Jule gewann den Vorlesewettbewerb an der Freiherr-vom-Stein-Realschule

Im Rahmen unserer Woche des Buches der Freiherr-vom Stein-Realschule fand am Donnerstag der traditionelle Lesewettbewerb der 6. Klassen statt. Ihn hat Jule Ueding aus der 6 b gewonnen.

Die besten Vorleser der 6. Klassen der Freiherr-vom-Stein-Realschule.
Die besten Vorleser der 6. Klassen der Freiherr-vom-Stein-Realschule.

Es haben wieder sehr engagierte Schüler/innen teilgenommen. Sie alle haben es der Jury nicht leicht gemacht. Zusammengesetzt hat sich die Jury aus: Frau Dögge (Sparkasse), Herrn Feiler (Bayer Pharma AG), Herrn Kray (Stadt Bergkamen), Frau Middelmann (Schulleitung) und Svenja Malkowski (Büchereiteam).

Gewonnen hat den Lesewettbewerb Jule Ueding aus der 6 b. Sie hat aus dem Buch „Elena – Ein Leben für Pferde“ von Nele Neuhaus gelesen. Platz 2 belegt Lea Koopmans aus der 6 a und Platz 3 Luca Veenstra aus der 6 c. Und gemeinsam den 4. Platz haben erreicht (und deshalb hier in alphabetischer Reihenfolge): Umut Cetin (6a), Angelika Futschudschi (6 b) und Mia Kitzig (6 c).

Jule und Lea werden die Freiherr-vom-Stein-Realschule auf Stadtebene vertreten.

Einen Tag später startete  zum dritten Mal ein Poetry Slam. Es haben sich acht Schüler/innen aus verschiedenen Jahrgangsstufen getraut, sich bei Kerzenschein, Tee und Gebäck gegenseitig und die teilnehmenden Lehrerinnen bei angenehmer Atmosphäre in der Bücherei mit selbstgeschriebenen Gedichten, Geschichten,.. zu verzaubern.

Die Teilnehmer am Poetry Slam.
Die Teilnehmer am Poetry Slam.

Teilgenommen haben von links nach rechts: Lea Koopmans, Stefanie Schmidt, Vanessa Heß, Lara Kunkel, Robin Nolting, Cathe Lynn Mürmann, Hanna Dunker und im Hintergrund: Tom Koopmans.




Baustart für Sport- und Jagdschießzentrum in Overberge vielleicht schon Mitte 2015

Bergkamen soll eines der modernsten Sport- und Jagdschießzentren Deutschlands erhalten. Nach mehrjähriger Planung hat jetzt der Kreis Unna die Baugenehmigung dieses Projekts ausgestellt. Der erste Spatenstich soll, so hoffen es die Vorsitzenden der Kreisjägerschaft Kreis Unna und Hamm, Reinhard Middendorf und Prof. Dr. Lothar Reinken, noch im Sommer nächsten Jahres gesetzt werden.

So soll der Eingangsbereich des geplanten Schießzentrum an der Hansastraße in Overberge aussehen.
So soll der Eingangsbereich des geplanten Schießzentrum an der Hansastraße in Overberge aussehen.

Ausdrücklich begrüßt und gefördert wird das Schießzentrum vom NRW-Umweltministerium und von der Landesjägerschaft. Denn Jäger aus dem Kreis Unna, Dortmund oder Hamm, die den notwendigen Umgang mit der Waffe üben wollen, müssen weiter Wege bis nach Lüdenscheid oder hinter Soest in Kauf nehmen –  in der Ausbildung bis zu drei Mal in der Woche.

Rund 4 Millionen Euro kosten die ersten beiden Bauabschnitte. Für einen suchen die  Jäger noch nach einem geeigneten Partner, der die Videoübungshalle betreiben soll. Hier lernen Jäger das Schießen in realistischen Situationen, wenn eine Jagd vom Hochsitz aus unmöglich ist und sie sie frei bewegen.

Das gilt etwa für die Jagd nach Wildschweinen. Ihr Vormarsch in den Kreis Unna hinterlässt großen Schäden in der Landwirtschaft. Teilweise wird die Vermehrung des Schwarzwildes durch geänderte Anbauformen begünstigt. „Wir haben jetzt viele große Maisfeld, die bis an den Waldrand heranreichen. Befinden sich Wildschweine darin, sind die von einem Hochsitz aus nicht auszumachen“, erklärt Reinhard Middendorf.

Jäger auch nach Wildunfällen gefordert

Die Baugenehmigungfür das Sport- und Jagdschießzentrum in Overberge liegt vor. Reinhard Middensorf (3.v.r.) und Prof. Dr. Lothar Reinken stellten das Projekt vor.
Die Baugenehmigungfür das Sport- und Jagdschießzentrum in Overberge liegt vor. Reinhard Middensorf (3.v.r.) und Prof. Dr. Lothar Reinken stellten das Projekt vor.

Außerdem vermehren sich Wildschweine dank fehlender natürlicher Feinde sehr schnell. Vor kurzem stürzt eine Bache in den Kanal. Sie wurde von der Feuerwehr gerettet, und floh ins Beverseegebiet. „Jetzt brauch da nur noch ein Eber kommen und dann haben wir am Beversee innerhalb eines Jahres 20 Wildscheine“, sagt Middendorf.

Die meisten Schüsse geben viele Jäger übrigens mit ihrer Pistole ab. Dann nämlich, wenn sie nach einem Verkehrsunfall, in dem ein Reh verwickelt ist, von der Polizei gerufen werden, um das schwer verletzte Tier zu töten. Den Umgang mit der Pistole müssen Jäger auch lernen. Deshalb wird die Schießanlage in Overberge, die an der Hansastraße nördlich der Sporthalle errichtet wird, auch einen Pistolenschießstand erhalten.

Ausdrücklich begrüßt wird der Bau des Schießstands auch von der Stadt Bergkamen, wie Bürgermeister Roland Schäfer betont. An der Hansastraße in Overberge entstehe so ein großes Sportzentrum. Geplant ist, dass die Overberger Sportschützen die Anlage  in einem dritten  Bauabschnitt mit einem Sportschießstand ergänzen. Die Realsierung dieses Vorhaben ist in der jetzt vorliegenden Baugenehmigung eingeschlossen.




Psycho-Hygiene im Nachtclub

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Werner Wiggermann liest aus dem Buch „Im Schatten der Schönen“. (Fotos: Ulrich Bonke)

„Ab 12 Uhr geöffnet, Spass ab 30 Euro“ – so steht’s auf einem Schild vor dem Nachtclub Bad Königsborn an der Kamener Straße. Ich war noch nie im Puff – was man mir als Frau vielleicht abnimmt -, aber das Erste, was ich bei meinem Besuch am Mittwochabend dort lernte, war: In diesen Clubs geht’s selten spaßig zu.

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Zwischendurch gab’s Statements von Achim Megger.

Wer wüsste das besser als Achim Megger, Besitzer des Nachtclubs Bad Königsborn, seit 34 Jahren im „Gastronomie-Geschäft“ tätig und Erotik-Fachmann, wie er sich selbst nennt. Mittwochabend stellte Megger sein Buch, ich sollte besser sagen: ließ er sein Buch „Im Schatten der Schönen“ vorstellen. Denn nicht Megger las, sondern sein Ko-Autor Werner Wiggermann. Weshalb im Club jede Menge junge Zuhörer in den Stuhlreihen Platz nahmen. Die Jungspunde fanden es vermutlich krass, dass ihr ehemaliger Lehrer nicht nur beteiligt war an einem Buch über die „Prostituiertenszene“, sondern darüber hinaus auch noch im „Puff“ auftrat.

Frauen als Menschenmaterial

Die Anführungsstriche sind bewusst gesetzt. Achim Megger benutzt diese Wörter nicht. Für ihn ist das Geschäft mit der Liebe eine Dienstleistung, deren Ergebnis eine „Psycho-Hygiene“ ist, die „die Leistungsträger dieser Gesellschaft in der Spur“ hält. Die Leistungsträger, das sind nach Aussage Meggers die guten Bekannten aus der „angeblich anständigen Welt“. Megger findet es „beschämend, wie die Politik seit mehr als zwölf Jahren über das Prostitutionsgesetz spricht“. Für die meisten Politiker seien die Frauen nur Menschenmaterial in einem großen, oft völlig unterschätzten Wirtschaftszweig. „Ich würde gern mal nach Brüssel oder Berlin gehen und die Herrschaften darüber aufklären, dass Menschen, die nachts arbeiten, auch zur Gesellschaft gehören“, sagt der Clubbesitzer. Zuzutrauen ist es ihm; der Mann ist eine echte Frohnatur.

Darüber hinaus aber ist er jemand, der Frauen respektiert. Was im Prostituiertenmilieu eher selten ist. Und wenn Megger in seinem Buch neben vielen amüsanten und mitunter unglaublichen Geschichten von seelisch verkrüppelten Frauen erzählt, nimmt man ihm ab, dass er für die Frauen in seinem Club auch ein Freund ist.

 




Neubau eines Frei- und Hallenbads mit Kamen wäre eine Lösung

Persönlich favorisiert er den Bau eines neuen kombinierten Frei- und Hallenbads mit Spaßfaktor, um aus der Bädermisere herauszukommen. Und das am liebsten zusammen mit der Nachbarstadt Kamen an einem Standort, der von den Bürgern beider Kommunen gleich gut erreichbar ist. Sollte Kamen hier nicht mitmachen wollen, wäre auch als zweitbeste Lösung ein Bergkamener Alleingang denkbar, erklärte Bürgermeister Roland Schäfer bei der Vorstellung des Beteiligungsberichts 2013.

Auch beim Hallenbad Bergkamen-Mitte gibt es einen hohen Sanierungsbedarf.
Auch beim Hallenbad Bergkamen-Mitte gibt es einen hohen Sanierungsbedarf.

Eine der ganz wertvollen Beteiligungen der Stadt sind die 42 Prozent an den GSW. Die decken das Minus bei den Freizeitstätten aus und haben bisher auch noch jährlich rund eine halbe Million Euro überwiesen. Das sei Geld, das er dringend brauche, betonte Kämmerer Holger Lachmann.

Diese erfreuliche Einnahme droht immer mehr sich ins nichts aufzulösen. Wie alle Energieversorgungsunternehmen bluten die GSW an den Folgen des Erneuerbaren Energie Gesetzes. Häufig steht jetzt zum Beispiel das Gaskraftwerk in Hamm, an dem die GSW beteiligt sind, still, weil zu viel Ökostrom ins netzt fließt und deshalb die Preise an der Strombörse purzeln.

Auf der anderen Seite müsste das Unternehmen laut einem Gutachten 27 Millionen Euro in die Hand nehmen und in den  nächsten acht Jahren in die Sanierung der Freizeitstätten investieren. „Diese Summe macht mir eigentlich weniger Sorgen, um so mehr die 48 Millionen, die die Freizeitstätten in diesen Jahren an Verlusten bringen“, erklärte der Bürgermeister gestern.

Eine Radikallösung wäre die Schließung aller Bäder. Doch das geht nicht, weil die Kommunen dafür sorgen müssen, dass ein Schulschwimmen stattfinden kann und die Kinder lernen zu schwimmen. Außerdem gibt es da noch die Wassersportvereine, die Trainings- und Wettkampfstätten brauchen. Nicht zuletzt sind da noch die Bürgerinnen und Bürger, die am und im Wasser Erholung aus Ausgleich sorgen.

Eissporthalle steht auch zur Diskussion

Eissporthalle Weddinghofen. Foto: GSW
Eissporthalle Weddinghofen. Foto: GSW

Zur Diskussion steht auch die Eissporthalle. Die werde zwar rege von den Vereinen genutzt, die Besucherzahlen seien aber rückläufig, erklärte Schäfer. Allein die Eissporthalle fahre jährlich einen Verlust von 500.000 Euro ein.

Noch im Jahr 2015 soll eine Entscheidung über die künftige Entwicklung im Freizeitstättenbereich laut Schäfer fallen.  Dass hier die Zeit ein wenig drängelt, ist darin begründet, dass die Finanzlage der Stadt sich schlechter entwickelt als noch vor einem Jahr erhofft. Die Einkünfte aus der Gewerbesteuer brechen merklich weg. Der Kreis Unna will im kommenden Jahr mehr Geld von seinen Städten und Gemeinden haben. Zudem ist die Zahl der Flüchtlinge, die Bergkamen aufnehmen muss, deutlich gestiegen. Dies sind nur einige Faktoren, die dem Bürgermeister und dem Kämmerer zurzeit erhebliche Kopfschmerzen bereiten.

Und die Bürgerinnen und Bürger? Sie werden es auch spüren. Wahrscheinlich wird die noch vor Jahresfrist aufgeschobene Erhöhung der Grundsteuer B jetzt nachgeholt. Offen ist noch, ob dies ausreicht.




Herbert Heldt KG feiert Richtfest im Logistikpark A2

Nur vier Monate nach dem ersten Spatenstich im Logistikpark A2 in Bergkamen feierte die Herbert Heldt KG am Dienstag ganz offiziell Richtfest. Der Rohbau für den neuen Büro- und Logistikstandort des Gebäudetechnik-Großhändlers steht bereits vollständig und konnte vor Ort in Augenschein genommen werden.

Heinz-Werner Erxleben, Bauleitung vor Ort der Goldbeck Nord GmbH, verliest den Richtspruch.
Heinz-Werner Erxleben, Bauleitung vor Ort der Goldbeck Nord GmbH, verliest den Richtspruch.

Mit dem Richtspruch „Die Wände hoch, der Dachstuhl steht. Man denkt wie es wohl weitergeht. Nagel, Hammer, ein guter Spruch – vom Glück be-kommt man nie genuch. Seid dabei, kommt alle her. Richtfest ist. Wir freu-en uns sehr“ begrüßte Geschäftsführer Roland Klein die Gäste und zeigte sich stolz auf die bisher plangemäße und reibungslose Abwicklung des Bau-vorhabens.

Roland Klein, Geschäftsführer der Herbert Heldt KG, und Bergkamens Bürgermeister Roland Schäfer begrüßten die Gäste.
Roland Klein, Geschäftsführer der Herbert Heldt KG, und Bergkamens Bürgermeister Roland Schäfer begrüßten die Gäste.

Im Frühjahr soll nun bereits der Einzug in die Bürogebäude erfolgen. Die Inbetriebnahme der Logistikhallen folgt dann im Sommer.

Hintergrund:

Die Herbert Heldt KG aus Dortmund verlagert ihren Logistikstandort nach Bergkamen. Der Gebäudetechnik-Großhändler hat im November 2013 den gesamten ersten Bauabschnitt des Logistikparks A 2, mit einer Größe von ca. 95.000 m², gekauft. Auf der Fläche entsteht eine Logistik- und Lagerhalle, sowie ein Büro- und Verwaltungsgebäude.

Mit dem traditionsreichen Betrieb, der seine Kunden bereits seit über 50 Jahren mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Bereich Sanitär-, Heizungs-, Klima/Lüftungs-, Dach- und Elektrotechnik versorgt, ziehen auch 180 Arbeitsplätze nach Bergkamen.




Die letzten Tage der Hellweg-Hauptschule sind endgültig gezählt

Die letzten Tage der Hellweg-Hauptschule in Rünthe sind gezählt. Einstimmig hat der Bergkamener Schulausschuss ihre Auflösung offiziell beschlossen. Der Stadtrat wird in seiner Sitzung am Donnerstag aller Voraussicht nach dieser Empfehlung folgen.

Aus der Hellwegschule in Rünthe soll laut Gutachten ab 2016 eine Förderschule mit den Schwerpunkten Sprache und Emitionale und Soziale Förderung werden. Foto: Dietmar Wäsche
Aus der Hellwegschule in Rünthe soll laut Gutachten ab 2016 eine Förderschule mit den Schwerpunkten Sprache und Emitionale und Soziale Förderung werden. Foto: Dietmar Wäsche

Mit Beginn der Sommerferien am 29. Juni 2015 wird es sie nicht mehr geben. Es sei dann die letzte von insgesamt fünf Hauptschulen, die es in Bergkamen gegeben hatte, stellte Schulausschussvorsitzender Rüdiger Weiß mit Bedauern fest. Er selbst hatte als Rektor zuletzt eine von ihnen, die Heide-Hauptschule in Weddinghofen geleitet.

Eigentlich hätte die Hellwegschule schon eher geschlossen werden müssen. Verhindert hat dies eine Sonderregelung. Dies sei mit nur noch einer Klasse ab dem kommenden Schuljahr weder den Schülern noch den Lehrern zumutbar, betonte Schuldezernentin Christine Busch. Die letzten etwa 30 Schülerinnen und Schüler, also die künftigen Zehntklässler,  werden  zur Hauptschule in Kamen wechseln. Sie bleiben dort im Klassenverband und auch einige ihnen vertraute Lehrerinnen und Lehrer werden ihnen folgen.

Rektorin Gudrun Münnemann im Ruhestand

Gudrun Münnemann bei ihrer letzten Schulentlassfeier an der Hellweg-Hauptschule.
Gudrun Münnemann bei ihrer letzten Schulentlassfeier an der Hellweg-Hauptschule.

Eine erste personelle Verzahnung zwischen der Bergkamener und Kamener Hauptschule gibt es bereits jetzt. Im Oktober ist die langjährige Konrektorin und kommissarische Schulleiterin Gudrun Münnemann in den wohlverdienten Ruhestand getreten. Sie hat den Stab an die Konrektorin der Kamener Hauptschule Dr. Beatrix Günnewig übergeben. Sie wird die Hellweghauptschule bis zum Vollzug der Auflösung kommissarisch leiten.

Die Städte Kamen und Bergkamen haben sich inzwischen über die Modalitäten der Aufnahme der letzten Bergkamener 10. Hauptschulklasse geeinigt: Bergkamen wird für diese Schülerinnen und Schüler die Fahrtkosten und den städtischen Anteil an den Kosten für die Lernmittel bezahlen. Hinzu kommt noch ein Pauschalbetrag. Dessen Höhe hängt unter anderem von  der tatsächlichen Zahl der künftigen neuen Schüler in dieser neuen 10. Klasse an der Kamener Hauptschule ab.

Aller Wahrscheinlichkeit nach wird das Gebäude der heutigen Hellweg-Hauptschule ab Schuljahr 2016/17 einer von zwei Standorten einer neuen Förderschule des Kreises Unna sein. Das sieht jedenfalls ein Gutachten vor, das Dr. Heinfried Habeck im Auftrag des Kreises Unna und der ihm angehörigen Städte und Gemeinde zur künftigen Entwicklung der „Förderschullandschaft“ im Kreis Unna erstellt hat




Stadt und Polizei wollen mehr Sicherheit für die Bergkamener

Bergkamens Bürgermeister Roland Schäfer und Landrat Michael Makiolla als Leiter der Kreispolizeibehörde unterzeichneten am Dienstag eine Kooperationsvereinbarung. Damit wollen die Stadt Bergkamen und die Kreispolizeibehörde für mehr Sicherheit in Bergkamen sorgen und die bereits erfolgreich laufende Zusammenarbeit zwischen Polizei, Ordnungs- und Jugendamt weiter festigen.

Unterzeichnung des Kooperationsvertrags (v.l.):  Leitender Polizeidirektor Hans-Dieter Volkmann (Abteilungsleiter Polizei der KPB Unna), Bürgermeister Roland Schäfer, Christine Busch (Beigeordnete der Stadt Bergkamen für das Dezernat II (Bürgerservice, Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Jugend, Soziales, Bildung)), Landrat Michael Makiolla und Polizeihauptkommissar Marc Westerhoff (stellv. Regionalbeauftragter der Polizeiwache Bergkamen).

Unterzeichnung des Kooperationsvertrags (v.l.): Leitender Polizeidirektor Hans-Dieter Volkmann (Abteilungsleiter Polizei der KPB Unna), Bürgermeister Roland Schäfer, Christine Busch (Beigeordnete der Stadt Bergkamen für das Dezernat II (Bürgerservice, Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Jugend, Soziales, Bildung)), Landrat Michael Makiolla und Polizeihauptkommissar Marc Westerhoff (stellv. Regionalbeauftragter der Polizeiwache Bergkamen).

Die Kreispolizeibehörde Unna und die Stadtverwaltung Bergkamen arbeiten unter Berücksichtigung der verschiedenen Aufgabenstellungen und Zuständigkeiten bereits seit vielen Jahren partnerschaftlich und gleichberechtigt zusammen. Auf der Grundlage des Erlasses „Ordnungspartnerschaften in Nordrhein-Westfalen – Mehr Sicherheit in Städten und Gemeinden“ erfolgte nun auch die schriftliche Fixierung der seit Jahren in Bergkamen erfolgreich praktizierten Ordnungspartnerschaft. „Die beteiligten Verantwortungsträger sollen sich anlassbezogen zusammenfinden, um die ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen durch Kommunikation, Koordination und Kooperation zielgerichtet und effektiv einzusetzen“, heißt es unter anderem in der Vereinbarung. Landrat Michael Makiolla lobte ausdrücklich die gute Zusammenarbeit zwischen Polizei und Stadtverwaltung in Bergkamen. Diese soll nun kontinuierlich weiter entwickelt werden. So soll unter anderem die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Ordnungsbehörde insbesondere bei größeren Veranstaltungen/ Einsätzen sowie die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Jugendkriminalität intensiviert werden. Die Kooperationsvereinbarung gilt übrigens bis zum 31. Dezember 2016 und wird im Rahmen der regelmäßigen Besprechungen daraufhin geprüft, ob sie wirksam ist, optimiert werden muss und ob sie gegebenenfalls verlängert werden kann. Das Projekt der Ordnungspartnerschaften geht auf eine Initiative des Innenministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen zurück, wonach das Ziel darin bestehen sollte, ergänzend zu den staatlichen Möglichkeiten einen wirkungsvollen Beitrag zur Verbesserung der Sicherheitslage und zum Abbau der Kriminalitätsfurcht der Bürgerinnen und Bürger zu leisten.




Wilde Müllentsorgung an der Pfalzschule ist eine Plage

Immer wieder hagelt es Beschwerden über mangelnde Sauberkeit in Bergkamen, und die Stadt tue zu wenig. Wesentlich sinnvoller wäre es, auf jene Zeitgenossen, die sich ihres Mülls in nächtlichen Aktionen entledigen, Druck auszuüben. Das zeigt das Beispiel Parkplatz an der Pfalzschule in Weddinghofen.

Ein aktuelles Foto vom Containerstandort an der Pfalzschule.
Ein aktuelles Foto vom Containerstandort an der Pfalzschule.

Dort stehen Altglas- und Kleidercontainer. Für diese Zeitgenossen eine Einladung, dort allen möglichen Dreck abzuladen. Aktuell liegen dort Plastiktüten mit Abfällen wie angebissenen Butterbroten, Verpackungsmüll und anderes mehr. Daneben befinden sich Plastikbehälter, die man, und das wissen diese Leute offensichtlich nicht, kostenlos über die Gelbe Tonne entsorgen kann.

Wenn jetzt nicht regelmäßig ein Mal in der Woche Mitarbeiter des EBB/Baubetriebshofs zum Parkplatz an der Pfalzschule kommen würden, um dort den Müll einzusammeln, würde sich im Laufe der Zeit eine große Müllhalde bilden. Das machen die aber  nicht „umsonst“. Personal-, Fahrt- und Entsorgungskosten bezahlen letztlich alle Bergkamener über ihre Müllgebühren. Übrigens nicht nur an der Pfalzschule, sondern auch an vielen anderen Stellen im Stadtgebiet.

Problematisch wird die Sache an der Grundschule noch aus einem ganz anderen Grund. Die Kinder erleben dort tagtäglich, dass man Müll einfach wegwerfen darf – um die Beseitigung werden sich schon andere kümmern. Kinder lernen viel von uns Erwachsenen – leider auch, und es lässt sich eigentlich nicht anders bezeichnen, unsoziale Verhaltensweise.




Frohe Weihnachten, kleiner Eisbär im studio theater

Die Kindertheatersaison 2014/15 des Jugendamtes wird am Montag, 8. Dezember, um 15 Uhr im studio theater mit der Aufführung „Frohe Weihnachten, kleiner Eisbär“ vom Wittener Kinder- und Jugendtheater fortgesetzt. EisbärUnd darum geht es: Hoch im Norden, am Polarkreis vergnügen sich Lars, der kleine Eisbär und Freund Robbi, die Robbe mit Eiskugelweitkullern, als zwei Eskimos mit einem Schlitten voller Tannenbäume eine Rast einlegen. Lars und Robbi belauschen die Menschen in sicherer Entfernung bis sie wieder verschwunden sind und finden einen Tannenbaum, der vom Schlitten gefallen ist. Das Abenteuer beginnt, als die Beiden beschließen, herauszufinden, was es mit dem Tannenbaum auf sich hat und was eigentlich Weihnachten ist. Nanuk, der kleine Schlittenhund, der in der Menschenstadt lebt, soll ihnen helfen. Bei aller Neugier scheinen die Beiden ganz zu vergessen, wie gefährlich es für sie in der Menschenstadt ist. Eine spannende, abwechslungsreiche Geschichte für die ganze Familie, mit Kostümen und Bühnenbild wie aus dem Bilderbuch und Liedern, die ins Ohr gehen.   Beginn ist um 15.00 Uhr, die Aufführung dauert etwa eine Stunde. Eintrittskarten zum Preis von 3 € (Gruppen ab 10 Personen: 2,50 €) sind ab sofort im Kinder- und Jugendbüro (Rathaus, Zimmer 208) erhältlich. Weitere Informationen gibt es dort unter 02307/965381.   Die Theaterreihe des Jugendamtes für Kinder ab 3 Jahren bietet in der laufenden Saison außerdem noch folgende Stücke an:

  • „Gränsel & Hetel“ (Theater Kreuz & Quer) am 28.01.2015
  • „Räuber Hotzenplotz“ (Trotz-Alledem-Theater) am 25.02.2015

Die Eintrittskarten sind sechs Wochen vor der jeweiligen Aufführung im Vorverkauf erhältlich.




Bergkamen setzt beim Tagestourismus auf die alten Römer

Bergkamen soll bei der Entwicklung des Tagestourismus auf seine römische Vergangenheit setzen. So lautet der Rat von Marketingexperten, die im Auftrag der Stadt jetzt tätig geworden sind. Das Römerlager sei ein herausragendes Alleinstellungsmerkmal unter den Städten in der Region. Damit sei das Thema Römer eher geeignet, Bewohner des östlichen Reviers anzulocken als das Thema  Bergbau, der fast jede Kommune im Großraum Dortmund präge.

Römische Gladiatorenkämpfe beim Römerfest 2013
Römische Gladiatorenkämpfe beim Römerfest 2013

Für die Entwicklung eines Marketingskonzepts und weiterer Infrastrukturmaßnahmen rund um den „Römerpark Bergkamen“ hat das Land rund 80.000 Euro zur Verfügung gestellt. Weitere 20.000 Euro stammen aus der Stadtkasse. In der jüngsten Sitzung des Bergkamener Kulturausschuss gab Kulturreferent Holger Lachmann einen Zwischenbericht über die Verwendung der Gelder.

Holz-Erde-Maues
Holz-Erde-Maues

Im kommenden Jahr soll unter anderem die verkehrliche Situation verbessert werden. Die Parkplatzsituation soll nicht nur für Autos verbessert werden. Bekanntlich ist der Römerpark ein beliebtes Ziel von Radtouristen, die auf der Römer-Lippe-Route unterwegs. „Viele diese Radfahrer haben aber recht kostspielige Fahrräder, die sie nur sehr ungern aus den Augen lassen“, erklärte Lachmann.

Es wird demnach eine Fahrradabstellanlage geben, in der die teuren Räder sicher sind. Die Radler können so unbesorgt auf Entdeckungstour gehen. Unterstützt werden sie dabei von Informationstafeln zur Geschichte des Römerlagers, die im Aussehen den bereits vorhandenen Tafeln des Archäologischen Lehrpfads angeglichen sind.

Egal ob mit dem Auto oder mit dem Fahrrad: Die Tagestouristen sollen künftig auch besser zum Römerpark geführt werden. Möglich machen soll das ein Schilder-Leitsystem im Stadtgebiet. Darüber hinaus soll auch darüber nachgedacht werden, die Straße „Am Römerlager“ umzubenennen. Wer mit dem Navi unterwegs ist, wird möglicherweise fehlgeleitet.




Runder Tisch wegen Überschwemmungen: Es gibt Verbesserungsmöglichkeiten

Wie kann den Auswirkungen von Starkregen besser begegnet werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines „runden Tischs“ im Bergkamener Rathaus  unter Beteiligung von Vertretern des Lippeverbandes und des Stadtbetriebs Entwässerung.  Bekanntlich hatten die enormen Wassermengen am 30. April sowie am 18. und 19. September zu Überflutungen von Straßen, landwirtschaftlichen Flächen und Kellerräumen im Stadtgebiet geführt.

Landwirt Ludwig Quabeck zeigt, wie hoch das Wasser auf der Industriestraße gestanden hatte. Die Straße wurde wegen der Überschwemmung mehrere Tage gesperrt.
Landwirt Ludwig Quabeck zeigt, wie hoch das Wasser auf der Industriestraße gestanden hatte. Die Straße wurde wegen der Überschwemmung mehrere Tage gesperrt. Foto: Ulrich Bonke

SEB-Betriebsleiter Dr. Hans-Joachim Peters nimmt nach eigenen Worten die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger  sehr ernst. Deswegen sei es ihm ein besonderes Anliegen, das der SEB im Benehmen mit dem Lippeverband und der Ruhrkohle AG die Ursachen und Auswirkungen der Ereignisse nicht nur sehr zeitnah bearbeitet, sondern auch einer genauen Analyse unterzieht.

„Es war richtig und wichtig, einen solchen runden Tisch mit unseren Partnern, die ebenfalls hier im Stadtgebiet Abwasseranlagen betreiben, durchzuführen“, so Thomas Staschat, technischer Leiter des SEB, der zu dieser gemeinsamen Besprechung eingeladen hatte.

„In einem zielführenden und kooperativen Gespräch haben wir gemeinsam mit dem Lippeverband anhand von Fragen, die wir uns im Vorfeld gestellt haben, erörtert, ob es gegebenenfalls Optimierungspotential gibt, um solchen unabwendbaren Naturereignissen zukünftig noch besser begegnen zu können. Tatsächlich haben wir Möglichkeiten gefunden, wo der Lippeverband und SEB im Benehmen mit der Ruhrkohle AG in den nächsten Jahren Maßnahmen durchführen wird, die auch die Auswirkungen derartiger Niederschlagsereignisse reduzieren werden. Alles in allem wird es aber ein sehr langer Prozess sein, der Jahre bzw. Jahrzehnte dauern wird, um etwaigen Naturereignissen, so wie wir sie erlebt haben, durch geeignete Maßnahmen einigermaßen abfedern zu können. Hier stehen wir noch am Anfang mit unseren Erkenntnissen. In diesem Zusammenhang erlaube ich mir den Hinweis, dass sich aber nicht nur der Lippeverband, die RAG und wir als SEB in der Pflicht sehen, zukünftig weitere präventive Maßnahmen zum Hochwasserschutz durchzuführen, sondern auch alle Liegenschaftseigentümer hier in der Stadt verantwortlich für den eigenen Objektschutz sind. Denn nur durch ein abgestimmtes, gemeinsames Vorgehen, können die negativen Folgen von Hochwasserereignissen zukünftig reduziert werden“, so Staschat.

In Bürgerinformationsveranstaltungen werden der SEB mit Vertretern von Lippeverband und Ruhrkohle AG den Bürgerinnen und Bürgern zu den Ereignissen näher informieren sowie zu Fragen Rede und Antwort stehen. Die Info-Veranstaltungen finde statt

  • am 17.11.2014 um 19.30 Uhr in Bergkamen-Rünthe,
  • am 20.11.2014 um 19.00 Uhr in Bergkamen-Oberaden und
  • am 24.11.2014 um 19.00 Uhr im Raatstrakt für den Ortsteil Overberge