Hannelore Kraft besichtigt den Adener Stollen

Anfang Mai hatte der IGBCE/REVAG-Geschichtskreis Hannelore Kraft zu einem Besuch des Adener Stollens im Keller des Bergkamener Stadtmuseums eingeladen. Die SPD-Landesvorsitzende und NRW-Ministerpräsidentin nahm dankend an. Am kommenden Donnerstag wird sie nach Bergkamen kommen und ihr Versprechen einlösen.

Das Foto zeigt v. l.: Willi Null, Peter Schedalke, Hannelore Kraft und Volker Wagner
Das Foto zeigt v. l.: Willi Null, Peter Schedalke, Hannelore Kraft und Volker Wagner

Eine kleine Delegation des Geschichtskreises hatte Hannelore Kraft im Rahmen des SPD-Europatags in Dortmund getroffen. Dabei überreichten ihr Willi Null, Peter Schedalke und REVAG-Dozent Volker Wagner ein Fotobuch überreicht. Titel des Buchs: „Adener Stollen“. Es handelt sich um eine Fotodokumentation über den Besuch des Geschichtskreises  bei der 150-Jahrfeier der SPD in Berlin.

Über dieses Buch und über diese Einladung hatte sich die Parteivorsitzende sehr gefreut, wie sich der Leiter des Geschichtskreises Peter Schedalke erinnert. Sie hatte zugesagt, einen Besuchstermin zu vereinbaren. Am 18. September ist es nun soweit.




Kleine und große Besucher des Familientreffs fühlen sich in neuen Räumen wohl

In frisch renovierten Räumen der ehemaligen Pestalozzischule ist der Familientreff des Bergkamener Familienbüros am Montag an den Start gegangen. Zunächst soll das gewohnte Programm des ehemaligen Standorts Bodelschwinghhaus fortgesetzt werden. Im Januar 2015 gibt es dann nicht nur eine offizielle Einweihungsfeier, sondern auch zusätzliche Angebote.

Pünktlich um 9 Uhr waren die ersten Teilnehmer der Eltern-Kind-Gruppe des Familientreffs in den neuen Räumen in der ehemaligen Pestalozzischule zur Stelle
Pünktlich um 9 Uhr waren die ersten Teilnehmer der Eltern-Kind-Gruppe des Familientreffs in den neuen Räumen in der ehemaligen Pestalozzischule zur Stelle

Ina Wiegandt denkt hier zum Beispiel an Baby-Massage. Sie ist eine von zwei Fachkräften der Ev. Familienbildung, mit der das Jugendamt vor zwölf Jahren im Bodelschwinghhaus den Familientreff aufgebaut hat. Seine Hauptzielgruppe waren zunächst vor allem Alleinerziehende, die rund um den Stadtmarkt wohnen. Nachdem das Familienbüro seine Arbeit vor etwa sieben Jahren seine Arbeit aufgenommen hatte, hat sich der Aktionsradius auf die Stadtteile Bergkamen-Mitte und Weddinghofen ausgeweitet. Der Familientreff wird deshalb inzwischen von wesentlich mehr Müttern  mit ihren Kindern besucht.

Eltern lernen, ihr Baby zu verstehen

Genauer gesagt ist es der Besuchsdienst des Familienbüros, der hier kräftig die Werbetrommel rührt. Nahezu jede junge Bergkamener Familie wird nach der Geburt eines Kindes besucht. Dabei gibt es ein kleines Begrüßungspaket und in dem befindet ein Gutschein für den Kurs „Mein Baby verstehen“.

Rund 25 Prozent der Eltern, so die Leiterin des Familienbüros Sonja Werner, nehmen diese Einladung an. Und wer diesen ersten Schritt gewagt hat, in der Regel sind es die Mütter, will dann auch weitermachen. So gibt es aktuell drei Eltern- Kind-Gruppen montags, mittwochs und freitags, die praktisch ausgebucht sind. Dazu  werden Vorträge und Kurse angeboten. Dabei dreht es sich nicht allein um den lieben Nachwuchs, sondern auch um ganz praktische Lebensfragen.“ Was ist, wenn die Schuldenfalle wegen der hohen Handyrechnung zuschnappt?“, wär eine. „Was ist bei einer drohenden Scheidung zu tun?“, eine andere. Der Familientreff arbeitet hier mit einer Reihe von Partnern wie die Schuldnerberatung oder die Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle eng zusammen.

Fachschule für Altenpflege jetzt im Bodelschwinghhaus

Untergebracht ist der Familientreff jetzt im ehemaligen Lehrerzimmer, dem Sekretariat und einem Klassenzimmer der Pestalozzischule. Weil jetzt zwei große getrennte Räume zur Verfügung stehen, hat der Umzug so betrachtet eine Verbesserung gebracht. Allerdings wurde er erzwungen. Die Diakonie hatte Ende vergangenen Jahres Eigenbedarf angemeldet. Ab 1. Oktober ist das Bodelschwinghhaus das Bergkamener Standbein des Fachseminars für Altenpflege der Diakonie Ruhr-Hellweg. Es werden dann an der Ebertstrate Altenpflegehelfer(innen) und Altenpfleger(innen) ausgebildet. Nähere Infos dazu gibt es (hier).

Die Öffnungszeiten für das Eltern-Kind-Café des Familientreffs sind: montags, mittwochs und freitags von 9 bis 12 Uhr. Die Eltern – Kind – Kurse starten zu den gewohnten Zeiten.

Für Fragen und Anmeldungen stehen die Mitarbeiter des Familientreffs unter den Rufnummern 02307 – 280333 oder 02307 – 965258 zur Verfügung.




Unternehmen stellen sich in der Realschule Oberaden vor

Der jüngste Berufsinformationsabend der Realschule Obernaden fand sehr regen Zuspruch durch die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 8-10 sowie deren Eltern.

Schulleiter Godehard Stein begrüßt die Teilnehmer des Berufsinformationsabends.
Schulleiter Godehard Stein begrüßt die Teilnehmer des Berufsinformationsabends.

Nach einführenden Worten durch Schulleiter Godehard Stein stellten sich zahlreiche Unternehmen aus der näheren Umgebung vor. Außerdem waren auch viele der weiterführenden Schulen vor Ort, um ihre Oberstufen und verschiedenen Bildungsgänge zu präsentieren.

Im Laufe des Abends nutzten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich intensiv mit den verschiedenen Zukunftsperspektiven auseinanderzusetzen und knüpften erste Kontakte im Hinblick auf mögliche Ausbildungsstellen. Auch von den anwesenden Unternehmen und Bildungseinrichtungen gab es viel positive Rückmeldung für diesen etablierten Baustein des Berufswahlsiegels an der RSO.




Ehrenamtliche von TuRa Bergkamen unterwegs im politischen Berlin

Auf Einladung des heimischen Bundestagsabgeordneten Oliver Kaczmarek war eine Gruppe engagierter Bürgerinnen und Bürger aus Bergkamen in der vergangenen Woche für drei Tage zu Gast in Berlin. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind bei TuRa Bergkamen ehrenamtlich aktiv.

Ehrenamtliche von TuRa Bergkamen mit dem Bundestagsabgeordneten Oliver Kaczmarek.
Ehrenamtliche von TuRa Bergkamen mit dem Bundestagsabgeordneten Oliver Kaczmarek.

Auf dem Programm der politischen Bildungsfahrt, die vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung organisiert wurde, stand vor allem der Besuch des Deutschen Bundestages. So hatte die Gruppe die Gelegenheit, in einer einstündigen Diskussion mit ihrem Wahlkreisabgeordneten mehr über seine Arbeit als Parlamentarier zu erfahren und über aktuelle politische Themen zu diskutieren. Darüber hinaus konnten die Teilnehmer die Reichstagskuppel besichtigen und eine Plenarsitzung des Deutschen Bundetages besuchen.

Weitere Programmpunkte der Reise waren eine an politischen Gesichtspunkten orientierte Stadtrundfahrt sowie ein Informationsgespräch im Bundesministerium für Arbeit und Soziales und eine Führung in der Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstraße, der ehemaligen Stasi-Zentrale. Am Freitag durfte die Gruppe dann in Berlin-Lichterfelde sogar dem Bundesnachrichtendienst über die Schulter schauen.

Alle Teilnehmer der politischen Bildungsreise zeigten sich begeistert angesichts des umfangreichen Programms und der Betreuung durch ihren Bundestagsabgeordneten. Als Fazit bemerkte Oliver Kaczmarek: „Ich freue mich über so viel politisches Interesse und Engagement und hoffe, dass die Gruppe spannende Einsichten und Anregungen mit nach Hause genommen hat.“




Massiver Ärger bei Autofahrern über Sperren für die Radkult(o)ur

Die 3. Radkult(o)ur durch den Kreis Unna hat zumindest in Bergkamen den Ärger zahlreicher Autofahrer auf sich gezogen. Sie standen ab 11 Uhr vor allem entlang der Kreuzungen der Kuhbachtrasse unvermutet vor Straßensperren.

Die Jahnstraße ist am Sonntag wie einige andere Straßen im Stadtgebiet bis 18 Uhr gesperrt.
Die Jahnstraße ist am Sonntag wie einige andere Straßen im Stadtgebiet bis 18 Uhr gesperrt.

Streckenkontrolle der 2. Radkult(o)ur auf dem Museumsplatz in Oberaden.
Streckenkontrolle der 2. Radkult(o)ur auf dem Museumsplatz in Oberaden.

Das galt, bzw. gilt insbesondere für die Jahnstraße im Bereich des Museumsplatzes. Dort befindet sich einer der fünf Ankerpunkte dieser Radlerrundfahrt durch den Kreis Unna mit einer Streckenlänge von 55 Kilometern. Die Helferinnen und Helfer müssen sich jede Menge unangenehme Diskussionen mit den Autofahrern gefallen lassen.

Die Jüngsten der Schreberjugend zeigen beim Kinderfest des Stadtjugendrings ihr Können.
Die Jüngsten der Schreberjugend zeigen beim Kinderfest des Stadtjugendrings ihr Können.

Es gibt aber auch ein halbes Dutzend Stellen, an denen die Kuhbachtrasse Straßen quert und der Verkehr durch Helfer reguliert wird. So an der Schulstraße. Die Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks sorgen zwar auch dort für die vorher vom Kreis Unna versprochene Vorfahrt für Radfahrer, die Autofahrer reagieren aber darauf sehr gelassen.

Bei einer möglichen 3. Auflage der Radkult(o)ur sollte der Kreis Unna, was die Informationen der motorisierten Verkehrsteilnehmer betrifft, unbedingt nachbessern.

Die Knappen marschieren zum Tag des Bergmanns.
Die Knappen marschieren zum Tag des Bergmanns.

Von diesem ganzen Ärger ist auf dem Museumsplatz und auf dem Gelände des Stadtmuseums nicht zu spüren. Dort ist nämlich nicht nur ein Ankerpunkt der Radkult(o)ur. Dort steigt auch das Kinderfest des Stadtjugendrings anlässlich des Weltkindertags mit dem Motto „Kinder haben Rechte“. Erstmals wird auf

Pfarrer Reinhard Chudaska beim Bergmannsgottesdienst.
Pfarrer Reinhard Chudaska beim Bergmannsgottesdienst.

dem Hof des Stadtmuseums der „Tag des Bergmanns“ gefeiert, eine gemeinsame Veranstaltung des IGBCE/REVAG-Geschichtskreises und des Stadtmuseums.

Beide Veranstaltungen lohnen den Besuch. Wer dorthin möchte, sollte am besten per Rad anreisen. Denn den Autofahrern machen nicht nur die Sperren zu schaffen. Auch bei den Parkmöglichkeiten wird es rund um den Museumsplatz, etwa der Lidl-Parkplatz an der Jahnstraße, schon reichlich eng.




Wellenbad verwandelt sich in ein Paradies für schwimmende Hunde

Schwimmen, tauchen, paddeln, springen: Es tobten sich am Samstag mehr Hunde im Wellenbad aus als an manchem vergangenen Sommertag Menschen. Die Freude am kühlen Nass war dabei mindestens genauso groß. Und die Becken sind zum Saisonabschluss jetzt um einige hundert Liter ärmer.

So macht Schwimmen Spaß: Den anderen das Spielzeug klauen und dabei noch neue Freunde finden.
So macht Schwimmen Spaß: Den anderen das Spielzeug klauen und dabei noch neue Freunde finden.

Auch Möpse können schwimmen - mit einem freundlichen Lächeln im Gesicht.
Auch Möpse können schwimmen – mit einem freundlichen Lächeln im Gesicht.

Ob Mops, Dobermann, Pekinese oder Neufundländer: Mancher Vierbeiner war beim Hundeschwimmen nicht mehr aus dem Wasser herauszukriegen. Da kraulte der Labrador mit derartiger Euphorie durch die Fluten, dass Herrchen fast hinterher springen musste – aus Angst vor Erschöpfungseinbruch. Andere Golden Retriever waren so mit ihren Spielzeugen beschäftigt, dass sie den Ausgang aus dem Sportbecken erst nach markerschütternden Rufen ihrer Besitzer wieder fanden.

 

Majestätisches Hunde-Baden mit Würde

Auch mit zwölf Jahren ist Luna noch ein echter Schwimmprofi.
Auch mit zwölf Jahren ist Luna noch ein echter Schwimmprofi.

Luna brachte all dies in keiner Weise aus der Ruhe. Die zwölfjährige Mischlingsdame badete majestätisch und in aller Ruhe im größten Hundegetümmel. Hauptsache, ihr Ball war in Sichtweite und niemand machte ihn ihr streitig. Schwimmen ist für die Hündin ein echtes Hobby. Mit Frauchen Kerstin Grosch wird jeder Teich und Tümpel im heimischen Bornekamp in Unna beim Spaziergang angesteuert. Im vergangenen Jahr gab es den ersten Ausflug zum Hundeschwimmen in die Schöne Flöte in Holzwickede. Das war ein derartiger Erfolg, dass die ganze Familie am Samstag nach Bergkamen reiste.

Mit Anlauf kräftig hinein in die Fluten.
Mit Anlauf kräftig hinein in die Fluten.

Näherte sich hier der Vierbeiner skeptisch dem Wasser, nahmen dort andere kräftig Anlauf und landeten mit gewaltigen Spritzern mitten in den Wellen. Mancher bevorzugte eher das gemütliche Baden. Die meisten fanden in Windeseile einen ganzen Haufen von Gleichgesinnten und rotteten sich zu bellenden Schwimmgemeinschaften zusammen. Besonders beliebt war dabei der gegenseitige Diebstahl von schwimmenden Spielzeugen.

 

Für das Badevergnügen eigens angereist

Immer die volle Ladung Wasser: Mancher konnte nicht genug bekommen.
Immer die volle Ladung Wasser: Mancher konnte nicht genug bekommen.

Auch Dobermann Barny bewahrte die majestätische Würde seiner Rasse. Erst wurde gebadet, dann stand eine kleine Schwimmrunde auf dem Programm. Sein Freund, der Mops Elvis, war eigens für das Badevergnügen angereist. Schon im Vorjahr hat er sein Schwimmhobby im Bergkamener Wellenbad entdeckt. Auch jetzt war er hauptsächlich damit beschäftigt, das spannendste Spielzeug im Wasser auszumachen.

Auch spannend: Die Perspektive Unterwasser vom Profifotografen eingefangen.
Auch spannend: Die Perspektive Unterwasser vom Profifotografen eingefangen.

Wem die Perspektive vom Beckenrand oder mit hochgekrempelten Hosen aus dem flachen Wasser nicht genügte, der bekam professionelle Hilfe. Mit Taucheranzug und Spezialausrüstung tauchten die Fotografen von „Tierfoto NRW“ mit den Vierbeinern ab und schossen unter Wasser unvergessliche Erinnerungsfotos, die das eigene Haustier mitunter in ein Wesen vom anderen Stern verwandelten. Stärkung gab es für die Vierbeiner gleich dazu: „Fressnapf“ schlug im Wellenbad ebenfalls ein Zelte auf. Und wer unter den Vierbeinern nach stundenlangen Wasserschlachten immer noch nicht ausgepowert war, konnte sich auf einem Parcours des Hundezentrums Bergkamen in Tunnels und zwischen Slalomstanden austoben. Vorführungen zeigten hier auch dem skeptischsten Hund, wie Hundesport für Vier- und Zweibeiner funktioniert.




Integrationszentrum feiert Jubiläum: 25 Jahre für mehr Miteinander

23 Jahre lang war die RAA Kreis Unna die erste Adresse, wenn es um Integration ging. 2012 fand die Weiterentwicklung und Umbenennung zum Kommunalen Integrationszentrum statt. 25 Jahre beispielhafte Integrationsarbeit werden am 17. September gefeiert – aus mehr als einem guten Grund.

Offensichtlich weiter mit Freude bei der Arbeit. Das Team des Kommunalen Integrationszentrums im Jubiläumsjahr 2014. Foto: Dennis Treu
Offensichtlich weiter mit Freude bei der Arbeit. Das Team des Kommunalen Integrationszentrums im Jubiläumsjahr 2014. Foto: Dennis Treu

Um Integration kümmert sich der Kreis länger als das Jubiläum ahnen lässt: Bereits 1979 wurde auf Initiative des damaligen Sozialdezernenten Dr. Volkhard Wrage eine Koordinierungsstelle für Ausländerberatung sowie eine Beratungsstelle für Ausländer in Bönen eingerichtet.

Die glücklichen Teilnehmerinnen feierten den erfolgreichen Abschluss des Rucksack-Programms mit einem Doktorhut. Fotos: Kreis Unna
Die glücklichen Teilnehmerinnen feierten den erfolgreichen Abschluss des Rucksack-Programms an der ehemaligen Pestalozzischule mit einem Doktorhut. Fotos: Kreis Unna

Dieses vorausschauende Sozialengagement mündete im September 1989 in der Einrichtung der „Regionalen Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien“ (RAA): Die erste RAA in einem NRW-Kreis war gegründet.

Inzwischen heißt die im Sozialdezernat des Kreises angedockte Einrichtung mit Sitz in Bergkamen Kommunales Integrationszentrum (KI) Kreis Unna. Geblieben ist die Funktion als zentrale Service-Einrichtung für Fragen, die das Zusammenleben von Einheimischen und Zugewanderten betreffen.

Fit-Machen der Fachkräfte

„Der Schwerpunkt der Integrationsarbeit liegt nicht in der Einzelberatung von Migranten, sondern im „Fit-Machen“ der Fachkräfte z.B. in Kindergärten, Schulen oder der Jugendarbeit“, erläutert KI-Leiterin Marina Raupach. „Mittel zum Zweck“ sind Beratungs-, Qualifizierungs- und Informationsangebote sowie Projekte.

Offizielle Eröffnungsfeier der RAA Kreis Unna 1989 mit Landrat Rolf Tewes (l.), Sozialdezernent Dr. Volkhard Wrage (6.v.r.) und RAA-Leiterin Marina Raupach (vorn, 1.v.r.). Ebenfalls auf dem Foto zu sehen sind der damalige Bergkamener Stadtdirektor Roland Schäfer (2.v.l) und der damalige ehrenamtliche Bergkamener Bürgermeister Wolfgang Kerak (4.v.r.) Foto: Kreis Unna
Offizielle Eröffnungsfeier der RAA Kreis Unna 1989 mit Landrat Rolf Tewes (l.), Sozialdezernent Dr. Volkhard Wrage (6.v.r.) und RAA-Leiterin Marina Raupach (vorn, 1.v.r.). Ebenfalls auf dem Foto zu sehen sind der damalige Bergkamener Stadtdirektor Roland Schäfer (2.v.l) und der damalige ehrenamtliche Bergkamener Bürgermeister Wolfgang Kerak (vorn 4.v.r.) Foto: Kreis Unna

Themenschwerpunkte bilden die Bereiche Elementarerziehung, Schule, Beruf und kommunale Integration. „Neben der Sprach- und Elternbildung sowie dem interkulturellen Lernen hat sich die Unterstützung von Vätern mit Zuwanderungsgeschichte zu einem neuen Themenfeld entwickelt“, verdeutlicht Marina Raupach den Wandel bei Arbeit und Aufgabenstellung.

Landrat Michael Makiolla, der die RAA bereits als Sozialdezernent begleitete, unterstreicht: „Dass Integration im Kreis gelingt, ist vor allem der Arbeit der einstigen RAA, dem heutigen KI zu verdanken. Das Team hat viel auf den Weg gebracht, doch es bleibt noch viel zu tun.“ Beispielhaft verweist Landrat Makiolla auf Aktivitäten zur Demokratieförderung und Antirassismusarbeit wie z. B. die Unterstützung und Zertifizierung von „Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage“.

Rucksack-Projekt hat Geschichte geschrieben

Geschichte geschrieben hat das Integrationszentrum mit dem Sprachförderprogramm „Rucksack“, das seit 2002 in Kindertagesstätten und seit 2007 auch in Grundschulen läuft, mit „KOMM IN Kreis Unna“, ein Projekt zur kommunalen Steuerung von Integration (2005-2007) oder mit dem „Go-In“-Projekt, das seit 2011 neu zugewanderte Kinder ohne Umweg und Zeitverzug in die für sie passende Schule vermittelt. Die Handschrift der Integrationseinrichtung tragen auch die Integrationsleitziele des Kreises (2007) und das Integrationskonzept (2012).

Wie fest verankert die Integrationseinrichtung mit KI-Leiterin Raupach und dem zehnköpfigen Team im Kreis ist, verdeutlichen einige Zahlen: Seit 1998 nahmen fast 27.970 Menschen an rund 260 Programmen und Projekten teil, kamen rund 20.370 Teilnehmer zu ca. 940 Fortbildungs- und Informationsveranstaltungen und wurden 15.430 Beratungsgespräche durchgeführt.

Weitere Informationen (z.B. eine Bilanz 1989-2014) zum Kommunalen Integrationszentrum finden sich im Internet unter www.kreis-unna.de, Kreis & Region, Ausländer und Integration.

Das RAA-Team beim Jubiläum 2004 mit NRW-Sozialministerin Birgit Fischer (4.v.r.), Landrat Michael Makiolla (3.v.r.), Sozialdezernentin Gabriele Warminski-Leitheußer (Mitte, 2. Reihe) und Fachbereichsleiter Norbert Hahn (4.v.l.). Foto: Kreis Unna
Das RAA-Team beim Jubiläum 2004 mit NRW-Sozialministerin Birgit Fischer (4.v.r.), Landrat Michael Makiolla (3.v.r.), Sozialdezernentin Gabriele Warminski-Leitheußer (Mitte, 2. Reihe) und Fachbereichsleiter Norbert Hahn (4.v.l.). Foto: Kreis Unna




Tennis-Mädchen des Gymnasiums sind Kreismeister

Die Tennismannschaften des SGB sind auch in diesem Schuljahr mit Erfolgen in die Saison gestartet. Gemeldet wurden zum ersten Mal eine Mädchen-Mannschaft der Jahrgänge 1998-2001 und, sowie im Vorjahr, eine Jungen-Mannschaft der Jahrgänge 2001-2003.

Das erfolgreiche Tennisteam des Städtischen Gymnasiums Bergkamen.
Das erfolgreiche Tennisteam des Städtischen Gymnasiums Bergkamen.

Da bei den Mädchen-Mannschaften zwei Schulen ihre Teilnahme an der Kreismeisterschaft zurückziehen mussten, standen sich auf der heimischen Tennisanlage des TuRa Bergkamen das Städtische Gymnasium sowie die Realschule Bergkamen direkt im Finale um den Titel gegenüber.

Nach vier gespielten Einzeln stand es 2:2 unentschieden, so dass die beiden Doppelpartien über Sieg und Niederlage entscheiden mussten. Hier setzen sich unsere Doppelpaarungen erfolgreich durch, so dass der Kreismeistertitel zum ersten Mal an das SGB verliehen wurde. Nun geht es für unsere Tennisspielerinnen zur Vorrunde um den Titel des Regierungsbezirksmeisters aus Arnsberg.

Zum erfolgreichen Team gehören: Lara Sudhaus, Mira Havers, Alina Poschmann und Luise Weidlich.

Eine Woche später mussten sich die Jungen der Wettkampfklasse III auf den Weg zum TC Unna 02 machen, um dort um den Kreismeistertitel zu spielen. Gegner in diesem Jahr waren das Christopherus Gymnasium aus Werne sowie das Friedrich-Bährens Gymnasium aus Schwerte. Leider gingen beide Spiele gegen die anderen Gymnasien verloren, dennoch sicherte sich unsere Mannschaften durch die Absagen von drei Schulen den 3.Platz und wiederholte somit den Erfolg aus dem letzten Schuljahr.  In Erinnerung an einen tollen Wettkampftag wird das Einzel von Phil Richter bleiben, der seinen zwei Jahre älteren Gegner in einem absoluten Krimi-Match mit 6:3, 2:6 und 10:8 (Match-Tie-Break) besiegte.

Zur erfolgreichen Mannschaft zählen: Jonas Sandmann, Phil Richter, Daniel Müller und Cedric Baar.

Insgesamt erfreut sich der Betreuer Herr Kreth eines stärker zunehmenden Interesses am Tennissport und hofft, dass auch in Zukunft viele talentierte Schülerinnen und Schüler des SGB sich für die Schulmannschaften interessieren.




Vor 70 Jahren erster Großangriff britischer Bomber auf Bergkamen

Immer noch wird auf Bergkamener Stadtgebiet nach Bomben aus dem 2. Weltkrieg entdeckt und entschärft. Sie galten den damaligen Chemischen Werke Bergkamen (heute das Werksgelände von Bayer Health). Dort wurde unter anderem aus Kohle das für Nazi-Deutschland kriegswichtige Flugbenzin hergestellt.

Die Chemischen Werke Bergkamen nach den Luftangriffen.
Die Chemischen Werke Bergkamen nach den Luftangriffen. (Foto: Bayer)

Den ersten großen Luftangriff starteten britische Bombereinheiten am 11. September 1944, heute vor genau 70 Jahren. An diesem Tag steuerten die 134 Flugzeuge ebenfalls Produktionsanlagen für synthetische Kraftstoffe in Gelsenkirchen und Castrop-Rauxel an. Weitere Luftangriffe auf das Werk erfolgten am 24. Und 25. Februar 1945 sowie am  1. März 1945.

609 Todesopfer in der Zivilbevölkerung

Nordberg
90 Prozent der Häuser der Bergbaugemeinde Bergkamen waren nach den Luftangriffen zerstört worden.

Die Folgen dieser Luftangriffe waren für die damalige Bergbaugemeinde Bergkamen (heute der Stadtteil Bergkamen-Mitte) verheerend. Nicht nur die Produktionsanlagen der Chemischen Werke wurden weitestgehend zerstört, sondern zudem auch 90 Prozent der Wohnhäuser sowie Schulen und Kirchen. 609 Bewohner der Bergarbeitergemeinde verloren ihr Leben.

Schlagwetterexplosion auf Grimberg 3/4

Kokerei
Schwer getroffen von den britioschen Fliegerbomben wurde auch die Kokerei der Zeche Grimberg 1/2.

Hinzu kommen weitere 107 Todesopfer, die eine Schlagwetterexplosion auf dem Bergwerk Grimberg 3/4 in der Nachbargemeinde als Folge des ersten Luftangriffs am 11. September 1944 forderte. Ursache war vermutlich der Ausfall der

Auf dem Ehrenfriedhof in Bergkamen-Mitte haben zahlreiche zivile Opfer des Bomberangriffs vom 11. September 1944 ihre letzte Ruhestättegefunden
Auf dem Ehrenfriedhof in Bergkamen-Mitte haben zahlreiche zivile Opfer des Bomberangriffs vom 11. September 1944 ihre letzte Ruhestättegefunden

Stromversorgung  durch die „Schwesterzeche” Grimberg 1/2 in Bergkamen-Mitte. Bomben hatten dort das zecheneigene Kraftwerk getroffen.

Bei den meisten Todesopfern auf Grimberg 3/4 handelte es sich um russische Kriegsgefangene, die im Ruhrbergbau in den Schachtanlagen Zwangsarbeit leisten mussten. Diese Opfer haben ihre letzte Ruhestätte auf dem sogenannten „Russenfriedhof” am Pantenweg gefunden.

 

Bomben
Diese Luftaufnahme lässt die verheerende Wirkung der Luftangriffe auf die Chemischen Werke für die Bergbaugemeinde Bergkamen erahnen. Foto: Stadtarchiv Bergkamen




Partikelniederschlag auf Pkw stammt wahrscheinlich vom Kraftwerk Heil

Etliche Autofahrer hatten am Dienstag vergangener Woche Alarm geschlagen und haben bei der Polizei Anzeige erstattet: Ein weißer Niederschlag von zunächst unbekannter Herkunft hatte den Lack und auch die Scheiben ihrer Pkw beschädigt. Nach einem Gutachten soll dafür mit großer Wahrscheinlichkeit das Kohlekraftwerk in Heil verantwortlich sein.

Vom Kraftwerk Heil stammt wahrscheinlich der Partikelniederschlag, der auf zahlreichen Autos auf den Parkplätzen von Bayer und der benachbarten Betriebe niederging.
Vom Kraftwerk Heil stammt wahrscheinlich der Partikelniederschlag, der auf zahlreichen Autos auf den Parkplätzen von Bayer und der benachbarten Betriebe niederging.

Eine weitere Aussage des Berichts der Landessamt für Natur, Umwelt und Verbraucher (LANUV) wirkt beruhigend. Eine „toxikologische Relevanz“ und damit eine Gesundheitsgefährdung seien „weitestgehend auszuschließen“. Gleichwohl lautet die Empfehlung, Nahrungspflanzen aus Nutzgärten vorsorglich aus hygienischen Gründen vor dem Verzehr gründlich abzuwaschen.

Das LANUV hatte am 5. September im Auftrag der Bezirksregierung Arnsberg an verschiedenen Stellen in Bergkamen Proben der niedergegangenen Partikel genommen. Die Bezirksregierung war von einem Bergkamener Chemieunternehmen über weißliche Partikel auf Pkws von Mitarbeiter/innen informiert worden. Die Partikel seien schwer entfernbar und hinterließen nach Reinigungsversuchen bläulich schimmernde Flecken. Auch auf dem Parkplatz eines benachbarten Unternehmens waren Fahrzeuge betroffen gewesen. In einem Fall lautete der Befund eines Autoaufbereiters, dass gegen die Flecken mit herkömmlichen Mitteln nichts auszurichten sei. Im Zweifelsfall müsse der Pkw neu gespritzt werden.

Die Bezirksregierung Arnsberg hat eine Anhörung des als Verursacher in Frage kommenden Kohlekraftwerkbetreibers in Bergkamen eingeleitet, um die Ursachen für die Emission zweifelsfrei zu ermitteln. Strafanzeigen liegen bereits vor. Die Kriminalpolizei ermittelt. Gleichzeitig weist die Bezirksregierung darauf hin, dass es sich bei der Klärung etwaiger Schadensersatzansprüche um eine zivilrechtliche Angelegenheit handelt.

Das LANUV stellt in seinem Bericht fest: „Die in der Probe dominierenden kugelförmigen Silkatbestandteile treten als charakteristische Hauptbestandteile in Flugaschen aus Kohlekraftwerken auf. Auch die in geringeren Mengen vorhandenen kugelförmigen Partikel mit hohen Eisengehalten sind als Bestandteile derartiger Flugaschen bekannt. Die identifizierten schwefelhaltigen Verbindungen (Gips) deuten ebenfalls auf Emissionen aus Kohlekraftwerken hin. […] Aufgrund der sehr charakteristischen Zusammensetzung der Partikelniederschläge können andere Ursachen mit hoher Sicherheit ausgeschlossen werden.“

Ausdrücklich heißt es im Gutachten: „Die vorliegenden Beaufschlagungen werden durch Emissionen aus einem Kohlekraftwerksbetrieb verursacht.“




Tonnenschwere Seilscheibe neues Prunkstück am Stadtmuseum

Das Bergbau-Außengelände hat eine Attraktion mehr. Am Eingangstor zum Hof werden die Besucher des Museumsfests am Sonntag nicht nur von einer Lore, sondern ab sofort auch von einer Seilscheibe begrüßt.

Offizielle Übergabe der Seilscheibe am Stadtmuseum an die Stadt Bergkamen.
Offizielle Übergabe der Seilscheibe am Stadtmuseum an die Stadt Bergkamen.

Diese Seilscheibe ist viel kleiner als die, die vor dem Bergkamener Rathaus steht. Ein wesentlicher Grund ist: Sie wurde für den Transport von Bergleuten und Material unter Tage von Haus Aden von der 745-Meter-Sohle zur 1000-Meter-Sohle genutzt. Der Blindschacht verband sechs Flöze. Der bekanntestes dürfte immer noch der Flöz Röttgersbank sein.

Durch einen Zufall ist der Bergkamener IGBCE/REVAG-Arbeitskreis an diese prächtige Seilscheibe gekommen, wie Oberadens IGBCE-Vorsitzender Willi Null berichtet. Eigentlich gehörte sie dem Kleingärtnerverein Goldäcker. Das Bergwerk Haus Aden hat ihm  die Seilscheibe geschenkt.

Die Kleingärtner bauten sie in Ihrer Anlage auf einem festen Fundament auf. Doch irgendwann entschlossen sie sich, die Seilscheibe zu versetzen. Ihr Pech war, dass sich der neue Standort genau über eine Gasleitung befand. Das durfte nicht sein und fiel bei einem Routinekontrollflug mit einem  Hubschrauber auf. Die Seilscheibe musste weg. „Wir haben sie uns dann in einer Nacht und Nebelaktion gesichert“, erklärte Willi Null.

Nächstes Projekt ist die 16 Meter lange Ausbaustrecke

Peter Schedalke und die schweren Einzelteile der Ausbaustrecke.
Peter Schedalke und die schweren Einzelteile der Ausbaustrecke.

Geplant war, neben der Seilscheibe am „Tag des Bergmanns“ am 14. September ein weiteres Prunkstück zu präsentieren: eine etwa 16 Meter lange und über sechs Meter breite Ausbaustrecke. Die Einzelteile aus schwerem Stahl liegen zwar im hinteren Hof des Stadtmuseums, zum Zusammenbau ist es aber noch nicht gekommen.

Ein Grund ist sicherlich der unerwartete Tod von Heiner Mathwig Ende Juli. Er war immer eine treibende Kraft bei den Projekten des Geschichtskreises im Umfeld des Stadtmuseum. An diesen und auch an die vielen anderen Verdienste Heiner Mathwig erinnerte der REVAG-Geschäftsführer Andreas Artmann am Mittwochmorgen bei der offiziellen Übergabe der Seilscheibe an Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel.