Boot drohte zu versinken

Bergkamen-Rünthe. Mit einer Schwimmboje ist ein Sportboot Sonntagnacht auf dem Datteln-Hamm-Kanal zusammengestoßen. Dabei wurde das Boot stark beschädigt.

Foto: Ulrich Bonke
Foto: Ulrich Bonke

Foto Ulrich Bonke
Foto Ulrich Bonke

Die Bootsbesatzung war – aus Richtung Lünen kommend – nach 3 Uhr auf dem Weg zur Marina Rünthe, als ihr Sportboot in der Dunkelheit eine Schwimmboje touchierte. „Das passierte etwa 2 Kilometer vor der Marina Rünthe“, berichtet Dirk Kemke, Leiter der Löschgruppe Rünthe (Freiwillige Feuerwehr Bergkamen).

Die Bootsbesatzung, die mit ihrem Boot nur für ein paar Tage Gast in der Marina Rünthe war, schaffte es noch irgendwie, mit dem Boot den Liegeplatz zu erreichen. Allerdings war bis zu diesem Zeitpunkt schon einiges Wasser ins Boot gelaufen. „Die Eigentümer konnte ihr Boot über Wasser halten, weil sie mit der bootseigenen Bilgenpumpe das Wasser ständig abgepumpt haben“, sagte Dirk Kemke. Gleichzeitig hatten die in „Seenot“ geratenen Bootsleute die Feuerwehr um Hilfe gerufen, die kurz nach 3.20 ihr in der Marina eintraf.

„Wir haben vom Steg aus mit einer weiteren Pumpe geholfen, dass Boot leer zu pumpen. Danach hat unser Team mit dem Motorboot das beschädigte Boot zum Kran gezogen. Dort wurde das Boot aus dem Wasser gehoben“, schilderte Kemke.

Die Schädigungen an dem Boot sind nicht unerheblich. Als es aufgebockt wurde, sah man, dass es an zwei Stellen stark beschädigt ist. „Das Wichtige aber ist, dass der Tank nicht beschädigt worden ist. Es sind also keine Treibstoffe ins Wasser gelangt“, sagte Kemke, der mit seiner Mannschaft nach knapp zwei Stunden wieder abrücken konnte.

Die Wasserpolizei will nun die Strecke noch einmal abfahren, wo der Unfall passiert ist. Sie hält es eher für unwahrscheinlich, dass eine Schwimmboje solche Schäden anrichten kann. Nun will man nach größeren Steinen oder Ähnlichem suchen.




Mit dem Bollerwagen den Römern auf der Spur – auch kulinarisch

Der Bollerwagen hat sogar extra noch einen frischen blauen Anstrich für diese Premiere bekommen. Es war schließlich die erste Führung auf dem Römerberg inklusive römisch-westfälischem Picknick, bei dem das Gefährt zum Einsatz kam. Eigentlich versorgt der Wagen ausschließlich die Familie von Gästeführerin Elke Böinghoff-Richter. Die ist ehrenamtlich unterwegs – einschließlich eigener Picknick-Ausrüstung.

Mit Anpacken hieß es beim Streifzug samt Bollerwagen durch die römische Geschichte Oberadens.
Mit Anpacken hieß es beim Streifzug samt Bollerwagen durch die römische Geschichte Oberadens.

Bevor die 14 Gäste jedoch römisch-westfälische Leckereien kosten durften, gab es historische Leckerbissen. Denn auf dem Römerberg hatten die Eroberer aus dem fernen Rom vor mehr als 2.000 Jahren das größte Lager nördlich der Alpen im wahrsten Sinne aus dem Boden gestampft. An fast jeder Ecke gab es deshalb spannende Ausflüge in die Vergangenheit. Dabei wechselten sich die Entdecker regelmäßig an der Lenkstange des Bollerwagens ab.

Von halbwilden Schweinen und mutigen Kriegern

Interessantes gibt es in Oberaden an fast jeder Ecke wenn nicht zu sehen, dann doch zu hören.
Interessantes gibt es in Oberaden an fast jeder Ecke wenn nicht zu sehen, dann doch zu hören.

Darin wartete auch gut verpackt das auf seinen Einsatz, was bereits Germanen und Römer für sich entdeckt hatten. Schon damals trieb man die halb domestizierten Vorfahren der heutigen Hausschweine in die Eichen- und Buchenwälder, um sie für schmackhaften Schinken zu mästen. Die hiesigen Germanen lebten in familiären kleinen Verbänden, hüteten ihr Vieh und pflegten ein durchaus ausgeklügeltes Sozialwesen, klärte Elke Böinghoff-Richter ihre Zuhörer auf. Sogar Cäsar hatte Respekt vor den mutigen Kriegern.

Dennoch hatten die Römer irgendwann genug von den ewigen Überfällen. Als die Germanen der 5. Legion auch noch ihre heiligen Adler stahlen, war das Maß voll: Kaiser Augustus setzte zur Eroberung an. Drusus kam mit ca. 15.000 Soldaten auch nach Oberaden. Rund 6.000 Eichen wurden gefällt, um das gewaltige Lager nach römischer Norm auf satten 54 Hektar zu errichten. 30 km marschierten die Soldaten dafür täglich mit bis zu 15 Kilo Gepäck. Riesige Logistik musste für die Versorgung mit Waffen, Lebensmitteln, Baumaterial bewältigt werden.

 Lager-Luxus und angeheiterte Archäologen

Zu sehen ist davon mit Ausnahme eines bewachsenen Erdwalls kaum noch etwas. Das Osttor, die jüngsten Ausgrabungen, die einen riesigen Verwaltungsbau dokumentierten, die Principia als Kommandantenwohnung, in der wohl auch Drusus einen passablen Luxus genoss: Vieles musste Elke Böinghoff-Richter aus ihrem reichhaltigen Wissensschatz in bloßer Theorie veranschaulichen.

Lecker: Viele von den Picknick-Schmankerln zierten auch schon die römische Tafel.
Lecker: Viele von den Picknick-Schmankerln zierten auch schon die römische Tafel.

Mit eigenen Sinnen erfahren konnten die Besucher dafür, was auch bei den Römern auf den Tisch kam. Honig zum immerhin italienischen Ciabatta-Brot, Trauben, Oliven, Traubensaft und deftiger Schinken. Auf die in Honig gerösteten Mäuse oder Leopardenohren wurde zugunsten von wohlschmeckenderem Mozzarella und Melonen verzichtet. Den Gästen aus Kamen, Königsborn, Methler, Bergkamen und Werne mundete es dennoch vorzüglich. Man war sogar froh, dass es keinen original römischen Wein gab. „Der war eigentlich nichts anderes als schlecht gewordener Traubensaft“, klärte Elke Böinghoff-Richter zum allgemeinen Vergnügen auf.

 

Aufstieg auf die Rekonstruktion der  Holz-Erde-Mauer.
Aufstieg auf die Rekonstruktion der Holz-Erde-Mauer.

Selbst erleben konnten anschließend alle, wie sich das Leben als Soldat bei der Patrouille auf der 3 Meter hohen und 3 Meter breiten Holz-Erde-Mauer des Lagers anfühlte. Es ging hinauf und herum um die vor zwei Jahren allein durch den Förderverein für rund 200.000 Euro realisierte Original-Rekonstruktion. Nicht ohne sich der Anekdote vom reichlich schiefen Nordtor zu erfreuen, dessen schräge Form wohl auf heftigen Alkoholgenuss der Ausgräber zurückgeht, wie ein späterer archäologischer Fund einer geleerten Weinkiste belegt. Vielleicht wird das Tor dennoch irgendwann rekonstruiert.

Die Gäste waren jedenfalls begeistert. Sie lobten nicht nur die exquisite Auswahl der Speisen, sondern auch das profunde Wissen. Eine tolle Idee, die das ohnehin umfangreiche der Themenrepertoire des Gästeführerrings mehr als bereichert.

 




Wasserverbände suchen Azubis

Bei den Wasserverbänden Emschergenossenschaft und Lippeverband hat das Flussmanagement nicht nur Tradition, sondern auch Zukunft: Für das Jahr 2015 werden wieder Auszubildende gesucht.

Dazu informieren die Verbände, gemeinsam immerhin Deutschlands größtes Wasserwirtschaftsunternehmen, am 26. September 2014 über die angebotenen Berufsbilder. Bereits zuvor, am 28. August, wird ein Bewerbungstraining angeboten. Dieses richtet sich an alle Jugendliche, die sich für eine Ausbildung bewerben und demnächst ein Vorstellungsgespräch vor sich haben. Beide Termine finden am Sitz der Verbände an der Kronprinzenstraße 30 in Essen statt.

Im Rahmen der vielfältigen Aufgaben bieten Emschergenossenschaft und Lippeverband ein breites Spektrum an Ausbildungsberufen im technischen sowie im kaufmännischen Bereich. Insgesamt wird 2015 in fünf Berufen ausgebildet: Elektroniker/in für Betriebstechnik (Standort: Dinslaken), Fachinformatiker/in für Systemintegration (Essen), Industriemechaniker/in für Instandhaltung (Bottrop), Kaufmann/-frau für Büromanagement (Essen) und in dem neuen innovativen Ausbildungsberuf Geomatiker/in (Essen), welcher erstmals von Emschergenossenschaft und Lippeverband angeboten wird. Bewerbungsschluss ist der 31. Oktober 2014.

Für Ausbildungssuchende wird am 28. August 2014 ein Bewerbungstraining angeboten, woran auch Bewerber für andere Ausbildungszweige teilnehmen können. Hierbei bekommen sie Tipps und Tricks für ein gelungenes Vorstellungsgespräch vermittelt.

Am 26. September 2014 findet bei Emschergenossenschaft und Lippeverband der Berufsinformationstag statt, bei dem Interessierten ein Einblick in die spätere Berufswelt gegeben wird. Es besteht hier auch die Möglichkeit, sich mit allen Ausbildern und aktuellen Auszubildenden der fünf Ausbildungsberufe bei Emschergenossenschaft und Lippeverband auszutauschen und sich ein gezieltes Bild von den angebotenen Berufen zu machen. Die Emschergenossenschaft und der Lippeverband legen großen Wert darauf, dass insbesondere Mädchen und junge Frauen motiviert werden, sich für technische Berufe zu bewerben.

Weitere Informationen: www.eglv.de/ausbildung




Zwei Autos aufgebrochen

Bergkamen. In der Nacht zu Freitag (25.07.14) brachen unbekannte Täter zwei Fahrzeuge in Bergkamen auf. Aus einem in der Heidestraße abgestellten Pkw Audi (23:30 Uhr bis 07:30 Uhr) entwendeten die Täter eine Digitalkamera. Aus einem in der Jahnstraße abgestellten schwarzen Sprinter (18:30 Uhr bis 09:30 Uhr) stahlen die die Täter Bargeld aus dem Handschuhfach.

Hinweise nimmt die Polizei in Bergkamen unter der Rufnummer 02307 921 7320 oder 921 0 entgegen.

 




Bergschäden – der Kampf geht weiter

Bergbauschäden waren in Bergkamen, einst größter Bergbaustandort Europas, jahrelang an der Tagesordnung. Risse in Wänden, schiefe Türen, gebrochene Leitungen. Viele Betroffene kämpfen immer noch um ihr Geld. Jetzt gibt es Neuigkeiten aus dem Landgericht Bochum – und die sind nicht gerade erfreulich. Der Aktionskreis Wohnen und Leben Bergkamen war als Prozeßbeobachtung beim Landgericht Bochum in der Sache „Güte- und Verhandlungstermin Klage gegen die RAG Deutsche Steinkohle auf Schadensersatz wg. Bergbau bedingter Erschütterungen“. Vorsitzender Karlheinz Röcher berichtet:
„In NRW haben einzelne Bürger Klagen gegen die RAG auf Schadensersatz wg. jahrelanger Bergbau bedingter Erschütterungen eingereicht. Sie werden dabei von den Vertretungen der Bergbaubetroffenen unterstützt.
Beim Landgericht Bochum ging es am Donnerstag (24.07.) um die Klage eines Dorstener Bürgers mit der Forderung auf Ausgleichszahlung i.H.v. 8.524,80 EUR für unzumutbare Beeinträchtigungen von April 2005 – November 2008, also um einen Zeitraum von 3,5 Jahren. Vertreten wird er durch den Rechtsanwalt Klaus Friedrichs aus Voerde, der auch einer der Sprecher des Landesverbandes der Bergbaubetroffenen in NRW (LVBB) ist.
Der Aktionskreis Wohnen und Leben Bergkamen e.V. war durch den Vereinsvorsitzenden als Prozeßbeobachter vertreten, weil ein Vereinsmitglied in gleicher Sache beim Amtsgericht Kamen Klage gegen die RAG eingereicht hat und das Verfahren seit dem 05. Mai mit einem Güte- und Verhandlungstermin eröffnet und zwischenzeitlich ein Gerichtsgutachten in Auftrag gegeben worden ist.
Der vorsitzende Richter der Landgerichts-Kammer in Bochum, Ritter, gestaltete den Beginn des Termins für die mehr als 30 mitangereisten Mitglieder der Dorstener Bürgerinitiative (BISBU) mit einer so nicht erwarteten Maßnahme: Nur 2/3 konnten im Sitzungssaal bleiben, weil keine ausreichende Bestuhlung vorhanden war, Stehen und die Benutzung von die gesamte Sitzungsdauer nicht benötigten Sonderplätzen für Zeugen und Sachverständige nicht erlaubt wurde. Kein gutes Signal für die Betroffenen, was sich auch in der weiteren Verhandlungsführung des Gerichtes zeigen sollte.
Für den vorsitzenden Richter konnte die Klägerseite bislang nicht substantiert vortragen, dass bei den in der Klageschrift aufgeführten Erschütterungsereignissen die Betroffenheit des Klägers und die beklagte Unzumutbarkeit des Ereignisses (insbesondere in den Nachtstunden) vorlag. Andererseits argumentierte der Richter, dass es auf die individuelle Betroffenheit letztlich nicht ankomme, sondern der ‚gemeine Durchschnittsmensch‘ mit seinem Empfinden der Maßstab sei. Es seien keine Messungen am Objekt der Kläger vorgenommen worden und die Messungen an der ca. 200m entfernten Grundschule seien nicht übertragbar. Eine kaum zu lösende Problemstellung vor Gericht, zumal aus Sicht der Klägervertretung die RAG in Verbindung mit der staatlichen Bergbehörde, Abt. 6 der Bezirksregierung in Arnsberg, zum Zeitpunkt der Erschütterungsereignisse jedes Ansinnen der Dorstener Bürger(initaitive) auf Einrichtung von Messstationen zur Ermittlung der Wirkung auf den Menschen abgelehnt hatten.
Seitens der Politik fand in dieser Frage überhaupt keine Unterstützung für die Bergbaubetroffenen statt.
Vor Gericht ist die Klägerseite – so der vorsitzende Richter – in der Pflicht, den Beweis für die Unzumutbarkeit anzutreten, um einen Schadensersatzanspruch durchzusetzen zu können. Dieses sei kostenintensiv und könnte den Kläger wirtschaftlich überfordern – er schlage deshalb einen Vergleich vor. Der anwaltliche Vertreter der RAG sah dafür keinen Spielraum, da die ins Spiel gebrachte Summe von 2.500 EUR eine ‚Welle Nachahmer‘ finden würde, die auch sachlich überhaupt nicht zu rechfertigen wäre.
Die Klägerseite beantragt ihrerseits die Überprüfung der zugrunde gelegten DMT-Werte durch einen unabhängigen Sachverständigen. Eine Entscheidung des Gerichtes ergeht in den nächsten Tagen.
Als Prozeßbeobachter dämmert einem die Erkenntnis, dass die Gerichte mit der Angelegenheit überfordert sein könnten bzw. dem Anliegen der Kläger aufgrund der rechtlichen Vorgaben durch das Bundesberggesetz nicht angemessen entsprechen können. Sollte sich herausstellen, dass den Bergbau-Betroffenen systematisch die Beweismöglichkeiten vorenthalten wurden, so hat die Politik die Verantwortung dafür zu übernehmen und einen (materiellen) Interessenausgleich beim Verursacher RAG durchzusetzen. „
Kontaktdaten des Aktionskreis Wohnen und Leben Bergkamen e.V.:
Karlheinz Röcher
02389-535302
0177-8780397

www.aktionskreis-bgk.de
www.die-buergerenergiewende.de
www.energiewende-ruhr.de
www.gegen-gasbohren.de
www.rag-montan-immobilien.de/geschaeftsfelder/erneuerbare-energien/
http://www.windplanung-navi.de




Reggae Open Air heizt für den Kultursommer 2014 ein

Die kleinsten waren noch kein Jahr alt und rockten den Stadtmarkt. Mit der Pampers voraus  ging es im Reggae-Takt über das Marktpflaster. Mancher minderjähriger Musik-Nachwuchs half den Eltern beim Entledigen der lästigen Socken, um mit ganzem Körpereinsatz mittanzen zu können. Ganze Gruppen von Zwei- bis Sechsjährigen taten sich mit Eis in der Hand und Knabberstangen im Mund zusammen, um den Erwachsenen zu zeigen, was echtes Musikgefühl ist.

Stimmung, Reggae-Rhythmen und volles Haus: Das Reggae Open Air war ein gelungener Auftakt für den Kultursommer 2014.
Stimmung, Reggae-Rhythmen und volles Haus: Das Reggae Open Air war ein gelungener Auftakt für den Kultursommer 2014.

So versprach es schließlich auch das Reggae Open Air zum Start des Kultur Sommer 2014. Der ganze Körper sollte in Wallung geraten. Zunächst jedoch arbeiteten einmal mehr die Nervenstränge auf Hochtouren. Am Morgen zitterten David Zolda und das Aufbau-Team noch bei dichtem Nieselregen mit dem Wetter um die Wette. Als am Abend die dicken Wolken Reißaus nahmen und Platz machten für einen blauen Bilderbuchhimmel, fiel nicht nur dem musikalischen Strippenzieher „ein Stein vom Herzen“.

Wenn der Rhythmus von Anfang an ins Blut geht

Superstimmung und blauer Himmel: Besser geht's nicht.
Superstimmung und blauer Himmel: Besser geht’s nicht.

„Das Wetter ist einfach großartig – nicht zu heiß, kein Gewitter, kein Platzregen wie in manchem anderen Jahr“, war auch Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel erleichtert. Zufrieden beobachtete sie mit dem Beigeordneten Holger Lachmann, wie sich der Stadtmarkt immer mehr füllte und die Stimmung immer gelöster wurde. Das fiel auch niemandem schwer, ging die Musik doch von Anfang an ins Blut über. Marek Marple, die Band aus Witten, hatte sich ganz klassisch bei der Stadt Bergkamen für eine Teilnahme am Reggae Open Air beworben. Ihre Wahl war eine denkbar gute Entscheidung.

Mitreißender Sound nicht nur aus Blasinstrumenten machte den Auftakt.
Mitreißender Sound nicht nur aus Blasinstrumenten machte den Auftakt.

Mit markanten Blasinstrumenten vorneweg machte die Band den Besuchern Beine. Die acht Musiker mixten Jazz, Pop, Reggae, Hip Hop und Balkan zu einem ganz eigenen Sound mit Charakter, der nicht nur die mitgereisten Fans in Stimmung brachte. Angela Winkelmann vom Dortmunder DJ-Quartett I-Motion Sound schaffte das mit ihrem Kollegen auf ganz andere Weise. Sie besuchte sogar eine DJ-Schule, um aus Reggae-, Dancehall- und Hip Hop-Rhythmen eine ganz eigene Musik zu mixen. In Dortmund ist das Team längst etabliert in der Reggae-Szene. In ganz Deutschland und in Europa legt das Quartett auf. Das ist alles andere als leicht. „Man muss ich ganz schön konzentrieren, die Menschen beobachten und bei den Leuten sein, um zu spüren, welche Rhythmen und welche Musik sie wollen.“

Tribute to Bob Marley mit echten Reggae-Größen

Das steckt an: Der Rhythmus von "Reggaelites".
Das steckt an: Der Rhythmus von „Reggaelites“.

Das klappte in Bergkamen nahezu perfekt. Die Menge wogte, als schließlich mit den Reggaelites der Hauptakt des Abends die Bühne kaperte. In der siebenköpfigen Truppe mischten Gewinner von Reggae Awards und Hochklasse-Musiker, die mit Reggae-Größen auf der Bühne stehen, die Massen mit ihrem „Tribute to Bob Marley“ und ganz eigenen Interpretationen der Klassiker auf. Wem jetzt immer noch in den Füßen juckte, der konnte sich bei der Aftershow-Party mit den Dortmunder DJs restlos austoben. Ein Angebot, das die meisten dankbar annahmen.

Ein beschwingter und gutgelaunter Auftakt für den Kultursommer, der sich jetzt erst aufgewärmt hat. Am 1. August schließt sich das Theater Open Air an, vom 4. bis 8. August folgen die Kinder-Kultur-Tage der Jugendkunstschule, am 8. August steht das Klassik Open  Air auf dem Programm, am 12. August folgt das Kino Open Air und am 15. August das Musikpicknick Open Air.




Wieder ein Wohnungseinbruch

Bergkamen.  Am Mittwoch (23.07.2014) hebelten unbekannte Einbrecher zwischen 9.50 Uhr und 16.15 Uhr eine Terrassentür eines Einfamilienhauses an der Uferstraße auf. Sie durchsuchten das Haus und entwendeten nach ersten Feststellungen Schmuck, Bargeld und eine Fotokamera. Wer hat Verdächtiges bemerkt? Hinweise bitte an die Polizei in Bergkamen unter der Rufnummer 02307 921 7320 oder 921 0.




Führung über den Römerberg mit Picknick

Anmeldungen zur Römerberg-Führung mit „römisch-westfälischem“ Picknick am kommenden Sonntag,   27 Juli, sind noch bis Freitagmittag möglich. Die Tour unter der Leitung von Gästeführerin Elke Böinghoff-Richter beginnt am Sonntag um 11.00 Uhr vor dem Eingang zum Stadtmuseum, wo sie später etwa gegen 15.00 Uhr auch wieder endet.

 

Während der Rundwanderung können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der sommerlichen Jahreszeit entsprechend in freier Natur ein „römisch-westfälisches Picknick“ genießen, das Elke Böinghoff-Richter dieses Mal mit in die Tourenplanung aufgenommen und vorbereitet hat.

Für die Teilnahme an der Wanderung ist pro Person ein Kostenbeitrag von sieben Euro (inkl. Teilnahme am Picknick) zu entrichten, für Kinder bis zu zwölf Jahren ein Beitrag von drei Euro.

Zur besseren Vorbereitung bittet Elke-Böinghoff-Richter interessierten Personen noch einmal um eine telefonische Voranmeldung. Die Zahlung der Teilnehmerbeiträge erfolgt erst zu Beginn der Wanderung.

Die Anmeldungen nimmt Stadtarchivar Martin Litzinger im Rathaus, Zi. 115, Tel. 02307 965233 noch bis Freitag entgegen.

 




„Türkisch für Anfänger“ und weitere Sprachkurse

Nach den Sommerferien gibt es bei der VHS die Gelegenheit, in eine neue Sprache einzutauchen. Wie wäre es mit Türkisch, Chinesisch, Russisch – oder doch lieber Französisch, Spanisch, Italienisch?

Mit Semesterbeginn der Volkshochschule Bergkamen starten im September in vielen Fremdsprachen neue Anfängerkurse für Teilnehmende ohne Vorkenntnisse. Spannend wird es zum Beispiel im Chinesisch-Kurs mit Muttersprachler Johannes Ruiming Pan (Kursnummer 4021), der ab dem 13.09.2014 insgesamt 7 Mal samstags von 14:00-16:30 Uhr stattfindet und zusätzlich zu der reinen Sprache auch Grundlagen der chinesischen Philosophie vermittelt. Neben Chinesisch kann man bei der VHS samstags auch Niederländisch (Kursnummer 4161) oder Englisch (Kursnummer 4601) lernen. Diese beiden Kurse finden an ausgewählten Samstagen vormittags statt.

Wer sich für osteuropäische Kultur und Sprachen interessiert, der kann wählen zwischen Russisch (Kursnummer 4191) regelmäßig am Dienstagabend ab dem 09.09.2014, 19:00 Uhr, oder Polnisch (Kursnummer 4171) am Mittwoch, 18:00 Uhr, beginnend am 10.09.2014.

Auch ein neuer Türkischkurs für Anfänger startet, und zwar am Montag, den 08.09.2014, um 18:00 Uhr (Kursnummer 4240). „Im letzten Jahr konnten wir gar nicht alle Interessierten in diesem Kurs unterbringen und mussten eine Warteliste führen. Daher gehen wir davon aus, dass der neue Türkischkurs im kommenden Semester gut laufen wird“, sagt VHS-Leiterin Sabine Ostrowski.

Schon gut gefüllt ist der Kurs „Spanisch A 1 für Anfänger“ (Kursnummer 4220), der am 10.09.2014 um 20:00 Uhr startet. „Aber auch hier sind noch einige Plätze frei“, berichtet Sabine Ostrowski. „Mit Italienisch kann man bei uns im nächsten Semester sowohl vormittags als auch nachmittags starten“, sagt Sabine Ostrowski. Der Vormittagskurs mit Kursnummer 4901 beginnt am 09.09.2014 um 09:15 Uhr, der Nachmittagskurs mit Kursnummer 4900 am 10.09.2014 um 17:15 Uhr.

Selbstverständlich gibt es auch regelmäßige Angebote für Anfängerinnen und Anfänger für Englisch und Französisch. Englischunterricht findet im Abendbereich unter Kursnummer 4600 mit Beginn am 05.09.2014 um 18:00 Uhr statt. Französisch für Anfänger (Kursnummer 4801) ist ein Vormittagsangebot ab dem 11.09.2014, 09:15 Uhr.

„Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die in den Kursbeschreibungen angegebenen Lehrwerke erst nach dem ersten Kurstermin bestellt werden sollen“, sagt Sabine Ostrowski. „Es kann da nämlich durchaus noch zu Veränderungen kommen.“

Das gesamte Kursangebot und die jeweiligen Kurskosten finden Interessierte im Programmheft der VHS, das in den öffentlichen Einrichtungen ausliegt, und im Internet unter vhs.bergkamen.de oder www.bergkamen.de.

Um an einem VHS-Kurs teilnehmen zu können, ist eine vorherige Anmeldung zwingend erforderlich. Anmeldungen nimmt das VHS-Team persönlich während der Öffnungszeiten montags bis freitags von 08.30 – 12.00 Uhr und montags, dienstags und donnerstags von 14.00 – 16:00 Uhr im Volkshochschulgebäude „Treffpunkt“, Lessingstr. 2, 59192 Bergkamen, entgegen. Eine Anmeldung per Telefon ist unter der Rufnummer 02307 / 284952 oder 284954 möglich.

Online können Interessierte sich jederzeit über vhs.bergkamen.de oder www.bergkamen.de anmelden.

 




Sperrbezirk für Bienen wurde aufgehoben

Kreis Unna. (PK) Im August 2013 wurde in Bienenbeständen in Unna die Amerikanische oder auch Bösartige Faulbrut der Bienen festgestellt. Der deshalb eingerichtete Sperrbezirk zum Schutz vor einer Verschleppung ist jetzt aufgehoben. Darauf weist die Kreis-Veterinärbehörde hin.




Kultursommer startet mit Reggae

Der Kultursommer steht vor der Tür. Zahlreiche Open-Air-Events warten ab Freitag, 25. Juli, wieder auf die Bergkamener und auf die Gäste aus dem Umland. Los geht es traditionell mit Reggae. Yeah!

Die Gruppe Reggaelites ist beim Kultursommer zu hören.
Die Gruppe Reggaelites ist beim Kultursommer zu hören.

I shot the Sheriff. Wer kennt diesen weltberühmtem Reggae-Song nicht. Er wird – wie viele andere Klassiker ab Freitag, 25. Juli, ab 18 Uhr auf dem Marktplatz in Bergkamen zu hören sein.

Eine ganze Nacht lang gibt es dort etwas auf die Ohren. Und wie alle Veranstaltungen des Kultursommers kostet auch das Reggae-Open-Air keinen Eintritt. Der Kultursommer ist ein Geschenk der Stadt Bergkamen und diverser Sponsoren.

Auf dem gesamten Gelände herrscht aus Sicherheitsgründen „Glasverbot“.

Und das gibt es zu hören:

Das  I MOTION Soundsystem wird den Marktplatz ab 18.00 Uhr anheizen, bevor es ab ca. 18.30 Uhr mit der ersten Liveband „Marek Marple“ aus Witten losgehen wird. Ebenfalls sorgen die Dortmunder DJ´s eine grandiose After-Show-Party nach der Hauptband „Reggaelites – Tribute To Bob Marley“. Aufgelegt werden Reggae & Dancehall-Hits für Jederfrau und Jedermann. Tanzschuhe nicht vergessen!

 REGGAELITES

Mit dem Programm: Tribute to Bob Marley:

Die Reggaelites spielen in internationaler Besetzung eine authentische, nicht alltägliche Interpretation der Reggaekultklassiker von Bob Marley. Für ansteckendes Irie-Feeling sorgen die jamaikanischen Leadsänger Yvonne Morrison und Antony Locks (Gewinner des German Reggae-Awards). Ebenso Basser Rupy Black der schon bei zahlreichen namhaften Reggaegrößen mitgewirkt hat (Dawn Penn, President Brown, Rico). Die Reggaelites stehen mit insgesamt sieben Musiker/innen auf der Bühne, die allesamt auf viel Erfahrung in der Reggaeszene zurückblicken können. Es erwartet Sie daher ein angenehmer Sound zum Zuhören, Mitsingen oder Tanzen.

Repertoireauszug:

Lively up yourself – Trenchtown rock – Roots Rock Reggae – Positive Vibration – Easy skanking -Waiting in Vain – I shot the Sheriff – Stir it up – Is this love – Get up stand up – Redemption song – Three little birds – Buffalo Soldier – No woman no cry ….

MAREK MARPLE

Marek Marple
Marek Marple

(Brass, Ska, Soul – Witten)

MAREK MARPLE spielen BrassSka’n’Soul seit 2004 und haben sich ihre ganz eigene musikalische Nische geschaffen, die immer wieder mit neuen Elementen und Einflüssen erweitert wird. Alles in Bewegung – allen voran Hintern und Beine der Zuhörer.

Die feste Formation wird derzeit aus acht Musikern gebildet. Die Songs des aktuellen Albums sind bläserlastig mit Gitarre, Bass, Drums, Klavier und einem Ska-typischen Offbeat. Hinzu kommen Einflüsse aus Jazz, Pop, Reggae, Balkan und Hip Hop, die ihren Sound einzigartig machen.

In ihrer Heimat, dem Ruhrgebiet, hat die Band sich in den letzten Jahren mit ihrer mitreißenden Live-Show und Konzerten in außergewöhnlichen Locations (das Albumrelease im Juni 2011 wurde beispielsweise im Wittener Burgkino gefeiert) bereits einen respektablen Namen und eine treue Fangemeinde erspielt.

„Marek Marple erfüllen so gar kein Klischee einer Ska-Band, außer dass sie nett und gut drauf sind – und live eine Sensation, dass Tanzbarste, was NRW zu bieten hat“ // coolibri

 I MOTION SOUND

Das I Motion Soundsystem eröffnet beim Kultursommer das Reggae-Open-Air. Alle Fotos: Veranstalter
Das I Motion Soundsystem eröffnet beim Kultursommer das Reggae-Open-Air. Alle Fotos: Veranstalter

(Dortmund Party Reggae & Dancehall Soundsystem)

I-Motion Sound wurde von Selectress Angie in Dortmund gegründet. Angie ist ein engagierter Teil der Dortmunder Reggae Szene. Sie ist bekannt für ihre Mixtapes und DJ Abende und hat sich ebenfalls als Konzert- und Tourneeveranstalterin etabliert. Seit 2011 wird sie unterstützt von Ruffie, SanSan und Tall Man (ehemals „StooJah Sound“). Das Soundsystem DJ Team legt seitdem deutschlandweit in allen großen Städten auf und bereist Europa und bringt die dicken Beats auch nach Holland, Österreich, England und die Schweiz. Mit der „StreetVybz“-Party im Le Grand in Dortmund haben sie eine der angesagten Dancehall Parties des Ruhrgebiets etabliert. Bergkamen darf sich auf tolle Rythmen und Reggaesounds jeglicher Ausprägung freuen.