Simone Schmidt-Apel leitet die städt. Galerie „sohle 1“
Die Zuständigkeit für die Städt. Galerie „sohle 1“ der Stadt Bergkamen, der ersten und damit ältesten kommunalen Galerie Deutschlands, bleibt in bewährten Händen. Simone Schmidt-Apel, Leiterin des Kulturreferates, wird diese Aufgabe zukünftig übernehmen.
Simone Schmidt-Apel
Bislang ist sie insbesondere im Schwerpunkt „Kunst im öffentlichen Raum“ tätig, war aber auch bereits eng in die Ausstellungen in der Städt. Galerie „sohle 1“ eingebunden. Sie hat in der Übergangsphase
seit dem Ausscheiden Barbara Strobels die Ausstellungen in Museum und der Städt. Galerie „sohle 1“ begleitet und organisiert. Simone Schmidt-Apel verfügt über ein großes Netzwerk an Künstlerinnen und Künstlern und bewegt sich in der Kulturszene des Ruhrgebietes und darüber hinaus.
“Frau Schmidt-Apel wird daher die Galerieleitung, die zu Zeiten ihrer Vorgängerin Tanja Muschwitz an Frau Strobel abgegeben wurde, wieder übernehmen. Mark Schrader, der neue Museumsleiter, seines Zeichens Archäologe und Historiker und daher eher mit der antiken Kunst vertraut, soll schrittweise an die Arbeit mit zeitgenössischer Kunst herangeführt werden“, so Kulturdezernent Holger Lachmann.
„Diese Lösung lag auf der Hand, ich wollte aber zunächst das Gespräch mit allen Beteiligten führen“, so Lachmann weiter.
Die organisatorische Arbeit verbleibt dabei in den bewährten Händen des Teams des Stadtmuseums. Kulturreferentin Schmidt-Apel ergänzt: „Ich habe großes Interesse an dieser Aufgabe und freue mich, gemeinsam mit den haupt- und ehrenamtlich Aktiven, die erfolgreiche Arbeit der Städt. Galerie „sohle
1“ für die Zukunft zu gestalten.“
Ein Schwerverletzter auf der A2 – Polizei bittet Gaffer mit Handy zur Kasse
Ein Lkw-Fahrer wurde bei dem Unfall am Montagmorgen gegen 8 Uhr auf der A2 in Fahrtrichtung Oberhausen zwischen Kamener Kreuz und der Anschlussstelle Kamen/Bergkamen schwer verletzt. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Vermutlich nur leicht verletzte sich ein weiterer Lkw-Fahrer. Vorsichtshalber wurde auch er zu einer Klinik gebracht.
Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Führerhaus vom Fahrzeug abgerissen. (Fotos: Ulrich Bonke)
Nach den bisherigen Ermittlungen musste der 57-jährige Fahrer eines nicht beladenen Sattelschleppers aus Herne wegen des sich vor der Baustelle zwischen Kamen/Bergkamen und Dortmund Nord/Ost verlangsamenden Verkehrs abbremsen. Da erkannte offensichtlich der 47-jährige Fahrer eines mit Schotter beladenen Lkw Bad Salzuflen zu spät und fuhr auf.
Diesder Brummi-Fahrer hatte mit seinem Handy die Unfallstelle gefilmt. Er hatte auch nicht das vorgeschriebene fest Schuhwerk an den Füßen. Die Autobahnpolizei bat ihn sofort an Ort und Stelle zur Kasse.
Durch die Wucht des Aufpralls löste sich das Führerhaus vom Lkw und stürzte auf die Fahrbahn. Das hat nach einer ersten Einschätzung der Polizei möglicherweise Schlimmeres verhütet. Helfer befreiten den schwer verletzten Fahrer aus dem Führerhaus
Die Polizei hatte aber nicht nur wegen des Unfalls viel zu tun. Immer wieder fuhren auf den wieder frei gegebenen 2. Und 3. Fahrspur Lkw vorbei, deren Fahrer das Geschehen mit ihren Handys festhielten. Die wurde sofort herausgewunken und zur Kasse gebeten. „Kleinere“ Vergehen ahndeten die Beamten gleich mit. So hatte ein Brummifahrer kein festes Schuhwerk an den Füßen, was für Berufskraftfahre verpflichtend ist.
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Schülergruppe des Gymnasiums besucht die polnische Partnerstadt Wieliczka
Eine 14-köpfige Gruppe von Schülerinnen und Schülern des Bergkamener Gymnasiums sowie zwei betreuende Lehrerinnen des Gymnasiums Bergkamen machten sich jetzt mit einem Fernbus der Deutschen Bahn auf den Weg zu der Partnerstadt Wieliczka in Polen.
Die Bergkamener Schüler mit ihren Gastgebern bei einem Besuch von Zakopane.
Die Gruppe wurde dortr frühmorgens am Busbahnhof von Krakau herzlich von den Gastschülern und deren Familien empfangen. Die Wiedersehensfreude war groß, vor allem, da der Besuch der polnischen Schüler in Bergkamen im vergangenen Sommer 2014 auch schon wieder eine Zeit zurücklag. Das von den polnischen Lehrern liebevoll gestaltete Programm startete bereits vormittags mit einer Führung in dem berühmten Salzbergwerk Kopalnia Soli Wieliczka.
Die anschließenden zwei Tage führten die Schüler aus Bergkamen zusammen mit den polnischen Schülern und den Lehrern bei bester Stimmung nach Zakopane im südlichen Teil Polens in die noch verschneiten Berge, die bei ausgiebigen Wanderungen bewundert wurden. Die zwei darauf folgenden Tage wurden mit der Besichtigung des Wawel-Schlosses und des Rynek Underground Museums in der wunderschönen Stadt Krakau verbracht.
Nach einem letzten Tag im Kreise der Gastfamilie wurde schweren Herzens und tränenreich Abschied genommen mit dem Versprechen, sich bald wiederzusehen!
Die Schüler des Gymnasiums haben auch die Stadt Krakow erkundet.
Neue Moschee ist offen für alle
Die Gebetsnische ist von den Christen übernommen, die Architektur von den Juden, die Predigtkanzel vermutlich von beiden. Der Gott heißt zwar Allah, ist aber der gleiche. Auch die Gläubigen, die in die gerade erst eingeweihte Moschee in Oberaden kommen, sind so vielfältig wie die Angehörigen der drei großen Weltreligionen: Sie stammen aus der Türkei, aus Persien, aus Afrika, sind Deutsche und Kurden. Kurz: Ein Besuch in der Oberaden Camii an der Rotherbachstraße hilft ungemein, schlummernde Vorurteile abzubauen.
Eindrucksvoll ist der Blick in den Gebetsraum der neuen Oberaden Camii.
Kunstvoll ist die schöne Kuppel – auch hier verzieren arabische Worte aus dem Koran die Architektur.
„Wir sprechen hier Deutsch – und wir wollen das so, schließlich leben wir in Deutschland und viele sprechen auch nur diese Sprache perfekt“, erläutert der Vorstandsvorsitzende der Moschee, Cengiz Uysal, bei einer Moscheeführung. Die organisiert er seit Tagen fast unablässig, denn: „Wir hatten hier in den letzten Tagen mehr Deutsche als Türken“, erzählt er mit einem Schmunzeln. Die Polizei war mit einer ganzen Delegation da, Politiker und Firmen geben sich die Klinke in die Hand. Eine Schulklasse hat sogar im Unterricht geübt, wie die rituelle Waschung funktioniert und wollte das auch unbedingt praktizieren, bevor es barfuß auf den roten Gebetsteppich unter der großen Kuppel ging. „Da haben wir alle gestaunt“, sagt Cengiz Uysal.
Prächtige Stimmung herrschte beim Frühlingsfest auch bei den Frauen, die leckeren Lahmancun zubereiteten.
Botschaftsvertreter, Landrat, Bürgermeister, Politiker, Gäste und Gratulanten: Die Oberadener Moschee platzte am Freitag zur offiziellen Eröffnung fast aus allen Nähten. 350 Menschen passen in den Gebetsraum der Männer im Erdgeschoss, 250 auf die Empore für die Frauen und 450 Menschen in die Kellerräume, in denen Seminar- und Gemeinschaftsräume untergebracht sind. Diese Kapazitäten waren fast ausgereizt, weil alle neugierig sind auf den Bau, der 2009 begonnen und überwiegend mit Spenden der Vereinsmitglieder finanziert wurde.
Hier gibt es viele Gemeinsamkeiten zu entdecken
Prachtvolle Kaligraphien zieren die Wände.
Schließlich gibt es einiges zu sehen und zu entdecken. Kunstvolle Schriftzeichen aus dem Koran beispielsweise. Die wurden über zwei Monate hinweg von einem Kalligraphen mit Unterstützung von Vereinsmitgliedern vollendet. Der Fachmann für diese uralte Kunst hat sein Handwerk in der Türkei gelernt und ist eigens dafür angereist. Aus der Türkei sind auch der feuerfeste Gebetsteppich, die Kronleuchter, die kunstvollen Ornamente, denn dort ist schlichtweg das Know-how größer.
Ein eindrucksvolles Bild boten auch die Maschinen des Motorradclubs Fetih Ist. 1453.
Stolz ist der Verein deshalb zur Recht darauf, es geschafft und einen prächtigen Bau geschaffen zu haben. „Ein Gotteshaus, das für alle offen ist“, betont Cengiz Uysal. Willkommen waren deshalb auch alle zum Frühlingsfest, das sich am Wochenende nahtlos an die Eröffnung anschloss. Ein kompletter Motorradclub war mit seinen Maschinen angereist, um das Ereignis zu feiern. Rapmusik, Tombola, Popcornmaschine und alle erdenklichen Leckereien aus deutschen, türkischen, persischen, arabischen oder afrikanischen Rezeptbüchern: Hier gab es alles, was das Frühlingsherz begehrt. Bunt gemischt war auch hier das Publikum, was den Verein ermuntert, daraus eine Tradition und im nächsten Jahr vielleicht sogar ein ganzes Straßenfest zu machen.
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Stadtmarkt verwandelt sich in ein Blütenmeer
Ist doch ganz klar, was in den perfekten Garten gehört: ganz viele Gänseblümchen, Kiesel und besonders schöne Tannenzapfen. So jedenfalls sieht der ideale Mini-Garten aus, wenn die Kinder das Sagen haben. Am Stand der Kleingärtner konnten sie auf der Blumenbörse ihrer Fantasie freien Lauf lassen und ihren Traumgarten sogar mit nach Hause nehmen. Gänseblümchen inklusive.
Farbenpracht vor grauem Himmel: Die Blumenbörse trotzte dem flauen Wetter.
Auch die erwachsenen Blumenfans kamen währenddessen auf ihre Kosten. Farben, Formen, Sorten: Den Blumenträumen waren auf dem Stadtmarkt am Sonntag keine Grenzen gesetzt. Denn auch wenn sich das Wetter etwas weniger frühlingshaft benahm, waren die 6.500 Quadratmeter voll und ganz ausgefüllt. Vom Blütenmeer über die prall gefüllte Spargelkiste und selbst gezüchteten Kaktus bis zum Gemüsesetzling reichte das Angebot.
Voller Einsatz für die Kunst auf dem Stofflaken.
Dass Möhren knallrot sind und lustige Gesichter haben, wissen die Kinder besser als die Erwachsenen. Auch Gurken verwandeln sich mit Wachsmalstiften auf dem Stofflaken in lustige Gesellen, die mehr sind als nur leckeres Essen. Mit der Jugendkunstschule kam auf dem Treppenstufen des Stadtmarktes noch mehr Farbe in das ohnehin schon bunte Treiben der inzwischen 9. Blumenbörse. Kinderkarussell, Auftritte der Schreberjugend, Sweet Devils oder Diamonds auf der Bühne, Hüpfburg und sogar eine komplette Kinderparty: Für den Nachwuchs war dieser blumige Ausflug ein echtes Abenteuer.
Gut besucht waren die Bühnenauftritte.
Abenteuerlich sind auch die Erfahrungen mit der eigenen Kaktuszucht. Ganz schön schmerzhaft können die sein, wenn manche Exemplare hauchdünne Stacheln mit Widerhaken gegen jeden Umtopfversuch ins Feld führen. Gelungen ist es trotzdem. Inzwischen ist aus der privaten Zimmerkakteenzucht ein illustres Angebot für den Garten geworden: „Und es ist toll zu sehen, wenn sie blühen“, sagt ihre Besitzerin, die schon seit Jahren einen eigenen Stand auf der Blumenbörse bestückt. Wer es lieber samtweich und farbenfroh liebte, kam auch auf seine Kosten: Alle großen Blumenanbieter der Region waren präsent und hatten nicht selten ebenso kostengünstige wie blütenprächtige Angebote zur Hand.
Schaufeln für die Blütenpracht im eigenen Garten am Container der GWA.
Das Blumen und Bergbaumelodien, Big Band-Sounds, Klaviersoli und Schlagermusik durchaus kompatibel sind, stellte die Blumenbörse ebenso unter Beweis. Außerdem zeigten die Bergkamener, dass sie sich nicht nur die fertigen Ergebnisse in den Garten oder auf den Balkon holen. Die GWA hatte diesmal den begehrten Kompost gleich in einem stattlichen Container mitgebracht. Dass sich dann auch noch Einkäufe beim verkaufsoffenen Sonntag erledigen ließen, rundete diesen Tag ab und entschädigte ein wenig für den Regen, der am Ende dann doch noch vom Himmel fiel.
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Adriano Batolba spielt Rock’n Roll beim Sparkassen Grand Jam
Eigentlich sollte am Mittwoch, 6. Mai, um 20 Uhr die Band „Hootin‘ The Blues“ zum Sparkassen Grand Jam im Haus Schmülling auftreten. Aus organisatorischen Gründen entfällt dieses Konzert leider. Dafür kommt mit dem Adriano Batolba Trio mehr als ein Ersatz.
Adriano Batolba kommt am Mittwoch mit seinem Trio zum Sparkassen Grand Jam im Haus Schmülling.
Bereits im November 2013 begeisterte das Adriano-Batolba-Rockabilly-Trio das Bergkamener Publikum und kaum ein Gast konnte bei diesem Rock’n Roll – Konzert vom Feinsten ruhig sitzen bleiben. Der Bandleader Adriano Batolba zeigte vollen Körpereinsatz an der Gitarre und lief zur Höchstform auf! Das alles schreit ja geradezu nach einer Wiederholung – also auf in die Rockabilly-Hall Haus Schmülling!
Peis: 12 €, ermäßigt: 9 €
Tickets für dieses Konzert erhalten Sie im Kulturreferat der Stadt Bergkamen, im Bürgerbüro und an der Abendkasse. Weitere Kartenvorverkaufsstellen sind die Sparkasse Bergkamen-Bönen, In der City 133, Bergkamen-Mitte und Haus Schmülling, Landwehrstr. 160, Bergkamen-Overberge.
Telefonische Kartenvorbestellung und weitere Informationen erhalten Sie bei: Andrea Knäpper Tel.: 02307/965-464.
Kabarett: Die Herkuleskeule zeigt „Opa twittert!
Mit der Herkuleskeule aus Dresden gastiert am Freitag, 29. Mai, um 20 Uhr, ein politisch-satirisches Ensemblekabarett im studio theater bergkamen und präsentiert mit „Opa twittert“ ein lägst schon Kult gewordenes Programm. Es sind noch Karten in der III. Kategorie erhältlich! (Preis: 13,- €; ermäßigt: 10,- €)
Das Dresdener Kabarett „Die Herkuleskeule“.
Die Herkuleskeule aus Dresden feiert in diesem Jahr ihren 54. (!) Geburtstag! Schon zu Mauerzeiten für brisantes politisches Kabarett bekannt und auch im Westen damals schon ein Geheimtipp für Kenner der Szene, bestätigen heute die Zuschauer aus Ost und West, dass die Programme der Keule zum Besten gehören, was es an Ensemblekabarett in Deutschland gibt.
Kennen Sie schon Opa Neugebauer? Nein? Dann wird es allerhöchste Zeit! Der Senior verrät, warum eine Revolution in Deutschland unmöglich ist. Man baut sich mühsam eine Barrikade aus Ikea-Einzelteilen zusammen, und dann fehlt der Imbusschlüssel. Nach dem Motto: „Schraubst du noch oder kämpfst du schon“ zünden Brigitte Heinrich, Michael Rümmler und Rainer Bursche ein Feuerwerk mit skurrilen Figuren. Wenn man wissen will, was Beerdigungsvertreter, Ernährungsberater und Überlebensversicherer vereint und warum Opa jetzt auch noch twittert, dann ist man hier genau richtig. Und wenn nicht, dann erst recht! Ein politisch unkorrektes Panoptikum einer Welt, die langsam aber sicher aus den Fugen gerät. Das kann nur ein toller Abend werden. Versprochen!
Weitere Informationen unter www.herkuleskeule.de und www.bergkamen.de
Tickets gibt es im Kulturreferat Bergkamen (Tel.: 02307/965-464), im Bürgerbüro und an der Abendkasse!
Im Rathaus steht’s nun fest: Nordberg auch künftig ein Nahversorgungszentrum für Bergkamen-Mitte
Im Rathaus wird nun wohl endgültig von der Vorstellung Abschied genommen, der Nordberg könne einmal integraler Bestandteil einer Bergkamener Stadtmitte sein. Stattdessen soll die Präsidentenstraße als Stadtteilversorgungszentrum gestärkt werden. Große Investitionen von Seiten der Stadt sind nicht zu erwarten. Allenfalls soll die kleinteilige Pflasterung durch einen Untergrund ersetzt werden, die auch Bürger mit Rollatoren das Fortkommen nicht unnötig schwer macht.
Nordberg-Fußgängerzone
So lautet auf einen groben Nenner gebracht die Quintessenz der Befragung von Bürgerinnen und Bürgern sowie Gewerbetreibenden durch die Verwaltung. Das der Nordberg nicht mehr sein kann als ein Nahversorgungszentrum macht die Verwaltung aber auch an objektiven Fakten fest. So seien die vorhandenen Ladenlokale für namhafte Filialisten, wie sie in den Zentren der Nachbarstädte zu finden sind, einfach zu klein, heißt es in einer Vorlage für die nächste Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 12. Mai.
Kritik gibt es gegenüber den Kaufleuten und Eigentümern. Nur wenige hätten sich an der Befragung beteiligt und noch weniger zeigten eine Bereitschaft zu eigenen Investitionen. Ob die was nützen, ist allerdings fraglich. „Die bisherigen Investitionen der Stadt Bergkamen bzw. ihrer privatwirtschaftlichen Partner (Nordbergcenter) in Millionenhöhe haben die strukturellen Probleme des Nordbergs nicht lösen können“, lautet das ernüchternde Fazit.
An der aktuellen Verkehrsführung will die Stadt nichts ändern. Vorgesehen sind andere Maßnahmen zur Stärkung des Nebenzentrums:
„Optimierung städtischer Nutzungsstrukturen zur Stärkung des Nordbergs (aktuelles
Beispiel: Nutzungskonzept Pestalozzi-Haus)
Z. B. Austausch von rauen Oberflächen (Pflaster) durch rollatorgeeignete Beläge
Optimierung der Bushaltestellen
Überprüfung und ggf. Optimierung der Möblierung (Bänke, Spielgeräte, Beleuchtung)
Gezielte Ansprache der wenigen Eigentümer / Geschäftsleute, die in der Fragebogenaktion Investitionsbereitschaft signalisiert haben (z. B. Beratung zu möglichst schnellen Genehmigungsverfahren)
Gezielte Ansprache der Leerstandseigentümer durch Wirtschaftsförderung/Stadtmarketing
Positiv werden die Bürger andere Maßnahmen aufnehmen, die die Stadt auf dem Plan hat. So will sie unbedingt verhindern, dass weitere Vergnügungsstätten und Spielhallen sich ansiedeln können. Verstärkt sollen aber auch Verkehrsverstöße oder Ruhestörungen geahndet werden.
Vandalismus am Parkfriedhof: Wildgatter und Verkehrszeichen mutwillig umgestürzt
Eine Spur der Verwüstung hinterließen in der Nacht zum 1. Mai Unbekannte entlang des Geh- und Radwegs, der vom Parkfriedhof in Richtung Lidl in Oberaden führt.
Unbekannte vergriffen sich in der Nacht zum ersten Mai an dem Wildgatter von Rolf Humberg.
Sie legten entlang der Straße zum kleinen Parkplatz an der Nordseite des Parkfriedhofs etliche Verkehrszeichen um. Dann vergriffen sie sich auch am Wildgatter am Waldrand in Höhe der Realschule Oberaden. Um 9 Uhr morgens wurde der Besitzer des Wildgatters, der Damwild-Züchter Rolf Humberg, durch Spaziergänger über den Schaden informiert. Zu dritt benötigten sie etwa vier Stunden, um die flachgelegten äußeren Gatter wieder aufzurichten und zu verbinden. Glücklicherweise ist seinen Tieren nichts passiert, weil die Herde nicht aus dem inneren Gatter entweichen konnten.
Umweltministerin Hendricks verteidigt beim 1. Mai in Bergkamen Gabriels Kraftwerkspläne
Bergkamen ist längst keine Stadt mit einem aktiven Bergbau. Trotzdem wurde die Sorge um Arbeitsplätze beim 1. Mai in Oberaden wieder laut. So stand es auf einem großen Transparent, das IG BCE-Mitglieder im Demonstrationszug vom Museumsplatz zur Römerberg-Sporthalle mitführten. So sprach es aber auch der Vorsitzende des IG BCE-Regionalforum Mario Unger in seiner Begrüßungsrede sehr deutlich an: Die von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel geforderte Abgabe für alte Kohlekraftwerke mit hohem Schadstoffausstoß gefährde Arbeitsplätze – nicht nur im Braunkohletagebau, sondern auch in den Kraftwerken.
Umweltministerin Hendricks verteidigt bei 1. Mai in Bergkamen Gabriels Kraftwerkspläne
Mit Spannung warteten die Kundgebungsteilnehmer in der gut gefüllten Römerberg-Sporthalle auf die Antwort der Hauptrednerin Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. Bis 2050 müsse der CO2-Ausstoß in der EU um bis zu 95 Prozent reduziert werden. Das ginge nur, wenn bis dahin die fossilen Energieträge wie die Kohle durch regenerative Energien ersetzt würden. Deshalb hält sie die von Gabriel propagierte Abgabe für sinnvoll. Sie geht aber auch, dass es hier zu einem Kompromiss kommen werde.
Barbara Hendrix
In jedem Fall dürfe es nicht zu einem Strukturbruch kommen, sondern zu einem Gleitflug wie bei der Steinkohle, damit dieser Prozess sozialverträglich erfolgen können. Dieser Strukturwandel biete nach Überzeugung der Ministerin auch große Chancen. So habe die deutsche Volkswirtschaft 2013 im Bereich Umwelttechnik und Energieeffizienz 350 Milliarden Euro erwirtschaftet. Sie rechnet mit einer Verdopplung in den nächsten Jahren.
Einig waren sich Unger und Hendricks in vielen anderen Fragen. Dazu gehört, dass bei dem in diesem Jahr gesetzlich abgesicherten Mindestlohn keine Abstriche gemacht werden dürften. Entgegen der laut vorgetragenen Befürchtung vieler Unternehmen habe er zu keinem Abbau von Arbeitsplätzen geführt, sondern zu einer Stärkung der Binnennachfrage. Dies habe die deutsche Wirtschaft letztlich gestärkten.
Barbara Hendricks kündigte weitere Regulierungen im Arbeitsmarkt an, die die Leiharbeit und die Werksverträge betreffen. Hier forderte sie die Gewerkschaften und die Bürger auf, die SPD-Pläne zu unterstützen.
Vor der Römerberg-Sporthalle verteilte BergAUF eine Zeitung. In einem Beitrag wurde die Bundesumweltministerin aufgefordert, zum Thema Fracking Stellung zu beziehen. In ihrer Mai-Rede in Bergkamen verlor sie dazu allerdings kein Wort.
Mario Unger (l.) und Willi Null überreichen der Ministerin einen Blumenstrauß und ein Barbara-Figur aus Kohle.
Von Bürgermeister Roland Schäfer bekam Barbara Hendricks am Freitag ein dickes Dankeschön. Sie ist als Ministerin nicht nur für Umwelt oder Reaktorsicherung zuständig, sondern auch für den Bereich Bau. Seit ihrem Amtsantritt seien unter anderem die vorher gekürzten Mittel für die Städtebauförderung erheblich aufgestockt worden, lobte Schäfer. Das sei nicht nur gut für die Städte wie Bergkamen, sondern auch für die Bauwirtschaft. Dadurch würden in der Region viele Arbeitsplätze gesichert oder geschaffen.
Zum Schluss gab es von der Bergkapelle Monopol ein „Happy Birthday“ nachträglich, weil Barbara Hendricks am 29. April Geburtstag feierte. Dazu von Mario Unger und dem Oberadener IG BCE-Vorsitzenden Willi Null einen Blumenstrauß und aus Kohle eine Figur der der Heiligen Barbara.
Aussichtsplattform auf der Adener Höhe wird nun offiziell eingeweiht
Im Unterstand lässt es sich gut ausharren, wenn man auf einer Haldenwanderung von Regen überrascht wird.
1,2 Millionen Euro hat die Neugestaltung der Adener Höhe inklusive der erheblichen Verbesserung des Besucherparkplatzes an der Erich-Ollenhauer-Straße und Neubau eines Parkplatzes an der Waldstraße gekostet. Längst haben die Bürgerinnen und Bürgers diese Anlagen in Besitz genommen. Eine offizielle Einweihungsfeier seitens des RVR wird es nun auch geben und zwar am Dienstag, 12. Mai, um 11.30 Uhr. Wo? Natürlich auf dem Plateau auf der Adener Höhe. Besichtigt werden können unter anderem die neuen Infotafeln, gestaltete Stützwände, Treppenanlagen sowie der Rastplatz mit Leuchtturm.
Blick von der Aussichtsplattform auf der Adener Höhe auf die künftige Wasserstadt Aden