Handliche Übersicht über chemische Elemente für 700 Bergkamener Schüler

Was wäre Chemieunterricht ohne die chemischen Elemente? Kohlenstoff, Eisen, Kupfer, Chlor und 114 weitere gibt es davon – zusammengefasst im Periodensystem. Insgesamt 700 dieser übersichtlichen Darstellungen im praktischen Taschenformat stellt Bayer HealthCare der Realschule Oberaden, der Freiherr-vom-Stein-Realschule und dem Willy-Brandt-Gymnasium zur Verfügung.

Übergabe der Periodensysteme in der Realschule Oberaden: Karl Heinz Grafenschäfer, Schulleiter Godehard Stein, Chemielehrer Franco Zaccheddu, Andreas Kray, Leiter des Schulverwaltungsamts (hintere Reihe v. l.) sowie Schülerinnen und Schüler der siebten Klasse.
Übergabe der Periodensysteme in der Realschule Oberaden: Karl Heinz Grafenschäfer, Schulleiter Godehard Stein, Chemielehrer Franco Zaccheddu, Andreas Kray, Leiter des Schulverwaltungsamts (hintere Reihe v. l.) sowie Schülerinnen und Schüler der siebten Klasse.

Die handlichen DIN-A5-Karten passen in jedes Heft und sind daher eine wertvolle Hilfe beim Lernen. Neben den Schulen in der unmittelbaren Nachbarschaft versorgt Bayer HealthCare auch Schülergruppen, die den Standort besuchen, mit der zweckmäßigen Übersicht. „Jährlich experimentieren durchschnittlich fast 1.000 Kinder und Jugendliche in unseren Labors. Sie alle bekommen künftig ebenfalls ein eigenes Exemplar des Periodensystems“, kündigt Ausbildungsleiter Karl Heinz Grafenschäfer an. Auf diese Weise erhalten die Besucher zudem ein nützliches Erinnerungsstück an ihren Aufenthalt im Unternehmen.

Das kleine Präsent ist aber nicht nur für den Unterricht und die Hausaufgaben gedacht: Es macht die Schülerinnen und Schüler zusätzlich auf attraktive Ausbildungplätze aufmerksam. So führt der Aufdruck www.bayerpharma-azubi.de zu einer Website, die über die vielfältigen beruflichen Möglichkeiten im chemischen, technischen und kaufmännischen Bereich bei Bayer HealthCare in Bergkamen informiert.




Himmelsbooten Zweite auf dem Phoenixsee – bei „Gefällt mir“ gibt es ein Probetraining

Die Himmelsbooten, das Drachenbootteam der Martin-Luther-Kirchengemeinde, waren am Sonntag  wieder in Sachen Regatta unterwegs. Sie kehrten aus Dortmund mit einem 2. Platz zurück. Dazu startet eine Verlosung, bei der es zwei Probetrainings zu gewinnen gibt.

Die Himmelsbooten auf dem Phoenixsee
Die Himmelsbooten auf dem Phoenixsee

Diesmal hieß es auf dem Phönixsee in Dortmund: „Are you ready? Attention! GO!“ Insgesamt sind dort 24 Teams an den Start gegangen. Die Himmelsbooten steigerten nach dem ersten Qualifikationslauf ihre Zeiten kontinuierlich und schafften es ins Finale.

Das Finale wurde von drei Teams ausgefahren: den Dragonern, dem Drachenbootteam der Polizei aus Witten, den Thunder Dragons aus der Nähe von Wesel und den Himmelsbooten. Nach einem spektakulären Rennen, in dem sich die drei Teams nichts geschenkt hatten, gingen die Himmelsbooten dann als Zweiter über die Ziellinie. Dabei legten sie so nebenbei mit 1:02:19 ihre bis jetzt beste Zeit hin. Gewonnen haben die Thunder Dragons, dritter wurden die Dragoner.

Die Himmelsbooten aus Bergkamen-Rünthe verlosen ein Drachenboottraining bei bestem Wetter. Der Gewinner herhält für sich und seine Firma oder Verein ein Drachenboottraining in der Marina Rünthe. Boot, Paddel und Steuermann stellen die Himmelsbooten. Eine „Teambildende Maßnahme mit jeder Menge Spaß und Wasser!!!“, versprechen die Paddler, die im Namen des Herrn auf dem Wasser unterwegs sind.

„Klicke auf der Facebook-Seite der Himmelsbooten den „Gefällt mir“ Button und teile diesen Beitrag. (bis 30.08.2013 / 23:59 Uhr)“, lautet die Gebrauchsanweisung. Die Teilnahme am Gewinnspiel erfolgt dan Automatisch. Ausgelost werden zwei Gewinner für jeweils ein ein komplett gefülltes Drachenboot. Das Probetrainingt dauert rund eine Stunde.




Untertagedeponie unter Overberge: Vergangenheit holt Stadt und Bergbau ein

Wohl kaum hatte ein Bericht im Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ so viel Aufregung im Bergkamener Rathaus ausgelöst, wie der über die „Gefährliche Altlast“: die Deponierung von Filterstäuben aus Asche aus der Müllverbrennung und von Kraftwerken unter Tage – auch auf der ehemaligen Schachtanlage Monopol.

Bei Bürgermeister Roland Schäfer hatten sich daraufhin nicht nur Zeitungsredaktionen und Fernsehsender gemeldet, sondern auch besorgte Investoren der künftigen Wasserstadt. Aufgeschreckt hatte sie die Nennung des Bergwerks „Haus Aden“ als Bergkamener Standort der Sondermüllverbringung in den Nachfolgeberichten einiger Tageszeitungen. Dort solle die Gefahr bestehen, dass Giftstoffe wie Dioxine von unter Tage an die Erdoberfläche kommen können, lautete die bange Frage.

Zumindest was den Standort betrifft, sind die Antworten beruhigend. Auf Haus Aden gab es diese Deponierung nicht, wohl aber über den Schacht Grillo IV in Overberge, der zuletzt zum Bergwerk Monopol gehörte und vor über 20 Jahren seine eigentliche Funktion verloren hatte. 160000 Tonnen der belasteten Stoffe sollen laut „Spiegel“ dort entsorgt worden sein.

Im Vorfeld sorgte damals dieser Plan für kontroverse Diskussionen. Im Bergkamener Stadtrat warnte die damalige „Grüne/GAL-Fraktion“ vor diesem Projekt. Umweltschützer befürchteten, dass trotz aller Unbedenklichkeitsäußerung durch die RAG die Giftstoffe das Grundwasser belasten könnten.

Damals wie heute hält das Bergbauunternehmen die Untertage-Deponierung für unbedenklich. Die Overberger wurden damals mit einem Nebeneffekt gelockt. Asche und Filterstäube wurden über Tage zu einem Brei angerührt und mit Rohrleitungen in die Tiefe gebracht. Dort sollte das Gemisch aushärten und wie ein Vollversatz wirken. Bergsenkungen würden dadurch wesentlich moderater ausfallen, lautete das Versprechen.

Als letzter Beweis für den Bergbau, dass die Untertageverbringung des Sondermülls letztlich ungefährlich sei, galt die Ansiedlung eines Betriebs der Lebensmittelbranche in den 90er Jahren. Es war der erste vorzeigbare Ansiedlungserfolg der ehemaligen „Entwicklungsagentur östliches Ruhrgebiet“ (EWA) in Bergkamen, die sich um die Wiederaufbereitung und anschließender Vermarktung ehemaliger Zechenbrachen kümmern sollte.

Danach wurde es ruhig um die Untertagedeponie in Overberge. Irgendwann zum Ende der 90er Jahre wurde die Verbringung der Giftstoffe gestoppt. Der „Spiegel“ schreibt, dass sich das für die RAG wirtschaftlich nicht mehr gelohnt habe. Nach und nach geriet sie in Vergessenheit, in der Bergkamener Öffentlichkeit und offensichtlich auch bei der RAG. Wieder ans Tageslicht gebracht hat sie ein Gutachten, das der Bergkamener Landwirt Hermann Schulze-Bergcamen in Auftrag gegeben und dem Spiegel zu Verfügung gestellt hatte. Demnach soll es möglich sein, dass die Giftstoffe an die Oberfläche kommen und auch das Grundwasser gefährden könnten.

Dieses Gutachten hat jetzt Landesumweltminister Johannes Remmel (Grüne) aufgeschreckt. Er und seine Behörde wollen jetzt nachhaken und das Gefährdungspotenzial untersuchen lassen. In Gefahr geraten könnte dadurch der Plan der RAG geraten, künftig auf das Abpumpen des Grubenwassers des ehemaligen Bergwerks Ost, zu dem auch die ehemaligen Bergkamener Schachtanlage Haus Aden und Monopol gehörten, zu verzichten. Ohne Probleme sei dies schon bei der Zeche Königsborn geschehen, versichert das Bergbauunternehmen.

Das scheint auch auf dem ersten Blick unbedenklich zu sein. Als die RAG die Arbeiten erläuterte, die sie mit dem Rückzug aus dem Bergwerk Ost zu erledigen hat, gehörte auch die Zusicherung, dass das Grubengebäude „besenrein“ zu verlassen sei. Bevor der Deckel auf den Schacht fällt, müssten unter anderem sämtliche Chemikalien, Hydrauliköle und Betriebsstoffe über Tage geschafft und entsorgt werden. Kein Wort gab es zur Untertagedeponie unter Overberge. Wie gesagt: Bis zur Veröffentlichung im „Spiegel“ war sie umhüllt im Mäntelchen des Vergessens.




Kunst vom Wohnturm hat einen neuen würdigen Platz gefunden

Einst hingen die Gartenlauben des Aktionskünstlers H. A. Schult am Bergkamener Wohnturm. Drei von diesen Gartenlauben, die „Das Glück“ symbolisieren sollten, haben jetzt restauriert an der Außenwand der Turnhalle 1 des Städtischen Gymnasiums einen würdigen Platz gefunden. Hinzu kommt ein viertes, völlig neues Exemplar.

Glück1An dieser Neuschöpfung der sieben Schülerinnen aus dem 8. Jahrgang hätte H. A. Schult sicherlich seinen Spaß gehabt. Denn es ist weniger eine Gartenlaube geworden, sondern ähnelt vielmehr einem Lebkuchenhäuschen.

Zeitlich gesehen ist es das letzte Werk der Kunst AG. Außerhalb des normalen Unterrichts trafen sich die Schülerinnen mit der Kunstlehrerin Christiane Heuelmann zu den Restaurationsarbeiten. Vorher hatte das Gymnasium erfolgreich beim Künstler um Erlaubnis nachgefragt, denn so einfach dürfen Kunstwerke von anderen, auch wenn sie vor sich hin rotten und dem Verfall überlassen sind, nicht verändert werden.

Echter Lebkuchen Vorbild fürs Knusperhäuschen

Es wurden in Zweier- oder Dreiergruppen nicht nur morsches Holz ausgetauscht und die Farben aufgefrischt. Vielmehr wurden die Lauben auch konserviert und stabilisiert. Bei dem Knusperhäuschen beteiligten sich dann alle. Ähnlich wie bei den Arbeiten von H. A. Schult ging hier viel lieben ins Detail. So hatten die jungen Damen als Vorbilder sogar richtige Lebkuchenherzen gebacken und mit Lebensmittelfarbe bemalt, bevor sie daran gingen, die Herzen und Platten aus Holz auszuschneiden und mit Farbe zu versehen. Der künstlerische Lebkuchen sollte eben so echt wie nur möglich aussehen.

Im letzten Akt vor dem Ende des Schuljahres befestigten zwei Mitarbeiter des Baubetriebshofs und Anteilnahme von Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel, Schulleiterin Silke Kieslich und Schulverwaltungsamtsleiter Andreas Kray die vier Kunstwerke an der Süd- und Ostseite der Sporthalle.

Dort können sie von Interessierten besichtigt werden. Ein genauer Blick auf die Gartenlauben lohnt sich wirklich. Er in dieser relativen Nähe sind die liebevollen Details zu erkennen. So ist zum Beispiel an der Villa Kunterbunt ein Wasserhahn befestigt. Wenn es mal Sommer ist, will so ein Kleingarten schließlich auch bewässert werden.  „Das Glück“ will eben gehegt und gepflegt sein, auch wenn nur drei der insgesamt zehn Lauben vom Wohnturm gerettet worden sind.




Bürgermeister besiegeln neuen Konzessionsvertrag für das Stromnetz mit den GSW

Mit ihren Unterschriften besiegelten die drei Bürgermeister von Kamen, Bergkamen und Bönen endgültig den neuen Konzessionsvertrag mit den GSW für das Stromnetz in den drei Kommunen für die nächsten 20 Jahre. Zuvor hatten deren Räte am Donnerstag das Vertragswerk jeweils einstimmig gebildet.

Der Konzessionsvertrag fürs Stromnetz ist unterschrieben (v.l.) Roland Schäfer, Jochen Baudrexel, Hermann Hupe, GSW-Geschäftsführer Robert Stams und Rainer Eßkuchen.
Der Konzessionsvertrag fürs Stromnetz ist unterschrieben (v.l.) Roland Schäfer, Jochen Baudrexel, Hermann Hupe, GSW-Geschäftsführer Robert Stams und Rainer Eßkuchen.

Mehr Geld gibt es allerdings nicht für die stets knappen Kassen der drei Kommunen. Die Konzessionsabgaben lägen ohnehin wie bei den meisten Energieversorgungsunternehmen am oberen Limit, betonten Aufsichtsratsvorsitzender Hermann Hupe und der Vorsitzende der GSW-Geschäftsführung Jochen Baudrexl übereinstimmend.

Kamen, Bergkamen und Bönen werden künftig aber jede Menge Geld sparen können, weil die GSW zum Beispiel die Folgekosten etwa bei der durch gemeindliche Planungen bedingte Verlegungen von Stromkabeln zu 100 Prozent übernehmen wird. Der bisherige Konzessionsvertrag sei bereits gemeindefreundlich gewesen, der neue sei es jetzt noch mehr, betonte Bergkamens Bürgermeister und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Roland Schäfer. Der neue Vertrag ist deshalb mit 22 Seiten doppelt so dick wie der alte.

Das Stromnetz ist laut Jochen Baudrexl das wirtschaftliche Rückgrat des Stromgeschäfts. „Jeder Anbieter, der seine Kunden in seinem Versorgungsgebiet beliefern will, muss dafür an uns eine Miete zahlen“, erklärt der GSW-Geschäftsführer. Mit dem Vertrieb seien längst keine großen Gewinne mehr zu machen.  Allerdings sei das Geschäft mit dem Netz durch die Bundesnetzagentur reguliert, sagt Hupe. Trotzdem fließen insgesamt rund 6 Millionen Euro jährlich an Konzessionsabgaben an Kamen, Bergkamen und Bönen.

66 GSW-Mitarbeitern kümmern sich um das Stromnetz

Laut Roland Schäfer kommen weitere wichtige wirtschaftliche Faktoren für die drei Kommunen hinzu. Mit dem Stromnetz sind 66 Arbeitsplätze bei den GSW verbunden. Die Kaufkraft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bleiben in der Region wie auch die Gewerbesteuern. Hinzu kommt, dass ein Energieversorgungsunternehmen mit Essen oder Paris kein Kultursponsoring betreiben würde und die Gewinne nicht an die Kommunen, sondern an seine Aktionäre ausschüttet.

Mit einem großen Teil der Gewinne werden die Verluste der Freizeiteinrichtungen ausgeglichen. Ohne die Übernahme durch die GSW, wären die Bäder und die Eissporthalle nicht zu halten, so die übereinstimmende Meinung der drei Bürgermeister Hermann Hupe, Roland Schäfer und Rainer Eßkuchen.

Nach Abzug der Kosten für die Freizeiteinrichtungen werden aber immer noch rund 1,5 Millionen Euro jährlich an die drei Kommunen ausgeschüttet. GSW-Geschäfsführer Jochen Baudrexl betont, dass die Kosten der Freizeiteinrichtungen und auch das Sponsoring nicht in die Strompreise eingerechnet würden. „Das wäre bei der harten Konkurrenz auf dem Strommarkt nicht machbar.“

In zwei Jahren werden die Konzessionen für das Gasnetz ausgeschrieben. Der neue Vertrag für das Stromnetz werde dann das Vorbild sein, kündigt Aufsichtsratsvorsitzender Hermann Hupe an.




Videoteam von „Checkpott.TV“ findet Bergkamens Freizeitqualitäten nicht so toll

Seit gut einem Jahr streift das Kamerateam von „Checkpott.TV“n durch die Städte des Ruhrgebiets und testet ihrem Freizeitwert. In der 22. Folge ist Bergkamen dran. Das Ergebnis kann sich jeder auf „Youtube“ ansehen. Dort gibt es auch schon Widerspruch.

checkpott „Vielleicht sollte man sich vor dem Dreh eines solchen Videos über den Ort genauer informieren. Habe selten so gelacht über die mehr oder weniger ironische Darstellung von Bergkamen. Oder war das vielleicht keine Ironie? Dann fehlt es Euch aber wirklich an Professionalität“, lautet dort ein Kommentar. Und ein anderer: „Man muss aber bedenken, dass das „Einkaufszentrum“, was gezeigt wird, mehr leer als voll ist. Außer abends: da ist‘s voll, aber nur im Musicpark A2, wobei die Personen voller sind als der Laden ;).“

Die Diskothek „Musikpark A2“ haben die Filmemacher vor und hinter der Kamera, Denise Matthijsse, Stephan Schöneberg, Matthias Schwarzer und Marcel Strecker, überhaupt nicht entdeckt, als sie vor den Turmarkaden standen. Der Marina Rünthe widmen sie eines großes Stück ihres 8:38 Minuten langen Videos, auf die Idee, das Naturschutzgebiet Beversee in direkter Nachbarschaft zu besuchen, kommen sie aber nicht. Vom Naturfreibad Heil gibt es einen blassen Eindruck. Das Wellenbad war vermutlich an den Drehtagen geschlossen. Vom Wasser im Wasserpark „Sauberkeit“ zu verlangen, ist angesichts der dort lebenden Fische und Wasservögel zu viel verlangt.

Kritik gibt es in dem Video wegen der von „Checkpott“ vermissten Hinweisschilder auf dem Weg zur Adener Höhe auf der Bergehalde „Großes Holz“. Die Wegemarkierungen des SGV haben sie offensichtlich nicht gesehen. Unbekannt ist dem Team offensichtlich auch, dass es im Internet bei „Open Street Map“ eine Karte mit genauen Angaben zu den Wanderwegen gibt.

Zum Schluss vergibt das Team für die Freizeitqualität Bergkamens sechs von zehn möglichen Punkten. Ähnlich sieht die Bewertung dieses Videos aus: Es ist zwar witzig, kommt aber mit zu vielen Fehlern und Ungereimtheiten daher.




Bergkamener Gymnasium ist jetzt eine Schule ohne Rassismus

Bücher können doch etwa bewegen. Im März stellte der Autor Olaf Sundermeyer in einer Lesung im Bergkamener Gymnasium sein Buch “Rechter Terror in Deutschland“ vor. Kurz darauf hatte sich an der Schule eine Arbeitsgemeinschaft „Antirassismus“ gebildet.

SiegelDie für Schülerinnen und Schüler griffen dabei eine Bemerkung von Sevgi Kahraman-Brust vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Unna auf. Sie wies in der Veranstaltung mit Olaf Sundermeyer auf das große Netzwerk „ hin. Hier sollte auch das Städtische Gymnasium mitmachen, lautete das erste Ziel der neuen AG, die von den Lehrern Jan Groesdonk und Matthias Fahling betreut wird. Referendar Nils Wessels ist allerdings nicht mehr dabei.

Den ersten wichtigen Schritt zur Aufnahme in das Netzwerk meisterten die engagierten Schülerinnen und Schüler problemlos. Mindestens 70 Prozent aller Schüler, Lehrer und Mitarbeiter des Gymnasiums sollten mit ihrer Unterschrift dokumentieren, dass sie hinter den Zielen von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ stehen. Tatsächlich kamen über 90 Prozent zusammen.

Eine weitere Voraussetzung wird in dieser Woche erfüllt: Mindestens ein Mal im Jahr muss die Schule ein Anti-Rassismus-Projekt durchführen. Am Montagmorgen überreichte deshalb von Sevgi Kahraman-Brust als Koordinatorin des Netzwerks im Kreis Unna im Rahmen einer großen Schülerversammlung auf dem Schulhof das Siegel des Netzwerks. Danach gab es im Rahmen des Projekttags eine weitere Aufführung des Stücks „Andorra“ von Max Frisch.

„Radau gegen Rechts“ im JZ Yellowstone

Am kommenden Freitag, 19. Juli, lädt die AG um 19.30 Uhr zum Konzert „Radau gegen Rechts“ in das Jugendzentrum Yellowstone ein. Bis nach den Sommerferien läuft noch der Foto-Wettbewerb „Bergkamen – bunt statt braun“.

Schulleiterin Silke Kieslich, Bürgermeister Roland Schäfer und der offizielle Pate der Anti-Rassismus-Aktionen, der Schriftsteller Heinrich Peuckmann, erklärten den Schülerinnen und Schülern, dass das neue Siegel eine Verpflichtung für künftiges Handeln sei. Es gehe nicht nur um Rassismus, sondern auch darum die kleinen Schäbigkeiten im Schulalltag wie das Mobbing so klein wie nur irgendwie möglich zu halten.

Silke Kieslich hat auch schon eine Idee, wie die Aktionen im kommenden Schuljahr fortgesetzt werden können: mit einer Lesung mit Heinrich Peuckmann, der sich in seinem jüngsten Roman „Bei Abpfiff Mord“ sehr intensiv mit den Themen Rassismus und Zivilcourage auseinandersetzt.

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Ballett und Hollywood – das passt sehr gut zusammen

Ballett und Hollywood – das passt! Die Schüler der Ballettschule Hetkamp aus Bergkamen haben es am Sonntag bewiesen. Im Kolpinghaus Werne standen Fische, Vampire, Piraten und viele andere Wesen gemeinsam auf der Bühne.

Ballett BollywoodDie vielen Monate mit anstrengenden Proben haben sich gelohnt: „Ballett goes Hollywood“, so der Name der Show, feierte am Sonntag vor fast ausverkauftem Haus die Doppelpremiere. Zwei Mal tanzten die rund 240 Ballettschüler aus Bergkamen, Kamen, Werne, Unna und Bönen am Sonntagnachmittag mit viel Spaß und ein wenig Lampenfieber durch das Programm.

Aladdin, Meerjungfrau Arielle, der Herr der Ringe, Black Swan oder Highschool Musical – alle wollten sie den „Golden Pointe Shoe“, den goldenen Spitzenschuh ergattern. Wer am Ende den begehrten Preis, den goldenen Spitzenschuh, für sich gewinnen konnte? Die Wettkampf-Jury fällte ein ungewöhnliches Urteil, denn ganz klar: Verdient hatten die Trophäe alle. Das sieht auch Katrin Höselbarth so.

Die Ballettlehrerin ist jedenfalls mächtig stolz, nicht nur auf die kleinen und großen Tänzer: „Ohne den Einsatz und das Engagement der Schüler, aller Helfer, aber auch der Eltern, wäre eine Aufführung in dieser Größe nicht möglich.“ Aufführungen haben in der Ballettschule Hetkamp Tradition. Für Katrin Höselbarth war es aber erst die zweite Vorstellung in eigener Regie, seit sie die Schule vor dreieinhalb Jahren von Renate Hetkamp übernommen hatte.

 




Weddingplanerin: In 50 arbeitsreichen Stunden zur Traumhochzeit

Als Jennifer Lopez vor 12 Jahren mit der Filmkomödie „Wedding Planner – Verliebt, verlobt, verplant“ ins Kino lockte, ahnte Sinah Wache nicht, dass genau das einmal ihr Beruf sein wird. Am 1. August wird sie das Büro ihrer Agentur „Traumhochzeit“ in Bergkamen eröffnen.

HochzeitIm Augenblick hat die gebürtige Ostwestfälin Stress. An den nächsten Wochenenden muss sie zwei Paare glücklich unter die Haube bringen. Dazu kommt jetzt der Umzug mit Sack und Pack samt ihren Lebenspartner von Duisburg nach Bergkamen. Sie will hier nicht nur arbeiten, sondern auch leben. Nicht etwa, weil sie die Stadt so unheimlich toll findet, sondern aus pragmatischen Gründen.

Die Paare, die sie betreut, wohnen im Großraum Dortmund und dem Münsterland. „Um mich mit ihnen zu treffen, muss ich bisher mindestens eine Stunde mit dem Auto fahren“, erklärt sie. Das werde jetzt wegen der verkehrsgünstigen Lage Bergkamens wesentlich einfacher sein. Auch für ihren Freund sei die Fahrt zu seinem Arbeitsplatz in Essen noch gut zu bewältigen.

Sinah Wache mit den jungen Gästen der Hochzeitsfeier
Sinah Wache mit den jungen Gästen der Hochzeitsfeier

Sinah Wache arbeitet als Hochzeitsplanerin selbstständig, sie ist aber dem Franchiseunternehmen „Traumhochzeit“ angeschlossen. Das bringe erhebliche Vorteile, sagt sie. Dazu gehört auch, dass sie und ihre 26 Kolleginnen sich das Bundesgebiet in feste Einzugsbereiche aufgeteilt haben. Das östliche Ruhrgebiet und das Münsterland gehören ihr.

Hochzeitsplanerinnen (Männer bilden hier in eine verschwindend kleine Minderheit.) sind eine gute Adresse für Paare, die ihren schönsten Tag des Lebens so perfekt wie möglich haben wollen. Sinah Wache kümmert sich um alles, von der Auswahl des Orts der Hochzeitsfeier, den Druck der Einladungskarten, engagiert die Musik und das Catering bis hin zur Beratung bei der Auswahl des Hochzeitskleids.

Planungen beginnen ein Jahr vorher

Sinah Wache zupft noch einmal das Brautkleid zurecht, bevor es zur Trauung geht.
Sinah Wache zupft noch einmal das Brautkleid zurecht, bevor es zur Trauung geht.

„Die Paare fangen im Schnitt ein Jahr vor dem Tag der Hochzeit mit ihren Planungen an. Sie benötigen dafür 200 bis 300 Stunden“, lautet Sinah Waches Faustregel. Sie selbst benötigt dafür etwa 50 Stunden. „Ich kenne ja die DJs oder Catering-Unternehmen. Ich muss da nicht lange suchen und ich kann sofort sagen, wer zu diesem Brautpaar passt.“

Das alles hat natürlich seinen Preis. „Ich nehme 15 Prozent des Budgets der Hochzeitsfeier“, sagt Sinah Wache. Das sei auf ein Stundenhonorar umgerechnet erheblich weniger als das, was zum Beispiel ein Steuerberater nimmt. Sie hat übrigens Betriebswirtschaftslehre studiert und eine Weiterbildung zur „Weddingplanerin“ bei der IHK absolviert.

Angebot für Hochzeitspaare bei der VHS

HochzeitSinah Wache möchte möglichst schnell in Bergkamen heimisch werden. Dazu gehören auch soziale Kontakte, und die hofft sie unter anderem durch die Teilnahme an Kursen der Volkshochschule knüpfen zu können. Pech hatte sie beim Workouttanzen. Dieses Angebot war bereits nach kurzer Zeit ausgebucht gewesen. Online konnte sie sich aber einen Platz im Tapas-Kochkurs sichern.

Vorher hatte sie Kontakt mit VHS-Leiterin Sabine Ostrowski aufgenommen. Sicher ist ihr ein Platz in einem völlig neuen Angebot der Bergkamener VHS, denn sie wird diesen Kurs leiten. Dabei geht es natürlich um Hochzeitsvorbereitungen. Da ist sie ja Fachfrau. An drei Abenden können maximal drei Paare mit Sinah Wache über die Fallstricke auf dem Weg zur ganz persönlichen Traumhochzeit und deren Beseitigung sprechen. Dabei gehe es ihr nicht darum, neue Kunden anzuwerben. Sie möchte vielmehr die Paare beraten. „Ich bin eben eine Weddingplanerin aus Leidenschaft.“




Bergkamener Heinz Kordy Ehrenprofessor in China

Zum 91. Mal ist Heinz Kordy, früherer Mitarbeiter des Dortmunder Auslandsgesellschaft, im vergangenen Juni zu einer ausgedehnten Reise durch China aufgebrochen, diesmal wurde ihm dabei eine ganz besondere Ehre zuteil.

Kordy
Heinz Kordy (m.) bei der Ernennung zum Ehrenprofessor

Als Kordy in der alten Kaiserstadt Xi´an weilte, lud ihn die große Fanyi-Universität, die sich in einer kleinen Stadt vor den Toren von Xi´an befindet, zu einem Gespräch ein. Kordy hatte dort im letzten Jahr zusammen mit seinem Freund Heinrich Peuckmann Vorlesungen gehalten. Er selbst hatte über Tourismus mit dem Schwerpunkt „Sanfter Tourismus“ referiert, etwas, das den chinesischen Studenten und Professoren völlig neu war, Peuckmann über deutsche Literatur und seine Situation als Schriftsteller in Deutschland. Dass die Vorträge gut angekommen waren, hatte Kordy schon im letzten Jahr an den Reaktionen der Studenten gemerkt, wie gut aber, erfuhr er erst jetzt, ein Jahr später.

Zu seiner Überraschung wurde er an der Uni gleich von drei wichtigen Vertretern empfangen, von der Vizerektorin, Frau Yao Baorong, dem Dekan der germanistischen Fakultät, Prof. Shi und von Prof. Xue Ximin, der die beiden Freunde im letzten Jahr liebevoll betreut hatte. Bei einem Essen lüfteten die drei dann ihre eigentliche Absicht. Feierlich überreichten sie ihm eine Urkunde und ernannten ihn zum Ehrenprofessor der Fanyi-Universität.  Kordy war ebenso überrascht wie erfreut, weiß er doch aus langjähriger Erfahrung, wie wichtig den Chinesen Symbolhandlungen sind.

Nach seinen Vorträgen hatte Kordy noch für eine große Buchspende an die Fanyi-Uni gesorgt, denn er hatte gesehen, dass sie nur wenig literarische Werke der deutschen Gegenwartsliteratur besaß. Außerdem hatte er erste Kontakte zwischen der Uni und einem Dortmunder Gymnasium geknüpft, so dass es bald zu einem Austausch kommen wird. Als Vertreter der Uni hörten, dass Kordy nun zu einem längeren Besuch nach Xi´an kommen würde, ergriffen sie die Gelegenheit, sich richtig bei ihm bedanken. Ehrenprofessor Heinz Kordy, das war ein Dank, mit dem er wirklich nicht gerechnet hatte.

Von Lukas Peuckmann




Bergkamener Musikpädagoge Buck Wolters wird Dozent an der neuen Kunsthochschule München

Es musste ja so weit kommen: Nach fast 20-jahriger Lehrtätigkeit an der Bergkamener Musikschule, zahlreichen eigenen Kompositionen und Lehrbüchern nimmt Burkhard Wolters zum Wintersemester 2013/14 eine Dozententätigkeit an der neuen Kunsthochschule München „Munich Institute of Media and Musical Arts“ (MIMA) auf. Zuständig ist er dort für die Bereiche Akustikgitarre / Komposition und Arrangements.

Buck Wolters
Buck Wolters

Warum es so kommen musste, konnte die Besucherinnen und Besucher des Konzerts des „Tropical Turn Quartetts“ mit eigenen Ohren erleben. Bis auf zwei Stücke stammt das Programm aus der Feder des Bandleaders aus Bergkamener. Es war der Abschluss einer Tournee, die Buck Wolters, Uli Bär (Bass), Dmitrij Telmanov (Trompete) und Benny Mokross (Drums, Percussions) über 20 Stationen durch Nordrhein-Westfalen führte. Möglich gemacht hat diese wunderbare Zusammenarbeit das Kultursekretariat Gütersloh. Eigentlich ist „Tropical Turn“ das Duo Wolters/Mokross. Das hat auch die CD „El Camino a San Mateo“ eingespielt, die es im gut sortierten Handel gibt.

Uli Bär
Uli Bär

Initialzünder für das Quartett war neben der Förderung durch das Kultursekretariat die Zusammenarbeit der Vier während des Jazz-Festivals am Hellweg „Take Five“ 2011.

Dmitrij Telmanov
Dmitrij Telmanov

Vor zwei Jahren bildete das Quartett das Grundgerüst der „Hellweg Allstars“ und auch hier lieferte Buck Wolters den Löwenanteil der Kompositionen und Arrangements.

Tropical Turn
Benny Mokross

Ein Wermutstropfen bleibt den Jazz-Fans in der Region: Eine Neuauflage der „Hellweg Allstars“ wird es im Herbst, wenn „Take Five“ wieder die Region zum Swingen bringt, leider nicht. Das hat offensichtlich nicht nur damit etwas zu, dass Buck Wolters dafür keine Zeit mehr haben dürfte. „Wir wollen etwas Neues probieren“, erklärt Uli Bär in der Konzertpause in der Marina Rünthe. Er zupft nicht nur vorzüglich den Bass, er ist auch künstlerischer Leiter des Jazzfestivals. Es wird wohl ein Big Band-Projekt werden, sagt er. Mehr wollte er nicht verraten bis auf das: In allen Festivalstädten, Bergkamen ist natürlich wieder dabei, gibt es die beliebten Kinderkonzerte mit Uli Bärs „ABC-Band“.