Sänger und Gitarrist Mike Seeber nächster Gast beim Sparkassen Grand Jam
Der Sänger und Gitarrist Mike Seeber ist der nächste Gast beimSparkassen Grand Jam am Mittwoch, 5. März, ab 20 Uhr im Haus Schmülling.
Mike Seeber
Nachdem Mike Seeber im Jahr 2011 „… back from Texas!“ war und Deutschlands Konzertsäle und Open Airs gerockt hatte, lebt und arbeitet er seit Anfang 2012 in Echtzeit. Er begann mit den Arbeiten an seinem ersten eigenen Album. Er absolvierte mehrere Aufnahmesessions im Berliner Tonstudio von Rainer Oleak und gab mit seinem neu formierten MIKE SEEBER TRIO über zwanzig Konzerte, darunter der viel beachtete Gig Ende April im Berliner Frannz-Club, zu dem seine Band erstmals in der jetzigen Besetzung auftrat. In seinem Live-Programm spielte er bereits einige der deutschsprachigen Songs, die auch auf seinem Album erscheinen werden.
Über seine Intentionen und sein aktuelles Programm sagt Mike: “Ich spiele seit meiner frühesten Kindheit Gitarre. Von Anfang an haben mich der Blues aus Texas und die Bands der ostdeutschen Bluesszene am meisten begeistert und beeinflusst.
Mike Seeber gilt in Deutschland als einer der zurzeit am stärksten beachteten Live-Gitarristen seines Genres. Seine imposanten Bühnenshows sind geprägt von Frische, musikalischer Virtuosität und einem machtvollen Sound, den er mit seinen beiden äußerst versierten Begleitmusikern erzeugt.
Tickets für dieses Konzert gibt es im Kulturreferat der Stadt Bergkamen, im Bürgerbüro und an der Abendkasse. Weitere Kartenvorverkaufsstellen sind die Sparkasse Bergkamen-Bönen, In der City 133, Bergkamen-Mitte und Haus Schmülling, Landwehrstraße 160, 59192 Bergkamen-Overberge.
Telefonische Kartenvorbestellung und weitere Informationen erhalten Sie bei:Andrea Knäpper, Tel.: 02307/965-464
Löschgruppe Heil im vergangenen Jahr 42 Mal zur Hilfe gerufen
Sie ist zwar unter den Bergkamener Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr von der Zahl der Aktiven her die kleinste. Trotzdem erfüllt die Löschgruppe Heil wichtige Aufgaben, die durch die anderen nur sehr schwer zu erfüllen wären.
Beförderungen und Ehrungen waren zwei wichtige Tagesordnungspunkte der Jahresdienstbesprechung der Löschgruppe Heil.
Löschgruppenführer Axel Kallenbach, sein Stellvertreter Frank Doritke und die 20 aktiven Feuerwehrleute des Stadtteils zogen am Samstagabend in ihrer Jahresdienstbesprechung ihre Bilanz des vergangenen Jahres.
Auf 42 Einsätze kam die Löschgruppe in 2013. Der spektakulärste war wohl die Explosion einer Motoryacht und der nachfolgende Brand von vier weiteren Booten in der Marina Rünthe. Das Ehepaar, das sich während der Explosion auf ihrem Boot aufgehalten hatte und durch die Wucht ins Wasser geworfen wurde, erlitt nur leichte Verletzungen. Der Sachschaden liegt aber im oberen sechsstelligen Euro-Bereich.
Große Sorgen wegen der vielen Unfälle auf den Westenhellweg
Erhebliche Sorgen bereitet den Heiler Feuerwehrleute die Zunahme schwerer Verkehrsunfälle auf dem Westenhellweg. So auch am vergangenen Samstagabend. Diesmal brauchte die Löschgruppe nicht auszurücken. Sie hatte ja Jahresdienstbesprechung. Diesen Einsatz fuhren diesmal die Kameradinnen und Kameraden aus Rünthe, Oberaden und Lünen ohne sie.
Manche Einsätze entlang des Westenhellwegs enden sehr tragisch. Es gibt aber auch Einsätze, die irgendwie Spaß machen, wie Löschgruppenführer Axel Kallenbach betont. So wurden die Feuerwehrleute an einem frühen Sonntagmorgen im Sommer zum Kanal gerufen. Ein Reh schwamm im Wasser und konnte wegen der steilen Spundwände nicht aufs Ufer klettern.
Reh mit Hilfe eines Kohleschiffs aus dem Kanal gerettet
Das Problem war, dass das Tier, sobald sich ein Feuerwehrmann am Ufer ihm näher, aus Furcht wegschwamm. Glücklicherweise kam dann ein holländisches Kohleschiff. „Soll ich helfen?“, rief der Kapitän. Und sofort schritt er zur Tat. Mit seinem großen Schiff trieb er das Reh im ehemaligen Kohlehafen von Haus Aden so in die Enge, dass es die Retter von der Löschgruppe Heil sicher packen und an Land ziehen konnten. „Wir haben es danach im Wald ausgesetzt“, sagte Kallenbach zum glücklichen Ende dieses Einsatzes.
In die Löschgruppe wurde Unterbrandmeisterin Nicole Kunze-Bloemberg neu aufgenommen. Sie wohnt in Beckinghausen. Befördert wurde Johannes Knepper zum Oberfeuerwehrmann und Andree Wilken zum Hauptfeuerwehrmann. Bürgermeister Roland Schäfer zeichnete Helmut Barks für 50-jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr aus.
Stets beteiligt sich die Löschgruppe am Heiler Dorfleben. Am 19. Juni lädt sie zum inzwischen 5. Bürgerfrühschoppen am Gerätehaus an der Nördl. Lippestraße ein.
Eine beeindruckende Bilanz für 2013 legten Löschgruppenführer Uwe Dunemann sowie seine beiden Stellvertreter Mark Baginski und André Pollmüller in der Jahresdienstbesprechung für der Feuerwehr des Stadtteils Bergkamen-Mitte am Samstagnachmittag vor.
Während der Jahresdienstbesprechung der Löschgruppe Bergkamen-Mitte wurden zahlreiche Beföderungen ausgesprochen und Ehrungen vorgenommen.
Sie ist mit 51 aktiven Mitgliedern die größte Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bergkamen. Sie fuhr im vergangenen Jahr 136 Einsätze. Mit allen Diensten sind dabei 11.584 Stunden zusammengekommen. Im Durchschnitt hat so jede Feuerwehrfrau und jeder Feuerwehrmann sich in 203 Stunden für ihre Mitbürger eingesetzt. Wer es noch nicht weiß: Bergkamen hat eine Freiwillige Feuerwehr. Alle Feuerwehrfrauen und –männer verrichten ihren Dienst ehrenamtlich.
Einsätze der Feuerwehr sind auch seelisch belastend
Neben den körperlichen Belastungen müssen die Feuerwehrfrauen und –männer kaum zu beschreibende seelische Belastungen aushalten. Das gilt insbesondere für die beiden Brandstiftungen in Mehrfamilienhäusern an der Töddinghauser Straße und an der Lothar-Erdmann-Straße. An der Töddinghauser Straße hatte sich der mutmaßliche Täter anschließende aus dem 6. Stockwerk in den Tod gestürzt.
Ein weiterer Brandstifter hatte an der Zentrumstraße dafür gesorgt, dass an drei Sonntagen hintereinander die Wochenendruhe vorbei war. Zuletzt hatte es der immer noch nicht gefasste Täter geschafft, die Stromversorgung des Mehrfamilienhauses und damit auch die Heizungsanlage für mehrere Tage lahmzulegen.
Vier Stunden Suche nach einem kleinen Hund
Weitere bedrückende Einsätze waren die beiden Verkehrsunfälle am Kleiweg in Weddinghofen und an den Autobahnzufahren an Lünener Straße sowie am Kleiweg. An der B 61 wurden zwei Männer schwer verletzt. Am Kleiweg mussten die Feuerwehrleute aus einem Autowrack den toten Fahrer bergen.
Feuerwehrleute aus Bergkamen-Mitte waren an den Hilfsmaßnahmen während des Hochwassers an der Elbe in Niedersachsen beteiligt gewesen. Ausströmendes Gas aus einer Leitung, die von einem Bagger während Bauarbeiten in der Gartensiedlung aufgerissen wurde, erforderte einen weiteren Großeinsatz. Fast schon skurril zu nennen war die vierstündige Rettungsaktion für einen Hund, der sich am Turmweg.
Ehrungen und Beförderungen
Ein Höhepunkt von Jahresdienstbesprechungen sind sicherlich die Beförderungen und Ehrungen. Annika Behnke und Alexander Hohmann sind in die Feuerwehr aufgenommen worden. Bevor sie Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann werden, müssen sie eine sehr intensive Ausbildung durchlaufen.
Franziska Niehus wurde aus der Jugendfeuerwehr übernommen. Sie ist jetzt Freuerwehrfrau.
Befördert wurde Florian Koepe zum Oberfeuerwehrmann, Dominic Niehus zum Unterbrandmeister, André Pollmüller zum Brandmeister und Marko Behrens zum Oberbrandmeister. Nadine Rydzy wurde als stellvertretende Leiterin der Jugendfeuerwehr verabschiedet.
Bürgermeister Roland Schäfer übernahm zwei besondere Ehrungen. Dirk Wolf gehört seit 35 Jahren und Werner Teschner seit 50 Jahren der Feuerwehr an.
Wieder ein schwerer Verkehrsunfall mit Verletzten auf dem Westenhellweg
Zwei Verletzte forderte ein Verkehrsunfall am Samstagabend auf dem Westenhellweg in Heil. Zwei Pkw prallten in Höhe des Naturfreibads Heil aufeinander.
Mehrere Verletzte fordert der schwere Verkehrsunfall am Samstagabend auf dem Westenhellweg in Heil.
Wie die Polizei mitteilt, befuhr gegen 18.35 Uhr ein 50-jähriger Bergkamener mit seinem Pkw den Westenhellweg in Bergkamen in Fahrtrichtung Rünthe. In Höhe der Zufahrt Naturbad Heil bremste er aufgrund einer Geschwindigkeitsbegrenzung seinen Auto ab. Ein 71-jährige Autofahrer aus Werne fuhr ungebremst auf.
Im PKW des Bergkameners wurde ein 10-jähriger Junge, der auf dem Rücksitz, hinter dem Fahrer saß, am Kopf verletzt. Der Junge wurde mit dem Rettungswagen dem Kinderkrankenhaus Dortmund eingeliefert.
Der 71-jährige Mann aus Werne und seine 61-jährige Beifahrerin wurden bei dem Unfall ebenfalls leicht verletzt. Die Verletzten wurde ins Krankenhaus Lünen eingeliefert. An den Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit.
Die Unfallstelle wurde für die Unfallaufnahme komplett gesperrt. Die Sperrung wurde gegen 20.45 Uhr wieder aufgehoben.
Rolf Escher zeigt in der Galerie „sohle 1“ „Erinnerungsräume von Berlin bis Venedig“
„Erinnerungsräume von Berlin bis Venedig“ lautet der Titel der neuen Ausstellung der städt. Galerie „sohle 1“ mit Zeichnungen und Druckgraphikendes Künstlers Rolf Escher, die am Freitag, 28. Februar eröffnet wird.
Salon des Berliner Hoffriseurs Francois Haby
Ein hundertjähriger Berliner Friseursalon, die Prunksarkophage aus der Hohenzollern-Gruft, die letzte Vorstellung im Münchner Hoftheater, Anatomische Theater in Padua, Bologna, Berlin und der Venezianische Totentanz – der Zeichner und Graphiker Rolf Escher lädt uns auf eine ungewöhnliche Reise von Berlin bis Venedig ein.
Die sehenswerte Ausstellung mit etwa achtzig Zeichnungen, Druckgraphiken und Skizzenbüchern in der städtischen Galerie „sohle 1“ wird am Freitag, dem 28. Februar 2014, um 19 Uhr, durch Bürgermeister Roland Schäfer und den Standortleiter von Bayer HealthCare, Dr. Stefan Klatt, in Anwesenheit des Künstlers eröffnet. Den Einführungsvortrag hält der Kasseler Kunstkritiker Dirk Schwarze.
Unter dem Titel „Erinnerungsräume von Berlin bis Venedig – eine zeichnerische Reise von Palästen, Hoftheatern und Wunderkammern“ führt Rolf Escher sein Publikum an Orte, die der durchschnittliche Tourist nie zu Gesicht bekommt. Da steht der Palast der Republik im Abriss als Reiseziel neben dem Spiegelsaal von Clärchens Ballhaus. Aber auch ein zerdrückter Reisekoffer aus dem Kölner Stadtarchiv ist sehenswert, ebenso wie der bizarre Vogelsaal des Bamberger Naturkundemuseums.
Rolf Eschers Stadtführungen von ganz eigenwilliger Art
Die letzte Vorstellung im Hoftheater
Rolf Eschers Stadtführungen sind von ganz eigenwilliger Art. Seine Einblicke in verborgene Räume, Theater, Museen, Apotheken, Bibliotheken, Schlösser, Klöster, Kunstkabinette und Wunderkammern eröffnen dem Zuschauer den Blick hinter die Kulissen. Jagdtrophäen im Fürstenbergischen Naturalienkabinett von Donau-eschingen beispielsweise kommen in keinem der gängigen Reiseführer vor. Die dramatisch aufgeladene Atmosphäre von Raubvögeln, Bären und Krokodilen, das willkürliche Durcheinander von Imponiergehabe und Drohgebärden, ist dort für immer erstarrt. Der scheinbare Dialog der toten Tiere in den antiquarischen Vitrinen findet nur im Kopf des Künstlers und in der Fantasie des Betrachters statt.
Rolf Escher, Künstler und emeritierter Kunstprofessor, ist ein Meister der Gratwanderung zwischen Traum und Wirklichkeit. Seine Städteansichten von Berlin bis Venedig sind nur scheinbare Abbildungen der Wirklichkeit. Erst auf den zweiten Blick offenbart sich eine metaphysische Hintergründigkeit, die mit ironisch liebevollem Künstlerblick völlig neue Einsichten auch in längst Gewohntes gewährt.
Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Städtischen Wessenberg-Galerie Konstanz, der städt. Galerie „sohle 1“ Bergkamen und Bayer HealthCare Bergkamen.
Neueröffnung: Aus „ABC Schuhe“ wird am Dienstag „SCHUH OKAY“
Im Nordberg-Center ersetzt ab kommenden Dienstag das Schuhgeschäft „SCHUH OKAY“ das ehemalige „ABC Schuhe“. Beide Marken gehören zu dem Unternehmen „Kramer Schuhe GmbH & Co. KG“. Für Geschäftsführer Oliver Kramer ist dieser Wechsel ein klares Bekenntnis zum Standort Bergkamen. Verbunden damit ist nämlich eine Sortimentserweiterung.
Zurzeit wird renoviert: Am Dienstag eröffnet „SCHUH OKAY“ im Nordberg-Center.
„Schuhe sind kein Produkt, das man ohne fachkundige Beratung im Discounter oder im Internet kaufen sollte“, erklärt Geschäftsführer Oliver Kramer. Er rät dazu, sich beim Schuhkauf gut zu informieren und mehrere Modelle anzuprobieren, um beurteilen zu können, ob sie wirklich sitzen. Das gelte insbesondere für Kinderschuhe. Dass er mit seinem Unternehmen weiterhin auf den Standort am Bergkamener Nordberg setzt, ist kein Zufall: Das Schuhgeschäft ist hier tief verwurzelt und für viele Familien ein wichtiger Anlaufpunkt beim Schuhkauf.
„Wir freuen uns, dass SCHUH OKAY Bergkamen treu bleibt“, betont Fachdezernent Manfred Turk, der unter anderem die Wirtschaftsförderung der Stadt koordiniert. Um drohende Leerstände zu bekämpfen, unterstützt Bergkamen Eigentümer und Einzelhändler mit verschiedenen Maßnahmen: Märkte und eine ansprechende Beleuchtung beispielsweise sollen den Stadtbummel attraktiver machen. Leerstehende Ladenlokale avancieren zu Pop-up-Galerien, in deren Schaufenstern etwa Werke örtlicher Künstler ausgestellt werden. Zudem bietet die Stadt Eigentümern die Möglichkeit, Leerstände in einer Online-Datenbank zu melden und hilft so, sie wieder zu vermitteln.
Filialkonzept wird für Bergkamen geändert
Mit der Neueröffnung firmiert ABC SCHUHE zu SCHUH OKAY um. Das Unternehmen, das unter den Handelsnamen ABC SCHUHE, Kramer Schuhe und SCHUH OKAY in vielen westfälischen Städten zuhause ist, ändert damit für Bergkamen sein Filialkonzept und bietet künftig eine noch größere Auswahl. Denn das Basissortiment von ABC SCHUHE bleibt erhalten, wird aber durch modische Marken individuell ergänzt. „Unseren Kunden bieten wir auch unter neuem Namen eine exzellente Beratung“, verspricht Oliver Kramer.
Die Neueröffnung startet am Dienstag, 25. Februar, ab 9 Uhr in den ehemaligen Räumen von ABC SCHUHE, Parkstraße 22, im Nordberg-Center.
Über SCHUH OKAY:
SCHUH OKAY gehört zu dem Unternehmen Kramer Schuhe GmbH & Co. KG, das 1895 von Clemens Kramer gegründet wurde. Der Schuhmachermeister aus dem Emsland machte auf der Walz Station in Ahaus, lernte dort seine spätere Frau kennen und ließ sich gemeinsam mit ihr nieder. Seit 1965 führt Norbert Kramer den Betrieb, 1996 kamen zur Geschäftsleitung seine Söhne Oliver und Kai hinzu. Das Unternehmen verfügt über 46 Filialen, die größtenteils in Nordrhein-Westfalen angesiedelt sind. Aber auch in Niedersachsen und Hessen ist Kramer Schuhe vor Ort.
Auf den städt. Friedhöfen wird ab März der Müll getrennt
Ab Anfang März soll auch auf den städtischen Friedhöfen getrennt gesammelt werden.gehen und ausbauen. Bis dahin werden auf dem Parkfriedhof, dem Friedhof Am Südhang, dem kommunalen Friedhof in Heil und auf dem Friedhof in Bergkamen-Mitte neue Mülltonnen aufgestellt. Das hilft, Kosten zu sparen und die Friedhofsgebühren zu entlasten.
Die neuen Müllgefäße für die städt Friedhöfe warten beim EBB auf ihren Einsatz.
Die Stadt Bergkamen unterhält vier kommunale Friedhöfe – den zentralen Parkfriedhof und den Friedhof Am Südhang, beide in Weddinghofen, den kommunalen Friedhof in Heil und den Friedhof in Bergkamen-Mitte. Angesichts der Jahreszeit stehen für viele Gräber in den nächsten Wochen die ersten Vorbereitungen an, diese für das Frühjahr herzurichten.
Auf allen Friedhöfen werden deshalb in den nächsten Wochen nicht unerhebliche Mengen an kompostierbaren Abfällen, an Pflanztöpfen und Säcken aus Kunststoffen und nicht verwertbaren Abfällen anfallen. Die Entsorgung dieser Abfälle erfolgt, ähnlich wie bei der häuslichen Abfallsammlung, durch den städtischen EntsorgungsBetriebBergkamen (EBB). Die Kosten für die Entsorgung, insbesondere der nicht verwertbaren Abfälle in der Müllverbrennungsanlage, sind dabei Bestandteil der von den Nutzungsberechtigten der Gräber zu entrichtenden Friedhofsgebühren.
„Von zu Hause kennen das viele schon – bei einer ordentlichen Trennung der verwertbaren Abfälle von dem nicht verwertbaren Restmüll, können Gebühren eingespart werden. Und was zu Hause bei der Mülltrennung geht, ist auch bei der Abfallsammlung auf den Friedhöfen möglich“, erklärt Stefan Polplatz vom EBB.
Müll trennen senkt die Kosten
Folgende Abfälle sollen auf den städtischen Friedhöfen zukünftig getrennt gesammelt werden:
Alle kompostierbaren Abfälle wie z.B. Topf- und Schnittblumen, Strauch- und Gehölzschnitt, Äste, Laub und Wurzeln werden in großen Drahtgitterbehältern gesammelt. Wichtig ist hier, dass die kompostierbaren Abfälle nicht mit Kunststoffen, Metall oder textilem Grabschmuck verunreinigt sind.
Für Metalle und Kunststoffabfälle wie Folien, Styropor, Säcke von Blumen- und Graberde, Blumentöpfe, Kunststoffpaletten, Schmuck- und Zierbestanteile aus Kunststoff von Gestecken und Kränzen werden an den Sammelstellen gelbe Wertstofftonnen bereit gestellt.
Der nicht verwertbare Restmüll wird über die an den Standorten vorhandenen Restmülltonnen (graue Tonnen) entsorgt. Zum Restmüll gehören z.B. Keramik- oder Tontöpfe und Schalen, Gestecke und Blumengebinde die mit Draht gebunden sind und Pflanzschalen aus Holz die mit Kunststoff ausgekleidet sind.
Da Kränze und große Gestecke oftmals aus den verschiedensten Materialien (pflanzliches Material, Kunststoffe, Holz, Draht) bestehen, können sie nur als Restmüll entsorgt werden. Wegen ihrer Größe würden sie aber die Restmülltonnen sehr schnell verstopfen. Deshalb können Kränze und große Gestecke an den Abfallsammelstellen lose abgelegt werden. Von hier werden sie durch die Friedhofsgärtner und den EBB entsorgt.
Wichtig ist bei der Trennung von Wertstoffen und Restmüll, genau wie bei der Trennung des Hausmülls zu Hause, die saubere und störstofffreie Sammlung der wieder verwertbaren Abfälle. Erst dann können diese Stoffe problemlos einer im Vergleich zur Abfallverbrennung kostengünstigeren Verwertung zugeführt werden.
„Helfen Sie bitte mit, auch auf den städtischen Friedhöfen verwertbare Abfälle von Restmüll getrennt zu halten und durch eine saubere Abfalltrennung und Verwertung die Entsorgungskosten, die in die Friedhofsgebühren einfließen, zu senken„, bittet Stefan Polplatz
Bericht der Feuerwehr spannend wie ein Krimi: Zwei gesuchte Verbrecher aus Autowrack befreit
Selten gab es so viel Aufmerksamkeit bei den Mitgliedern des Bergkamener Stadtrats und unter den Besuchern auf der Zuhörertribüne wie bei dem Jahresbericht der Freiwilligen Feuerwehr, den Stadtbrandmeister Dietmar Luft am Donnerstag ablieferte. Er hatte nicht nur beeindruckende Bilder von Einsätzen mitgebracht, sondern bot auch tiefe Einblicke in menschliche Abgründe.
Die beiden Unfallopfer in diesem Autowrack wurden seit Monaten von der Polizei per Haftbefehl gesucht. Foto: Feuerwehr
Es wurde sogar auch kriminalistisch wie bei dem schweren Unfall auf dem Westenhellweg im Dezember. Die nächtliche Fahrt zweier junger Männer aus Waltrop in einem Kleinwagen endete vor einem Straßenbaum. Die Feuerwehr hatte einiges zu tun, die beiden Opfer aus dem Wrack zu befreien. Plötzlich sei die Notärztin zu ihm gekommen, berichtete der Stadtbrandmeister. „Ich habe den Eindruck, dass sie sich gar nicht befreien lassen wollen“, habe sie erklärt.
Warum sich die beiden Männer so verhalten hatten, wurde kurze Zeit später klar. Die Feuerwehrleute entdeckten auf dem Rücksitz eine 9 mm Pistole. Die Ermittlungen der Polizei ergaben dann, dass die beiden Unfallopfer seit Monaten mit Haftbefehlen gesucht wurden.
Brandstifter muss sechs Jahre sitzen
Eine Art „Wiederauferstehung“ gab es nach einem Wohnungsbrand Ende Januar 2013 in einem Hochhaus an der Lothar Erdmann-Straße in Bergkamen-Mitte. Die Feuerwehr fand den Wohnungsinhaber rußgeschwärzt vor der Wohnungstür liegend. Mit Unterstützung von Polizeibeamten wurde er aus der Gefahrenzone gezogen. Zuerst nahmen die Rettungskräfte an, er hätte den Brand nicht überlebt. Plötzlich sei er doch sehr lebendig geworden, sagte Luft. 29 Bewohner des Mehrfamilienhauses wurden evakuiert. Einige verletzten sich dabei durch eine Rauchgasvergiftung.
Ein halbes Jahr später musste sich der 24-Jährige vor dem Dortmunder Landgericht wegen des Vorwurfs der Brandstiftung und Mordversuchs vor dem Dortmunder Landgericht verantworten. Dietmar Luft sagte dort als Zeuge aus. Der Mann wurde zu einer Haftstrafe von sechs Jahren verurteilt.
Bergkamen ist stolz auf seine Feuerwehr
Kein gerichtliches Nachspiel hatte die Brandstiftung in einem Mehrfamilienhaus an der Töddinghauser Straße am 11. Januar vergangenen Jahres. Ein 25-jähriger Mann hatte die Wohnung seiner 22-jährigen Freundin nach einem heftigen Streit in Brand und sich danach aus dem 6. Stockwerk in die Tiefe gestürzt. Offensichtlich wollte vor seinem Selbstmord durch das Feuer seine Freundin und ihr damals zehn Monate altes Kind umbringen.
Der Vortrag von Stadtbrandmeister Dietmar Luft im Stadtrat machte mehr als deutlich, dass die Bergkamener Feuerwehrleute bei vielen Einsätzen ihre eigene Gesundheit aufs Spiel setzen, um Leben und Eigentum ihrer Mitbürger zu schützen. Als Luft in seiner lockeren Art die selbstlose Tätigkeit der Feuerfrauen und -männer als „Hobby“ bezeichnete, das Spaß mache, wollte Bürgermeister Roland Schäfer hier nicht ganz folgen. Der Einsatz und die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr seien viel mehr als ein Hobby. Darauf seien alle Bergkamener stolz, betonte Schäfer.
Mehr Infos zum Jahresbericht der Freiwilligen Feuerwehr gibt es hier.
Gedenkfeier für die 405 Opfer des Grubenunglücks am 20. Februar 1946
Der 20. Februar 1946 ist der schwärzeste Tag in der Bergkamener Bergbaugeschichte. Kurz nach 12 Uhr erschütterte eine gewaltige Explosion im Bergwerk Grimberg 3/4 die Stadtteile Weddinghofen, Bergkamen-Mitte und Oberaden. Durch dieses schwerste Grubenunglück in der Geschichte des deutschen Steinkohlenbergbaus verloren 405 Menschen ihr Leben.
Jürgen Lenz (l.) und Mario Unger legten am Donnerstag im Gedenken an das Grubenunglück vor 68 Jahren einen Kranz am Ehrenmal nieder.
Zum Gedenken an die Opfer hatten der Knappenverein Glück-Auf Weddinghofen und die IGBCE-Ortsgruppe Weddinghofen am Donnerstagmorgen zu einer Gedenkfeier am Ehrenmal auf dem alten Weddinghofer Waldfriedhof eingeladen. Der Vorsitzende des Knappenvereins Jürgen Lenz und der Vorsitzende der IGBCE-Ortgruppe Mario Unger legten nach einer kurzen Ansprache zu den Klängen eines Saxophones einen Kranz nieder. Seit der Einweihung am 20.2.1952 lodern an jedem Jahrestag des Unglücks die Flammen in der Schale auf der Spitze des Ehrenmals.
Nähere Informationen zum Grubenunglück gibt es hier.
SPD: Bergehalde „Großes Holz“ bleibt windradfrei
Trotz der Kritik des Aktionskreises „Wohnen und Leben“ wird die Stellungnahme der Stadt Bergkamen zum Landesentwicklungsplan aller Voraussicht nach am Donnerstag, 20. Februar, vom Stadtrat so beschlossen, wie es die Verwaltung vorformuliert hat. Demnach bleiben Windenergieanlagen auf der Halde „Großes Holz“ ausgeschlossen.
Fotomontage des Aktionskreises „Wohnen und Leben Bergkamen“: So stellt sie sich der Ationskreis Bürgerwindräder auf den Bergkamen Bergehalden vor.
Darauf hat sich jedenfalls die SPD-Mehrheitsfraktion jetzt festgelegt. „Wir haben im Wahlprogramm 2009 versprochen, dass die Halde den Erholung suchenden Bürgern vorbehalten bleibt. Dabei stören Windenergieanlagen“, erklärte Fraktionsvorsitzender Gerd Kampmeyer.
Dabei betonte er, dass für diesen Ausschluss auch ganz andere Gründe sprechen würden. Auf den Halden werde insgesamt eine Fläche von 60 Hektar aufgeforstet. Die ginge nicht, wenn dort Windräder errichtet und in Betrieb genommen würden. Außerdem habe die Bezirksregierung Arnsberg als Genehmigungsbehörde für den Bergbau darauf hingewiesen, dass es bei Windrädern auf der Halde erhebliche Gründungsprobleme gebe. Es bestünde die Gefahr, dass Sauerstoff in den Haldenkörper gelangen könnte, was dazu führe, dass die Halde brennen könnte.
SPD: Windräder auf der Halde nicht wirtschaftlich
Dieses und andere Probleme machten eigentlich den Bau von Windenergieanlagen auf den Bergkamener Halden teuer und deshalb unwirtschaftlich, betonte Kampmeyer.
Der Bergkamener SPD-Fraktionsvorsitzende forderte in diesem Zusammenhang den Kreis Unna auf, zügig eine Entscheidung über die Genehmigung eines weiteren Windrads in Overberge zu fällen. Dieses Windrad will eine Bergkamener Landwirt zwischen der Hansastraße und der Autobahn A 1 gegenüber der geplanten Sportschießanlage errichten. Sollte der Kreis den Antrag negativ bescheiden, dann werde der Investor klage, prophezeite Kampmeyer.
Rumänische Einbrecherbanden: Polizei klärt 230 Einbrüche auf
Diesen mit Kupferkabeln beladenen Sprinter zog die Polizei kurz nach der Tat aus dem Verkehr. Foto: Polizei Dortmund
Der Polizei ist ein großer Schlag gegen international agierende Metalldiebe gelungen: Staatsanwaltschaft und Polizei haben in Dortmund 100 Rumänen festgenommen, die in straff organisierten Banden Metallfirmen ausgeraubt haben. Der Schlag gelang dank dem schlechten Gewissens einer der Einbrecher – die Polizei konnte so rund 230 Einbrüche in Metallfirmen aufklären, geht aber von einer deutlich höheren Dunkelzahl aus.
Im Sommer 2013 kam ein junger rumänischer Arbeiter aus der Dortmunder Nordstadt zur Polizei und packte aus. Er sei in seiner rumänischen Heimat angeworben worden, um in Deutschland zu arbeiten. Als er in der Nordstadt ankam, erfuhr er, dass er für Familienclans Einbrüche begehen soll. Das Gehalt: 150 bis 200 Euro pro Tat.
Von dem Geld musste er dem Kopf seiner 15-köpfigen Bande Miete und Essensgeld bezahlen. Rund 20 Euro im Monat soll er für eine Matratze bezahlt haben. Für das Auffüllen des Kühlschranks hielten die Chefs wieder die Hände auf. Mit 15 Mann schliefen sie in einer Wohnung: Der Brigaden-Führer im eigenen Zimmer, der Fahrer ebenso. Die Arbeiter teilten sich ein Zimmer mit mehreren Matratzen. Die Arbeiter werden regelmäßig ausgetauscht.
So arbeiteten die Brigaden
Eine Firmenhalle nach dem Einbruch. Foto: Polizei Dortmund
Der Zeuge berichtete in seiner Vernehmung genau, wie die sogenannten „Brigaden“ arbeiten. 15 Männer bildeten einen Trupp: Der Brigade-Führer hatte die Aufsicht über einen Fahrer und mehrere Arbeiter: Die sogenannten „Pfeile“ baldowerten die Ziele im Internet aus, die „Toten“ waren für die Schwerstarbeit vor Ort zuständig
Wenn der Tattag, einzelne Gruppen griffen bis zu drei Mal in der Woche zu, gekommen war, reisten die Täter mit mehreren Fahrzeugen zu den Tatorten. Anfahrt, Tat, Abtransport und Verkauf geschahen unabhängig voneinander. Tatfahrzeuge waren ältere Sprinter-Modelle mit ausländischen Kennzeichen für das Metall. Die Einbrecher reisten mit Großraumwagen wie Ford Galaxy an.
Durch die Außenhaut der Hallen geschnitten
Die Pfeile schnitten sich durch die Außenhaut der Fabrikhallen. Foto: Polizei Dortmund
Vor Ort beobachteten die Täter die Firmen weiter. Wenn es so weit war, schnitten sie sich durch die Außenhaut der Firmen. Jetzt begann die Arbeit der sogenannten „Toten“. Ihre Aufgabe war es, per Hand die tonnenschwere Beute in die Sprinter zu schaffen.
Teilweise war die Ausbeute so gut, dass die Brigaden weitere Fahrzeuge nachgeordert haben. „Die Täter waren dann 400 Kilometer unterwegs“, berichtet Kriminalhauptkommissar Rainer Buchholz, der die Ermittlungskommission „Schloss“ leitet.
Hehler in Bochum geschnappt
So sah es bei dem Hehler in Bochum aus. Foto Polizei Dortmund.
Das Diebesgut ging zu Händlern in den Niederlanden und in Bochum. Dort häuften sich seit der Eröffnung des beschuldigten Metallhändlers Lastwagen, die in ganz Deutschland gestohlen wurden und dort nur abgestellt waren. Wenn die Kapazität der Sprinter nicht mehr ausgereicht hat, stahlen die Täter weitere Fahrzeuge, berichtet Kriminalhauptkommissar Buchholz.
Die Sprinter waren alle älteren Baujahrs, die Beute teilweise so schwer, dass die Fahrzeuge auf der Felge über die Autobahn fuhren.
Für Einbrüche in ganz Deutschland verantwortlich
So bewegte sich eine Brigade durch Deutschland. Foto: Polizei Dortmund
Auf der Pressekonferenz am Dienstag zeigten Staatsanwaltschaft und Polizei das Bewegungsprofil einer Brigade: Meist waren die Täter im Ruhrgebiet unterwegs, entlang der Autobahnen zieht sich ihre Spur aber durch ganz Deutschland. Durch DNA-Spuren wiesen die Ermittler auch Taten in den Niederlanden, Österreich und Italien nach.
Einbrüche trieb Firma in die Insolvenz
Die Täter seien derzeit für rund 230 Taten verantwortlich, der Schaden geht in den zweistelligen Millionenbereich. Am schlimmsten traf es einen Unternehmer aus dem Hochsauerlandkreis. Der Automobilzulieferer konnte durch zahlreiche Einbrüche der gleichen Täter nicht mehr liefern und ging insolvent.
Die Einbrüche geschahen alle in den vergangenen sechs Monaten. Durch DNA-Spuren haben die Polizisten in Dortmund den Tatzeitraum erweitert. „Die Spuren weisen auch auf Taten im April 2012 hin“, sagt Kriminalhauptkommissar Buchholz. Die Ermittlungen laufen weiter.
Haftbefehl gegen 40 Einbrecher
Diesen mit Kupferkabeln beladenen Sprinter zog die Polizei kurz nach der Tat aus dem Verkehr. Foto: Polizei Dortmund
Insgesamt griff die Polizei 100 Einbrecher auf, die Staatsanwaltschaft erließ gegen 40 von ihnen einen Haftbefehl. In vier Aktionen nahm die Polizei die Täter fest, die erste Festnahme geschah am 4. November. Aber auch davon ließen sich die Einbrecher nicht abhalten: „Sie redeten nur darüber, wie blöde die Täter waren, sich erwischen zu lassen“, berichtet Buchholz. Bei den aktuellen Vernehmungen seien viele Täter geständig, berichtet die Dr. Barbara Vogelsang, Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft.
Die Staatsanwaltschaft hat 20 Anklagen erhoben: 4 am Landgericht Dortmund, 10 am Amtsgericht Dortmund und 6 in Unna. Vorgeworfen wird den Täter „schwerer Bandendiebstahl“, der eine Haft zwischen einem und zehn Jahre vorsieht.