Mord am Hellweg mit Donna Leon, Jussi Adler-Olson und Sebastian Fitzek

Donna Leon kommt zum "Mord am Hellweg". Karten gibt es ab sofort im Vorverkauf. Foto: Regine Mosimann (Diogenes-Verlag)
Donna Leon kommt zum „Mord am Hellweg“. Karten gibt es ab sofort im Vorverkauf. Foto: Regine Mosimann (Diogenes-Verlag)

Der Herbst wird wieder mörderisch: Mord am Hellweg geht in die siebte Auflage. Am Mittwoch haben die Veranstalter erste Infos herausgegeben: Als Star-Autoren haben sich Rita Falk, Jussi Adler-Olsen und Sebastian Fitzek angekündigt. Auch Donna Leon will wieder zum Hellweg kommen. Das Festival beginnt am 20 September, Schluss ist am 15. November.

Rund um Unna, der Keimzelle des erfolgreichen Krimi-Festivals „Mord am Hellweg“ werden Autoren auf über 150 Veranstaltungen aus ihren Büchern lesen und die Gegend zwischen Bad Sassendorf, Gelsenkirchen, Soest und Unna ein wenig spannender machen.

Vorverkauf beginnt heute

Nicht länger rätseln müssen Krimifans über den Vorverkaufsstart. Karten für alle feststehenden Termine gibt es ab sofort über die neu gestaltete Homepage: www.mordamhellweg.de. 

Eintrittskarten gibt es bereits für die Eröffnungsgala im Circus Travados in Unna-Königsborn. Unter dem Motto „Circus Kriminale: Hinter Gittern“ empfängt Fritz Eckenga unter anderem zwei Autoren von Weltruf. Frühbucher bezahlen 20,90 Euro, ermäßigt gibt es die Karten für 17,90 Euro. Der Rabatt gilt bis zum 31. Mai.

Festival wächst und wächst und wächst

Fest steht schon der Besuch von Jussi Adler-Olsen am 12. Oktober. In Wickede will er mit Margarete von Schwarzkopf und Schauspieler Peter Lehmeier über das Kopenhagener Sonderdezernat Q und Carl Mørcks reden. Sebastian Fitzek kommt am 17. Oktober nach Schwerte. Für den Auftritt in die Rohrmeisterei gibt es Frühbucherrabatte: 16,90 Euro, ermäßigt 13,90 Euro.

Tatort-Kommissar Axel Prahl singt in Lünen

Neben den Krimi-Autoren kommt auch ein Tatort-Kommissar zum „Mord am Hellweg“: Axel Prahl, eher bekannt als Münsteraner Kommissar Thiel kommt nach Lünen. Dort singt er mit seinem Inselorchester am 27. September im Heinz-Hilpert-Theater.

Das Festival taucht unter: bei einer Wellness-Nacht im Bad & Sauna Bönen am 18. September. Und es gerät aufs richtig falsche Gleis: mit dem Familientag am 26. Oktober in Zügen und an Bahnhöfen entlang den Strecken Dortmund-Holzwickede-Unna-Soest-Hamm.

Akribisch arbeite Mord am Hellweg an mehr kniffligen Fällen. Sobald weitere Stars mit Ort und Termin dingfest gemacht sind, werden Medien und Festival-Website die Ermittlungserfolge verkünden. Das Programm wächst und bleibt spannend.

Frühbücher-Rabatt für Ticket-Käufer ab sofort im Vorverkauf

Der Karten-Vorverkauf für „Mord am Hellweg“ hat begonnen, wer bis zum 30. Mai Eintrittskarten kauft, kann von einem Frühbucher-Rabatt profitieren:  Unter anderem lesen noch Simon Beckett, Jacques Berndorf, Torkil Damhaug, Nina George, Hjorth/Rosenfeldt, Volker Kutscher, Deon Meyer, Ingrid Noll, Michael Robotham, Karin Slaughter, Arno Strobel, Robert Wilson, und, und, und.

Im Vorverkauf sind ab sofort folgende Termine von Mord am Hellweg VII, 20. September bis 15. November 2014 (in chronologischer Reihenfolge):

Unna 

Samstag, 20. September: Eröffnungsgala „Circus Criminale: Hinter Gittern!“ mit Fritz Eckenga u.a. – 19 Uhr, Circus Travados, Kurpark 10. Frühbucherpreis (bis 31. Mai): 20,90 €, ermäßigt 17,90 €

Hamm 

Montag, 22. September: Sexy. Hölle. Hellweg – Lesungen zur Präsentation des Festivals- Kurzkrimibands mit Volker Kutscher (Köln), Andreas Gruber (Wien), Peter Godazgar (Halle), Gabriella Wollenhaupt (Dortmund). 19.30 Uhr, Bistro Hafen 82, Hafenstraße 80-82. Frühbucherpreis (bis 31. Mai): 11 €, ermäßigt 9 € 3

Lünen 

Samstag, 27. September: Axel Prahl und sein Inselorchester, Konzertreise 2014. 20 Uhr, Heinz-Hilpert Theater, Kurt-Schumacher-Straße 39. Karten (28, 32 und 36 €) nur über Kulturbüro Lünen (Tel.: 02306-104 22 99) oder www.eventim.de

Fröndenberg 

Sonntag, 28. September: Dietmar Bär liest Freda Wolff: Schwesterlein muss sterben!

18 Uhr, Kulturzentrum Kettenschmiede, Ruhrstraße 12

Frühbucherpreis (bis 31. Mai): 15,90 €, ermäßigt 12,90 €

Wickede a.d. Ruhr 

Sonntag, 12. Oktober: Jussi Adler-Olsen und Peter Lohmeyer.

18 Uhr, Bürgerzentrum, Kirchstraße 4

Frühbucherpreis (bis 31. Mai): 17,90 €, ermäßigt 14,90 €

Schwerte 

Freitag, 17. Oktober: Sebastian Fitzek. 19.30 Uhr, Rohrmeisterei, Ruhrstraße 20

Frühbucherpreis (bis 31. Mai): 16,90 €, ermäßigt 13,90 €

Bönen 

Samstag, 18. Oktober: Heiß, heißer, Bönen – die große MaH-Wellness-Krimi-Nacht u.a. mit den Krimicops und Jürgen und Marita Alberts.

19 Uhr, Bad & Sauna Bönen, Wolfgang-Fräger-Straße 4

Frühbucherpreis (bis 31. Mai): 15,90 €, ermäßigt 12,90 €

Oelde-Stromberg 

Freitag, 24. Oktober: Rita Falk, Bayern und der neue Eberhofer!

19.30 Uhr, Kulturgut Haus Nottbeck (Westf. Literaturmuseum), Landrat-Predeick-Allee 1

Frühbucherpreis (bis 31. Mai): 13,90 €, ermäßigt 11,90 €

Herdecke 

Mittwoch, 5. November: Ulrich Wickert liest.

19.30 Uhr, Werner Richard Saal, Werner Richard-Dr. Carl Dörken Stiftung, Wetterstraße 60

Frühbucherpreis (bis 31. Mai): 12,90 €, ermäßigt 10,90 €

Unna 

Freitag, 7. November: Ladies Crime Night der Mörderischen Schwestern mit Nina George, Gisa Pauli, Judith Merchant u.a. – 19.30 Uhr, Zentrum für Internationale Lichtkunst.

Frühbucherpreis (bis 31. Mai): 10,90 €, ermäßigt 8,90 €




Rüdiger Weiß: Keine Wartenschleifen mehr beim Übergang von der Schule zum Beruf

Als Sprecher der SPD-Fraktion hat am Mittwoch der Bergkamener Landtagsabgeordnete Rüdiger Weiß den Entwurf zum 10. Schulrechtsänderungsgesetz im Plenum des Düsseldorfer Landtages vorgestellt.

Rüdiger Weiß
Rüdiger Weiß

„Gemeinsam mit den Grünen und der CDU haben wir einen breiten Konsens, den Übergang von Schule ins Berufsleben neu zu ordnen und Warteschleifen für die Schüler zu vermeiden“, schreibt der Abgeordnete auf seiner Facebook-Seite.

Abgeschafft werden soll zum Beispiel das Berufsgrundschuljahr. Es soll durch einen neuen zweijährigen Bildungsgang ersetzt werden. „Dies könnte den Übergang ins Berufsleben deutlich vereinfachen.”

Auch die Fortführung des Projektes PRIMUS wird mit dem 10. Schulrechtsänderungsgesetz gestärkt. Mit Hilfe dieses Projektes können Schulen ein längeres gemeinsames Lernen bis zur 10. Klasse anbieten. Eine Schule praktiziert dies bereits erfolgreich in Minden. Noch bis zu 14 weitere Schulen könnten sich bis zum Schuljahr 2015/2016 dafür anmelden.

Ein dritter Eckpunkt zielt darauf, die Selbstverwaltung der Schulen zu stärken. Unter anderem wird es dadurch einfacher, externe Schüler bei einem Anmeldeüberhang abzuweisen. Diese Anpassungen seien notwendig. „Damit befinden wir uns auf dem richtigen Weg” so Rüdiger Weiß.




SPD sagt Zukunftsforum ab: Dafür wird am 1. Februar gegen Produktionsverlagerung bei AB Elektronik in Werne demonstriert

Eigentlich wollte der SPD-Untertbezirk am Samstag im Berufskolleg über den wirtschaftlichen Strukturwandel der Region diskutieren. Diese Veranstaltung ist abgesagt. Stattdessen rufen die Sozialdemokraten dazu auf, sich an der Solidaritätsdemonstration und Kundgebung für die Beschäftigten von AB Elektronik in Werne zu beteiligen.

Plakat IGM_Aufruf Kundgebung 01_02.14Ohnehin wären viele Teilnehmer des SPD-Zukunftsforums am 1. Februar nach Werne gefahren. Das Mutterunternehmen von AB Elektronik plant, große Teil der Produktion für die Automobilindustrie ins osteuropäische Ausland zu verlegen. Bedroht ist davon ein großer Teil der 600 Arbeitsplätze.

Der Demonstrationszug startet um 11 Uhr vor dem Werksgelände auf dem Feldmarkt 50 in Werne. Die Kundgebung beginnt um 5 vor 12 Uhr auf dem Marktplatz in Werne.

 




Kinder unterstützen: Bergkamener Projekt „Familienpaten“ braucht dringend Verstärkung

Das Bergkamener Projekt „Familienpaten“ braucht dringend personelle Unterstützung. Zehn Frauen und ein Mann kümmern sich zurzeit um Kinder, die Hilfe benötigen. Doch der Bedarf ist wesentlich größer. Zurzeit gebe es vier akute Fälle, berichtet Margarete Hackmann vom Projektbeirat.

Der Projektbeirat wirbt um Verstärkung für die Bergkamener Familienpaten.
Der Projektbeirat wirbt um Verstärkung für die Bergkamener Familienpaten.

Eigentlich müssten sie „Kinderpaten“ heißen, wenn der Begriff nicht schon irgendwie besetzt wäre. Nicht mehr als vier Stunden pro Woche dürfe diese ehrenamtliche Tätigkeit in Anspruch nehmen, meint Beiratsmitglied Udo Beckmann. „Die Paten sollen sich vor allem um die schönen Dinge des Familienlebens kümmern.“ Alles, was darüber hinausgeht, werde von Profis übernommen. Hier ist der „Draht“ sehr kurz: Beckmann ist auch Leiter des „Allgemeinen sozialen Dienstes“ beim Bergkamener, der über entsprechende Fachkräfte verfügt.

Ins Kino mit den Kindern gehen oder den Maxi-Park besuchen, sind Beispiele für solche Aktivitäten, die der bisher einzige männliche Familienpate Werner Warnken nennt. Er betreut mit seiner Frau Edda zwei Geschwister im Grundschulalter. Dass die Eltern einen sogenannten Migrationshintergrund haben, ist an sich das geringere Problem. Der Vater ist an Demenz erkrankt und fällt deshalb als traditionelles Familienoberhaupt völlig aus. Die Mutter hat Schwierigkeiten, diese Rolle zu übernehmen. Hinzu kommt, dass sie trotz Besuchs eines Sprachkurses kaum Deutsch versteht.

Familienpaten müssen sich in andere Menschen einfühlen können

Wer bezahlt und leistet die Unterschrift für den Büchereiausweis der Kinder? Das mit der Mutter zu klären, bedarf viel Einfühlungsvermögen. Ähnliche Probleme gab es vor dem Besuch eines Schwimmkurses. Beide, das Mädchen und der Junge, haben inzwischen das Seepferdchen. Dieser Erfolg hat ihr Selbstvertrauen mächtig gestärkt.

„Ich habe fast die Vaterrolle übernommen“, sagt der pensionierte Berufsschullehrer Werner Warnken. Das wird ihm sicherlich helfen, wenn es jetzt darum geht, den Jungen an der richtigen weiterführenden Schule anzumelden.

Manchmal wird auch nur eine „Oma“ oder eine gute Freundin gebraucht. Margarete Hackmann bericht über ein etwa sechs Jahres altes Mädchen, das innerhalb nur eines Jahres drei kleine Geschwisterchen bekommen hat, die die Mutter ganz in Anspruch nehmen. Natürlich hilft das Mädchen, übernimmt Verantwortung und macht dies auch gern, ohne sich zu beklagen. Doch sie ist auch heilfroh, dass ein Mal in der Woche ihre Familienpatin vorbei kommt, um sich mit ihr zu unterhalten. „Das ist dann eine Stunde nur für sich“, erklärt Margarete Hackmann.

Familienpaten werden auf ihren Einsatz gut vorbereitet

Wer Familienpate werden möchte, braucht „nur“ ein bisschen Zeit und sehr viel Einfühlungsvermögen mitzubringen. Die Kosten, etwa für einen Kinobesuch mit den Kindern, wird vom Projekt übernommen. Die Familienpaten sind natürlich auch versichert.

Der Projektbeirat lädt alle Interessierten am 25. Februar um 17 Uhr zu einer Informationsveranstaltung ins Bodelschwinghhaus ein. Dort findet auch eine Qualifizierung über rund 30 Stunden statt, während der die Ehrenamtlichen für ihren Einsatz als Familienpaten vorbereitet werden.

Wer schon jetzt Infos haben möchte, kann sich an Sonja Werner im Familienbüro der Stadt Bergkamen, Tel. 02307/965-258, oder an Margarete Hackmann vom Verein Familiäre Kinder-Tagesbetreuung, Tel. 02307/280633, wenden.




Polizei schnappt Gullideckel-Bande

Die Polizei hat eine fünfköpfige Bande geschnappt, die sich auf Tankstelleneinbrüche spezialisiert hat. Die Masche war immer die gleiche: Mit Gullideckel schmissen die Täter mindestens 50 Mal die Scheiben von Tankstellen und Tabakgeschäften ein. Auch in Fröndenberg schlugen die Täter ein Mal zu, in Bergkamen vermeldete die Polizei mehrere Einbrüche per Gulli-Deckel.

symbolbild10Am Dienstag hat die Polizei in Dortmund und Gelsenkirchen zugeschlagen und fünf Täter geschnappt. Bei Durchsuchungen fanden die Polizisten noch Tabak im Wert von 3000 Euro.

 Hartnäckige und akribische Ermittlungsarbeit führte die Kommission auf die Spur einer mehrköpfigen Bande, die sich insbesondere auf Tankstelleneinbrüche und Einbrüche in Tabakgeschäfte spezialisiert hatte. Am Dienstag konnten in Dortmund und Gelsenkirchen insgesamt 5 Haftbefehle gegen mutmaßliche Mitglieder der Bande im Alter von 22 – 41 Jahren vollstreckt werden. 3 Wohnungen in Gelsenkirchen wurden durchsucht, bei der Durchsuchung eines Täterfahrzeuges stellten die eingesetzten Beamten Tabak im Wert von ca. 3.000 EUR sicher.

Im Rahmen der Durchsuchungsmaßnahmen wurde ein weiterer Tatverdächtiger festgenommen. Den 5 Einbrechern aus Südost-Europa werden am heutigen Tag beim Amtsgericht Wuppertal die Haftbefehle verkündet, zwei weitere werden mit dem Ziel der Inhaftierung vorgeführt.

50 Einbrüche

Der Bande werden ca. 50 Einbrüche, überwiegend in Tankstellen und Tabakgeschäfte, vorgeworfen. In der Regel schlugen sie mit Gullideckeln die Eingangstüren der Tankstellen ein. Die Gesamtbeute wird auf Zigaretten und Tabak im Wert von mindestens 200.000.- EUR geschätzt. Die Tatorte sind, wie bei MOTIV-Tätern üblich, über ganz NRW verteilt und liegen u.a. in Bottrop, Porta Westfalica, Wuppertal, Fröndenberg, Möhnesee, Essen, Solingen, Remscheid, Velbert, Soest, Olpe, Bergkamen, Hilden, Gelsenkirchen, Moers, Oberhausen, Dortmund, Geldern, Oelde, Ahlen, Lünen, Lippstadt, Beckum und Werl.

Den Tatverdächtigen drohen wegen schweren Bandendiebstahls Freiheitsstrafen zwischen 1 bis zu 10 Jahren pro Tat.

Das Konzept „Mobile Täter im Visier“ beinhaltet u.a. eine enge und schnelle Vernetzung der Polizeibehörden mit modernen Datenbanksystemen sowie die Spezialisierung der Ermittlungen und die Bündelung von Zuständigkeiten.

Mit Rücksicht auf die weiteren Ermittlungen können ergänzende Angaben zur Zeit nicht gemacht werden.




Spitzenduo der Grünen bei den Kreistagswahlen kommt aus Bergkamen und Kamen

Das Spitzenduo der Grünen bei den Kreistagswahlen am 25. Mai kommt aus Bergkamen und Kamen. In ihrer Wahlversammlung am Dienstagabend wählten sie Jochen Nadolsky-Voigt aus Rünthe zum Landrat-Kandidaten. Auf den Platz 1 auf der Reserveliste setzten sie Anke Schneider.

Anke Schneider
Anke Schneider

Jochen Nadolsky-Voigt
Jochen Nadolsky-Voigt

Eine reelle Chance, seinem wichtigsten Gegenkadidaten Michael Makiolla den Rang abzulaufen, hat er wohl nicht. Werden könnte er allerdings stellvertretender Landrat. Das hängt nicht von seinem Stimmenergebnis am 25. Mai ab, wohl aber vom Ergebnis der zu erwartenden Koalitionsverhandlungen der Kreistagsfraktionen ab. Vor fünf Jahren war ein Resultat dieser Gespräche, dass das Grünen-Kreistagsmitglied Andrea Hosang 3. Stellvertretende Landrätin wurde. Andrea Hosang ist jetzt nicht wieder angetreten.

Jochen Nadolsky-Voigts Vorgänger als Grünen-Landtagskandidat war 2009 Herbert Gold. Er ist Mitglied des NRW-Landtags und belegt auf der aktuellen Reserveliste den 2. Platz vor Sandra Heinrichs, die neu in den Kreistag einziehen würde. Ihren Landratskandidaten setzten die Grünen dann auf den 4. Platz.

Kühnapfel scheitert in zwei Kampfabstimmungen

Über acht Sitze verfügen zurzeit die Grünen im Unnaer Kreistag. Hier versuchte der Kamener Klaus-Bernhard Kühnapfel, sich für den 25. Mai in eine aussichtsreiche Position zu bringen. Doch er scheiterte bei zwei Kampfabstimmungen um den Platz 6 an Uli Bangert aus Holzwickede und um den 8. Platz gegen Dennis Schwer aus Lünen. Er kam schließlich auf den 10. Platz.

Aus Bergkamen wurden Rolf Humbach auf den 12. Und Oliver Schroeder auf den 14. Platz. Sie dürften kaum eine Chance haben, nach dem 25. Mai Kreistagsmitglieder zu werden.




Träume vom Prokon-Windpark auf der Bergkamener Halde und vom großen Gewinn für Anleger geplatzt

Ein kaum zu widerstehendes Angebot fanden die Bergkamener kurz vor den Festtagen in ihren Briefkästen: Günstigen Öko-Strom und dazu noch eine hochprofitable Anlagemöglichkeit versprach das Unternehmen „Prokon“, das in Deutschland rund 50 Windparks betreibt.

Mehr als ein Windrad ist laut Gutachten auf dem Galgenberg nicht möglich.
Das bisher einzige  Bergkamener Windrad auf dem Galgenberg

Gerade die Offerte einer sechsprozentigen Verzinsung beim Kauf von Genussscheinen klang sehr verlockend, wo doch zurzeit mit Sparbüchern, Festgeld und Ähnlichem kaum noch die Inflationsrate ausgeglichen werden kann. Glücklich sind alle, die zum Zeitpunkt des Prokon-Angebots ihr Erspartes bereit in Weihnachtsgeschenke investiert hatten.

In der vergangenen Woche meldete der Ökostrom-Multi in Itzehoe Insolvenz an. Sollte sich daraus eine Pleite entwickeln, werden wahrscheinlich die rund 60.000 Besitzer von Genussscheinen ihre Einlage von 1,3 Mrd Euro abschreiben können. Zu hoffen ist, dass niemand auf die Postwurfsendung kurz vor Weihnachten hereingefallen ist.

Haldengebiet ist laut Gesetz ein Wald

Blick auf der Halde auf die künftige Naturarena und das Kraftwerk Heil
Gar nicht nach Wald sieht es im Bereich der Naturarena der Halde Großes Holz aus.

Geplatzt dürften auch die Prokon-Pläne sein, die Berghalden des Ruhrgebiets mit Windparks zu überziehen. Fünf dieser bis zu 140 Meter hohen könnten auf der Bergkamener Bergehalde Großes Holz Platz finden, hatte das Itzehoer Unternehmen im Geheimen bereits ausgerechnet. Es reagierte recht indigniert, als ihr Vorhaben vor genau einem Jahr öffentlich wurde – in einer Vorlage für den Bergkamener Ausschuss für Stadtentwicklung- und Wirtschaftsförderung.

Es passierte genau das, was Prokon offensichtlich befürchtete: Es formierten sich sofort die Gegner. Auf der einen Seite waren und sind es alle, die Windräder in diesem Naherholungsgebiet nicht haben wollen. Auf der anderen können sich der Aktionskreis „Wohnen und Leben Bergkamen“ und auch die Gemeinschaftsstadtwerke solche Anlage auf der Halde als lokalen Beitrag zu Energiewende durchaus vorstellen.

Suche nach Alternativstandorten

Unabhängig davon spricht inzwischen alles dafür, dass das Große Holz frei von Windrädern bleiben wird. Nach dem Landeswaldgesetz gelten die Halden in Bergkamen als Wald. Dort dürfen keine Windräder stehen. Eine Ausnahme lässt das Land für Waldflächen im Sauerland zu, auf denen Stürme wie Kyrill breit Schneisen geschlagen hatten.

Zurzeit sucht ein Gutachter im Auftrag der Stadt nach Alternativstandorten. Auch wenn er fündig werden sollten, ist fraglich, dass auf dem Stadtgebiet weitere Windräder gebaut werden. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel will die Vergütung für Strom aus Wind-, Solar- und Biogasanlagen von 17 auf 12 Cent pro Kilowattstunde drücken. Dies würde die Rentabilität von Investitionen in Ökostrom merklich senken.




Jazz vom Feinsten: Sven Bergmann Quartett gastiert in der Städt. Galerie „sohle 1“

Schon jetzt rührt das Kulturreferat die Werbetrommel für ein Konzert, das erst in zwei Monaten stattfindet. Das mit gutem Grund: Am Montag, 24. März, gastiert um 20 Uhr gastiert das Sven Bergmann Quartett in der Städt. Galerie „sohle 1“.

Jazz vom Feinsten: Sven Bergmann Quartett in der Städt. Galerie „sohle 1“
Jazz vom Feinsten: Sven Bergmann Quartett in der Städt. Galerie „sohle 1“

Die durch das Kultursekretariat NRW Gütersloh geförderte Formation um den Jazzpianisten und Komponisten Sven Bergmann präsentiert an diesem Abend ihr aktuelles Album “Seasons“. Ergänzt wird das Programm durch neue Kompositionen des Nachfolgealbums, dass im Januar 2014 in den renommierten Bauer Studios in Ludwigsburg aufgenommen wurde.

Den Besucher erwarten frische abwechslungsreiche Kompositionen, die sich im Hauptstrom des europäischen Jazz bewegen. Sie zeichnen sich durch lyrische Melodien und rhythmische Vielfalt aus. So gehören z.B. die Integration von Elementen der Popmusik oder Folklore selbstverständlich zum Repertoire der Band dazu. Die hochkarätige Besetzung mit Matthias Bergmann (u.a. Peter Herbolzheimer) am Flügelhorn und der Trompete, Stefan Werni (u.a. Sheila Jordan, Lee Konitz) am Kontrabass und Bill Elgart (u.a. Kenny Wheeler, Paul Bley, Gary Peacock) am Schlagzeug und Sven Bergmann am Klavier, begeistert durch Spielfreude und vielschichtige Klangfarben. Ein unvergessliches Hörerlebnis für den Besucher!

Die Tickets sind erhältlich im Kulturreferat Bergkamen (Tel.: 02307/965-464), im Bürgerbüro oder an der Abendkasse.

Tickets: 10,- Euro, erm. 8,- Euro




Kommunalwahlen: Werner Engelhardt wieder Spitzenkandidat des Wahlbündnisses BergAUF

Werner Engelhardt wird aller Voraussicht nach wieder Spitzenkandidat des Wahlbündnisses BergAUF bei den Stadtratswahlen am 25. Mai. Eine endgültige Entscheidung soll erst Mitte März bei der offiziellen Kandidatenaufstellung fallen.

Das Vorstandsteam von BergAUF (v.li.): Heinz Eggert, Jens Weiselowski, Fatma Uyar, Gabi Zielen, Mihriban Uyar, Hanni Engelhardt, Werner Engelhardt, Mahsuni Uyar,  (Kassenprüfer) Richard Bauer. Es fehlt auf dem Foto: Silke Lokatis (Kassenprüferin)
Das Vorstandsteam von BergAUF (v.li.): Heinz Eggert, Jens Weiselowski, Fatma Uyar, Gabi Zielen, Mihriban Uyar, Hanni Engelhardt, Werner Engelhardt, Mahsuni Uyar,
(Kassenprüfer) Richard Bauer. Es fehlt auf dem Foto: Silke Lokatis (Kassenprüferin)

Ausscheiden wird das Ratsmitglied Jens Weiselowski wegen eines Wohnortwechsels. Vordere Listenplätze sollen und Fatma Uyar sowie Richard Bauer einnehmen. Grund für die relativ späte Kandidatenaufstellung ist möglicherweise, dass noch nicht entschieden ist, ob Mitglieder anderer Parteien auf ihr kandidieren werden. An der ordentlichen Mitgliederversammlung am vergangenen Freitag nahmen auch Vertreter der Partei „Die Linke“ und der „Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD)“ als Gäste teil.

Vor allem sollen mehr Jugendliche dazu ermuntert werden, selbst mit BergAUF politisch aktiv zu werden. Schließlich würden etwa 70 % aller Entscheidungen, die das Leben der Jugend unmittelbar betreffen, auf kommunaler Ebene entschieden, so Werner Engelhardt.

BergAUF macht seit 10 Jahren Kommunalpolitik

In dieser Mitgliederversammlung wurde auch ein kleines Jubiläum gefeiert. Das Wahlbündnis BergAUF Bergkamen ist inzwischen zehn Jahre alt. Hier zog der Vorstand nicht nur ein positives kommunalpolitisches Resümee. Diese zehn Jahre seien auch ein energischer Kampf gegen den modernen Antikommunismus gewesen.

Der vom Vorstand vorgezeichnete Kurs in Richtung Kommunalwahl wurde bestätigt und bei den Vorstandswahlen gab es große Kontinuität. Jens Weiselowski bleibt ihm trotz des Wohnortwechsels als Kassierer erhalten. Auf eigenen Wunsch kandidierte Burhan Öncel nicht erneut als Kassenprüfer, ihm dankte der Vorstand für seine jahrelange Arbeit. Ebenso dem Ehepaar Flieger, das den Aufbau des Wahlbündnisses mit prägte und nun aus familiären Gründen Bergkamen verlassen hat.

 




Kranz am ehemaligen „Konzentrationslager Schönhausen“ erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus

Der 27. Januar ist seit 1996 der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. An diesem Tag im Jahr 1945 befreite die Rote Armee das KZ Auschwitz, das als Synonym für die Ermordung von sechs Millionen Juden durch das NS-Regime gilt. Aus diesem Anlass legte Bürgermeister Roland Schäfer am Montagnachmittag mit Vertretern des Stadtrats einen Kranz  an der Gedenkstätte Schönhausen einen Kranz.

Kranz SchönhausenDort im ehemaligen Wohlfahrtsgebäude der Bergarbeitersiedlung, das heute von der Ev. Freikirchlichen Gemeinde Bergkamen als Gemeindehaus benutzt wird (Oberlinhaus), hatten die Nazis von April bis Oktober ein Konzentraionslager für den Kreis Unna und Hamm eingerichtet. Rund 1000 Frauen und Männer, die dem NS-Regime kritisch gegenüber standen und auch großenteils dem Widerstand angehörten, wurden dort zeitweise inhaftiert.

Die heutige Generation trage keine Schuld für die Verbrechen der Nazis, betonte Bürgermeister Roland Schäfer. Sie habe aber die Verantwortung, dass Ähnliches nie wieder passieren dürfe. Die Mordserie der NSU zeige, dass die NS-Ideologie, wenn auch nur bei einer kleinen Minderheit, bis heute fortwirke.

Mehr über das „Konzentrationslager Schönhausen“ finden sie in dem Artikel „Vor 80 Jahren begann der Nazi-Terror im KZ Schönhausen„, die im „Bergkamen-Infoblog“ erschienen ist.




SPD Rünthe will im Kommunalwahlkampf auch auf Facebook setzen

In einer Klausurtagung legte der Vorstand des SPD-Ortvereins Rünthe im Haus Schmülling die Schwerpunkte seines  Kommunalwahlkampfes fest. Dabei wollen die Sozialdemokraten verstärkt auf Facebook setzen.

SPD Rünthe FacebookZunächst ließen sich die Vorstandsmitglieder vom technischen Beigeordneten, Dr. Hans-Joachim Peters, zum Entwicklungskonzept „Marina-Nord“ auf den neuesten Stand bringen. Die Konzeption sieht dort einen Campingplatz mit einem zusätzlichen attraktiven Angebot vor. „Die Idee ist ein weiterer Baustein zur Entwicklung des Tourismuskonzeptes in Bergkamen und deshalb begrüßt der Ortsverein dieses Vorhaben“, so der Ortsvereinsvorsitzende Christian Pollack.

Ein zweite Schwerpunkt war die Planung des Kommunalwahlkampfes. Zunächst wurden Themen gesammelt, die Rünther Bürgern unter den Nägeln brennen. Unter anderem sind das die weitere Verwendung der Mensa und Sporthalle nach der Schließung der Hellweg-Hauptschule, die Nachfolgenutzung des Schacht III, die Lärmschutzmaßnahmen im Zuge des Ausbaus der A1 in Rünthe-Ost und die Versorgung mit Kita- und U3-Plätzen.

Mit diesen und vielen anderen Themen hat sich der Ortsverein bereits in der Vergangenheit beschäftigt. „Im Wahlkampf soll noch deutlicher werden, wofür die Rünther Stadtrats- und Kreistagskandidaten stehen“, so Thomas Semmelmann, der stellvertretende Vorsitzende. Nachzulesen ist das auf der Homepage des SPD Stadtverbandes (www.spd-bergkamen.de) im Rünther Bereich.

Während des Wahlkampfes wird der Ortsverein auf altbewährte Aktionen, angereichert mit neuen Formaten, zurückgreifen. Auch die Facebook-Seite des Ortsvereins wird dazu genutzt werden. Zum Schluss wurden interessante Gespräche bei einem gemeinsamen Essen geführt.