Bagger im Fluss: Am Seepark Lünen wird die neue Seseke jetzt ein Stück länger

Die Umgestaltung der Seseke geht in den Endspurt:  Nachdem der ehemalige Schmutzwasserlauf in Bönen, Kamen und Bergkamen bereits renaturiert ist, wird zuletzt der Unterlauf des Gewässers in Lünen ökologisch verbessert. Aktuell laufen Arbeiten für die „neue Seseke“ zwischen dem Asternweg und dem Datteln-Hamm-Kanal.

Bagger im Unterlauf der Seseke
Bagger im Unterlauf der Seseke

Auf rund einen Kilometer Länge gestaltet der LIPPEVERBAND das Gewässer im Bereich des ehemaligen Landesgartenschau-Geländes und des Seeparks Lünen neu. Sohlplatten aus Beton wurden bereits herausgenommen. Die Böschungen werden abgeflacht und die Gewässertrasse wird in einem leicht schlängelnden Profil neu profiliert.

Deiche müssen bleiben

Seseke4Der aktuelle Abschnitt schließt an die bereits erfolgte Umgestaltung bis zum Asternweg an und endet am Düker, in dem die Seseke den Schifffahrtskanal unterquert. Die Deiche in diesem Abschnitt müssen bleiben, weil sie nicht allein für das Hochwasser der Seseke erforderlich sind, sondern auch den Rückstau der Lippe in die Seseke bei hohen Wasserständen bewältigen müssen. Je höher die Deiche, umso mehr sind die Spielräume für eine Gewässerumgestaltung eingeengt. Dennoch nutzt der Lippeverband die Möglichkeiten, innerhalb der vorhandenen Gewässerparzelle ein durchgängig umgestaltetes Gewässer zu entwickeln.

Kurz hinter der Brücke Preußenstraße erreicht die Seseke den Düker unter dem Datteln-Hamm-Kanal: An diesem Bauwerk und dem Einlass zum Düker gibt es allerdings keine Möglichkeit, etwas zu verändern: Bedingt durch die Höhenlage des Schifffahrtskanals muss der Fluss hier unter der Wasserstraße hindurch tauchen. Nach dem „Gesetz der kommunizierenden Röhren“ kommt das Sesekewasser hinter dem Kanal wieder nach oben und setzt seinen Weg zur Lippe fort.

Grundlage ist das Sesekeprogramm

Bis zum Jahr 2005 konnte der Lippeverband durch den Bau von Kläranlagen und geschlossenen Abwasserkanälen erreichen, dass der ehemalige Schmutzwasserlauf Seseke nach Jahrzehnten wieder abwasserfrei wurde. Grundlage war das vor rund   25   Jahren  beschlossene Sesekeprogramm.

Bis 2010 wurde der rund 8 km lange Flussabschnitt zwischen Kamen und dem Asternweg in Lünen umgestaltet. Bis 2013 folgte die Seseke innerhalb von Kamen und der Oberlauf des Flusses von Bönen über Heeren-Werve bis Kamen. Seit Mai 2013 ist auch der aktuelle Abschnitt im Umbau, in diesem Somme sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.




Bergkamen knipst am Samstag das Licht aus: Earth Hour 2014 – Deine Stunde für unseren Planeten von 20.30 bis 21.30 Uhr

Die Stadt Bergkamen beteiligt sich am kommenden Samstag, 29. März von 20.30 bis 21.30 Uhr an der weltweiten Aktion „Earth Hour 2014 – Deine Stunde für unseren Planeten“.

Lichtkunst auf dem Rathauskreisel: Andreas M. Kaufmann "No agreement today - no agreement tomorrow"
Die Lichtkunst wird am Samstag in Bergkamen für eine Stunde ausgeknipst. Diese Aktion im Rahmen von „Earth Hour 2014“ soll ein Signal für die Energiewende sein. Hier das Lichtkunstwerk auf dem Rathauskreisel von  Andreas M. Kaufmann „No agreement today – no agreement tomorrow“

Seit sieben Jahren ruft die Umweltstiftung WWF (World Wide Fund For Nature) einmal jährlich weltweit dazu auf, sich an der Klimaschutzaktion „Earth Hour“ zu beteiligen.

Längst ist die WWF Earth Hour ein globales Ereignis. Auch 2014 werden am Samstag, den 29. März 2013 ab 20.30 Uhr Millionen Menschen ihr Licht ausschalten – für eine Stunde, überall auf der Erde. Dann versinken Wohnungen, öffentliche Gebäude und Sehenswürdigkeiten im Dunkeln: das Brandenburger Tor, der Eiffelturm, der Big Ben, die Chinesische Mauer … Earth Hour ist ein globales Zeichen für den Schutz unseres Planeten. In Deutschland widmen wir es dem Motto „JA zur Energiewende!“ Kein Weg darf zurück zur Atomenergie führen, aber alle neue Energie muss dem Klimaschutz dienen.

Kein Weg zurück zur Atomenergie

Die Stadt Bergkamen ist bereits zum vierten Mal mit dabei. „Eine großartige Aktion, die für das Thema Klimaschutz sensibilisieren soll“, so Bürgermeister Roland Schäfer. Dieser hatte im Jahr 2011 die Anregung einer Bergkamener Bürgerin zur Beteiligung an der globalen Aktion gerne aufgegriffen.

So werden zur „Earth Hour“ am Samstagabend fünf Lichtkunstwerke in den städtischen Kreisverkehren vom Stromnetz genommen: die vier farbigen Lichtstelen der Gebrüder Maik und Dirk Löbbert mit dem Titel „Bergkamen setzt Maßstäbe“ in den Kreisverkehren rund um die Stadtmitte sowie die Medienskulptur „No agreement today – no agreement tomorrow“ von Andreas M. Kaufmann im Kreisverkehr am Busbahnhof. Hinzu kommt der „subport bergkamen“ des Künstlers Rochus Aust in der Präsidentenstraße am Nordberg, der weltweit erste und einzige unterirdische Flughafen.

Roland Schäfer: „Auch die Bergkamener Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich individuell an der weltweiten Klimaschutzaktion zu beteiligen und die Lichter im Hause für eine Stunde zu löschen.“

Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten und erfahrensten Naturschutzorganisationen der Welt und in mehr als 100 Ländern aktiv. Weltweit unterstützen ihn rund fünf Millionen Förderer. Das globale Netzwerk des WWF unterhält 90 Büros in mehr als 40 Ländern. Rund um den Globus führten z.B. 2009 rund 5.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Projekte zur Bewahrung der biologischen Vielfalt durch. Weitere Informationen unter: www.earthhour2012.de.




Mediziner klagen Hubert Hüppe ihr Leid: Drohender Hausärztemangel in Bergkamen

Der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe hat am Dienstag auf Einladung des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe im Rahmen des Aktionstages „MdB in der Hausarztpraxis“ in der Gemeinschaftspraxis von Dr. Peter Schumpich, Dr. Rainer Janz und Dr. Karen Schroeders in Bergkamen hospitiert.

 (von links): Dr. Rainer Janz, Dr. Peter Schumpich, Dr. Karen Schroeders, Hubert Hüppe MdB
(von links): Dr. Rainer Janz, Dr. Peter Schumpich, Dr. Karen Schroeders, Hubert Hüppe MdB

Die drei Mediziner berichteten dem Abgebordneten über die angespannte Lage der hausärztlichen Versorgung in Bergkamen. Von den statistisch 24 Bergkamener Hausarztpraxen seien lediglich 17 tatsächlich besetzt. Von diesen 17 Hausärzten hätten bereits fünf das Rentenalter überschritten und wären auf der Suche nach einem Nachfolger.

Ärzte nach Bergkamen zu locken sei eines der Hauptprobleme, so die drei niedergelassenen Ärzte einhellig. Die ungünstige Sozialstruktur und das unattraktive Umfeld hielten junge Ärzte davon ab sich in Bergkamen niederzulassen. Hinzu kämen aber auch hausgemachte Probleme. „Die Zukunft der Medizin ist weiblich, die Strukturen sind männlich“, fasst es Peter Schumpich zusammen. Gut 70% der aktuell eingeschriebenen Medizinstudenten seien weiblich. Lösungsansätze zum Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ gebe es bei Hausärzten aber kaum. „Viele unserer weiblichen Kolleginnen zieht es daher in die Forschung oder in die Krankenhäuser. Dort haben sie zumindest halbwegs geregelte Arbeitszeiten“, so Schumpich weiter.

Der drohende Ärztemangel in Bergkamen sei aber zum Teil auch hausgemacht. „Städte wie Bergkamen müssen endlich ihre Hausaufgaben machen und für den Ärztenachwuchs attraktiver werden“, mahnt Hüppe. „Wir haben hier vor Ort die besten Patienten der Welt“, schmunzelt Dr. Janz, „aber unsere jungen Kollegen wollen trotzdem nicht nach Bergkamen.“

Derzeit kommen im Landesdurchschnitt auf einen Allgemeinmediziner 1.700 Einwohner. Im Ruhrgebiet ist der Schlüssel 1 zu 2.300 Einwohner. In Bergkamen ist ein Hausarzt für 2.900 Einwohner zuständig. Ein Zustand, der sich in den kommenden Jahren noch verschärfen wird. Die Mediziner baten den Bundestagsabgeordneten in seiner Eigenschaft als Mitglied des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages darum, sich in Berlin für eine Reform der ärztlichen Ausbildung einzusetzen.

„Jeder Medizinstudent sollte während der Ausbildung zumindest für ein Quartal eine Hausartpraxis gesehen haben, bevor er sich spezialisiert“, erklärt Dr. Karen Schroeders. Möglicherweise blieben dann zumindest einige Ärzte vor Ort „kleben“ und gingen nicht in die Großstädte oder Forschungseinrichtungen, so die Hoffnung. „Hausarzt war und ist unser Traumberuf“, betonen die drei Mediziner unisono.
„Ich werde nun mit Hausärzten in Bönen Kontakt aufnehmen, um mit ihnen zu sprechen. Für mich steht fest: Wir brauchen den Arzt vor Ort“, so Hüppe abschließend. Die Gemeinde Bönen hat eine ähnliche Problemlage wie die Stadt Bergkamen. Bönen befindet sich ebenfalls im Wahlkreis von Hubert Hüppe.




Über 100 Praktikantenstellen in Bergkamen beim „Girls´Day“ und „Boys´Day“

Tischlerin statt Friseurin und Kindergärtner statt Handwerker: Einen ganzen Tag lang in den Beruf schnuppern beim „Girls´Day“ und „Boys´Day“ am kommenden Donnerstag, 27. März, auch wenn der öffentliche Dienst an diesem Tag streikt.

Girls schnuppern am Donnerstag in typische Männerberufe hinein.
Girls schnuppern am Donnerstag in typische Männerberufe hinein.

Der bundesweite Zukunftstag „Girls´Day“ findet bereits zum 14. Mal statt. Zeitgleich wird der 2011 ins Leben gerufene „Boys´Day“ veranstaltet. Schülerinnen und Schüler aus Bergkamen ab der 5. Klasse haben wieder die Möglichkeit, für einen Tag lang in verschiedene Berufsbilder hineinzuschnuppern.

Ziel des „Girls´Day“ ist es, Schülerinnen an handwerkliche und technisch-orientierte Berufsbilder heranzuführen. Schließlich sind einige Berufe nach wie vor männlich dominiert, mit einem Frauenteil, der teilweise weit unter 40 Prozent liegt. Dabei besteht hinsichtlich der Eignung für solche Berufszweige häufig kaum ein Unterschied zwischen Frauen und Männern. Der „Girls´Day“ ermöglicht es den Schülerinnen, ihren beruflichen Zukunftshorizont zu erweitern und womöglich auch technische Berufe mit in Ihre Berufswahl einzubeziehen.

Mit dem „Boys´Day“ wird den Jungen ein Einblick in vermeintlich eher für Frauen interessante Jobs gegeben. Nach wie vor sind in sozialen Bereichen, wie z. B. Pflegeheimen oder Kindergärten, Männer deutlich unterrepräsentiert. Dabei wird männliches Pflegepersonal zukünftig immer wichtiger werden. Zudem setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass es für Kinder sehr wichtig ist, auch von männlichen Erziehern betreut zu werden.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird es schwierig

Die Jungs lernen am Donnerstag auch die Pflegeberufe kennen.
Die Jungs lernen am Donnerstag auch die Pflegeberufe kennen.

Beim diesjährigen „Girls´ Day“ werden wieder über 100 Praktikantenplätze für Mädchen in Bergkamen angeboten, wobei Berufsfelder wie Chemikantin, IT-Technikerin, Gärtnerin oder Elektroinstallateurin beschnuppert werden können. Beim „Boys´Day“ werden wieder zahlreiche Jobs in Kindergärten, Pflegeeinrichtungen, Bäckereien und bei Dienstleistern bereitgestellt. Zudem werden auch wieder zahlreiche Berufsbilder bei der Stadtverwaltung durch Schülerinnen und Schüler entdeckt.

Im Vorfeld der Aktionstage wurden die beteiligten Unternehmen sowie interessierte Schülerinnen und Schüler durch die Stadtverwaltung unterstützt. Einige große Unternehmen, sowie kleine und mittelständische Betriebe sind bereits seit einigen Jahren an der Aktion beteiligt. Die beteiligten Unternehmen verfügen über die entsprechenden Erfahrungen beim „Girls´Day“ und „Boys´Day“ und organisieren die Aktionstage daher weitestgehend eigenständig. Bei den Jungen und Mädchen wird durch die beiden Aktionstage ein wenig die Hemmschwelle herabgesetzt, sich auch einmal auf die nicht-typisch weiblichen bzw. nicht-typisch männlichen Berufe einzulassen. Für die Betriebe gibt es mehrere positive Faktoren, die zum Mitmachen anregen. Zum einen ist es die Möglichkeit, zu zeigen, dass man ein zukunftsorientierter Betrieb ist, der Frauen und Männern die gleichen Chancen einräumt, zum anderen wird hier womöglich bereits der Nachwuchs von Morgen für eine Ausbildung im Betrieb gewonnen.

Wenngleich am kommenden Donnerstag infolge des Warnstreiks mit einigen Unannehmlichkeiten zu rechnen ist, werden die beteiligten Betriebe die Aktionstage wie geplant durchführen. Die Eltern der Mädchen und Jungen werden hiermit noch einmal darauf hingewiesen, dass vom Streik unter Umständen auch die öffentlichen Verkehrsmittel betroffen sein könnten. Weitere Informationen zu den jährlich wiederkehrenden Aktionstagen erhalten Interessierte auf www.girls-day.de und www.boys.de sowie bei Frau Krämer vom Stadtmarketing Bergkamen unter Tel. 02307-965-229.




Nils Heinrich: Der Neue im WDR 2 Kabarett live zu Gast in Bergkamen

Der Neue im WDR 2 Kabarett Nils Heinrich präsentiert am Freitag. 4. April, um 20 Uhr, sein aktuelles Bühnenprogramm: „Nils Heinrich…weiß Bescheid“ im studio theater bergkamen. Es sind nur noch wenige Restkarten zu haben.

Nils Heinrich, der Nachfolger von Volker Pispers im WDR II Kabarett.
Nils Heinrich, der Nachfolger von Volker Pispers im WDR II Kabarett.

Nils Heinrich stammt aus Sachsen-Anhalt und kennt sich aus mit dem Hamsterradkapitalismus. Mit Nonchalance serviert er einen Kabarettabend der bizarren Geschichten zwischen Weltverstehen und Weltgeschehen, in denen er sich als scharfsichtiger Beobachter des alltäglichen Aberwitzes präsentiert. Mit klugem Kopf und schnellem Mundwerk entlarvt er die Abstrusitäten, die uns das Leben versauen.

Er wirkt wie der vertrauenswürdige Nachbar, der ideale Schwiegersohn, der Kumpel zum Pferdestehlen – doch hinter  seiner scheinbar harmlosen Fassade verbirgt sich ein erfreulich boshafter Unruhestifter. Spektakulär ist auch seine musikalische Bandbreite: Nils Heinrich singt vorzüglich, rappt und betätigt äußerst wendig seine Gitarre. Sein glockenheller Gossensopran bricht reihenweise Herzen. Spektakulär ist auch seine musikalische Bandbreite: Nils Heinrich singt vorzüglich, rappt straßenkompatibel und bestätigt äußerst wendig und tonal sehr zufriedenstellend eine markenzeichenverdächtige Gitarre. Seine Lieder sind Hits, seine Kalauer gallig bitter – und selbst die kleinste Blödelei hat einen hübschen Widerhaken!

Werdegang:

Nils Heinrich absolvierte zunächst eine Konditorlehre. Nach Auftritten auf Lesebühnen und bei Poetry Slams gründete der Kabarettist 203 mit anderen Autoren die Lesebühne „Die Brauseboys“ in Berlin-Wedding, der er bis 206 angehörte. Heinrich lebt in Berlin. Seit Dezember 2013 ist er im WDR 2-Radio mit einer wöchentlichen Glosse zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen zu hören. Er löst dabei nach dreizehn Jahren Volker Pispers auf diesem Sendeplatz ab.

Tickets gibt es im Kulturreferat Bergkamen (Tel.: 02307/965-464), im Bürgerbüro und an der Abendkasse! Weitere Infos: www.bergkamen.de




Polizei und Feuerwehr erfolgreich bei Familienzusammenführung von Mutter Gans und ihren Küken

Es ist schon erstaunlich, mit welchen Problemen sich Polizei und Feuerwehr auseinandersetzen müssen. Im Aplerbeck ging es jetzt um die Wiederherstellung der morgentlichen Sonntagsruhe durch eine Familienzusammenführung eine Gänsemutter und ihrer Küken.

Verzweifelte Gänsemutter (über dem Schild You-Optik). (Foto: Polizei)
Verzweifelte Gänsemutter (über dem Schild You-Optik). (Foto: Polizei)

Dabei hatte sich Familie Gans ein ganz ungewöhnliches Terrain ausgesucht. Die Gans ließ ihre Lockrufe nach den Kleinen laut erklingen und der Nachwuchs antwortete auch. Allerdings befand sich  die Muttergans in etwa fünf Meter Höhe auf dem Zwischendeck eines kombinierten Wohn- und Geschäftshaus. Gute zwei Meter höher an dem Gebäude befanden sich die Küken.

Wegen des Lärms hatten sich die Bewohner des Gebäude an die Polizei hilfesuchend gewandt. Nachdem die Beamten die Tiere lokalisiert hatten, riefen sie die Feuerwehr zur Unterstützung. Mit einer Drehleiter wurden die Küken aus ihrer unglücklichen Lage befreit und wenig später an einem nahegelegenen Bach ausgesetzt. Es dauerte nicht lange, bis die Muttergans ihre Federn lüftete und zu ihren Küken flog.

„In dem Moment, als der „Familienfrieden“ der Gänse wieder hergestellt war, kehrte auch im beschaulichen Aplerbecker Stadtkern die sonntägliche Ruhe wieder ein“. heißt es in dem Polizeibericht.




Öffentlicher Dienst streikt Mittwoch und Donnerstag: VKU massiv betroffen

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat für kommenden Mittwoch und Donnerstag Warnstreiks im Kreis Unna angekündigt. Davon sind die Linienbusse der VKU massin betroffen.

VKU Bus-118Wer an diesen beiden Tagen pünktlich zu seinem  Arbeitsplatz kommen muss, sollte demnach aufs Auto oder andere Möglichkeiten wie Fahrrad, Fahrgenmeinschaften etc. umsteigen. Und wer mit dem Auto fährt, sollte möglichst früh starten. Vergangene Woche Dienstag haben sich auf den Autobahnen rund um Dortmund lange Staus gebildet,

S30 an beiden Tagen ganz gestrichen

Vorsorglich hat die VKU auf ihrer Hompage für beide Tage Notfahrpläne veröffentlicht. Dabei gerantiert das Unternehmen aber nicht, dass die sort angegebenen Fahrt tatsächlich stattfinden.

Für Bergkamen bedeuten diese Notfahrpläne, dass die S 30 von und nach Dortmund in jedem Fall nicht fahren wird. Die Fahrpläne für die Linien R11, R12, S20 und S80 sind erheblich ausgedünnt.

Hier sind die beiden Ersatzfahrpläne (Ohne Gewähr!):

Warnstreikinfo Mittwoch, 26. März

Warnstreikinfos Donnerstag, 27. März




Kellerbrand im Mehrfamilienhaus: Feuerwehr evakuiert vorsorglich die Bewohner

Aktualisierung: Ein Kellerbrand rief am späten Sonntagnachmittag kurz vor 18 Uhr die Feuerwehr in Kamen auf den Plan.

Ein Kellerbrand rief die Feuerwehr an der Straße Auf dem Spiek auf den Plan. (Foto:Björn Bonke)
Ein Kellerbrand rief die Feuerwehr an der Straße Auf dem Spiek auf den Plan. (Foto:Björn Bonke)

Der Rettungshubschrauber im Einsatz. (Foto: Björn Bonke)
Der Rettungshubschrauber im Einsatz. (Foto: Björn Bonke)

Der Feuerwehr gelang es schnell den Brand in einem Kellerraum zu löschen Durch die Brandeinwirkung wurden noch zwei weitere Kellerräume und ein Gang betroffen. Gebrannt hat nach derzeitigen Informationen Sperrmüll.

Ein 15-jähriger Hausbewohner, der den Rauch bemerkt und andere

Einen Großeinsatz der Feuerwehr gab es wegen eines Kellerbrands in einem Mehrfamilienhaus "Auf dem Spiek in Kamen. (Foto: Björn Bonke)
Einen Großeinsatz der Feuerwehr gab es wegen eines Kellerbrands in einem Mehrfamilienhaus „Auf dem Spiek in Kamen. (Foto: Björn Bonke)

Hausbewohner informiert hatte, wurde aufgrund von Rauchgasinhalation zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Der Sachschaden liegt vermutlich im vierstelligen Bereich.

Ob ein technischer Defekt oder eine andere Brandursache vorliegt, ist gegenwärtig noch unklar; die polizeilichen Ermittlungen dauern an.

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Vorsorglich hat die Feuerwehr die Bewohner des Mehrfamilienhauses evakuiert. (Foto: Björn Bonke)

 




„Vater“ der Bergkamener Volkshochschule Fritz Stoltefuß gestorben

Der „Vater“ der Bergkamener Volkshochschule Fritz Stoltefuß ist am vergangenen Freitag im Alter von 97 Jahren.

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Fritz Stoltefuß

Viele Bergkamener werden diese Nachricht mit großer Trauer aufnehmen. Geboren wurde er am 18. Oktober 1917 in der noch jungen Bergbaugemeinde Bergkamen. Nach dem Krieg und der Gefangenschaft setzte Fritz Stoltefuß sein Studium der Volksschulpädagogik fort. Er wurde 1951 Lehrer und war auch später Leiter der Pestalozzischule und der Nordbergschule.

Gleichzeit war er am Aufbau der Volkshochschule beteiligt gewesen. Er wurde auch acht Jahre lang ihr ehrenamtlicher Leiter. Einer seiner persönlichen Vorlieben war die Kunst. Ab 1960 war er an der VHS als Dozent für künstlerisches Gestalten und Bildhauerei tätig.

In diesen Kursen hat Fritz Stoltefuß viele Talente entdeckt und sie zur Entfaltung ihrer künstlerischen Arbeit ermutigt. Nach der Ausgliederung der kreativen Erwachsenenbildung aus der VHS setzte er dieses Engagement bis ins vergangene Jahr fort.

Mitgründer der Künstlergruppe „Kunstwerkstatt sohle 1“

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Ausschnitt aus dem Einladungsflyer seiner Ausstellung mit Kunstwerken aus der Sammlung Fritz Stoltefuß

In diesen Jahrzehnten entwickelte er natürlich auch seine eigene künstlerische Arbeit weiter. Zahlreiche Studienreisen halfen ihm dabei. Dies wurde zunehmend auch von der kulturinteressierten Öffentlichkeit gewürdigt. Als 1970 der damalige Bergkamener Kulturdezernent Dieter Treeck zur ersten Ausstellung der damals ersten kommunalen Kunstgalerie „sohle 1“, waren auch Werke von Fritz Stoltefuß im Keller der ehemaligen Kulturamtsvilla „Am Wiehagen“ zu sehen gewesen. Zuletzt zeigte das Bergkamener Stadtmuseum im vergangenen Herbst eine Auswahl der Kunstwerke, die Fritz Stoltefuß in vielen Jahren selbst gesammelt hatte.

Folgerichtig gehörte er auch zu den Gründungsmitgliedern der Künstlergruppe „Kunstwerkstatt sohle 1“. Die Nachricht von seinem Tod traf deren Mitgliedern am Freitag schwer. Während einer Kunstaktion am Samstag im Ausstellungslokal im Kaufland-Komplex an der Töddinghauser Straße würdigten die Freundinnen und Freunde von der Künstlergruppe sein Wirken in Bergkamen.




Seniorenberater der Polizei wissen alles, was gegen Einbrecher zu tun ist

Ursprünglich luden die Seniorenberater der Polizei zu ihren Sprechstunden im Bergkamener Rathaus in einen Raum in der 6. Etage ein. Dort waren sie meist unter sich. Der Ansturm, den sie zurzeit erleben, ist allerdings nicht nur darin begründet, dass sie ihren Info-Stand nach unten ins Foyer des Rathauses verlegt haben.

Die fünf Berater von "Senioren helfen Senioren" im Foyer des Bergkamener Rathauses.
Die fünf Berater von „Senioren helfen Senioren“ im Foyer des Bergkamener Rathauses.

Die Besucherfrequenz bei ihren Beratungsangeboten hat merklich angezogen, seitdem Einbrecher durch Bergkamen ziehen. Und es sind längst nicht allein Bürgerinnen und Bürger etwas fortgeschrittenen Alters, die diesen ungebetenen Gästen mithilfe der Seniorenberater der Kreispolizei einen wirksamen Riegel vorschieben wollen. „Wir heißen eigentlich Seniorenberater, weil wir als Senioren genügend Zeit für diese ehrenamtlichen Beratungen haben“, lacht die Bergkamenerin Helga Benjak.

Seniorenberater Informieren auch in Supermärkten

Sie ist wie ihre Mitstreiter Werner Buschfeld, Brigitte Köster, Rita Rogge und Rainer Grabowski auf diese Aufgabe intensiv im Rahmen des Projekts „Senioren helfen Senioren“ durch das Kommissariat Vorbeugung der Kreispolizei vorbereitet worden. So gibt es am Infostand nicht nur diverse Broschüren. Effektive Sicherungen für Haus- und Wohnungstüren sowie für Fenster kann man sich dort nicht nur ansehen, die fünf Berater können sie auch genau erklären. Dabei nehmen besorgte Hausbesitzer auch längere Anfahrtswege in Kauf. „Heute Morgen sind zwei Oberadener für diese Beratung extra zum Rathaus gefahren“, sagte Helga Benjak.

Sie und ihre Mitstreiter sind inzwischen nicht nur Fachleute in Sachen Einbrecherabwehr geworden, sondern kenn sich auch bei anderen Fiesigkeiten aus. In Supermärkten informieren sie die Kundinnen, wie sie sich gegen Handtaschendiebstähle schützen kann. Kirchliche Gruppen oder Vereine laden sie gern ein, wenn sie mehr über dubiose Haustürgeschäfte wissen wollen.

Wer die Fünf am Dienstagmorgen im Bergkamener Rathaus erlebt hat, kann nur zu dem Schluss kommen, „Senioren helfen Senioren“ scheint auch irgendwie jung und fit zu halten.




„Flussarchiv“ wird erstmalig präsentiert: Einzigartige Foto-Sammlung enthält auch Aufnahmen aus Bergkamen

Das Fotoarchiv der Emschergenossenschaft und des Lippeverbandes ist eines der größten des Ruhrgebiets: Weit mehr als 200.000 Bilder zählt es – darunter rund 40.000 Fotografien, die noch auf Glasplatten aufgenommen wurden. Erstmalig präsentieren die beiden Wasserwirtschaftsverbände einen Ausschnitt ihrer einzigartigen Sammlung nun im Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte.

Fußgängerbrücke über dem Kuhbach im Jahr 1937. (Foto: Lippeverbanfd)
Fußgängerbrücke über dem Kuhbach im Jahr 1937. (Foto: Lippeverbanfd)

Die Ausstellung „Das Flussarchiv – Revision und Perspektive, Fotografien von Emschergenossenschaft und Lippeverband 1899-2014“ eröffnet am 22. März 2014 und kann bis zum 1. Juni 2014 besichtigt werden. Die Sammlung enthält auch historische Aufnahmen aus Bergkamen!

Die Ausstellung verdeutlicht die kulturelle Bedeutung des fotografischen Archivs als Bildgedächtnis einer ganzen Region ebenso wie die besonderen Leistungen der in der Vergangenheit tätigen Fotografinnen und Fotografen, die – jeweils in ihrer Zeit – auf einem hohen gestalterischen und technischen Niveau gearbeitet haben.

Seit der Gründung der Emschergenossenschaft im Jahre 1899 wurden alle Projekte fotografisch dokumentiert. 1926 wurde der Lippeverband gegründet. Heute bilden die beiden Häuser gemeinsam nicht nur Deutschlands größten Wasserwirtschaftsverband, sondern besitzen auch ein umfangreiches Fotoarchiv. Vom Ausgangszustand bis zum Resultat wurden die wasserwirtschaftlichen Baumaßnahmen, die dem Ballungsraum Ruhrgebiet teilweise ein prägendes Gesicht gaben, unter vielfältigen Aspekten fotografisch begleitet. Diese kontinuierliche Dokumentationsarbeit führte zu einer unvergleichlichen Sammlung einmaliger visueller Zeitdokumente. Sie zeigt dabei nicht nur die Wasserwirtschaft und die dazugehörige Technik, sondern auch die Kultur und das Leben in der Region.

Bergbau und Industrialisierung prägen das Ruhrgebiet

Zu sehen sind unter anderem Fotografien aus den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts, als der Bergbau und die Industrialisierung des Ruhrgebiets die Region vor eine große Herausforderung stellte: Wohin mit dem Abwasser? Zunächst wurde alles in das Emscher-Flusssystem eingeleitet. Die durch den Kohleabbau verursachten Bergsenkungen beeinträchtigten jedoch das Fließverhalten der Gewässer – es kam zu Überschwemmungen. Einzigartig sind daher jene Aufnahmen, die Teile des Ruhrgebietes als eine Art Seenplatte präsentieren.

Immer mit dabei: die Kamera

Dokumentiert wurde auch die Regulierung des Abwasserproblems: Die bestehenden Bäche und Flüsse der Region wurden begradigt und zu offenen Schmutzwasserläufen kanalisiert – eingepfercht in ein graues Betonkorsett. Ein Umstand, der erst seit Anfang der 1990er behoben werden kann: Die Emschergenossenschaft renaturiert das Emscher-System, der Lippeverband belebt die Gewässer im Einzugsbereich der Lippe. Immer mit dabei: die eigenen Fotografinnen und Fotografen.

Das „Flussarchiv“ ist jedoch keine eintönige Sammlung von wasserwirtschaftlichen Maßnahmen. Vielmehr blickten die Fotografinnen und Fotografen schon in frühen Jahren auch links und rechts der Ufer und porträtierten die Menschen, die entlang der „Köttelbecken“ lebten.

Mehr als nur historische Fotos

Vor dem Hintergrund der Klimawandeldiskussion liefern vor allem Hochwassermotive aufschlussreiche Informationen für zukünftige Anpassungsmaßnahmen. Auch hier erhält das Archiv weit mehr Bedeutung als rein historische Betrachtungen.

Insbesondere die Visualisierung der Vulnerabilität der Landschaften im Emscher- und Lippegebiet ermöglicht die Vermittlung zukünftiger Anpassungsmaßnahmen in wasserwirtschaftlicher und städetebaulicher Hinsicht als Präventivreaktionen auf Starkregen- und Hochwasserereignisse. Insoweit können die historischen Bilddaten als Kompass für weitergehende Überlegungen dienen.

Darüber hinaus ist die Sammlung besonders unter fotografie-historischen Gesichtspunkten von Bedeutung. Ältere Aufnahmen werden ergänzt durch einen „jungen Blick“ auf die sich wandelnde Landschaft und deren Bevölkerung: Im Rahmen des Projekts „Revisited“ der FH Dortmund entstanden seit dem Jahr 2008 über 40 Arbeiten an unterschiedlichen Abschnitten der Emscher und des Lippe-Zuflusses Seseke. Einige dieser Bilder, die mittlerweile auch zum Archiv gehören, werden ebenfalls in Dortmund präsentiert.

Kuratiert wurde die Ausstellung von Bernd Dicke, Wolfgang Vollmer und Jörg Winde gemeinsam mit der Fotografie-Abteilung von Emschergenossenschaft und Lippeverband. Zu sehen sein werden rund 200 Aufnahmen, zur Ausstellung erscheint auch ein Katalog.

Gefördert von der EU

Die Fotoausstellung „Das Flussarchiv – Revison und Perspektive, Fotografien von Emschergenossenschaft und Lippeverband 1899-2014” wird im Rahmen des aktuell laufenden Klimawandelprojekts „Future Cities“ gezeigt und von der EU (INTERREG IV B) gefördert. „Future Cities“ ist ein europäisches Kooperationsprojekt unter Federführung des Lippeverbandes und hat das Ziel, Stadtregionen Nordwesteuropas fit für die zu erwartenden Auswirkungen des Klimawandels zu machen. Das Projekt hat erarbeitet, wie Archive für die Erstellung einer Anpassungsstrategie an den Klimawandel genutzt werden können. So können Bildarchive mit Motiven von Hochwasser oder Sturmschäden bei der Bestimmung der Verwundbarkeit einer Region hinsichtlich zu erwartender Klimawandelfolgen einen wesentlichen Beitrag leist