8. Mädchenaktionstag- diesmal in der Streetwork-Anlaufstelle „Anstoß“
Der 8. Bergkamener Mädchen-Aktionstag, für Mädchen ab 10 Jahren, steht vor der Tür. „Girls only“ – Nur für Mädchen – heißt es am Donnerstag, 16. Oktober. Von 15 bis 17 Uhr stehen viele verschiedene Aktionen auf dem Programm.
Es gibt gleich zwei Neuerungen: Erstmalig findet der Mädchentag in den Herbstferien statt und auch zum allerersten Mal in der Anlaufstelle „Anstoß“ der Streetwork Bergkamen. Das Mädchen- und Frauennetzwerk startete im Jahr 2006 mit der Veranstaltungsreihe „Girls only“. Einmal im Jahr öffneten sich die Türen zunächst im Kinder- und Jugendhaus Balu nur für Mädchen. 2011 hieß es erstmalig „Mädchenaktionstag vor Ort“ in der Hellwegschule in Weddinghofen. In den folgenden Jahren wurden die Netzwerkerinnen mit ihren mittlerweile umfangreichen Angeboten in verschiedene Bergkamener Schulen eingeladen.
Ziel der Netzwerkerinnen war und ist es dabei immer, den Mädchen einen außergewöhnlichen Tag zu bereiten und sich mit ihren Fragen und Bedürfnissen in lockerer Atmosphäre auseinanderzusetzen. Spaß haben, schnuppern, aktiv sein, Neues ausprobieren, eigene Stärken entdecken verspricht die Mischung der Angebote, die das Netzwerk auch in diesem Jahr wieder zusammengetragen hat.
Diesmal können Mädchen Infos rund um das Thema Liebe und Freundschaft einholen. Zum Thema Alkoholprävention gibt es einen Rauschparcours, der Veränderungen in der Wahrnehmung und im Verhalten unter Alkoholeinfluss simuliert. Eine Polizistin wird zu verschiedenen Situationen Sicherheitstipps geben. Spannend und lustig wird es beim spielerischen Bewerbungstraining. Unter dem Motto: „Benimm ist in!“ werden Tipps für den gelungenen Auftritt von Schülerinnen bei der Suche nach einem Praktikums- oder Ausbildungsplatz gegeben. Hier geht es zum Beispiel um die Wahl der richtigen Kleidung, der Frisur, des Schmucks oder der Kosmetik sowie das richtige Auftreten. Kreativität ist beim Design von Schmuck, wie Ketten, Ringe und Ohrringe und bei der Erstellung von eigenen kleinen Sorgenpüppchen gefragt. Geschicklichkeit wird bei der Jonglage und dem Einradfahren gefordert sein.
Ein Highlight wird wieder die Herz-Fotowand sein, mit der die Mädchen sich fotografieren lassen können. Am Ende der Veranstaltung können diese Fotos kostenlos mitgenommen werden.
Ein Büchertisch bietet wie immer viel Literatur zu Mädchenthemen. Der Eintritt ist wie immer frei. Die Veranstalterinnen freuen sich auf möglichst viele junge Besucherinnen, die schnuppern und aktiv werden möchten.
Weltmusik aus dem Land des Donnerdrachen
Die junge Gruppe Druk Revival aus Bhuntan steht am Montag, 20. Oktober, ab 20 Uhr auf der Konzertbühne im Trauzimmer Marina Rünthe, Hafenweg 12, 59192 Bergkamen.
Druk Revival
Die Formation kommt aus dem im Himalaya gelegenen Königreich Bhutan – dem weltweit einzigen Staat, der das Recht jedes Bürgers auf Glücklichsein in seiner Verfassung festgeschrieben hat! In der Nationalsprache Dzongkha heißt dieses an China und Indien angrenzende Land Druk Yul – was so viel bedeutet wie „das Land des Donnerdrachen“. Der Legende nach hörte ein Mönch während der Einweihung eines Klosters einen Donner. Er vernahm darin die Stimme eines Drachen (Druk), der buddhistische Mantras rezitierte.
Im Gegensatz zu der Musik in den Klöstern Bhutans orientiert sich die nicht-religiöse Musik am Alltag der Menschen. Während der Feste und Rituale in den Dörfern wird die ganze Nacht gesungen und getanzt. Die Lieder, die basierend auf den buddhistischen Werten die Natur besingen, sind ausschließlich mündlich überliefert, es gibt keine Aufzeichnungen.
Druk Revival haben sich in der Hauptstadt Thiumphu zusammengefunden und bringen prominente Vertreter unterschiedlicher altüberlieferter und populärer Musikstile gemeinsam auf die Konzertbühne. Die Sängerin Choden, die auch das altherkömmliche asiatische Hackbrett spielt, repräsentiert vor allem die altertümlichen Wurzeln der Gruppe. Die Musiker versuchen sich weder an einem stilistischen Cross-Over noch geht es ihnen um das Festhalten und Konservieren rein traditioneller Musik, vielmehr erforschen sie auf ihren eigenen traditionellen sowie westlichen Instrumenten ihr musikalisches Erbe mit einem frischen, zeitgenössischen Blick.
Tickets sind zum Preis von 5,00 Euro erhältlich im Kulturreferat Bergkamen (Tel.: 02307/965-464), im Bürgerbüro und an der Abendkasse!
Gleich zwei Mal geht das neue Stück der Jugendgruppe der Volksbühne 20 mit dem Titel „Doof gelaufen“ über die Bühne.
Premiere ist am kommenden Samstag, 4. Oktober, ab 17 Uhr in der städtischen Galerie „sohle 1“ im Stadtmuseum. Eine weitere Aufführung gibt es am 25. Oktober ebenfalls ab 17 Uhr im Martin-Luther-Haus in Weddinghofen.
Zum Inhalt: Eine Wohngemeinschaft voller verrückter, neurotischer Typen wird irrtümlich von einem Gangsterpaar überfallen und als Geiseln genommen. Ärger ist vorprogrammiert. Vor allem weil keiner die Einbrecher erst nimmt. Zum schreien komisch.
Gespielt wird das Stück von der Jugendgruppe des Theatervereins Volksbühne 20. Die Schauspieler sind zwischen 15 bis 22 Jahren alt. Bei diesem Stück stehen neun Personen auf der Bühne. Der Eintritt kostet 4 Euro.
Karten gibt es im Vorverkauf mittwochs von 18 bis 19 Uhr im Vereinsheim, Rotherbachstraße 154, oder bei Frau Dahn, Tel. 02307/80680.
„Kinder helfen Kindern“ – eine gelungene Aktion von St. Michael
Die jüngste Spendenaktion der kath. Kirchengemeinde St. Michael Weddinghofen erwies sich als voller Erfolg.
Die Tanz und Theater Gruppe „All Inclusive“ der Initiative Down Syndrom unter der Leitung von Heike Stube-Rosendahl
Unter dem Motto „Kinder helfen Kindern“ fand am vergangenem Samstag ein bunter Nachmittag statt. Der Kinderchor „Kolibris“ startete mit gemischten Liedern die Stimmung machten. Dem folgte die Tanz und Theater Gruppe „All Inclusive“ der Initiative Down Syndrom unter der Leitung von Heike Stube-Rosendahl. Die Mädchen und Jungen tanzten unter dem Motto „Lass die Sonne in dein Herz“ und bewiesen damit das eine Behinderung nicht im Wege steht um ein fröhliches Leben zu führen.
441,50 Euro an den Verein Initiative Down- Syndrom
Philipp
Bei den Zuschauern konnte das eine oder andere Auge nicht trocken bleiben. Auch später als Philipp die Vorstellung der Mitglieder der Gruppe und somit seine Rolle als Moderator übernahm. Viel „Sonne in die Herzen“ der Zuschauer brachten anschließend noch die Gruppen der Schreberjugend Bergkamen.
Das Pfarrheim füllte sich mächtig. Das gut bestückte Kuchen Buffet leerte sich schnell so konnten die fleißigen Helfer vom Gemeindeausschuß einmal alles in ein Grill Buffet umwandeln. So ging keiner hungrig nach Hause. Selbst einige Spaziergänger der Gemeinde konnte Katharina Skolik zu einem Besuch überreden. Am Ende konnte die Gemeinde den Erlös des Verkaufs von 441,50 Euro an den Verein „Initiative Down- Syndrom e.V“ übergeben.
Weitere Infos zur Initiative Down Syndrom gibt es hier.
Benefiz von „Luca – kleiner Engel, großer Helfer“ ein Riesenerfolg
Ein voller Erfolg war die Benefiz-Veranstaltung des Vereins „Luca – kleiner Engel, großer Helfer“ am Sonntag auf dem Gelände der Pfalzschule. Der Besucherstrom zwischen 11 und 18 Uhr wollte einfach nicht abreißen.
Den Verein hatte Jessica Bittrich nach dem Tod ihres Sohns Luca zusammen mit einigen Freundinnen gegründet. Der Junge war an einem Gehirntumor erkrankt und hatte leider den Kampf gegen den Krebs verloren. Mit dieser bitteren Gewiss hatten Monate vorher Einzelpersonen und Vereine Luca durch die Organisation besonderer Ereignisse dem schwerkranken Jungen noch viele schön e Stunden beschert. Dies hatte Luca geholfen.
Diese Erfahrung, dass schwer kranke Kinder unbedingt auch Lebensfreude brauchen, hat Jessica Bittrich dazu geleitet, diesen Verein zu gründen. Das erfreuliche ist, dass viele Menschen diese Botschaft verstanden haben. Erstaunlich viele kamen als Besucher zur Pfalzschule, erstaunlich viele haben sich aber auch in den Dienst der guten Sache gestellt.
So fuhren rund ein Dutzend „Triker“, vor allem aus Dortmund, auf den Schulhof der Pfalzschule. Das sind dreirädrige Motorräder, die so einiges hermachen. Gegen eine Spende an den Verein luden die Triker-Fahrer zu einer kleinen Runde durch Weddinghofen ein.
Aus Iserlohn reiste Marc Beyer mit seinen Luftballons an, die er vor den staunenden Kinderaugen zu niedlichen Tieren formte. Wenn Mama oder Papa einen kleinen Obolus entrichtet hatten, durften die Kleinen die bunten Kunstwerke auch mitnehmen.
Ein ganz besonderes Gefühl war es wohl, als sich Mutige eine Gesichtsmaske aus Gips anpassen ließen. Völlig schmerzlos wurden Unterarme bunte durch „Airbrush“. Im Gegensatz zu Tattoos sind sie nicht ewig. Einen etwas schweren Stand hatten da traditionelle Angebote wie Dosenwerfen, Entenangeln oder Eierlaufen.
In der Mehrzweckhalle lief ein buntes musikalisches Programm. Mit dabei waren der Schlagersänger Armin Isermann und Chantal aus Rünthe. Sie und auch anderen laden regelmäßig zu Benefizkonzerten ein.
Überhaupt scheint sich in Bergkamen ein kleines Netzwerk von Vereinen zu bilden, die sich für soziale Zwecke einsetzen. Ein Gast war zum Beispiel der Vorsitzende von „Wir in Weddinghofen“, Christian Weischede, und seine Familie. Vor gut einer Woche fand an gleicher Stelle die Veranstaltung statt „Weddinghofen bittet zu Tisch“. Manches, was dort nicht verkauft werden konnten, bereicherte am Sonntag den Benefiz-Trödel von „Luca“.
Werbung gab es natürlich für den nächsten Benefiz-Trödel, der am 25. Oktober in der Mensa der Hellwegschule in Rünthe stattfindet. Dort lädt der Verein „Bergkamener helfen Bergkamenern“ ein. Einer der Mitgründer, Oliver Loschek, ist bei „Luca – kleiner Engel, großer Helfer“ Schriftführer und für die Pressearbeit zuständig. Dass man hier zusammenarbeitet, versteht sich dann von selbst.
Luca (1)
Luca (5)
Luca (8)
Luca (12)
Luca (14)
Luca (16)
Luca (18)
Luca (23)
Luca (24)
Luca (25)
Luca (32)
Luca (34)
Feuerwehrübung geglückt: drei Menschen gerettet
Drei Menschen haben die Einsatzkräfte der Löschgruppe Bergkamen-Mitte rechtzeitig aus einem brennenden Gebäude eines Bauernhofs retten können. Löschgruppeführer Uwe Dunemann zeigt sich hoch zufrieden mit dem Ergebnis der Übung am Samstagnachmittag.
Die Menschenrettung unter realistischen Bedingungen stand im Mittelpunkt dieser Übung. Disco-Nebel erschwerte die Suche nach drei Vermissten in dem Stallgebäude erheblich. Die Einsatzkräfte, die unter schwerem Atemschutz in das Gebäude eindrangen konnten kaum die Hand vor den Augen sehen. Ähnliche Bedingungen herrschen auch bei einem Brandeinsatz innerhalb eines Gebäudes. „Es ist nur nicht so heiß“, erklärte Uwe Dunemann.
Dass sich die Löschgruppenführung den Hof Linkamp an der Nordfeldstraße ausgesucht hatte, hat einen besonderen Grund: Es befindet sich kein Hydrant in erreichbarer Nähe, wohl aber ein Feuerlöschteich neben dem SEB-Pumpwerk. Von dort musste, während die Löscharbeiten bereits liefen, zusätzlich Wasser über eine noch zu bauende Leitung und eine Pumpe herangeschafft werden. Auch diese Aufgabe wurde zur Zufriedenheit Dunemann in kurzer Zeit erledigt.
Mit einem Problem hatten die Feuerwehrleute, als sie den Dienstplan für dieses Jahr aufgestellt hatten, nicht gerechnet: Während der Übung lief in Schalke das Revierderby. Doch als die Löschgruppe zum Hof Linkamp heranrückte, stand es bereits 2:1. Tortechnisch hat sich danach ja nichts mehr getan.
Übung Linkamp (27)
Übung Linkamp (24)
Übung Linkamp (19)
Übung Linkamp (17)
Übung Linkamp (16)
Übung Linkamp (13)
Übung Linkamp (8)
Übung Linkamp (6)
Übung Linkamp (4)
Übung Linkamp (3)
Übung Linkamp (1)
Übung Linkamp (39)
Übung Linkamp (37)
Übung Linkamp (36)
Übung Linkamp (30)
Übung Linkamp (28)
Hundezählung zeigt Wirkung: bereits 119 Vierbeiner neu angemeldet
Die Hundesteuerbestandsaufnahme in Bergkamen, die am 15. September, gestartet wurde, zeigt Wirkung. 119 Vierbeiner sind seitdem bei der Stadt von ihren Haltern angemeldet worden. Das berichtete Kämmerer Holger Lachmann am Donnerstag den Mitgliedern des Stadtrats.
Immerhin bringt ihm diese Aktion bisher 11.424 Euro zusätzlich in die Stadtkasse ein. Dieser Betrag dürfte sich noch bis zum Ende der Bestandsaufnahme erhöhen. Offiziell gemeldet sind in Bergkamen etwas mehr als 4000 Hunde. Die Erfahrungswerte sagen, dass 15 Prozent nicht ordnungsgemäß angemeldet sind. Für sie wird dann auch keine Hundesteuer gezahlt.
Durchgeführt wird die Erhebung von einer Privatfirma, der Adler-Kommunalservice Deutschland GmbH. Etwas auseinander gingen im Stadtrat die Bewertung dieser Aktion. BergAUF-Fraktionsvorsitzender Werner Engelhardt sprach von einem „Hinterherschnüffeln“. CDU-Fraktionschef Thomas Heinzel berichtete, dass er von einem „sehr freundlich“ auftretenden Mitarbeiter dieser Firma lediglich gefragt worden sei, ob dem Haushalt auch ein oder mehrere Hunde angehören.
Treffen die Mitarbeiter niemanden an, hinterlassen sie einen Zettel mit Hinweisen, wie Hunde bei der Stadt angemeldet werden können. Werde bereits die Hundesteuer gezahlt oder gebe es keinen Hund im Haushalt, dann habe sich die Sache erledigt, heißt es da.
Aus der Hellwegschule wird 2016 eine Förderschule
Die Vorschläge für das Förderschulwesen liegen auf dem Tisch. Sollten die Vorschläge des Gutachters Dr. Heinfried Habeck 1:1 umgesetzt werden, wird Bergkamen zwei Schulen gewinnen und eine neue Erhalten.
Aus der Hellwegschule in Rünthe soll laut Gutachten ab 2016 eine Förderschule mit den Schwerpunkten Sprache und Emitionale und Soziale Förderung werden. Foto: Dietmar Wäsche
Demnach wird die Albert-Schweitzer-Schule in Oberaden aufgelöst. Und auch die Sekundar I-Stufe der Regenbogenschule wird aus dem Gebäude der ehemaligen Burgschule ausziehen. Neu laut Konzept ist die Förderschule mit den Schwerpunkten Sprache und Emotionale und Soziale Entwicklung im Primarbereich am Standort Rünthe. Sie soll in das Gebäude der Hellwegschule einziehen. Die Hauptschule dort läuft bekanntlich zum Ende dieses Schuljahres 2015 aus.
Besucht wird sie von Kindern mit diesem Förderbedarf im Grundschulalter aus dem Nordkreis. Geplant ist ein weiterer Standort für diese Altersstufe in Fröndenberg. Bergkamener Kinder und Jugendliche mit diesem Förderbedarf in den Klassen 5 bis 10 besuchen dann die Friedrich-Ebert-Schule in Lünen, wenn sie nicht in einer Regelschule gefördert werden können.
Mit diesen Plänen kann sich Bergkamens Schuldezernentin Christine Busch anfreunden. Das Gutachterverfahren sei offen und transparent durch den Kreis Unna durchgeführt worden, erklärte sie gegenüber dem Bergkamen-Infoblog.
Gleich wohl hat sie und auch das Liegenschaftsamt der Stadt ein Problem mehr. Das Konzept des Kreises soll zum Ende des Schuljahres 2015/16 umgesetzt werden. Die Gebäude der heutigen Albert-Schweitzer-Schule und der Sekundarstufe I der Regenbogenschule werden danach leer stehen. Das heißt: Es müssen für sie wie auch für die Heideschule in Weddinghofen neue Nutzungsmöglichkeiten gefunden werden. „Damit werde ich sofort in der nächsten Woche anfangen“, betonte Christine Busch.
Das Gutachten wird dem Bergkamener Schulausschuss in seiner nächsten Sitzung am 11. November ausführlich vorgestellt.
Hintergründe und die weiteren Pläne
Dr. Heinfried Habeck hat für den Kreis Unna das Gutachten zu den Förderschulen erstellt.
Integrativer Unterricht in einem inklusiven Schulsystem – das ist ein erklärtes Ziel im Kreis Unna. Gleichzeitig sollen Eltern von Kindern mit Förderbedarf ihr Wahlrecht behalten und mit zukunftsfähigen Förderschulen eine echte Alternative zur Regelschule haben. Wie dieser Spagat gelingen kann, geht aus einem jetzt vorgelegten Gutachten zur Förderschul-Landschaft im Kreis Unna hervor.
Das Gutachten stammt von Dr. Heinfried Habeck vom Institut für Schulentwicklungsforschung der Technischen Universität Dortmund. Es bildet die Grundlage für die nun beginnende Diskussion in Politik und Verwaltung und die von den Stadt- und Gemeinderäten sowie vom Kreistag zu fassenden Beschlüsse zu einer kreisweit abgestimmten Umgestaltung der Förderschul-Landschaft im Kreis Unna. „Wichtig ist uns, dass die Schüler möglichst kurze Wege haben“, sagt Habeck. „Wir wollen das Wahlrecht der Eltern nicht unterhöhlen, indem wir keine Schulen mehr anbieten oder nur noch an den entlegensten Standorten.“
Anlass für die Untersuchung sind der demographische Wandel und die Umsetzung der Inklusion. Die Kombination führt dazu, dass die Schülerzahlen an den Förderschulen deutlich stärker sinken als an anderen Schulen. Schon jetzt erreichen zwei von acht Förderschulen im Bereich Lernen im Kreis nicht die nötige Mindestzahl von 144 Schülern. Die Diskussion über die Zukunft der Förderschulen ist in vollem Gange.
„Wenn wir nichts tun, liegen früher oder später alle Förderschulen unter der vorgegebenen Messzahl und müssen aufgelöst werden“, erläutert Schuldezernent Dr. Detlef Timpe. „Das wollen wir im Interesse der Kinder und Familien, aber auch der Lehrer vermeiden.“ Deshalb haben sich die Schulträger im Kreisgebiet Unna – also die Städte, Gemeinden und der Kreis selbst – gemeinsam der Herausforderung gestellt und ein Handlungskonzept in Auftrag gegeben.
Gutachter Dr. Heinfried Habeck macht folgende grundsätzliche Empfehlungen:
Jede einzelne zukünftige Förderschule umfasst jeweils nur eine Schulstufe – entweder Primarbereich (Grundschulbereich) oder Sekundarstufe I (weiterführende Schule).
Im Bereich der Sekundarstufe I werden zwei neue Verbundschulen der Förderschwerpunkte Lernen und Emotionale und soziale Entwicklung gebildet.
Im Primarbereich werden die Förderschwerpunkte Sprache und Emotionale und soziale Entwicklung zu einer neuen Förderschule mit zwei Teilstandorten zusammengefasst.
Als künftige Standorte schlägt der Gutachter vor:
Für den Nordkreis wird die Friedrich-Ebert-Schule in Lünen Standort der Förderschule Lernen/Emotionale und soziale Entwicklung (Sekundarstufe I). Gegen den Trend stagnieren die Schülerzahlen an der Pestalozzischule in Selm. Solange die Pestalozzischule ausreichend Schüler hat, bleibt sie Teilstandort. Die jetzigen Standorte Bergkamen und Werne laufen aus.
Für die Mitte und den Süden des Kreises Unna wird die Harkortschule in Unna Standort der Förderschule Lernen/Emotionale und soziale Entwicklung (Sekundarstufe I). Die Standorte Fröndenberg/Ruhr, Schwerte und Kamen laufen aus.
Die Förderschule mit den Schwerpunkten Sprache/Emotionale und soziale Entwicklung für die Primarstufe wird an den Teilstandorten Bergkamen-Rünthe und Fröndenberg/Ruhr angesiedelt.
Dr. Heinfried Habeck hat der Politik und den Schulleitungen aus den Städten und Gemeinden das Gutachten vorgestellt. Jetzt folgt die Diskussion der Empfehlungen in den Kommunen, bevor im Frühjahr 2015 die notwendigen Beschlüsse gefasst werden sollen. Als Zeitpunkt für die Auflösung der bestehenden Förderschulen schlägt Habeck den 1. August 2016 vor.
Festliches Kammerkonzert der Musikschule Bergkamen in der Elisabeth-Kirche
Unter dem Motto “Festliche Orchester- und Orgelmusik der Barockzeit” laden das Kammerorchester der Musikschule unter Leitung von Antrud Ostermann und der Organist Rudolf Helmes am Sonntag, 28. September, um 16 Uhr zum Konzert in der Elisabeth-Kirche ein.
Das Kammerorchester, bestehend aus aktiven und ehemaligen Schülerinnen und Schülern des Fachbereichs Streichinstrumente, führt ausschließlich Werke des Komponisten Antonio Vivaldi auf. Auf der Sauerorgel wird der bekannte Organist und Lehrer der Musikschule Bergkamen, Rudolf Helmes Werke von Georg Friedrich Händel, Johann Sebastian Bach und Johann Gottfried Walther erklingen lassen.
Unter anderem wird in dem Konzert der 1. Satz des Violinkonzertes in e – Moll aufgeführt, einmal in der Originalfassung von Vivaldi mit dem Solisten Simon Knehans, anschließend in einer Bearbeitung von Johann Gottfried Walther für Orgel. Das Konzert findet am Sonntag, 28. September um 16 Uhr in der Elisabeth-Kirche, Bergkamen-Mitte statt. Der Eintritt ist frei.
Erneute Diskussion über die Zukunft des Nordberg-Einkaufszentrums
Die Bergkamener Politik und Verwaltung will einen erneuten Versuch unternehmen, der Nordberg-Fußgängerzone auf die Beine zu helfen. Anstoß ist der Antrag der CDU-Fraktion für den Ausschuss für Umwelt, Bauen und Verkehr, auch den Rest der Fußgängerzone für den Kfz-Verkehr freizugeben. Die Präsidentenstraße solle dann eine Einbahnstraße in Süd-Nord-Richtung werden.
Wie kann der Nordberg belebt werden und welche Aufgaben soll die Fußgängerzone künftig wahrnehmen? Antworten darauf sollen bis zum Frühjahr 2015 gefunden werden.
Diese Idee ist nicht neu. 1. Beigeordneter Dr. Hans-Joachim Peters und Planungsamtschef Thomas Reichling präsentierten dem Ausschuss eine Strukturzeichnung, die die Wünsche der CDU widergibt und aus dem Jahr 2007 stammt.
Sowohl die Verwaltung als auch die SPD-Fraktion wandten sich gegen eine Schnellentscheidung jetzt. Vorher sollten die Gewerbetreibenden, die Anlieger und auch die Bürgerinnen und Bürger befragt werden. Hier wird ein entscheidender Punkt die Frage sein: Welche Funktion nimmt die „Bummelzone“ ein – erfüllt sie gesamtstädtische Versorgungsaufgaben oder ist sie eher ein Stadtteilzentrum wie etwa die Jahnstraße in Oberaden?
Dies alles soll nun bis zum Frühjahr im Dialog mit allen Beteiligten geklärt werden. Der Ausschuss hat einen entsprechenden Arbeitsauftrag an die Verwaltung erteilt. Zwar kam ihr ursprünglicher Antrag nicht zum Zuge, doch letztlich zeigte sich die CDU damit zufrieden, dass die Zukunft des Nordbergeinkaufszentrums wieder einmal zum politischen Thema geworden ist.
Stand Up-Impro-Comedy: “Who the fuck is Masud Akbarzadeh!?”
Masud Akbarzadeh erklärt am 22. Oktober ab 19.30 Uhr im MittwochsMix in der Städt. Galerie „sohle 1“ eine immer verrückter werdende Welt – und zwar Masuds Welt!
Masud Akbarzadeh erklärt am 22. Oktober im MittwochsMix in der sohle 1 seine Welt.
„Stand Up-Impro-Comedy“ ist wohl die treffende Beschreibung für den schlagfertigen jungen Mann, der auf seine freche, aber charmante Art gleich einem guten rechten Haken, immer einen lockeren Spruch parat hat. Durch Masuds Augen wird die alltägliche Welt zu einem Abenteuerspielplatz voller Fantasie, aber auch bitter-süßer Realität. Mit seinen Worten malt er Ihnen ein Gemälde voller … blah blah blah … Also ab in die Galerie „sohle 1“.
Sein Programm ist verdammt sehenswert! Wer Schubladen-Comedy mit Migrationshintergrund erwartet, ist hier fehl am Platz. Denn auch wenn der sympathische junge Perser über sein Heimatland spricht, so handeln seine Erzählungen von mehr als Atomkraftwerken und Tausend und einer Nacht. Viel mehr wartet ein Abend voller Stand Up, Impro Theater und vielem mehr auf die Besucher. Seien Sie also Gast des Künstlers, setzen Sie sich mit auf den Teppich und reisen Sie mit in die tiefsten Tiefen einer immer verrückter werdenden Welt – in Masuds Welt!
Tickets zum Preis von 12,- Euro, erm.: 9,- Euro, sind erhältlich im Kulturreferat Bergkamen (Tel.: 02307/965-464), im Bürgerbüro und an der Abendkasse.