Förderverein des Bachkreis feiert Fest mit einem Meer aus Musik

Wo ergießt sich schon ein Meer aus Blockflöten vor der Bühne? Wo müssen drei Dirigenten gleichzeitig die Stäbe schwingen, um die Masse von Musikern im Bann zu halten? Beim traditionellen Fest des Fördervereins des Bachkreises ist das längst ein gewohnter Anblick. Ob in der Flötenlegion, in den verschiedenen Orchesterklassen, bei den „Rising Voices“ oder im A- und B-Orchester: Wohl nirgendwo anders wird mehr musikalisches Talent mobilisiert.

Ein gewaltiger Anblick: Alle Gruppen des Bachkreises füllen das PZ bis auf den letzten Fleck.
Ein gewaltiger Anblick: Alle Gruppen des Bachkreises füllen das PZ bis auf den letzten Fleck.

Sie alle schaffen es jedenfalls mit Links. einen ganzen Nachmittag vier Stunden lang mit Musik zu füllen. Von der Kabalevsky-Suite über den Böhmischen Tanz und „Oh Susana“ bis zu neuesten Hits von Jamens Blunt oder Abel Tawil: Am Samstag war das Pädagogische Zentrum des Gymnasiums einmal mehr ein riesiger Konzertsaal für den guten Zweck. Schließlich unterstützt der Förderverein seit vielen Jahren den musikalischen Nachwuchs. Mit Kaffee, Kuchen, Waffeln – und vor allem mit Musik.

Ein Meer aus Flöten: Auch das ist der Bachkreis.
Ein Meer aus Flöten: Auch das ist der Bachkreis.

Ein Prinzip, das hervorragend funktioniert. „Die Feste sind steht nicht nur ein Highlight im Veranstaltungskalender der Schule, sondern für die gesamte Stadt“, betonte Schulleiterin Bärbel Heidenreich. Für sie ist es „nicht selbstverständlich“, dass „so viele junge Menschen sich bei ihrer heutzutage zunehmend knappen Freizeit für Musik engagieren“. Auch für Schirmherr und Bürgermeister Roland Schäfer zeigt sich hier alljährlich eine beeindruckende Kontinuität – schon dadurch, dass alljährlich fast alle ehemaligen Schulleiter mit von der Partie sind.

Das Ergebnis von großem ehrenamtlichem Engagement – auch der Eltern im Hintergrund und den „Motor“ des Fördervereinsvorsitzenden Peter Schäfer – ist aber nicht nur mitreißende Musik wie der Frühling von Vivaldi, die Musik aus „Fluch der Karabik“ oder der „One-Note-Rock“. Da kommen auch ganz ungewöhnliche Talente zu Vorschein. Wie Wencke Rahn. Die 15-Jährige wollte einfach mal „was Moderne“ einbringen, „von der klassischen Orchestermusik wegkommen“ und hat spontan „einfach drauflos“ arrangiert.

Ungewöhnliche Talente kommen zum Vorschein

Wencke Rahn beim Einstimmen am Klavier vor ihrem großen Auftritt.
Wencke Rahn beim Einstimmen am Klavier vor ihrem großen Auftritt.

Die Melodie von „21 guns“ hat sie in ihre Einzelteile zerlegt, die Akkorde herausgefiltert und neue aufgestellt, den verschiedenen Instrumenten neue Noten zugeordnet. Entstanden ist etwas ganz Neues. „Es macht mir einfach Spaß“, stellt Wencke Rahn fest. Musik macht sie schon, seit sie drei Jahre alt ist. Ganz klassisch über die musikalische Frühförderung. Erst war es das Klavier, das sie begeisterte. Seit fünf Jahren spielt sie Cello. Viel Erfahrung hat sie auf diese Weise im Umgang mit Noten und der Musik gesammelt. Am PC hat sie sich vor allem in den Herbstferien versucht. Ein ehemaliger Bachkreisler stand ihr dabei zur Seite – „vor allem bei den Blasinstrumenten, mit denen ich mich nicht so gut auskenne“. Als sie sich sicher war, dass sich das Ergebnis sehen lassen kann, hat sie es ihrer Lehrerin gezeigt. Die war genauso begeistert wie das B-Orchester.

Aufgeregt war Wencke Rahn am Samstag trotzdem. Auch wenn die Proben ganz hervorragend geklappt haben. Nervosität, die ganz unnötig war: Für sie und die Musiker gab es tosenden Applaus. Kein Wunder, dass in den Pausen der Andrang an den Orchesterinstrumenten groß war. Denn auch das hat Tradition: Wer will, kann selbst einmal eine Geige auf die Schulter legen und mit dem Bogen erste Töne aus den Saiten holen. Auch das Cello war ein begehrtes Objekt erster musikalischer Versuche.

Die Finger an den richtigen Platz und den Bogen richtig halten - dann kommt beim ersten Versuch tatsächlich Musik aus der Geige.
Die Finger an den richtigen Platz und den Bogen richtig halten – dann kommt beim ersten Versuch tatsächlich Musik aus der Geige.

An Nachwuchs wird es dem Bachkreis also auch in Zukunft nicht mangeln. Zumal auch das traditionelle Quiz dafür sorgte, dass sich ganze Heerscharen von Kindern und Jugendlichen den Kopf mit Fragen nach dem Instrument zermarterten, das nicht im Bachkreis gespielt wird. Die Jugend saß außerdem staunend und mit offenem Mund vor dem Orchester, als alle Instrumente vorgestellt wurden und sich metallisch blitzende Exemplare wie die Trompete als Holzblasinstrument entpuppten.

 

 

 




16. Bergkamener Gesundheitstag 2014 kommt bereits im Frühling

Der Bergkamener Gesundheitstag 2014 kommt ganz anders daher als seine 15 Vorgänger. Er findet nicht im Spätsommer, sondern im Frühling an einem Wochentag am 19. März statt. Und dann auch nicht unter freiem Himmel, sondern im Rathaus und Ratstrakt.

Gesundheitstag Plakat_externZwei Gründe nennt Bürgermeister Roland Schäfer für diese Änderungen: Im September gebe es zu viele andere Veranstaltung und unter einem Dach sei man doch sehr wetterunabhängig.

Der umgebaute gelbe Schulbus.
Der umgebaute gelbe Schulbus.

Im Kern ist der Gesundheitstag 2014 die Wiederholung einer Gesundheitsaktion der Bergkamener Stadtverwaltung mit dem Katharinen-Hospital Unna. Von 11 bis 14 Uhr gibt es für die Rathaus-Mitarbeiter Beratungen, Schnelltests oder Schnupper-Entspannungsangebote. Da der Betrieb in der Verwaltung normal weitergeht, erhalten die Mitarbeiter Besuch von den Gesundheitsexperten in ihren Büros. Dort demonstrieren sie einfache Entspannungsübungen, zeigen,  wie man richtig am Computer sitzt und massieren, wenn es notwendig ist, die Schultermuskulatur.

Ab 14 Uhr sind alle Bergkamener willkommen

Präsentierten das Programm des Gesundheitstags 2014 (v.l.) Thomas Hartl (Stadtmarketing), Roland Schäfer, Johannes Valerius vom Katharinen-Hospital und Karsten Quabeck (Stadtmarketing).
Präsentierten das Programm des Gesundheitstags 2014 (v.l.) Thomas Hartl (Stadtmarketing), Roland Schäfer, Johannes Valerius vom Katharinen-Hospital und Karsten Quabeck (Stadtmarketing).

Ab 14 Uhr sind bis 17 Uhr alle Bergkamenerinnen und Bergkamener herzlich willkommen. Mit den Physiotherapeuten gibt es im Ratsaal Bewegungsübungen. Vor dem Rathaus parkt der umgebaute gelbe amerikanische Schulbus, den das Katharinen-Hospital bei ihren Informationstouren einsetzt. Raucher können sich beraten lassen, wie sie ihre Sucht loswerden. Kostenloses Blutdruckmessen oder Zucker- und Cholesterin-Schnelltests stehen ebenfalls auf dem Programm wie die Beratung in Ernährungsfragen und für werdende Eltern.

Teilnehmer des Gesundheitstages 2013 wurden mit dem Aufruf zur Teilnahme angeschrieben. Diese Institutionen haben bereits positives Interesse bekundet: der Pflegestützpunkt Kamen mit Infomaterial zur Wohn- und Pflegeberatung, die Selbsthilfegruppe Adipositas mit Infomaterial und die Volkshochschule Bergkamen.




Konzert mit den Preisträgern der Musikschule bei „Jugend musiziert“ und „Jugend jazzt“

Zu einem Konzert unter dem Motto „Jugend musiziert“ und „Jugend jazzt“ laden am kommenden Dienstag abend die Musikschule der Stadt Bergkamen und die Sparkasse Bergkamen-Bönen ein. Das Konzert wird von den Preisträgern des Regionalwettbewerbs „Jugend musiziert“ und des Landeswettbewerbs NRW „Jugend jazzt“ bestritten.

Jens und Lars Stammer spüielen auch beim Preisträgerkonzert. (Foto: Ralph Bisdorf)
Jens und Lars Stammer spüielen auch beim Preisträgerkonzert. (Foto: Ralph Bisdorf)

Insgesamt sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Musikschule konnten sich beim diesjährigen Regionalwettbewerb in den Kategorien Blasinstrumente, Klavier und Zupfinstrumente in verschiedenen Altersgruppen präsentieren. Außerordentlich erfolgreich schnitten dabei die Bergkamener Nachwuchstalente, die an der Musikschule Bergkamen betreut wurden bei den diesjährigen Regionalwettbewerben in Hamm und Dortmund ab. Gleich drei erste Preise konnten sie sich in den verschiedenen Wertungen und Altersstufen mit hohen Punktzahlen erspielen.

Für vier Teilnehmer geht der Wettbewerb zudem in die nächste Runde, sie erhielten eine Weiterleitung zum Landeswettbewerb, der Ende März in Essen ausgetragen wird. Da auch drei Schülerinnen und Schüler der Musikschule beim zeitgleich in Dortmund ausgerichteten Landeswettbewerb NRW „Jugend jazzt“ erfolgreich waren, sollen auch sie innerhalb der Veranstaltung geehrt werden und sich musikalische präsentieren können.

Im Rahmen der Urkundenübergabe durch Martin Weber, Vorstandsmitglied der Sparkasse Bergkamen-Bönen und Holger Lachmann, Kulturdezernent der Stadt Bergkamen an die Preisträger werden wie in den vergangenen Jahren auch die gestifteten Preise der Sparkasse Bergkamen-Bönen überreicht.

Eingeladen sind neben den Teilnehmern des Wettbewerbs und deren Familien auch Bürgerinnen und Bürger, die sich über die musikalische Nachwuchsförderung der Musikschule informieren wollen. Das Konzert findet statt am Dienstag, 11. März, 19.00 Uhr in der Kundenhalle der Sparkasse Bergkamen-Bönen, In der City 123, der Eintritt ist frei.




Bayer HealthCare in Bergkamen kooperiert seit 15 Jahren mit dem Hans-Böckler-Berufskolleg

Bayer HealthCare in Bergkamen kooperiert seit 15 Jahren mit dem Hans-Böckler-Berufskolleg. Davon profitieren nicht nur die Schülerinnen und Schüler, diese Partnerschaft nutzt auch dem Unternehmen bei der Umsetzung seines Weiterbildungskonzepts.

Die Bayer-Auszubildenden Sarah Michel (l.) und Tim Vorhoff unterstützen Michael Lahme (2. v. l.) und Vera Schulte-Bocholt bei der Versuchsauswertung am Mikroskop. (Foto: Bayer)
Die Bayer-Auszubildenden Sarah Michel (l.) und Tim Vorhoff unterstützen Michael Lahme (2. v. l.) und Vera Schulte-Bocholt bei der Versuchsauswertung am Mikroskop. (Foto: Bayer)

„Bildung ist ein wichtiges Gut – für jeden Einzelnen, aber auch für die Gesellschaft als Ganzes. Sie sichert individuellen Wohlstand und wirtschaftliches Wachstum. In dieser Beurteilung sind sich nahezu alle Experten einig“, betont Bayer HealthCare. Doch wo erfahren junge Menschen, welche Qualifikationen sie im Beruf benötigen und worauf es bei der Arbeit ankommt? Wie können sie sich auf künftige Herausforderungen vorbereiten? Und wie lässt sich das Wissen unterschiedlicher Berufsgruppen besser miteinander vernetzen? Diesen Fragen gehen das Hans-Böckler-Berufskolleg (HBBK) in Marl und die Ausbildung von Bayer HealthCare in Bergkamen seit 15 Jahren gemeinsam nach.

Schüler nutzen die Labore von Bayer

Auf den ersten Blick sieht es im Ausbildungslabor von Bayer HealthCare aus wie immer. Junge Menschen fermentieren, titrieren, filtrieren, destillieren und mikroskopieren. Doch der Eindruck täuscht. Hier sind keine Auszubildenden am Werk, sondern Schülerinnen und Schüler des Hans-Böckler-Berufskollegs, die drei Tage lang die Bayer-Labore für eigene Versuche nutzen. Und noch etwas ist anders als sonst: Die angehenden Biologisch-Technischen Assistenten des HBBK arbeiten mit einem neu entwickelten innovativen Lernmodul.

Multimediales Lernen

„Dabei geht es um multimediales Lernen und das gemeinsame Entwickeln von Lerninhalten, die der betrieblichen Praxis möglichst nahe kommen“, erklärt Dr. Karl-Heinz Brühl, Bildungsgangkoordinator am HBBK. Neu an diesem Konzept ist vor allem, dass die Jugendlichen den gesamten Unterrichtsstoff über das Internet zu Hause am PC bearbeiten können. Sind Laborversuche damit nicht eigentlich überflüssig? „Keineswegs, praktisches Arbeiten ist und bleibt unverzichtbar“, stellt Brühl klar. Denn: „Nur so lässt sich die Alltagstauglichkeit neu entwickelter Lehr- und Lernformen testen.“

Handlungs- und problemorientiertes Lernen

Anhand geeigneter Aufgaben aus den Bereichen Bioverfahrenstechnik und Mikrobiologie erfahren die jungen Menschen beispielsweise, was es bedeutet, handlungs- und problemorientiert zu lernen. „Genau darauf kommt es später im Beruf an“, betont Karl Heinz Grafenschäfer, Ausbildungsleiter bei Bayer HealthCare in Bergkamen. Zudem lernen die Schülerinnen und Schüler den Stellenwert von Teamarbeit kennen. Hat Gruppenarbeit im betrieblichen Umfeld doch eine viel größere Bedeutung als in der schulischen Ausbildung.

Produktion mit Hefe und Bakterien

Realitätsnähe und Praxisbezug stehen auch bei den Versuchen im Labor im Mittelpunkt. Bei zwei Aufgaben geht es beispielsweise darum, mittels mikrobiologischer Fermentationsschritte einen Lebensmittelfarbstoff und ein Antibiotikum herzustellen. In einem weiteren, neuen Projekt befassen sich die Jugendlichen damit, Citronensäure zu gewinnen – wobei diesmal jedoch kein Bakterium, sondern Hefe zum Einsatz kommt. Bei allen drei Versuchen sind dieselben Arbeitsschritte wie in einem Produktionsbetrieb erforderlich. Dort natürlich in größerem Maßstab.

So müssen die Schülerinnen und Schüler des HBBK einen Fermenter befüllen, die Anlagensteuerung programmieren, die Verfahrensparameter einstellen und überwachen, Sterilität und Zellwachstum kontrollieren, den Citronensäuregehalt bestimmen, den Rohstoff isolieren und trocknen sowie die Messdaten erfassen und dokumentieren.

Langjährige Partnerschaft von Bayer und HBBK

Die langjährige Partnerschaft, die Bayer und das HBBK verbindet, ist keineswegs als Einbahnstraße angelegt. Das beweist ein Blick auf die Bayer-Mitarbeiter. Unter ihnen sind zahlreiche ehemalige Chemikanten und Chemielaboranten, die an der dem HBBK angegliederten Fachschule für Technik eine Weiterbildung zum Labor- und Betriebstechniker machen oder bereits absolviert haben. Grafenschäfer: „Lernen ist heute wichtiger denn je und hört während des gesamten Berufslebens nie auf. Die Kooperation mit dem HBBK ist ein wichtiger Baustein innerhalb dieses Konzepts.“ Aufgrund der beiderseits positiven Erfahrungen ist ihre Fortsetzung längst beschlossenen Sache.




Es ist soweit: Das Stroh ist ausgelegt, der Wohnturm kann fallen!!!

Viele Bergkamener können es nicht abwarten, dass der Wohnturm aus dem Stadtbild verschwindet. Jetzt ist es soweit. Am Fuß des Gebäudes sind Bauzäune und ein Dixieklo aufgestellt worden. Aus dem Turm selbst sind Geräusche eines Hiltis oder Abbruchhammers zu hören.

Absperrzäune und Strohballen kündigen es an: Der Wohnturm wird jetzt abgerissen.
Absperrzäune und Strohballen kündigen es an: Der Wohnturm wird jetzt abgerissen.

Die ersten handfesten Anzeichen des beginnenden Abrisses entdeckten Facebook-Freunde bereits im Laufe des Mittwochs. Schnell wurden auch die ersten Smartphone-Fotos online gestellt. Rätselraten gibt es allerdings wegen der Strohballen, die am Fuß des Wohnturms meterhoch aufgetürmt werden.

Der Wohnturm trägt Trauer, jedenfalls wenn man vom Rathaus auf ihn schaut.
Der Wohnturm trägt Trauer, vom Rathaus auf ihn schaut.

Einige Witzbolde machten sich darauf bereits ihren eigenen Reim. Sie haben die Frage „Warum liegt hier überhaupt Stroh rum?“ in die Suchmaske von Youtube gesetzt und das entsprechende Video in die beliebte Facebook-Gruppe „Du bist ein Bergkamener wenn“ gepostet. Hier ist der Link dazu: http://www.youtube.com/watch?v=5HfVjf6_ny8&hd=1 Ein Schelm, der dabei etwas böses denkt. Gott sei Dank endet dieses Video nach genau 19 Sekunden. Nämlich genau dann, wenn das Originalvideo anfängt, nicht mehr ganz jugendfrei zu werden.

Dixiklo statt Pkw am Fuß des Wohnturms

Der Parkplatz am Andienungshof ist gesperrt. Statt Autos von Sparkassen-Mitarbeitern steht da jetzt ein Dixieklo.
Der Parkplatz am Andienungshof ist gesperrt. Statt Autos von Sparkassen-Mitarbeitern steht da jetzt ein Dixieklo.

Die Strohballen sollen offensichtlich verhindern, dass Betonstücke, die aus einer Höhe von bis zu über 50 Metern mit hoher Geschwindigkeit nach unten stürzen, nach dem Aufprall auf dem Boden unkontrolliert weitergeschleudert werden. Das kann für Menschen höchst gefährlich werden. Direkt neben dem Wohnturm befindet sich eine Wohnanlage.

Konsequenzen haben die Absperrungen auch für einige Mitarbeiter der Sparkasse. Sie konnte bisher ihre Autos auf Parkplätze direkt neben dem Andienungshof abstellen. Das geht jetzt nicht mehr. Anstelle der Pkw befindet sich dort das Dixieklo.

Erste Abbruchgeräusche aus dem Wohnturm




Landtagsabgeordneter Rüdiger Weiß diskutiert über geplante Änderung des Kinderbildungsgesetzes

Rüdiger Weiß diskutiert mit Landtagskollegen Wolfgang Jörg und interessierten Bürgerinnen und Bürgern am Mittwoch 12. März, ab 20 Uhr im Jugend- und Sportheim Oberaden über die Neuerungen des Kinderbildungsgesetzes.

Rüdiger Weiß
Landtagsabgeordneter Rüdiger Weiß

Im Dezember verabschiedete der Landtag in Düsseldorf eine zweite Revision des Kinderbildungsgesetzes. Bereits in der ersten Stufe war der Einstieg in die Gebührenfreiheit in Kitas und die Entlastung des Personals geschaffen worden. Nun werden im zweiten Schritt und im vorliegenden Entwurf die Kitas als Bildungsstandort gestärkt werden. Besonders Einrichtungen mit vielen sozial benachteiligten Familien sollen gefördert werden.

Doch bevor das Gesetz im Plenum verabschiedet wird, möchte der Landtagsabgeordnete Rüdiger Weiß (SPD) den Entwurf am kommenden Mittwoch, 12. März, vor Ort in Bergkamen zusammen mit Interessierten und Fachleuten diskutieren. „Die Ideen und Anregungen dieser Veranstaltungen werde ich mit nach Düsseldorf nehmen. Sie können vielleicht sinnvolle Ergänzungen im Entwurf und später dem KiBiz-Gesetz sein“ so Rüdiger Weiß. Unterstützt wird er dabei von Wolfgang Jörg, dem Kinder- und Jugendpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion.

Eingeladen sind alle Interessierte. Der Eintritt ist kostenlos. Für Getränke wird gesorgt.




Säuberungsaktion: Dem Unrat in Weddinghofen geht es an den Kragen

Die Siedlergemeinschaft An der Landwehr organisiert am Samstag, 15. März, eine Säuberungsaktion in Weddinghofen. Dafür treffen sich alle, die daran teilnehmen möchten, um 10 Uhr an der Pfalzschule.

Müll an der Zufahrt zum ehemaligen Zechengelände in Weddinghofen- Diese Foto entstand im November. Besser geworden ist es dort nicht.
Hierhin könnte der städtische Wagen sofort hinfahren: Müll an der Zufahrt zum ehemaligen Zechengelände in Weddinghofen- Diese Foto entstand im November. Besser geworden ist es dort nicht. Im Gegenteil.

Es sind einige Handschuhe und Sammelzangen vorhanden. Wer noch Utensilien mitbringen kann, kann dies gern tun. Und der Müll wird durch einen netten Mann mit einem Anhänger eingesammelt und dann später von der Stadt entfernt. „Jeder, der mitmacht, sorgt mit seinem Engagement für einen schönen sauberen Stadtteil“, betont der Verein „Wir in Weddinghofen“. Im Anschluss spendiert die CDU für die fleißigen Helferinnen und Helfer Würstchen. Und: „Die Siedlergmeinschaft An der Landwehr und Wir in Weddinghofen e. V. freuen sich auf viele Helfer!“




Kleine Kabarett-Reihe: Gastspiel von „Team & Struppi“ um zwei Wochen verschoben

Um zwei Wochren nach hinten hat dass Bergkamener Kulturreferat den nächsten MittwoschsMix nach hinten verschoben. „Team & Struppi“ alias Moritz Neumeier und Jasper Diedrichsen präsentieren jetzt am Miittwoch, 26. März, um 19.30 Uhr  in der Städt. Galerie „sohle 1“ ihr erstes abendfüllendes Programm „Die Machtergreifung“.

„Team & Struppi“ alias Moritz Neumeier und Jasper Diedrichsen
„Team & Struppi“ alias Moritz Neumeier und Jasper Diedrichsen

Team und Struppi stehen für preisgekröntes Anarchie-Kabarett aus Norddeutschland. Ihr erstes abendfüllendes Programm „Die Machtergreifung“ ist ein Rundumschlag der politischen Korrektlosigkeit, der alles und jeden trifft, ob nun Minderheiten oder die Regierung, Jesus oder das Publikum. Schamlos werden live auf der Bühne radikale Gesetze verabschiedet, unhaltbare Wahlkampfparolen zerpflückt und die Finanzkrise nach gespielt.

Die beiden Irren an Gitarre und Akkordeon

Als Organisation, die die Macht an sich reißen konnte, zeigen die beiden jungen Kabarettisten den Zuschauern, wie einfach es sein kann, mitzumachen. Weil der Schriftsteller Moritz Neumeier und der Schauspieler Jasper Diedrichsen humoristisch immer bis an die Grenze des Erträglichen gehen, ertönen zwischendurch selbst verfasste Schlager, die sowohl inhaltlich als auch musikalisch wie aus dem Musikantenstadl gegriffen scheinen, wäre da nicht die ätzend grenzdebile Perfomance der beiden Irren an der Gitarre und am Akkordeon.

Auch nachdenkliche, leisere Töne

Aber auch Zeit für nachdenkliche, leisere Töne nimmt sich das Programm, das auch in der Form ein Ausbund an ironischer Bissigkeit ist: so legen Neumeier und Diedrichsen ihre Rollen irgendwann ab, um ganz direkt und ehrlich mit dem Publikum und miteinander über Themen wie Angst, Verblendung, Wohlstand, Armut, Unterdrückung und Hunger zu sprechen. Selbst Momente der vollkommenen Stille sind dann möglich. Immer wieder überraschen sich die Zuschauer selbst, wenn sie an Stellen lachen, an denen sie nie zuvor lachen konnten oder durften.

Tickets zum Preis von 12,- Euro, erm. : 9,- Euro, sind erhältlich im Kulturreferat Bergkamen (Tel.: 02307/965-464), im Bürgerbüro und an der Abendkasse.




Verliebte Kanadagänse machen Radau auf dem Ententeich am Wieckenbusch

Eine kleine Horde Kanadagänse hat sich zurzeit auf dem Ententeich am Wieckenbusch breitgemacht und veranstalten ein lautes Spektakel. Die Diagnose ist eindeutig: Das Federvieh ist verliebt.

Kanadagänse auf dem Ententeich am Wieckenbusch in Oberaden.
Kanadagänse auf dem Ententeich am Wieckenbusch in Oberaden.

Wie alle Gänse sind die Paare zumindest für einige Jahre unzertrennlich. Das haben aber offensichtlich die Junggesellen noch nicht kapiert und wollen mit der Gans ihrer Wahl anbändeln.

Dass macht natürlich den Ganter wütend. Er verschafft seinen Ärger über dieses ungebührliche Verhalten durch laute Rufe Luft. Anschließend jagt er hinter dem Nebenbuhler her. Nicht nur im Wasser, sondern auch an Land und in der Luft.

Ententeich am Wieckenbusch
Ententeich am Wieckenbusch

Dieses Treiben auf ihrem Ententeich ist einigen Nachbarn natürlich nicht verborgen geblieben. Sie denken bereits weiter. „Wo sollen die Kanadagänse ihre Nester bauen?“, fragen sie besorgt. Der Teich ist nämlich an einer Stelle über die Ufer getreten und die baumbestandene Insel liegt zurzeit unter Wasser. Offensichtlich kann es nicht richtig abfließen. Ein Bereich östlich des Gehwegs, an dem sich früher eine Brücke befand, ist bereits überschwemmt.

Die Kanadagänse wird dies nicht weiter stören, denn normalerweise brüten sie an größeren Gewässern in der Nähe von großen Weiden. Sie werden demnach nicht auf Dauer am Ententeich bleiben. Probleme könnte es dort wegen des hohen Wasserstands allerdings für Enten geben. Bedrohlich ist die Lage für sie aber auch nicht, denn es gibt eine Reihe von Ausweichmöglichkeiten.




Schüler der RSO lernen die Kunst des Siebdrucks

Schülerinnen und Schüler des Textilkurses der Klassen 9 der Realschule Oberaden (RSO) trafen sich jetzt in Dortmund mit einer Gruppe Studenten und ehemaliger Studenten der FH Dortmund. Das Ziel des Tages: die Technik des Siebdruckens kennen zu lernen.

Schüler der Realschule Oberaden lernen die Kunst des Siebdrucks.
Schüler der Realschule Oberaden lernen die Kunst des Siebdrucks.

In der Dortmunder Nordstadt hat sich die Studentengruppe unter dem Namen „Whatwha“ eine kleine analoge Siebdruckwerkstatt aufgebaut, weil sie sich in diese Technik „verliebt haben“. Diese Erfahrung konnten 17 Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen der RSO an diesem Tag auch machen. Nach einer kleinen Einführung in die Technik der Motivwahl, der Siebbelichtung und des Druckvorgangs durften dann nicht nur die Jugendlichen, sondern auch die beiden Lehrpersonen Frau Cordbrüning und Frau Müller dieses Neuland betreten und mit Hilfe von einem vorbereiteten Sieb selbst Taschen bedrucken. Am Ende gingen alle Teilnehmer mit viel Spaß, neuen Erkenntnissen und einer selbst gedruckten Tasche nach Hause  – und vielleicht trifft man ja noch einmal zusammen, um gemeinsam Abschluss-Shirts in Klasse 10 zu fertigen.




Ausgesetzt! Katzen suchen neues Zuhause

Kamen/Bergkamen. Sie heißen Flöhchen, Piggy oder Panther. Sie haben alle ein schlimmes Schicksal hinter sich. Und sie alle suchen ein neues und vor allem liebevolles Zuhause: die Katzen , die derzeit bei den Tierfreunden Kamen auf einem umgebauten Bauernhof im Schnepperfeld untergekommen sind. 

Die fröhliche Piggy sucht eine Familie, in der keine andere Katze lebt, denn sie ist Einzelgängerin. Sie ist etwa ein bis eineinhalb Jahre alt und noch nicht kastriert, allerdings gechipt und geimpft. (Foto: Patrick Opierzynski)
Die fröhliche Piggy sucht eine Familie, in der keine andere Katze lebt, denn sie ist Einzelgängerin. Sie ist etwa ein bis eineinhalb Jahre alt und noch nicht kastriert, allerdings gechipt und geimpft. (Foto: Patrick Opierzynski)

„Es ist unglaublich, wa wir hier alles erleben“, sagt Regina Müller, die Vorsitzende des Vereins „Tierfreunde Kamen.“ Die drei  Katzenbabys, die im Karton hinterm Busch ausgesetzt wurden, sind nur ein Beispiel. Offenbar sind so manche Katze oder so mancher Kater ihren alten Besitzern zu viel geworden, denn „plötzlich“ sitzen kastrierte und sogar gechipte Tiere vor der Katzenstation im Schnepperfeld, die keiner mehr haben will. Die Tierfreunde suchen für diese Tiere ein neues Zuhause:

Tierfreunde Kamen – Kontakt:

02307 / 438 77 45 und
0176 55 44 32 77

Meist sind es anfangs magere und struppige, manchmal sogar kranke Tiere, die erst aufgepäppelt werden müssen. Das lohnt sich. Bestes Beispiel ist der bildschöne Flöhchen.

Das ist Flöhchen, ein wunderschöner und sehr großer kastrierter Kater.  (Foto: Patrick Opierzynski)
Das ist Flöhchen, ein wunderschöner und sehr großer kastrierter Kater. Er ist etwa acht bis neun Jahre alt und gerne draußen unterwegs. Er ist kastriert. (Foto: Patrick Opierzynski)

Flöhchen ist ein Name, der gar nicht zu dem riesigen und zutraulichen Kater passt. Doch trotz seiner Kastration markiert er alle möglichen Stellen. Möglicherweise ist das der Grund, dass er ausgesetzt wurde. „Wer weiß, was der schon erlebt hat“, sagt Regina Müller. Sie hat sich damit abgefunden, dass Flöhchen den Katzenfreunden dauerhaft erhalten bleibt. Er scheint mit diesem Schicksal äußerst zufrieden zu sein, kann durch eine Katzenklappe ein- und ausgehen und hat es sich ausgerechnet in einer Hundehütte gemütlich eingerichtet.

Doch nach Möglichkeit sollen alle Katzen, die von den insgesamt elf Tierfreunden versorgt werden, vermittelt werden. Fünf Tiere sind zudem in Pflegefamilien untergebracht, warten dort auf neue „Dosenöffner“.

Die anderen Katzen leben auf dem Bauernhof in „Einzelzimmern“ und hoffen dort auf eine neue Familie. „Unsere Katzen leben hier auch nicht wie im Paradies. Aber wir tun unser Bestes“, sagt Regina Müller. So können die Tiere durch eine Fensteröffnung in ein Freigehege gelangen; haben es deshalb oft besser als in einem Tierheim, wo mehrere Tiere in einem Käfig leben müssen. „Denn  nicht alle Katzen verstehen sich untereinander. Da fliegen schon mal die Fetzen. Das ist Stress für die Tiere“, sagt Regina Müller.

Dieses Katzen-Mädchen hat noch keinen Namen: Diese hübsche  Maine-Coon-Mischung ist kastriert, geimpft und gechipt und lebte zuletzt im Gelsenkirchener Tierheim. Wie sie nach Kamen kam, ist völlig unklar. Sie lässt sich gerne streicheln und bürsten und döst ansonsten auf ihrem Kratzbaum. Die Möglichkeit zum Freigang nimmt sie derzeit gar nicht wahr. (Foto: Patrick Opierzynski)
Dieses Katzen-Mädchen hat noch keinen Namen: Diese hübsche Maine-Coon-Mischung ist etwa 4 bis 5 Jahre alt. Sie ist kastriert, geimpft und gechipt und lebte zuletzt im Gelsenkirchener Tierheim. Wie sie nach Kamen kam, ist völlig unklar. Sie lässt sich gerne streicheln und bürsten und döst ansonsten auf ihrem Kratzbaum. Die Möglichkeit zum Freigang nimmt sie derzeit gar nicht wahr. (Foto: Patrick Opierzynski)

Die Tierfreunde kümmern sich nicht nur um ihre „Pensionsgäste“, sondern auch um frei lebende Katzen. Die werden mit Hilfe von Futter auf das Grimberg-Gelände an der Berufsschule gelockt, eingefangen, unter Narkose kastriert und wieder freigelassen. Es geht darum, die jetzt gerade beginnende Vermehrung der Tiere möglichst niedrig zu halten.

Das alles kostet Geld: Kastrationen, Impfungen, Tierarzt-Kosten für kranke Tiere, Futter… Doch finanzielle Hilfe gibt es für die Katzenfreunde nicht – im Gegensatz etwa zum Tierheim Unna. „Wir finanzieren uns vor allem durch die Vermittlungsgebühren“, sagt Regina Müller. Und selbst die sind manchem Interessen zu hoch. Im teuersten Fall sind dies 160 Euro für ein Tier, das kastriert ist (90 bis 140 Euro Kosten), geimpft (70 Euro) und gechipt (30 Euro) ist.

Hinzu kommt ein weiteres Problem: Die meisten Interessierten wollen ein Katzenbaby haben, kein älteres Tier, und sie wollen auf keinen Fall ein schwarzes Tier. „Unsere schwarzen Katzen können wir kaum vermitteln“, sagt Regina Müller traurig.

Kater Panther ist ein fröhlicher Zeitgenosse und  spielt gerne mit Papierbällchen Fußball. Er ist kastriert und gechipt (Impfung folgt noch) und braucht seinen Freigang, um sich auszutoben. Sonst lässt er seine Energie am Kratzbaum ab.. (Foto: Patrick Opierzynski)
Kater Panther ist ein fröhlicher Zeitgenosse und spielt gerne mit Papierbällchen Fußball. Er ist kastriert und gechipt (Impfung folgt noch) und braucht seinen Freigang, um sich auszutoben. Sonst lässt er seine Energie am Kratzbaum ab. Panther ist etwa ein bis eineinhalb Jahre jung. (Foto: Patrick Opierzynski)

Kontakt zu den Tierfreunden

Regina Müller ist unter 02307 / 438 77 45 (Anrufbeantworter) und 0176 55 44 32 77 erreichbar.

Hilfe durch Futterspenden

Wer helfen will, kann Futter spenden!  Boxen, in die das Futter geworfen werden kann, stehen im Kaufland Bergkamen Mitte  (Nähe Geldautomat), im Rewe Bergkamen (ehemals Fruchbörse), im Rewe bei Adler in Holzwickede, und im Tiergarten Kamen (Lünener Straße).

Von Claudia Behlau

Völlig scheu sind diese beiden (!) schwarzen Katzen, die noch keine Namen haben. Die ehemaligen Freigänger, die bislang offenbar noch keinen Menschenkontakt hatten, wurden mit einer Pilzinfektion eingeliefert. Mittlerweile sind sie gesund, kastriert, entwurmt etc. Doch die vorsichtigen Tieren verstecken sich noch lieber in der Ecke. Ein neuer Eigentümer müsste viel Geduld und Liebe mitbringen... (Foto: Patrick Opierzynski)
Völlig scheu sind diese beiden (!) etwa ein Jahr alte schwarzen Katzen, die noch keine Namen haben. Die ehemaligen Freigänger, die bislang offenbar noch keinen Menschenkontakt hatten, wurden mit einer Pilzinfektion eingeliefert. Mittlerweile sind sie kerngesund, kastriert, entwurmt etc. Doch die vorsichtigen Tieren verstecken sich noch lieber in der Ecke. Ein neuer Eigentümer müsste viel Geduld und Liebe mitbringen… Ideal wäre ein neues Zuhause auf einem Bauernhof. (Foto: Patrick Opierzynski)