Kinder unterstützen: Bergkamener Projekt „Familienpaten“ braucht dringend Verstärkung

Das Bergkamener Projekt „Familienpaten“ braucht dringend personelle Unterstützung. Zehn Frauen und ein Mann kümmern sich zurzeit um Kinder, die Hilfe benötigen. Doch der Bedarf ist wesentlich größer. Zurzeit gebe es vier akute Fälle, berichtet Margarete Hackmann vom Projektbeirat.

Der Projektbeirat wirbt um Verstärkung für die Bergkamener Familienpaten.
Der Projektbeirat wirbt um Verstärkung für die Bergkamener Familienpaten.

Eigentlich müssten sie „Kinderpaten“ heißen, wenn der Begriff nicht schon irgendwie besetzt wäre. Nicht mehr als vier Stunden pro Woche dürfe diese ehrenamtliche Tätigkeit in Anspruch nehmen, meint Beiratsmitglied Udo Beckmann. „Die Paten sollen sich vor allem um die schönen Dinge des Familienlebens kümmern.“ Alles, was darüber hinausgeht, werde von Profis übernommen. Hier ist der „Draht“ sehr kurz: Beckmann ist auch Leiter des „Allgemeinen sozialen Dienstes“ beim Bergkamener, der über entsprechende Fachkräfte verfügt.

Ins Kino mit den Kindern gehen oder den Maxi-Park besuchen, sind Beispiele für solche Aktivitäten, die der bisher einzige männliche Familienpate Werner Warnken nennt. Er betreut mit seiner Frau Edda zwei Geschwister im Grundschulalter. Dass die Eltern einen sogenannten Migrationshintergrund haben, ist an sich das geringere Problem. Der Vater ist an Demenz erkrankt und fällt deshalb als traditionelles Familienoberhaupt völlig aus. Die Mutter hat Schwierigkeiten, diese Rolle zu übernehmen. Hinzu kommt, dass sie trotz Besuchs eines Sprachkurses kaum Deutsch versteht.

Familienpaten müssen sich in andere Menschen einfühlen können

Wer bezahlt und leistet die Unterschrift für den Büchereiausweis der Kinder? Das mit der Mutter zu klären, bedarf viel Einfühlungsvermögen. Ähnliche Probleme gab es vor dem Besuch eines Schwimmkurses. Beide, das Mädchen und der Junge, haben inzwischen das Seepferdchen. Dieser Erfolg hat ihr Selbstvertrauen mächtig gestärkt.

„Ich habe fast die Vaterrolle übernommen“, sagt der pensionierte Berufsschullehrer Werner Warnken. Das wird ihm sicherlich helfen, wenn es jetzt darum geht, den Jungen an der richtigen weiterführenden Schule anzumelden.

Manchmal wird auch nur eine „Oma“ oder eine gute Freundin gebraucht. Margarete Hackmann bericht über ein etwa sechs Jahres altes Mädchen, das innerhalb nur eines Jahres drei kleine Geschwisterchen bekommen hat, die die Mutter ganz in Anspruch nehmen. Natürlich hilft das Mädchen, übernimmt Verantwortung und macht dies auch gern, ohne sich zu beklagen. Doch sie ist auch heilfroh, dass ein Mal in der Woche ihre Familienpatin vorbei kommt, um sich mit ihr zu unterhalten. „Das ist dann eine Stunde nur für sich“, erklärt Margarete Hackmann.

Familienpaten werden auf ihren Einsatz gut vorbereitet

Wer Familienpate werden möchte, braucht „nur“ ein bisschen Zeit und sehr viel Einfühlungsvermögen mitzubringen. Die Kosten, etwa für einen Kinobesuch mit den Kindern, wird vom Projekt übernommen. Die Familienpaten sind natürlich auch versichert.

Der Projektbeirat lädt alle Interessierten am 25. Februar um 17 Uhr zu einer Informationsveranstaltung ins Bodelschwinghhaus ein. Dort findet auch eine Qualifizierung über rund 30 Stunden statt, während der die Ehrenamtlichen für ihren Einsatz als Familienpaten vorbereitet werden.

Wer schon jetzt Infos haben möchte, kann sich an Sonja Werner im Familienbüro der Stadt Bergkamen, Tel. 02307/965-258, oder an Margarete Hackmann vom Verein Familiäre Kinder-Tagesbetreuung, Tel. 02307/280633, wenden.




Polizei schnappt Gullideckel-Bande

Die Polizei hat eine fünfköpfige Bande geschnappt, die sich auf Tankstelleneinbrüche spezialisiert hat. Die Masche war immer die gleiche: Mit Gullideckel schmissen die Täter mindestens 50 Mal die Scheiben von Tankstellen und Tabakgeschäften ein. Auch in Fröndenberg schlugen die Täter ein Mal zu, in Bergkamen vermeldete die Polizei mehrere Einbrüche per Gulli-Deckel.

symbolbild10Am Dienstag hat die Polizei in Dortmund und Gelsenkirchen zugeschlagen und fünf Täter geschnappt. Bei Durchsuchungen fanden die Polizisten noch Tabak im Wert von 3000 Euro.

 Hartnäckige und akribische Ermittlungsarbeit führte die Kommission auf die Spur einer mehrköpfigen Bande, die sich insbesondere auf Tankstelleneinbrüche und Einbrüche in Tabakgeschäfte spezialisiert hatte. Am Dienstag konnten in Dortmund und Gelsenkirchen insgesamt 5 Haftbefehle gegen mutmaßliche Mitglieder der Bande im Alter von 22 – 41 Jahren vollstreckt werden. 3 Wohnungen in Gelsenkirchen wurden durchsucht, bei der Durchsuchung eines Täterfahrzeuges stellten die eingesetzten Beamten Tabak im Wert von ca. 3.000 EUR sicher.

Im Rahmen der Durchsuchungsmaßnahmen wurde ein weiterer Tatverdächtiger festgenommen. Den 5 Einbrechern aus Südost-Europa werden am heutigen Tag beim Amtsgericht Wuppertal die Haftbefehle verkündet, zwei weitere werden mit dem Ziel der Inhaftierung vorgeführt.

50 Einbrüche

Der Bande werden ca. 50 Einbrüche, überwiegend in Tankstellen und Tabakgeschäfte, vorgeworfen. In der Regel schlugen sie mit Gullideckeln die Eingangstüren der Tankstellen ein. Die Gesamtbeute wird auf Zigaretten und Tabak im Wert von mindestens 200.000.- EUR geschätzt. Die Tatorte sind, wie bei MOTIV-Tätern üblich, über ganz NRW verteilt und liegen u.a. in Bottrop, Porta Westfalica, Wuppertal, Fröndenberg, Möhnesee, Essen, Solingen, Remscheid, Velbert, Soest, Olpe, Bergkamen, Hilden, Gelsenkirchen, Moers, Oberhausen, Dortmund, Geldern, Oelde, Ahlen, Lünen, Lippstadt, Beckum und Werl.

Den Tatverdächtigen drohen wegen schweren Bandendiebstahls Freiheitsstrafen zwischen 1 bis zu 10 Jahren pro Tat.

Das Konzept „Mobile Täter im Visier“ beinhaltet u.a. eine enge und schnelle Vernetzung der Polizeibehörden mit modernen Datenbanksystemen sowie die Spezialisierung der Ermittlungen und die Bündelung von Zuständigkeiten.

Mit Rücksicht auf die weiteren Ermittlungen können ergänzende Angaben zur Zeit nicht gemacht werden.




Spitzenduo der Grünen bei den Kreistagswahlen kommt aus Bergkamen und Kamen

Das Spitzenduo der Grünen bei den Kreistagswahlen am 25. Mai kommt aus Bergkamen und Kamen. In ihrer Wahlversammlung am Dienstagabend wählten sie Jochen Nadolsky-Voigt aus Rünthe zum Landrat-Kandidaten. Auf den Platz 1 auf der Reserveliste setzten sie Anke Schneider.

Anke Schneider
Anke Schneider

Jochen Nadolsky-Voigt
Jochen Nadolsky-Voigt

Eine reelle Chance, seinem wichtigsten Gegenkadidaten Michael Makiolla den Rang abzulaufen, hat er wohl nicht. Werden könnte er allerdings stellvertretender Landrat. Das hängt nicht von seinem Stimmenergebnis am 25. Mai ab, wohl aber vom Ergebnis der zu erwartenden Koalitionsverhandlungen der Kreistagsfraktionen ab. Vor fünf Jahren war ein Resultat dieser Gespräche, dass das Grünen-Kreistagsmitglied Andrea Hosang 3. Stellvertretende Landrätin wurde. Andrea Hosang ist jetzt nicht wieder angetreten.

Jochen Nadolsky-Voigts Vorgänger als Grünen-Landtagskandidat war 2009 Herbert Gold. Er ist Mitglied des NRW-Landtags und belegt auf der aktuellen Reserveliste den 2. Platz vor Sandra Heinrichs, die neu in den Kreistag einziehen würde. Ihren Landratskandidaten setzten die Grünen dann auf den 4. Platz.

Kühnapfel scheitert in zwei Kampfabstimmungen

Über acht Sitze verfügen zurzeit die Grünen im Unnaer Kreistag. Hier versuchte der Kamener Klaus-Bernhard Kühnapfel, sich für den 25. Mai in eine aussichtsreiche Position zu bringen. Doch er scheiterte bei zwei Kampfabstimmungen um den Platz 6 an Uli Bangert aus Holzwickede und um den 8. Platz gegen Dennis Schwer aus Lünen. Er kam schließlich auf den 10. Platz.

Aus Bergkamen wurden Rolf Humbach auf den 12. Und Oliver Schroeder auf den 14. Platz. Sie dürften kaum eine Chance haben, nach dem 25. Mai Kreistagsmitglieder zu werden.




Träume vom Prokon-Windpark auf der Bergkamener Halde und vom großen Gewinn für Anleger geplatzt

Ein kaum zu widerstehendes Angebot fanden die Bergkamener kurz vor den Festtagen in ihren Briefkästen: Günstigen Öko-Strom und dazu noch eine hochprofitable Anlagemöglichkeit versprach das Unternehmen „Prokon“, das in Deutschland rund 50 Windparks betreibt.

Mehr als ein Windrad ist laut Gutachten auf dem Galgenberg nicht möglich.
Das bisher einzige  Bergkamener Windrad auf dem Galgenberg

Gerade die Offerte einer sechsprozentigen Verzinsung beim Kauf von Genussscheinen klang sehr verlockend, wo doch zurzeit mit Sparbüchern, Festgeld und Ähnlichem kaum noch die Inflationsrate ausgeglichen werden kann. Glücklich sind alle, die zum Zeitpunkt des Prokon-Angebots ihr Erspartes bereit in Weihnachtsgeschenke investiert hatten.

In der vergangenen Woche meldete der Ökostrom-Multi in Itzehoe Insolvenz an. Sollte sich daraus eine Pleite entwickeln, werden wahrscheinlich die rund 60.000 Besitzer von Genussscheinen ihre Einlage von 1,3 Mrd Euro abschreiben können. Zu hoffen ist, dass niemand auf die Postwurfsendung kurz vor Weihnachten hereingefallen ist.

Haldengebiet ist laut Gesetz ein Wald

Blick auf der Halde auf die künftige Naturarena und das Kraftwerk Heil
Gar nicht nach Wald sieht es im Bereich der Naturarena der Halde Großes Holz aus.

Geplatzt dürften auch die Prokon-Pläne sein, die Berghalden des Ruhrgebiets mit Windparks zu überziehen. Fünf dieser bis zu 140 Meter hohen könnten auf der Bergkamener Bergehalde Großes Holz Platz finden, hatte das Itzehoer Unternehmen im Geheimen bereits ausgerechnet. Es reagierte recht indigniert, als ihr Vorhaben vor genau einem Jahr öffentlich wurde – in einer Vorlage für den Bergkamener Ausschuss für Stadtentwicklung- und Wirtschaftsförderung.

Es passierte genau das, was Prokon offensichtlich befürchtete: Es formierten sich sofort die Gegner. Auf der einen Seite waren und sind es alle, die Windräder in diesem Naherholungsgebiet nicht haben wollen. Auf der anderen können sich der Aktionskreis „Wohnen und Leben Bergkamen“ und auch die Gemeinschaftsstadtwerke solche Anlage auf der Halde als lokalen Beitrag zu Energiewende durchaus vorstellen.

Suche nach Alternativstandorten

Unabhängig davon spricht inzwischen alles dafür, dass das Große Holz frei von Windrädern bleiben wird. Nach dem Landeswaldgesetz gelten die Halden in Bergkamen als Wald. Dort dürfen keine Windräder stehen. Eine Ausnahme lässt das Land für Waldflächen im Sauerland zu, auf denen Stürme wie Kyrill breit Schneisen geschlagen hatten.

Zurzeit sucht ein Gutachter im Auftrag der Stadt nach Alternativstandorten. Auch wenn er fündig werden sollten, ist fraglich, dass auf dem Stadtgebiet weitere Windräder gebaut werden. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel will die Vergütung für Strom aus Wind-, Solar- und Biogasanlagen von 17 auf 12 Cent pro Kilowattstunde drücken. Dies würde die Rentabilität von Investitionen in Ökostrom merklich senken.




Jazz vom Feinsten: Sven Bergmann Quartett gastiert in der Städt. Galerie „sohle 1“

Schon jetzt rührt das Kulturreferat die Werbetrommel für ein Konzert, das erst in zwei Monaten stattfindet. Das mit gutem Grund: Am Montag, 24. März, gastiert um 20 Uhr gastiert das Sven Bergmann Quartett in der Städt. Galerie „sohle 1“.

Jazz vom Feinsten: Sven Bergmann Quartett in der Städt. Galerie „sohle 1“
Jazz vom Feinsten: Sven Bergmann Quartett in der Städt. Galerie „sohle 1“

Die durch das Kultursekretariat NRW Gütersloh geförderte Formation um den Jazzpianisten und Komponisten Sven Bergmann präsentiert an diesem Abend ihr aktuelles Album “Seasons“. Ergänzt wird das Programm durch neue Kompositionen des Nachfolgealbums, dass im Januar 2014 in den renommierten Bauer Studios in Ludwigsburg aufgenommen wurde.

Den Besucher erwarten frische abwechslungsreiche Kompositionen, die sich im Hauptstrom des europäischen Jazz bewegen. Sie zeichnen sich durch lyrische Melodien und rhythmische Vielfalt aus. So gehören z.B. die Integration von Elementen der Popmusik oder Folklore selbstverständlich zum Repertoire der Band dazu. Die hochkarätige Besetzung mit Matthias Bergmann (u.a. Peter Herbolzheimer) am Flügelhorn und der Trompete, Stefan Werni (u.a. Sheila Jordan, Lee Konitz) am Kontrabass und Bill Elgart (u.a. Kenny Wheeler, Paul Bley, Gary Peacock) am Schlagzeug und Sven Bergmann am Klavier, begeistert durch Spielfreude und vielschichtige Klangfarben. Ein unvergessliches Hörerlebnis für den Besucher!

Die Tickets sind erhältlich im Kulturreferat Bergkamen (Tel.: 02307/965-464), im Bürgerbüro oder an der Abendkasse.

Tickets: 10,- Euro, erm. 8,- Euro




Kommunalwahlen: Werner Engelhardt wieder Spitzenkandidat des Wahlbündnisses BergAUF

Werner Engelhardt wird aller Voraussicht nach wieder Spitzenkandidat des Wahlbündnisses BergAUF bei den Stadtratswahlen am 25. Mai. Eine endgültige Entscheidung soll erst Mitte März bei der offiziellen Kandidatenaufstellung fallen.

Das Vorstandsteam von BergAUF (v.li.): Heinz Eggert, Jens Weiselowski, Fatma Uyar, Gabi Zielen, Mihriban Uyar, Hanni Engelhardt, Werner Engelhardt, Mahsuni Uyar,  (Kassenprüfer) Richard Bauer. Es fehlt auf dem Foto: Silke Lokatis (Kassenprüferin)
Das Vorstandsteam von BergAUF (v.li.): Heinz Eggert, Jens Weiselowski, Fatma Uyar, Gabi Zielen, Mihriban Uyar, Hanni Engelhardt, Werner Engelhardt, Mahsuni Uyar,
(Kassenprüfer) Richard Bauer. Es fehlt auf dem Foto: Silke Lokatis (Kassenprüferin)

Ausscheiden wird das Ratsmitglied Jens Weiselowski wegen eines Wohnortwechsels. Vordere Listenplätze sollen und Fatma Uyar sowie Richard Bauer einnehmen. Grund für die relativ späte Kandidatenaufstellung ist möglicherweise, dass noch nicht entschieden ist, ob Mitglieder anderer Parteien auf ihr kandidieren werden. An der ordentlichen Mitgliederversammlung am vergangenen Freitag nahmen auch Vertreter der Partei „Die Linke“ und der „Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD)“ als Gäste teil.

Vor allem sollen mehr Jugendliche dazu ermuntert werden, selbst mit BergAUF politisch aktiv zu werden. Schließlich würden etwa 70 % aller Entscheidungen, die das Leben der Jugend unmittelbar betreffen, auf kommunaler Ebene entschieden, so Werner Engelhardt.

BergAUF macht seit 10 Jahren Kommunalpolitik

In dieser Mitgliederversammlung wurde auch ein kleines Jubiläum gefeiert. Das Wahlbündnis BergAUF Bergkamen ist inzwischen zehn Jahre alt. Hier zog der Vorstand nicht nur ein positives kommunalpolitisches Resümee. Diese zehn Jahre seien auch ein energischer Kampf gegen den modernen Antikommunismus gewesen.

Der vom Vorstand vorgezeichnete Kurs in Richtung Kommunalwahl wurde bestätigt und bei den Vorstandswahlen gab es große Kontinuität. Jens Weiselowski bleibt ihm trotz des Wohnortwechsels als Kassierer erhalten. Auf eigenen Wunsch kandidierte Burhan Öncel nicht erneut als Kassenprüfer, ihm dankte der Vorstand für seine jahrelange Arbeit. Ebenso dem Ehepaar Flieger, das den Aufbau des Wahlbündnisses mit prägte und nun aus familiären Gründen Bergkamen verlassen hat.

 




Kranz am ehemaligen „Konzentrationslager Schönhausen“ erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus

Der 27. Januar ist seit 1996 der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. An diesem Tag im Jahr 1945 befreite die Rote Armee das KZ Auschwitz, das als Synonym für die Ermordung von sechs Millionen Juden durch das NS-Regime gilt. Aus diesem Anlass legte Bürgermeister Roland Schäfer am Montagnachmittag mit Vertretern des Stadtrats einen Kranz  an der Gedenkstätte Schönhausen einen Kranz.

Kranz SchönhausenDort im ehemaligen Wohlfahrtsgebäude der Bergarbeitersiedlung, das heute von der Ev. Freikirchlichen Gemeinde Bergkamen als Gemeindehaus benutzt wird (Oberlinhaus), hatten die Nazis von April bis Oktober ein Konzentraionslager für den Kreis Unna und Hamm eingerichtet. Rund 1000 Frauen und Männer, die dem NS-Regime kritisch gegenüber standen und auch großenteils dem Widerstand angehörten, wurden dort zeitweise inhaftiert.

Die heutige Generation trage keine Schuld für die Verbrechen der Nazis, betonte Bürgermeister Roland Schäfer. Sie habe aber die Verantwortung, dass Ähnliches nie wieder passieren dürfe. Die Mordserie der NSU zeige, dass die NS-Ideologie, wenn auch nur bei einer kleinen Minderheit, bis heute fortwirke.

Mehr über das „Konzentrationslager Schönhausen“ finden sie in dem Artikel „Vor 80 Jahren begann der Nazi-Terror im KZ Schönhausen„, die im „Bergkamen-Infoblog“ erschienen ist.




SPD Rünthe will im Kommunalwahlkampf auch auf Facebook setzen

In einer Klausurtagung legte der Vorstand des SPD-Ortvereins Rünthe im Haus Schmülling die Schwerpunkte seines  Kommunalwahlkampfes fest. Dabei wollen die Sozialdemokraten verstärkt auf Facebook setzen.

SPD Rünthe FacebookZunächst ließen sich die Vorstandsmitglieder vom technischen Beigeordneten, Dr. Hans-Joachim Peters, zum Entwicklungskonzept „Marina-Nord“ auf den neuesten Stand bringen. Die Konzeption sieht dort einen Campingplatz mit einem zusätzlichen attraktiven Angebot vor. „Die Idee ist ein weiterer Baustein zur Entwicklung des Tourismuskonzeptes in Bergkamen und deshalb begrüßt der Ortsverein dieses Vorhaben“, so der Ortsvereinsvorsitzende Christian Pollack.

Ein zweite Schwerpunkt war die Planung des Kommunalwahlkampfes. Zunächst wurden Themen gesammelt, die Rünther Bürgern unter den Nägeln brennen. Unter anderem sind das die weitere Verwendung der Mensa und Sporthalle nach der Schließung der Hellweg-Hauptschule, die Nachfolgenutzung des Schacht III, die Lärmschutzmaßnahmen im Zuge des Ausbaus der A1 in Rünthe-Ost und die Versorgung mit Kita- und U3-Plätzen.

Mit diesen und vielen anderen Themen hat sich der Ortsverein bereits in der Vergangenheit beschäftigt. „Im Wahlkampf soll noch deutlicher werden, wofür die Rünther Stadtrats- und Kreistagskandidaten stehen“, so Thomas Semmelmann, der stellvertretende Vorsitzende. Nachzulesen ist das auf der Homepage des SPD Stadtverbandes (www.spd-bergkamen.de) im Rünther Bereich.

Während des Wahlkampfes wird der Ortsverein auf altbewährte Aktionen, angereichert mit neuen Formaten, zurückgreifen. Auch die Facebook-Seite des Ortsvereins wird dazu genutzt werden. Zum Schluss wurden interessante Gespräche bei einem gemeinsamen Essen geführt.




WFG nimmt zweites Plateau des Logistikparks in Angriff: Bauarbeiten nach der Ernte

Mit Beginn des Jahres haben bei der Wirtschaftsförderung Kreis Unna (WFG) auch die Vorbereitungen für die Erschließung des zweiten Plateaus des Logistikparks A 2 in Bergkamen begonnen.

Die erste Großansioedlung im Logistikpark A 2 ist perfekt.
Logistikpark A 2

Gestartet werden soll mit den Bodenarbeiten zur Nivellierung der Fläche. Hierzu ist eine Ausschreibung zur Auswahl der durchführenden Baufirma nötig, welche zur Zeit von der WFG vorbereitet und im Februar durchgeführt wird. Straßen- und Kanalarbeiten sind in diesem Zuge nicht mehr notwendig, da der zweite Bauabschnitt über den bereits vorhandenen Er-schließungsstich erreicht werden kann.

Die Umsetzung der Arbeiten ist dann ab September geplant. „Da die Flächen aktuell noch von drei Landwirten bestellt werden, wollen wir die Erntezeit im Sommer abwarten, bevor wir mit den Erdarbeiten beginnen“ erklärt Sabrina Bläser, die zuständige Projektleiterin der WFG. Die reine Bauzeit wird auf etwa drei Monaten geschätzt, so dass mit einer Fertigstellung der Flächen im November gerechnet werden kann.

Herbert Heldt KG vermisst ihr Grundstück

Die Vermarktungsaktivitäten werden parallel jedoch bereits weiter voran-getrieben. „Erfahrungsgemäß dauert es vom ersten Kontakt mit dem potenziellen Interessenten bis zum endgültigen Vertragsabschluss für ein solches Grundstück immer einige Monate“ beschreibt Sabrina Bläser die Abläufe des Vermarktungsprozesses.

Aber die Bagger werden im Logistikpark auch im Frühjahr diesen Jahres nicht ganz still stehen. Die Firma Herbert Heldt KG, die ihrem potenziellen zukünftigen Nachbarn bereits ein Jahr voraus ist, bereitet derzeit ihren Bauantrag vor, und führt schon erste Vermessungsarbeiten auf ihrem Grundstück durch. Im Frühjahr soll dann mit den Bauarbeiten begonnen werden.




Zwei bewaffnete Raubüberfälle auf Tankstelle und Spielhalle

Gleich mit zwei bewaffneten Raubüberfällen in der Nacht zu Montag muss sich die Polizei in Bergkamen auseinandersetzen. In beiden Fällen handelt es sich um Einzeltäter, die mit Pistolen bewaffnet waren.

PolizeiautoAm Sonntagabend  wurde eine Angestellte einer Tankstelle an der Erich-Ollenhauer-Straße gegen 23.15 Uhr beim Verlassen der Arbeitsstelle von einem unbekannten Mann mit einer Pistole bedroht. Der Täter lauerte der 28-jährigen Bergkamenerin auf und drängte sie zurück ins Gebäude. Er forderte die Herausgabe der Einnahmen. Mit der Beute flüchtete er anschließend in unbekannte Richtung.

Der Täter soll etwa 180 cm groß und schlank gewesen sein. Er trug eine dunkelblaue Kapuzenjacke mit einem weiß-karierten Muster im Brustbereich, eine helle Jeanshose und einen schwarzen Schal, mit dem er sein Gesicht verdeckte. Bei der Waffe soll es sich um eine schwarze Pistole gehandelt haben. Zudem sprach der Mann ein akzentfreies Deutsch.

Räuber war auffällig klein

In der Nacht zu Montag  betrat gegen 0.50 Uhr ein maskierter bewaffneter Mann eine Spielhalle Am Römerlager. Er ging gezielt auf den 44-jährigen Angestellten zu und verlangte die Herausgabe der Einnahmen. Zur Tatzeit hielten sich noch zwei Kunden in der Spielhalle auf. Unter ständigem Vorhalt der Waffe bedrohte er alle Anwesenden und flüchtete anschließend mit der Beute. Er verließ den Tatort vermutlich mit einem Pkw in unbekannte Richtung.

Der Täter wird als auffällig klein, etwa 155 cm bis 160 cm, beschrieben. Er soll schlank und komplett schwarz gekleidet gewesen sein. Sein Gesicht hatte er mit einer schwarzen Sturmhaube maskiert. Auch er soll eine schwarze Pistole benutzt haben.

Wer kann weitere Angaben zu den Raubüberfällen oder den Tätern machen? Hinweise in beiden Fällen bitte an die Polizei in Bergkamen unter der Rufnummer 02307 921 7320 oder 921 0.




Umweltminister Remmel pflanzt auf der Ökologiestation eine „Biesterfelder Renette“

Das Treffen war intern, ohne Folgen blieb es nicht – denn NRW-Umweltminister Johannes Remmel setzte mit einer „Biesterfelder Renette“ ein ökologisches Zeichen an perfekter Stelle – der Ökologiestation des Kreises Unna in Bergkamen.

Minister Johannes Remmel (l.) mit Landrat Michael Makiolla (r.) und dem Landtagsabgeordneten Herbert Goldmann an seiner "Biesterfelder Renette". Foto: Umweltzentrum
Minister Johannes Remmel (l.) mit Landrat Michael Makiolla (r.) und dem Landtagsabgeordneten Herbert Goldmann an seiner „Biesterfelder Renette“. Foto: Umweltzentrum

Den Weg zum „Pfad der alten Obstsorten“ wies ihm mit Landrat Michael Makiolla ein Gastgeber, der den Weg schon mehrfach und oft in ministerieller Begleitung gegangen ist. Zum Spaten brauchten beider allerdings nicht zu greifen.

Da das Team der Ökologiestation mit Winterwetter und entsprechend  von Frost gehärteten Boden er Umweltminister und der Chef der rechnen musste, wurde der Apfelbaum bereits im Herbst vergangenen Jahres gepflanzt. Unklar blieb, wer ausgerechnet eine „Biesterfelder Renette“ für diesen Ministerbesucht ausgesucht hat.

Alte Apfelsorte hat rot-grüne Früchte

Sicherlich fehlte sie noch in der Sammlung der alten Obstsorten. Möglicherweise hat aber auch jemandem der Schalk im Nacken gesessen: Es handelt sich hier um eine Apfelsorte mit einer rot-grünen Frucht, die allerdings in der Reife gelb wird.

Die Baumallee gibt es seit 2005. Das erste heimische Gehölz – einen „Gravensteiner“ Apfelbaum – setzte übrigens Gerd Achenbach (Landrat des Kreises Unna von 1999 bis 2004). Inzwischen wird der wenige Minuten von der Ökologiestation in Bergkamen-Heil entfernt liegende Pfad von insgesamt 36 Bäumen gesäumt. Dazu gehören ausgeschilderte Obstbäume wie „Roter Belepsch“, „Roter Boskoop“, „Dülmener Rosenapfel“, „Weißer Glockenapfel“, „Rote Sternrenette“, „Jakob Lebel“, „Clapps Liebling“, „Williams Christ Birne“ und viele andere. Um die Pflege kümmert sich das Team von der Ökologiestation in Bergkamen-Heil.

Bewahrung heimischer Baumarten

Das Bemühen der Ökologiestation u.a. um die Bewahrung heimischer Baumarten und die Förderung des Ökobewusstseins schon in jungen Jahren z.B. durch zahlreiche Veranstaltungen, Lehrpfad und Bienenhaus war eines der Themen bei dem sich an die Pflanzaktion anschließenden Gespräch.

Das auf der Ökologiestation beheimatete Umweltzentrum Westfalen ist mit der Naturförderungsgesellschaft Kreis Unna, der vom Land mit getragenen Biologischen Station, dem Pflegestützpunkt Ost des Regionalverbandes Ruhr (RVR), dem dort beheimateten Naturschutzbund (NABU), Kreisverband Unna, oder auch ökologisch wirtschaftenden Betrieben in der Region eine zentrale und kompetente Anlaufstelle in Sachen Natur und Umweltschutz.

400 Kinder besuchten 2013 das Gästehaus

Ein Augenmerk von Minister Remmel galt dem 2012 fertiggestellten Gästehaus. Es bietet Schul- und Kindergartengruppen – 2013 kamen bereits rund 400 Kinder – die Möglichkeit für jeweils mehrere Tage Natur aus erster Hand hautnah zu erleben und – im wahrsten Sinn des Wortes – zu begreifen.

Informationen über die Arbeit an und in der Ökologiestation des Kreises Unna finden sich im Internet unter www.oekologiestation.info