Für elf Bergkamener Grundschulklassen heißt es „Miteinander statt Gegeneinander“
Seit Anfang Januar heißt es für elf Bergkamener Grundschulklassen „Miteinander statt Gegeneinander“ – denn seit diesem Zeitpunkt führt das Bergkamener Streetworkteam dieses Projekt an sechs der sieben Bergkamener Grundschulen durch.
„Miteinader statt Gegeneinander“ – Training an der Overberger Grundschule.
Hierbei wird den Drittklässlern in spielerischen Trainingseinheiten in der Sporthalle der faire Umgang und die Kooperation miteinander näher gebracht. Der Streetwork Förderverein Bergkamen e.V. stellt hierfür gemeinsam mit der „Aktion Mensch“ die benötigten Projektmittel für die erste Phase des Projektes zur Verfügung.
„Dank der großzügigen finanziellen Unterstützung durch die Aktion Mensch können wir in diesem Jahr der großen Nachfrage der Grundschulen an einer Projektteilnahme nachkommen und mussten glücklicherweise keine interessierte Klasse abweisen. So erreichen wir schon in diesem ersten Jahr fast 250 Kinder“, freute sich daher auch die zweite Vorsitzende des Fördervereins Sabine Bellert.
Insgesamt gliedert sich das Projekt, das von den Bergkamener Streetworkern gemeinsam mit Deeskalationstrainern aus der Region durchgeführt wird, in vier aufeinanderfolgende Trainingsphasen. So kommt jede Klasse in den Genuss von zwei Trainingstagen im dritten und zwei weiteren im vierten Schuljahr.
„Dieses Programm soll die solide Basis bilden, auf der selbstbewusste, faire und starke Kinder sich eigenverantwortlich entfalten können“, erklärt Bellert weiter. „Es wird in den Programmen nicht an Defiziten angesetzt, sondern die Stärkung von Ressourcen steht klar im Vordergrund.“
Im Schuljahr 2015/16 sollen aufgrund der großen Nachfrage auch die neuen dritten Klassen die Möglichkeit erhalten, in das Projekt einzusteigen, so dass dieses kontinuierlich und nachhaltig durchgeführt werden kann.
Nähere Informationen zu dem Projekt „Miteinander statt Gegeneinander“ gibt es beim Bergkamener Streetworkteam (Anlaufstelle Streetwork; Am Stadion 7a; 59192 Bergkamen; Telefon 02307/282740)
Zirkus und LandArt: Osterferienprojekte der Jugendkunstschule Bergkamen
Auch in diesem Jahr veranstaltet die Jugendkunstschule Bergkamen zwei Ferienprojekte für Kinder und Jugendliche.
Das Zirkusprojekt der Jugendkunstschule gibt es auch in den kommenden Osterferien.
Vom 30. März bis 2. April wird die Sporthalle der Pestalozzischule zur Manege für junge Künstler. Beim diesjährigen Zirkusprojekt steht die Geschichte vom Zauberer von Oz auf dem Programm. Die Zirkuspädagogin Andrea Kruck wird wieder erfahrene Zirkusleute um sich scharen und mit den Kindern und Jugendlichen ab 8 Jahren eine spannende Präsentation erarbeiten.
In der zweiten Ferienwoche geht es raus in die Natur. Die aus Dortmund stammende Kulturpädagogin Silke Bachner wird vom 07. bis 10. April das LandArt Projekt leiten, das in Kooperation mit dem Umweltzentrum Westfalen und der Naturfördergesellschaft des Kreis Unna auf der Ökologiestation in Bergkamen Heil durchgeführt wird. Kinder von 7 bis 12 Jahre können hier mit allen Sinnen die Natur erleben und ihre fantastischen Ideen mit vorhandenen Naturmaterialien kreativ umsetzen. Neben Masken, Kostümen und Kopfbedeckungen gestalten die Kinder auch wieder fantasievolle Kunstwerke, Skulpturen und skurrile Wesen aus Rinden, Ästen, Lehm und vielem mehr.
Beide Projekte finden täglich von 10:00 bis 16:00 Uhr statt. Eine Präsentation des LandArt Projekts ist für Freitag, 10. April um 13:00 Uhr vorgesehen.
Interessierte Kinder können bei der Jugendkunstschule Bergkamen angemeldet werden. Informationen gibt es unter 02307/9835027 oder 02307/965462.
Zahl der Straftaten ist 2014 in Bergkamen leicht gesunken
Die Gesamtzahl aller Straftaten im Kreis Unna ist rückläufig und liegt deutlich unter der des negativen Rekordjahres 2009. Danach gab es im Vorjahr insgesamt 21.195 Straftaten im Kreis Unna (2013: 21.638). Die Zahl der aufgeklärten Fälle stieg leicht auf 10.419 (2013: 10.403). Lediglich in Bönen, Kamen und Selm ist die Zahl der Straftaten leicht gestiegen. In Holzwickede und allen anderen Kommunen im Kreis wie in Bergkamen wurden dagegen weniger Straftaten verübt. Das geht aus der Kriminalstatistik der Kreispolizeibehörde Unna für das Jahr 2014 hervor, heute (11. März) vorgelegt wurde.
Gaben die Kriminalitässtatistik 2014 für den Kreis Unna bekannt, v.l.: Hans-Dieter Volkmann (Leitender Polizeidirektor), Landrat Michael Makiolla und Volker Kleisa (Direktionsleiter Kriminalität). (Foto: Peter Gräber)
Hinweise der Bürger wichtig für Polizeiarbeit
Besonders erfreulich: Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist mit 903 Fällen in 2014 erstmals seit Jahren wieder rückläufig (2013: 991 Fälle). Auch die gezielte Arbeit der Polizei in diesem Bereich zahlt sich offenbar aus. Denn auch die Aufklärungsquote ist von 128 geklärten Fällen in 2013 auf 153 Fälle im vorigen Jahr gestiegen. Mehrmals konnten Täter auf frischer Tat erwischt und in der Folge auch noch weitere Straftaten nachgewiesen werden. „Ich bin zuversichtlich, dass hier eine Trendwende geschafft ist“, sagte Landrat Michael Makiolla dazu. Trotz dieser Erfolge will die Polizei die Kriminalität im Bereich Wohnungseinbrüche weiter schwerpunktmäßig bekämpfen. „Denn insgesamt sind die Straftaten in diesem Bereich immer noch zu hoch“, betont Makiolla. So soll die Ermittlungskommission Wohnung bei der Kreispolizei nicht wie geplant in diesem Monat aufgelöst, sondern fortgesetzt werden.
Besonders wichtig für den Erfolg der Polizei sei gewesen, so betont Makiolla, dass immer mehr Bürger die Augen offen halten und sich nicht scheuen, Verdächtiges zu melden. „Dafür möchte ich den allen Bürgern ausdrücklich danken. Hier hat sich das Verhalten der Menschen positiv verändert. Ich kann nur appellieren, dass die Bürger auch weiterhin Hinweise geben“, so der Landrat. Die Polizei sei bei ihrer Ermittlungsarbeit auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen.
Ebenfalls wichtig in diesem Zusammenhang: Auch die Zahl der Einbruchsversuche ist gestiegen. Wenn immer mehr Täter nicht zum Ziel kommen, zeige dies, dass Einbrüche erfolgreich mit technischen Mittel verhindert werden können.
Am häufigsten sind Diebstahlsdelikte
Aufgeschlüsselt nach Delikten sind die Diebstahlsdelikte mit 8.762 Fällen (2013: 9.002) die größte Gruppe dar, die fast die Hälfte aller Straftaten ausmachen, gefolgt von Vermögens- und Fälschungsdelikten mit 4.451 Fällen (2014: 4.428). Die Rohheitsdelikte, wozu Mord, Körperverletzung, Vergewaltigung, Raub zählen, kommen mit 12 Prozent aller Fälle auf Platz vier der Statistik.
Besonders negativ haben sich die Fahrraddiebstähle (253 Fälle) und die Diebstähle aus und an Fahrzeugen (174 Fälle) in der Statistik niedergeschlagen. Die Zahl der Wa5renkreditbetrüfge4rein ist dagegen um 197 Fälle besonders stark zurückgegangen im Vorjahr.
Die Zahl der Sexualstraftaten im Kreis Unna ist im Jahr 2014 auf 142 gesunken (2013: 158), die Aufklärungsquote (78,17 Prozent) leider auch.
Leichter Anstieg der Gewaltkriminalität
Ebenfalls weniger erfreulich: Im Jahr 2014 gab es mehr Gewaltkriminalität (629 Fälle) als noch in 2013 (617 Fälle). Zu den Kommunen, in denen die Gewaltkriminalität gestiegen ist, zählt neben Bergkamen auch die Gemeinde Holzwickede. Begründet wird dies wegen der geringen Fallzahlen von der Polizei mit statistischen Schwankungen. „Trotzdem schauen wir genau hin“, versichert Volker Kleisa, der zuständige Kriminaloberrat.
Im Bereich der Raubkriminalität ist gibt es elf Straftaten mehr (211) im, Vorjahr zu vermelden als im Jahr 2013. Allerdings konnte die Polizei 55,45 Prozent aller Fälle in diesem Bereich aufklären.
Im Bereich der Raubkriminalität ist die Zahl der Delikte lediglich in Holzwickede, Bönen und Unna gesunken, in allen anderen Kommunen des Kreises dagegen gestiegen. Mit 12 Fällen mehr hast Bergkamen hier den höchsten Anstieg zu verzeichnen.
Auch die Zahl der Fälle von Straßenkriminalität ist im Jahr 2014 auf 6.173 Fälle gestiegen (2013: 5.959 Fälle) Insgesamt 19 Delikte fallen bei der Polizei in diesen Bereich: vom Handtaschendiebstahl über Körperverletzung oder Sachbeschädigung auf Straßen und Plätzen bis zum Diebstahl an oder aus Fahrzeugen. Die Bekämpfung der Straßenkriminalität bleibt ein weiterer Schwerpunkt der Polizeiarbeit.
Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist wie dargestellt um insgesamt 88 Fälle gesunken im Kreis. Auch in Holzwickede gab es folglich weniger Wohnungseinbrüche. Gegen iesen Trend gab es nur in Schwerte (+46 Fälle) und Bergkamen (+12 Fälle) mehr Wohnungseinbrüche als im Vorjahr 2013.
Diebstähle aus/an Kraftfahrzeugen haben größten Zuwachs
Am deutlich gestiegen sind die Fälle von Diebstahl an/aus Kraftfahrzeugen: 1.600 Fällen in 2014 stehen hier nur 1.422 im Jahr 2013 gegenüber. Gegen den Trend gab es in Holzwickede weniger Delikte dieser Art.
Auch mehr Fahrraddiebstähle (1.351) wurden im Vorjahr gemeldet (2013: 1.099). Das sind immerhin insgesamt 253 Fälle (+23 Prozent) mehr als im Vorjahr.
Beschlagnahmtes Rauschgift
Ein leichter Zuwachs ist bei den Rauschgiftdelikten zu verzeichnen: 763 Delikte in 2014 stehen hier 750 in 2013 gegenüber. Insgesamt wurden 10.683 Gramm Marihuana, 371 Gramm Haschisch, 16.042 Gramm Amphetamine. 101 Gramm Kokain, 72 Gramm Heroin und 35 Stück Ecstasy-Pillen sowie 29.760 Euro Bargeld im Zusammenhang mit diesen Delikten beschlagnahmt.
Wissenschaftsnachwuchs trainiert bei Bayer für die Chemie-Olympiade
Viele junge Menschen, die sich in besonderer Weise für Chemie interessieren, verbindet eine gemeinsame Erfahrung: An ihren Schulen erhalten sie mangels Laborkapazität nicht die gewünschte Förderung. Um dem entgegenzuwirken, lädt Bayer HealthCare jedes Jahr junge Chemietalente aus ganz Nordrhein-Westfalen (NRW) zu einem experimentellen Workshop nach Bergkamen ein. „Hier lernen sie Gleichgesinnte kennen und erfahren so, dass sie mit ihrer Leidenschaft für Naturwissenschaften nicht alleine sind“, erklärt Birgit Vieler, Landesbeauftragte der Internationalen Chemie-Olympiade (IChO), am Rande einer Veranstaltung.
Bayer-Azubi Lena Ellerkmann (l.) assistiert Anton Dom und Ina Schulze bei einer Titration.
In diesem Jahr sind 25 Schülerinnen und Schüler, die an der zweiten Runde der IChO 2015 in NRW teilgenommen haben, zum gemeinsamen wissenschaftlichen Arbeiten eingeladen. Ausgerüstet mit Messzylindern, Tropftrichtern, Thermometern und Kugelkühlern machen sich die Nachwuchsforscher an die vorgegebenen Aufgaben: Reinheitsbestimmung von Salicylsäure und Herstellen von Acetylsalicylsäure – dem Wirkstoff von Aspirin. Was für andere kompliziert klingt, erledigen die Schülerinnen und Schüler der Klassen zehn bis dreizehn mit Begeisterung – wobei ihnen Bayer-Auszubildende tatkräftig zur Seite stehen.
„Solche Veranstaltungen sind ein echtes Highlight. Sechs Stunden Experimentieren, noch dazu an einem eigenen Arbeitsplatz – das kann keine Schule bieten. Das geht nur mit Hilfe starker Partnern in Industrie und Forschung“, macht Vieler deutlich. Auch der Einblick in ein Unternehmen wie Bayer HealthCare sei für die Schülerinnen und Schüler eine wichtige Erfahrung. Vieler: „Hier erleben sie Chemie hautnah.“
„Wir freuen uns, Jugendlichen auch über die Stadt- und Kreisgrenzen hinaus die spannende Welt der Naturwissenschaften näher bringen zu können“, betont Ausbildungsleiter Karl Heinz Grafenschäfer. Auf diese Weise trage Bayer HealthCare dazu bei, talentierte junge Menschen bei der Wahl eines Ausbildungsberufs oder bei der Vorbereitung auf ein späteres Studium zu unterstützen.
Trompeter Nico Wellers fährt zum Bundeswettbewerb von „Jugend musiziert“
Auch beim Landeswettbewerb „Jugend musiziert“, der in der vergangenen Woche in Düsseldorf stattfand, konnte Nico Wellers als Schüler der Musikschule Bergkamen überzeugen. Für Nico, der von seinem Klavierlehrer Sven Bergmann begleitet wurde, lief es sehr erfolgreich: Mit seinem Vortrag in der Wertung Trompete/Flügelhorn, Altersstufe IV erreichte er mit 24 Punkten souverän einen 1. Preis. Mit dieser Punktzahl ist die Weiterleitung zum Bundeswettbewerb verbunden.
Nico Wellers (r.) fährt zum Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“. Sven Bergmann begleitet ihn am Klavier.
Dieser findet Ende Mai in Hamburg statt und bietet rund 2.500 jungen Instrumentalisten die Gelegenheit zum musikalischen Wettstreit. „Von diesem Nachwuchs-Musiker werden wir in Zukunft sicherlich noch häufiger hören!“, bemerkt Musikschulleiter Werner Ottjes. Im vergangenen Jahr hatte Nico bereits erfolgreich am Landeswettbewerb „Jugend jazzt“ teilgenommen, dies beweist seine musikalische Vielseitigkeit und die Bandbreite seiner Ausbildung.
Unterrichtet wird Nico übrigens von seinem Vater, der als Trompetenlehrer an der Musikschule Bergkamen arbeitet. Weiterhin ist Nico Mitglied in den verschiedenen Ensembles der Musikschule, wie der Big Band „TripleB“ und BOB, dem Blasorchester der Musikschule.
Nur ein Drachenbootrennen beim Bergkamener Hafenfest 2015
Beim Hafenfest am ersten Juni-Wochenende 2015 wird es nur ein Drachenbootrennen geben – und zwar am Samstag, 6. Juni, geben. Wer hier mitpaddeln möchte, sollte seine Meldung zügig abgeben, denn die Zahl der Team ist begrenzt. Vielleicht ist dafür das Interesse größer, weil es in diesem Jahr in Hamm kein Drachenbootrennen geben wird.
Bis zu 24 Mannschaften können beim Drachenbootrennen im Rahmen des Bergkamener Hafenfestes an den Start gehen, das in diesem Jahr keine Unterscheidung zwischen Hobby- und Firmenteams kennt.
Eine Mannschaft muss dabei aus mindestens 14 Paddlerinnen und Paddlern bestehen, die eine Strecke von 250 m den Kanal in Rünthe in schnellstmöglichster Zeit absolvieren müssen. Nach diversen Qualifizierungsrennen stehen dann die Teilnehmer für die Finalläufe fest, deren Sieger auf der Hauptbühne geehrt werden.
Die Rennen finden am Samstag, 6. Juni, statt, wenn es für die Teams dann wieder „Are you ready? – Attention – Go“ heißt.
Interessierte Teams können den Meldebogen und die Durchführungsbestimmungen im Internet unter www.bergkamen.de abrufen oder sich auch direkt bei Heiko Rahn vom Amt für Schulverwaltung, Weiterbildung und Sport der Stadt Bergkamen unter h.rahn@bergkamen.de anmelden.
Große Nachfrage für das Projekt „Verhalten in Notfall- und Unfallsituationen“ für junge Migranten
Zum ersten Mal hatte am vergangenen Wochenende der Bergkamener Integrationsrat zu einem Kurs „Verhalten in Notfall- und Unfallsituationen“ am vergangenen Wochenende in Zusammenarbeit mit den Johannitern NRW/Östliches Ruhrgebiet in das ehemalige Klepper-Haus eingeladen. Die Nachfrage war so groß, dass jetzt über einen Zusatzkurs nachgedacht wird.
Erste-Hilfe-Lehrgang für junge Migrantinnen und Migranten.
Im November hatte sich ein Arbeitskreis innerhalb des Integrationsrats gebildet, der sich mit dem Thema „Ausbildung für Jugendliche mit Migrationshintergrund“ beschäftigen wollten. Dieser Arbeitskreis hat es sich zur Aufgabe gemacht, jenseits von offiziellen, politischen Angelegenheiten, konkrete Ziele im Bereich Bildung, Förderung und Teilhabe zur Integration jugendlicher Migrantinnen und Migranten zu erarbeiten. Das 8-köpfige Gremium kann nach nur drei Zusammenkünften mit dem Notfalle-Kurs bereits einen beachtlichen Erfolg vorweisen.
„Den Gedanken der Inklusion haben wir auf den Bereich der Hilfsorganisationen übertragen: Integration durch Teilhabe, Integration und Förderung jugendlicher Migranten durch Teilhabe an wichtigen gesellschaftlichen Prozessen. Da Migranten äußerst selten in Hilfsorganisationen vertreten sind, bietet sich hier nun die Möglichkeit, zusammen mit den Johanniter NRW, an dieser Situation gewinnbringend für alle zu arbeiten“, so Harald Sparringa, Stadtverordneter der Bündnis 90/Die Grünen im Bergkamener Integrationsrat und Mitglied im Arbeitskreis.
„Durch Kontakte zu den Johannitern NRW ist es möglich geworden, einen ersten Baustein im Bereich „Ausbildung für Jugendliche“ zu realisieren“, so Sparringa weiter. Für das Wochenende am 7. und 8. März hat der „Verein für Kinder-und Jugendhilfe e.V.“ seine Räumlichkeiten in Oberaden unentgeltlich für ein Projekt zur Verfügung gestellt. Dort wurden 20 Bergkamener jugendliche Migrantinnen und Migranten in einem Lehrgang durch die Johanniter Unfallhilfe, die auch die Kosten der Schulung tragen, zum Thema „Verhalten in Notfall- und Unfallsituationen“ ausgebildet.
Da mehr Anmeldungen eingegangen sind als Teilnehmerplätze zur Verfügung stehen, wird über einen zweiten Kurs nachgedacht. Auch hierüber hat es schon erste wohlwollende Gespräche mit den Johannitern gegegen, die auch großzügigerweise die Kosten für die Ausbildung übernehmen.
Im Anschluss an diese einführenden Kurse und bei entsprechendem Interesse sind Aufbaukurse zum Sanitätshelfer denkbar.
Geballte Hilfbereitschaft bei Typisierung für Annika
An manchen Tischen ging fast nichts mehr. Die Bergkamener standen am Sonntag in der Hellweg-Schule Schlange, um sich typisieren zu lassen. „Die Hilfsbereitschaft ist unglaublich“, sagt Petra Bier und beobachtet ergriffen das rege Treiben. „Hier sind unzählige Menschen spontan zum Helfen gekommen, die wir gar nicht kennen – wir mussten einige Angebote sogar ablehnen.“ Groß ist jetzt die Hoffnung, dass sich ein geeigneter Spender für ihre Tochter Annika findet.
Auf der Suche nach der richtigen Ader: Viele Bergkamener ließen sich am Sonntag Blut abzapfen für den guten Zweck.
Plötzlich war der da, der Knoten am Schlüsselbein. Von Arzt zu Arzt ging es zunächst. Dann die schreckliche Gewissheit: Lymphdrüsenkrebs lautete im vergangenen September die Diagnose für die 28-jährige Bergkamenerin. Es folgten sechs Blöcke mit Chemotherapie. Kurz vor Weihnachten dann Hoffnung: Zu 99,9 Prozent sei das Non-Hodgkin-Lymphom besiegt, so die Ärzte. Eine spezielle Untersuchung in Münster ließ auf die Euphorie totale Verzweiflung folgen: Der Krebs war wieder da. Nur Stammzellen können bei dieser aggressiven Form der Erkrankung helfen. Die beiden Brüder, die Zwillingsschwester: Niemand aus der direkten Verwandtschaft kommt in Frage. Es muss dringend ein Spender her, nachdem eine Operation und eine weitere schwere Chemotherapie keine Erfolge gebracht haben. Inzwischen musste Annika ihre Arbeit aufgeben. Im ganz normalen Alltag braucht sie Hilfe. Die Krankheit hat sie sehr geschwächt.
Ganze Familien waren auf den Beinen
Spontan organisiert: Tombola für den Spendeneingang.
Junge Frauen, jugendliche Männer, ältere Ehepaare, ganze Familien nutzen das prachtvolle Frühlingswetter für einen Ausflug zur Typisierungsaktion. Sie alle drückten Annika im vorbeigehen die Hand, machten ihr Mut. Die 28-Jährige stand sprachlos in der Sporthalle und verfolgte den Strom der Menschen fast ungläubig. „Es ist toll, wie viele Menschen helfen wollen“, sagt sie. Die Familie hat die Typisierungsaktion mit Unterstützung der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) angestoßen. Auch dabei haben viele engagierte Menschen geholfen. Die Stadt Bergkamen hat über den Bürgermeister den Druck von Plakaten und Flyern übernommen. Spontan haben sich Firmen und Organisationen mobilisiert, um mit einer Tombola, Verkaufsständen, Würstchengrill, Waffelstand oder Kuchenbüffet den Spendeneingang zu vervielfachen.
Reger Betrieb an den Helfertischen: Hier wurden alle Daten erfasst.
Unzählige Helfer setzten sich auch an die Tische, um die Daten der Spender aufzunehmen. Darunter auch die Eltern von Dwayne. Für den Bergkamener Jungen hatten vor einiger Zeit bereits unzählige Bergkamener ihr Blut typisieren lassen. „Es ist doch klar, dass wir auch dabei sind“, sagen sie. „Schließlich sind solche Aktionen wichtig und retten Leben!“ Das sagen alle, die bei prächtigem Wetter lieber in der Turnhalle sitzen und kräftig mit anpacken. „Das ist für den guten Zweck, und das ist wichtiger!“
Sechs Minuten und alles war schon vorbei
Wertvolle Fracht: Die Blutspenden gehen auf den Weg zur Typisierung.
Gerade einmal sechs Minuten dauerte die Typisierung. Persönliche Daten und Krankheiten erfassen, den Bogen abliefern, fünf Milliliter Blut abnehmen, die Probe am letzten Stand abgeben: Fertig! „In etwa vier Wochen liegen die Typisierungsergebnisse vor“, erläutert Bettina Steinbauer von der DKMS. Die Suche nach einem Spender für Annika läuft derweil längst schon weltweit. Sollte ein Spender gefunden werden, geht es wie folgt weiter: Die Stammzellen werden in den meisten Fällen ambulant über das periphere (fließende) Blutsystem herausgefiltert. Das dauert vier Stunden und der Spender kann danach wieder nach Hause gehen. Nur in 20 Prozent aller Fälle kann es eine Knochenmarkentnahme über die hinteren Beckenknochen im Rahmen einer Operation geben. Auch das verläuft schmerzfrei.
Ebenfalls wichtig: Spenden, denn eine Typisierung kostet ca. 50 Euro.
„Typisierungen sind wichtig, weil damit auch anderen Betroffenen geholfen werden kann“, betont Bettina Steinbauer. Deshalb haben Annika und ihre Familie die Aktion auch angestoßen – unabhängig davon, ob hier tatsächlich der geeignete Spender gefunden wird. Wichtig sind auch die Spenden: Jede Typisierung einer Blutprobe kostet rund 50 Euro. Bis zum Nachmittag standen bereits weit mehr als 400 Spender Schlange. Viele Spender hatten sich bereits bei Aktionen in der jüngsten Vergangenheit typisieren lassen.
Jetzt hoffen alle gemeinsam mit Annika, dass bald ein Spender gefunden wird. Wer anderweitig helfen will: Die DKMS freut sich über jede Form der Unterstützung. Infos unter www.dkms.de.
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Autofahrer übersieht Lkw auf der A2 beim Spurwechsel
Die Löschgruppen Bergkamen-Mitte und Weddinghofen sind am frühen Freitagmorgen gegen 5 Uhr zu einem Unfall auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Oberhausen gerufen worden. Wegen eines Unfalls war die Autobahn zwischen den Anschlussstellen Kamen / Bergkamen und Dortmund-Nordost zeitweise komplett gesperrt gewesen.
Es ist kaum zu glauben, dass der Fahrer dieses Pkw nur leicht verletzt wurde. Er muss mehrere Schutzengel gehabt haben. Fotos: Feuerwehr Bergkamen
Um kurz vor 5 Uhr wechselte ein 27-jähriger Pkw Fahrer aus Hamm mit seinem Hyundai vom linken auf den rechten Fahrstreifen. Hierbei übersah er offenbar einen dort fahrenden Lkw und fuhr auf diesen auf. Durch den Unfall wurden mehrere Trümmerteile durch die Luft geschleudert. Einige beschädigten einen Pkw Audi, der ursprünglich auf dem mittleren Fahrstreifen hinter dem Lkw her fuhr.
Bei dem Unfall verletzte sich der 27-Jährige leicht. Der 49-jährige Lkw Fahrer aus Sundern und der 54-jährige Bergkamener blieben unverletzt. Es bildet sich schnell ein Rückstau mit einer maximalen Länge von rund 6 km.
Für die Dauer der Aufräum- und Säuberungsarbeiten war die Fahrtrichtung Oberhausen zunächst komplett gesperrt. Nachdem der Verkehr dann über den Seitenstreifen geleitet wurde, konnten zusätzlich noch der rechte Streifen und gegen 9.45 Uhr auch der mittlere und linke Fahrstreifen wieder frei gegeben werden. Es entstand ein polizeilich geschätzter Sachschaden in Höhe von rund 25.000 Euro.
Zunächst hieß laut Alarm bei der Feuerwehr, dass durch einen Unfall eine Person eingeklemmt sei. Das bewahrheitete sich aber nicht, als die Bergkamener Feuerwehrleute am Unfallort eintrafen. Die Feuerwehrleute betreuten die Unfallbeteiligten und durchtrennten die Stromversorgung beim Lkw und beim Pkw.
Ein Trupp sicherte die Unfallstelle ab und leuchtete sie aus. Außerdem wurden ausgelaufene Treibstoffe abgestreut und die Trümmerteile vom Seitenstreifen geräumt.
Hütte brennt auf ehemaligem Zechengelände Grimberg 3/4
Eine brennende Hütte am westlichen Rand des Grimberg-Geländes in Weddinghofen hatte am Freitagmorgen die Bergkamener Feuerwehr auf den Plan gerufen. Alarmiert wurden die Löschgruppen Weddinghofen und Bergkamen-Mitte gegen 9.25 Uhr auch über Sirenenalarm.
Feuerwehreinsatz auf dem ehemaligen Grimberg-Gelände in Weddinghofen. Laut Alarm brannte eine Hütte.
Zu ihrem Einsatzort kamen die Löschfahrzeuge durch das normalerweise verschlossene Tor in der Nähe des TÜV-Berufskollegs und über die Reste einer Werkstraße auf dem ehemaligen Bergwerksgelände. Nach gut einer halben Stunde konnten die Feuerwehrleute und auch die Polizeibeamten wieder abrücken. Über die Brandursachen liegen zurzeit noch keine Erkenntnisse vor.
Geschichte zum Anfassen: Stadtmuseum zeigt das Leben in römischen Lagern
Im Stadtmuseum Bergkamen wird am Freitag, 13. März, um 19 Uhr die neue Sonderausstellung „Von Asciburgium bis Oberaden“ eröffnet. Dazu wird ein umfangreiches museumspädagogisches Programm angeboten.
Zurzeit laufen die Aufbauarbeiten für die neue Sonderausstellung im Stadtmuseum zum Leben in römischen Lagern.
Von März bis Oktober können Kindergärten, Grundschulen und weiterführende Schulen die für die Ausstellung speziell entwickelten museumspädagogischen Programme buchen. Unterschiedliche Themenschwerpunkte zeigen den Kindern, Schülerinnen und Schülern das Leben in der römischen Provinz Germanien. Dabei steht das Motto „Geschichte zum Anfassen“ im Vordergrund. Nachbildungen von römischen Alltagsgenständen sowie die Ausrüstung eines Legionärs können die jungen Besucher selbst in die Hand nehmen und ausprobieren.
Erwachsenengruppen erfahren durch eine fachlich begleitende Führung und ausgestellte archäologische Funde wichtige historische Aspekte. Das Verwöhnprogramm „Römische Wellness“ lässt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Alltag vergessen und sorgt für Entspannung, auf die schon die alten Römer großen Wert legten. Auch Einzelbesucher und Familien erhalten die Möglichkeit das römische Provinzialleben im historischen Gesamtbild kennen zu lernen. Während der geplanten Familiensonntage steht zunächst eine kostenfreie Führung an. Eine anschließende Themenaktion lädt zum Mitmachen ein.
Das Kastell Asciburgium (16/15 v. Chr.) wurde nach vermehrten Einfällen von germanischen Stämmen in die westrheinischen Gebiete zur Sicherung der Grenze von den Römern errichtetet. Es wurde ca. 100 Jahre als militärischer Stützpunkt genutzt. In unmittelbarer Nähe entwickelte sich ein Lagerdorf. Hier ließen sich Frauen und Kinder der Soldaten sowie Veteranen nieder. Kaufleute betrieben regen Handel und Handwerker boten ihre Dienste an.
Rhein war eine natürliche Grenze
Vor 2000 Jahren bildete der Rhein eine natürliche Grenze zwischen dem römischen Reich im Westen und den freien Germanen im Osten. Nach vermehrten Einfällen von germanischen Stämmen in die westrheinischen Gebiete errichteten die Römer Kastelle, um die Grenze zu bewachen. Das Kastell Asciburgium (16/15 v. Chr.) im heutigen Moers-Asberg entstand an einem Altarm des Rheins und wurde ca. 100 Jahre als militärischer Stützpunkt genutzt. In unmittelbarer Nähe entwickelte sich ein Lagerdorf. Hier ließen sich Frauen und Kinder der Soldaten sowie Veteranen nieder. Kaufleute betrieben regen Handel und Handwerker boten ihre Dienste an.
Diese Dorfgemeinschaft bildet einen Schwerpunkt der Sonderausstellung im Stadtmuseum Bergkamen. Die archäologischen Funde auch aus anderen römischen Kastellen, Inszenierungen und Bilder veranschaulichen das Alltagsleben der Grenzsiedlung am Rhein. Weitere Objekte stellen die Alltagssituation im Kastell dar. Das Leben der Soldaten in Asciburgium weist zahlreiche Parallelen zum größten römischen Militärlager nördlich der Alpen auf, dessen Spuren sich in Bergkamen-Oberaden befinden. Die Sonderausstellung nimmt darauf Bezug und verdeutlicht die Gemeinsamkeiten.
Weitere Informationen finden interessierte Besucher im Flyer zur Sonderausstellung und unter der Telefonnummer 02306/306021-0.