und den Titel „beste Bluesband Europas“ durch französische Musikredakteure, ihre CD „Unique Taste“ wurde mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik prämiert. B. B. & The Blues Shacks stehen für großartige Live-Auftritte und haben sich so auch als Top Act in Übersee etabliert. Sie spielten in Dubai, auf dem Doheny Festival in Los Angeles und beim Byron Bay Bluesfest in Australien mit Künstlern wie Bob Dylan, B.B. King und Elvis Costello vor Zehntausenden.

Sparkassen GRAND JAM – B. B. & The Blues Shacks

04.03.2026 | 20.00 UHR | Thorheim Bergkamen, Landwehrstraße 160
Ticket ab 17,00 € unter tickets.bergkamen.de oder 02307/ 965-464




Lehrerkonzert der Musikschule Bergkamen am 1. März: Rudolf Helmes spielt Bach, Beethoven und Franck

Rudolf Helmes.

Als Rudolf Helmes sich im Jahr 2024 in den Ruhestand verabschiedete, endete eine über 30-jährige Ära seiner Tätigkeit an der Bergkamener Musikschule. Mehrere Schülergenerationen hatte er in den Fächern Klavier, Orgel, Gesang unterrichtet und als Fachbereichsleiter für Orchester und Gesang die Musikschule Bergkamen geprägt.

Im „Unruhestand“ nun widmet sich Helmes wieder verstärkt seiner künstlerischen Tätigkeit als Pianist und befasst sich mit gleichermaßen bekannten wie beliebten Werken der klassischen Klavierliteratur, die er im Rahmen der Lehrerkonzerte der Musikschule zu Gehör bringt.

Mit Bachs Goldberg-Variationen präsentiert Helmes einen Höhepunkt barocker Variationskunst, mit der sogenannten „Pathétique“ folgt Beethovens wohl berühmteste Klaviersonate. Den romantischen Abschluss bilden Prélude, Choral et Fugue des Franzosen César Franck.

Die Musikschule lädt herzlich ein zum Konzertnachmittag mit Rudolf Helmes am Sonntag, 1. März, um 17:00 Uhr im Studiotheater (Albert-Schweitzer-Str. 1, 59192 Bergkamen).

Der Eintritt ist frei. Am Ausgang freut sich der Förderkreis der Musikschule Bergkamen über Spenden zugunsten der Musikschularbeit.




Einbruch in Einfamilienhaus an der Friedhofstraße: Bargeld im fünfstelligen Bereich entwendet

Am Samstag, den 21.02.2026, in der Zeit von 19:30 Uhr bis 23:30 Uhr, drangen unbekannte Täter über eine Balkontür in ein Einfamilienhaus ein. Hier gelangten sie in ein Arbeitszimmer und weitere Räume des Hauses. Es wurde alles durchsucht und Bargeld im fünfstelligen Bereich entwendet. Anschließend entfernten sich der/die Täter unerkannt.

Die Polizei Unna sucht Zeugen.

Sachdienliche Hinweise bitte an die Polizei in Kamen unter der Rufnummer: 02303-921 3220 oder unter 02303-921 0.




GWA-Wertstoffhof in Bergkamen: Umbauarbeiten – Anlieferungen nur eingeschränkt möglich

Die GWA – Gesellschaft für Wertstoff- und Abfallwirtschaft Kreis Unna mbH weist alle Kunden des Wertstoffhofes darauf hin, dass in der kommenden Woche notwendige Baumaßnahmen an der Betriebsstelle durchgeführt werden. Dadurch können Anlieferungen ab Dienstag nur eingeschränkt stattfinden. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich Ende der kommenden Woche abgeschlossen sein.

Die GWA bittet alle Kunden der Betriebsstelle, Wartezeiten einzuplanen oder die Anlieferungen nach Möglichkeit auf die darauf folgende Woche zu verschieben.

Informationen zur Abfallentsorgung gibt es am GWA-Servicetelefon unter der gebührenfreien Rufnummer ( 0 800 400 1 400, auf der Homepage www.gwa-online.de oder in der GWA-Abfall-App.

 




Pärchen im Dauer-Clinch: Strafrichter als „Therapeut“

von Andreas Milk
Der Strafrichter als Paartherapeut: Das ist vielleicht keine so gute Idee. Dennoch  haben Vorkommnisse zwischen dem Bergkamener Malik T. (Namen geändert) und seiner aktuellen Jetzt-doch-wieder-Freundin Maria F. schon mehrfach Stoff für hiesige Juristen geboten. Jetzt war es wieder so weit: Malik T. war im Kamener Amtsgericht wegen drei Fällen von Körperverletzung angeklagt.

Losgegangen war alles an einem Tag im vergangenen Juli mit einem Besuch der Kaufland-Filiale in Bergkamen-Rünthe. Dort soll T. Maria F. – die zu dem Zeitpunkt seine „Ex“ war – gekniffen und ihr dadurch ein Hämatom zugefügt haben; später, auf der gemeinsamen Autofahrt zu Maria F.s Wohnung, habe er ihr mit einem Handykabel auf den Oberschenkel geschlagen; noch später, in der Wohnung, habe er sie geschubst, ihr ein Kissen aufs Gesicht gedrückt und gedroht, sie umzubringen.

Immerhin die Sache im Kaufland gab Malik T. ohne Umschweife zu. Allerdings: Er habe Maria F. nicht weh tun wollen – sondern „klar machen, dass es reicht“. Schon vorher hatte es zwischen den beiden gekracht, und dieser Streit setzte sich in dem Supermarkt fort. Für T. war das besonders belastend, weil er früher dort gearbeitet hat. Kollegen hätten ihn also wiedererkennen können. Im Auto habe er Maria F. dann bloß beruhigen wollen, damit sie durch ihr aufgekratztes Verhalten keinen Unfall auslöst. In ihrer Wohnung schließlich sei sie ausgerutscht und mit dem Becken gegen eine Couch geprallt.

Und heute, sieben Monate danach? „Wir sind auf dem besten Weg, dass es wieder perfekt läuft“, sagt Malik T. Auch Maria F., die ja gegen T. Anzeige erstattet hatte, meint: „Wir sind auf dem Weg der Besserung.“ Malik T. sei an und für sich ein toller, fürsorglicher Mensch – aber einer, „der blitzschnell zu ’nem Monster werden kann“. Sie wolle ihn nicht bestraft sehen, sondern, dass er Hilfe kriege.

Auch Malik T. ist bewusst, dass was passieren muss. Er suche nach einem Therapeuten. Einen Termin zu bekommen, sei schwierig. Der Richter empfahl ihm, es beim Verein „Die Brücke“ in Dortmund zu versuchen: Er hat Präventionsangebote für Männer mit Hang zur Gewalt. Strafrechtlich ist der Fall erledigt, sobald Malik T. als Buße 1.000 Euro an die Westfälischen Kinderdörfer gezahlt hat. Das Verfahren wird dann eingestellt. Sollte er das nicht hinkriegen, wird es brenzlig. Auch aus einem früheren Prozess ist noch eine Geldstrafe auf Bewährung in der Welt. Sie könnte zusätzlich drohen, falls T. die Zahlung der Buße vermasselt.