VKU-Busse sollen bald durch Overberge fahren – CDU möchte Friedhof Rünthe anbinden
Der Stadtteil Overberge soll nach Plänen des Kreises Unna an das Netz der VKU-Linienbusse angeschlossen werden. Vorgesehen ist, die R 81 ein Mal stündlich über die Landwehrstraße laufen zu lassen. Das sieht jedenfalls die Fortschreibung des Nahverkehrsplanes des Kreises vor, der unter anderem am Dienstag im Bau- und Verkehrsausschuss und am Donnerstag, 26. September, im Stadtrat diskutiert wird.
Die CDU-Fraktion schlägt in diesem Zusammenhang vor, weil ohnehin die Linienführung der R 81 zwei Mal geteilt wird, mit ihr wieder den Friedhof in Rünthe zu bedienen. Es sei ja nicht notwendig, die R 81 und die S20 stets kurz hintereinander über die Rünther Straße fahren zu lassen.
Auf die S80 Unna-Bergkamen-Werne soll hingegen samstags verzichtet werden. Das betrifft vor allen die Bewohner des Bereichs rund um die Bambergstraße. Der Kreis Unna meint aber, dass die Versorgung dort durch die R81 ausreichend gesichert sei. Ähnlich sie dies auch die Stadtverwaltung.
Keine Lösung ist hingegen für die Versorgung durch den öffentlichen Personennahverkehr in den Abendstunden im Stadtteil Oberaden in Sicht. Die Stadt Bergkamen fordert hier den Kreis auf, weiter nach Wegen zu suchen, wie die Bürgerinnen und Bürger dort auch nach der Hauptverkehrszeit zum Bergkamener Busbahnhof können.
Weitergehende Informationen zum Nahverkehrsplan des Kreises Unna und den Bergkamen betreffenden Aussagen gibt es hier.
Bergkamen soll „Stadt des Fairen Handels“ werden
Bergkamen soll „Stadt des Fairen Handels“ werden. Das fordert die Martin-Luther-Kirchengemeinde in einer Bürgeranregung, über die der Stadtrat am Donnerstag beraten und beschließen wird.
Dieser Anregung scheint die Verwaltung positiv gegenüberzustehen. In ihrer Vorlage für die Ratssitzung weist sie darauf hin, dass im Rathaus bereits Kaffee aus fairem Handel getrunken wird. Und auch der Zucker stammt aus fairem Handel. Auch SPD-Fraktionsvorsitzender Gerd Kampmeyer hat bereits Zustimmung signalisiert.
Folgende Kriterien müssen für den Titel „Stadt des fairen Handels“ erfüllt werden:
Es liegt ein Beschluss der Kommune / des Kreistages vor, dass bei allen Sitzungen der Ausschüsse und des Rates sowie im Bürgermeister-, bzw. Landratsbüro Fair Trade-Kaffee sowie ein weiteres Produkt aus Fairem Handel verwendet wird. Es wird die Entscheidung getroffen, als Stadt (bzw. Gemeinde/Landkreis) den Titel „Fairtrade Stadt“ (bzw. Gemeinde/Landkreis) anzustreben.
Es wird eine lokale Steuerungsgruppe gebildet, die auf dem Weg zur „Fairtrade-Stadt“ (bzw. Gemeinde/Landkreis) die Aktivitäten vor Ort koordiniert.
In den lokalen Einzelhandelsgeschäften werden gesiegelte Produkte aus Fairem Handel angeboten und in Cafés und Restaurants werden Fair Trade-Produkte ausgeschenkt (jeweils mindestens zwei Fair Trade-Produkte).
In öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen werden Fair Trade-Produkte verwendet und es werden dort Bildungsaktivitäten zum Thema „Fairer Handel“ durchgeführt.
Die örtlichen Medien berichten über alle Aktivitäten auf dem Weg zur „Fairtrade-Stadt“ (bzw. Gemeinde/Landkreis).
Zum Punkt 5 sichern der „bergkamener-infoblog.de“ und die „Bergkamener Nachrichten“ auf Facebook ihre Unterstützung zu.
Polizei sperrt Straßen für den 2. Bergkamener Firmenlauf
Am kommenden Donnerstag, 26. September, ist es wieder so weit – der 2. Bergkamener Firmenlauf steht an. Anlässlich des Laufes, der wieder von der Alten- und Krankenpflege GmbH und der Sonnen-Apotheke Bergkamen gemeinschaftlich organisiert wird, wird die Polizei zwischen 18.30 und 19.45 Uhr, jeweils für circa 15 bis 20 Minuten vier Straßen sperren.
Über 400 Läuferinnen und Läufer gingen beim ersten Bergkamener Firmenlauf an den Start. Foto: Patrick Opierzynski
Damit die Sicherheit der Laufteilnehmer gesichert ist, werden folgende Straßen gesperrt:
Töddinghauser Straße
Erich-Ollenhauer-Straße
Schulstraße
Pfalzstraße
und Gedächtnisstraße.
Die Zentrumstraße wird ab ca. 18.00 Uhr für rund zwei Stunden für den Autoverkehr gesperrt. Anwohner der betroffenen Straßen werden gesondert informiert. Der Anmeldeschluss wurde außerdem für Kurzentschlossene nochmals verlängert. Anmeldungen sind auch noch am Veranstaltungstag zwischen 8 und 17 Uhr im Büro der Sonnenapotheke möglich.
Die geplante Strecke des 2. Bergkamener Firmenlaufs. (Zum Vergrößern bitte auf das Foto klicken.)
Der Startschuss fällt am Donnerstag (26. September) um 18.30 Uhr auf dem Zentrumsplatz in Bergkamen. Teilnahmeberechtigt sind Beschäftigte aus Firmen aller Branchen und Verwaltungen im Kreis Unna und darüber hinaus. Über einen Rundkurs von ca. 5 km kann gelaufen oder gewalkt werden.
Teams bestehen aus mindestens zwei Teilnehmern ab zwölf Jahren mit einem Teamleiter.
Los geht es bereits vor dem eigentlichen Lauf ab 17.30 Uhr auf dem Zentrumsplatz in Bergkamen mit
einem Warm-Up auf der Bühne. Im Rahmenprogramm bis 22 Uhr gibt es Musik und Verköstigung für alle aktiven Läuferinnen und Läufer sowie die Zuschauer. Informationen zur Strecke, Teilnahmebedingungen und Programm werden auf der offiziellen Internet-Homepage www.firmenlauf-bergkamen.de beantwortet.
Kreis Unna startet Mobilitäts-Befragung: Wer fährt wann mit welchem Verkehrsmittel wohin?
Bergkamen. „Bitte helfen Sie uns, für Sie die besten Wege und ein noch besseres Verkehrsangebot zu planen.“ Bürgermeister Roland Schäfer appelliert an die Bergkamenerinnen und Bergkamener: Wer im Rahmen der Mobilitätsbefragung der Stadt Bergkamen und des Kreises Unna angeschrieben wurde, solle bitte den Fragebogen ausfüllen. Roland Schäfer: „Je mehr antworten, desto genauer und zuverlässiger werden die Ergebnisse.“
Start der Mobilitätsbefragung: Sabine Leiße und Klaus-Peter Dürholt vom Kreis Unna. Foto: Kreis Unna
Wie berichtet, wurden Anfang September bereits 3.000 Bergkamener angeschrieben. Ende September folgt die zweite Welle mit weiteren 3.000 Bitten, die Fragebogen auszufüllen, Anfang November die dritte. Die Befragung kann schriftlich, online oder bei Wunsch auch telefonisch erfolgen.
Mit Bus, Bahn oder Rad zur Arbeit, mit dem Auto zum Einkauf, zu Fuß in die Stadt – die Menschen in Bergkamen nutzen viele Fortbewegungsmöglichkeiten. Doch wer wann welches Gefährt und welchen Weg wählt und vor allem warum, ist wenig bekannt. Bergkamen und der Kreis Unna möchten das ändern und starten eine Mobilitätsbefragung.
Bis November werden anonym Personen in rund 27.000 zufällig ausgewählten Haushalten in allen kreisangehörigen Städten (Ausnahme Kamen) nach ihrem Verkehrsverhalten befragt. Die Daten sollen für den Kreis sowie für die Städte und Gemeinden die Passgenauigkeit für die an den Bürgerwünschen orientierte Ausrichtung insbesondere verkehrsinfrastruktureller Angebote verbessern.
Übrigens: Unter allen Haushalten, die den Fragebogen ausfüllen, werden interessante Preise wie zum Beispiel ein I-Pad oder Tickets für Bus und Bahn verlost.
„Wir führen diese aufwändige Befragung im Interesse der Bürgerinnen und Bürger durch, denn in unserer mobilen Gesellschaft ist jeder auf ein gutes Verkehrsangebot angewiesen“, erklärt Sabine Leiße, Leiterin der für die Umfrage verantwortlichen Stabstelle Planung und Mobilität.
Die Informationen werden von einem Verkehrsplanungsbüro ausgewertet und für die einzelnen Städte und Gemeinden sowie für den Kreis insgesamt hochgerechnet. Für die Verkehrsplanung entstehen so Kenndaten zum Beispiel zur Dichte von Verkehrsströmen, zur Wahl der Verkehrsmittel und zum Zweck der Mobilität. „Damit können wir feststellen, zu welchen Zeiten unsere Bürgerinnen und Bürger welche Wege und Verkehrsangebot nutzen und nutzen wollen – und wo wir vielleicht auch noch Lücken im Angebot haben“, unterstreicht der Verkehrsplaner des Kreises, Klaus-Peter Dürholt.
Die Ergebnisse werden anschließend den Verkehrsplanern der Städte und Gemeinden und des Kreises sowie der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Jede Kommune erhält außerdem einen eigenen Ergebnisbericht. Personenbezogene Daten sind dabei ausdrücklich tabu. „Der Datenschutz ist in jeder Phase gewährleistet, darüber wacht auch der interkommunale Datenschutzbeauftragte des Kreises, der von Anfang an in diese so genannte „Modal Split“-Untersuchung einbezogen wurde“, so Klaus-Peter Dürholt.
Das Anschreiben an die Haushalte enthält einen Fragebogen und einen portofreien Rückumschlag. Damit kann der ausgefüllte Fragebogen kostenfrei zum Kreis Unna zurück gesendet werden. Alternativ kann der Fragebogen auch online ausgefüllt werden. Die Mobilitätsbefragung hat der Kreis auf seiner Website www.kreis-unna.de, Stichwort Mobilitätsbefragung (kreis-unna.de/fragebogen) zusammengestellt.
Raubüberfall auf Metzgerei in Rünthe – Täter schlägt Verkäuferin mit Schirmständer nieder
Die Verkäuferin einer Metzgerei an der Rünthe Straße wurde am Montagmorgen Opfer eines brutalen Raubüberfalls. Der Täter bedrohte zuerst die 41-Jährige mit einem Messer. Als er mit dem Geld aus Kasse fliehen, schlug der Unbekannte sie mit einem Schirmständer nieder.
Wie die Polizei mitteilt, betrat gegen 11.30 Uhr ein unbekannter Mann die Metzgerei an der Rünther Straße. Statt zu bezahlen, zückte er plötzlich ein Messer und zwang die 41-jährige Angestellte das Bargeld aus der Kasse in eine Plastiktüte zu packen und ihm zu geben. Mit der Tüte in der Hand ging der Täter in Richtung Ausgang. Die Verkäuferin folgte ihm und versuchte die Plastiktüte festzuhalten. Diese zerriss und das Geld fiel zu Boden. Daraufhin ergriff der Täter einen Schirmständer, schlug ihn der Frau auf den Kopf und flüchtete in unbekannte Richtung. Die Frau blieb bewusstlos am Boden liegen und wurde wenig später von einem Kunden dort gefunden. Sie wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht.
Der Täter wird wie folgt beschrieben: etwa 40 bis 45 Jahre alt, ungefähr 180 cm groß. Er hatte eine bräunliche Gesichtsfarbe, trug Kotletten, die in einen Schnauz- und Kinnbart übergingen und hatte kurze dunkle Locken. Bekleidet war er mit einer beigefarbenen Trekkingjacke mit aufgesetzten Taschen und einer dunkelblauen Jeanshose. Er sprach hochdeutsch ohne auffälligen Akzent.
Hinweise bitte an die Polizei in Bergkamen unter der Rufnummer 02307 921 7320 oder 921 0.
Oliver Kaczmarek und Hubert Hüppe bauen ihre Stimmenanteile aus
Dass Oliver Kaczmarek (SPD) sein Bundestagsmandat im Wahlkreis Unna I erfolgreich verteidigen wird, stand am Sonntagabend bereits kurze Zeit nach Schließung der Wahllokale fest. Unklar blieb nur, wie groß sein Vorsprung vor seinem Hauptherausforderer Hubert Hüppe (CDU) sein wird.
Oliver Kaczmarek (l.) und Hubert Hüppe bei der Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl im Bergkamener Treffpunkt.
Beide haben ihre Stimmenanteile wie ihre Parteien vergrößern können. Kaczmarek erreichte am Sonntag 46,7 Prozent der Stimmen (+ 4,1). Hüppe schaffte 35,8 Prozent (+ 3,4). Die SPD kam auf 40,9 Prozent (+3,3) und die CDU auf 31,9 Prozent (+5,7). Die SPD erreichte übrigens das sechstbeste Wahlergebnis der Sozialdemokraten in Nordrhein-Westfalen. Unangefochten liegt hier Gelsenkirchen mit 44 Prozent auf dem 1. Platz.
Während Oliver Kaczmarek relativ ruhig der Stimmenauszählung entgegensehen konnte, sah dies bei Hubert Hüppe ganz anders aus. Ihn hatte die CDU auf den 19. Platz der Landesliste gesetzt. Erst als feststand, dass weder die FDP noch die AfD im neuen Bundestag vertreten sein werden, konnte er sicher sein, dass der Wähler sein Mandat verlängert hat. Ob sein zweiter Wunsch im Vorfeld der Bundestagswahl, erneut Behindertenbeauftragter der Bundesregierung zu werden, hängt vor allem vom Ergebnis der kommenden Koalitionsverhandlungen ab.
Friedrich Ostendorff bleibt Mitglied des Deutschen Bundestags
Der neuen Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen bleibt ihre agrarpolitische Stimme erhalten: Mit der Bekanntgabe des vorläufigen Endergebnisses für Nordrhein-Westfalen am späten Sonntagabend ist klar, dass der Bergkamener Ökolandwirt Friedrich Ostendorff erneut in den Bundestag einziehen wird.
Friedrich Ostendorff
Seine Partei hatte ihn auf den 12. Platz der Landesliste gesetzt. „Gezogen“ hat sie bis zu Platz 13. Lange musste Ostendorff bangen. Sein weiteres politisches Schicksal hing vor allem vom Abschneiden der FDP und der Alternative für Deutschland (AfD) ab. Hätte nur eine der beiden Parteien den Sprung über die 5-Prozent-Hürde geschafft, wäre es um ihn geschehen.
Ob der Wechsel seiner politischen Heimat aus den Kreis Unna weg in den Kreis Coesfeld politisch klug gewesen war, hängt von der Sichtweise ab. Die Grünen haben auch im Münsterland Stimmen verloren, aber längst nicht so heftig wie auf Bundesebene. Mit 7 Prozent fuhr er lediglich 0,4 Prozentpunkte weniger ein als sein Vorgänger. An Zweitstimmen verloren dort die Grünen nur 1,2 Prozentpunkte und landeten bei 8,1 Prozent.
Müßig ist darüber zu diskutieren, ob Ostendorffs Wechsel das Bergkamener Wahlergebnis negativ beeinflusst hat. Vor vier Jahre lag sein persönliches Wahlergebnis bei 7,7 Prozent. Sein Nachfolger Malte Spitz schaffte lediglich 4,1 Prozent. Bei den Zweitstimmen rutschte die Partei von 7,4 auf 6 Prozent ab. Die Verluste liegen aber trotzdem unter dem Bundesdurchschnitt (-2,3 %).
Noch vor wenigen Monaten hatte der Kreisverband der Grünen gehofft, mit einem, wenn nicht sogar mit zwei Abgeordneten in Berlin vertreten zu sein. Damals wähnte man sich im zweistelligen Prozentbereich mit der Tendenz nach oben. Diese Hoffnung ist nun wie eine Seifenblase zerplatzt. Ostendorffs Nachfolger als Direktkandidat Malte Spitz hatte die Landespartei auf den 16. Listenplatz positioniert. Recht früh kam am Wahlabend die Gewissheit, dass dies nicht reichen wird.
Bergkamen bleibt weiter eine Hochburg der SPD
Die Stimmauszählung zur Bundestagswahl ist in den Bergkamener Wahllokalen in gewohnt kurzer Zeit gelaufen. Auch vom Ergebnis her hat sich nicht viel geändert: Die Nordbergstadt ist weiterhin eine Hochburg der SPD. Sie legte wie auch die CDU deutlich zu. Federn lassen mussten aber die kleineren Parteien. Die AfD (Alternative für Deutschland) schaffte aus dem Stand 3,8 Prozent
Zum 33. Mal spielte der Sachgebietsleiter für den EDV-Bereich, Klaus von Depka, bei der Auswertung der Wahlergebnisse eine entscheidende Rolle. Es ist auch des letzte Mal, weil er bald seinen Ruhestand antritt.
Im Wahlkreis Unna I hat Oliver Kaczmarek das Direktmandat erneut gewonnen. Hubert Hüppe (CDU) wird mit ihm über die Landesliste der Union in den Deutschen Bundestag einziehen. Auch dort zeichnen sich deutliche Gewinne für die beiden großen Parteien ab. Vermutlich wird der Weddinghofer Landwirt und agrarpolitische Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen, Friedrich Ostendorff, noch einige Stunden warten müssen, bis das vorläufige NRW-Endergebnis vorliegt. Er rangiert auf dem 12. Listenplatz der Grünen. Möglicherweise reicht das nicht aus.
Die Bergkamener stimmten so ab:
Erststimmen (in Klammern das Ergebnis aus 1999 in Prozent)
SPD Oliver Kaczmarek: 54,5 % (49)
CDU Hubert Hüppe: 28,9 % (25,7)
Grüne Malte Spitz: 4,1 % (7,7)
FDP Heike Schaumann: 1,4 % (5,4)
Linke Walter Wendt-Kleinberg: 5,7 % (10,1)
Piraten:2,5 % (-)
Zweitstimmen:
SPD: 48,7 % (44,1)
CDU: 26,1 Prozent (20,1)
Grüne: 6,0 % (7,4)
FDP: 3,0 % (9,4)
Linke: 6,4 % (11,0)
Piraten 2,2 % (-)
AfD 3,8 % (-)
55-jährige Bönenerin vom Sohn mit einer Machete getötet
Eine 55-jährige Bönenerin ist am Samstagabend gegen 22:45 Uhr von ihrem 30-jährigen Sohn durch mehrere Hiebe mit einer Machete tötlich verletzt worden.
Wie die Polizei und die Staatsanwaltschaft Dortmund erklären, hatte der Mann seine Mutter in deren Wohnung in Bönen besucht. Dabei kam es zu Streitigkeiten. Im Verlauf der Auseinandersetzung schlug der Sohn mit einer Machete mehrfach auf die Mutter ein, die lebensgefährlich verletzt wurde. Der Sohn informierte anschließend die Polizei per Notruf über die Tat. Er wurde anschließend vorläufig festgenommen.
Das Opfer starb trotz der sofort eingeleiteten Rettungsmaßnahmen durch den Notarzt. Die Verstorbene wurde am heutigen Tage obduziert, der Beschuldigte dem Haftrichter vorgeführt. Er wurde aufgrund einer psychischen Erkrankung in einer geschlossenen Einrichtung untergebracht.
Nach aktuellem Ermittlungsstand geht die Staatsanwaltschaft wird davon aus, dass die Tat im Zusammenhang mit seiner psychischen Erkrankung steht.
Programm diesmal besonders bunt: Wasserpark ist für Kinderfeste geschaffen
Es gibt Vorstandsmitglieder des Bergkamener Stadtjugendrings, die überlegen, das Kinderfest zum Kindertag im nächsten Jahr aus dem Wasserpark herausnehmen und es mit dem Römerfest zusammenzulegen. Diese Idee sollte so schnell wie möglich wieder verschwinden.
Klar: Das brächte einige organisatorische Vorteile. Von denen sollte sich der Stadtjugendring aber nicht locken lassen. Wer am Samstag beim Kinderfest war, das bunte Programm miterlebt hatte und dabei sah, dass es eine gelungene Veranstaltung insbesondere für die jungen Familien war, kann nur feststellen: Es gibt dafür keinen besseren Ort als der Wasserpark.
Diesmal zeichnete sich das Kinderfest durch einen hohen Besucherzuspruch und einer besonders großen Programmvielfalt ab. Nicht nur auf der Bühne, die den Tanzgruppen der Schreberjugend und der Narrenzunft Rot-Gold gehörte, sondern auch an den Ständen gab es einige doch sehr bemerkenswerte Aktionen. Dazu gehörte sicherlich die Märchenaufführung von vier Erzieherinnen des Kindergartens „Sprösslinge“.
„Wir Kinder machen Rabatz“ – und zwar für Kinderrechte lautete das Motto bei der „Kleinen Nana“. Tatkräftige Unterstützung leistete hier der Schlagzeuglehrer Konrad Resch von der Bergkamener Musikschule. Der hatte nicht nur seine Percussion-Instrumente mitgebracht, sondern zeigte den Kindern wie damit rhythmische Klänge erzeugt werden. Dazu gab es noch andere Mitmachangebote wie Malen, Basteln und Stockbrotbacken am Lagerfeuer.
Es gibt übrigens noch ein Argument, das für den Wasserpark spricht: das Wetter. Hätte es geregnet, hätte das Fest noch unter dem schützenden Dach der Friedenskirche stattfinden können. Solch eine Ausweichmöglichkeit besteht im Römerpark nicht.
„Brot und Spiele“ halten auch die Besucher des Bergkamener Römerparks in guter Laune
Die alten Römer hatten schnell den Bogen raus: Mit „panem et circensis“, also mit Brot und Spielen ließ sich das Volk bei Laune halten. Dass dieses Rezept auch heute noch funktioniert, zeigt sich beim ersten Römerfest im Bergkamener Römerpark am Wochenende.
Spätestens seit Nero kannten die Römer auch weibliche Gladiatoren, die „gladiatorix“. So zeigt in der Arena des Bergkamener Römerparks „Medusa“ (l.), dass es das sogenannte schwache Geschlecht nicht gint und sigte bei diesem Zweikampf.
Es gab einen Ansturm, mit dem vielleicht niemand in diesem Ausmaß gerechnet hatte. Um es gleich vorwegzusagen: Die Holz-Erde-Mauer hält auch diesen Belastungen stand. So zeigte sich Dr. Jens Herold, der Vorsitzende des Museumsfördervereins, dem dieser erste große Baustein für den Römerpark zu verdanken ist, mit dem Ergebnis hochzufrieden. Die Bürgerinnen und Bürger und nicht nur die Römerfreunde im weiteren Sinne haben diese neue Attraktion angenommen. Im Programm gab es eben Brot vom römischen Bäcker Wilhelm Smitmans, wunderbare Gladiatorenkämpfe des „Teams Zeitreise“, unterhaltsam und sachkundig vom Obergladiator Mark Schrader moderiert, spannende Wagenrennen sowie auch manches Lehrreiche wie Einführungen in die Kunst, mit Pfeil und Bogen ein Wildschwein zu erlegen.
Wilgelm Smitsmans in seiner römischen Bäckerei. Zum Backen benutzt er Ziegelsteine, die er mit Holz auf die notwendige Temperatur bringt. Einmal setzte er dabei seinen Holztisch in Brand. Seitdem trägt er auch den Spitznamen „Nero“.
Die Bauarbeiten und Investitionen im Römerpark sind vorerst beendet worden. „Vielleicht werden wir irgendwann einmal die Holz-Erde-Mauer verlängern. Jetzt brauchen wir aber eine Pause“, sagte Dr. Jens Herold. Zuletzt hat der Römerpark zwei Videokameras erhalten, die Bilder, auch vom Römerfest, ins Internet übertragen.
Es gibt da auch noch ein paar Kleinigkeiten, die
Die Autoren historischer Romane lesen nicht nur, sondern bieten ihre Bücher auch persönlich zum Kauf an: Judith C. Vogt und Michael Kuhn.
einfach und auch ohne nennenswerte Kosten zu erledigen sind. So ist auf der „ das Fest in Bergkamen mit einem Foto angekündigt worden, das Radler in der Marina Rünthe zeigt. Jetzt gibt es vermutlich genügend Bildmaterial, dies bei nächster Gelegenheit auch mit Fotos aus dem Römerpark zu illustrieren.
Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, kann noch den Sonntag, 22. September, von 11 bis 17 Uhr nutzen.
Hier ist das Programm:
Das Programm am Sonntag beginnt ab 11.00 Uhr. Bereits um 11.30 Uhr und 15.00 Uhr sind Wagenrennen für Kinder angekündigt, um 12.30 Uhr und 16.00 Uhr kann man die Gladiatorenschaukämpfe in der Arena mitverfolgen und um 14.00 Uhr präsentieren die römischen Legionäre ihre Waffen und führen das Exerzieren vor. Eine Lesung des Erfolgsautors Michael Kuhn findet um 15.30 Uhr statt.