Sparkasse setzt auf Offene Immobilienfonds in Zeiten der „Null“
Zu einer Vortragsveranstaltung zum Thema „Offene Immobilienfonds – Stabilität in Zeiten ohne Zinsen“ lud die Sparkasse Bergkamen-Bönen in die Bergkamener Sparkassen-Hauptstelle ein. Die Vorstandsvorsitzende Beate Brumberg begrüßte die anwesenden Gäste und wies in ihren Eingangsworten auf die wachsenden Herausforderungen an eine qualifizierte, transparente und nachvollziehbare Kundenberatung bei Geld- und Wertpapieranlagen in Zeiten der „Null“ hin.
Info-Veranstaltung zum Thema Offene Immobilienfonds der Sparkasse Bergkamen-Bönen
Null Zinsen, null Wachstum, null Inflation – Beate Brumberg unterstrich die Wichtigkeit, den Anlegern neue Perspektiven und individuelle Anlagelösungen aufzuzeigen, um ihr Erspartes zukunftsorientiert und wertsteigernd anzulegen.
Den Hauptpart der Veranstaltung übernahm Hendrik König, Vertriebsdirektor der Deka Immobilien GmbH. Hendrik König stellte zunächst die Deka-Gruppe und deren Funktionen innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe vor. Nach einem kurzen Überblick über das Angebot der Deka-Gruppe referierte der Vertriebsdirektor über die Offenen Immobilienfonds der Deka als nachhaltige und zertifizierte Sachwertanlage, die den Anlegern Stabilität in Zeiten ohne Zinsen bieten soll. Dabei unterstrich der Referent das wichtige Zusammenspiel ökologischer, ökonomischer und sozialer Aspekte und wies insbesondere auf Chancen und Risiken bei der Anlage in Offenen Immobilienfonds hin.
Es gibt acht Mal Grand Jam bei Schmülling – die Tickets werden aber teurer
Da staunte Oliver Geselbracht nicht schlecht. Selbst der Deutsche Kulturrat fragte bei ihm, dem Organisator des Bergkamener Sparkassen Grand Jam, nach, warum an dieser Traditionskonzertreihe für Blues, Jazz und Rockabilly gekürzt werde. Geselbracht rechnete dann noch ein Mal nach. Das Ergebnis, es bleibt zumindest bis zum Sommer 2016, bei acht Konzerten pro Jahr im Haus Schmülling.
J.C. Dook mit Tommy Schneller von der Grand Jam Session Band
Vorstellung des neuen Grand Jam-Konzepts (v.l.): Holger Lachmann, Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel, Michael Krause und Oliver Geselbracht.
Sein Konzept überzeugte seine Partner in Bergkamen, das Kulturreferat im Rathaus und die Sparkasse. Demnach steckt jeder etwas zurück bzw. legt noch etwas drauf, wie Kulturdezernent Holger Lachmann erläuterte. Genaue Zahlen wollte er aber nicht nennen – bis auf die, die die Besucher des Grand Jam mit Beginn der neuen Spielzeit betreffen: Die Eintrittspreises werden erhöht. Künftig kostet eine Eintrittskarte 14 Euro im Vorverkauf und 16 an der Abendkasse. Kunden der Sparkasse erhalten in ihrer Filiale weiterhin einen Rabatt, betonte deren Marketingleiter Michael Krause.
Geselbracht unterstrich, dass es sich hierbei um eine moderate Anhebung der Eintrittspreise handeln würde. Verglichen mit anderen Konzerten gleicher Größenordnung und Qualität seien die Ticketpreise bei Schmülling, die noch bis zum Sommer gelten, sehr billig. Gerade die Qualität dieser Konzertreihe wolle er auch absichern. Jetzt, wenn die Verträge für die neue Konzertsaison 2015/16 unterschrieben seien, könne er mit seinem Freund mit Mitstreiter Tommy Schneller daran gehen, die Künstlerinnen und Künstler für die Bergkamener Veranstaltung und Nachfolgekonzerte zu engagieren.
Bergkamener Gesamtschüler Spitze bei Europas größtem Informatikwettbewerb
Die Willy-Brandt-Gesamtschule Bergkamen erreicht beim Informatik-Biber 2014 mit 1074 Schülerinnen und Schüler erneut eine Rekordteilnahme. Der Lohn dafür sind Geld- und Sachpreise für die Schule und für die erfolgreichen Teilnehmer.
Die erfolgreichen Teilnehmer am Biber-Informatikwettbewerb und ihre Lehrerinnen und Lehrer.
Wie können Mobilfunknetze ausfallsicher gestaltet werden, an welcher U-Bahn-Station können sich drei Freunde am schnellsten treffen, und wie muss ein Eis bestellt werden, damit die Kugeln wie gewünscht gestapelt sind? Diese und andere praxisnahe Fragen stecken hinter den Aufgaben, mit denen sich die Schülerinnen und Schüler der Bergkamener Willy-Brandt-Gesamtschule im Rahmen des Wettbewerbs „Informatik-Biber“ befassten.
Genau 1.232 Schulen gingen vom 10. bis 14. November an dem mit 217.506 Teilnehmern größten Informatikwettbewerb Europas an den Start. Mit 1074 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern zählt die Willy-Brandt-Gesamtschule zu den drei teilnahmestärksten Schulen im gesamten Bundesgebiet und wurde dafür jetzt von den Bundesweiten Informatikwettbewerben (BWINF) ausgezeichnet.
Veranstalter: „Engagement für Informatik vorbildlich“
„Wir danken der Willy-Brandt-Gesamtschule Bergkamen und allen Wettbewerbsteilnehmern für ihr großartiges Engagement anlässlich des diesjährigen Informatik-Bibers. Der Wettbewerb hat das Ziel, junge Menschen für Informatik zu begeistern. Mit den mehr als 1000 Teilnehmern wurde dieses Ziel an der Willy-Brandt-Gesamtschule mehr als erfüllt“, erklärt der Veranstalter des Wettbewerbs und BWINF-Geschäftsführer Dr. Wolfgang Pohl. „Wir sind stolz darauf, dass wir im Hinblick auf die Stärkung des Interesses rund um das Thema Informatik zu den engagiertesten Schulen im Bundesgebiet zählen“, ergänzt David Beisel, Organisator des Biber-Wettbewerbs an der Willy-Brandt-Gesamtschule.
Kinder frühzeitig für Informatik interessieren
„Um erfolgreich abzuschneiden, bedarf es keiner besonderen Vorkenntnisse im Bereich Informatik“, unterstreicht Pohl. Vielmehr verfolgt der Veranstalter des Informatik-Bibers das Ziel, den Teilnehmern die Faszination informatischen Denkens zu vermitteln. So standen auch bei der achten Auflage des Motivationswettbewerbs statt komplexer Problemstellungen unterhaltsame Aufgaben mit Alltagsbezug im Vordergrund. 18 dieser Aufgaben mussten die Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines Onlinewettbewerbs innerhalb von 40 Minuten lösen.
Der Informatik-Biber wird von der Gesellschaft für Informatik (GI), dem Fraunhofer-Verbund IuK-Technologie und dem Max-Planck-Institut für Informatik getragen und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.
Bergkamener Rathaus fest in Narrenhand
Das Bergkamener Rathaus ist seit Donnerstag, 17 Uhr, fest in Narrenhand. „Jetzt werden viele sagen: Dann ändert sich ja nichts“, witzelte Bürgermeister Roland Schäfer beim traditionellen Rathaussturm der beiden Karnevalvereine 1. KG Blau-Weiss und KG Rot-Gold.
Der Bürgermeister kapituliert.
Schäfer versuchte mit reichlich Kostproben aus seinem großen Repertoire an Beamtenwitzen seiner Entmachtung zu begegnen. „Nein, ich ein Beamter, und wir geben nichts heraus“, erklärte er der Blau-Weiss-Vorsitzenden Melina Lowak, als sie von ihm den Rathausschlüssel verlangte. „Wir Beamte nehmen aber auch nichts an, auch keine Vernunft.“
Das muss auch der Grund gewesen sein, dass der Bürgermeister sich nur mit einem Mini-Verteidigungsteam den Narren entgegenstellte. Ratsfrau Monika Wernau hielt vorsichtshalber die weiße Fahne in den Händen, Schäfers Mitarbeiterin im Bürgermeisterbüro Svetlana Kitschke versucht von Beginn an, die Kinderprinzengarde mit Süßigkeiten zu bestechen. „Da ist garantiert keine Zucker drin“, erklärte der Verwaltungschef. Er wolle mit solchen nicht nachprüfbaren Behauptungen, die auf die Gesundheitsführsorge abzielten, die Blau-Weißen und die Rot-Goldenen offensichtlich auf seine Seite ziehen.
Allerdings hatten die Karnevalisten ein großes Problem: Sie rückten praktisch ohne närrische Führung an. Stadtprinz Ricardo I. hatte für den Rathaussturm kein Frei bekommen. Stadtprinzessin ist hochschwanger und durfte sich aus gesundheitlichen Gründen nicht am Gerangel um die Herrschaft in Bergkamen beteiligen. Vielleicht hat sie ja Glück und das Kind wird am Rosenmontag geboren.
Diese Schwäche machten allerdings die Tanzgarden beider Karnevalsvereine mehr als wett. Die Verteidiger zeigten sich sichtlich beeindruckt. Kurz vor dem Zusammenbruch der Verteidigungslinie trumpfte Markus Störmer auf. Der Präsident der erst 2014 gegründeten 1. KG Kamen überbrachte Schäfer die Grüße seines Amtsbruders in der Nachbarstadt Hermann Hupe. Organisationsleiterin Susanne Ganserich hängte Schäfer den Kamener Karnevalsorden um den Hals und garnierte das Ganze mit einem Kuss auf die Wange.
Kurz drauf kapitulierte das Stadtoberhaupt und überreichte den Rathausschlüssel an Melina Lowak.
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Weltmusik aus Israel mit der Sängerin Talya Solan und Band
Die temperamentvolle jüdische Sängerin Talya Solan steht am Montag, 9. März, um 20 Uhr mit dem Yamma Ensemble auf der Konzertbühne im Trauzimmer Marina Rünthe, Hafenweg 12, Bergkamen.
Sängerin Talya G.A. Solan
Die aus Rehovot (etwas südlich von Tel Aviv) stammende jüdische Sängerin Talya G.A. Solan wurde als eine der erfrischenden Stimmen Israels nicht nur daheim, sondern auch international bekannt (u.a. durch Tourneen in den USA und Europa sowie in Projekten mit dem Krakauer Sinfonieorchester). Ein großer Teil ihres Repertoires stützt sich auf die musikalischen Traditionen ihrer jemenitischen und bulgarischen Vorfahren.
Sängerin Talya G.A. Solan und Yamma
Gemeinsam mit ihren Musikern spielt sie Lieder aus dem jemenitischen Kontext, bindet aber auch Klangfarben und Stilistiken der jüdisch-zentralasiatischen Minderheit ein, sowie solche der armenischen und arabischen Randgruppen. Talyas faszinierende Stimme wechselt elegant zwischen warm, weich und dennoch kraftvoll bis hin zu schrill, scharf und ekstatisch. Die Musiker des Yamma Ensembles spielen auf Instrumenten, in denen sich die musikalische Vielfalt und die unterschiedlichen Wurzeln widerspiegeln. Zu den jemenitischen Instrumenten gehören die aus Antilopen- und und Kuduhörnern gefertigten Shofar sowie die armenische Duduk und die arabische Oud.
Tickets sind zum Preis von 5,00 Euro erhältlich im Kulturreferat Bergkamen (Tel.: 02307/965-464), im Bürgerbüro und an der Abendkasse!
Ein Hauch von Karibik kommt im Sommer nach Bergkamen
Mit einem Hauch von Karibik startet Bergkamen in die Sommerferien. Grundlage ist eine dicke Sandschicht, die auf den Stadtmarkt gekippt wird. Danach kann darauf Beachvolleyball gespielt, Sandburgen gebaut und bei Live-Musik getanzt werden.
So wird es Ende Juni auf dem Stadtmarkt beim Karibik Fest aussehen. Dazu müssen natürlich noch jede Menge Menschen kommen.
„Bergkamen karibisch“ vom 25. bis 28. Juni ist der Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe „Sommer in Bergkamen“, die den Kultursommer ablöst. Bürgermeister Roland Schäfer ist überzeugt, dass diese Veranstaltung mehr als ein Ersatz ist für die Reggae-Open-Air, die in diesem Jahr dem Rotstift zum Opfer fällt. Im nächsten Jahr könne es aber durchaus wieder ein Reggae-Konzert auf dem Stadtmarkt geben, wenn dafür eine andere Veranstaltung, etwa das Open-Air-Kino entfällt.
Die Stadt Bergkamen arbeitet erstmals mit dem Kooperationspartner „Young4mation“ zusammen, der mit seinen „Karibischen Festen“ im vergangenen Jahr für Leben in einigen Ruhrgebietsstädten gesorgt hat. Voraussetzung ist natürlich, dass am ersten Wochenende der Sommerferien das Wetter auch karibisch.
N.N. Theater kommt mir einer Uraufführung
Das N.N. Theater aus Köln bringt am 11. Juli meine Uraufführung nach Bergkamen.
Einige Bergkamener werden ja dem Kultursommer nachtrauern. Freuen dürfen sich aber die vielen Fans der N.N.Theaters aus Köln. Sie werden im Wasserpark am Samstag, 11. Juli, eine echte Premiere nach Bergkamen bringen. Darauf wollte Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel nicht verzichten.
Etwas mehr Informationen gibt es zum Kunstprojekt „Urban Art – Stadtbesetzung“. Wie in den legendären Jahren des „bergkamener bilder-basars“ wird sich die Straße zwischen dem Rathaus und dem Stadtmarkt in eine Kunstmeile verwandeln. Mitmachen werden Mitglieder der Bergkamener Künstlergruppe „kunstwerkstatt sohle 1“ und der in Bergkamen geborene Künstler Stefan Geisler, der heute in Bochum lebt und arbeitet. Geisler plant eine Performance mit einem brasilianischen Tänzer. Dazu werden die „Schinken“ aus dem Archivkeller geholt, die Bergkamener in den 70er und 80 Jahren während der „bilder-basare“ gegen moderne Kunst tauschen konnten. Mit röhrenden Hirschen und geflügelten Engeln wird es ein wiedersehen geben.
„Umsonst und draußen“ hat das Stadtmarketing das Bergkamener Open-Air-Programm 2015 betitelt. Im Detail kann es hier nachgelesen werden: Highlights 2015
Karnevalsstimmung bei St. Michael nach dem Hochamt
Närrisch ging es am Sonntag nach dem Hochamt im Pfarrheim der St. Michael-Gemeinde. Dort trafen sich viele Gemeindemitglieder und Gäste zum gemütlichen Beisammenseinund karnevalistischen Treiben.
Für Stärkung sorgte ein gut bestücktes Büffet vom Gemeindeausschuss vorbereitet. Danach ging es zum gemütlicherem Teil über. Frau Köckler erfreute mit einem Lied über das Leben eines Pastors als Präses der Kfd die Gemüter. Es folgten auch Sketche aus dem Eheleben gegriffen.
Als Highlight gastierte der Karnevalsverein „Narrenzunft Rot- Gold Bergkamen“ die eine tolle Tanz Show auf der Bühne gezeigt haben.
Lindenweg soll in voller Länge Anliegerstraße werden
Die Unterschriftenliste, auf der sich die Nachbarn eingetragen haben, und der damit verbundene Bürgerantrag der Eheleute Burkert auf Schließung des Lindenwegs an der Kreuzung mit der Pfalzstraße, hat offensichtlich wenig genutzt. Der Lindenweg soll künftig nach Auffassung der Verwaltung auf ganzer Länge weiterhin nur für Anlieger frei befahrbar bleiben. Das letzte Wort haben hier allerdings der Ausschuss für Umwelt, Bauen und Verkehr sówie der Haupt- und Finanzausschuss,, die sich am 17. und 19. Februar mit diesem Thema beschäftigen werden.
Der westliche Teil des Lindenwegs weist Straßenschäden auf. Künftig soll hier auch ein Schild „Durchfahrt verboten/Anlieger frei“ stehen.
Eine Anliegerstraße ist der Lindenweg schon jetzt im östlichen Teilstück. Zwischen Schulstraße und Pfalzstraße ist er als verkehrsberuhigte Zone ausgewiesen. Das hindert nach der Beobachtung der Burkerts und ihrer Mitstreiter eine Reihe von Autofahrern nicht, den Lindenweg als Schleichweg zur Umgehung zwei Ampelkreuzungen zu nutzen. Es werde auch zu schnell gefahren.
Eine Folge der Verkehrsbelastung sei, dass die erst vor wenigen Jahren gepflasterte Straße zwischen Schulstraße und Pfalzstraße reichlich ramponiert sei. Die erhöhten Verkehrsmengen würden auf dem losen Oberflächenbelag eine unzumutbare Lärmbelästigung verursachen.
Auf die Straßenschäden hat die Stadt inzwischen reagiert. Schilder weisen auf den schlechten Zustand des Lindenwegs hin. 140.000 Euro soll die Reparatur laut eines Gutachtens kosten. Durchgeführt werden soll sie 2016 oder 2017. Die neuen Schilder „Durchfahrt verboten/Anlieger frei“ werde auch an der Kreuzung mit der Pfalzstraße aufgestellt. Damit wird deutlich, dass zum Beispiel die Anlieger der Pfalzstraße nicht durch den Lindenweg fahren dürfen. Geprüft wird, ob Piktogramme als Erinnerung an die Geschwindigkeitsbegrenzung auf den Lindenweg aufgetragen werden sollen. Auch will die Stadt mit der Polizei über häufigere Kontrollen sprechen.
Mitte Januar ist im Rathaus ein Gegenantrag eines Gewerbetreibenden gegen die Abbindung des Lindenwegs eingegangen. Nach dem Vorschlag der Verwaltung darf sein Lieferverkehr wie bisher aus beiden Richtungen den Lindenweg nutzen.
Feuerwehr ist in Weddinghofen ein echter Gesellschaftsvirus
Sie retten nicht einfach nur Leben. Die 37 Feuerwehrmänner und 3 Feuerwehrfrauen der Löschgruppe Weddinghofen der Freiwilligen Feuerwehr sind aus dem Stadtteil gar nicht wegzudenken. Bei allen wichtigen gesellschaftlichen Ereignissen sind sie dabei. Das schlägt sich nieder. Jede Menge spontane Neueintritte sind nur ein positiver Nebeneffekt.
Die Geehrten, Beförderten und Ausgezeichneten auf einen Blick.
Gute Tradition: Seit 25 Jahren kümmert sich Koch „Schubi“ um das leibliche Wohl der Kameraden – auch zur Jahresdienstbesprechung.
Allein fünf neue Mitglieder meldeten sich ganz spontan im Nachklang des Johannisfeuers. Menschen, die zuvor keinen unmittelbaren Bezug zur Feuerwehr hatten. Denn überall dort, wo die Gemeinschaft „Wir in Weddinghofen“ zum gesellschaftlichen Miteinander eingeladen hat, waren auch in Lebensretter präsent – mit Einsatzwagen, mit Informationen. Das fällt auf und das spornt manchen zum Handeln an. Mehr noch: „Die Löschgruppe hat einen wichtigen sozialen Bezug in die Stadtteile und in die Stadt“, betonte Bürgermeister Roland Schäfer bei der Jahresdienstbesprechung. Mit dem Dorfabi etwa setzen die Wehrleute ganz eigene Akzente für das Miteinander jenseits der Diensteinsätze. Die Premiere war so erfolgreich, dass es 2016 eine Wiederholung geben wird – am 27. August.
Das Stadtoberhaupt übermittelte Dank und Stolz nicht nur für den lebensrettenden Einsatz und für freizeitraubende Dienste, sondern auch für die aufopfernde Ehrenamtlichkeit. Das werde auch in der Ausbildung auf allen Ebenen deutlich, so Schäfer.
Ganze Familien im Feuerwehrfieber
Steht allzeit bereit: Die Einsatzausrüstung im Spint.
Dass die Feuerwehr in Weddinghofen ein echter Virus sein kann, zeigt die Familie Birk. Hier ist zunächst der Sohn nach seiner Rückkehr aus der Schweiz und der Mitwirkung am Bau des Gotthardtunnels zum Lebensretter geworden. Es folgte die Schwester auf dem Fuße. Beide waren so begeistert, dass sie auch den Vater mit dem Feuerwehrvirus infizierten. Das Ergebnis: Vater und Sohn wurden bei der Jahresdienstbesprechung synchron zum Oberfeuerwehrmann befördert. Ebenfalls erfreulich: Auch ein Kamerad mit türkischer Staatsbürgerschaft stand auf der Beförderungsliste. Ein Feuerwehrmann mit türkischen Wurzeln hat inzwischen die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen – auch das war ein Applaus wert.
139 Einsätze mussten die Feuerwehrleute 2014 bewältigen. Das waren 21 mehr als im Vorjahr. Der Trend der letzten Jahre hält weiter an: Es müssen mehr hilflose Menschen aus Notsituationen hinter verschlossenen Türen gerettet werden, es gibt mehr Einsätze durch Sturm und Regen. Verkehrsunfälle stehen ebenfalls oben in der Statistik.
Insbesondere der Sturm Ela hielt die Feuerwehrleute am 10. Juni auf Trab. Hier mussten die Kollegen in Lünen unterstützt werden. Den schrecklichen Verkehrsunfall mit zwei Toten auf der Erich-Ollenhauer-Straße am 20. Juli hat keiner der Beteiligten bis heute vergessen. Auch der Starkregen am 18. September hat Feuerwehrgeschichte geschrieben. Im Weddinghofener Feuerwehrhaus war das Lagezentrum für die gesamte Stadt aufgeschlagen worden. Die ganze Nacht waren die Kameraden im Einsatz, planten und entwickelten Einsatzstrategien, waren außerdem für den Grundschutz zuständig – tatsächlich gab es zusätzlich noch einen Brand im Pantenweg in Oberaden. Einen weiteren Großeinsatz verursachte ein Großbrand im Aldi-Markt am Roggenkamp am 3. Oktober.
Mit Antigone auf Zeitreise durch die menschlichen Konflikte
Schon vor fast 2.500 Jahren war er ein echter Publikumsrenner. Den griechischen Mythos um Antigone aus einer modernen Version wieder in die Antike und zurück in eine zeitlose Variante zu schicken, ist dagegen ein fast schon wissenschaftliches Experiment. Ein Versuch, der auf der Bühne des Pädagogischen Zentrums geglückt ist. Hier hat die Q2 des Städtischen Gymnasiums zur Zeitreise mit hochaktuellem Inhalt geladen.
Dramatische Geschehnisse auf der Bühne wie im Leben: Überzeugung trifft auf Willkür.
Der Königsstuhl verleiht zwar Macht, aber noch lange nicht das moralische Recht: König Kreon.
König Kreon von Theben ringt im königlichen Scharlachrot auf der Bühne barfuß um die richtige Entscheidung. Antigone kämpft im schlichten griechischen Gewand um ihre Selbstbestimmung. Gleichzeitig marschieren die Wachen in beinahe stilechter Rüstung zur staatstreuen Verhaftung. Einen Tag später sieht die Szenerie ganz anders aus. Die Handlung ist in die Gegenwart verlagert. Vielleicht sogar mehr als das. Da wird für den Bruder, der gegen die Stadt Krieg geführt hat, im T-Shirt der verbotene Bestattungsritus abgehalten. In Jeans und Turnschuhen wird der Staatsmacht für die eigene Überzeugung mehr als nur die Stirn geboten – es geht sogar in den Tod. Die Akteure schreiten jetzt durch ein noch nicht verankertes Zeitfenster, wenn sie den antiken Inhalt auf die Bühne zaubern.
Konflikte in allen Lebensbereichen – mehr als zeitgemäß
Körperlich gefangen, aber in der eigenen Überzeugung frei: Antigone.
Krieg und Widerstand, Überzeugung und Anpassung, Liebe und Hass, Starrsinn und Erkenntnis, Konflikt zwischen Jung und Alt: In diesem Drama steckt alles, was die Menschheit schon immer beschäftigt. Generationen von Schriftstellern haben den antiken Stoff in ihre jeweilige Zeit übertragen. Mitten im Zweiten Weltkrieg trifft Jean Anouilh mit seiner Fassung den Kern einer alles umwälzenden Zeit. Genau diese Fassung haben sich die neun Schülerinnen und Schüler des Projektkurses Theater unterstützt von vier Schauspieltalenten aus der Q1 und einem jungen Nachwuchsstar aus der Theater-AG für ihre spannende Zeitreise ausgesucht. „Ein anspruchsvolles Vorhaben“, wie Schulleiterin Bärbel Heidenreich mit großem Respekt betonte.
Große Emotionen auf der Bühne: Antigone und Haimon.
Verzweifelt geht Antigone nur körperlich vor der Willkür in die Knie. Ihre Seele bleibt ihrer eigenen Überzeugung treu. Auch ihr Verlobter Haimon folgt ihrem Beispiel: Er entleibt sich. Am Ende bleibt der König, der einen Tag später diktatorische Züge auf der Bergkamener Bühne hat, allein mit seiner Macht und der zu späten Erkenntnis. Ein Stoff, der in allen Zeiten an Zivilcourage, Moral, Menschlichkeit und Gerechtigkeit appelliert. „Es ist eine besondere Herausforderung, die jeweiligen Rollen in eine andere Zeit zu übertragen“, schildert Lehrer Peter Manteufel. „Hier geht es vor allem um die Wirkung. Darüber haben wir viel gesprochen und diskutiert – das werden wir anschließend auch intensiv gemeinsam reflektieren.“
Antike Sätze mit aktueller Brisanz
Stehende Ovationen für ein tolles Schauspielteam.
Engagiertes Spiel im antiken Kostüm.
Die bemerkenswert souveräne Schauspieltruppe bewies mit ihrem Einsatz, für den sie ein halbes Jahr lang gearbeitet und seit Dezember intensiv geprobt hat: Das Experiment gelingt. Dem Publikum gingen die zentralen Botschaften in jeder Fassung unter die Haut – ob im antiken Gewand oder im zeitlosen Raum. „Was geht mich deine Politik an? Ich bin mein eigener Richter!“, spuckt Antigone dem König regelrecht ins Gesicht. Ein Satz, der angesichts aktueller weltweiter Geschehnisse mehr Brisanz denn je hat. „Wenn ich es nicht tu, wer dann?“, fragt sich im heftigen Gegensatz dazu nicht nur der Despot auf der Bühne, sondern leider auch mancher im realen weltpolitischen Geschehen.
Nicht nur für diese Sätze stand das Publikum auf und applaudierte mit stehenden Ovationen. Es war vor allem die hervorragende Leistung eines tollen Theaterteams, die hier belohnt wurde.
Das Team: Stephanie Döll, Fabian Tkaczuk, Katharina Kuzmin, Pascal Gansen, Rebecca Lindner, Lara Zenke, Florian Becker, Nils Knedlik, Marcel Dambacher, Sarah Neumann, Lena Hanselmann, Lara Zenke, Kristin Haumann, Alina Poddig, Denise Fischer.
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Theater und Kino bleiben 2015 vom Bergkamener Kultursommer übrig
Kino und Theater werden 2015 vom ehemaligen Bergkamener Kultursommer übrigbleiben. Auf Reggae, das Klassik Open Air und das Kulturpicknick im Römerpark werden die Bergkamener Kulturfreunde in diesem Jahr verzichten müssen.
Theater wird es auch 2015 im neuen Programm „Sommer in Bergkamen“ geben. Zuletzt gastierte im Wasserpark das N.N. Theater aus Köln.
Bekanntlich sind für dieses Jahr rund 135.000 Euro für Veranstaltungen des Kulturreferats und des Stadtmarketings gestrichen worden. Deshalb war voraussehbar, dass es wegen der relativ hohen Kosten keine Konzerte geben wird. Neben den Künstlerhonoraren schlag hier die Bühnenmiete und die Bereitstellung von Licht- und Tontechnik zu Buche.
Kino und Theater ist in diesem Jahr der Beitrag der Kultur zum neuen Programm „Sommer in Bergkamen“. Hier steuert das Stadtmarketing unter anderem den „Weingenuss am Wasser“ bei.
Weiterhin wird es die KinderKulturTage im Wasserpark geben. Hierfür gibt es Fördermittel aus der Regionalen Kunst- und Kulturförderung des Landes Nordrhein-Westfalen, Hellweg. Region. Der Lions Club BergKamen hat Projektförderung in Aussicht gestellt.
Erinnerung an den „bergkamener bilder basar“
Darüber hinaus soll in Kooperation mit dem Kultursekretariat NRW Gütersloh ein Projekt zur Kunst im öffentlichen Raum durchgeführt werden. Unter dem Titel „Urban Art 2015 /Stadtbesetzung“ ist eine Kunstaktion im Bereich des Stadtzentrums von Bergkamen vorgesehen. Die Idee ist, aktuelle Kunst im öffentlichen Raum darzustellen, aber auch den bergkamener bilderbasar – bbb – noch einmal aufzugreifen.
Bergkamener Kulturinstitutionen und – Interessierte sowie die Bevölkerung sollen in das Projekt eingebunden werden. Voraussichtlicher Zeitpunkt ist der 21. bis 23. August 2015. Das Projekt wird durch das Kultursekretariat NRW Gütersloh gefördert.