TuRa Wasserfreunde bei Kreismeisterschaft 70 Mal auf dem Treppchen

Nach fünf Jahren richteten die Wasserfreunde TuRa Bergkamen die 41. Kreismeisterschaft in ihrem heimischen Hallenbad aus.

Die erfolgreichen Schwimmerinnen und Schwimmer der TuRa-Wasserfreund Bergkamen.
Die erfolgreichen Schwimmerinnen und Schwimmer der TuRa-Wasserfreund Bergkamen.

Es starteten 268 Aktive der neun Schwimmvereine des Kreises in 1274 Einzel- und 41 Staffelstarts um die begehrten Kreismeistertitel. Gewertet wurde in Doppeljahrgängen, dass das Erringen der Titel für die jüngeren Jahrgänge erschwerte. Noch nie, starten so viele TuRaner wie bei dieser

Kreismeisterschaft. 42 Schwimmer 21 weibliche 21 männliche stellten sich der Konkurrenz aus dem Kreis Unna. Unsere Jüngsten Aktiven, Laura Sophie Ebel und Piet Weppler, starteten im Jahrgang 2008 und der älteste Teilnehmer war Jugendwart Matthias Hilse.

Das Leistungsniveau im Kreis steigt stetig, dies zeigt auch den Stellenwert, den der Schwimmsport im Kreis Unna bzw. auch in Bergkamen, sprich bei den Wasserfreunden, einnimmt.

Insgesamt standen die TuRaner 70 x auf dem Treppchen. Sie erkämpften sich 21 Kreismeister- und einen Staffelmeistertitel, sowie 30 Vizemeistertitel und 19 dritte Plätze im Einzel, sowie 4 Vizetitel und 3 dritte in den Staffeln.

Kevin Okulicz (Jg. 2005) gewann bei seinen sechs Starts gleichfünf Kreismeistertitel, auf allen deiBruststrecken, über die 50m Freistil und den 100m Rücken. Dritter wurde er noch über 100m Freistil. Zu dieser Leistung gibt es nur noch eins zu sagen: Dies konnte keiner toppen.

Dreifacher Kreismeister wurde Alexander Mengin (Jg. 2006) startete viermal, davon wurde er dreimal Kreismeister über 50m Rücken, 50m Schmetterling und 100m Lagen und Vizemeister über 100m Freistil.




Gesundheitshaus kommt – mit stationärer Pflege und Kita

Politik und Verwaltung stehen nach wie vor dem geplanten Gesundheitshaus auf dem ehemaligen Parkplatz von Grimberg 3/4 positiv gegenüber. Das unterstrichen die Vertreter der Fraktionen am Dienstagabend in der jüngsten Sitzung des Bergkamener Stadtentwicklungsausschusses.

Computeranimation des künftigen Gesundheitshauses auf Grimberg 3/4.
Computeranimation des künftigen Gesundheitshauses auf Grimberg 3/4.

Sofort danach überreichte der 1. Beigeordnete Dr. Hans-Joachim Peters den Bauvorbescheid für dieses Projekt an den Geschäftsführer der PueD – Partner unter einem Dach GmbH Lünen Wolfgang Bahrenberg. Bereits im Juli 2017 soll das neue Gesundheitshaus eröffnet werden.

Hier soll das neue Gesundheitshaus gebaut werden: auf dem ehemaligen Parkplatz von Grimberg 3/4.
Hier soll das neue Gesundheitshaus gebaut werden: auf dem ehemaligen Parkplatz von Grimberg 3/4.

Damit ist Bahrenberg rund zweieinhalb Jahre in Verzug. Beim Konzept bleibt es bei einer stationären Pflegeeinrichtung, die auch über Kurzzeitpflegeplätze verfügen wird. Hinzugekommen ist eine Tagespflege mit 18 Plätze und eine Kindertagesstätte im Erdgeschoss des Nebengebäudes am Kleiweg. Darüber befinden sich die barrierefreien Wohneinheiten.

Die Notwendigkeit, für Bergkamen zusätzliche Kita-Plätze zur Verfügung zu stellen, hatte sich erst vor einigen Monaten ergeben. Ein wesentlicher Grund ist der Wegfall des sogenannten „Elterngeldes“, das die Eltern erhalten haben, wenn sie ihren Nachwuchs nicht in einer Kita betreuen lassen. Ein anderer Grund ist sicherlich der rasche Anstieg der Zahl von kleinen Kindern aus Flüchtlingsfamilien. Dass Integration am besten klappt, wenn sie in jungen Jahren beginnt, gehört inzwischen zum Allgemeingut.

Geblieben ist der Plan von Wolfgang Bahrenberg, gerade jungen Ärzten im Bergkamener Gesundheitshaus eine gute Startmöglichkeit zu geben. Das gilt für Haus- wie für Fachärzte gleichermaßen, in dem sie zum Beispiel Empfangs- und Warteräume gemeinsam nutzen. Hinzukommen sollen ein umfangreiches Therapieangebot, eine Apotheke, ein Sanitätshaus, ein Optiker, ein Gehörgeräteakustiker, ein Café, ein Kiosk, ein Bäcker und anderes mehr. Hier bietet Bahrenberg den eingesessenen Bergkamener Ärzten und Betrieben eine Zusammenarbeit an. Er schätzt, dass das Gesundheitshaus auf dem ehemaligen Gelände von Grimberg 3/4 rund 80 Arbeitsplätze bieten wird.




Fotoausstellung in der Ökologiestation „Nordfriesisches Wattenmeer“

Meeresgrund trifft Horizont – diese Himmelslandschaften, sowie die Weite des Watts inspirierten die Teilnehmer eines Fotoworkshops des Umweltzentrums unter Leitung von Jörg Weyde im Herbst 2015.

Fotoworkshop Wattenmeer mit FotosDer Westerhever Leuchtturm, die Pfahlbauten in St. Peter-Ording, aber auch Ausflüge in die Städte Tönning, Friedrichstadt und Husum standen auf dem Programm, ebenso eine Tour zu einer der vorgelagerten Halligen oder Inseln. Bis zum 10. April ist eine Auswahl der Arbeitsergebnisse in der Ökologiestation in Bergkamen-Heil zu sehen. Zur Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 11. Februar, um 19.00 Uhr sind Foto- wie Naturinteressierte gleichermaßen herzlich eingeladen.




Kabarettist Mathias Tretter kommt und es gibt noch Karten

Am kommenden Freitag, 12. Februar, um 20 Uhr gastiert der Kabarettist Mathias Tretter
im studio theater bergkamen und präsentiert sein Programm „Selfie“. Dafür gibt es noch Eintrittskarten.

Kabarettist Mathias Tretter
Kabarettist Mathias Tretter

Der  Franke, der sich selbst süffisant als „Handlungsreisender in Sachen Humor“  bezeichnet, ist seit Februar 2016  neuer Gastgeber in der BR-TV Sendung „Vereinsheim Schwabing“ und probiert  damit ein für ihn ganz neues Terrain aus! Die erste Sendung lief bereits am  5. Februar … und danach alle 14 Tage neu um 23.30 Uhr im Bayrischen Fernsehen.

Am Freitag, 15. Februar, um 20.00 Uhr gastiert der Kabarettist Mathias Tretter in Bergkamen und präsentiert sein neues Programm „Selfie“ im studio theater.

Der Kabarettist, der mit immensem kreativen Potenzial ausgestattet ist, der satirisch geistvoll, sprachlich auf höchstem Niveau und darüber hinaus hervorragende Unterhaltung bietet, heißt: MATHIAS TRETTER. Nun präsentiert er in Bergkamen sein neues Programm „Selfie“.

Wer nicht weiß, was „Selfie“ heißt, der hat den neuesten Hype komplett verschlafen und muss auf jeden Fall vorbei kommen! „Selfie“ ist der Name der Französischen Bulldogge von Mathias Tretter, die der frischgebackene Hundeversteher und Medizinkabarettist in seiner neuen Kochshow live auf der Bühne hypnotisieren und in einen langhaarigen Deutsch-Türken verwandeln will.

Eingeweihte sagen, es sei sein politischstes Programm bisher. Mit „Selfie“, so auch der Titel des Abends, geißelt Tretter den Zwang zur Selbstinszenierung in der postdemokratischen Gesellschaft. Politik, Wirtschaft, Medien, Kultur, aber auch das Private sind zunehmend Schauplatz der schamlosen Überhöhung des eigenen Ichs. Selbst Systemadministratorinnen und Kindergärtner präsentieren heute Lebensläufe und Hobbys, wie man sie vormals aus der Gala kannte. Dazu werden Selbstporträts ins Netz gestellt, die Kate Moss und George Clooney aussehen lassen wie fränkische Jugendherbergseltern.

Mathias Tretter selbst, immerhin Träger des renommierten Deutschen-Kleinkunstpreises, gibt sich dagegen sympathisch bescheiden. Auf die Frage von Peter Scholl-Latour, ob er mit seinem neuen Solo die Welt nicht vielleicht doch ein bisschen verändern könnte, antwortete der Kabarettist damals: „Das müssen  andere beurteilen. Ich kann Ihnen höchstens sagen, was die New York Times geschrieben hat: „Tretter’s Selfie – more fun than is healthy“. Und nach dem Inhalt gefragt: „Le Cabaret c’est moi!“

Weitere Informationen unter www.bergkamen.de und www.mathiastretter.de

Tickets gibt es im Kulturreferat Bergkamen (Tel.: 02307/965-464), im Bürgerbüro und an der Abendkasse!

Es sind noch Karten in der III. Kategorie erhältlich!

(Preis: 13,- €; ermäßigt: 10,- €)

 

 

 

 

 

 

 




Landrat dankt Feuerwehren – „Helfer in allen erdenklichen Notfällen“

Wo immer Hilfe gebraucht wird, sind sie zur Stelle – die Frauen und Männer der Feuerwehren im Kreis Unna. Und dafür gab es von Landrat Michael Makiolla ganz offiziell ein ausdrückliches Lob und dickes Dankeschön.

Landrat Makiolla im Kreise von Feuerwehrangehörigen, Kreisbrandmeistern, Bezirksbrandmeistern und Fachleuten aus der Verwaltung. Foto: C. Rauert – Kreis Unna
Landrat Makiolla im Kreise von Feuerwehrangehörigen, Kreisbrandmeistern, Bezirksbrandmeistern und Fachleuten aus der Verwaltung. Foto: C. Rauert – Kreis Unna

Beim traditionellen Neujahrsempfang von Kreisbrandmeister Ulrich Peukmann auf Haus Opherdicke würdigte Landrat Makiolla die Einsatzbereitschaft der rund 2.200 ehrenamtlichen und 180 hauptamtlichen Einsatzkräfte als „wesentlichen Beitrag zur Hilfeleistung bei allen erdenklichen Notfällen“.

Damit verwies der Landrat nicht nur auf die etwa 54.800 Einsätze – 90 Prozent davon Rettungsdiensteinsätze. Er erinnerte auch an die spontane und zupackende Unterstützung der Feuerwehren sowie des Deutschen Roten Kreuzes und der Malteser, als es um den so manches Mal fast über Nacht notwendigen Aufbau von Flüchtlingsunterkünften und deren Betrieb ging.

Anerkennung und Dank des Landrates galten in der Rückschau auf 2015 darüber hinaus den anderen Hilfsorganisationen wie dem Technischen Hilfswerk, den Johannitern, der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft oder den Notärzten.

Dass auch das Rettungsverbundsystem einem Wandel unterliegt, wurde gleich mehrfach deutlich. So verabschiedeten Landrat Makiolla und Kreisbrandmeister Ulrich Peukmann offiziell Alfred Krömer. Er war bis Sommer 2015 Leiter der hauptamtlichen Feuerwehr Lünen und hatte mit dem Wechsel in den Ruhestand auch die Aufgabe als stellvertretender Kreisbrandmeister abgegeben.

In diesem Ehrenamt neu willkommen geheißen wurde Holger Herlinghaus, hauptamtlich bei der Feuerwehr Unna beschäftigt. Mit Ihm, dem anderen stellvertretenden Kreisbrandmeister Jörg Sommer und Peukmann ist das „Triumvirat“ wieder komplett. In der Funktion als Bezirksbrandmeister erstmals begrüßt wurde außerdem Uwe Wiedenbeck, Nachfolger von Hartmut Ziebs, der zum Deutschen Feuerwehrverband gewechselt war.

Neben der Rückschau auf Geleistetes gab Landrat Makiolla einen Ausblick auf das gerade begonnene Jahr. So soll bis Sommer die digitale Welt auch in der Rettungsleitstelle des Kreises Einzug halten. Gearbeitet wird an der Einrichtung des Warnsystems MoWAS, mit dem alle Warnmittel vom Funkmeldeempfänger über Warn-Apps bis zur Sirene angesteuert werden können. Die personelle Verstärkung der Leitstelle ist bereits beschlossene Sache, ebenso die Novellierung des Rettungsbedarfsplanes mit einem besonderen Schwerpunkt bei der Qualifizierung der Notfallsanitäter.




Bei der AWO-Lernfreizeit an der Costa Brava sind noch Plätze frei!

Die Halbjahreszeugnisse sind da und einige stellen vielleicht fest, dass man doch noch etwas tun muss, damit der Sommerurlaub nicht ins Wasser fällt. Aber lernen und Urlaub muss kein Widerspruch sein.

Sommer, Sonne und ein bisschen Lernen
Sommer, Sonne und ein bisschen Lernen

Die Arbeiterwohlfahrt im Kreis Unna hat für die Lernfreizeit 2016 noch ein paar Plätze frei. Lehrerinnen und Lehrer aus dem Kreis Unna bieten eine Ferienfreizeit an, auf der es morgens bis zu 3 Stunden Nachhilfe in verschiedenen Fächern gibt. Das Förderprogramm wird vor der Freizeit individuell abgestimmt und von den Lehrkräften vorbereitet. Dabei werden sich die Lehrer auf Wunsch auch mit den Schulen der Teilnehmer abstimmen.

Aber natürlich sollen vor allem Spaß und Erholung nicht zu kurz kommen, denn auch die Lehrerinnen und Lehrer arbeiten ehrenamtlich. Sie sind an der Willy-Brandt-Gesamtschule Bergkamen, der Sekundarschule Werne und am Friedrich-Bährens-Gymnasium in Schwerte beschäftigt. Geleitet wird die Maßnahme von Heiko Klanke, seit dem 1.2.2016 Schulleiter des Friedrich-Bährens-Gymnasiums in Schwerte. Er hatte auch die die Idee zu der Maßnahme. Klanke hat Lehrerinnen und Lehrer von seiner Idee überzeugen können und gemeinsam sorgen sie wieder für ein unvergessliches und lehrreiches Ferienerlebnis.

Das Reiseziel ist ein Feriencamp an der Costa Brava auf dem Top-Campingplatz „Nautic Almata“. Der Platz bietet moderne Bungalowzelte, die alle einen festen Holzboden und Betten haben. Das Camp liegt direkt am breiten Sandstrand von Sant Pere Pescadore, in der Nähe von Empuriabrava und verfügt über alle erdenklichen Annehmlichkeiten: einen Pool, einen Supermarkt, Bars, Restaurants, Sportplätze und moderne Sanitäranlagen. Im Preis enthalten sind Ausflüge mit dem Kleinbus nach Roses, Cadaques oder Figueres. Außerdem gibt es angeleitete Schnorcheltouren und einen Tagesausflug in die Weltstadt Barcelona. Sport, Relaxen am Strand, Abtanzen in der Stranddisco, alles ist möglich.

Teilnehmen können alle Schülerinnen und Schüler ab 13 Jahre aus dem Kreis Unna. Die Freizeit findet zu Beginn der Sommerferien vom 08.7. bis 21.7.2016 statt; bereits am Nachmittag des letzten Schultags geht es los. Der Reisepreis beträgt 609,00 Euro. Für Bedürftige kann er aber durch Zuschüsse, z.B. aus dem Bildungspaket oder Spenden erheblich reduziert werden.

Die Anmeldung ist möglich bei:

BILDUNG + LERNEN gGmbH

Unnaer Str. 29 a

59174 Kamen

Ansprechpartnerin:

Frau Scholz

E-Mail: scholz@awo-un.de

Tel.: (0 23 07) 91221 – 507




Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – Kreis Unna ist hier beispielhaft

Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit? Die Kreisverwaltung kann dies guten Gewissens bejahen – und nach einer vom Land NRW angestoßenen Überprüfung der Entgeltpraxis durch die Unternehmensberatung Kienbaum nun auch mit Zahlen untermauern.

Auch Landrat Makiolla (3.v.l.) und Minister Schmeltzer (4.v.r.) informierten sich über das Ergebnis der Entgeltüberprüfung in der Kreisverwaltung. Foto: B. Kalle – Kreis Unna
Auch Landrat Makiolla (3.v.l.) und Minister Schmeltzer (4.v.r.) informierten sich über das Ergebnis der Entgeltüberprüfung in der Kreisverwaltung. Foto: B. Kalle – Kreis Unna

Auslöser für die Datenerhebung war die Erkenntnis, dass Frauen nicht nur in der freien Wirtschaft weniger verdienen als Männer (Unterschied von 22 Prozent). Auch der öffentliche Dienst entlohnt sie schlechter – im Schnitt um acht Prozent. Nicht akzeptabel – befand der NRW-Landtag im Frühjahr 2014.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales wurde deshalb beauftragt zu klären, ob aus der Privatwirtschaft bekannte Analyseverfahren auf die öffentliche Hand übertragbar sind und als Grundlage für tarifliche und personalwirtschaftliche „Gerechtigkeitskorrekturen“ dienen können.

Auf der Suche nach einer Modellkommune wurde das Land beim Kreis Unna fündig. Landrat Michael Makiolla verstand die Untersuchung als Chance zum Faktencheck – keineswegs sicher, was die Durchleuchtung des „Bezahlsystems“ seiner Behörde ans Licht fördern würde. Nun weiß er mehr.

In seinem Hause seien „die Entgeltdifferenzen als gering einzustufen“, betont Kienbaum Management Consultants GmbH in dem im Kreishaus Unna offiziell vorgestellten 130-seitigen Endbericht. Die Berater kommen auch angesichts der freiwilligen Teilnahme und aktiven Rolle zu dem Schluss, dass die „Kreisverwaltung Unna eine Vorreiterrolle einnimmt“.

Die „bereinigte Lohndifferenz von vier Prozent kann als gering eingestuft werden“, schreibt Kienbaum weiter und attestiert gleichzeitig den angewandten Analyseverfahren – eg-Check und Logib-D – die Eignung als Messverfahren für die öffentliche Hand. Rainer Schmeltzer, Minister für Arbeit, Integration und Soziales, sicherte angesichts dessen die Aufarbeitung des Kienbaum-Berichts für Regierung und Landtag zu: „Es ist nicht mehr die Frage, ob wir was tun, sondern nur noch wie.“

Die Kreisverwaltung geht derweil ihren Weg weiter. Denn auch im Kreis gilt (noch): Teilzeit – und damit ein niedriges Einkommen – ist Frauensache, die (gut bezahlte) obere Etage gehört den Männern. Frauenförderplan, 150 verschiedene Arbeitszeitmodelle, Telearbeit oder Führungsfunktion in Teilzeit sind nur einige schon erprobte Instrumente zur Neuausrichtung der Verwaltung.

Reichen wird dies weder im Kreis Unna noch andernorts. „Frauen werden heute später, dann aber wieder mehrfach Mutter. Den damit verbundenen Karriere- und Gehaltsknick holen sie nicht mehr auf“, so Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Stefan Sell in seinem Einführungsvortrag. Der Auftrag sei klar: Strukturen müssten grundsätzlich hinterfragt und angepasst werden.




11. Februar ist 112-Tag: Europaweiter Draht zur schnellen Hilfe

Die 112 ist europaweit der direkte Draht zu schneller Hilfe. Um die Notrufnummer noch bekannter zu machen, wurde der 11. Februar zum sechsten Mal zum „Europäischen Tag der 112“ erklärt.

12_notrufLogo112Die Bedeutung der 112 als europaweit einheitliche „richtige“ Nummer für Notfälle unterstreicht Jens Bongers, Leiter der Rettungsleitstelle des Kreises Unna: „Schnelle Hilfe in Unglücks- und Notfällen rettet Leben. Dabei kann es im Ernstfall entscheidend sein, dass wertvolle Zeit nicht mit der Suche nach der Notrufnummer vergeudet wird.“

Wer über die 112 einen Notfall meldet, sollte vor allem Ruhe bewahren und der Rettungsleitstelle die wichtigsten Informationen nennen. Eine Orientierung bieten dabei die so genannten „W-Fragen“, das heißt: Wo ist es passiert? Was genau ist passiert? Wie viele Verletzte und welche Arten von Verletzungen gibt es? Außerdem ganz wichtig: „Legen Sie nicht auf, bevor die Leitstelle alle für den Einsatz wichtigen Fragen geklärt hat“, betont Jens Bongers.

Die 112 kann aus dem Festnetz, vom öffentlichen Telefon oder Handy erreicht werden. Anrufer aus dem Handynetz werden automatisch mit der örtlich zuständigen Rettungsleitstelle verbunden.




Tipp der Abfallberatung: Altmedikamente richtig entsorgen

Beim Aufräumen des Arzneischranks finden sich immer wieder Medikamente mit abgelaufenem Verfallsdatum oder nicht mehr benötigte Reste. Dabei stellt sich die Frage, wie all die Tabletten, Säfte und Salben richtig zu entsorgen sind.

Altmedikamente„Arzneien deren Beipackzettel keine speziellen Hinweise für die Entsorgung enthalten, können über die Restmülltonne entsorgt werden!“, weiß Stefanie Lieg, Abfallberaterin der Kreisentsorgungsgesellschaft GWA. Keinesfalls dürfen Altmedikamente in das Waschbecken oder die Toilette gegeben werden, da sie den Wasserkreislauf belasten.

Der Entsorgungsweg über die Restmülltonne ist möglich, weil der Hausmüll aus dem Kreis Unna in der  Müllverbrennungsanlage Hamm verbrannt wird. Während der kontrollierten Verbrennung bei sehr hohen Temperaturen werden die arzneilichen Wirkstoffe zerstört, so dass kein Eintrag in die Umwelt erfolgen kann.

Das Entsorgen der Altmedikamente über die Restmülltonne erfordert jedoch besondere Sorgfalt, damit ein Missbrauch durch Dritte ausgeschlossen werden kann. Medikamente gehören nicht in Kinderhände. „Damit die Arzneimittel als solche nicht zu erkennen sind, ist es zum Beispiel hilfreich, sie mit anderem Restmüll vermischt in einen Müllbeutel zu geben und diesen zu verknoten“, rät die Abfallexpertin. Tabletten sollten dabei in den Blistern bleiben. Einwegspritzen und Kanülen sollten vorher in stichfesten Behältnissen gesammelt werden. Auch gebrauchte Verbände, Pflaster und Mullbinden gehören allesamt ebenfalls in die Restmülltonne. Umverpackungen und Beipackzettel lassen sich im Altpapier entsorgen.

„Wer ganz sicher gehen möchte, dass Altmedikamente nicht in unbefugte Hände geraten, kann sie auch kostenlos an den GWA-Schadstoffannahmestellen und am Umweltbrummi abgeben“, sagt Stefanie Lieg.

Weitere Informationen zum Thema gibt es bei der GWA-Abfallberatung am gebührenfreien Infotelefon unter 0 800 400 1400 – montags bis donnerstags von 8.30 Uhr bis 17.00 Uhr und freitags von 8.30 bis 15.00 Uhr sowie unter www.gwa-online.de




Kreis unterstützt Tag der Kinderhospizarbeit

Mit leuchtend grünen Bändern sind in den nächsten Tagen die Dienstfahrzeuge der Kreisverwaltung unterwegs. Anlass dafür ist der bundesweite Tag der Kinderhospizarbeit am 10. Februar, der erstmals vor zehn Jahren begangen wurde.

Landrat Michael Makiolla und die Verantwortliche für den Fuhrpark des Kreises, Nicole Radigk, mit den grünen Bändern als Symbol für den Tag der Kinderhospizarbeit. Foto: S. Mayer - Kreis Unna
Landrat Michael Makiolla und die Verantwortliche für den Fuhrpark des Kreises, Nicole Radigk, mit den grünen Bändern als Symbol für den Tag der Kinderhospizarbeit. Foto: S. Mayer – Kreis Unna

Die Kreisverwaltung Unna mit Landrat Michael Makiolla an der Spitze unterstützt die Aktion, mit der auf die Arbeit der Kinderhospizdienste und des Deutschen Kinderhospizvereins aufmerksam gemacht werden soll. „Das gemeinsame Band soll die betroffenen Familien mit Freunden und Unterstützern symbolisch verbinden und die Hoffnung ausdrücken, dass sich immer mehr Menschen für die erkrankten Kinder und deren Familien einsetzen“, betont Landrat Makiolla.

Im Rahmen der Kinderhospizarbeit werden Kinder mit verkürzter Lebenserwartung und deren Familien begleitet und unterstützt. Die Begleitung erfolgt ab der Diagnose, im Leben und Sterben sowie über den Tod der Kinder hinaus.

Mit dem Tag der Kinderhospizarbeit am 10. Februar sollen die Inhalte dieser Arbeit bekannter gemacht und Menschen motiviert werden, sich mit erkrankten Kindern, ihren Eltern und Geschwistern zu solidarisieren. Außerdem dient dieser besondere Tag dazu, ehrenamtliche Begleiter sowie finanzielle Unterstützer zu gewinnen und das Thema Tod und Sterben zu enttabuisieren.

Viele Unterstützer aus ganz Deutschland kommen zum Tag der Kinderhospizarbeit übrigens in Lünen zusammen: Hier findet dieses Mal die zentrale Veranstaltung des Deutschen Kinderhospizvereins statt, zu dem sich alle Interessierten im Vorfeld anmelden konnten.




Bergkamener Band „turnstiles“ feiert ihren 10. Geburtstag im Yellowstone

Die Bergkamener Band „turnstiles“ feiert am Freitag, 19. Februar, ihren 10. Geburtstag im Jugendzentrum Yellowstone.

TurnstilesIm Februar 2006 lieferte die Alternative Rockband „turnstiles“ ihr Konzert-Debüt in der Teestube der Friedenskirche Bergkamen ab. Nun sind 10 Jahre vergangen und die vier Jungs können auf einige Erlebnisse und Highlights zurückblicken. So spielten sie diverse Radiokonzerte, waren beim Sender Giga-TV im Fernsehen zu sehen und haben ihr Debütalbum „poly“ im Jahre 2009 selbst produziert und veröffentlicht.

Dabei war Ihnen aber stets etwas anderes wichtig: „Wir haben nie Konzerte im großen Rahmen gespielt, aber immer sehr viel Spaß gehabt, selbst wenn nur eine Handvoll Leute im Publikum waren“, so Sänger Dennis. Nicht, dass die Jungs von den turnstiles (zu deutsch „Drehkreuze“) nicht auch gerne große Auftritte absolviert hätten, doch die Tatsache, dass Schlagzeuger Marius „Der Muri“ Müller acht der zehn Jahre Bandgeschichte in Berlin gelebt hat, brachten einige Einschränkungen mit sich. Umso erstaunlicher ist es, dass sie immer noch in der Originalbesetzung unterwegs sind und stets weiter entwickelt haben.

Turnstiles
Turnstiles

Einen unverhofften Erfolg erlangten die turnstiles durch eine Parodie von Leonard Cohens „Halleluja“, welchen Sänger Dennis durch die weit verbreiteten „Deine Mutter“-Witze neue vertonte und somit einen YouTube-Hit von mittlerweile 15 Millionen Klicks landete. Doch auch wenn sie dieses Lied hin und wieder mal als Zugabe spielen, ist ihnen ihre eigene Musik immer wichtiger gewesen. Diese stellt eine ausgewogene Mischung aus melodiösem Gesang, eingängigen Rockriffs und wohl dosierten Soundeffekten und Synthesizern dar.

Wer sich von ihrer Musik selbst eine Meinung bilden möchte, sollte am 19.02.16 in das Yellowstone Bergkamen kommen. Dort feiern sie ihr Jubiläumskonzert und stellen ihre neue EP „Royal TS“ vor. Mit dabei sind die befreundeten Bands „Tessellated Shapes“ (Progressive Metal), „They Promised Me Ponies“ (Warwick Pony Core) und „Blindsoul“ (Heavy Rock). Einlass ist um 19 Uhr, der Eintritt beträgt 5€.

Link zu Fotos: https://www.dropbox.com/sh/k9fkmimxtate3j8/AACOyjUKJOO2nNdcQPIZeDIra?dl=0

homepage: http://mhoch3.wix.com/turnstiles

facebook: https://www.facebook.com/turnstilesmusic

songs: https://soundcloud.com/turnstiles