Nur ein Drachenbootrennen beim Bergkamener Hafenfest 2015

Beim Hafenfest am ersten Juni-Wochenende 2015 wird es nur ein Drachenbootrennen geben – und zwar am Samstag, 6. Juni, geben. Wer hier mitpaddeln möchte, sollte seine Meldung zügig abgeben, denn die Zahl der Team ist begrenzt. Vielleicht ist dafür das Interesse größer, weil es in diesem Jahr in Hamm kein Drachenbootrennen geben wird.

Hafenfest 2013 (37)Bis zu 24 Mannschaften können beim Drachenbootrennen im Rahmen des Bergkamener Hafenfestes an den Start gehen, das in diesem Jahr keine Unterscheidung zwischen Hobby- und Firmenteams kennt.

Eine Mannschaft muss dabei aus mindestens 14 Paddlerinnen und Paddlern bestehen, die eine Strecke von 250 m den Kanal in Rünthe in schnellstmöglichster Zeit absolvieren müssen. Nach diversen Qualifizierungsrennen stehen dann die Teilnehmer für die Finalläufe fest, deren Sieger auf der Hauptbühne geehrt werden.

Die Rennen finden am Samstag, 6. Juni, statt, wenn es für die Teams dann wieder „Are you ready? – Attention – Go“ heißt.

Interessierte Teams können den Meldebogen und die Durchführungsbestimmungen im Internet unter www.bergkamen.de abrufen oder sich auch direkt bei Heiko Rahn vom Amt für Schulverwaltung, Weiterbildung und Sport der Stadt Bergkamen unter h.rahn@bergkamen.de anmelden.




Große Nachfrage für das Projekt „Verhalten in Notfall- und Unfallsituationen“ für junge Migranten

Zum ersten Mal hatte am vergangenen Wochenende der Bergkamener Integrationsrat zu einem Kurs „Verhalten in Notfall- und Unfallsituationen“ am vergangenen Wochenende in Zusammenarbeit mit den Johannitern NRW/Östliches Ruhrgebiet in das ehemalige Klepper-Haus eingeladen. Die Nachfrage war so groß, dass jetzt über einen Zusatzkurs nachgedacht wird.

Erste-Hilfe-Lehrgang für junge Migrantinnen und Migranten.
Erste-Hilfe-Lehrgang für junge Migrantinnen und Migranten.

Im November hatte sich ein Arbeitskreis innerhalb des Integrationsrats gebildet, der sich mit dem Thema „Ausbildung für Jugendliche mit Migrationshintergrund“ beschäftigen wollten. Dieser Arbeitskreis hat es sich zur Aufgabe gemacht, jenseits von offiziellen, politischen Angelegenheiten, konkrete Ziele im Bereich Bildung, Förderung und Teilhabe zur Integration jugendlicher Migrantinnen und Migranten zu erarbeiten. Das 8-köpfige Gremium kann nach nur drei Zusammenkünften mit dem Notfalle-Kurs bereits einen beachtlichen Erfolg vorweisen.

„Den Gedanken der Inklusion haben wir auf den Bereich der Hilfsorganisationen übertragen: Integration durch Teilhabe, Integration und Förderung jugendlicher Migranten durch Teilhabe an wichtigen gesellschaftlichen Prozessen. Da Migranten äußerst selten in Hilfsorganisationen vertreten sind, bietet sich hier nun die Möglichkeit, zusammen mit den Johanniter NRW, an dieser Situation gewinnbringend für alle zu arbeiten“, so Harald Sparringa, Stadtverordneter der Bündnis 90/Die Grünen im Bergkamener Integrationsrat und Mitglied im Arbeitskreis.

Erste-Hilfe 2„Durch Kontakte zu den Johannitern NRW ist es möglich geworden, einen ersten Baustein im Bereich „Ausbildung für Jugendliche“ zu realisieren“, so Sparringa weiter. Für das Wochenende am 7. und 8. März  hat der „Verein für Kinder-und Jugendhilfe e.V.“ seine Räumlichkeiten in Oberaden unentgeltlich für ein Projekt zur Verfügung gestellt. Dort wurden 20 Bergkamener jugendliche Migrantinnen und Migranten in einem Lehrgang durch die Johanniter Unfallhilfe, die auch die Kosten der Schulung tragen, zum Thema „Verhalten in Notfall- und Unfallsituationen“ ausgebildet.

Da mehr Anmeldungen eingegangen sind als Teilnehmerplätze zur Verfügung stehen, wird über einen zweiten Kurs nachgedacht. Auch hierüber hat es schon erste wohlwollende Gespräche mit den Johannitern gegegen, die auch großzügigerweise die Kosten für die Ausbildung übernehmen.

Im Anschluss an diese einführenden Kurse und bei entsprechendem Interesse sind  Aufbaukurse zum Sanitätshelfer denkbar.




Geballte Hilfbereitschaft bei Typisierung für Annika

An manchen Tischen ging fast nichts mehr. Die Bergkamener standen am Sonntag in der Hellweg-Schule Schlange, um sich typisieren zu lassen. „Die Hilfsbereitschaft ist unglaublich“, sagt Petra Bier und beobachtet ergriffen das rege Treiben. „Hier sind unzählige Menschen spontan zum Helfen gekommen, die wir gar nicht kennen – wir mussten einige Angebote sogar ablehnen.“ Groß ist jetzt die Hoffnung, dass sich ein geeigneter Spender für ihre Tochter Annika findet.

Auf der Suche nach der richtigen Ader: Viele Bergkamener ließen sich am Sonntag Blut abzapfen für den guten Zweck.
Auf der Suche nach der richtigen Ader: Viele Bergkamener ließen sich am Sonntag Blut abzapfen für den guten Zweck.

Plötzlich war der da, der Knoten am Schlüsselbein. Von Arzt zu Arzt ging es zunächst. Dann die schreckliche Gewissheit: Lymphdrüsenkrebs lautete im vergangenen September die Diagnose für die 28-jährige Bergkamenerin. Es folgten sechs Blöcke mit Chemotherapie. Kurz vor Weihnachten dann Hoffnung: Zu 99,9 Prozent sei das Non-Hodgkin-Lymphom besiegt, so die Ärzte. Eine spezielle Untersuchung in Münster ließ auf die Euphorie totale Verzweiflung folgen: Der Krebs war wieder da. Nur Stammzellen können bei dieser aggressiven Form der Erkrankung helfen. Die beiden Brüder, die Zwillingsschwester: Niemand aus der direkten Verwandtschaft kommt in Frage. Es muss dringend ein Spender her, nachdem eine Operation und eine weitere schwere Chemotherapie keine Erfolge gebracht haben. Inzwischen musste Annika ihre Arbeit aufgeben. Im ganz normalen Alltag braucht sie Hilfe. Die Krankheit hat sie sehr geschwächt.

Ganze Familien waren auf den Beinen

Spontan organisiert: Tombola für den Spendeneingang.
Spontan organisiert: Tombola für den Spendeneingang.

Junge Frauen, jugendliche Männer, ältere Ehepaare, ganze Familien nutzen das prachtvolle Frühlingswetter für einen Ausflug zur Typisierungsaktion. Sie alle drückten Annika im vorbeigehen die Hand, machten ihr Mut. Die 28-Jährige stand sprachlos in der Sporthalle und verfolgte den Strom der Menschen fast ungläubig. „Es ist toll, wie viele Menschen helfen wollen“, sagt sie. Die Familie hat die Typisierungsaktion mit Unterstützung der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) angestoßen. Auch dabei haben viele engagierte Menschen geholfen. Die Stadt Bergkamen hat über den Bürgermeister den Druck von Plakaten und Flyern übernommen. Spontan haben sich Firmen und Organisationen mobilisiert, um mit einer Tombola, Verkaufsständen, Würstchengrill, Waffelstand oder Kuchenbüffet den Spendeneingang zu vervielfachen.

Reger Betrieb an den Helfertischen: Hier wurden alle Daten erfasst.
Reger Betrieb an den Helfertischen: Hier wurden alle Daten erfasst.

Unzählige Helfer setzten sich auch an die Tische, um die Daten der Spender aufzunehmen. Darunter auch die Eltern von Dwayne. Für den Bergkamener Jungen hatten vor einiger Zeit bereits unzählige Bergkamener ihr Blut typisieren lassen. „Es ist doch klar, dass wir auch dabei sind“, sagen sie. „Schließlich sind solche Aktionen wichtig und retten Leben!“ Das sagen alle, die bei prächtigem Wetter lieber in der Turnhalle sitzen und kräftig mit anpacken. „Das ist für den guten Zweck, und das ist wichtiger!“

 

Sechs Minuten und alles war schon vorbei

Wertvolle Fracht: Die Blutspenden gehen auf den Weg zur Typisierung.
Wertvolle Fracht: Die Blutspenden gehen auf den Weg zur Typisierung.

Gerade einmal sechs Minuten dauerte die Typisierung. Persönliche Daten und Krankheiten erfassen, den Bogen abliefern, fünf Milliliter Blut abnehmen, die Probe am letzten Stand abgeben: Fertig! „In etwa vier Wochen liegen die Typisierungsergebnisse vor“, erläutert  Bettina Steinbauer von der DKMS. Die Suche nach einem Spender für Annika läuft derweil längst schon weltweit. Sollte ein Spender gefunden werden, geht es wie folgt weiter: Die Stammzellen werden in den meisten Fällen ambulant über das periphere (fließende) Blutsystem herausgefiltert. Das dauert vier Stunden und der Spender kann danach wieder nach Hause gehen. Nur in 20 Prozent aller Fälle kann es eine Knochenmarkentnahme über die hinteren Beckenknochen im Rahmen einer Operation geben. Auch das verläuft schmerzfrei.

Ebenfalls wichtig: Spenden, denn eine Typisierung kostet ca. 50 Euro.
Ebenfalls wichtig: Spenden, denn eine Typisierung kostet ca. 50 Euro.

„Typisierungen sind wichtig, weil damit auch anderen Betroffenen geholfen werden kann“, betont Bettina Steinbauer. Deshalb haben Annika und ihre Familie die Aktion auch angestoßen – unabhängig davon, ob hier tatsächlich der geeignete Spender gefunden wird. Wichtig sind auch die Spenden: Jede Typisierung einer Blutprobe kostet rund 50 Euro. Bis zum Nachmittag standen bereits weit mehr als 400 Spender Schlange. Viele Spender hatten sich bereits bei Aktionen in der jüngsten Vergangenheit typisieren lassen.

Jetzt hoffen alle gemeinsam mit Annika, dass bald ein Spender gefunden wird. Wer anderweitig helfen will: Die DKMS freut sich über jede Form der Unterstützung. Infos unter www.dkms.de.




Autofahrer übersieht Lkw auf der A2 beim Spurwechsel

Die Löschgruppen Bergkamen-Mitte und Weddinghofen sind am frühen Freitagmorgen gegen 5 Uhr zu einem Unfall auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Oberhausen gerufen worden. Wegen eines Unfalls war die Autobahn zwischen den Anschlussstellen Kamen / Bergkamen und Dortmund-Nordost zeitweise komplett gesperrt gewesen.

Es ist kaum zu glauben, dass der Fahrer dieses Pkw nur leicht verletzt wurde. Er muss mehrere Schutzengel gehabt haben.
Es ist kaum zu glauben, dass der Fahrer dieses Pkw nur leicht verletzt wurde. Er muss mehrere Schutzengel gehabt haben.                        Fotos: Feuerwehr Bergkamen

Um kurz vor 5 Uhr wechselte ein 27-jähriger Pkw Fahrer aus Hamm mit seinem Hyundai vom linken auf den rechten Fahrstreifen. Hierbei übersah er offenbar einen dort fahrenden Lkw und fuhr auf diesen auf. Durch den Unfall wurden mehrere Trümmerteile durch die Luft geschleudert. Einige beschädigten einen Pkw Audi, der ursprünglich auf dem mittleren Fahrstreifen hinter dem Lkw her fuhr.

Unfall 6.3. 1Bei dem Unfall verletzte sich der 27-Jährige leicht. Der 49-jährige Lkw Fahrer aus Sundern und der 54-jährige Bergkamener blieben unverletzt. Es bildet sich schnell ein Rückstau mit einer maximalen Länge von rund 6 km.

Für die Dauer der Aufräum- und Säuberungsarbeiten war die Fahrtrichtung Oberhausen zunächst komplett gesperrt. Nachdem der Verkehr dann über den Seitenstreifen geleitet wurde, konnten zusätzlich noch der rechte Streifen und gegen 9.45 Uhr auch der mittlere und linke Fahrstreifen wieder frei gegeben werden. Es entstand ein polizeilich geschätzter Sachschaden in Höhe von rund 25.000 Euro.

Zunächst hieß laut Alarm bei der Feuerwehr, dass durch einen Unfall eine Person eingeklemmt sei. Das bewahrheitete sich aber nicht, als die Bergkamener Feuerwehrleute am Unfallort eintrafen. Die Feuerwehrleute betreuten die Unfallbeteiligten und durchtrennten die Stromversorgung beim Lkw und beim Pkw.

Ein Trupp sicherte die Unfallstelle ab und leuchtete sie aus. Außerdem wurden ausgelaufene Treibstoffe abgestreut und die Trümmerteile vom Seitenstreifen geräumt.




Hütte brennt auf ehemaligem Zechengelände Grimberg 3/4

Eine brennende Hütte am westlichen Rand des Grimberg-Geländes in Weddinghofen hatte am Freitagmorgen die Bergkamener Feuerwehr auf den Plan gerufen. Alarmiert wurden die Löschgruppen Weddinghofen und Bergkamen-Mitte gegen 9.25 Uhr auch über Sirenenalarm.

Feuerwehreinsatz auf dem ehemaligen Grimberg-Gelände in Weddinghofen. Laut Alarm brannte eine Hütte.
Feuerwehreinsatz auf dem ehemaligen Grimberg-Gelände in Weddinghofen. Laut Alarm brannte eine Hütte.

Zu ihrem Einsatzort kamen die Löschfahrzeuge durch das normalerweise verschlossene Tor in der Nähe des TÜV-Berufskollegs und über die Reste einer Werkstraße auf dem ehemaligen Bergwerksgelände. Nach gut einer halben Stunde konnten die Feuerwehrleute und auch die Polizeibeamten wieder abrücken. Über die Brandursachen liegen zurzeit noch keine Erkenntnisse vor.




Geschichte zum Anfassen: Stadtmuseum zeigt das Leben in römischen Lagern

Im Stadtmuseum Bergkamen wird am Freitag, 13. März, um 19 Uhr die neue Sonderausstellung „Von Asciburgium bis Oberaden“ eröffnet. Dazu wird ein umfangreiches museumspädagogisches Programm angeboten.

Zurzeit laufen die Aufbauarbeiten für die neue Sonderausstellung im Stadtmuseum zum Leben in römischen Lagern.
Zurzeit laufen die Aufbauarbeiten für die neue Sonderausstellung im Stadtmuseum zum Leben in römischen Lagern.

Von März bis Oktober können Kindergärten, Grundschulen und weiterführende Schulen die für die Ausstellung speziell entwickelten museumspädagogischen Programme buchen. Unterschiedliche Themenschwerpunkte zeigen den Kindern, Schülerinnen und Schülern das Leben in der römischen Provinz Germanien. Dabei steht das Motto „Geschichte zum Anfassen“ im Vordergrund. Nachbildungen von römischen Alltagsgenständen sowie die Ausrüstung eines Legionärs können die jungen Besucher selbst in die Hand nehmen und ausprobieren.

Erwachsenengruppen erfahren durch eine fachlich begleitende Führung und ausgestellte archäologische Funde wichtige historische Aspekte. Das Verwöhnprogramm „Römische Wellness“ lässt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Alltag vergessen und sorgt für Entspannung, auf die schon die alten Römer großen Wert legten. Auch Einzelbesucher und Familien erhalten die Möglichkeit das römische Provinzialleben im historischen Gesamtbild kennen zu lernen. Während der geplanten Familiensonntage steht zunächst eine kostenfreie Führung an. Eine anschließende Themenaktion lädt zum Mitmachen ein.

Das Kastell Asciburgium (16/15 v. Chr.) wurde nach vermehrten Einfällen von germanischen Stämmen in die westrheinischen Gebiete zur Sicherung der Grenze von den Römern errichtetet. Es wurde ca. 100 Jahre als militärischer Stützpunkt genutzt. In unmittelbarer Nähe entwickelte sich ein Lagerdorf. Hier ließen sich Frauen und Kinder der Soldaten sowie Veteranen nieder. Kaufleute betrieben regen Handel und Handwerker boten ihre Dienste an.

Rhein war eine natürliche Grenze

Vor 2000 Jahren bildete der Rhein eine natürliche Grenze zwischen dem römischen Reich im Westen und den freien Germanen im Osten. Nach vermehrten Einfällen von germanischen Stämmen in die westrheinischen Gebiete errichteten die Römer Kastelle, um die Grenze zu bewachen. Das Kastell Asciburgium (16/15 v. Chr.) im heutigen Moers-Asberg entstand an einem Altarm des Rheins und wurde ca. 100 Jahre als militärischer Stützpunkt genutzt. In unmittelbarer Nähe entwickelte sich ein Lagerdorf. Hier ließen sich Frauen und Kinder der Soldaten sowie Veteranen nieder. Kaufleute betrieben regen Handel und Handwerker boten ihre Dienste an.

Diese Dorfgemeinschaft bildet einen Schwerpunkt der Sonderausstellung im Stadtmuseum Bergkamen. Die archäologischen Funde auch aus anderen römischen Kastellen, Inszenierungen und Bilder veranschaulichen das Alltagsleben der Grenzsiedlung am Rhein. Weitere Objekte stellen die Alltagssituation im Kastell dar. Das Leben der Soldaten in Asciburgium weist zahlreiche Parallelen zum größten römischen Militärlager nördlich der Alpen auf, dessen Spuren sich in Bergkamen-Oberaden befinden. Die Sonderausstellung nimmt darauf Bezug und verdeutlicht die Gemeinsamkeiten.

 

Weitere Informationen finden interessierte Besucher im Flyer zur Sonderausstellung und unter der Telefonnummer 02306/306021-0.




Ex-Bergkamenerin Saskia Boden steht als Aphrodite auf der Bühne

Ein Ausflug nach Münster lohnt immer. Wie wäre es mit einer Theaterfahrt am Freitag oder Samstag. Dort feiert die aus Bergkamen stammende Schauspielerin Saskia Boden mit ihrer Partnerin im Theater „Der kleine Bühnenboden“ Premiere mit dem Solostück „Aphrodites romantische Revue der lieblichen Liebe“.

Powergirls 1Gern würde Saskia Boden mit dieser Produktion auch in ihrer Heimat Bergkamen spielen, dort wo vor rund 15 Jahre sie zum ersten Mal Theaterluft geschnuppert hatte. Sie war damals an dem Musicalprojekt der Hellwegregion „Voll das Leben“ beteiligt gewesen. 2014 spielte sie noch beim Wolfgang-Borchert-Theater in Münster. Zurzeit hat sie ein Gastengagement an der niedersächsischen Landesbühne Nord. Mit diesem Ensemble steht sie am kommenden Dienstag, 10. März, mit dem Stück „Punk Rock // 15+“ auf der Bühne der Stadthalle Wilhelmshaven. Heute lebt Saskia Boden in Osnabrück.

Saskia Boden und Anna Dreher haben Ende 2013 das Kollektiv „PussyPowerGrrrls“ gegründet. Sie stehen für mutiges, poppiges, trashiges, pinkes Theater mit Biss und Herz. “Aphrodites Romantische Revue der Lieblichen Liebe” ist ihr erstes gemeinsames Stück. Beide stammen aus einem komplett unterschiedlichen politischen, sozialen und manchmal auch ästhetischen Umfeld. Die Mischung aus diesen verschiedenen Perspektiven ergibt vielfältige Sichten auf und Herangehensweisen an die szenische Arbeit. Mit „Aphrodites romantischer Revue der lieblichen Liebe“ richten die PussyPowerGrrrls sich gegen die Abwertung alles „Weiblichen“ und nehmen mit Stöckeln und Konfetti den Kampf gegen das Patriarchat auf.

Zum Inhalt:

Aphrodite versteht die Welt nicht mehr, und das kann doch nun wirklich nicht sein, sie ist doch schließlich eine GÖTTIN! Mit Glitzer, Konfetti, Stöckelschuhen und Lippenstift nimmt sie den Kampf gegen das Patriarchat auf, das als Einziges für diese Fehlentwicklung verantwortlich sein kann. Aphrodites Romantische Revue ist eine scheiternde Boulevard-Show mit Witz, Charme, Pathos, Gefühl und Leidenschaft, mit enttäuschten Hoffnungen, zerbrochenen Träumen und Übersprungshandlungen. Sechs Frauen erzählen auf Einladung Aphrodites ihre Geschichten.

Jede erzählt ein Einzelschicksal, eigentlich nur eine Episode, aber jede einzelne ist auch Projektionsfläche für ein angenommenes Kollektivsubjekt „Frau“, das Subjekt des Feminismus.

Aufführungen von „Aphrodites romantische Revue der lieblichen Liebe“ am 6. 7. und 13. März jeweils ab 20.30 Uhr.

Der Kleine Bühnenboden

Schillerstraße 48a
48155 Münster
Telefon: +49 (0) 251 661759

info@derkleinebuehnenboden.de

Telefonische Kartenvorbestellung
unter 0251 – 661759

 




19. Pflanztermin im Bergkamener Jubiläumswald naht

Bereits zum 19. Mal findet am 11. April auf Einladung von Bürgermeister Roland Schäfer ein Pflanztermin im Bergkamener Jubiläumswald statt. Nachdem bei der Pflanzaktion im vergangenen Herbst 26 Bäume gepflanzt wurden, liegen bisher 11 Anmeldungen vor.

Der nächste Pflanztermin im Bergkamener Jubiläumswald ist am 11. April.
Der nächste Pflanztermin im Bergkamener Jubiläumswald ist am 11. April.

Auf der Fläche zwischen Hauptfriedhof und Kuhbachtrasse können Interessierte an festgelegten Terminen im Frühjahr und Herbst einen Baum für ein ganz besonderes Ereignis, wie z.B. Geburt, Taufe, runde Geburtstage, pflanzen.

Zur Auswahl stehen im Frühjahr heimische Gehölze wie Ahorn, Buche, Esche oder Linde. Die Kosten belaufen sich auf 120,00 € bis 140,00 €.

Jubiläumswald 2Mit der Pflanzung eines Baumes in unserem Wald können Bergkamenerinnen und Bergkamener eine bleibende Erinnerung an ihren besonderen Tag im Leben schaffen“ sagt Bürgermeister Roland Schäfer. „Wer sich noch bis zum 30. März anmeldet, kann bei der Frühlingspflanzung am 11. April dabei sein“.

Für das leibliche Wohl der Baumpaten nebst Gästen bzw. Familienangehörigen wird natürlich gesorgt – vor Ort können kleine Speisen und Getränke erworben werden. Auch Live-Musik in angenehmer Lautstärke wird wieder durch die mobile Band Mava Acoustic geboten.

Interessierte können sich bei Karsten Rockel, Tel. 02307/965-397, über weitere Details informieren.




Neue Homepage der Feuerwehr ist online – jetzt auch Infos über Einsätze

In den Jahresdienstbesprechungen der Löschgruppen wurde sie schon vorgestellt. Jetzt ist die Gründlich überarbeitete Homepage der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bergkamen auch online. Interessant ist für die Bürger der Menü-Punkt „Einsätze“. Hier gibt es ab sofort Infos zu Einsätzen. Wie schnell sie kommen, lässt sich jetzt noch nicht einschätzen. Nach wie vor gilt: Hilfe zu leisten und im Zweifelsfall Leben und Sachwerte zu retten, geht vor.

rp_Feuerwehr-Symbolbild-700x452-300x193.jpgSo ist am Mittwoch schon nachzulesen, warum am Dienstagabend kurz nach 18 Uhr in Weddinghofen und Bergkamen sie Sirenen geheult haben: „Am frühen Dienstagabend wurden die Löschgruppen Mitte und Weddinghofen in die Bambergstraße gerufen. Ein Anrufer hatte den Verdacht auf einen Kaminbrand gemeldet. Als die Feuerwehr eintraf, sicherte sie zunächst die Einsatzstelle ab. Die Drehleiter der Löschgruppe Weddinghofen kontrollierte den Kamin von oben, während weitere Einsatzkräfte auch im unteren Bereich den Kamin nach Schadensmerkmalen absuchten. Nachdem ein Feuer ausgeschlossen werden konnte, rückten die Wehrmänner und -frauen wieder ab.“

Dieser Sirenenalarm hatte wie zu oft eine kleine Diskussion in der Bergkamener Facebook-Gruppe ausgelöst. Wer dringend Infos braucht zu einem Feuerwehreinsatz, kann ja auf die neugestaltete Homepage schauen. Dort erfährt man auch, wo die Feuerwehrleute noch Hilfe geleistet haben. So bei der Unterstützung von Rettungskräften bei einem Krankentransport am gleichen Abend in Rünthe. Am Sonntag gab es einen Öleinsatz in Bergkamen-Mitte und in Oberaden wurde nach einem Wasserrohrbruch ein Keller ausgepumpt.

Sirenenalarm gibt es übrigens nur dann, wenn bei einem wirklich gravierenden Einsatz alle Feuerwehrleute eine Löschgruppe benötigt werden, falls sie zuhause sind und ihren Funkmelder nicht gehört haben sollten. Wäre dies nicht so, dann hätten bei den rund 420 Einsätzen der Feuerwehr im vergangenen Jahr die Sirenen mindestens ein Mal pro Tag heulen müssen.

Natürlich werden auch wir weiter zu den großen Einsätzen der Bergkamener Feuerwehr fahren, wenn es uns irgendwie möglich ist. Doch auch hier gibt es umfassende Infos nicht sofort. Wir warten mit unseren Fragen ab, bis der Einsatz beendet ist. Auch hier gilt: Die Rettungsarbeiten gehen vor!




Grundschul-Eltern im Visier der Polizei

Über eine halbe Stunde standen am Mittwochmorgen die Eltern der Pfalzschule unter verstärkter Beobachtung der Polizei – jedenfalls die Mütter und Väter, die ihren Nachwuchs mit dem Auto zur ersten Unterrichtsstunde brachten.

Polizei symbolSchon seit Jahren versucht die Grundschule in Weddinghofen die Eltern dazu zu bewegen, vor der Schule die Straßenverkehrsordnung nicht völlig außer Acht zu lassen und im Zweifelsfall nicht die Sicherheit ihrer Kinder zu gefährden. Erstaunlich war am Mittwochmorgen: Die beiden Polizeibeamten hatten sich mit ihrem Streifenwagen gut sichtbar postiert, trotzdem mussten sie belehrende Gespräche führen, dass auch Eltern, wenn sie eben mal die Kinder herauslassen wollen, den Bürgersteig nicht halb oder ganz zuparken dürfen oder mit dem Auto im absoluten Halteverbot.

Es war übrigens am Mittwochmorgen keine Sonderaktion der Polizei. Regelmäßig steuerten morgens Polizeistreifen Grundschulen und auch Kindergärten an, und überall hätten sie es mit den gleichen Eltern-Problemen zu tun, bestätigte die Sprecherin der Kreispolizei Unna, Vera Howanietz. Erst wenn die Kinder eine weiterführende Schule werde es besser, weil dann viele Mädchen und Jungen nicht mehr mit dem Pkw zur Schule gebracht werden, sondern mit den Bus fahren.




Fahrradklimatest des ADFC: Radler vergeben an Bergkamen die Note 2,96

Bergkamen gibt sich gern als fahrradfreundlich. Und das scheinen jetzt die Ergebnisse des sogenannten „Fahrradklimatests“ zu bestätigen, den der ADFC mit Unterstützung des Bundes-Verkehrsministeriums durchgeführt hat. Die Gesamtnote 2,96, also voll befriedigend, haben die 132 Radler gegeben, die sich an dieser nicht repräsentativen Online-Umfrage beteiligt hatten.

Radeln auf der Seseketrasse
Radeln auf der Seseketrasse

Mit diesem Ergebnis sind natürlich Bürgermeister Roland Schäfer, 1. Beigeordneter Dr. Hans-Joachim Peters und der Bergkamener Fahrradbeauftragte Hans Irmisch ebenfalls voll zufrieden. Die Befragung hat auch Schwachstellen offengelegt. Ein Kritikpunkt ist die wassergebundene Bauweise vieler Radwege im Stadtgebiet. Bei Regen „sauen“ sich die Radler ein, es kann kein Winterdienst durchgeführt werden und sie sind schwierig zu pflegen und zu reparieren.

Im Zuge der Vorbereitungen auf den Ruhr-Radschnellweg werden jetzt unterschiedliche Asphaltbeläge getestet, die für Drahtesel geeignet sind, berichtet Hans Irmisch. Diese Tests müsse man jetzt abwarten. Sicher ist für den passionierten Radfahrer Roland Schäfer, dass diese Bauweise mit Asphalt mindestens genauso umweltfreundlich ist wie die mit wassergebundenen Decken.

Der ADFC-Landesvorsitzende aus Rünthe, Thomas Semmelmann, betonten die Stärken des Bergkamener Radwegesystems: Es sei ein zügiges Radfahren möglich, das Stadtzentrum sei gut erreichbar und die auswärtigen Radler wüssten immer dank der guten Beschilderung, wohin es gehen soll. Verbessern wolle man in diesem Jahr die Anbindung einzelner Siedlungsbereich an die großen Radwege wie den an der Seseke, kündigte Irmisch an.

Auf der Wunschliste der Radler stehen neben dem Winterdienst, die Bereitstellung von öffentlichen Leihrädern, Ampelschaltungen für Radfahrer  und mehr Schutz vor Fahrraddiebstählen. Auf diese Liste gehören übrigens auch Abstellanlagen. 30 Nutzerchips für die 36 Plätz der Abstellanlage am Busbahnhof sind vergeben. Wenn jetzt bald die Saison startet, wird sich zeigen, ob sie auch ausreichend genutzt wird. Die Stadt werde dann für die Anlage wieder werben, kündigte Schäfer an.