Wandern Bergkamener Dinos zum Revierpark in Oberhausen aus?

Der Regionalverband Ruhr (RVR) und die Stadt Oberhausen suchen nach Möglichkeiten, ihren mit rund einer Million Euro pro Jahr defizitären Revierpark Vonderort wieder auf die Beine zu bringen. Hilfe könnte aus Bergkamen kommen: durch die Dinosaurier, die einst den Romberger Wald in Overberge bevölkern sollten, und durch die Dinosaurierpark NRW GmbH, die immer noch ihren Sitz am Lindenweg in Weddinghofen hat.

Dino im deutschen Wald
Dinos sind im deutschen Wald nicht gut gelitten, vielleicht aber im Revierpark Vonderort in Oberhausen.

In diesem Revierpark sieht Peter Montero Küper, der Geschäftsführer der Dinosaurierpark NRW GmbH laut Radio Oberhausen besser Realisierungschancen als in Bergkamen. Zudem seien dort ausreichend Platz und bereits angelegte Wege vorhanden.

Allerdings muss der Geschäftsführer vorher noch einige Hürden überwinden. Sein Dinopark konkurriert  in Oberhausen mit einer Reihe anderer Konzepte für einen Aufschwung bei den Besucherzahlen. Sie reichen von einer Minigolfanlage bis hin zu einem Kletterpark. Grundvoraussetzung ist für alle aus Sicht der Revierparkgesellschaft: Sie dürfen dem RVR und der Stadt Oberhausen nichts kosten.

Im Bergkamener Rathaus werden die Abwanderungsgelüste der Urzeitviecher nicht auf große Begeisterung stoßen. Ein wenig hat man damit geliebäugelt, dass der als Freizeitfläche ausgewiesene Bereich südlich des Westenhellwegs in Rünthe für die Dinos aus Kunststoff eine Heimat werden könnte – eventuell sogar als Alternative für einen  Campingplatz. Doch in der Verwaltung ist man realistisch geblieben. Sie befürchtet, dass Peter Montero Küper „von Bergkamen die Nase voll hat“.




Lünener Unternehmen plant Pflege- und Ärztezentrum an der Landwehrstraße

Sechs Häuser betreibt das Lünener Unternehmen „Senioreneinrichtungen Mohring“ bereits. Ein weiteres wird zurzeit in Bönen gebaut. Das achte soll, falls der Stadtrat im nächsten Jahr „grünes“ geben sollte, in Bergkamen-Mitte an der Landwehrstraße auf dem Grundstück zwischen Büscherstraße und dem neuen Aldi-Standort hinzukommen.

So könnte das neue Pflegeheim an der Landwehrstraße aussehen.
So könnte das neue Pflegeheim an der Landwehrstraße von Süden aus aussehen.

Und die Familie Mohring möchte noch mehr. Nach den Plänen, die der Projektentwickler Volker Spiewak von „ConReal Estate Hamburg“ und Architekt Christian Peirik vom Dortmunder Büro „Archteam“ sollen zusätzlich südlich des neuen Aldi-Grundstücks ein Ärztezentrum und Gebäude fürs betreute Wohnen entstehen.

Dass durch das neue Haus mit 80 Betten in 80 Einzelzimmern für die anderen sechs Pflegeeinrichtungen in Bergkamen eine unangenehme Konkurrenzsituation entstehen könnte, glaubt Volker Spiewak nicht. Diese bereits vorhandenen Seniorenheime verfügen über 499 Betten und seien sehr gut ausgelastet. Bereits jetzt lebten in Bergkamen 8968 Einwohner, die älter als 65 Jahre seien. Hinzu kommen, dass ab 2018 laut einer Gesetzesänderung höchstens 20 Prozent der Heimplätze sich in Doppelzimmer befinden dürften. Das jetzt geplante Heim soll ohnehin nur mit Einzelzimmer an den Start gehen, die sich aber, etwa für Eheleute, zu Doppeleinheiten verbinden lassen.

Die im Ausschuss  vorgestellten Pläne gehen jetzt in die Beratung der Fraktionen. Gesprächsbedarf gibt es aber auch zwischen der Familie Mohring und einem nicht näher benannten Investor. Er hat bereits im Rathaus eine Bauvoranfrage für ein Ärztezentrum gestellte, das auch das Lünener Unternehmen gern errichten möchte.

Lageplan: links oben das Seniorenheim, rechts oben der neue Aldi und Rechts unten dass Ärztezentrum mit dem betreuten Wohnen.
Lageplan: links oben das Seniorenheim, rechts oben der neue Aldi und Rechts unten dass Ärztezentrum mit dem betreuten Wohnen.

Vielleicht ist auch ein wenig Eile für alle geboten, die planen, ein Seniorenheim  zu errichten. Beim Kreis haben die SPD, CDU und die Grünen einen gemeinsamen Antrag gestellt, nachdem für den Kreis Unna eine verbindliche Bedarfsplanung für stationäre Pflegeeinrichtungen erstellt werden soll. Ziel dieses Vorstoßes ist es, Pflegeeinrichtungen gleichmäßig aufs Kreisgebiet zu verteilen. Das heißt unter anderem, dass Heime erst dann gebaut werden dürfen, wenn der Bedarf in der betreffenden Gemeinde oder Stadt vom Kreis festgestellt wird.

Weiter Infos zu „Pflegeinrichtungen Mohring“ gibt es hier.

Wer den gemeinsamen Antrag von SPD, CDU und Grünen nachlesen möchte, kann das hier tun: 189-14_Gemeinsamer_Antrag_SPD_CDU_B90_zur_Einfuehrung_einer_verbindlichen_stationaeren_Pflegebedarfsplanung (1)




Familie Mustermann zahlt 2015 rund 350 € mehr an Steuern und Gebühren

Das ist schon eine dicke Kröte, die 1. Beigeordneter Dr. Hans-Joachim Peters und Kämmerer Holger Lachmann dem Stadtrat am 11. Dezember zur Abstimmung präsentieren wollen: Die durchschnittliche vierköpfige Bergkamener Familie Mustermann soll im kommenden Jahr 347,19 Euro oder 21 Prozent mehr an Steuern und Gebühren an die Stadtkasse überweisen beziehungsweise über die Betriebskosten ihrer Mietwohnung zusätzlich bezahlen.

RathausDer dickste Happen ist die Anhebung des Hebesatzes bei der Grundsteuer B von bisher 450 auf 670 Prozentpunkte. Das allein belastet die Mustermanns mit 194 Euro jährlich bei einer Steigerungsrate von fast 50 Prozent. Die Abwassergebühren steigen um 15 Prozent und die Abfallbeseitigung um über 6 Prozent. Lediglich die Straßenreinigung mit dem Winterdienst wird um drei Prozent günstiger.

Diese geplanten Mehrbelastungen seien alternativlos, wolle man als Stadt nicht in den Nothaushalt rutschen, betonen Peters und Lachmann. Dabei lassen sie keine Zweifel aufkommen: Nicht die Bürger sind Schuld an der Finanzmisere. Einerseits seien es Bund und Länder, die den Städten und Gemeinde immer mehr Aufgaben zuweisen, ohne sich um eine Finanzierung zu kümmern. Andererseits ist es der aktuelle Einbruch bei der Gewerbesteuer in diesem Jahr um fast 4 Millionen Euro. Es hätten Steuerrückzahlen in 2014 gegeben, berichtet Lachmann.

Die Bürger tragen nun die Hauptlast, dies halbwegs auszugleichen. Die Anhebung des Hebesatzes bei der Grundsteuer soll zwei Millionen Euro bringen und der Dreh ab der Gebührenschraube beim Abwasser eine weitere Million. Ein bisschen trifft es aber auch die Betriebe und die Landwirtschaft. Die Gewerbesteuer steigt von 470 auf 480 Prozent und die Grundsteuer A von 295 auf 350 Prozent.

Tröstlich mag da sein, dass der künftige Hebesatz bei der Grundsteuer B im Kreis Unna einen mittleren Platz in der Rangfolge der kreisangehörigen Städte und Gemeinden einnimmt. Auf den Spitzenplatz bei der Gewerbesteuer mit 490 Prozent wurde aus kosmetischen Gründen verzichtet.

Dies alles wird nicht ausreichen, das Minus in der Stadtkasse auszugleichen. Zur weiteren mittelfristigen Entlastung sollen die Standards überprüft werden. Das könne aber auch nicht so weit gehen, dass Bergkamen zu einer für Neubürger unattraktiven Stadt wird, betont Lachmann. Dazu soll die kommunalen Unternehmen Höhe Gewinne ausschütten oder ihre Verluste reduzieren. Wie bei den GSW, deren Gewinne wegen der Folgen der Energiewende einbrechen. Die Sanierung der defizitären Freizeiteinrichtungen mit einem jährlichen Verlust von jährlich 6 Millionen Euro wird so zu einer Pflichtaufgabe.




Bergkamener Politik begrüßt ausdrücklich neuen Moschee-Standort

Der neue Standort für den Bau der neuen Moschee der DITIB-Gemeinde Bergkamen-Mitte wird von allen Fraktionen des Stadtrats begrüßt. Das wurde in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am Dienstagnachmittag mehr als deutlich.

Entwurf für die neue Moschee an der Karl-Liebknecht-Straße
Der ursprüngliche Entwurf für den Bau der Moschee an der Karl-Liebknecht-Straße

Beigeordneter Dr. Hans-Joachim Peters stellte den Ausschussmitgliedern den neuen Strandort vor. Es ist das städtische Grundstück direkt neben der LWL-Tagesklinik an der Erich-Ollenhauer-Straße. Dort ließen sich die Pläne, die der Architekt für den ursprünglichen Standort an der Karl-Liebknecht-Straße entwickelt hatte, 1:1 umsetzen.

Peters wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es Beschlusslage des Stadtrats sei, die DITIB-Gemeinde bei der geplanten Verlagerung ihres Gemeindezentrums am Wiehagen zu unterstützen und für den Neubau ein städtisches Grundstück der Gemeinde anzubieten. Am Wiehagen komme es unter anderem wegen des Verkehrsaufkommens und wegen der Parkplatznot immer wieder zu großen Problemen. Dass die Moschee nicht an der Karl-Liebknecht-Straße gebaut werden kann, ist übrigens ein Ergebnis des Lärmgutachtens, das die DITIB-Gemeinde selbst in Auftrag gegeben hatte.

Grundstück neben der LWL-Tagesklinik: der neue Standort für die Moschee der DITIB-Gemeinde Bergkamen-Mitte.
Grundstück neben der LWL-Tagesklinik: Wird das der neue Standort für eine Moschee.

Diese Schwierigkeiten gebe es am geplanten neuen Standtort nicht. Allerdings spiele noch die Störfallverordnung in Zusammenhang mit Bayer HealthCare und Chemtura eine Rolle. Noch liege das Grundstück innerhalb der Störfallgrenze. Diese habe sich bereits wegen technischer Änderungen bei den beiden Chemieunternehmen nach Norden verschoben, so dass der Bau der neuen Sparkassenhauptstelle am Busbahnhof jetzt möglich werde. Gespräche mit den beiden Unternehmen hätten gezeigt, dass sie künftig diese Störfallgrenze noch weiter nach Norden über die Erich-Ollenhauer-Straße hinweg  verschieben könnten.




Faustdicke Überraschung: André Rocholl neuer Bergkamener SPD-Chef

Die Stadtverbandskonferenz der Bergkamener Sozialdemokraten am Dienstagabend im Treffpunkt kann getrost als historisch bezeichnet werden. Erstmals in  seiner fast 50-jährigen Geschichte ist mit Christian Pollack ein Kandidat für den Vorsitz ohne eine vorher erkennbare Konkurrenz mit Pauken und Trompeten durchgerasselt. Gewählt wurde dann André Rocholl als Nachfolger von Bernd Schäfer. Der Fraktionsvorsitzende wollte sich mit dem Parteiamt nicht doppelt  belasten.

André Rocholl
Neuer SPD-Stadtverbandsvorsitzender André Rocholl

In der vergangenen Woche wurde Christian Pollack noch als Parteichef in Rünthe wiedergewählt. Er wolle dieses Amt nur für eine kurze Übergangszeit ausüben, bis ein Nachfolger gefunden sei, erklärte er mit dem Hinweis auf seine Kandidatur für den Stadtverbandsvorsitz – der einzigen bekannten bis dahin.  Dass er sich seiner Sache nicht ganz sicher war, zeigte sich kurz vorher. Eilends verließ der Stadtverordnete nach der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am Dienstagnachmittag den Ratstrakt. Er wirkte etwas nervös.

Eilig hatte es auch André Rocholl, vom Ratstrakt zur Stadtverbandskonferenz im Treffpunkt zu kommen. Unwahrscheinlich ist, dass er nach dem 1. Wahlgang, bei dem Christian Pollack nur 30 der insgesamt 76 Stimmen der Delegierten aus  den Ortsvereinen erhielt, plötzlich aus dem Hut gezaubert wurde.  Er wurde dann mit 47 Stimmen zum neuen Stadtverbandsvorsitzenden gewählt.

Im Gebälk der Bergkamener SPD knarzt es schon seit mehr als einem Jahr gewaltig. Nachdem Roland Schäfer früh erklärt hatte, er wolle erneut als Bürgermeister kandidieren, ging es zunächst um die Frage, wer Nachfolger von Gerd Kampmayer als Vorsitzender der neuen SPD-Fraktion nach den Kommunalwahlen werden solle. Bernd Schäfer, der es dann letztlich wurde, stand bei vielen zunächst nicht auf dem Zettel.

Die Verhandlungen unter den Bergkamener Ortsvereinen fanden damals weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Auch die Gespräche jetzt im Vorfeld der Stadtverbandskonferenz fanden hinter geschlossenen Türen statt. Wie es zu Wahl von André Rocholl gekommen war, ließ sich allerdings nicht mehr unter dem Deckel zu halten. Eine wichtige Aufgabe des neuen Stadtverbandsvorsitzenden ist es, diese Querelen schnell zu beenden.

Vielleicht sind die Ergebnisse der Wahlen für seine beiden Stellvertreter ein Anfang. Christian Pollack, der trotz der vorausgegangenen Niederlage erneut antrat, erhielt dann 60 Stimmen und Dieter Mittmann 61.




Halde erhält an der Waldstraße einen zweiten Parkplatz

Die Adener Höhe ist neu hergerichtet, der Parkplatz an der Erich-Ollenhauer-Straße ist seit Monaten in Betrieb: Jetzt ist mit dem Bau des Parkplatzes an der Waldstraße die letzte große Baumaßnahmen des 1,2 Mio.-Projekt zur Aufwertung und Attraktivierung dieses Bergkamener Naherholungsbereichs in Angriff genommen worden.

Am Westeingang der Bergehalde Großes Holz an der Waldstraße wird zurzeit ein neue Parkplatz gebaut.
Am Westeingang der Bergehalde Großes Holz an der Waldstraße wird zurzeit ein neue Parkplatz gebaut.

Der westliche Zugang zur Bergehalde „Großes Holz“ an der Waldstraße ist schon immer von Besuchern gern angesteuert worden. Probleme hat bisher nur derjenige, der mit dem Pkw anreist. Die Parkmöglichkeiten am Straßenrand sind schnell ausgereizt und die Kleingärtner des KGV Haus Aden, so sagt es ein Schild, sehen es nicht gern, wenn Halden-Wanderer Autos auf ihrem Parkplatz abstellen.

Diese Probleme soll jetzt der neue Parkplatz beseitigen, der zurzeit von der Firma Mennigmann angelegt wird. Gleichzeit soll er den Parkplatz an der Erich-Ollenhauer-Straße entlasten. An sonnigen Wochenenden ist er schnell überbelegt.




Bergkamener flüchtet in Unterhose und Bademantel vor der Kripo – erfolglos

Der Kriminalpolizei der Kreispolizeibehörde Unna gelang es am Sonntag gleich in drei Fällen, gesuchte Personen festzunehmen.

Polizei SymbolbildEin 22-jähriger aus Bergkamen, der mit Haftbefehl gesucht wurde, versuchte noch am späten Nachmittag, sich in Unterhose und Bademantel mit einem Sprung aus dem Badezimmerfenster einer Erdgeschosswohnung in der Straße Hof Theiler der Festnahme zu entziehen, konnte aber noch vor der Tür von wartenden Beamten überwältigt werden.

Ähnlich erfolgreich waren die Ermittler am Abend in der Hochstraße. Hier konnten sie in einer Wohnung gleich zwei gesuchte Männer im Alter von 24 Jahren und 25 Jahren festnehmen. Auch diese beiden Männer wurden mit Haftbefehlen gesucht. Beide Männer müssen übrigens mit weiteren Strafverfahren rechnen, da in der Wohnung überdies Betäubungsmittel und entsprechendes Zubehör sichergestellt werden konnte.




Aktionsplan gegen Lärm: Nachts Tempo 30 auf B 233, Lünener Straße und Jahnstraße

Die Stadt Bergkamen hat jetzt gemäß einer EU-Richtlinie einen Lärmaktionsplan vorgelegt, der dazu beitragen soll, die Einwohner vor zu großen Belästigungen und gesundheitlichen Schäden zu bewahren. Allerdings beschränkt er sich laut Vorgabe nur auf die Straßen im Stadtgebiet, auf den pro Jahr minderstens drei Millionen Fahrzeuge rollen. Helfen sollen hier vor allem Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Auf diesem Teilstück der Werner Straße soll eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h eingeführt werden.
Auf diesem Teilstück der Werner Straße soll eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h eingeführt werden.

Diese betroffenen Straßen auf Bergkamener Stadtgebiet sind: die beiden Bundesautobahnen BAB 1 und BAB 2, die B 233 (Werner Straße), L 654 (ehem. B 61; Lünener Straße) sowie Teilstrecken der L 736 (Ostenhellweg) und L 821 (Jahnstraße).

Folgende Maßnamen hält die Stadtverwaltung für erforderlich. Sie müssen allerdings noch, soforn sie sich auf Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen, Bundes- und Landstraßen beziehen, mit dem Straßenbaulastträger Straßen.NRW abgestimmt werden:

Autobahn A 1 im Streckenabschnitt AS Bergkamen-Rünthe bis zum – Kamener Kreuz: Geschwindigkeitsreduzierung während der Nachtstunden für PKW auf 100 km/h und LKW auf 80 km/h

Autobahn A 2: Überprüfung der Lärmsituation auf Antrag der Eigentümer durch Straßen.NRW

B 233 Werner Straße: Ortsausgang Rünthe Richtung Süden Geschwindkeitsbegrenzung von 100 km/h auf 70 km/h reduzieren, Piktogramm 50 km/h im Bereich Ortseingang sowie im Gesamtverlauf Prüfung innerörtlicher Geschwindigkeitsbegrenzung während der Nachtstunden auf 30 km/h; und Überprüfung der Lärmsituation auf Antrag der Eigentümer durch Straßen.NRW.

L 654 (Lünener Straße): innerörtliche Geschwindigketisbegrenzung während der Nachtstunden auf 30 km/h sowie der geplante Beseitigung schiengleicher Bahnübergang und veränderte Streckenführung westlich Bahnübergang; und Überprüfung der Lärmsituation auf Antrag der Eigentümer durch Straßen.NRW.

L 736 (Ostenhellweg): Überprüfung der Lärmsituation auf Antrag der Eigentümer durch Straßen.NRW.

L 821 (Jahnstraße): Geschwindigkeitsreduzierung während der Nachtstunden auf 30 km/h von der Kreuzung Lünener Straße bis zur Rotherbachstraße; und Überprüfung der Lärmsituation auf Antrag der Eigentümer durch Straßen.NRW.




TuS Weddinghofen ehrte erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler

Die Bilanz, die der TuS Weddinghofen bei der Ehrung der erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler in den Kuhbachstuben präsentierte, kann sich sehen lassen. In der jetzt abgeschlossenen Saison errangen 106 Mädchen und Jungen das Mini-Sportabzeichen, es gab sieben Jugendsportabzeichen, 44 Erwachsenen-Sportabzeichen sowie vier Familien-Sportabzeichen ( Wiemhoff und Mathies mit fünf Personen sowie Hoffmann und Wetter mit drei Personen).

Die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler des TuS Weddinghofen.
Die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler des TuS Weddinghofen.

Erfolgreich waren in der Saison 2014:

Walkingabzeichen 60 Minuten: Jutta Barczewski, Brunhilde Böttcher, Helga Gontz, Rüdiger Hoffmann, Juliane Kattenbreucker, Sabine Köckmann, Ulrike Meyer, Monika Niedel, Ursula Plewka, Marianne Redix, Rosi Schedlbauer, Roswitha Schmidt, Gisela Schürhoff, Änni Seepe, Brunhilde Tabaka, Susanne Vestweber, Ellen Wiegel, Ellen Wiemhoff, Bernd Wiemhoff, Sandra Wiemhoff, Elfriede Zogoll.

DLV-Mehrkampfabzeichen: Vivien Hoffmann, Michelle Wetter, Sara Wetter, Lena Fehrmann, Ellen Wiemhoff, Rüdiger Hoffmann.

Sportabzeichen Jugend: Keno Schaumann, Louis Pfann, Anja Gehrke, Anna Lena Wandel, Valerie Hoffmann, Vivien Hoffmann, Mika Matthies

Sportabzeichen Erwachsene: Christina König 1., Michelle Becker 1., Daniel Rudi 1., Claudia Flotho 1., Sandra Jüngling 1., Michelle Wetter 1., Max Matthies 1., Ursula Halim 2., Jan Wiemhoff 2., Victoria Kohl 2., Marion Baehr 2., Astrid Bunzel 2., Klaus Matthies 2., Martina Maresch 3., Simone Vestweber 3., Lena Fehrmann 3., Frank Niehörster 3., Frank Buzilowski 4., Thomas Dresemann 6., Ewald Wetter 6., Silke Werner 6., Sara Wetter 6., Sandra Wiemhoff 6., Irene Klassen 8., Janina Wiemhoff 8., Gabriele Dresemann 9., Markus Dresemann 11., Frank Bartsch 13., Andreas Klassen 13., Bernd Wiemhoff 14., Susanne Vestweber 14., Heinz Wiese 16., Klaus Wagner 18., Karl Heinz Hollin 24., Christa Josephs 38., Klara Porsch 39., Egon Seifert 39., Renate Hübsche 44.

sowie 10. Abzeichen Inga Matthies, 25. Abzeichen Günter Grunert, Erwin Poremba, Ellen Wiemhoff, Dr. Armin Schmeichel, 40. Abzeichen Günter Freiberg

 

 

 

 

 




Kunstnachten packt nicht nur Säcke voll mit Kunst

Der Pinsel wurde kaltherzig weggeworfen. Bittere rote Tränen kullern aus seinen Borsten. Bis er den einsamen kahlen Ast entdeckt. Er bemalt ihn rot. Dann entdeckt er die Komplementärfarbe grün. Schon blüht der Ast in kräftigen Farben wie neu. Die Fotos von Silke Kieslich erzählen eine fast märchenhafte Geschichte. Wie geschaffen für „Kunstnachten“.

Weihnachtliche Stimmung in der Ökologiestation mit der Alternative zum klassischen Weihnachtsrummel.
Weihnachtliche Stimmung in der Ökologiestation mit der Alternative zum klassischen Weihnachtsrummel.

Eifrige Nachwuchskünstler: August (1) braucht noch etwas Unterstützung von der Mama.
Eifrige Nachwuchskünstler: August (1) braucht noch etwas Unterstützung von der Mama.

Märchenhaft war manches, was in der Ökologiestation auf die Besucher wartete. Nicht nur die ganz jungen Kunstbegeisterten entdeckten hier zauberhafte Fantasien, wenn sie mit bunten Stiften dem Zauberstab auf dem Papier ein ganz eigenes Abenteuer erzählen ließen. Bei der inzwischen 18. Auflage des etwas anderen Weihnachtsmarktes steuerte jedes der Mitglieder der Künstlergruppe „Kunstwerkstatt sohle 1“ an den 16 Ständen seinen Teil zum alternativen Vorweihnachtserlebnis bei.

Schon die Begrüßung war außergewöhnlich. Auf den Wegen leuchteten Teelichtern in Gurkengläsern am Samstag den Weg in den Ausstellungssaal. Vor der Ökostation sorgte ein Bruchholz-Tannenbaum mit gleicher Lichtverzierung für vorweihnachtliche Stimmung. Die Böden von Teelichtern inspirierten auch im Innereren zu ebenso alternativen wie künstlerischen Weihnachtsideen. Sie verwandelten sich unter den Händen von Martina Dickhut in Christbaumschmuck. In direkter Nachbarschaft zu chinesischen Sternzeichen als Mittelpunkt von ganz individuellen Gemälden zum Mitnehmen.

Weihnachtsbaum in der Küstenidylle

Helmut Ladeck schuf etwas andere Weihnachtskarten.
Helmut Ladeck schuf etwas andere Weihnachtskarten.

Linolschnitte entstanden unter den Augen der faszinierten Besucher. Weihnachtsbäume fanden in der Druckerpresse ganz neue Standorte an idyllischen Küstenlandschaften, wenn Helmut Ladeck seine Radierungen in Postkarten verwandelte. Den Holzengeln von Dietrich Worbs wuchsen Flügel aus Metall. Nicht nur auf der Krawatte von Literat Dieter Treeck bekam der Weihnachtsrummel mit großen Warnschildern vor dem Rentier seinen ironischen Seitenhieb. Sein satirischer Blick auf das Fest ist längst Tradition und verzauberte die Besucher auch diesmal. Vier Bücher und zehn Jahre umfasst seine etwas andere Perspektive auf den allgemeinen Weihnachtsrausch. Ganz neu ist die Treecksche Variante von Marlene Dietrichs „Sag mir wo die Blumen sind“. In seiner Fassung gehen verzweifelte Menschen auf die Suche nach Kugeln, Kerzen und Lametta bis hin zu den Juwelen. Am Ende ist nicht nur das Konto, sondern auch das Seelenheil in Gefahr.

Täuschend metallisch: Der Kern dieses Mannes ist aus Ton.
Täuschend metallisch: Der Kern dieses Mannes ist aus Ton.

Besondere Faszination übten die Werke eines Mannes aus, der als Gast an „Kunstnachten“ teilnahm. Klaus Weklik kam durch einen Nachbarn, Freizeit und eine gehörige Portion Vorurteile vor 35 Jahre an den Ton. Seitdem ist er vom Töpfern mehr als nur fasziniert. Der Bergkamener, der in einem stahlverarbeitenden Betrieb seine berufliche Heimat hat, verbindet Hobby und Profession und hat daraus eine ganz eigene Kunst gemacht. Metallisch schimmert der Mann aus Ton, der mit einem Koffer an einem Bahnsteig zu warten scheint – dem aber der gesamte Rumpf fehlt. Exotische Köpfe, fremdartige Tiere: „Mich fasziniert der gesamte Vorgang beim Töpfern“, schildert Klaus Weklik. „Wenn der gebrannte Ton glühend aus dem Ofen kommt – das ist schon Kunst für sich“, sagt er, der zu Ausstellungen etwa in Holland seinen eigenen Brennofen mitnimmt. Vielleicht ist der Bergkamener bald ein neues Mitglied der Künstlergruppe.

Mit neuen Wegen mehr Besucher angelockt

Ein Auftritt der Bergkamener Schreberjugend, Porträtmalerei durch den Künstler Alexandre Akar aus Bergkamens Partnerstadt Gennevilliers, etwas andere Nikolaus-Säcke randvoll mit gespendeter Kunst und hälftigem Erlös für das Hospiz Kamen/Bergkamen oder alles andere als weihnachtlicher Mitmach-Musik aus den energischen Trommeln der Gruppe Tam-tam a fang: „Kunstnachten“ geht neue Wege. Mit Erfolg. „Wir hatten diesmal mehr Besucher als im Vorjahr und sind sehr zufrieden“, resümiert Silke Kieslich für die Künstlergruppe.




Aktualisierung: Vier Verletzte bei Unfall auf der Lünener Straße

Vier Verletzte forderte am Samstagabend ein Unfall auf der Lünener Straße an der Auffahrt zur A 2 Fahrrichtung Oberhausen. Ihre Verletzungen erwiesen sich allerdings als weniger gravierend, als ursprünglich befürchtet.

ViePersonen wurden am Samstagabend beim Unfall auf der Lünener Straße  verletzt. Fotos: Ulrich Bonke
ViePersonen wurden am Samstagabend beim Unfall auf der Lünener Straße verletzt. Fotos: Ulrich Bonke

Nach Mitteilung der Polizei fuhr gegen 19:30 Uhr ein 39-jährige Duisburgerin mit ihrem VW die Lünener Straße aus Kamen kommend in Richtung Bergkamen-Oberaden. Zur gleichen Zeit warteten an der Ampel zur Autobahnauffahrt A2 Hannover verkehrsbedingt vier Pkw. Die Duisburgerin fuhr auf den letzten wartenden Pkw auf und schob alle dort wartenden Fahrzeuge ineinander.

2014_29_11_ Unfall L³ner Stra¯e 0042014_29_11_ Unfall L³ner Stra¯e 016Durch den Zusammenstoß wurden vier Personen leicht verletzt und mittels Rettungswagen dem Krankenhaus zugeführt. Es entstand erheblicher Sachschaden in Höhe von ca. 27.500 Euro. Während der Unfallaufnahme wurde die Lünener Str. im Bereich der Unfallstelle durch die Polizei und Feuerwehr für ca. zwei Stunden komplett gesperrt.