Der Bau der Wasserstadt Aden startet im Frühjahr 2014

Im Frühjahr nächsten Jahren sollen endgültig auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Haus Aden die Bagger anrollen. Die Umwandlung in die Wasserstadt soll dann 2018 geschafft sein.

Wasserstadt 1Bürgermeister Roland Schäfer und Technischer Beigeordneter Dr. Hans-Joachim Peters präsentieren jetzt nicht nur den Zeitplan für das 40 Mio.-Euro-Projekt, sondern mit der „DSK GmbH & Co.KG“ den Entwicklungstreuhänder dafür.

Bei vielen ehemaligen und noch aktiven Bergleuten wird die Abkürzung DSK Erinnerungen an einen früheren Arbeitgeber wachrufen. Doch dieses Unternehmen, die „Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft“ mit Sitz in Wiesbaden, hat mit Bergbau gar nichts zu tun. Es beschäftigt zurzeit über 195 Mitarbeiter und ist der bundesweite Marktführer im Bereich Stadtentwicklung. Das wohl wichtigste und bekannteste Projekt ist die Entwicklung des Parlaments- und Regierungsviertels in Berlin. Das Unternehmen engagiert sich aber auch in die Stärkung der Altstadt Weimars als Standort kultureller Aufgaben und Einrichtungen.

„Aden Boulevard“ und  „Panoramakai“

Haus Aden bleibt auch weiterhin Standort für die zentrale Wasserhaltung im östlichen Revier.
Haus Aden bleibt weiterhin Standort für die zentrale Wasserhaltung im östlichen Revier.

Die DSK kümmert sich um die technische Steuerung des Bergkamener Zukunftsprojekts, kümmert sich um die finanzielle Abwicklung und auch um die Vermarktung der Grundstücke. Zunächst werden auf dem Zechengelände die Bodenmassen bewegt. Etwas mehr als ein Jahr wird es dauern, bis der zentrale Adensee und die Gracht fertiggestellt sind. Danach wird Mitte 2015 der erste von zwei Bauabschnitten gestartet, unter anderem mit der Errichtung des „Aden Boulevard“ und des „Panoramakais“.

Der zweite Bauabschnitt soll Anfang 2017 folgen. Für alle, die bisher für sich überlegt haben, ein Grundstück in der „Wasserstadt Aden“ zu kaufen und sich dort niederzulassen, wird es ab Mitte 2015 ernst.

Wasserstadt 2




Lichtermarkt mit Märchenbühne in der Stadtbibliothek

Im Rahmen des diesjährigen Lichtermarktes bietet die Stadtbibliothek Bergkamen am Freitag, 25. Oktober zwei Veranstaltungen für Kinder an.

D. NitschkeDaria Nitschke, Erzählerin der „Märchenbühne“ aus Dortmund präsentiert um 18 Uhr das Programm „Wenn die Geschichtenkiste sich öffnet“. Sie lädt Kinder ab 4 Jahren ein zu einer Reise ins Märchenland mit lustigen Abenteuern und viel Spaß, zum Mitmachen und Mitlachen. Um 20 Uhr erzählt Daria Nitschke dann die Geschichte „Sesimbra!“ – Märchen und Geschichten voller Abenteuer für Kinder von 6 bis 12 Jahren. Die Programme dauern jeweils ca. 45 Minuten. Für beide Veranstaltungen sind noch kostenlose Karten in der Stadtbibliothek erhältlich. Informationen erhalten Sie unter der Telefonnr.: 02307/983500.




Osman Engin liest: Deutschland allein zu Haus

In der Stadtbibliothek findet im Rahmen der Deutsch-Türkischen Buchwoche in NRW am Dienstag, 22. Oktober, um 18 Uhr eine Lesung von Osman Engin statt. Der Schriftsteller liest aus seinem neuen Buch „Deutschland allein zu Haus“. Einer Satire: Was wäre, wenn alle „Ausländer“ des Landes verwiesen würden, weil eine autoritäre, nationalistisch ausgerichtete Regierung an die Macht käme.

osman_23Osman Engin kommt aus Bremen und ist ein deutscher Satiriker und Schriftsteller türkischer Herkunft. Er wurde 1960 in Izmir geboren und lebt seit seinem 12. Lebensjahr in Bremen und  hat  eine eigene Rundfunkrubrik bei Radio Bremen („Alltag im Osmanischen Reich“). Er schreibt satirische Kurzgeschichten für viele Zeitschriften (taz, Frankfurter Rundschau, titanic, u. a.) Seit 1985 verfaßt er eigenständige Buchveröffentlichungen. Er hat auf dem Gebiet der Literatur zahlreiche Auszeichnungen erhalten (Literaturpreis der Stadt Bremen, Preise aus Berlin und Gelsenkirchen. Auch den ARD-Medienpreis erhielt er 2006.)




Städtisches Gymnasium spielt im Frühjahr um den Kreismeistertitel

Die Nachwuchs-Fußballer des Städtischen Gymnasiums Bergkamen haben in der Wettkampfklasse III (Jahrgänge 2000-2002) den Einzug in die Endrunde der Kreismeisterschaften geschafft. Nach der erfolgreichen Vorrunde am Freitag, 11. Oktober, setzte sich das von Jens Siebeneicher und Matthias Fahling betreute Team am Mittwoch nun auch in der Zwischenrunde durch.

WK III ZwischenrundeIm ersten Spiel wurde das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium aus Lünen souverän mit 2:0 besiegt. Die Treffer erzielten Malick Badjie und Marc Knappmann. Die zweite Partie gegen das Clara-Schumann-Gymnasium Holzwickede endete 2:2. Dabei glichen die Bergkamener Schüler gleich zweimal einen Rückstand aus. Für die Tore sorgten Brian Wolff und Can Demircan.

Bereits vor der letzten Partie gegen die Gesamtschule Fröndenberg war klar, dass das SGB ein Ticket für die Endrunde sicher haben würde, da die Konkurrenz aus Lünen und Holzwickede im direkten Duell nur unentschieden spielte und somit unsere WK-III-Schüler nicht mehr von Rang zwei würde verdrängen können. Im letzten Zwischenrundenspiel gegen die Gesamtschule Fröndenberg ging es also um den Gruppensieg. Den sicherten sich am Ende die Fröndenberger Schüler.

Erst Mitte März 2014 stehen dann die Finalspiele auf dem Programm. Das SGB will dort nach den tollen Leistungen in der Vor- und Zwischenrunde nun die Chance auf einen „Treppchen-Platz“ unbedingt nutzen.

Zum erfolgreichen WK-III-Kader der Vor- und Zwischenrunde gehören: Veith Walde, Marc Knappmann, Malick Badjie, Jonas Stefan, Atakan Demiroglu, Maximilian Kniep, Tim Neugebauer, Brian Wolff, Bastian Prengel, Leroy Wetzel, Henri Wittwer, Mikail Yalcinkaya, Yasin Demirci, Kerem Özogul, Leander Flottau, Felix Evers, Can Demircan.




Erst kokelt das Essen auf dem Herd, dann brennt die Küche

Zuerst zündelte am Mittwochnachmittag das Essen auf dem Herd. Anschließend griffen die Flammen auf die Dunstabzugshaube über. Schließlich stand die Küche im 1. Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses an der Heinestraße in Flammen.

Rund 60 Feuerwehrleute waren am Mittwochnachmittag an der Heinetraße in Weddinghofen im Einsatz gewesen. Fotos: Ulrich Bonke
Rund 60 Feuerwehrleute waren am Mittwochnachmittag an der Heinetraße in Weddinghofen im Einsatz gewesen. Fotos: Ulrich Bonke

Die Mieterin, Mutter eines einjährigen Kindes, hatte offensichtlich vergessen, dass auf dem Herd noch Essen kochte, als sie mit ihrem Kind das Haus verlassen hatte. Als gegen 16.12 Uhr die Feuerwehr vor Ort war, hatte sich bereits eine so große Hitze in der Küche entwickelt, dass der Putz von der Decke herunterfiel.

2013_10_16_Brand Heinestra¯e Bergkamen 003Als erster war ein Streifenwagen der Polizei vor Ort gewesen. Ein Beamter wollte überprüfen, o sich in der Wohnung noch Menschen befunden hatte. Der Vater der jungen Frau, der in der Nähe wohnt, hatte ihm dafür seinen Wohnungsschlüssel gegeben. Nachdem der Beamte die Tür geöffnet hatte, schwoll ihm eine Rauchwolke entgegen. Dabei erlitt er eine Rauchvergiftung.

Rund 60 Feuerwehrleute aus Bergkamen-Mitte, Weddinghofen und Oberaden waren am Mittwochnachmittag im Einsatz gewesen. Wie Löschgruppenführer Uwe Dunemann berichtete, sei die Wohnung im Obergeschoss rauchfrei geblieben. Die Bewohner hätten Türen und Fenster geschlossen gehalten. Insgesamt dauerte der Einsatz in der Heinestraße eineinhalb Stunden.




Abschiedszeremonie mit Lichtkunst und Bar für den Wohnturm

Nun kommt sie doch: die große Abschiedsparty für den Bergkamener Wohnturm. Treffpunkt ist am kommenden Freitag, 18. Oktober, um 18.30 Uhr auf dem oberen Parkdeck der Turmarkaden. Das Diskotheken-Team der „A 2“ eröffnet eine kleine Bar. Nach den offiziellen Worten wird der Turm dank schwarzer Spezialfarbe und Laser bis Mitternacht in einem völlig anderen Licht erscheinen.

Katja Aßmann erklärt auf dem Parkdeck der Turmarkaden den Ablauf der Lichtkunstaktion zum Abschied des Wohnturms.
Katja Aßmann erklärt auf dem Parkdeck der Turmarkaden den Ablauf der Lichtkunstaktion zum Abschied des Wohnturms.

Dieses Schauspiel wiederholt sich am kommenden Samstag, zum Lichtermarkt am 25. Oktober und auch noch einen Tag später am Samstag 26. Oktober. Das schöne dabei ist: Die Abschiedsgemeinde kann dies alles von der best möglichen Stelle vom Parkdeck aus beobachten. Während dieser Aktion bleibt der Haupteingang der Turmarkaden geöffnet. Hinauf geht es über die Rolltreppe. Möglicherweise werden die Stellplätze auf dem ersten Parkdeck nicht ausreichen. Eine Etage darüber ist Parken nicht möglich.

Am kommenden Freitag gibt es zusätzlich in den ehemaligen Räumen von „Baby Walz“ ein Abschiedsessen, zudem die Organisatoren, Urbane Künste Ruhr, das Zentrum für internationale Lichtkunst und „Hellweg – ein Lichtweg“ ausdrücklich alle Bergkamenerinnen und Bergkamener einlädt.

Abschiedsessen im Leerstand der Turmarkaden

Dieses Essen ist Bestandteil eines Symposiums in Zusammenarbeit mit der TU und der Fachhochschule Dortmund, das am Samstag, 19. Oktober, fortgesetzt wird. Auch hier seien die Bürgerinnen und Bürger herzlich willkommen, betont die künstlerische Leiterin von Urbane Künste Ruhr, der Nachfolgeorganisation der Kulturhauptstadt Ruhr 2010, Katja Aßmann.

Dieser Industrieroboter wird in Bergkamen zum Kunstwerk.
Dieser Industrieroboter wird in Bergkamen zum Kunstwerk.

Die Architekten- und Künstlergruppe osa plant für Urban Lights Ruhr eine besondere Abschiedszeremonie für den zentralen Wohnturm in Bergkamen, der bereits seit 15 Jahren leer steht und Ende des Jahres abgerissen werden soll. Zwei Seiten des 60 Meter hohen Wohnturms wurden schwarz angestrichen, die als Projektionsfläche für eine Laserinstallation dienen. Die Laserinszenierung greift Szenarien der Turmgeschichte auf und simuliert seinen Abriss, bis der Turm letztendlich im Schwarz der Nacht verschwindet. Über einen temporär eingerichteten Radiokanal (UKW Frequenz 92,9) werden Berichte und Geschichten von Bürgern Bergkamens über den Wohnturm zu hören sein.

Das Künstlerkollektiv realities:united aus Berlin realisiert mit der Installation Sender die Choreografie eines Industrieroboters. Platziert auf dem an den Wohnturm angrenzenden Parkdeck, wird der Roboter bei Tag, Nacht und je nach Wetterlage unterschiedlich agieren. Bei Tag schwenkt der Roboter eine Fahne und bei Nacht hält er einen Leuchtstab. Wenn die Wetterlage sich verschlechtert, schützt sich der Roboter mit einem Schirm oder einem Dach.

Urban Lights Ruhr | Limited Editio

18.  Oktober 2013: Urban Lights Ruhr – Symposium, 16 – 22 Uhr

19.   Oktober 2013: Urban Lights Ruhr – Symposium, 10 – 19 Uhr Tickets Symposium: 15 € (Tagesticket), 20 € (2-Tagesticket) Anmeldung unter: symposium@urbanekuensteruhr.de

18. Oktober 2013: Eröffnung Urban Lights Ruhr I Limited Edition, 18.30 Uhr

19., 25. und 26. Oktober 2013: Urban Lights Ruhr I Limited Edition, Beginn der Lichtkunstwerke im

Stadtraum ab 15 Uhr bis Mitternacht

  1. 25.  Oktober 2013:14. Lichtermarkt Marktplatz in Bergkamen-Mitte im Zeitraum, 18 – 23 Uhr
  2. 26.   Oktober 2013: Lichtreise zu den wichtigen Lichtkunstorten der Hellweg-Region Start: 17.30 Uhr am Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna, Ende ca. 22.30 Uhr Ticket: 7,50 €, Anmeldung unter info@urbanekuensteruhr.de

Bergkamen-Arkaden (am Wohnturm und auf dem Parkdeck) Töddinghauser Straße 139 59192 Bergkamen

Partner und Förderer

Stadt Bergkamen

Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna HELLWEG ein LICHTWEG

Fachhochschule Dortmund Fachbereich Design/ Szenografie

www.urbanekuensteruhr.de

www.osa-online.net

www.realities-united.de

 




Bergkamener bauen Unfall in Kamen

Zwei Leichtverletzte forderte ein Auffahrunfall auf der Hochstraße Kamen: Am Freitag fuhr eine 19-Jährige in Richtung Kamen. An einer Ampel bemerkte sie zu spät die vor ihr bremsenden Autos. Sie fuhr auf eine ebenfalls 19-Jährige auf, die wiederum den Bergkamener (49) vor ihr traf. Bei dem Unfall wurden die beiden jungen Bergkamenerinnen verletzt, es entstand ein Sachschaden von rund 10 500 Euro.




Wieder Kellerbrand am Sonntagmorgen in der Zentrumstraße 6: Brandstiftung?

Dasselbe Haus, derselbe Keller, zur gleichen Zeit: Erneut musste an einem Sonntagmorgen die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Bergkamen mit einem Großaufgebot zur Zentrumstraße anrücken. Der Verdacht, dass auch hier Brandstiftung vorliegen könnte, ist sicherlich nicht ganz unbegründet.

Brand ZentrumstraßeGlücklicherweise ist auch diesmal kein Mensch zu Schaden gekommen. Eine junge dreiköpfige Familie wurde aber vorsichtshalber mit der Teleskopmastbühne der Löschgruppe Oberaden von ihrem Balkon im dritten Obergeschoss geholt. Es sei Rauch in die Wohnung dieser Familievgelangt, aber nicht soviel, dass sie unbenutzbar geworden wäre, erklärte Löschgruppenführer Uwe Dunemann.

Wohnungen sind weiter nutzbar

Brand Zentrumstraße81 Rettungskräfte inklusive Sanitäter waren im Einsatz gewesen, nachdem um 10.31 Uhr der Feueralarm einging. Es sei so gewesen wie am vergangenen Sonntag, sagte der stellvertretende Stadtbrandmeister Ralf Klute. „Diesmal mussten wir im Keller nicht nach links, sondern nach rechts.“ Der Einsatz von Hochleitungslüftern im Treppenhaus führte wieder dazu, dass mit Ausnahme der dreiköpfigen Familie die Hausbewohner nicht evakuiert werden mussten. Viele flüchteten ohnehin vor Eintreffen der Feuerwehr ins Freie.

Brand Zentrumstraße 1 c




Großes Stelldichein der Apfelfreunde aus nah und fern auf der Ökologiestation

Der 12. Oktober hätte als der Besucherstärkste in die Annalen des „Tages des Apfels“ auf der Ökologiestation eingehen können, wenn es nicht gegen 16 Uhr angefangen hätte zu regnen.

Tag des Apfels (7)
Apfelsaft, frisch gepresst

Bis dahin war einem größeren Anbieter der gesunden Kernfrucht der Bestand in den Holzkisten weggekauft worden. In seinem Rücken agierte der Kreis Unna. Der bot Äpfel von Streuobstwiesen nicht nur in der schäl- und essbaren Form an. Vor den Augen der Besucher verwandelte sich das Obst innerhalb weniger Minuten zu handgepresstem Saft.

Der „Tag des Apfels“ ist Publikumsmagnet, der Apfelfreunde weit jenseits der Grenzen des Kreises Unna anlockt. Ein Grund ist sicherlich, dass auf der Ökologiestation Toleranz waltet. Mehrere Anbieter hatten auch Gemüse mitgebracht. Es gab Marmeladen. Kinder konnten sich mit einem ausgehölten und geschnitzten Kürbis auf Halloween vorbereiten. Ja sogar Weihnachtsdeko gab es im bescheidenen Maße.

Im großen Saal der Ökologiestation, genauer gesagt an der Kuchentheke, war es allerdings mit dieser Toleranz vor. Leckeres zum Kaffee wurde nur dann angeboten, wenn es vorher im Ofen eine wohlschmeckende Liaison mit Äpfeln eingegangen ist.

Der wunderbare Geschmack machte diese Einschränkung mehr als Wett. Wir freuen uns deshalb schon auf den Tag des Apfels 2014 – auch wenn es nass werden sollte.




Jugendkunstschule ist ein wichtiger Bestandteil des Bergkamener Kulturlebens

Bergkamen ist keine reiche Stadt. Trotzdem legt sie stets einen großen Wert auf die Kultur. Dass hier die Jugendkunstschule eine sehr wichtige Rolle spielt, daran ließ Bürgermeister Roland Schäfer in der kleinen Feierstunde am Samstag im Begegnungszentum am Stadtmarkt zu ihrem zehnjährigen Bestehen keine Zweifel aufkommen.

Hip Hop und Street Dance gehört zur Angebotspalette der Bergkamener Jugendkunstschule.
Hip Hop und Street Dance gehört zur Angebotspalette der Bergkamener Jugendkunstschule.

Bereits bei der Gründung 2003 verfügte die Bergkamener Jugendkunstschule über sechs Sparten. „Das ist viel mehr als von einer Jugendkunstschule in Nordrhein-Westfalen für ihre Anerkennung erwartet wird“, betonte Nadja Höll von der Landesarbeitsgemeinschaft der Jugendkunstschulen NRW. Bei der Zahl der Kooperationspart, 28, spielt sie heute bundesweit in der „Bundesliga“ und kann sich mit wesentlich größeren Städten messen.

Einer dieser Kooperationspartner ist der Lions Club Bergkamen. Deren Präsident Reinhard Krause versprach, dass dieses wichtige Engagement auch im nächsten Jahr unterstützt werde.

Mit einfachen Mitteln lassen sich kleine Trickfilme herstellen.
Mit einfachen Mitteln lassen sich kleine Trickfilme herstellen.

„Vielfalt ist unsere Stärke“, erklären die Leiter der Jugendkunstschule Gereon Kleinhubbert, Ludger Kortendiek und Christian Scharwey. So hat sich das Angebt in den zurückliegenden zehn Jahre auf 100 verdoppelt. Die Zahl der Teilnehmer, die von 140 Künstlern und Kulturpädagogen betreut werden ist um 350 Prozent auf 2400 gestiegen.

Einen kleinen Ausschnitt aus dieser Fülle gab es mit Tanz, Theater, Trickfilm, Malen und anderen Mitmachaktionen beim Tag der offenen Tür zu bestaunen.




Dieser Lichtermarkt wird wieder magisch!

Die letzten Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Denn am 25. Oktober – einem Freitag – findet in der Bergkamen wieder der wunderschöne, schillernde und zauberhafte GSW-Lichtermarkt statt. Mittlerweile zum 14. Mal. Ein Muss für alte Freude, um sich zu treffen. Ein Muss für alle Lichtkunst-Liebhaber. Und ein Muss für alle Menschen, die einfach nur einen großartigen und einmaligen Abend erleben wollen. Bei uns hier gibt es alle wichtigen Infos im Überblick.

Zu den vielen Stelzenläufern, die die Agentur von Matthias Lopez y Stift organisiert hat,  gehören auch die Künstler von "Dulce Compania" aus Berlin. Photo: Yehuda SwedZu den vielen Stelzenläufern, die die Agentur von Matthias Lopez y Stift organisiert hat,  gehören auch die Künstler von "Dulce Compania" aus Berlin. Photo: Yehuda Swed
Zu den vielen Stelzenläufern, die die Agentur von Matthias Lopez y Stift organisiert hat, gehören auch die Künstler von „Dulce Compania“ aus Berlin. Photo: Yehuda Swed

Termin: Freitag, 25. Oktober, 18 bis 23 Uhr, Stadtmarkt (Ebertstraße).

Besucher: Etwa 20.000 werden erwartet. Vor allem zwischen 18 und 21 Uhr ist es immer sehr sehr voll. Wer es entspannter mag, soll lieber später kommen, rät Organisator Karsten Quabeck: „Alle Programmpunkte werden regelmäßig wiederholt. Man verpasst nichts.“ Und die späten Gäste werden immerhin um 22.45 Uhr mit einem Feuerwerk belohnt.

Das Motto: Lichtermeer mit Wasserflair. Die Künstler Konrad Pestkowski (SmartLite Kamen) und Jan Pauly (das janding.Events Essen) haben sich von der Nähe zum Kanal, zur Seseke und zur Lippe inspirieren lassen. Mit Hilfe moderner Projektionskunst und einer 3D-Animationstechnik werden den Besuchern überall Bäche, Wellen oder Wasserfälle begegnen oder sogar aus den angrenzenden Häusern heraustropfen. Inklusive der passenden Geräusche. Einen Blick sollten die Besucher dabei unbedingt der Treppenanlage, die zum Markt führt, gönnen. Auch dort wird sie ein ganz spezieller Wasserfall erwarten. Und auch einen lebenden Brunnen wird es geben!

Der lebende Brunnen. (Agentur Bartel Meyer, Berlin).
Der lebende Brunnen. (Agentur Bartel Meyer, Berlin).

Der Lichtermarkt sei kein übliches Stadtfest, bei dem es ums Essen und ums Trinken gehe, sagt Bürgermeister Roland Schäfer. „Uns geht es um das künstlerische Erlebnis.“

Zahlen: 23 prachtvoll gekleidete Stelzenläufer, 80 Marktstände mit überwiegend kunsthandwerklichen Angeboten sowie diverse Speisen und Getränke. Neu: Erstmals gibt es auch ein höherwertiges Angebot an Speisen wie Wildgerichte.

Die Künstler: Neben den schon traditionellen Stelzenläufern warten Straßenmaler, Tänzer und Musiker auf die Besucher des Lichtermarkts. So werden die Raumzeitpiraten unter dem Marktdach Lichtskulpturen schaffen. Auf der Ebertstraße gibt es Queen-Hits einmal anders, aufbereitet von „The Royal sQueeze Box“. Und der leuchtende Dr. Musikus (1600 Leuchtdioden) wird nicht auf Stelzen, sondern mit einem Segway (einer Art Riesen-Roller) und einer Gitarre über den Markt brausen. Er ist sofort zu erkennen: Er sieht ein bisschen aus wie ein Zauberer. Deshalb kann er auch Feuerwerks-Fontänen versprühen.

Weitere Künstler: Videoperformer Jerome Krüger (Mapping the Water, Stadtmarkt); Freddard Streetpainting-Crew (Wasserkaskaden, Stadtmarkt); Folkwang Universität der Künste (Moving The Water, Stadtwald); Thorsten Trelenberg (Die Lyrik des Wassers, Stadtwald).

Der Zechenwald: Kein Lichtermarkt ohne den (direkt angrenzenden) magischen Lichterwald. Regengeräusche und ein Digeridoospieler, Lichtintallationen und Tänzer sind dort zu finden. Doch im Gegensatz zum Trubel auf dem Stadtmarkt bleibt der Wald eine stille Oase. So wird zum Beispiel ein Poet Liebesgedichte vortragen und an Bäumen aufhängen.

Auch diese Stelzenläufer werden zu sehen sein - mit Akkordeon und Klarinette. (Agentur Gage Hochstelzenlauf).
Auch diese Stelzenläufer werden zu sehen sein – mit Akkordeon und Klarinette. (Agentur Gage Hochstelzenlauf).

Besonderheiten: Letztmals gibt es an diesem Abend das größte Lichtkunstwerk des Ruhrgebiets zu sehen: Den künstlerisch angestrahlten Wohnturm. Voraussichtlich im November wird das umstrittene „Wahrzeichen“ Bergkamens abgerissen. Deshalb lohnt sich ein letzter Blick. „Absolut einmalig“, verspricht Bürgermeister Roland Schäfer. Und noch eine Besonderheit: In der Elisabethkirche (Parkstraße) gibt es ein Lichtkonzert mit Feuer und Feuertänzern!  Start ist immer zur vollen Stunde (19 bis 22 Uhr).

Die Kinder: Um 18 und 20 Uhr öffnet sich in der Stadtbibliothek die Märchenbühne für jeweils 30 Kinder. Karten können unter 02307 / 98 35 00 vorbestellt oder kostenlos in der Stadtbibliothek abgeholt werden. Auf dem Spielplatz im Stadtwald bietet die Jugendkunstschule zudem ein Mitmachprogramm zum Thema Wasser(Farben) an.

Führungen: Es gibt wieder geführte und moderierte und kostenlose Führungen zu anderen Bergkamener Lichtkunstwerken. Dauer: etwa 35 Minuten. Start: 18.15, 19 Uhr, 19.45 Uhr, 20.30 Uhr , 21.15 und 22 Uhr Uhr. Abfahrt vor der Elisabeth-Kirche (Sonderhaltestelle).

Sicherheit: Alle Vorschriften werden penibel eingehalten. Großzügige Fluchtwege gibt es in alle Himmelsrichtungen. Die Wege zwischen den Marktständen sollen eine ausreichende Breite erhalten. Feuerwehr, DRK und weitere Notfallhelfer sind vor Ort. Gefährliche Stellen, etwa Stufen, werden ausgeleuchtet.

Anreise: Achtung, die Ebertstraße und die Parkstraße sind wegen des Lichtermarkts gesperrt. Parkplätze gibt es auf den großen Parkflächen am Hallenbad/VHS (Lessingstraße), in den Parkhäusern der turmarkaden und von Kaufland, am Nordbergcenter und an der Einsteinstraße. Die VKU bietet einen Sonderfahrplan (auch aus Kamen). Im gesamten Stadtgebiet kostet ab 17 Uhr eine Busfahrt für 1 Euro pro Person und Fahrt an. Haltestelle für den Lichtermarkt ist der Busbahnhof.

Sponsoren: Gemeinschaftsstadtwerke GSW, Sparkasse Bergkamen-Bönen, Veltins + B&G Getränke Logistik. „Ohne diese Sponsoren könnten wir den Lichtermarkt nicht finanzieren“, sagt Bürgermeister Schäfer.

Und zum Schluss der Tipp unserer Redaktion: Unbedingt hingehen. Es lohnt sich!