Proben für Theater-Dinner machen Appetit auf Donnerhall und mehr

Da geht es hoch her in der Auferstehungskirche. Don Mattich und Bürgermeister Schöfer geraten sich nach allen Regeln der Kunst in die Haare. Zu alldem macht es sich eine Landstreicherin neben dem Altar gemütlich, Engel fliegen ein und der Wohnturm soll kurz vor dem Abriss noch die ungeliebte Kindertagesstätte der Konkurrenz beherbergen. Beim nächsten Theater-Dinner dürfen sich die Teilnehmer im wahrsten Sinne auf „Donnerhall und Glockenläuten“ gefasst machen.

Weg mit der Landstreicherin: Der Pfarrer packt kräftig mit an.
Weg mit der Landstreicherin: Der Pfarrer packt kräftig mit an.

„Warte mal“, ruft Wilfried Müller laut aus einer Kirchenbank heraus und stürmt zum Altar. „Da kannst Du mehr draus machen!“, sagt der Regisseur, packt der Landstreicherin energisch an den Kragen und schüttelt sie. „Don Mattich“ macht es ihm nach. Schon bekommt die Szene mit Weinflasche und Decke direkt vor dem Altar noch mehr Leben. Es ist nicht nur die erste Probe für das nächste Theater-Dinner am eigentlichen Ort des Geschehens in der Auferstehungskirche in Weddinghofen. Es ist auch das erste Mal überhaupt, dass die Akteure der Ehemaligen des Städtischen Gymnasiums einen Altar als Bühne haben.

„Das ist schon ungewöhnlich“, meinen die Schauspieler – fühlen sich aber sofort pudelwohl unter der Kanzel. „Man muss sich ein wenig an die andere Akustik gewöhnen, das geht aber sehr schnell“, ist sich das siebenköpfige Team einig. Seit 2003 stehen sie als Ehemalige der gymnasialen Theater-AG auch nach ihrer Schulkarriere auf der Bühne. Zunächst wurde unter dem Dach der Jugendkunstschule geprobt. Heute treffen sie sich jedes Wochenende im Jugendheim Spontan in Rünthe, um vorwiegend unterhaltsame Stücke auf die Bühne zu bringen. Dass ihnen ein Werk direkt auf den Leib geschrieben wird, ist ebenfalls eine Premiere.

Zwei Engel und ein Geistlicher: Bei den Proben muss noch der Text mit auf die Altar-Bühne.
Zwei Engel und ein Geistlicher: Bei den Proben muss noch der Text mit auf die Altar-Bühne.

Die Idee dazu hatte einmal mehr Detlef Göke. Seine Krimi- und Theater-Dinner-Reihe hat voll eingeschlagen und viele Fans gefunden. Er platzt fast vor Ideen für neue ungewöhnliche Orte. Diesmal sollte es eine Kirche sein – mit einem Stück angelehnt an Don Camillo und Peppone. „Du bist verrückt“, war die erste spontane Reaktion von Autor Heinrich Peuckmann, der schon für die letzten Theater-Ereignisse die literarische Vorlage geliefert hatte. Eine Verrücktheit, die ansteckend war. Peuckmann setzte sich hin, schrieb eine Bergkamener Adaption des verrückten Kleinkrieges zwischen Gottesmann und Stadtoberhaupt. Diesmal schlug er die Ehemaligen des Gymnasiums als Akteure vor. Denn: „Er kennt uns schon lange“, betont Wilfried Müller.

Vorspeise in der Kirchenbank

Auch Pfarrer Maties war sofort von der Idee begeistert. Natürlich musste noch die Gemeinde zustimmen, dass sich das Gotteshaus für einen Abend in eine Theaterbühne verwandelt. Termine mussten abgestimmt werden. Am 11. April ist es nun soweit. Die Kirchenbänke beherbergen dann ab 19.30 Uhr nicht nur Theaterbesucher. Hier wird auch die Vorspeise zum Dinner dort serviert, wo sonst die Gesangbücher bereit liegen. Das Büffet wartet im Nebenraum, wo sich üblicherweise Pfarrer und sonstige Mitwirkende auf den Gottesdienst vorbereiten.

Kräftig gewettert wird von der Kanzel beim Theaterdinner.
Kräftig gewettert wird von der Kanzel beim Theaterdinner.

Viel Lokalkolorit steckt jedenfalls in dem Stück – nicht nur in den Namen der Hauptdarsteller, sondern auch dann, wenn „Don Mattich“ auf die Kanzel steigt und mächtig drauflos predigt. Jesus spricht selbstverständlich aus dem „off“ – ganz wir im italienischen Original. Es hagelt deftige Sprüche wie „selig ist, der da geistig arm ist“. Da hat sich eben viel aufgestaut, seit der Bürgermeister die Marienfigur versehentlich vom Sockel gestoßen hat.

Die neuen Ideen reifen übrigens schon bei Detlef Göke. „Romeo und Julia“ will er als nächstes auf die Bühne bringen, am liebsten im Gartencenter und noch lieber mit allen Laienspielgruppen. Erste Gespräche gab es schon. Auch für Kabarettfans hat er bereits etwas im Angebot: Am 10. Mai hat Daniel Jülich, Kabarettist aus Bergkamen, im Restaurant Olympia Klavierkabarett in der Manier von Bodo Wartke zu bieten.




Kameradschaftsabend: Höchste Auszeichnung des Landes für Wehrführer Dietmar Luft

Erst weiteten sich die Augen vor Schreck und Überraschung. Dann füllten sie sich mit Wasser. Wehrführer Dietmar Luft konnte es auch viel später immer noch nicht fassen. Er hat die höchste Feuerwehrauszeichnung Deutschlands bekommen, als erster Bergkamener Feuerwehrmann überhaupt. Und er hat überhaupt keine Ahnung davon gehabt: „Damit habe ich in keinster Weise gerechnet“, stammelt er, als das fast handtellergroße Deutsche Feuerwehrehrenkreuz in Gold an seiner Uniform strahlt.

Wehrführer Dietmar Luft mit der höchsten Feuerwehrauszeichnung des Landes.
Wehrführer Dietmar Luft mit der höchsten Feuerwehrauszeichnung des Landes.

Der Bürgermeister, der Kreisbrandmeister, alle Feuerwehrkameraden haben „dichtgehalten“ und nichts verraten. So war Dietmar Luft tatsächlich völlig überrumpelt, als er am Samstag als letzter zu Ehrender von Kreisbrandmeister Ulrich Peuckmann beim Kameradschaftsabend der Freiwilligen Feuerwehr nach vorn gerufen wurde. Eine Würdigung „hervorragender Leistung“ sei dieses Kreuz, dass jährlich nur an zwei Menschen im gesamten Kreis Unna vergeben werden darf. Noch nie ging diese Auszeichnung für langjährige Dienstzeit in der Wehrführung und für „besonderes Engagement“ nach Bergkamen. „Das ist auch für mich eine Premiere heute“, sagt Peuckmann und freut sich für Dietmar Luft.

Dessen Name ist kaum gefallen, da erhebt sich der gesamte Saal geschlossen. Gut 350 Menschen applaudieren minutenlang und lassen ihn dann drei Mal laut hoch heben. Dietmar Luft findet keine Worte. Dann irgendwann doch: „Diese Auszeichnung nehme ich nur stellvertretend an“, sagt er und greift sich immer wieder verwirrt an den Kopf. „Denn ein Großteil dieses Kreuzes gehört Euch!“, zeigt er auf die versammelten Feuerwehrkameraden. Dabei sind sich alle einig, dass es dieser Mann verdient hat: Am 1. Oktober 1978 trat er in die Feuerwehr ein. Seit 23 Jahren ist der 53-Jährige in der Wehrführung, seit 13 Jahren ist er Wehrführer – drei Mal wurde er wiedergewählt. Das ist eine besondere Leistung. Das findet auch die der bundesdeutsche Feuerwehrverband, der den Vorschlag für die Auszeichnung gleich über mehrere Entscheidungsebenen geprüft hat.

Großes Lob und Anerkennung

Der Spielmannszug sorgte für den musikalischen Rahmen.
Der Spielmannszug sorgte für den musikalischen Rahmen.

Damit war jedenfalls der Weg frei in der Realschule Oberaden für ausgesprägte Feierlaune. Kein Wunder, hatte zuvor sich doch auch Bürgermeister Roland Schäfer einmal mehr für das bemerkenswerte Ehrenamt bedankt und tiefe Anerkennung gezollt. Die eigene Feuerwehr besteche mit „hoher Leistungsfähigkeit und Kompetenz“, betonte er. Leicht sei diese Einsatzbereitschaft keinesfalls bei oft erschütternden Ereignissen, die Menschenleben kosten und außerdem auch das eigene Leben gefährden. Spielmannszug, Jugendfeuerwehr, Ehrenabteilung: Sie alle hätten maßgeblichen Anteil daran, dass der Brandschutzbedarfsplan einmal mehr fortgeschrieben werden kann und Bergkamen mit einer Freiwilligen Feuerwehr geschützt wird. Dafür investiert die Stadt viel – etwa 90.000 Euro in die digitalen Funkempfänger oder 2,6 Mio. Euro in den Neubau des Rünther Feuerwehrgerätehauses.

Volles Haus beim Kameradschaftsabend in der Aula der Oberadener Realschule.
Volles Haus beim Kameradschaftsabend in der Aula der Oberadener Realschule.

Dass die Bergkamener Wehr eine besondere ist, betonte auch der ehemalige Beigeordnete Bernd Wenske bei der zweiten unangekündigten Ehrung des Abends. Er wurde diesmal von Wehrführer Dietmar Luft selbst nach vorn zitiert, um den Dank für fast 20 Jahre Engagement für die Feuerwehr in seinem Amt entgegen zu nehmen. „Ich war stets voller Bewunderung für die Leistung die hier gezeigt wird und bin dankbar für die schöne Zeit“, betonte er. Und: „Sie alle haben mir das Amt wirklich sehr, sehr leicht gemacht!“

Wie wichtig die freiwillige Feuerwehr ist, zeigte sich auch an diesem Abend. In einer Wohnung in der Fritz-Husemann-Straße geriet Essen auf dem Herd in Flammen. Die Kamener Wehr sprang traditionell an diesem Abend für die Bergkamener Kameraden ein, die geschlossen sich, ihr Ehrenamt und ganz besondere Leistungen mit Ehrungen feierte. Übrigens lösten sie dabei selbst Feueralarm in der Aula der Realschule aus. Nur kurzfristig, denn die Fachleute waren ja selbst vor Ort, um den Fehlalarm aufzuklären.

Hier geht es zu den Ehrungen und Auszeichnungen des Abends: Ehrungen und Auszeichnungen

Alle Geehrten und Ausgezeichneten auf einen Blick.
Alle Geehrten und Ausgezeichneten auf einen Blick.




VHS-Kurs „Rückkehr in den Beruf“: Information für Wiedereinsteigerinnen

Ist der Entschluss zur Berufsrückkehr nach Zeiten der Kinderbetreuung oder der Pflege von Angehörigen erst einmal gefasst, sehen sich Frauen oftmals einer Fülle von ungeklärten Fragen und Problemstellungen gegenüber stehen, die es zu lösen gilt.

Martina Leyer von der Agentur für Arbeit
Martina Leyer von der Agentur für Arbeit

Welches Zeitbudget steht für eine Berufstätigkeit zur Verfügung? Wie kann die Kinderbetreuung für die angestrebte Dauer und Lage der Arbeitszeit sichergestellt werden? Sind die vorhandenen Fähigkeiten und Kenntnisse auf dem Arbeitsmarkt aktuell gefragt? Welche Qualifikationen, die in der Familienpause erworben wurden, lassen sich beruflich nutzen?

Diese und weitere Fragen werden am Mittwoch, 26. März., von 09.30-11.30 Uhr im Volkshochschulgebäude „Treffpunkt“, Lessingstraße 2, Bergkamen im Rahmen der Informationsveranstaltung „Rückkehr in den Beruf“ beantwortet. Martina Leyer, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Hamm, bietet hier im Rahmen einer Kooperation zwischen VHS und Bundesagentur für Arbeit Informationen rund um den beruflichen Wiedereinstieg an.

An diesem Vormittag erläutert Martina Leyer die aktuelle Arbeitsmarktlage vor Ort und die Hilfen, die die Agentur für Arbeit beim Wiedereinstieg bieten kann, wie zum Beispiel Strategien für die erfolgreiche Stellensuche. Insbesondere im Bereich der Weiterbildungsförderung gibt es derzeit Interessantes zu berichten. „Auch in diesem Jahr richtet sich die ‚Initiative zur Flankierung des Strukturwandels- IFlaS’ unter anderem gezielt an Berufsrückkehrende. Um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken, werden hier Mittel bereitgestellt, die Geringqualifizierten einen Berufsabschluss in Berufsfeldern mit hohem Fachkräftebedarf ermöglichen“, sagt Martina Leyer. „Für Berufsrückkehrende, die eine Umschulung oder Anpassungsqualifizierung benötigen, bietet sich hier eine tolle Chance, die zum Wiedereinstieg benötigten Qualifikationen zu erwerben.“

In der zweistündigen Veranstaltung können zwar keine Komplettlösungen angeboten werden, aber es gibt genügend Raum für Fragen zur persönlichen Situation. Ein besonders wichtiges Thema ist, wie Frauen ihre Arbeitszeit gestalten und damit Familie und Beruf unter einen Hut bringen können. „Erst wenn die Rahmenbedingungen stimmen, können Frauen sich der zentralen Frage ‚Was kann ich und was will ich?’ widmen“, erläutert Martina Leyer. „Ein Besuch dieser Informationsveranstaltung ist ein erster Schritt zur Vorbereitung der Berufsrückkehr und kann dabei helfen, die eigene Situation realistisch einzuschätzen und die oft vorhandene Verunsicherung abzubauen, damit der Wiedereinstieg in den Beruf gelingt.“

Anmeldungen für diesen Kurs mit der Kursnummer 5903 nimmt das VHS-Team persönlich während der Öffnungszeiten montags bis freitags von 08.30 – 12.00 Uhr und montags, dienstags und donnerstags von 14.00 – 16:00 Uhr im Volkshochschulgebäude „Treffpunkt“, Lessingstr. 2, 59192 Bergkamen, entgegen. Eine Anmeldung per Telefon ist unter der Rufnummer 02307 / 284 952 oder 284 954 möglich. Online können Interessierte sich jederzeit über www.bergkamen.de oder vhs.bergkamen.de anmelden.




Gerüstbau ab nächster Woche: Abbruch des Wohnturms nicht mehr aufzuhalten

Jetzt ist er nicht mehr aufzuhalten: der Abbruch des Bergkamener City-Wohnturms. Ursprünglich war er in den 70er Jahren das Wahrzeichen für die neue Stadt Bergkamen. Bis Juni soll er aus dem Stadtbild verschwunden sein.

Der Wohnturm trägt Trauer, jedenfalls wenn man vom Rathaus auf ihn schaut.
Der Wohnturm trägt Trauer, jedenfalls wenn man vom Rathaus auf ihn schaut.

In der nächsten Woche wird laut Ankündigung von CharterHaus-Geschäftsführerin Brigitte van der Jagd der Gerüstbauer kommen, um das über 50 Meter hohe Gebäude einzurüsten. Allerdings wird diese Stahlkonstruktion nicht klassisch auf dem Erdboden aufsetzen. Viel mehr wird sie an die Betonwände „aufgedübelt“. Dadurch behindert das Gerüst die Lkw nicht, die vom Andienungshof den Betonschutt abtransportieren werden. Damit das Gerüst ordentlich hält, wurden bereits in der „1. Etage“ über dem Sockel die Verkleidungsplatten demontiert und große Löcher in den Beton gebohrt.

Am liebsten wäre ihr ja eine Sprengung des Wohnturms, sagte Brigitte van der Jagt. Doch das geht aus bekannten Gründen nicht. Vielmehr muss er Etage für Etage eingekürzt werden. Rund eine Woche benötigt das Abbruchunternehmen für eine Etage. Die grobe Arbeit erledigt schweres Abbruchgerät, das Filigrane wird dann mit Abbruchspezialisten mit Hiltis oder Presslufthämmern übernommen.

Den Bauschutt befördert das Unternehmen durch die ehemaligen Fahrstuhlschächte nach unten. Von dort wird er dann auf die Lkw verladen, die auf dem Andienungshof vorfahren werden.

Den beginnenden Abbruch des Wohnturms spüren auch Bergkamener Übernachtungsunternehmen. Mitarbeiter der mit dem Abbruch beauftragten Firma haben für eine gestiegene Nachfrage nach Zimmern gesorgt.




BergGalerie: H & M, Edeka und Co. starten zum Ostergeschäft 2016

Nach dem Wohnturm heißt es jetzt, sich allmählich auch von den alten Turmarkaden zu verabschieden. CharterHaus Geschäftsführerin Brigitte van der Jagt hat ihrer Ankündigung entsprechend den Antrag auf Baugenehmigung für die neue BergGalerie an den Technischen Beigeordneten Dr. Hans-Joachim Peters im Rathaus übergeben.

So soll die Ostfront der BergGalerie zur Töddinghauser Straße aussehen.
So soll die Ostfront der BergGalerie zur Töddinghauser Straße aussehen.

Genauer gesagt handelt es sich um einen Umbau, der in zwei Abschnitten in Angriff genommen werden soll. Doch diese Eingriffe in den Baukörper haben es in sich. „Ursprünglich wollten wir den Antrag bereits Ende 2013 stellen“, erklärte Brigitte van der Jagt, „doch es handelt sich hier um zwei Bauten, eine aus dem Jahr 2001 und der andere aus den 70er Jahren, und das hat uns Schwierigkeiten bereitet.“

Hinzu kamen Extra-Wünsche. „In den großen Innenhof soll natürliches Licht fallen“, nannte sie eines der neuen Ziele. Folge davon ist, dass große Öffnungen in die Decken bis hoch zum zweiten Parkdeck gerissen werden müssen.

Dr. Hans-Joachim Peters geht davon aus, dass wenn der Bauantrag qualitätvoll ist, die Bergkamener Bauverwaltung rund neuen bis zwölf Wochen braucht, ihn zu bescheiden. Dies würde in das neue Zeitkorsett passen. Der Umbau im ersten Bauabschnitt soll im Juni gestartet werden. Bis dahin wollen Center Shop und TEDI sich ganz aus den Turmarkaden/BergGalerie verabschieden. Die übrigen Geschäfte werden aus dem jüngeren in den älteren Bauteil umziehen.

Fitness kommt für Sparkasse in die BergGalerie

Brigitte van der Jagt und ihre beiden Architekten brachten am Freitag wie angekündigt den Bauantrag für die neue BergGalerie ins Bergkamener Rathaus.
Brigitte van der Jagt und ihre beiden Architekten brachten am Freitag wie angekündigt den Bauantrag für die neue BergGalerie ins Bergkamener Rathaus.

Brigitte van der Jagt und ihre beiden Architekten Ulrich Hinrichsmeyer und André Pilling aus Düsseldorf gehen davon aus, dass die Händler im ersten Bauabschnitt zum Ostergeschäft 2016 ihre Läden eröffnen können. Unter den Neuen werden sich aller Voraussicht nach bekannte Namen wie H&M, Edeka, ein großer Elektronik-Händler sowie DM oder Rossmann befinden.

Wegen der wesentlich geringeren Umbauten gehen die Mieter des zweiten Bauabschnitts, hierbei handelt es sich um die Bausubstanz aus den 70er Jahren, pünktlich ein halbes Jahr später zu Beginn des Weihnachtsgeschäfts 2016 an den Start. Aufwerten will sie dabei auch die Südfassade am Zentrumsplatz. Wegen seiner sonnigen Lage sei er vor allem für Gastronomie geeignet. Einen Nachmieter gibt es wohl auch schon für das Sparkassen-Gebäude. Hier will ein Betrieb aus der Fitness-Branche einziehen. Eine Konkurrenz zum bestehenden Betrieb „Aktimed“, der innerhalb der BergGalerie umziehen wird, sieht Brigitte van der Jagt nicht: „Beide Betriebe haben ganz unterschiedliche Zielgruppen.“

Dem Anlass entsprechend hat der Bauantrag ein entsprechendes Gewicht. Die beiden Architekten schleppten am Freitagmorgen einen großen Kunststoffkorb mit rund einem Dutzend Aktenordner und einen großen Umzugskarton mit Zeichnungen in die sechste Etage des Rathauses. Computeranimationen, die die geänderten Planungen für die Außenfassaden für Laien wiedergeben, konnten Ulrich Hinrichsmeyer und André Pilling allerdings noch nicht vorweisen. Sie sollen aber zügig in die aktualisierte Projektbeschreibung für die BergGalerie auf der Homepage von CharterHaus eingestellt werden.




Hafenfest 2014: Teilnehmer fürs 9. Fischerstechen gesucht

Vorbereitungen für das Hafenfest am ersten Juniwochenende laufen bereits wieder auf „Hochtouren“. Das inzwischen 9. „Fischerstechen“ lockt erneut sportliche Wasserfreunde.

Teilnehmer fürs 9. Fischerstechen beim Hafenfest 2014 gesucht.
Teilnehmer fürs 9. Fischerstechen beim Hafenfest 2014 gesucht.

Es hat inzwischen längst Tradition – und zieht Jahr für Jahr Anfang Juni Zehntausende von Besuchern aus Nah und Fern in den Stadtteil Rünthe. Das inzwischen weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Hafenfest im Westfälischen Sportbootzentrum Rünthe am Hafenweg geht in diesem Jahr in die sechzehnte Runde, und schon jetzt laufen die umfangreichen Festplanungen bei der Stadt Bergkamen auf Hochtouren. Zu den besonderen Attraktionen zählen in diesem Jahr natürlich wiederum der „Flying Dutchman“-Wettbewerb, das „Drachenbootrennen“ und nicht zuletzt auch das so genannte „Fischerstechen“.

Das „Fischerstechen“ ist zwar noch nicht ganz so alt wie das Hafenfest selbst, es erfreute sich aber bereits bei seiner „Premiere“ im Jahre 2006 eines so großen Publikumsinteresses, dass es seither mit einem stets sehr großen Teilnehmerfeld  durchgeführt wurde und auch dieses Mal wieder mit auf dem vielfältigen Veranstaltungsprogramm stehen soll, denn erfahrene Hafenfest-Besucher wissen längst: Auch dieser Wettbewerb bietet spannende Unterhaltung und  aufregende Manöver und Zweikämpfe, aber  auch viel Spaß für die teilnehmenden Mannschaften und alle Zuschauer. Im vergangenen Jahr gingen insgesamt acht Mannschaften an den Start. Einer Erweiterung des Teilnehmerfeldes steht aber auch in diesem Jahre nichts im Wege.

Fischerstechen ein alter Zunftbrauch

Training für das Fischerstechen
Training für das Fischerstechen

Das Fischerstechen hat seinen Ursprung in einem so genannten Zunftbrauch der Fischer, der beispielsweise im süddeutschen Bamberg auf eine Tradition zurückgeht, die bis in das 15. Jahrhundert zurückreicht. Dabei handelt es sich um ein Turnier nach Ritterart, das allerdings nicht mit Pferden, sondern „standesgemäß“ mit Booten ausgetragen wird. Die Fischerstecher stehen bewaffnet mit einer stumpfen und gut gepolsterten Turnierlanze auf den Spitzen ihrer Boote, die durch Ruderer aufeinander zu gefahren werden. Wenn die Boote in gegenseitige Reichweite kommen, dann versuchen die Fischerstecher, sich mit ihren Lanzen vom Boot ins kalte Nass zu stoßen.

Alles in allem eine sehr heitere und spannende Sache – und das Wichtigste: Der Wettbewerb ist offen, d.h., dass jede Person aus dem Kreis Unna, die nicht wasserscheu ist, gut schwimmen kann und mindestens 18 Jahre alt ist, kann in einem Dreier-Team daran teilnehmen.

Jedes Team besteht aus zwei Ruderern und einem Fischerstecher. Boote, Lanzen, Schwimmwesten und sonstiges nötiges Zubehör werden kostenfrei gestellt. Interessierte Teilnehmer-Teams werden rechtzeitig vor dem Wettbewerb eingewiesen und erhalten überdies die Gelegenheit, sich am Tag vor dem Wettbewerb in einigen „Probeläufen“, die vom THW Kamen/Bergkamen überwacht und begleitet werden, zu üben.

Anmeldungen fürs Fischerstechen ab sofort möglich

Hafenfestsonntag (25)Der eigentliche Wettbewerb findet dann am Samstag, 7. Juni, wie in jedem Jahr nachmittags ganz zentral im Hafenbecken an der Promenade zwischen dem Hafenplatz und dem Hotel „Neumanns Nautilus“ statt.

Teilnahmebedingungen und Anmeldeformulare können ab sofort telefonisch unter 02307/ 965-234 (Herr Quabeck) oder per e-Mail über stadtmarketing@bergkamen.de erfragt bzw. angefordert werden. Informationen finden Interessierte aber auch unter www.hafenfest-bergkamen.de.




Friseursalon „Haargenau“ geht im Rünther Haus Seniorenglück an den Start

Durchstarten im „Seniorenglück“  will die 22-jährige Friseurmeisterin Fatma Ergün, der Friseur-Obermeister Wolfgang Mikeleit zum Start ins Existenzgründerleben gratulierte. Die Jungunternehmerin hat den bestehenden Friseursalon im Bergkamener Haus „Seniorenglück“ (Rünther Straße) übernommen und führt ihren Friseursalon unter dem Namen „Haargenau“ mit zwei Mitarbeiterinnen weiter.

Viel Erfolg in der Selbstständ wünscht Friseur-Obermeister Wolfgang Mikeleit Friseurmeisterin Fatma Ergün. (Foto: Kreishandwerkerschaft)
Viel Erfolg in der Selbstständigkeit wünscht Friseur-Obermeister Wolfgang Mikeleit Friseurmeisterin Fatma Ergün. (Foto: Kreishandwerkerschaft)

Ab August 2014 soll im „Haargenau“ auch wieder ausgebildet werden. „Zum Anfang haben wir uns für die Kunden besondere Aktionen ausgedacht; später wird es bei mir eigene Kinder-, ab auch Damen- und Herrenwochen geben.“ Besonderes Augenmerk will die junge Meisterin auf Angebote wie Hochsteckfrisuren und das Schminken für Hochzeiten und andere Feste legen.

„Selbständigkeit mit eigenem Salon war immer schon mein Ziel“, erzählte Fatma Ergün beim Besuchstermin. Dass sie zielstrebig und professionell in den neuen Lebensabschnitt startet, erkennt die Kundschaft bereits an den Pokalen und Auszeichnungen im Regal am Empfang: Ergün hatte schon während ihrer Ausbildung mit viel Erfolg an Preis-Frisier-Wettbewerben der heimischen Innung Unna teilgenommen. Obermeister Mikeleit freute sich über soviel jungen Schwung: „Auch in der aktiven Mitarbeit in unserer Innung könnte ich mir Fatma Ergün in Zukunft gut vorstellen!“




Geschäftsführerin von CharterHaus reicht Bauantrag für BergGalerie am Freitag ein

Die Geschäftsführerin von CharterHaus, Brigitte van der Jagt, will am Freitagmorgen (14. März) persönlich den Bauantrag für den Umbau der heutigen „Turmarkaden“ zur neuen „BergGalerie“ im Bergkamener Rathaus abgeben.

So könnte sie aussehen, die BergGalerie in Bergkamen
So könnte sie aussehen, die BergGalerie in Bergkamen

Anders als beim Wohnturm dürfte damit der vor Monaten festgelegter Zeitplan einzuhalten sein Der Umbau der Turmarkaden zur Berggalerie soll im Mai mit dem ersten Bauabschnitt beginnen und im Herbst 2015 eröffnet werden. Der zweite Abschnitt wird im Oktober 2015 in Angriff genommen. Voraussichtliche Fertigstellung ist hier im März 2016.

Verzögerungen könnten  sich dann ergeben, wenn die Stadt Bergkamen als Baugenehmigungsbehörden umfangreiche und damit langwierige Umplanungen in den Antragsunterlagen feststellen würde.




Kinderbildungsgesetz ein heißes Thema bei Bergkamener Eltern und Erzieherinnen

Die für August geplanten Änderungen des Kinderbildungsgesetzes durch das Land NRW stoßen auf großes Interesse bei den Bergkamener Eltern und Erzieherinnen. Das zeigt die große Besucherresonanz auf die Info-Veranstaltung, zu der Landtagsabgeordneter Rüdiger Weiß in der Reihe ‘Fraktion vor Ort’ am Mittwochabend im Jugend- und Sportheim Oberaden.

Große Resonanz hatte die Info-Veranstaltung zum Kinderbildunggesetz.
Große Resonanz hatte die Info-Veranstaltung zum Kinderbildunggesetz.

Mit der zweiten Revision des KIBIZ-Gesetzes diesen August steht eine umfassende Neuerung für Kitas und Kindergärten in Nordrhein-Westfalen bevor. Das Kinderbildungsgesetz war noch unter schwarz-gelber Regierung verabschiedet worden und sorgte immer wieder für Unmut bei Trägern, Einrichtungen und den Kindergärtnerinnen in NRW.

Unter Rot-Grüner Regierung wurde seit 2010 ein Korrekturprozess eingeleitet. Die zweite Revision, die für August angekündigt ist, wurde nun von Rüdiger Weiß bei der Veranstaltung der ‘Fraktion vor Ort’ in Oberaden  vorgestellt und den Fragen und Anregungen der Betroffenen ausgesetzt. Unterstützung hat sich Rüdiger Weiß dabei von Wolfgang Jörg geholt, der als Kinder- und Jugendpolitischer Sprecher in Düsseldorf ein Mann vom Fach ist und die genauen Revisionen genau vorstellte.

Viele kritische Fragen von den 70 Besuchern

Rüdiger Weiß (r.) und  Wolfgang Jörg.
Rüdiger Weiß (r.) und Wolfgang Jörg.

Vor gut 70 Zuhörerinnen und Zuhörern im gut gefüllten Jugend- und Sportheim an der Preinstraße in Oberaden, stellten die Landtagsabgeordneten dabei die Eckpunkte der Neuerung im Sommer vor. Neben erhöhter finanzieller Mittel, sollen auch die Bedürfnisse der einzelnen Kitas und Kindergärten gefördert werden.

So sollen Einrichtungen Bereichen mit besonderen Bildungsbedarf zusätzlich finanziell unterstützt werden. Auch die Träger sollen die Mittel flexibler einsetzen können. Dass der eingeschlagene Weg durchaus richtig, aber bei Weitem noch nicht ausreichend ist, zeigten die vielen kritischen Fragen seitens der Träger und der Zuhörer, die überwiegend selbst in Kitas und Kindergärten arbeiten.

Rüdiger Weiß moderierte dabei durch den Abend und stellte fest: “Es ist erstaunlich, wie genau viele unserer Zuhörer in die Gesetze und Entwürfe eingearbeitet sind. Das haben die vielen Detailfragen gezeigt. Ich finde gut, dass sich die Beteiligten so genau mit unserer Arbeit in Düsseldorf auseinandersetzen und uns wiederum Anregungen für die Arbeit im Landtag geben.”




Kaffeehausnachmittag am Sonntag: „Romantik – eine Musik ohne Grenzen“

Das Wetter soll ja am Wochenende nicht som gut werden. Das ist ein weiterer guter Grund, den nächsten Kaffeehausnachmittag „Romantik – eine Musik ohne Grenzen“ am  Sonntag 16. März,  am 15 Uhr im  Stadtmuseum Bergkamen zu besuchen.

Polina Merkulova
Polina Merkulova (Klavier)

Zwei hervorragende Musikerinnen, Polina Merkulova (Klavier) und Galina Rack (Sopran) präsentieren ein hochkarätiges Programm mit klassischen Liedern. Es spannt den Bogen von Rimsky-Korsakow und Rachmaninov bis hin zur Welt der Lieder und Klavierwerke von Schubert, Schumann, Brahms und anderen.

Polina Merkulova studierte in Riga Musik und ist ausgebildete Konzertpianistin, Klavierlehrerin und Korrepetitorin. Ihre zahlreichen Soloauftritte als Pianistin begannen schon während des Studiums. Später wechselte sie an die Philharmonie Pskow. Seit 2002 in Deutschland, tritt sie in Solokonzerten auf und arbeitet als Korrepetitorin beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“.

Galina Rack kommt aus Kirgisien

Galina Rack
Galina Rack

Galina Rack absolvierte ihre Ausbildung als Gesanglehrerin, Opern- und Konzertsängerin in Frunse (Kirgisien). Nach dem Studium trat sie als Solistin am Konservatorium und in der Philharmonie Taschkent auf. Seit ihrem Umzug nach Deutschland 2005 wirkte sie an mehreren Projekten (u.a. Aalto-Theater Essen, Salonorchester Oberhausen, Romanos Chor) mit.

Eintritt: 7,50 Euro (einschl. 1 Tasse Kaffee und 1 Stück Kuchen/Torte nach Wahl).  Kartenverkauf und –reservierungen nimmt das Stadtmuseum Bergkamen unter 02306/3060210 vor.




Förderverein des Stadtmuseum klagt gegen die Deutsche Rentenversicherung

Der Förderverein des Bergkamener Stadtmuseums wird gegen die Deutsche Rentenversicherung vor dem Sozialgericht Dortmund klagen. Grund ist eine Nachforderung von Sozialbeiträgen für eine museumspädagogische Kraft über mehrere Jahre bis 2012.

Dr. Jens Herold
Dr. Jens Herold

Den Streitwert bezeichnete der am Dienstagabend wiedergewählte 1. Vorsitzende des Fördervereins, Dr. Jens Herold, in einer Höhe von 600 Euro als sehr gering, hier ginge es aber ums Prinzip. Die Chancen, diesen Prozess zu gewinnen, schätzt nach den Worten des 1. Vorsitzenden der Rechtsanwalt des Fördervereins als sehr hoch ein. Herold gestand allerdings auch ein, dass die Verträge mit den museumspädagogischen Kräften bis 2012 einige kritische Punkte enthielten. Die gebe es in den neuen Verträgen ab 2013 nicht mehr.

Zur Erklärung: Sollte das Sozialgericht aber der Argumentation der Deutschen Rentenversicherung folgen, dann könnte arbeitsrechtlich gesehen dies ein Indiz dafür sein, dass die museumspädagogischen Kräfte möglicherweise einer „arbeitnehmerähnlichen Tätigkeit“ nachgegangen sind. Sollte dies juristisch festgestellt werden, würde sich daraus vielleicht ein Anspruch auf Festeinstellung ergeben.

Vorstandsmitglieder einstimmig wiedergewählt

In der Jahreshauptversammlung des Fördervereins wurde nicht nur Dr. Jens Herold einstimmig wiedergewählt, sondern auch die 2. stellvertretende Vorsitzende Dorothea Langenbach und Geschäftsführerin Beate Tebbe. Die Amtszeiten des 1. stellvertretenden Vorsitzenden Robert Stams und von Schatzmeisterin Beate Brumberg laufen noch bis Frühjahr 2015.

Ein positives Echo fand bei den Mitgliedern des Fördervereins, dass nach dem Förderbescheid des Landes weitere Infrastrukturmaßnahmen für den „Römerpark Bergkamen“ jetzt in Angriff genommen werden können. Dazu gehört eine Ausschilderung im Stadtgebiet. Zentraler Parkplatz und Anlaufpunkt, auch für Busse, soll der Museumsplatz werden. Es wird auch einen Wettbewerb für ein touristisches Marketingkonzept geben. Insgesamt stehen mit den Eigenmitteln der Stadt fast 100.000 Euro zur Verfügung.

Bereits im vergangenen Jahr haben die neue Römer-Lippe-Route und der Römerpark mit der Holz-Erde-Mauer für spürbar mehr Besucher des Stadtmuseums geführt. Die Zahl liege jetzt wieder bei rund 17.000, erklärte Museumsleiterin Barbara Strobel. Sie wird übrigens Mitte des Jahres in den Ruhestand gehen.