Die Kindertheatersaison 2014/15 des Jugendamtes beginnt am Mittwoch, 1. Oktober, im studio theater mit einer großartigen Inszenierung des Kölner Künstler Theaters: Die Geschichte von „Peter Pan“ steht auf dem Programm.
Das Jugendamt eröffnet mit Peter Pan die Kindertheatersaison im studio theater
Und darum geht es: Vor dem Schlafengehen lesen zwei Kinder „Peter Pan“ und werden Stück für Stück in die Geschichte gezogen, bis schließlich Peter Pan, Wendy, Käpt’n Haken und die anderen auf der Bühne sind. Es entsteht das phantastische Nimmerland, in dem Peter Pan und seine Freunde von den gefürchteten Piraten bedroht werden.
Diese Reise ins Land der Phantasie – frei nach Motiven von James Matthew Barrie – war für den Kölner Theaterpreis 2011 nominiert und ist schon beim „Festival Kindertheater International“ aufgeführt worden.
Das Stu?ck vereint Schauspiel- und Objekttheater, Schattenspiel, Akrobatik und Live-Musik, so dass Nimmerland im Kinderzimmer entsteht. Der komplexe Stoff wird fantasievoll, mit witzigen Texten, in konkreten Bildern und Spielsituationen umgesetzt.
Beginn ist um 15 Uhr, die Aufführung dauert etwa eine Stunde. Eintrittskarten zum Preis von 3 € (Gruppen ab 10 Personen: 2,50 €) sind ab sofort im Kinder- und Jugendbüro (Rathaus, Zimmer 208) erhältlich. Weitere Informationen gibt es dort unter 02307/965381.
Die Theaterreihe des Jugendamtes für Kinder ab 3 Jahren bietet in der kommenden Saison außerdem folgende Stücke an:
„Hans im Glück“ (Theater Beatrice Hutter) am 03.11.2014
„Frohe Weihnachten, kleiner Eisbär“ (Wittener Kinder- und Jugendtheater) am 08.12.2014
„Gränsel & Hetel“ (Theater Kreuz & Quer) am 28.01.2015
„Räuber Hotzenplotz“ (Trotz-Alledem-Theater) am 25.02.2015
Die Eintrittskarten sind sechs Wochen vor der jeweiligen Aufführung im Vorverkauf erhältlich.
Ulan & Bator: Zwei Bommelmützen mischen Kabarettszene auf
Das Kulturreferat Bergkamen präsentiert am 17. September um 19.30 Uhr im mittwochsMIX die Deutschen Kleinkunstpreisträger 2011 Ulan & Bator mit ihrem Kabarett-Programm „WIRRklickeit“ in der Städt. Galerie „sohle 1“.
Ulan & Bator, alias Sebastian Rüger und Frank Smilgies
Ulan & Bator – mit bürgerlichen Namen Sebastian Rüger und Frank Smilgies – haben mit kreativer Urkraft eine völlig neue Form der Komik auf deutschen Bühnen etabliert. Aus dem täglichen Wahnsinn schlagen die gleichermaßen furiosen wie hintersinnigen Schauspieler sprühende Funken philosophischer Komik irgendwo zwischen Nonsens, Dada, Kabarett und Theater. Ihr intelligenter Humor, das perfekte Timing und die exakte Umsetzung ihrer Ideen in Körperkomik sorgen für eine erfrischende Stimmung, die das Publikum im Verlauf eines Abends mit Ulan & Bator in immer größer werdende Begeisterung versetzt. Sobald die beiden Männer ihre gestrickten Bommelmützen aufsetzen, gerät die Welt außer Fugen – ganz als befände man sich in einer der legendären Monty-Python-Shows. Die beiden Anzugträger spielen, moderieren, tanzen, singen, sinnieren und trommeln sich durch alle Genres, Ebenen und Stile. Ulan & Bator spulen kein festes Programm ab, die Übergänge zwischen Geprobtem und Improvisiertem sind fließend, die Abläufe nicht festgelegt, kein Abend ist wie der andere.
Tickets zum Preis von 12,- Euro, erm. : 9,- Euro, sind erhältlich im Kulturreferat Bergkamen (Tel.: 02307/965-464), im Bürgerbüro und an der Abendkasse.
SPD-Fraktion überrascht: Julia Rehers neue Geschäftsführerin
Gleich mit zwei Neuigkeiten überrascht die SPD-Fraktion: Mit Julia Rehers haben die Sozialdemokraten im Bergkamener Stadtrat, wie übrigens die anderen Fraktionen auch, eine Frau in ihrer Geschäftsführung. Zudem ist die 31-Jährige keine Parlamentarierin.
Bernd Schäfer und Thomas Semmelmann mit der neuen Fraktionsgerschäftsführerin Julia Rehers.
Seit neun Jahren verdient die gelernte Diplomverwaltungswirtin ihr Geld im Bergkamener Rathaus. Tätig war sie unter anderem im Jobcenter, im Amt für Bauordnung und zuletzt im Jugendamt. Als Fraktionsvorsitzender Bernd Schäfer sie fragte, ob sie die Nachfolge von Franz Herdring übernehme wolle, brauchte sie nicht lange zu überlegen. „Das ist eine Aufgabe, die mich reizt“, erklärte sie am Montag bei ihrer offiziellen Vorstellung durch die Fraktionsspitze.
Julia Rehers wurde am vergangen Donnerstag in der ersten Sitzung der neuen SPD-Fraktion gewählt. „Einstimmig“, wie Bernd Schäfer betonte. Allerdings wurden, nachdem Franz Herdring seinen Abschied von der kommunalpolitischen Bühne verkündet hatte, ganz andere Namen gehandelt. Ein Argument, diese Position „von außen“ zu besetzen, nannte er am Montag. Die Fraktionsmitglieder sollten ihre Arbeitskraft vor auf ihre parlamentarischen Aufgaben konzentrieren.
Ein andere Grund könnte sein, dass die Wahl von Julia Rehers eine Entlastung für den Personalhaushalt der Stadt Bergkamen bringen könnte, dann nämlich, wenn ihre Stelle, die sie zum 1. Oktober verlässt, nicht wieder besetzt wird. Die Beamtin bleibt wie auch ihre Kolleginnen bei CDU und Grünen auf der Gehaltsliste der Stadt. Sie wird nur für die Dauer einer Legislaturperiode an die SPD-Fraktion ausgeliehen.
Julia Rehers ist natürlich SPD-Mitglied. Vor zehn Jahren zog sie der Liebe wegen aus dem münsterländischen Wettringen nach Rünthe. Im dortigen SPD-Ortsvereinsvorstand ist sie Beisitzerin.
Bei der Dorfabi-Premiere hagelt es in Weddinghofen nur Bestnoten
Der Autoreifen war noch in weniger als zwei Minuten gewechselt. Auch der Chip war schnell mit Schnürsenkeln und Zähnen im Sparschwein versenkt. Die letzte Prüfung beim Dorfabitur hatten sich die Kleingärtner aus dem Krähenwinkel jedoch anders vorgestellt. Statt im Gleichschritt ging es mit Wasserfontänen im Nacken auf Skiern ins Ziel. Hier erlebte auch manches andere Team eine feuchtfröhliche Ernüchterung auf dem Gelände der Weddinghofener Feuerwehr.
Ups, da ist schon beim Start etwas feuchtfröhlich schief gegangen.
Fingerfertigkeit war beim Kronkorkenstapeln gefragt.
Die Schweine und Kälber auf dem Hof Ostendorf staunten jedenfalls nicht schlecht. Mit Bollerwagen und heulenden Sirenen marschierte am Samstag eine Gruppe nach der anderen an ihnen vorbei. Sie alle hatten nur eines im Sinn: Die Kronkorken, die hier möglichst hoch gestapelt werden wollten. Und eine möglichst hohe Punktzahl für die Reifeprüfung der anderen Art. Im Mittelpunkt stand jedoch der Spaß an der Sache. Der war weder zu übersehen noch zu überhören.
Gut gerüstet von einer Reifeprüfung zur nächsten
Achtung, volle Nässeladung!
Die Erzieherinnen aus der Kita am Grünen Weg hatten sich jedenfalls gut gerüstet. In ihrem Bollerwagen warteten viele Garnituren Wechselkleidung auf ihren Einsatz. An den Kronkorken ging es noch überwiegend trocken zu. Das sollte sich auf dem Gelände des Feuerwehrgerätehauses am Häupenweg schnell ändern. Sponge Bob und unzählige randvoll gesogene Schwämme flogen nur mit üppigen Fontänen im Schlepptau über den Seitenlader.
Und noch eine Wasserladung, diesmal auf Skiern.
Die „Lümmel von der ersten Bank“ hatten derweil ganz andere Probleme. Beim Reifenwechsel hakte es irgendwie und irgendwo. Die Stoppuhr kletterte auf Rekordwerte. Auf den Trockenskiern wollte für die vier Läufer des Teams aus städtischen Bediensteten unter den Augen des Bürgermeisters so gar nichts funktionieren. Ein Wassereimer nach dem anderen entleerte sich noch auf der Startlinie, während sich jeder einzelne Fuß in unterschiedliche Richtungen bewegte. Der Spaß war trotzdem grenzenlos. Klitschnass marschierte man einfach per pedes geschlossen ins Ziel und nahm die Skier unter den Arm.
Die Premiere als voller Erfolg mit Traditionspotenzial
Kistenstapeln horizontal: Gar nicht so einfach.
16 Teams mit jeweils mindestens sechs Teilnehmern aus dem gesamten Kreis Unna, zehn „Abi-Prüfungen“, die auf einem gut vier Kilometer langen Rundweg von der geografischen Städtekunde über Wurfkünste bis zur Mundfertigkeit der kreativsten Art reichten: „Die Premiere ist bereits ein voller Erfolg“, resümiert die Weddinghofener Feuerwehr zufrieden und liebäugelt bereits mit der Etablierung einer Tradition. Womöglich kämpfen sich in Zukunft alle zwei Jahre die Reifeprüflinge durch das Weddinghofener Dorf – mit bester Feierlaune im Gepäck. Sogar eigenen Gefährte waren eigens für diesen Tag gebaut worden. Die Löschgruppe Mitte bastelte drei Tage lang an einem Bollerwagen, der eigentlich ein kleines Feuerwehrfahrzeug war – Martinshorn, Leiter und Stadtwappen inklusive.
Auf Tuchfühlung: Mit der Nudel den Fingerhut wandern lassen.
Das Klassenziel ist jedenfalls erreicht: Nicht nur der klassische Tag der offenen Tür bringt die Menschen unter der Fahne der Feuerwehr zusammen. Die Lebensretter sind für jeden Bürger ehrenamtlich im Einsatz – deshalb soll auch das ganze Dorf gemeinsam feiern. Und: Die Feuerwehrleute müssen sich und ihre Fähigkeiten regelmäßig bei Leistungsnachweisen auf den Prüfstand stellen lassen. Warum nicht auch die Weddinghofener?
Dieses Abitur machte jedenfalls deutlich mehr Spaß als das echte. Zudem gab es Leckeres vom Grill als Belohnung. Und die Zeugnisse gab es direkt im Anschluss, ebenso wie die ausgelassene Festfreude mit Musik und Tanz. Da waren die nassen Klamotten längst gewechselt und mancher versuchte sich außerhalb des Prüfungsstresses noch einmal darin, ein winziges Fingerhütchen mit der trockenen Nudel im Mund einmal durch die Festbank wandern zu lassen.
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Heiratsantrag in luftiger Höhe am City-Turm
Eigentlich sollte es nur ein entspannter Abendspaziergang werden. Plötzlich sieht Juri Beke nur noch lachende Gesichter und Herzen. Ein riesiges Banner rollt vom City-Turm hinab. Eine Menschenmenge teilt sich und seine Freundin Angi kommt auf ihn zu. „Da waren nur noch Herzrasen und Schmetterlinge im Bauch“, sagt der 24-Jährige. Tränen laufen, die Stimme stockt und er kann nur noch flüsternd auf einen der ungewöhnlichsten Heiratsanträge der Bergkamener Geschichte antworten.
Die Frage aller Fragen auf 6 mal 1,50 Metern an der Abbruch-Spitze des City-Turms. Einen Tag lang bleibt sie hängen.
Die Antwort lautet natürlich „Ja!“. Schließlich hatte hier sogar der Bürgermeister seine Hand im Spiel. Außerdem schwirrt ein ganzes Kamera-Team des Fernsehens um das Paar herum. Freundin Angi formuliert ihre Frage außerdem so herzzerreißend, dass die gesamte Heiratsantragsgesellschaft inzwischen die Taschentücher gezückt hat. „Auch wenn ich dich nachts immer ärgere wie eine Tarantula“, sagt die 22-Jährige. Dann bricht ihr die Stimme weg, als sie fortfährt: „Du hast meinen Jungen sofort und mit vollem Herzen angenommen – willst du mich heiraten?“
Nicht nur das künftige Brautpaar liegt sich in den Armen
Kollektive Herzeuphorie und Hände, die in die Höhe zeigen.
Jetzt liegt sich nicht nur das künftige Brautpaar in den Armen. Bei den Eltern laufen die Tränen, der Kameramann vom WDR wischt sich verstohlen eine Träne weg. Aus dem mehr als 20-köpfigen Antrags-Komitee aus Freunden und Verwandten wird lautes Schnäuzen und Schniefen hörbar. Das sollte kein konventioneller Heiratsantrag im Verborgenen werden. „Ich wollte etwas Besonderes haben, das verbindet“, sagt Angi Busch, als alles vorbei ist und ihr Freund Juri immer noch ihre Hand ganz fest hält.
Schon Angi’s Mutter Claudia hat ihrem Ehemann Ralf auf spektakuläre Weise im Alleecenter in Hamm die Frage aller Fragen gestellt. Angi Busch wollte, dass ihr Glück ebenfalls alle Welt sehen kann. Freund Juri hätte ihr aber fast einen Strich durch die Heiratsantrags-Rechnung gemacht. Eigentlich sollte die Frage an Weihnachten gestellt werden. Inzwischen konnte es der Zukünftige aber nicht mehr abwarten und schmiedete bereits eigene Antrags-Pläne. Ein Tisch in einem schicken Restaurant war bereits reserviert, der Text geschrieben, die Ringe bestellt. Am 13. September, zum Jahrestag des Kennenlernens, sollte alles unter Dach und Fach sein. Jetzt wurden die Eltern der Braut aktiv, denn: „Das wollten wir uns natürlich nicht nehmen lassen!“
Faszination für den City-Turm verbindet lebenslang
Geschafft: Die Antwort ist eindeutig!
Ein riesiges Tuch und ein Beamer wurden organisiert. Die Frage war bereits grafisch gestaltet: „Altes geht… Neues kommt…Darum frage ich dich hier, möchtest du mit mir zusammen in die Zukunft gehen?“ Weil das glückliche Paar mit großer Faszination immer wieder den City-Turm bei Spaziergängen anpeilt und den Abriss beobachtet, sollte die Frage hier an der Fassade erstrahlen. Vor allem Juri kann die Augen nicht vom City-Turm lassen, würde als Malermeister am liebsten einmal die Abriss-Ruine erklimmen. Über den Bürgermeister sind die Adressen des Turm-Besitzers und Abriss-Unternehmens schnell herausgefunden. Alle sind begeistert von der Aktion und sagen ihre Hilfe zu.
Die Abriss-Arbeiter sehen fasziniert zu. Sie haben das Banner angebracht und ausgerollt.
Aus den Projektions-Plänen wurde nichts. „Es funktionierte nicht, weil es zu hell ist, die Entfernungen problematisch sind, die Schrift unlesbar ist“, erzählt Claudia Busch. Mit einer fast schon kamikazeartigen Aktion wird ein riesiges Banner in letzter Minute gedruckt. Die Drucker geben extra besonders viel Gas, weil die Zeit drängt. Eigentlich gar nicht vorhandene Express-Dienste werden mobilisiert, um den Traum wahr werden zu lassen. Freunde und Verwandte werden zusammengetrommelt, Papiertüten mit Smiley-Gesichtern und Herzen verziert. Am Ende klappt doch noch alles perfekt. Juri ist vollständig ahnungslos und restlos überrumpelt. Die Antwort ist auch noch die richtige. Einzig das Banner ist verliert sich mit 6 mal 1,50 Metern Größe doch ein wenig auf der immer noch imposanten Turm-Fassade.
Den ganzen Tag begleitete ein WDR-Team das ungewöhnliche Vorhaben. Zum Schluss steigt ein Luftballon in Herzform mit allen Wünschen und Träumen in die Luft. Das künftige Ehepaar wird mit rosa Plüsch-Handschellen aneinandergekettet, die Sektkorken knallen und Sohn Finn (2) trägt stolz ein T-Shirt mit dem Text des Heiratsantrags. Die Abriss-Arbeiter applaudieren aus luftiger Höhe, holen sich ihre Belohnung in Form von Brötchen und Bier ab. Würstchen stehen bereit. Im eigenen Garten wird kräftig weiter gefeiert – diesmal ohne Kameras. Einziger Wermutstropfen: Juris Eltern leben in Ungarn. Sie bekommen ein Video von diesem ganz besonderen Tag. Der WDR-Beitrag ist übrigens am heutigen Samstag zu sehen.
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Großeinsatz an der Meisenstraße: Dunstabzugshaube brannte
50 Feuerwehrleute rückten am Freitagabend zur Meisenstraße in Weddinghofen aus. Grund war der Brand einer Dunstabzugshaube im Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses.
Die Feuerwehrleute der Löschgruppe Weddinghofen hatten den Brand einer Dunstabzugshaube an der Meisenstraße schnell gelöscht.
Die Bewohner hatten noch versucht, die Flammen mit einem kleinen Feuerlöscher zu ersticken. Vergeblich. Erst als ein Trupp der Löschgruppe Weddinghofen unter schwerem Atemschutz anrückte, wurde der Brand innerhalb kürzester Zeit gelöscht.
Warum die Dunstabzugshaube Feuer gefangen hatte, ist noch nicht geklärt. Der Brand hätte sich ohne das schnelle Eingreifen der Feuerwehr rasch auf die gesamte Küchen ausweiten können. Doch die Löschgruppe Weddinghofen hatte ohnehin einen kurzen Anfahrtsweg. Zudem befanden sich viele Aktive am Gerätehaus, um das „1. Weddinghofer Dorfabitur“ vorzubereiten.
Neben der Dunstabzugshaube sind einige Panelbretter zu Schaden gekommen, Menschen allerdings nicht. Die Wohnung ist weiterhin bewohnbar. Notwendig sind aber intensive Reinigungs- und Renovierungsarbeiten.
Vorsichtshalber waren auch die Löschgruppen Bergkamen-Mitte und Oberaden, der Notarzt und ein RTW vor Ort gewesen. Einzugreifen brauchten sich aber nicht. Die Polizei hatte während des Einsatzes die Meisenstraße und die Buchfinkenstraße für den Verkehr gesperrt.
Über 700 Teilnehmer beim 3. Bergkamener Firmenlauf
Dabei sein ist alles, lautet das geheime Motto des Bergkamener Firmenlaufs, der am Donnerstagabend in seine dritte Auflage ging. Da werden selbst die langsamsten frenetisch gefeiert und mit einem Pokal bedacht.
Über 700 Teilnehmer gingen beim 3. Bergkamener Firmenlauf an den Start.
Immerhin heimsten die Organisatoren von der Sonnen-Apotheke, von der „AuK Alten- und Krankenpflege GmbH“ und vom TuS Weddinghofen selbst einen Rekord ein. Über 700 Läuferinnen und Läufer nahmen den etwa fünf Kilometer langen Rundkurs unter die Sohlen. 46 Firmen, darunter natürlich auch Bergkamens größte Arbeitgeber, schickten ihre Teams ins Rennen. Die meisten Starter, 166, trugen das grüne Shirts von Bayer HealthCare.
Pokale für die Schnellsten: Dirk Orlowski (2.v.l.) und Carolin Dihr.
Natürlich gab es einen Schnellsten. Diesmal war es Dirk Orlowski aus einer Nachbarschaft „Oberadener Heide“. Die schnellste Frau, Carolin Dihr, lief für das Bayer. Die größte Nicht-Firmengruppe stellte der Mitveranstalter TuS Weddinghofen. Das Schlusslicht machte eine Gruppe der Pflegedienstes Merten mit der jüngsten Starterin. Auch sie erhielt einen Pokal
Die kleine, ab schlgkräftige Gruppe der Bergkamener Feuerwehr lief mit Helm.
Wie schon die beiden Vorgängerveranstaltungen sollte auch diesmal der Firmenlauf den Spaß an der Bewegung vermitteln. Allerdings rührte von der Bühne herab Sonnen-Apotheker kräftig die Werbetrommel für die beiden nächsten Laufveranstaltungen in Bergkamen: den Volkslauf des TLV Rünthe am 7. September und die Barbararunde des SuS Oberaden. Dann wird es im Gegensatz zum Firmenlauf um die besten Zeiten gehen.
Keinen Spaß verstanden offensichtlich einige Autofahrer, weil sie wegen der Straßensperrungen warten mussten. „Die Sicherheit geht vor“, hieß es von der Polizei, zumal sie bestätigte, dass die meisten Verständnis zeigten.
Das Schlusslicht machte eine Gruppe des Pflegedienstes Merten. SAuch dafdür gab es einen Pokal.
Feuerwehr kam zur rechten Zeit zur Brandenburger Straße
Um 5.18 Uhr war es am Donnerstagmorgen für die Feuerwehrleute aus Oberaden und Weddinghofen vorbei mit ihrer Nachtruhe: Sie wurden zu einem Einsatz an der Brandenburger Straße gerufen.
Ein Bild der Verwüstung bot sich nach dem Brand auf der Terrasse an der Brandenburger Straße. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Zunächst war der Brand von Unrat gemeldet gewesen. Tatsächlich stand die Überdachung der Terrasse eines Reiheneigenheims nebst Möbeln in hellen Flammen. Das Feuer hatte auch schon auf die Rollläden des Wohnzimmerfenster und der Terrassentür übergegriffen. Durch die Hitze platzte das Glas und dicker Rauch zog in den Wohnbereich. „Wir hätten nicht viel später kommen dürfen“, erklärte ein Sprecher der Löschgruppe Oberaden.
Die Brandbekämpfung gestaltete sich schwierig, weil die Löschfahrzeuge nicht von hinten an das Haus heranfahren konnten. Die Feuerwehrleute konnten deshalb nur durch die Haustür und dann durch den Keller zur Terrasse gelangen.
Die Löschgruppe Oberaden wurde wenige Stunden später zur Hermannstraße gerufen. In einem Haus stellten die Bewohner Gasgeruch fest. Das konnten die Feuerwehrleute mit ihren Messgeräten allerdings nicht bestätigen.
Stadt lässt jetzt die Bergkamener Hunde zählen
Schon die Ankündigung hatte Ende 2013 gereicht: Zahlreiche Hundebesitzer meldeten ihre Lieblinge nachträglich bei der Stadt an zwecks Zahlung der Hundesteuer. Ob nun alle Bellos registriert sind, wird sich jetzt zeigen. Eine Privatfirma wird im Auftrag der Stadt ab 15. September die lange angekündigte Hundezählung durchführen
Für alle Hunde müssen Steuern gezahlt werden – auch für die braven.
Die Stadtverwaltung geht übrigens davon aus, dass bis zu 15 Prozent der im Stadtgebiet lebenden Hunde nicht angemeldet sind.“Aus Gründen der Steuergerechtigkeit und im Interesse aller Bürger und Bürgerinnen, aber auch der „ehrlichen“ Hundesteuerzahler, ist daher die Durchführung einer Hundebestandsaufnahme geplant“, heißt es in einer Mitteilung.
Sämtliche Haushalte im Stadtgebiet werden im Zeitraum vom 15. September bis 30. November von montags bis samstags durch Mitarbeiter einer Firma aufgesucht. In den Herbstferien erfolgen keine Hausbesuche.
Die Hundezähler werden die Wohnungen nicht betreten. Für die Erhebung werden elektronische Erfassungsgeräte eingesetzt. Vorsorglich weist die Stadt darauf hin, dass keine Unterschriften von den Bürgern und Bürgerinnen zu leisten sind. Offensichtlich soll damit betrügerischen Trittbrettfahrern vorgebeugt werden
Bei Zweifeln über die Identität der Person als Beauftragter der Stadt wird empfohlen, sich den eigens für diese Erhebung ausgestellten Legitimationsausweis zeigen zu lassen. Dieser ist mit einem Lichtbild versehen und enthält einen Siegeldruck der Stadt Bergkamen. Die Außendienstmitarbeiter werden die Ausweise offen und für jeden sichtbar tragen.
Info:
Eine Anmeldung von Hunden ist persönlich sowohl im Bürgerbüro als auch im Steueramt möglich. arüber hinaus sind die Formulare zur Anmeldung von Hunden auf der Internetseite der Stadt hinterlegt, so dass auch eine postalische Anmeldung möglich ist.
Die jährliche Hundesteuer beträgt zurzeit 96,00 € für einen Hund. Für die Haltung von zwei oder mehr Hunden sowie für besondere Hunderassen besteht ein höherer Steuersatz.
Die Neuen im Intergrationsrat machen sich fit für ihre Arbeit
Die neuen Mitglieder mit Zuwanderungshintergrund, die im Mai in den Bergkamener Integrationsrat gewählt wurden, haben den vergangenen Samstag freiwillig im Ratstrakt verbracht. Juditha Siebert, die Geschäftsführerin des Integrationsrates aus dem Bergkamener Integrationsbüro, hatte alle Vertreter der Listen der Integrationsratswahl eingeladen.
Die neuen Mitglieder des Bergkamener Integrationsrats haben sich in einem Seminar fit für ihre Arbeit gemacht
Das interessante Thema „So kann ich die Politik in unserer Stadt mitgestalten“, sorgte für großes Interesse und einen regen Austausch. Die Migrantenvertreter ließen sich durch die stellv. Vorsitzende des Landesintegrationsrates NRW, Ksenija Sakelsek aus Unna, weiterbilden. Nach der Vorstellungsrunde wurden sowohl rechtliche Grundlagen als auch die Belange der Verwaltung und der Kommune erörtert. Thematisiert wurde u.a.:
Demokratische Mitgestaltungsmöglichkeiten
Gesetze, Rechte und Pflichten
Grenzen der Gestaltungsmöglichkeiten
Arbeit und Aufgaben des Integrationsrates
Hilfsmöglichkeiten durch Verwaltung, Politik und Kooperationspartner
Ausschüsse und Politiker vor Ort
Zusammenarbeit mit dem Rat – Mitwirkungsmöglichkeiten in Ausschüssen
Bei einem gemeinsamen Mittagessen fanden die Mitglieder auch einen Einstieg in private Themen. Einig sind sich alle: „Wir wollen gemeinsam für alle Bergkamener integrationspolitische Belange angehen und uns einbringen.“ Dies freut auch Juditha Siebert: „Die Seminarteilnehmerinnen und Teilnehmer sind hochmotiviert und bringen frischen Wind in dieses Gremium, so dass es auch bei der Arbeit im Integrationsbüro neue Anknüpfungspunkte geben wird. Jetzt gilt es den 2.September abwarten, um zu sehen wer in der konstituierenden Sitzung als Vorsitzende bzw. Vorsitzender gewählt wird. Es bleibt also spannend!“
„Fatih Tag“ eröffnet die große Kabarett-Reihe
Mit seinem aktuellen Tourprogramm „FatihTag“ gastiert der Kölner Schauspieler und Kabarettist Fatih Cevikkollu am Freitag, 5. September, um 20 Uhr, im studio theater bergkamen. Damit wir auch die neue große Bergkamener Kabarett-Reihe eröffnet.
Fatih Cevikkollu
Kabarettfreunde schätzen Fatih Cevikkollu für seinen klugen Humor und seine mehrfach preisgekrönten Soloprogramme. Der Kölner Schauspieler und Kabarettist balanciert gekonnt zwischen politischem Kabarett und satirischer Comedy. Bekannt wurde er außerdem im Fernsehen als Murat in der Comedy-Serie „Alles Atze“.
„FatihTag“ ist ein Tag mit Fatih in dem Land, in dem die Post abgeht: postmodern, postmigrantisch und postdemokratisch.
Die Welt befindet sich im Wandel und die Gesellschaft wird umgebaut. Es gibt entweder alleinerziehende Mütter oder Yogalehrerinnen. Bio ist das neue Polyester. Unser Essen hat mehr PS als das Auto. Wir leben im Zeitalter des Digitalen, in dem es mehr Nullen als Einsen gibt. Wir sind EU und immer noch Friedensnobelpreisträger. Eine Gemeinschaft, die seit Jahrzehnten den Frieden lebt und die größten Rüstungsindustrien in ihren Reihen zählt. „Waffen für den Frieden“ ist wie „Sex für die Jungfräulichkeit“ oder „Saufen gegen den Alkoholismus“.
„Die Mehrheiten kippen, so dass wir Deutschen Angst vor uns Türken haben. Eine neue Generation tritt an, wir sind die neuen Erben dieser Gesellschaft, jedoch Erben ohne Sünde. Und wir kommen in Frieden. Salamen Aleikum!“ sagt Fatih Cevikkollu. Die einen haben multiple Orgasmen, die anderen multiple Identitäten. Einige Glückliche beides. Es geht nicht um Türken und auch nicht um Integration. Es geht um Identität und ihre Bildung – „FatihTag“ ist ein Programm mit Identitätsbildungsauftrag. Integrationsdebatten sind die Folklore der Politik und wer mag schon Volksmusik? Fatih mag Jazz! Fatih versucht, seine Tochter zweisprachig zu erziehen, was alle ganz toll finden, bis sie feststellen, dass die zweite Sprache türkisch ist.
Alle Klarheiten beseitigt? Fatihs Vati sagte immer: „Man soll nicht die Hosen hochkrempeln, bevor man das Meer sieht.“
Aktuelle Informationen und Tourtermine gibt es unter www.fatihland.de.
Tickets gibt es im Kulturreferat Bergkamen (Tel.: 02307/965-464), im Bürgerbüro und an der Abendkasse! Weitere Infos: www.bergkamen.de.