Bergkamener Gymnasium hat jetzt auch auch eine Golf-AG

Anfang Oktober startete am Städtischen Gymnasium Bergkamen erstmals die neue Golf-AG in Kooperation mit dem Golfclub Westerwinkel (Ascheberg) und dem Deutschen Golfverband (DGV). Durch das vom DGV ins Leben gerufen Projekt „Abschlag Schule“ soll das Interesse der Jugend am Golfsport geweckt werden und der Nachwuchs gefördert werden.

Die Golf-AG des Bergkamener Gymnasiums beim Golf-Training.
Die Golf-AG des Bergkamener Gymnasiums beim Golf-Training.

Zehn Schülerinnen und Schüler des SGB (Jahrgangsstufen 8,9 und Q2) nehmen an den insgesamt zehn Trainingseinheiten teil. Hierbei werden den Jugendlichen nicht nur praktische Einheiten zum Abschlag, Chippen oder Putten gegeben, sondern es werden auch Theorieeinheiten (Aufbau eines Platzes, Regelwerk, Etikette) in die Unterrichtsstunden eingebettet.

Bei den teilweise extrem herbstlichen Witterungsverhältnissen lernten die Schülerinnen und Schüler zudem, dass es sich beim Golfsport um eine Außensportart handelt.

„Nach nun fünf Trainingsstunden lässt sich als Halbzeitfazit sagen, dass unsere Golfanfänger äußerst begabt sind. Zu den Lernfortschritten zählen u.a. das tempodosierte Putten, das gezielte gerade Abschlagen auf ein Ziel, Annäherungsschläge auf das Putting-Grün sowie erste kleine Spielformen auf kleinen Golfplätzen“, erklärt Sportlehrer Alexander Kreth, der das Projekt am SGB initiiert hat und betreut.

Nach der Winterpause beginnt der zweite Teil der Golf-AG im Frühjahr 2015. Dann wird den Schülerinnen und Schülern unter der Anleitung von Golftrainer David Minchin (Golf-Pro) der golfspezifische Feinschliff verliehen.

Alexander Kreth




Brötchen aus Oberaden schmecken auch den Fußball-Weltmeistern

Vor einem Jahr hat die Bäckerei Braune ihre Produktion von der Lünener Straße zum neuen Standort In der Schlenke verlegt. Die Gelegenheit, in die Räume der ehemaligen Bäckerei Westermann zu ziehen, kam gerade zur rechten Zeit.

Flinke Finger formen den Teig für Puddingschnecken.
Flinke Finger formen den Teig für Puddingschnecken.

Denn nachdem das Gründerehepaar Marlies und Karl-Hermann Braune die Geschäfte an Sohn und Schwiegertochter Stefan und Anja übergeben hatte, expandierte der Oberadener Betrieb Gewalt. 2008 waren es neben dem Stammhaus sieben Filialen, heute sind es 14 plus zwei sogenannte „Kaltbetriebe“, die Backwaren von Braune auf eigene Rechnung verkaufen. Zurzeit befinden sich rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf der Lohnliste der Bäckerei.

„Am alten Standort war dies alles nicht mehr zu schaffen gewesen“, erklärte Stefan Braune seinen Gästen, Bürgermeister Roland Schäfer sowie Simone Krämer und Walter Kärger von der städtischen Wirtschaftsförderung. Zum Schluss hätte man dort praktisch rund um die Uhr in drei Schichten arbeiten müssen.

Plätzchen backen mit Kita-Kindern und Schulklassen

Lebkuchenteig wird zurechtgeschnitten.
Lebkuchenteig wird zurechtgeschnitten.

Am neuen Standort gibt es nicht nur mehr Platz. Braunes haben jetzt auch Zeit, Schulklassen und Kindergärten zu sich in die Backstube einzuladen. „Es macht richtig Spaß, den Kindern zuzusehen, wie  sie den Teig ausrollen, die Plätzchen ausstechen und anschließend garnieren“, erzählte Anja Braune. Sie leitete früher eine Intensivstation in einem Krankenhaus, bevor sie in den Verwaltungsbereich der Bäckerei einstieg. Jetzt hat sie geregelte Arbeitszeiten, so dass sie sich zusammen mit den Großeltern um den Nachwuchs, Lina (5 Monate) und Tim (8 Jahre), kümmern kann.

Stefan Braune legte erst jüngst zwei Sonntagsschichten ein. Zusammen mit Bergkamener Konfirmanden stand er ab 4 Uhr morgens in der Backstube, um Brot zu backen. Die wurden einige Stunde später ganz frisch zu Gunsten  der Aktion „Brot für die Welt“ vor bzw. nach den Gottesdiensten verkauft.

Oberadener Familienbetrieb ist in der Region verwurzelt

Informationsbesuch in der Bäckerei Braune (v.l.):  Anja und Stefan Braunde, Karl-Hermann und Marlis Braune mit Enkelin Lina, Bürgermeister Roland Schäfer und Walter Kärger von der Wirtschaftsförderung.
Informationsbesuch in der Bäckerei Braune (v.l.): Anja und Stefan Braune, Karl-Hermann und Marlies Braune mit Enkelin Lina, Bürgermeister Roland Schäfer und Walter Kärger von der Wirtschaftsförderung.

Anja und Stefan Braune sind stolz darauf, einen Familienbetrieb zu führen, der fest in der Region verwurzelt ist. Und Wert legen sie darauf, dass sie weiterhin ein Handwerksbetrieb sind. Ihre Backmischungen werden zwar inzwischen auch durch einen Computer gesteuert. Die Rezepte folgen aber immer noch den Familientraditionen.

Als der Bürgermeister und die Wirtschaftsförderer die Bäckerei besichtigten, war das Brot längst gebacken und die vor Ort hergestellten Brötchen-Rohlinge zu den Filialen gebracht. Doch es waren immer noch zwei Bäcker damit beschäftigt gewesen, Teig zu „Würsten“ zu kneten, um sie anschließend in die Brezelform für Puddingschnecken zu bringen. Fast alles, was in den Filialen verkauft wird, ist selbst gemacht. Es gebe nur eine Ausnahme: die Donuts, berichtete Stefan Braune. Sie selbst herzustellen, käme viel zu teuer.

Zu den Filialen kommen übrigens noch bis zu 40 Großkunden. Dazu gehört zum Beispiel das Restaurant von Turflon in Werl. Täglich werden fast 1000 Brötchen dorthin geliefert. Hinzu kommen Kuchen und Torten. Ein anderer Stammkunde ist das Sportzentrum in Kaiserau. Wenn nach dem Aufenthalt dort Sportler wie die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zur Höchstform auflagen, liegt das vielleicht aus an den Frühstückbrötchen „Made in Oberaden“.




In französischer Partnerstadt gibt es jetzt die „Rue de Bergkamen“

Seit letztem Wochenende gibt es in der französischen Partnerstadt Gennevilliers eine Straße, die den Namen der Nordbergstadt trägt: die „Rue de Bergkamen“.

Auf Einladung des französischen Bürgermeisters Patrice Leclerc reiste Bürgermeister Roland Schäfer gemeinsam mit dem für Städtepartnerschaften zuständigen Amtsleiter Thomas Hartl und der Städtepartnerschaftsbeauftragten Angelika Joormann-Luft nach Gennevilliers, um diese neue Straße einzuweihen. Zeitgleich wurden auch die Straßen zu Ehren der anderen Partnerstädte Gennevilliers La Bañeza/Spanien, Al-Bireh/Palästina, Imola/Italien und Ostrowiec/Polen der Öffentlichkeit übergeben.

Straßeneinweihung  von links nach rechts: Patrice Leclerc, Roland Schäfer, Daniel Berder,  Mitglied des Stadtrates Gennevilliers und zuständig für internationale Beziehungen sowie Jacques Bourgoin,	Ehrenbürgermeister der Stadt Gennevilliers
Straßeneinweihung
von links nach rechts: Patrice Leclerc, Roland Schäfer, Daniel Berder, Mitglied des Stadtrates Gennevilliers und zuständig für internationale Beziehungen sowie Jacques Bourgoin, Ehrenbürgermeister der Stadt Gennevilliers

Diese befinden sich allesamt im neu errichteten „Eco-Quartier“. Auf dem ca. 7 ha großen Gelände der ehemaligen Firma Chausson (Fahrzeugkarosseriebau) entsteht ein Stadtteil, der neben generationsübergreifenden Wohnmodellen auch ökologische Aspekte berücksichtigt und nach seiner Fertigstellung über nahezu alle Einrichtungen einer Kleinstadt verfügen wird.

Außer der Einweihung standen aber noch andere Punkte auf dem Programm. Eine Führung durch die im Eco-Quartier bereits eröffnete Grundschule „Ecole Lucie et Raymond Auberac“. Im Rahmen einer ausgedehnten Stadtrundfahrt präsentierte Bürgermeister Patrice Leclerc seinen Gästen darüber hinaus neue Projekte wie den Ausbau der École Nationale de Musique Edgar Varèse (Internationales Musikkonservatorium) sowie das im Oktober 2013 eröffnete Kultur- und Begegnungszentrum Aimé Césaire im Stadtteil Luth.

Plan_Städtepartnerschaftsstraßen

 




Radau gegen Rechts mit „Messer“ und „Nuage & Das Bassorchester“

Die Anti-Rassismus-AG des Städtischen Gymnasium Bergkamen veranstaltet am Freitag, 12. Dezember, zum vierten Mal das „Radau gegen Rechts“. Wie schon der zweite Teil der Reihe, wird der Abend eine zweigeteilte Veranstaltung aus Präsentation und Konzert sein und im Jugend-Kultur-Café in Kamen stattfinden. Einlass ist ab 19 Uhr zur Fotoausstellung über das ehemalige Konzentrationslager in Ausschwitz. Ab 20.30 Uhr beginnt dann das Konzert. Der Eintritt kostet fünf Euro.

Die hoch gelobte Band "Messer" spielt am 12. Dezember  im JKC am Postpark in Kamen.
Die hoch gelobte Band „Messer“ spielt am 12. Dezember im JKC am Postpark in Kamen.

Nachdem im Januar Tim Gijsemans (Goethe Universität Frankfurt a.M.) einen Vortrag über Flüchtlinge hielt und die Musik sich im Hardcore-Punk bewegte, eröffnet die AG diesmal ihre selbständig erstellte Foto-Ausstellung über die ehemaligen Konzentrationslager in Auschwitz. Diese entstand auf einer gemeinsamen Fahrt im Sommer dieses Jahres.

Musikalisch wird es diesmal etwas ruhiger werden: Die Band „Messer“ aus Münster und Hamburg spielt nach einem erfolgreichen Konzertjahr noch einige wenige Konzerte im Dezember und macht auch in Kamen halt. Von verschiedensten Musikmagazinen (Intro, Spex, …) hochgelobt, in diesem Jahr auf Deutschland- und China-Tour gewesen, mittlerweile 2 Alben veröffentlicht, sowie viele Festivals gespielt, sind sie definitiv eine der momentan aufstrebensten deutschen Bands.

Ihr Stil klingt mal nach Neuer Deutscher Welle, manchmal sehr experimentell nach Noise und hat immer erkennbare Wurzeln im Punk. Auch wenn das Punk typischste Element – der Minimalismus – nicht immer klar erkennbar ist. Besonders an den Texten der Band: Sänger Hendrik Otremba gilt laut taz als einer „der besten Texter hierzulande“.

Lokalen Support machen die Bands „Nuage & Das Bassorchester“ (bestehend aus Schülern und ehemaligen Schülern des Städtischen Gymnasium Bergakmen), die vom Stil her „Messer“ recht nah kommen und die Kamener Band „Injustice System“. Diese bietet mit ihrem Stil, den sie „Stonerrock, Grunge, Punkrock, Bluesrock“ nennt, ein buntes Crossover, bei dem für jeden, der „Gitarren-Musik“ mag, etwas dabei sein soll.




Matinee-Konzert ein Ruhepol in der hektischen Adventszeit

Für viele sind die beiden Orchesterkonzert der Musikschule in der Adventszeit in der Ökologiestation in Heil ein ruhiger Kontrapunkt zur hektischen Vorweihnachtszeit. Den Auftakt machten  am 2. Advent das Blasorchester Bergkamen (BOB) und die Triple B Bigband.

Blasorchester der Musikschule der Stadt Bergkamen am 2. Advent in der Ökologiestation Heil.
Blasorchester der Musikschule der Stadt Bergkamen am 2. Advent in der Ökologiestation Heil.

Diesmal fehlten allerding die „Bobbies“, das Nachwuchsblasorchester. Dieses Projekt sei in diesem Jahr nicht zustande gekommen, erklärte der stellvertretende Leiter der Musikschule Thorsten Lange-Rettich, der das BOB und auch den Nachwuchs betreut. Ein wesentlicher Grund sei, dass einfach keine passenden Probentermine gefunden werden konnten. „Viele Kinder und Jugendliche haben bis in den Nachmittag hinein Unterricht. Da bleibt dafür oft keine Zeit“, erklärt der Orchesterleiter.

Solistin Saskia Steube und BOB-Leter Thorsten Lange-Rettich
Solistin Saskia Steube und BOB-Leter Thorsten Lange-Rettich

2015 soll ein neuer Versuch unternommen werden.  Wer ein Blasinstrument, Schlagzeug oder E-Bass ein bis drei Jahre an der Musikschule lernt und auch schon an einer Zwischenprüfung teilgenommen hat, kann sich anmelden. Am 16. Januar 2015 startet das Projekt. Feste Auftritte sind am 6. Juni beim Hafenfest, am 20. Juni beim Musikschultag und am 13. Dezember beim nächsten Matineekonzert.

Das Konzert selbst lässt sich eigentlich kaum mit Worten beschreiben. Das musste man einfach gehört und miterlebt haben. „BOB“ bot Klassik mit Kompositionen von Bizet und Rossini. Dazu von Star Wars bis Forest Gump Klassiker der Filmmusik.

Matinee (3)
Die Saxophone der Big Band der Musikschule Bergkamen

Neues präsentierte die Big Band: neben Jane Franklin mit Bo Ahlstrom eine männliche Gesangsstimme. Die gehört nun einfach dazu, wenn man den Weihnachts-Hit „Santa Claus ist coming to Town“ nicht nur instrumental spielen möchte.

„Triple B“ unter der Leitung von Sandra Horn trieb am 2. Advent musikalische Werbung für den „Swing in den Heiligen Abend“ am 23. Dezember ab 20 Uhr, ebenfalls in der Ökologiestation in Heil.

 




Willy-Brandt-Gesamtschule setzt auf Windräder und aufs Tablet

Schon seit einigen Jahren experimentieren Schüler der Bergkamener Willy-Brandt-Gesamtschule im Technikunterricht mit Solar-Autos. Inzwischen sind Wind betriebene Boote hinzugekommen. Jetzt ist geplant, auf dem Friedrichsberg ein Windrad zur Erzeugung erneuerbarer Energie aufzustellen.

Die Willy-Brandt-Gesamtschule verfügt inzwischen über eine fast vollständig ausgebaute Wlan-Struktur. Dadurch wird der Unterricht mit Laptops möglich. Künftig sollen in der neuen P@d-Klasse vor allem Tablet-Pcs eingesetzt werden.
Die Willy-Brandt-Gesamtschule verfügt inzwischen über eine fast vollständig ausgebaute Wlan-Struktur. Dadurch wird der Unterricht mit Laptops möglich. Künftig sollen in der neuen P@d-Klasse vor allem Tablet-Pcs eingesetzt werden.

Beim „Tag der offenen Tür“ konnten die Gäste, vor allem aber die künftigen Fünftklässler und deren Eltern Miniatur-Windräder bewundern. Entwickelt und hergestellt werden diese kleinen Stromerzeuger in den schuleigenen Werkstätten. Sie Schule verfügt sogar über einen eigenen Windkanal. „Damit können wir die verschiedenen Formen und Anstellwinkel der Flügel testen“, erklärt Felix Kirchhoff.

An der WBG drücken aus Lehrer die Schulbank

Kirchhoff ist nicht nur seit rund 25 Jahren Techniklehrer an der Willy-Brandt-Gesamtschule, sondern auch Fachleiter für Technik bei der Bezirksregierung in Arnsberg. Da es an den Schulen einen eklatanten Mangel an Techniklehrern gibt, hat die Bezirksregierung einen Zertifikatskurs eingerichtet, die an der Bergkamener Gesamtschule angesiedelt ist. Ein Jahr lang werden ein Mal in der Woche 20 Lehrerinnen und Lehrer in diesem Fach ausgebildet.

Ein kleines Windrad aus Holz wird im Windkanal getestet.
Ein kleines Windrad aus Holz wird im Windkanal getestet.

Zuschnitt von Holz im Werkraum. Das ist natürlich auch etwas für Mädchen.
Zuschnitt von Holz im Werkraum. Das ist natürlich auch etwas für Mädchen.

Doch nicht nur Lehrer anderer Schulen besuchen die Willy-Brandt-Gesamtschule, sondern auch Viertklässler aus drei Bergkamener Grundschulen, die hier intensiveren Kontakt mit den Naturwissenschaften bekommen. „Kleine Forscher“ heißt dieses Projekt, das sich offensichtlich großer Nachfrage erfreut. 16 Jungen und Mädchen besuchten den ersten Kurs am Nachmittag. 40 hätten gern am zurzeit laufenden Kurs teilgenommen, bei 25 war es aber nur möglich.

Jetzt wollen die beiden Lehrer Onur Karaosman und André Schuhmann ihr Projekt ausweiten. Unterstützung erhalten sie dabei von Schülerinnen und Schüler der 10 Klassen. Die jungen Leute erhalten neben ihrem naturwissenschaftlichen Wissen zusätzlich die Fähigkeiten, die Grundschüler für die Naturwissenschaften zu begeistern und mit ihnen Experimente durchzuführen. Denkbar ist es, dass in naher Zukunft bis zu 100 Grundschüler aus dann mehr als den bisher drei Grundschulen „kleine Forscher“ werden können.

Künftig soll es auch bi-linguales Lernen an der WBG geben

Neben allen Fortschritts setzt die WBG auch auf Bewährtes wie die Waldschule und das Apfelsaftprojekt von Lehrer Reinhard Middendorf.
Neben allen Fortschritts setzt die WBG auch auf Bewährtes wie die Waldschule und das Apfelsaftprojekt von Lehrer Reinhard Middendorf.

Doch auch im Bereich Sprachen und Neue Medien tut sich einiges. Wenn alles klappt, gibt es mit dem neuen Schuljahr an der Willy-Brandt-Gesamtschule eine P@d-Klasse und eine Bi-Linguale Klasse. Über diese neuen Klassen will die Schule die Eltern der neuen Fünftklässler an einem besonderen Informationsabend am 5. Februar, ab 19 Uhr ausführlich informieren.

Abteilungsleiterin Manuela Scharfenberg mit Schülerinnen vor dem inzwischen sanierten Teil der Abteilung 5-7.
Abteilungsleiterin Manuela Scharfenberg mit Schülerinnen vor dem inzwischen sanierten Teil der Abteilung 5-7.

P@Klasse heißt nichts anderes, dass als Arbeitsmittel im Unterricht der Tablet-PC (iPad & Co.) im Mittelpunkt steht. Möglich macht die inzwischen fast vollständig ausgebaute WLAN-Infrastruktur an der Willy-Brandt-Gesamtschule. Geplant ist, dass die Kinder mit ihren eigenen Pads arbeiten. Möglich wäre es, so die Abteilungsleiterin 5-7 Manuela Scharfenberg, dass hier mit einem Leasingmodell gearbeitet wird.

In der bi-lingualen Klasse gibt es einen verstärkten Englisch-Unterricht, indem in Fächern wie Gesellschaftslehrer oder Naturwissenschaften der Unterricht in englischer Sprache läuft. Beide neuen Klassen kommen nur bei ausreichend vielen Anmeldungen zustande. Beim Elternabend am 5. Februar wird auch über das neue Sprachenangebot informiert.

Etwas Neues gibt es auch bei den Anmeldungen. Die sind vom 21. Bis 25. Februar 2015 möglich. Gestartet wird diesmal an einem Samstag, 21. Februar von 9 bis 15 Uhr. Der Grund: „Wir möchten, dass bei der Anmeldung  nicht nur die Eltern kommen, sondern auch die Kinder“, betont Manuela Scharfenberg.




Handgemachter Weihnachtszauber begeistert nicht nur die Heiler

Hier ist alles handgemacht. Sogar die Schmucktannenbäume sind aus Heil und selbst geschlagen. Weihnachtskrippe, Likör, Musik, Tiere, Weihnachtsschmuck: Auf diesem Weihnachtsmarkt kommt fast alles aus dem eigenen Dorf. Auch deshalb war es am Samstag beim 2. Heiler Weihnachtsmarkt schwierig, im Schatten des alten Spritzenhauses überhaupt noch einen Platz unter freiem Himmel zu bekommen.

Nicht nur Flötentöne gab es auf dem Heiler Weihnachtsmarkt zu hören.
Nicht nur Flötentöne gab es auf dem Heiler Weihnachtsmarkt zu hören.

Mit viel Kreativität verwandeln sich auch Maiswurzeln in wunderschönen Weihnachtsschmuck.
Mit viel Kreativität verwandeln sich auch Maiswurzeln in wunderschönen Weihnachtsschmuck.

Jeden Mittwoch haben sich die Frauen getroffen. Seit Mai drehte sich alles um Weihnachten. Da verwandelten sich die Wurzeln einer stattlichen Maispflanze in eine schmucke Winterlandschaft für den Weihnachtsschmuck. Da wurde genäht, gebastelt, lackiert. Das Moos stammt vom Heiler Boden ebenso wie die Tannenzapfen oder die Ranken des wilden Weins. Jetzt stehen sie in Stuben weit jenseits der Heiler Stadtgrenzen, um für die richtige Weihnachtsstimmung zu sorgen. „Das ist zwar viel Arbeit“, sagt Brigitte Kortenbruck, die als Floristin viele Ideen in die fleißige Frauengruppe einbrachte. „Zwischendurch gab es aber immer mal ein Likörchen zum Probieren – da hat die Arbeit noch mehr Spaß gemacht.“

Mit viel Freude bei der gemeinschaftlichen Sache

Die Tiere faszinierten nicht  nur die Kinder.
Die Tiere faszinierten nicht nur die Kinder.

Spaß hatten alle aus dem gut 50köpfigen Team der ehrenamtlichen Helfer, die schon Monate im Voraus für die Ausstattung der acht von der Stadt Bergkamen bereitgestellten Weihnachtsbuden sorgten. Auch Birgit Willeke hat die Zutaten für ihre Liköre ausschließlich in den Heiler Gärten und in der Natur gesammelt. Schwarze Johannisbeeren verwandelte sie mit Weihnachtsgewürzen in einen ganz besonderen Glutbeere-Likör. Eigenen Heiler Schmalz hat sie hergestellt. Die Nachfrage war groß.

Schwerstarbeit für das Verpacken der Weihnachtsbäume.
Schwerstarbeit für das Verpacken der Weihnachtsbäume.

Kein Wunder, sorgte das Rahmenprogramm mit weihnachtlicher Stimmung doch für den rechten Appetit auf Bratapfellikör und liebevollen Weihnachtsschmuck. Ob Männergesangverein, Gospelchor, Spielmannszug oder Theater von der Initiative Down Syndrom: Vor dem Hoftor gab es viel zu hören und zu sehen. Engel verkauften Lose für die 500 ausnahmslos gespendeten Preise. Die Junge Union füllte unablässig Glühweintassen nach. Die erst einen Tag zuvor im Sauerland frisch geschlagenen Tannenbäume fanden regen Absatz. Für die ganz besondere Atmosphäre sorgten zutrauliche Pferde und Ponies auf der Weide, gackernde Hühner, mümmelnde Hasen und tollende Kälber im kleinen Streichelzoo.

Initiatorin und Organisatorin Rosemarie Degenhardt war hellauf begeistert von der Neuauflage nach zwei Jahren. „Wir sind wieder richtig gut besucht – und die Leute kaufen auch viele von unseren Angeboten“, resümiert sie. Die große Mühe hat sich also einmal mehr gelohnt – nicht nur für den ohnehin einmaligen Zusammenhalt im Dorf. „Die Erlöse gehen diesmal an die Initiative Down Syndrom“, schildert Rosemarie Degenhardt.




Rünther Weihnachtsmarkt zum letzten Mal mit der Hellweg-Hauptschule

Es war wie in den vielen Jahren vorher: Zuerst schmückten die Kita-Kinder die Weihnachtsbäume zur Eröffnung des Rünther Weihnachtsmarkts am Freitagnachmittag, dann kam der Nikolaus. Und weil die Mädchen und Jungen offensichtlich seit seinem letzten Besuch nicht negativ aufgefallen waren, gab es für jeden ein kleines Geschenk von ihm.

Natürlich waren die Rünther Kinder brav gewesen. Deshalb gab es vom Nikolaus nur Geschenke.
Natürlich waren die Rünther Kinder brav gewesen. Deshalb gab es vom Nikolaus nur Geschenke.

Anders war allerdings, dass bei dem einen oder anderen Besucher des adventlichen Geschehen auf dem Schulhof der Hellwegschule ein bisschen Wehmut mitschwang: Es ist der letzte Rünther Weihnachtsmarkt, an dem sich die Hauptschule beteiligt. Die letzte verbliebene Klasse wird zu den Sommerferien im kommenden Jahr zur Hauptschule Kamen wechseln.

Weihnachtsmarkt Rünthe 8Vorher verabschiedet sich der Förderverein der Hellweg-Hauptschule. In seiner letzten Versammlung hat er offiziell seine Auflösung zum 31. Dezember 2014 beschlossen. Trotzdem legten sich seine Mitglieder am Freitag noch ein Mal richtig ins Zeug: Unter anderem sollte unter anderem durch den Verkauf von Kuchen möglichst viel Geld in die Vereinskasse fließen. Denn damit soll nicht nur die Entlassfeier der beiden 10. Klassen mitfinanziert werden. Mit einer weiteren Feier will man die Neuner nach Kamen verabschieden.

Am Nikolaus-Tag geht es weiter mit dem SuS Rünthe

Weihnachtsmarkt Rünthe 4Wehmut gab es schon bei dem einen oder anderen, trotzdem herrschte auf dem Weihnachtsmarkt wie in den vielen Jahren vorher eine fröhliche Stimmung. Für die kleinen drehte sich das Karussell, für die Großen gab es Spekulatiuslikör und für alle Waffeln, Crêpes, Pommes und Bratwurst. Es war der richtige Rahmen für viele Rünther, sich in gemütlicher Runde zu treffen.

Weihnachtsmarkt Rünthe 3Das Schöne ist: Am Nikolaus-Tag, 6. Dezember, geht es ab 15 Uhr auf dem Schulhof der Hellweg-Hauptschule weiter. Dann aber unter der Regie des SuS Rünthe. Noch ein Mal kommt der Nikolaus. Das Saxophone-Ensemble der Musikschule Bergkamen spielt und der MGV Rünthe singt. Dazu werden die Besucherinnen und Besucher regelrecht verzaubert.  Dies alles nach dem Motto „Wir in Rünthe mit Herz“, wie es auf dem Veranstaltungsplakat vermerkt ist.




Künstlergruppe übergibt Spende ans Hospiz

Pünktlich zum Nikolaustag wurde heute der Erlös der Nikolaussäckchenaktion der Kunstwerkstatt sohle1 „Pack dir´n Sack“ von der Veranstaltung Kunstnachten am vergangenen Wochenende an Bargara Divis, Leiterin des Hospiz, in der Kämerstraße übergeben.

 

Spendenübergabe ans Hospiz
Spendenübergabe ans Hospiz

Nicht nur von der Stimmung und dem Besucherzuspruch her ist die Gruppe der Kunstwerkstatt sohle 1 sehr zufrieden mit der Veranstaltung „Kunstnachten“ am vergangenen Wochenende, auch das Ziel, das Hospiz Kamen-Bergkamen zu unterstützen, kann als erreicht gelten:

Die Verkaufsaktion der Nikolaussäckchen kam so gut an, dass sogar „nachproduziert“ werden musste, damit auch die letzen Besucher noch eine Chance zum Erwerb hatten. Der Anteil des Verkaufserlöses erbrachte knapp 400,-€, Spenden und eine Aufstockung durch die Kunstwerkstatt ermöglichten nun – pünktlich zum Nikolaustag – die Übergabe eines Schecks in Höhe von 450,-€.

Höchst erfreut nahm Barbara Divis den symbolischen Scheck aus den Händen von Vorstandmitglied der Kunstwerkstatt Helmut Ladeck entgegen. Zuvor jedoch hatte er das Geld bereits überwiesen. Ihm zur Seite standen bei der Übergabe die weiteren beiden Vorstandsmitglieder Susanne Jonas und Silke Kieslich




Familien- und kinderfreundliches Wohngebiet auf ehemaliger Zeche Grimberg 3/4

Rund 20 Jahre ist es her, dass der ehemalige Zechenstandort Grimberg 3/4 in Weddinghofen von der RAG aufgegeben wurde. An die Schachtanlage erinnern heute eigentlich nur noch die beiden Schachtabdeckungen mit den markanten Grubengas-Absauganlagen. Jetzt wird der Stadtrat am 11. Dezember die Weichen dafür stellen, dass mit der „Waldrandsiedlung“ das Brachgelände mit neuem Leben gefüllt wird.

An den Gasabzugsanlage sind die Standorte der beiden Grimberg-Schächte heute zu erkennen. Die vordere Anlage gehört nicht mehr zum neuen Baugebiet.
An den Gasabzugsanlage sind die Standorte der beiden Grimberg-Schächte heute zu erkennen. Die vordere Anlage gehört nicht mehr zum neuen Baugebiet.

Auf dem Gelände der ehemaligen Schachtanlage soll ein familien- und kinderfreundliches Wohngebiet entstehen. Mit diesem Angebot sollen vor allem junge Leute in Bergkamen gehalten werden. Geplant ist deshalb der Bau von 130 bis 140 Wohneinheiten, die in Quartieren zusammengefasst, unterschiedlichen Bedürfnissen, vom frei stehenden Einfamilienhaus in exquisiter Lage bis hin zu Wohnungen in Mehrfamilienhäusern, gerecht werden. Es soll eine grüne Siedlung werden, die den Kindern viele Freiräume lässt.

Mit dem Bebauungsplanbeschluss durch den Stadtrat am 11. Dezember kann die Grundstückseigentümerin, die RAG Montan Immobilien beginnen, ihre Pläne umzusetzen. Als Erstes werden die Bodenverunreinigungen durch die vorherige Bergbaunutzung  beseitigt. Laut Gutachten solle es sich hier nur um wenige Stellen handeln, an denen Boden ausgetauscht werden muss.

Schranke verhindert illegale Ablagerung von Müll

Die Schranke in höhe des ehemaligen Gesundheitshauses, bzw. Regenbogenschule soll verhindern, dass auf dem Grimberg-Gelände in Weddinghofen illegal Müll abgelagert wird.
Die Schranke in höhe des ehemaligen Gesundheitshauses, bzw. Regenbogenschule soll verhindern, dass auf dem Grimberg-Gelände in Weddinghofen illegal Müll abgelagert wird.

Dass sich etwas auf Grimberg 3/4 tut, ist jetzt daran zu erkennen, dass inzwischen eine rote-weiße Schranke die ehemalige Zufahrtstraße versperrt. Dadurch wird unter anderem auch verhindert, dass das Gelände nicht als illegaler Müllabladeplatz missbraucht wird. Gerade in dem nicht sofort einsehbaren Bereich am Denkmal für die ehemalige Schachtanlage hatten gewisse Zeitgenossen eine Menge an Sperrmüll abgeladen. Der ist inzwischen verschwunden.

Gegenüber liegt die inzwischen aufbereitete Fläche, auf dem einst sich das Gesundheitshaus der Schachtanlage befand. Zuletzt diente es Schule. Vor einigen Monaten wurde es abgerissen. Dicke Betonklötze versperren jetzt die Zufahrtsmöglichkeit für Kraftfahrzeuge links neben der neuen Schranke. Solche Flächen werden gern dazu genutzt, illegal Bauschutt zu entsorgen.

Die weitere Nutzung dieses Grundstücks ist noch unklar. Es gehört nicht zum Bebauungsplangebiet der Waldsiedlung, befindet sich aber direkt daneben. 1. Beigeordneter Dr. Hans-Joachim Peters erklärt, dass die Stadt bei der RAG Montan Immobilien angeregt habe, auch hier Wohnhäuser zu errichten.




Stadt sucht ehrenamtliche Helfer für die Betreuung von Flüchtlingen

Wie viele Flüchtlinge gibt es zurzeit in Bergkamen? Aus welchen Ländern kommen die neuen Zuwanderer? Wo wohnen sie in Bergkamen? Welche Unterstützung benötigen diese Menschen? Kann ich vielleicht helfen? Antworten auf diese Fragen gibt es beim kommenden Treffen des Bergkamener Interkulturellen Netzwerkes – „b.i.n.“, am Dienstag, 9. Dezember, um 18 Uhr im Sitzungssaal II des Ratstraktes.

Christine Busch möchte, dass sich in Bergkamen eine Willkommenskultur für Flüchtlinge entwickelt.
Christine Busch möchte, dass sich in Bergkamen eine Willkommenskultur für Flüchtlinge entwickelt.

Das Netzwerk trifft sich drei bis vier Mal  jährlich, immer zu aktuellen Themen. Aber diesmal auch mit dem Ziel ehrenamtliche Helfer zu gewinnen und es nicht nur bei einer reinen Informationsveranstaltung zu belassen. „Wir möchten freiwillige Helfer und Flüchtlinge in den Dialog bringen und dabei den persönlichen Kontakt fördern. Bergkamener  Einwohner sollen frühzeitig über die Neuzuwanderer informiert sein und in einen Austausch über die aktuelle Lage kommen. Zugewanderte sollen in ihrer neuen Stadt Lebensperspektiven entwickeln können und sich willkommen fühlen“, so Christine Busch, zuständige Dezernentin im Rathaus. „Ehrenamtliche Helfer sind in der heutigen Zeit immer wichtiger, da sie die Möglichkeit der direkten und indirekten Ansprache gut nutzen können.“

Bergkamen braucht eine Willkommenskultur

In vielen anderen Städten haben sich bereits Gruppen gefunden, die für die Hilfsbedürftigen ihre Zeit opfern und den zwischenmenschlichen Kontakt pflegen. Das soll nun auch in Bergkamen verstärkt werden. Daher werden aktive Bergkamener Einwohner gesucht, die eine offene Willkommenskultur aufzeigen wollen. Gefragt ist Unterstützung bei Behördengängen, bei Arztbesuchen, beim Ausfüllen von Formularen, beim Einkaufen, bei der Hausaufgabenbetreuung der Kinder bzw. die Begleitung zum Erstbesuch der Kita oder Schule. Und das in einem Zeitrahmen, den jeder selbst festlegen kann. Im besten Fall finden sich Helfer, die sich als Gruppe neu orientieren wollen.

„Das sprachliche Problem ist immer das größte Hindernis im Alltag, von daher sind auch Personen die dolmetschen möchten, an diesem Abend herzlich willkommen“, erklärt Juditha Siebert, die Leiterin des Bergkamener Integrationsbüros und des Interkulturellen Netzwerkes.

Idealerweise könnte sich die Unterstützung wie Nachbarschaftshilfe gestalten. Menschen, die noch im Asylverfahren stehen benötigen Orientierung und diese können nur die Einwohner vor Ort  geben. Eine neue Existenz in einem fremden Land aufzubauen, und das eventuell noch mit mehreren Kindern, erfordert einen starken Willen und ein hohes Maß an Durchhaltevermögen. Dabei können die Einwanderer begleitende Unterstützung gut gebrauchen.

Aktive Bergkamener Bürger sind also hiermit angesprochen, an dem geplanten Netzwerktreffen teilzunehmen, auch wenn sie sich nur informieren möchten. Der Sachgebietsleiter für Soziales, Gesundheit und Senioren, Ralf Möllmannn, wird über die aktuelle Zuwanderung von Flüchtlingen und die Voraussetzungen in Bergkamen berichten.

Mit welcher Idee man seine Unterstützung zur Verfügung stellen möchte, bleibt jedem Helfer selber überlassen. Den Ansprechpartnern im Rathaus ist jedes Angebot recht, das den Zuwanderern das Ankommen erleichtert und gemeinsam eine offene Willkommenskultur vorlebt.

Interessierte, die Neuankömmlinge begleiten möchten oder vorab Fragen zur Veranstaltung haben, können sich im Integrationsbüro unter Telefon 02307/965272 oder per Mail an integration@bergkamen.de informieren. Das Treffen findet am 09.12.2014 um 18 Uhr im Sitzungssaal II im Bergkamener Ratstrakt statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich