Weddingplanerin: In 50 arbeitsreichen Stunden zur Traumhochzeit

Als Jennifer Lopez vor 12 Jahren mit der Filmkomödie „Wedding Planner – Verliebt, verlobt, verplant“ ins Kino lockte, ahnte Sinah Wache nicht, dass genau das einmal ihr Beruf sein wird. Am 1. August wird sie das Büro ihrer Agentur „Traumhochzeit“ in Bergkamen eröffnen.

HochzeitIm Augenblick hat die gebürtige Ostwestfälin Stress. An den nächsten Wochenenden muss sie zwei Paare glücklich unter die Haube bringen. Dazu kommt jetzt der Umzug mit Sack und Pack samt ihren Lebenspartner von Duisburg nach Bergkamen. Sie will hier nicht nur arbeiten, sondern auch leben. Nicht etwa, weil sie die Stadt so unheimlich toll findet, sondern aus pragmatischen Gründen.

Die Paare, die sie betreut, wohnen im Großraum Dortmund und dem Münsterland. „Um mich mit ihnen zu treffen, muss ich bisher mindestens eine Stunde mit dem Auto fahren“, erklärt sie. Das werde jetzt wegen der verkehrsgünstigen Lage Bergkamens wesentlich einfacher sein. Auch für ihren Freund sei die Fahrt zu seinem Arbeitsplatz in Essen noch gut zu bewältigen.

Sinah Wache mit den jungen Gästen der Hochzeitsfeier
Sinah Wache mit den jungen Gästen der Hochzeitsfeier

Sinah Wache arbeitet als Hochzeitsplanerin selbstständig, sie ist aber dem Franchiseunternehmen „Traumhochzeit“ angeschlossen. Das bringe erhebliche Vorteile, sagt sie. Dazu gehört auch, dass sie und ihre 26 Kolleginnen sich das Bundesgebiet in feste Einzugsbereiche aufgeteilt haben. Das östliche Ruhrgebiet und das Münsterland gehören ihr.

Hochzeitsplanerinnen (Männer bilden hier in eine verschwindend kleine Minderheit.) sind eine gute Adresse für Paare, die ihren schönsten Tag des Lebens so perfekt wie möglich haben wollen. Sinah Wache kümmert sich um alles, von der Auswahl des Orts der Hochzeitsfeier, den Druck der Einladungskarten, engagiert die Musik und das Catering bis hin zur Beratung bei der Auswahl des Hochzeitskleids.

Planungen beginnen ein Jahr vorher

Sinah Wache zupft noch einmal das Brautkleid zurecht, bevor es zur Trauung geht.
Sinah Wache zupft noch einmal das Brautkleid zurecht, bevor es zur Trauung geht.

„Die Paare fangen im Schnitt ein Jahr vor dem Tag der Hochzeit mit ihren Planungen an. Sie benötigen dafür 200 bis 300 Stunden“, lautet Sinah Waches Faustregel. Sie selbst benötigt dafür etwa 50 Stunden. „Ich kenne ja die DJs oder Catering-Unternehmen. Ich muss da nicht lange suchen und ich kann sofort sagen, wer zu diesem Brautpaar passt.“

Das alles hat natürlich seinen Preis. „Ich nehme 15 Prozent des Budgets der Hochzeitsfeier“, sagt Sinah Wache. Das sei auf ein Stundenhonorar umgerechnet erheblich weniger als das, was zum Beispiel ein Steuerberater nimmt. Sie hat übrigens Betriebswirtschaftslehre studiert und eine Weiterbildung zur „Weddingplanerin“ bei der IHK absolviert.

Angebot für Hochzeitspaare bei der VHS

HochzeitSinah Wache möchte möglichst schnell in Bergkamen heimisch werden. Dazu gehören auch soziale Kontakte, und die hofft sie unter anderem durch die Teilnahme an Kursen der Volkshochschule knüpfen zu können. Pech hatte sie beim Workouttanzen. Dieses Angebot war bereits nach kurzer Zeit ausgebucht gewesen. Online konnte sie sich aber einen Platz im Tapas-Kochkurs sichern.

Vorher hatte sie Kontakt mit VHS-Leiterin Sabine Ostrowski aufgenommen. Sicher ist ihr ein Platz in einem völlig neuen Angebot der Bergkamener VHS, denn sie wird diesen Kurs leiten. Dabei geht es natürlich um Hochzeitsvorbereitungen. Da ist sie ja Fachfrau. An drei Abenden können maximal drei Paare mit Sinah Wache über die Fallstricke auf dem Weg zur ganz persönlichen Traumhochzeit und deren Beseitigung sprechen. Dabei gehe es ihr nicht darum, neue Kunden anzuwerben. Sie möchte vielmehr die Paare beraten. „Ich bin eben eine Weddingplanerin aus Leidenschaft.“




Bergkamener Heinz Kordy Ehrenprofessor in China

Zum 91. Mal ist Heinz Kordy, früherer Mitarbeiter des Dortmunder Auslandsgesellschaft, im vergangenen Juni zu einer ausgedehnten Reise durch China aufgebrochen, diesmal wurde ihm dabei eine ganz besondere Ehre zuteil.

Kordy
Heinz Kordy (m.) bei der Ernennung zum Ehrenprofessor

Als Kordy in der alten Kaiserstadt Xi´an weilte, lud ihn die große Fanyi-Universität, die sich in einer kleinen Stadt vor den Toren von Xi´an befindet, zu einem Gespräch ein. Kordy hatte dort im letzten Jahr zusammen mit seinem Freund Heinrich Peuckmann Vorlesungen gehalten. Er selbst hatte über Tourismus mit dem Schwerpunkt „Sanfter Tourismus“ referiert, etwas, das den chinesischen Studenten und Professoren völlig neu war, Peuckmann über deutsche Literatur und seine Situation als Schriftsteller in Deutschland. Dass die Vorträge gut angekommen waren, hatte Kordy schon im letzten Jahr an den Reaktionen der Studenten gemerkt, wie gut aber, erfuhr er erst jetzt, ein Jahr später.

Zu seiner Überraschung wurde er an der Uni gleich von drei wichtigen Vertretern empfangen, von der Vizerektorin, Frau Yao Baorong, dem Dekan der germanistischen Fakultät, Prof. Shi und von Prof. Xue Ximin, der die beiden Freunde im letzten Jahr liebevoll betreut hatte. Bei einem Essen lüfteten die drei dann ihre eigentliche Absicht. Feierlich überreichten sie ihm eine Urkunde und ernannten ihn zum Ehrenprofessor der Fanyi-Universität.  Kordy war ebenso überrascht wie erfreut, weiß er doch aus langjähriger Erfahrung, wie wichtig den Chinesen Symbolhandlungen sind.

Nach seinen Vorträgen hatte Kordy noch für eine große Buchspende an die Fanyi-Uni gesorgt, denn er hatte gesehen, dass sie nur wenig literarische Werke der deutschen Gegenwartsliteratur besaß. Außerdem hatte er erste Kontakte zwischen der Uni und einem Dortmunder Gymnasium geknüpft, so dass es bald zu einem Austausch kommen wird. Als Vertreter der Uni hörten, dass Kordy nun zu einem längeren Besuch nach Xi´an kommen würde, ergriffen sie die Gelegenheit, sich richtig bei ihm bedanken. Ehrenprofessor Heinz Kordy, das war ein Dank, mit dem er wirklich nicht gerechnet hatte.

Von Lukas Peuckmann




Bergkamener Musikpädagoge Buck Wolters wird Dozent an der neuen Kunsthochschule München

Es musste ja so weit kommen: Nach fast 20-jahriger Lehrtätigkeit an der Bergkamener Musikschule, zahlreichen eigenen Kompositionen und Lehrbüchern nimmt Burkhard Wolters zum Wintersemester 2013/14 eine Dozententätigkeit an der neuen Kunsthochschule München „Munich Institute of Media and Musical Arts“ (MIMA) auf. Zuständig ist er dort für die Bereiche Akustikgitarre / Komposition und Arrangements.

Buck Wolters
Buck Wolters

Warum es so kommen musste, konnte die Besucherinnen und Besucher des Konzerts des „Tropical Turn Quartetts“ mit eigenen Ohren erleben. Bis auf zwei Stücke stammt das Programm aus der Feder des Bandleaders aus Bergkamener. Es war der Abschluss einer Tournee, die Buck Wolters, Uli Bär (Bass), Dmitrij Telmanov (Trompete) und Benny Mokross (Drums, Percussions) über 20 Stationen durch Nordrhein-Westfalen führte. Möglich gemacht hat diese wunderbare Zusammenarbeit das Kultursekretariat Gütersloh. Eigentlich ist „Tropical Turn“ das Duo Wolters/Mokross. Das hat auch die CD „El Camino a San Mateo“ eingespielt, die es im gut sortierten Handel gibt.

Uli Bär
Uli Bär

Initialzünder für das Quartett war neben der Förderung durch das Kultursekretariat die Zusammenarbeit der Vier während des Jazz-Festivals am Hellweg „Take Five“ 2011.

Dmitrij Telmanov
Dmitrij Telmanov

Vor zwei Jahren bildete das Quartett das Grundgerüst der „Hellweg Allstars“ und auch hier lieferte Buck Wolters den Löwenanteil der Kompositionen und Arrangements.

Tropical Turn
Benny Mokross

Ein Wermutstropfen bleibt den Jazz-Fans in der Region: Eine Neuauflage der „Hellweg Allstars“ wird es im Herbst, wenn „Take Five“ wieder die Region zum Swingen bringt, leider nicht. Das hat offensichtlich nicht nur damit etwas zu, dass Buck Wolters dafür keine Zeit mehr haben dürfte. „Wir wollen etwas Neues probieren“, erklärt Uli Bär in der Konzertpause in der Marina Rünthe. Er zupft nicht nur vorzüglich den Bass, er ist auch künstlerischer Leiter des Jazzfestivals. Es wird wohl ein Big Band-Projekt werden, sagt er. Mehr wollte er nicht verraten bis auf das: In allen Festivalstädten, Bergkamen ist natürlich wieder dabei, gibt es die beliebten Kinderkonzerte mit Uli Bärs „ABC-Band“.


 




Horrorfilm Wettbewerbsbeitrag für den Bürgermedienpreis 2013 der Landesanstalt für Medien

Unterricht kann manchmal für eine Schule auch zu recht praktischen Ergebnissen führen. Ein Jahr lang haben sich 28 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums mit dem Thema „Film“ auseinandergesetzt. Ein Beitrag informiert in wenigen Minuten über alles, was für den Besuch der „Penne“ wichtig ist. Er findet jetzt als sogenannter Image-Film einen Platz auf der Schulhomepage.

Auschnitt aus dem Horrofilm
Auschnitt aus dem Horrofilm „Hylophobie“

Einen anderen aus der Abteilung „Der kleine Horrorladen“, den Film „Hylophobie“ (Angst vor dem Wald) will Kursleiter Ulrich Brötz in den Wettbewerb um den Bürgermedienpreis 2013 der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) schicken. Hier hatten sich die Filmemacher zwei „Profi-Schauspieler“ von der Theater-AG des Gymnasiums ausgeliehen.

 Professionell präsentierte sich bei der Vorführung der Arbeitsergebnisse in der gesamten Jahrgangsstufe auch das Video über die Vor- und Nachteile der verkürzten Schulzeit bis zum Abitur. „Er könnte jederzeit als Einspieler während einer Talkshow zum Thema dienen“, meint Brötz. Hier hatten die vier Filmemacherinnen nur wenig Zeit für die Produktion. Eigentlich wollten sie ein Video über die Sanierungsarbeiten nach einem Hausbrand in der Nachbarschaft drehen. Dies zerschlug sich, sodass sie umdisponieren mussten.

Hier wird auch fürs „Leben“ gelernt

Fünf sehr sehenswerte Filme sind das Ergebniss der Kursarbeit in diesem Schuljahr.
Fünf sehr sehenswerte Filme sind das Ergebniss der Kursarbeit in diesem Schuljahr.

Das notwenige Handwerkszeug lernten die Kursteilnehmer im ersten Schuljahr. Sie setzen sich mit Themen wie Ausleuchtung, Kameraführung Schnitt und Ton auseinander. Dazu gab es Übungen zur Filmsprache. Wie setzt man zum Beispiel „warten“ in bewegten Bildern um. Es werden nervöse Blicke auf die Armbanduhr oder wippende Füße gezeigt.

Film gehört in der Oberstufe zum künstlerischen Bereich. Hier müssen sie sich für Musik, Theater, Literatur entscheiden. Die Noten bzw. Punkte, die hier während gesammelt werden, werden ein Jahr später abiturrelevant. Sicherlich lassen sich diese Kurse auch in die Rubrik Berufsvorbereitung und Berufsorientierung einordnen. Mancher Absolvent des Bergkamener Gymnasiums verdient inzwischen seine Brötchen mit Schreiben, der Schauspielerei oder mit Musik. Hier werden sich sicherlich auch einige Teilnehmer des Film-Kurses einreihen.




2. Bergkamener Firmenlauf soll den Spaß an der Bewegung vermitteln

Die Veranstaltung am 26. September heißt zwar „2. Bergkamener Firmenlauf“, auf den fünf Kilometer langen Rundkurs mit Start und Ziel am Zentrumsplatz kann sich aber jeder begeben. Einzige Voraussetzung: Es wird in einer Gruppe gelaufen.

FirmenlaufDabei geht es nicht um Zeiten und Rekorde, wie Mitveranstalter Frank Klesz betont. Der Inhaber der Sonnen-Apotheke und die „AuK Alten- und Krankenpflege GmbH“ wollen vielmehr den Spaß an der Bewegung vermitteln. Unterstützt werden sie dabei vom Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen, der dieses sportliche Event offiziell als Volkslauf führt. Die bisher größte angemeldete Gruppe ist wieder das Nachbarschaftsteam „Oberadener Heide“ mit 41 Läuferinnen und Läufern

Firmenlauf2Bis zum 5. September haben Beschäftigte aus Firmen und Verwaltungen im Kreis Unna sowie die Hobby-Gruppen Zeit, sich online unter www.firmenlauf-bergkamen.de anzumelden. Das geht aber auch noch am Veranstaltungstag bis 18 Uhr. Gestartet wird dann eine halbe Stunde später. Wer die 5 Kilometer gewalkt oder gelaufen ist, erhält eine Urkunde. Wer will, kann sich beim Massageangebot der Krankengymnastikschule GPS Bergkamen erholen.

Danach ist Party bis etwa 22 Uhr angesagt. Durchs Programm führt diesmal Thomas Leitmann, der Sänger der Coverband „Burning Heart“.  Frank Klesz rechnet diesmal mit über 800 der doppelten Zahl von Teilnehmenern wie bei der Premiere. Man habe darauf geachtet, dass am 26. September keine anderen Firmenläufe in der Region stattfinden.




Einbrüche, Graffitis und Betäubungsmittel: Vier 18- und 19-jährige Bergkamener festgenommen

Der Polizei ist jetzt eine vierköpfige Bande aus Bergkamen ins Netz gegangen. Das Quartett im Alter von 18 und 19 Jahren soll für mindestens 30 Lauben- und Geschäftseinbrüche, Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und Graffiti-Schmierereien verantwortlich sein.

Bei den Hausdurchsuchungen am Mittwoch entdeckte die Polizei bei den Bergkamenern umfangreiches Diesbesgut.
Bei den Hausdurchsuchungen am Mittwoch entdeckte die Polizei bei den Bergkamenern umfangreiches Diesbesgut.

Wie die Polizei mitteilt, wurden so zahlreiche Straftaten aus dem Jahr 2013 in Bergkamen durch umfangreiche Ermittlungen aufgeklärt werden. Durch Zeugenhinweise in anderen Verfahren kam die Kriminalpolizei auf die Spur der vierköpfigen Bande aus Bergkamen. Am Mittwoch wurden in diesem Zusammenhang vier richterlich angeordnete Wohnungsdurchsuchungen durchgeführt und die Tatverdächtigen festgenommen.

Es wurde umfangreiches Beweismaterial in Form von Diebesgut und Graffiti-TAG-Vorlagen aufgefunden. In den anschließenden Vernehmungen zeigten sich die Festgenommenen umfassend geständig. So können der Bande bisher mindestens 30 Geschäfts- und Laubeneinbrüche zugeordnet werden. Weiterhin ans Tageslicht kamen eine Vielzahl von Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und Sachbeschädigungen durch Graffitisprühereien.

Die vier Tatverdächtigen im Alter von 18 bis 19 Jahren wurden nach ihren Vernehmungen entlassen. Die Untersuchungen hinsichtlich weiterer Straftaten zu Lasten der Heranwachsenden dauern noch an.




Ärzte schlagen Alarm: Sie befürchten einen Mediziner-Notstand für Bergkamen

Das Bergkamener Ärztenetzwerk sieht die medizinische Versorgung der Bergkamener Bevölkerung in Gefahr. Es seien zu wenig Hausärzte, sie hätten einen hohen Altersdurchschnitt und viele gingen bald in den Ruhestand, ohne dass eine Nachfolge in Sicht sei, erklärte der Ärztesprecher Dr. Joachim Eick am Donnerstag den Mitgliedern des Bergkamen Stadtrats.

ÄrztenetzDie Politik müsse jetzt aktive Gegenmaßnahmen ergreifen. Dazu gehören laut Eick unter anderem eine Vereinbarung der Stadt mit der Kassenärztlichen Vereinigung über Mindestumsätze der Praxen, die Bereitstellung günstigen Baulands und Hilfen bei der Bereitstellung von Praxisräumen.

Die Ärzte haben ihre Analyse und ihre Forderungen auch schriftlich formuliert. Das dokumentiert der Infoblog im Wortlaut:

Hausärztliche Versorgung in Bergkamen

Aktueller Status und Zukunftsaussichten

Seit 1998 und verstärkt seit 2005 (u.a. hier im Plenarsaal) warnen wir vor einer schlechter
werdenden hausärztlichen Versorgung in Bergkamen. Nach aktuellen Berechnungen der KVWL Dortmund ist die Versorgungsquote in Bergkamen auf 88,2% (Stand Juli 13) gesunken.Es stehen für die Bergkamener Bürger lediglich 18 Hausärzte zur Verfügung, anstatt der 24 aufgrund der KV-Berechnungen notwendigen Ärzte !!Die Versorgungsquote in Kamen liegt bei 125% und in Werne bei 121%.Aufgrund der aktuellen KV-Regelung sollen pro Hausarzt im Ruhrgebiet 2134 Einwohner versorgt werden. Dies entspricht der vorgegebenen Versorgungsquote von 110%. Aufgrund dieser Richtzahlen könnten aber nur 38412 Einwohner versorgt werden, somit sind 11545 Bürger ohne hausärztliche Versorgung.
Zur Altersstruktur der hiesigen Hausärzte5 der 18 Hausärzte in Bergkamen sind 65 Jahre und älter, also eigentlich schon fast im Rentenalter/Ruhestand . Würden sie wirklich aufhören, läge die Versorgungsquote nur noch bei 63,7% .Weitere 10 Hausärzte in Bergkamen sind 60 Jahre und älter. Lediglich 3 Ärzte sind noch
unter 50 Jahre alt.Das Durchschnittsalter der Hausärzte in Bergkamen liegt bei 58,3 Jahren .Wir brauchen also dringend weitere Hausärzte zur Sicherstellung der hausärztlichen
Versorgung in Bergkamen !!Die Bergkamener Hausärzte erwarten von verantwortlichen Politikern der Stadt Bergkamen
Unterstützung zum Schutz der Bergkamener Bürger vor hausärztlicher Unterversorgung.
Vorschläge

  • Mindestumsatzgarantie (Vereinbarung Stadt-KV )
  • günstiger Kredit durch die heimische Sparkasse
  • Hilfe bei der Beschaffung eines günstigen Baugrundstückes
  • Hilfe bei der Beschaffung von Praxisräumen durch die Stadt
  • Sponsoring von Medizinstudenten ( Werbung bei den hiesigen Abiturjahrgängen)
  • Schaltung von gezielten Suchanzeigen in den ärztlichen Fachmedien



Stadtrat beschließt einstimmig neuen Konzessionsvertrag für das Stromnetz mit den GSW

Beim Tagesordnungspunkt 1 „Wahl eines Beigeordneten“ gab es im Stadtrat noch kontroverse Diskussionen, beim Tagesordnungspunkt 2 herrschte wieder große Einigkeit im Bergkamener Parlament: Einstimmig votierten die Stadtverordneten für den neuen Strom-Konzessionsvertrag mit den Gemeinschaftsstadtwerken Kamen Bergkamen  Bönen.

StromÄhnlich verliefen am Donnerstag die Abstimmungen in Kamen und Bönen. Die Räte tagten diesmal gleichzeitig. Der neue Vertrag zwischen den drei Kommunen und den GSW soll nun am kommenden Montag von den drei Bürgermeistern und der GSW-Geschäftsführung unterzeichnet werden.

Einig waren sich die fünf Bergkamener Ratsfraktionen nicht nur in der Abstimmung, sondern auch in der Bewertung der Konzessionsverlängerung. Sie sichere die wirtschaftliche Zukunft des kommunalen Versorgungsunternehmens, betonten die Fraktionsvorsitzenden. Dabei muss man wissen, dass die Gewinne kaum noch beim Verkauf von Strom anfallen, sondern durch das Leitungsnetz. Glücklicherweise ist dieser Profit in den Augen eines Energie-Multis wie RWE offensichtlich zu gering. Dieses Unternehmen hatte zu Beginn des Verfahrens ein Interesse an der Konzession und damit auch an der Übernahme des Stromnetzes bekundet, doch nach kurzer Zeit wieder abgewunken. Die DSW blieben letztlich als einziger Bewerber übrig.

Nutzen bringt dieser neue Konzessionsvertrag für Strom vor allem den drei beteiligten Kommunen und ihren Bürgerinnen und Bürgern. Die Gewinne bleiben vor Ort. Ohne sie, so die Fraktionsvorsitzenden, wären wegen der prekären Haushaltslage die Freizeiteinrichtungen wie Bäder und Eissporthalle kaum zu halten, die von den GSW übernommen wurden. Der Betrieb von Wellenbad, Hallenbad und Eissporthalle fährt einen jährlichen Verlust von rund 2 Mio. Euro ein.

Hinzu kommt das Sponsoring von Veranstaltungen, die den Bergkamenern längst ans Herz gewachsen sind. Auch das Hafenfest, der Kultursommer oder der Lichtermarkt wären ohne Unterstützung des GSW nicht möglich oder müssten erheblich abgespeckt werden.

Mindesten ebenso wichtig bei der Entscheidung des Stadtrats ist, dass die Bergkamener Politik fest überzeugt ist, mit den eigenen Stadtwerken eine zukunftsweisende Energiepolitik besser vor Ort umzusetzen als mit einem „Multi“. Konkret geht es darum, die Stromversorgung durch regenerative Energien auszubauen und zu stärken.




Römisches Lagerleben an der Holz-Erde-Mauer an diesem Wochenende

Glänzende Kettenhemden, blanke Schwerter, durchtrainierte Legionäre sind am kommenden Wochenende wieder im Römerpark Bergkamen anzutreffen und laden Besucherinnen und Besucher an die Holz-Erde-Mauer ein.

Römerpark Bergkamen (4)Am Samstag, 13. Juli, von 15 bis 17 Uhr und Sonntag, 14. Juli, von 11 bis 17 Uhr wird das römische Lagerleben im Militärlager Oberaden wieder lebendig.

Mitglieder der Römergruppe „Classis Augusta Drusiana“, allen voran Martin Weber als Legionär, zeigen an diesem Wochenende allen interessierten Besucherinnen und Besuchern römisches Handwerk und Militärwesen und erklären viele Details der römischen Holz-Erde-Mauer.

Die Römergruppe hat sich der experimentellen Archäologie verschrieben und möchte das Leben der römischen Legionäre im Römerlager Oberaden hautnah erlebbar machen. Die authentische Wiedergabe der Lebensumstände vor rund 2000 Jahren im Militär- und Zivilleben ist den Mitgliedern dabei besonders wichtig.

Zeitgleich ist das Stadtmuseum Bergkamen mit der Schwerpunktabteilung zum „Römerlager Oberaden“  geöffnet. Für Fahrradtouristen auf der Römer-Lippe-Route sicherlich ein lohnenswertes Ziel.




SPD-Mehrheit im Stadtrat macht Holger Lachmann zum neuen Beigeordneten

Zum Schluss war es eigentlich wie immer: Bürgermeister Roland Schäfer überreichte dem künftigenn Beigeordneten Holger Lachmann zur Wahl einen Blumenstrauß und mit Gerd Kampmeyer (SPD) kamen auch die anderen Fraktionsvorsitzenden nach vorn, um dem Nachfolger von Bernd Wenske zu gratulieren.

Holger Lachmann
Holger Lachmann

22 Stimmen erhielt der 33-jährige Volljurist aus den Reihen der SPD. Uwe Radtke, der von seinem Ortsverein Weddinghofen nicht mehr für die Kommunalwahl 2014 nominiert worden war, hatte seine Ankündigung, sich der Stimme enthalten zu wollen, offensichtlich nicht wahr gemacht. Ob er es war, der sein Kreuz hinter dem Namen der einzigen Bewerberin für die Wenske-Nachfolge gesetzt war, muss wegen der geheimen Abstimmung, die von Elke Middendorf beantragt worden war, allerdings ein Geheimnis bleiben. Auf dem Stimmzettel standen die Namen von vier Bewerbern, einer hatte vorher zurückgezogen.

Ungewöhnlich an diesem Wahlgang war, dass Bürgermeister Roland Schäfer die beiden Ehrenratsmitglieder Regina Müller-Hinz (Bündnis 90/Die Grünen) und Richard Heinzel (CDU) mit Einverständnis des Stadtrats zu „Wahlbeobachtern“ machte. Sie sollten die Auszählung der Stimmen „überwachen“.

Vorher verdeutlichten noch einmal für die Opposition Herald Sparringa (Bündnis 90/Die Grünen) und SPD-Fraktionschef Gerd Kampmeyer ihre Positionen zum Verfahren, die zur Wahl Holger Lachmanns geführt hat. (Der Infoblog berichtete ausführlich.) Vor der Ratssitzung hatte Bürgermeister Roland Schäfer zu einem interfraktionellen eingeladen, offensichtlich mit dem Ziel, die Wogen zu glätten. Nicht alle Fraktionen seien vertreten gewesen. Doch die, die dabei gewesen seien, hätten übereinstimmend erklärt, dass es in dieser Diskussion nicht um die Position des neuen Beigeordneten gegangen wäre. Holger Lachmann tritt am 1. Dezember die Nachfolge von Bernd Wenske an.




Polizei sucht Mutter des toten Babys aus Unna

Das männliche Baby trug diese Kleidung. Foto: Polizei

Eine Babyleiche wurde am Donnerstagmorgen in einer schwarzen Sporttasche an der evangelischen Stadtkirche in Unna gefunden – es war gewaschen und mit sauberer Kleidung in einer Sporttasche vor der Kirche abgelegt worden.

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft nun bekannt gegeben haben, lag das tote Baby mindestens 24 Stunden tot in der Tasche. Der Rundblick Unna berichtet über die Pressekonferenz mit Hintergründen der Tat. 

Nun sucht die Polizei um Hinweise aus der Bevölkerung, um die Mutter zu finden. Das Baby trug weiße Babykleidung mit Tiermotiven. Wer diese Kleidung kennt oder eine Mutter, die jüngst entbunden hat, aber kein Baby mehr hat, soll sich an die Kriminalwache Dortmund , Tel. 0231-1327999, oder jede andere Polizeidienststelle wenden.