Welle der Hilfsbereitschaft – auch Markthändler spenden für Flüchtlinge
Eine große Welle der Unterstützung erfahren derzeit die Flüchtlinge, die am Montag dieser Woche in Bergkamen eingetroffen sind und temporär in der Turnhalle Am Stadion in der Lessingstraße untergebracht sind.
Markthändler Mesut Erdogan und Nihal Karadeniz überreichen Spenden für die Flüchtlinge an Heiko Brüggenthies, Sachgebietsleiter Ordnungsangelegenheiten/Feuerwehr bei der Stadt Bergkamen
Die Spendenbereitschaft in der Bevölkerung ist groß. Spielzeug, Papier und Bundstifte haben beispielsweise sofort in ausreichender Anzahl für die in der Turnhalle untergebrachten Kinder bereit gestanden. Kleiderspenden wurden bereits im Kleiderladen Cariert, Präsidentenstr. 61, abgegeben und sonstige Spenden im Second Hand Kaufhaus der AWO DasDies Service GmbH, Am Stadion 5.
Selbst Markthändler haben sich kurzfristig eingebracht. Mesut Erdogan, der seit Jahren einen Stand mit Hygieneartikeln und Kosmetika auf dem Donnerstagsmarkt bewirtschaftet, spendete als Erstausstattung für die Neuankömmlinge Seife, Haarwaschmittel, Zahnpasta und Zahnbürsten für 30 Personen. Insgesamt 120 Meter Stoff stellte der in Bergkamen ansässige Stoffhändler Nihal Karadeniz für die Ausstattung der Turnhalle zur Verfügung.
„Ich bin begeistert, wie tatkräftig die Menschen in Bergkamen uns darin unterstützen, die neu ankommenden Flüchtlinge willkommen zu heißen und anständig zu versorgen“, sagt Christine Busch, Beigeordnete der Stadt Bergkamen. „Spenden nehmen die genannten Organisationen gerne für die Flüchtlinge entgegen.“ Die Stadt Bergkamen bittet darum, keine weiteren Spenden direkt in die Turnhalle zu bringen, weil der Platz dort sehr begrenzt ist.
Realschule Oberaden begrüßt ihre 82 neuen Fünftklässler
Die Realschule Oberaden begrüßte jetzt 82 neue Fünftklässler. Rechtzeitig vor dem obligatorischen Fototermin im „grünen Klassenzimmer“ hatten sie das blaue RSO-T-Shirt erhalten.
Die neuen 5er der Realschule Oberaden.
Drei Klassen gehen an den Start Zwei gaben das Profil „Fitte Füchse“. Sie haben vier Stunden Sport pro Woche und eine Stunde Gesundheit.
Die dritte Eingangklasse hat das Profile CuL (Computerunterstütztes Lernen). Die Schüler, die dieses Profil gewählt haben, haben zusätzlich zum Regelunterricht zwei Stunden IKG (Informationstechnologische Grundbildung). Außerdem werden sie zudem im Fachunterricht speziell auf die Arbeit mit dem Computer vorbereitet.
Als die City noch Acker war – RVR-Luftbilder zeigen Bergkamen von oben
Wie hat Bergkamen vor 90 Jahren ausgesehen und wie hat sich die Stadt in den Jahrzehnten danach entwickelt? Antworten darauf gibt jetzt das neue Luftbild-Angebot des Regionalverbands Ruhrgebiet im Internet.
In der Mitte dieses Bereichs, das das Luftbild aus dem Jahr 1926 zeigt, befindet sich heute die Bergkamener City mit Rathaus und Busbahnhof.
Auch die älteren Luftbilder haben eine so gute Qualität, dass Häuser und Straßen gut zu erkennen sind. Ein Blick auf die Aufnahmen aus dem Jahr 1926 macht deutlich, dass Weddinghofen und Oberaden wie Heil und Overberge noch landwirtschaftlich geprägte Dörfer waren, während sich Bergkamen-Mitte und Rünthe sich schon zu Industriegemeinden entwickelt hatten. Wo heute die City steht, war vor 90 Jahren noch Acker.
Der RVR hat mit seinem Angebot das gesamte Ruhrgebiet erfasst. Historische und aktuelle Luftbilder von 1926 bis heute zeigen, wie sich das Ruhrgebiet im Laufe der Zeit verändert hat. Fast 50.000 Fotos von den 53 Städten der Metropole Ruhr hat der Regionalverband Ruhr digital aufbereitet und unter www.luftbilder.geoportal.ruhr online gestellt. Diese Schatzkiste aus Archivbildern und hochaufgelösten aktuellen Orthofotos steht ab sofort für alle Interessierten kostenfrei zur Ansicht und nicht-kommerziellen Nutzung bereit.
Seit fast neunzig Jahren wird die gesamte Region aus der Luft im Bild festgehalten. Der RVR überfliegt die Metropole Ruhr seit 1972. Ergänzend hierzu steht dem Verband älteres Luftbildmaterial aus den Jahren 1926 und ab 1952 zur Verfügung.
„Die gewaltigen städte- und landschaftsbaulichen Veränderungen des Ruhrgebiets werden gerade durch die Fülle an historischen und aktuellen Luftbildern, die wir für die gesamte Region bereit halten, sichtbar. Dieser einzigartige Datenschatz wird jetzt zum digitalen Fotoalbum, das allen Interessierten zur Verfügung steht,“ fasst RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel zusammen.
Die Fotos zeigen das Ruhrgebiet in der Hochphase der Industrialisierung, die Narben des 2. Weltkrieges, aber auch den seit den 1960er Jahren eingeleiteten Strukturwandel. Zu sehen ist, wie sich ehemalige Industrieflächen, Straßen, Wohnviertel und Freiflächen über die Zeitabschnitte entwickelt haben. An Beispielen wie dem PHOENIX See in Dortmund, dem ThyssenKrupp Quartier in Essen oder dem Landschaftspark Hoheward in Herten / Recklinghausen lässt sich der Flächenumbau gut nachvollziehen. Spannend ist auch, den Bau des Verkehrsknotenpunkt Bochum-West und der Innenstadt West / Jahrhunderthalle zu verfolgen. Nutzer können Ihren Stadtteil und Wohnort in der historischen Abfolge aus der Vogelperspektive betrachten.
Gemeinsam fliegen und sparen
Auch künftig wird der RVR in Kooperation mit den Städten, Kreisen, der Emschergenossenschaft / Lippeverband und vielen anderen Beteiligten der Metropole Ruhr für neues Bildmaterial aus der Luft sorgen. Seit 2011 erstellt die Städteregion gemeinsam die Luftbilder für das Ruhrgebiet.
In Absprache entstehen in einheitlichem Standard, aber auch unter Berücksichtigung individueller Ansprüche Luftbilder, die regional und kommunal nutzbar sind. Schöner Nebeneffekt dieser Luftbildkooperation ist die Reduzierung der Kosten für alle Beteiligten.
Geodaten als wichtige Grundlage für regionalweite Planung
Bei nahezu allen Fragen, die den Strukturwandel, die Wirtschaftsentwicklung, die Planung, Mobilität und Freizeit in der Metropole Ruhr betreffen, spielen Kenntnisse über den Raum eine zentrale Rolle. Geodaten sind damit ein wichtiger und unverzichtbarer Bestandteil für die Raumanalyse und Bewertung der regionalen Entwicklung. Zu den Geodaten, die der RVR für das gesamte Ruhrgebiet vorhält, gehören digitale Karten verschiedenster Maßstäbe, Luftbilder, Planungsdaten (Flächennutzungspläne, Landschaftspläne), Wirtschaftsdaten und Strukturdaten.
Musikduo „Cats’n fruits“ spielt Freitag in jedem Fall – notfalls in der „sohle 1“
Auch wenn es am Freitag, 14. August, schütten sollte, findet das Konzert mit dem Musikduo „Cats’n fruits“ in jedem Fall statt – und zwar ab 19 Uhr in der städtischen Galerie „sohle 1“. Bleibt es trocken, bleibt es auch beim ursprünglichen Veranstaltungsort, der Arena im Römerpark Bergkamen.
Duo „Cats’n fruits“
In der neuen Kultursaison startet die Reihe Klangkosmos Weltmusik gleich mit einem echten Highlight – unter freiem Himmel und ohne Eintritt. Das ist eine Neuerung im Programm und liegt daran, dass das Kulturreferat nicht mehr nur mit einer Kölner Agentur zusammenarbeitet, sondern auch noch ein Angebot des Kultursekretariats NRW Gütersloh nutzt, das den Namen „Musikkulturen“ trägt. Es vermittelt Gruppen, die aus NRW kommen, aber einen Migrationshintergrund oder einen Bezug zur Weltmusik haben.
Katy Sedna ist ein Kind verschiedener Kulturen. Aufgewachsen in Europa, Afrika und Amerika singt sie in den Sprachen der Länder, in denen sie gelebt hat. So wird ein außergewöhnliches Klangbild erschaffen, das das Publikum begeistert und zum Mitmachen animiert. Am Berklee College of Music studierte die Sängerin Songwriting und Gesang, um in Städten wie Lissabon, Edinburgh, Lomé oder New York große Erfolge zu feiern. Zugleich erklingt das Ein-Mann-Orchester von Martin Weber, der in seinen Arrangements zu Geige, Akkordeon, Bass, Kinderschlagzeug, Kinderklavier und elektronischen Loops greift. Gemeinsam sammelt das Songwriter-Duo togische Lieder, portugiesische Fados oder indische Ragas und schüttelt diese musikalisch durch. So entsteht ein Sound, der sich irgendwo zwischen Alternativ-Musik und Weltmusik bewegt. Indische, west- und ostafrikanische Musik wechselt sich mit eigenen englischen und französischen Songs ab – das klingt verdächtigt nach einem erfrischend leichtem Sommerabend!
Der Eintritt ist frei!!!
Bergkamener Asphaltbibliothek auf dem Busbahnhof ist eröffnet
In New York, Berlin und Wien hat der Aktionskünstler „Brandstifter“, alias Stefan Brand, seine „Asphaltbibliothek“ präsentiert. „In dieser Reihe bekannter Städte macht sich Bergkamen eigentlich ganz gut“, erklärte Kulturdezernent Holger Lachmann bei der Eröffnung Ausstellung von Zetteln, die Bergkamener als Fundstücke auf Straßen, Wegen und Plätzen gesammelt haben und die Brand zu einem neuen Kunstwerk zusammengefügt hat.
Der Aktionskünstler Stefan Brand, der „Brandstifter“ auf dem Busbahnhof. Im Hintergrund die „Asphaltbibliothek Bergkamen“.
Zu bewundern ist sein Werk bis zum 12. September in einem der großen Schaukästen des Bergkamener Busbahnhofs. Dies ist der erste Teil der Kunstaktion „Stadtbesetzung“, die in Zusammenarbeit mit dem Kultursekretariat Gütersloh in gleich mehreren Städten läuft. Weiter geht es am 21. bis 23. August mit Tanz. Hier sind die Bergkamener nicht nur zum Zuschauen, sondern auch zum Mitmachen aufgefordert. (Näheres weiter unten.)
Diesen Mitmachgedanken wollte Stefan Brand auch bei der Eröffnung seiner Asphaltbibliothek umsetzen. Er verteilte Zettel mit einem Liedtext, packte seine Melodika aus und animierte die Besucher der Vernissage zum Mitsingen – eines Kanons. Das Ergebnis dieser musikalischen Einlag erwies sich allerdings als wenig vorzeigbar. Unsere Video-Aufnahme bleibt deshalb unveröffentlicht, obwohl sie vielleicht die Youtube-Gemeinde begeistern würde.
Stefan Brand will zeigen, dass jeder Kunst machen kann – sei es auch mit achtlos weggeworfenen Zetteln. Diese Demokratisierung der Kunst war schon immer ein Anliegen der Bergkamener Kulturpolitik. Brandstifter postet übrigens seine Fundstücke unter facebook.com/Asphaltbibliotheque.
Zur Person:
Der Asphaltbibliothekar Brandstifter ist ein interdisziplinärer Aktionskünstler, Autor und experimenteller Musiker aus Mainz. Sein Hauptwerk Asphaltbibliotheque, eine konzeptuelle Sammlung von Fundzetteln, die er seit 1998 im öffentlichen Raum „auf-liest“, hat er bereits in Berlin, Graz, Rajasthan, Wien und als Stipendiat in New York inszeniert und deren fünfzehnjährige Geschichte für die gleichnamige Publikation im Ventil Verlag dokumentiert. Seine Buchkunst befindet sich unter anderem in der Bibliothek des Museum of Modern Art New York, dem Sackner Archive for Concrete and Visual Poetry Miami sowie der Weserburg, Archiv für Künstlerpublikationen, Bremen.
So geht es weiter:
Zum Urban Art Projekt „Stadtbesetzung“ des Kultursekretariats Gütersloh gehören vom 21. bis 23. August drei Tanzperformances im Wasserpark (Freitag, 17.30 Uhr), am Stadtmuseum (Freitag, 20 Uhr) und auf dem Stadtmarkt (Samstag, 11 Uhr). Zum Abschluss gibt es unter dem Titel „Kunst für alle von allen?!“ am Sonntag, 23. August, ab 11 Uhr im Stadtmuseum eine Talkrunde, unter anderen mit dem Bergkamener Künstler Stephan Geisler und Bergkamens ehemaligen Kulturdezernenten Dieter Treeck.
Eintrag ins Goldene Buch – Gymnasium hat mit Julia Ritter eine Weltmeisterin
In das Goldene Buch der Stadt Bergkamen hat sich schon manche Prominenz eingetragen. Seit Mittwoch zählt auch die Bergkamenerin Julia Ritter dazu. Im Juli gewann die Vorzeigeathletin des SuS Oberaden bei den U18-Weltmeisterschaften in Cali/Kolumbien den Titel im Kugelstoßen. Mit 18,53 Metern ließ sie die Konkurrenz weit hinter sich. Soweit hatte sie noch nie ihr drei Kilo schweres Sportgerät gestoßen.
Bergkamen Spitzensportlerin Julia Ritter trägt sich ins Goldene Buch der Stadt ein. Dazu hat Bürgermeister Roland Schäfer seine Amtskette angelegt. Zweite Reihe von links: Sportausschussvorsitzender Rüdiger Weiß, Mutter
Die Schülerin des Bergkamener Gymnasiums ist in dieser Disziplin eine Quereinsteigerin. Als 13-Jährige nahm sie die Kugel eher zufällig in die Hand und ließ ihr Talent mächtig aufblitzen. Damals spielte sie Handball. Dies hat sie inzwischen wegen der Verletzungsgefahr inzwischen aufgegeben, berichtete sie bei der Eintragung ins Goldene Buch.
Das ist Julias Goldmedaille.
Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass Bürgermeister Roland Schäfer ihr gratulierte. Bei der jüngsten Sportlerehrung war sie auch dabei als DM-Zweite in 2014. Von Radsportass Lucas Liß ließ sie sich über den Austragungsort der Weltmeisterschaften Cali informieren und nannte den Titelgewinn als ihr großes Ziel.
Ihr nächstes Ziel ist das Abitur im kommenden Jahr. So lange wird sie auch dem SuS und Bergkamen treu bleiben. Danach strebt sie eine Ausbildung bei der Bundespolizei an, die den Spitzensportlern in ihren Reihen hervorragende Trainingsbedingungen bietet. Denn 2018 stehen die Europameisterschaften in Berlin auf ihrem persönlichen Programm. Über Olympia denkt sie natürlich auch schon nach: 2020 oder 2024. Das am liebsten auch in Deutschland.
Gymnasium will Julia Ritter weiter unterstützen
Schulleiterin Bärbel Heidenreich gratuliert Julia Ritter zu ihrem Riesenerfolg bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften.
Beim ersten Schultag nach den so ereignisreichen Sommerferien gab es für Julia Ritter morgens eine weitere Ehrung durch die Leiterin des Bergkamener Gymnasium Bärbel Heidenreich. „Wir sind sehr stolz, dass wir eine Weltmeisterin an unserer Schule haben. Wir werden auch zukünftig unser Bestes geben, um Julia weiterhin Rahmenbedingungen zu ermöglichen, damit sie Leistungssport und schulische Verpflichtungen weiterhin so glänzend verbinden kann“, versprach Schulleiterin Bärbel Heidenreich. Das weiß Julia zu schätzen. „Ich habe mit vielen anderen Athletinnen gesprochen. So eine Unterstützung wie ich hier erhalte, hat wirklich Seltenheitswert“, bedankte sich die 17-jährige im Gespräch mit Bärbel Heidenreich.
Bereits kurz ihrer Rückkehr Mitte der Sommerferien wurde sie im Römerbergstadion von 300 Fans, Freunden und Vereinsmitgliedern empfangen – eine überwältigende Kulisse. Neben dem WM-Titel im Kugelstoßen holte Julia Ritter u.a. noch einen weiteren deutschen Meistertitel – im Diskuswerfen. Bei den Deutschen U18-Meisterschaften wurde ihr zudem eine besondere Ehre zu teil: Aus den Händen des ehemaligen Kamener Weltklasseläufers Hartmut Weber nahm sie den renommierten Preis für die beste Jugendleistung 2015 entgegen.
Ehenamtliches Engagement für Flüchtlinge – Stein-Realschule startet Freitag Sponsorenlauf
2775 Euro hat am Dienstagabend die Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums Marina Raupach an den Bergkamener Flüchtlingshelferkreis übergeben. Mit diesem Geld vom Land soll Material für die von den rund 20 engagierten Flüchtlingshelfern betreuten Sprach- und Spielgruppen angeschafft werden. Gedacht ist aber auch, dass dadurch die den Helfern entstandenen Kosten für Fahrten, Eintrittsgelder etc. gedeckt werden.
Der Bergkamener Flüchtlingshelferkreis freut sich über die Fördermittel des Landes.
„Wer sich ehrenamtlich engagiert, soll nicht auch noch auf den Kosten sitzen bleiben“, betonte Bürgermeister Roland Schäfer, der den Helferkreis am Dienstag bei seinem turnusmäßigen Treffen im Albert-Schweitzer-Haus besuchte und zusammen mit Sozialdezernentin Christine Busch über die aktuelle Situation informierte.
Die Fördermittel des Landes wurden für den Kreis Unna zentral über das Kommunale Integrationszentrum beantragt. Marina Raupach hofft, dass die Mittel im nächsten Jahr aufgestockt werden. Denn benötigt wird mehr Geld. Das hat sich jetzt auch die Freiherr-vom-Stein-Realschule gesagt, die am kommenden Freitag im Nordbergstadion zu einem Sponsorenlauf für die Bergkamener Flüchtlingshilfe starten wird. Hilfsbereitschaft ist auch in den sozialen Medien deutlich erkennbar. Sachspenden können beim Sozialkaufhaus der AWO Dies&Das auf dem ehemaligen Bauhofgelände am Hallenbad oder beim Second-Hand-Kleiderladen der Caritas „Cariert“ in der Fußgängerzone abgegeben werden.
Bei seinem Besuch bedankte sich Bürgermeister Roland Schäfer bei den Mitgliedern des Flüchtlingshelferkreises ausdrücklich für ihre Arbeit. Ohne dieses ehrenamtliche Engagement sei die Betreuung dieser Menschen gar nicht leistbar, betonte er. Die Zahl der Asylbewerber ist aktuell auf 400 angestiegen. Deshalb sucht der Helferkreis weiterhin nach Mitstreitern, die sie unterstützen, sich in einem zunächst fremden Land zurechtzufinden.
Dazu gab es am Dienstag ein konkretes Beispiel. Ein Mitglied des Helferkreises begleitete am Montag eine 16-Jährige bei ihrem ersten Tag am Berufskolleg in Unna, denn natürlich unterliegen auch die Kinder und Jugendlichen unter den Asylbewerbern der Schulpflicht. Dabei stellte die engagierte Ehrenamtlerin fest, dass ihr junger Schützling nichts besitzt, was für einen Schulbesuch notwendig ist. Schnell wurde am Dienstag geklärt, dass eine Schul-Erstausstattung über das Bildungs- und Teilhabepaket beim Kreis Unna beantragt werden kann. Helfen könne hier auch die Kirchengemeinde, erklärte Pfarrerin Petra Buschmann-Simons.
Wer sich beim Bergkamener Flüchtlingskreis mitmachen möchte, kann sich im Integrationsbüro der Stadt Bergkamen bei Juditha Siebert telefonisch unter 02307 965-272 oder per Mail an integration@bergkamen.de melden.
Nicole Wenig neue 1. Vorsitzende des Vereins Familiäre Kindertagesbetreuung
Vor 18 Jahren wurde der Bergkamener Verein Familiäre Kindertagesbetreuung gegründet. Erste und bisher einzige Vorsitzende war Elke Middendorf. Jetzt hat es an der Vereinsspitze einen Wachwechsel gegeben und Nicole Wenig wurde in der jüngsten Mitgliederversammlung zu neuen Vorsitzenden gewählt.
Der Bergkamener Verein „Familiäre Kindertagesbetreuung hat einen neuen Vorstand. Von links, hintere Reihe: Birgit Hanibal, Nicole Wenig, Elke Middendorf und Geschäftsführerin Margarete Hackmann. Vordere Reihe: Sonja Werner und Nadine Schäfer.
Sie wolle einen Gang zurückschalten, begründete Elke Middendorf ihren Entschluss. Einen Stillstand wird es aber nicht geben. Sie wird für eine gewisse Zeit stellvertretende Vorsitzende sein.
Nicole Wenig gehört dem Vorstand der Familiären Kindertagesbetreuung seit acht Jahren als Kassiererin an. Sie ist gelernte Bankkauffrau und auch eine ausgebildete Tagesmutter.
Auch die bisherige 2. Vorsitzende Birgit Hannibal bleibt dem Vorstand als Beisitzerin treu. Neue Kassiererin ist Antje Amling und stellvertretende Schriftführerin Sonja Werner. Neu im Vorstand als Beisitzerin ist Nadine Schäfer, die seit 2008 als Tagesmutter tätig ist. Weitere Beisitzerinnen sind Sabine Cirkel und Marion Heyck.
Eine wichtige Aufgabe des neuen Vorstands ist die Begleitung des Antragsverfahrens für ein neues Programm des Bundesfamilienministeriums zur Qualifizierung von Tageseltern in Zusammenarbeit mit dem Bergkamener Jugendamt. Dies umfasst für die Beteiligten ein Ausbildungs- und Weiterbildungspaket von 300 Unterrichtsstunden inklusiver verschiedener Praktika. Da dieses Projekt, das im nächsten Jahr gestartet werden soll, für das Ministerium vor Ort auch dokumentiert werden soll, umfasst die Förderung auch die Kosten für die dazu zuständigen Mitarbeiter.
Ob sich der Verein und die Stadt an dem Programm beteiligen, ist noch nicht beschlossene Sache. Positiv ist für Elke Middendorf, dass es der Schaffung eines Berufsbildes „Tageseltern“ schon sehr nahe komme. Dies sei von Anfang an eines der Ziele des Vereins gewesen.
Unabhängig von der Teilnahme am Bundesprogramm startet in jedem Fall nach der Sommerpause wieder ein Schulungskurs für angehende Tageseltern. Wer sich dafür interessiert kann sich bei der Geschäftsstelle des Vereins „Familiäre Kindertagesbetreuung“ informieren.
Containerbrand am AWO-Kindergarten – Bewohner evakuiert
Der Brand eines Altkleidercontainers in der Nacht zu Dienstag in Rünthe hätte schlimme Folgen haben können. Ein Passant bemerkte gegen 0.10 Uhr lodernde Flammen aus einem Altkleidercontainer an der Rünther Straße. Dieser stand direkt an der Gebäudewand des AWO-Kindergartens.
Beim Eintreffen der Feuerwehr Rünthe war die Rauchentwicklung bereits so stark, dass der Rauch in das bewohnte Dachgeschoss zog. Bedingt durch die anhaltend hohen Temperaturen waren dort mehrere Fenster geöffnet gewesen, die die Schlafenden eigentlich mit frischer, etwas kühlerer Luft versorgen sollten.
Fotos: Feuerwehr
Neben den Löscharbeiten am Container wurde vorsorglich parallel der bewohnte Gebäudeteil durch die Feuerwehr geräumt.
Der verschlossene Altkleidercontainer musste erst mit Hilfe eines Trennschleifers geöffnet werden, damit das komplette Brandgut abgelöscht werden konnte. Nach Beendigung der Löschmaßnahmen wurden die Wohnungen der Bewohner nochmals auf Rauchfreiheit kontrolliert. Schließlich konnten alle wieder in das Haus zurückkehren.
31. Bergkamener Seifenkistenrennen am Sonntag auf der Alisostraße
Die 31. Auflage des traditionellen Bergkamener Seifenkistenrennens startet am Sonntag,16. August, auf der Alisostraße. Rennleiter Michael Sulitze von der Seifenkistengruppe „Immer auf Achse“ kann gemeinsam mit seinem Team rund 100 Teilnehmer aus ganz Deutschland begrüßen. Neben den Wertungsläufen zum deutschen Seifenkistenderby wird auch wieder die Bergkamener Stadtmeisterschaft ausgefahren. In den Klassen Junior, Senior und XL-Elite wird um Punkte und Pokale gefahren.
Neben dem eingespielten Team der Seifenkistengruppe tragen noch viele weitere freiwillige Helfer zum Gelingen der Veranstaltung bei. So helfen etwa die Freiwillige Feuerwehr und das Technische Hilfswerk beim Auf- und Abbau von Strecke und Zelten.
Für die Zuschauer wird neben spektakulären und rasanten Rennen auch wieder ein attraktives Rahmenprogramm geboten. Hüpfburg, Tombola sowie Spielangebote warten auf die Besucher.
Für das leibliche Wohl der Besucher ist natürlich auch gesorgt. Die Schirmherrschaft hat Bürgermeister Roland Schäfer übernommen.
Das 31. Bergkamener Seifenkisten startet am Sonntag, 16. August, um 11 Uhr an der Alisostraße in Oberaden. Die Siegerehrung durch den stellvertretenden Bürgermeister Kay Schulte findet um 17 Uhr statt.
Labormobil kommt nach Bergkamen: Umweltschützer untersuchen Brunnenwasser
Das Labormobil im VSR-Gewässerschutz steuert am Dienstag, 18. August, wieder den Herbert-Wehner-Platz in Bergkamen an. Dort werden von 9 bis 11 Uhr Proben von Brunnenwasser für eine Grunduntersuchung auf den Nitrat-, Säure- und Salzgehalt entgegengenommen.
Harald Gülzow beim Arbeiten im Labormobil vom VSR-Gewässerschutz.
Sommerliche Temperaturen führen zu einem hohen Wasserbedarf beim Befüllen des Planschbeckens und beim Gießen. Kinder lieben Pools in denen man sich abkühlen mit seinen Freunden oder Geschwistern toben kann. Aber auch das selbst angebaute Gemüse, die Blumen und der Rasen benötigen regelmäßig Wasser „Das Wasser aus dem eigenen Brunnen stellt eine gute Alternative zum kostbaren Leitungswasser dar.“ so Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende im VSR-Gewässerschutz.
Doch leider verschmutzen Nitrate und Pestizide das Grundwasser unserer landwirtschaftlich intensiv genutzten Region. Auch können durch verschiedene Einflüsse Krankheitserreger ins Wasser geraten. Ob das selbst geförderte Wasser für das Befüllen des Planschbeckens, Gießen, als Tränkwasser für Tiere oder sogar zum Trinken geeignet ist, kann man am Labormobil der Gewässerschutzorganisation erfahren.
Es hält am Dienstag, den 18. August auf dem Herbert-Wehner-Platz in Bergkamen. Wasserproben nehmen die Umweltschützer von 9 bis 11 Uhr am Labormobil entgegen. Die Grunduntersuchung auf den Nitrat-, Säure- und Salzgehalt wird gegen eine geringe Kostenbeteiligung von 12 € vor Ort durchgeführt, so dass der Bürger schon gegen Ende der Aktion sein Ergebnis wieder abholen kann. Brunnenbesitzer, die das Wasser auch auf weitere Parameter wie Eisen und Bakterien gegen Kostenbeteiligung untersuchen lassen möchten, bekommen das Ergebnis mit einer Bewertung per Post zugeschickt. Doch keiner wird mit seinen Messwerten allein gelassen. Das Team vom VSR-Gewässerschutz berät, sobald die entsprechenden Messergebnisse vorliegen, ob das Wasser zum Gießen, zum Befüllen des Planschbeckens, zum Waschen oder sogar zum Trinken geeignet ist. Außerdem beantwortet Dipl.-Phys. Harald Gülzow, der Experte zum Thema Brunnenwasserqualität, immer Freitags zwischen 9 und 12 Uhr Fragen unter der Rufnummer 02831 976523.
Damit die Ergebnisse auch aussagefähig sind, sollten für die Probenahme und Transport Mineralwasserflaschen, die zuvor mehrmals mit dem jeweiligen Brunnenwasser gespült wurden, benutzt werden. Am besten werden diese Flaschen erst kurz vor der Abgabe am Labormobil befüllt. Das Team vom VSR-Gewässerschutz bietet am Mobil neben der allgemeinen Informationen zu Belastungen und deren Ursachen auch eine individuelle Beratung für den jeweiligen Brunnenbesitzer, um eine Belastung und deren Ursache zu besprechen.
Die Umweltschützer möchten beim Thema Wasserqualität besonders die breite Öffentlichkeit einbeziehen. „Bürger, die Brunnenwasser nutzen, haben das gleiche Ziel wie der VSR-Gewässerschutz: Das Grundwasser soll möglichst unbelastet sein.“ so Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende im VSR-Gewässerschutz. So tragen wir gemeinsam dazu bei, dass die Wasserqualität des Grundwassers auch außerhalb von den Wasserschutzgebieten verbessert wird. Die Ergebnisse werden regelmäßig in Karten zusammengefasst, um Belastungsschwerpunkte deutlicher erkennen zu können. Diese können auf der Homepage der Gewässerschützer unter http://www.VSR-Gewässerschutz.de/12.html eingesehen werden.
Nitrate im Grundwasser
Nitrat ist ein Bestandteil von Dünger in der Landwirtschaft. Bei den von den Landwirten und Gartenbaubetrieben aufgebrachten Gülle, Gärreste und Mineraldünger besteht jedoch immer die Gefahr, dass Nitrat ins Grundwasser ausgewaschen werden. Auch in der Politik hat man erkannt, dass das Düngen nach guter fachlicher Praxis besser definiert werden muss. Um die Nitratauswaschung zu verringern wird derzeit auch die Düngeverordnung novelliert. Doch es mangelt immer noch an öffentlich zugänglichen Messwerten vom Grundwasser. Dem VSR-Gewässerschutz ist es wichtig, dass die Bürger die Belastung des Grundwassers kennen. Die Ergebnisse werden deshalb auf der Homepage und in Presseerklärungen öffentlich gemacht. „Unsere veröffentlichten Messwerte sollen dazu führen, dass Landwirte und Politiker, aber auch interessierte Bürger in der Region gemeinsam nach Lösungen suchen.“ so Susanne Bareiß-Gülzow.
Eisen im Grundwasser
Höhere Eisenkonzentrationen stören bei der Nutzung des Brunnenwassers als Tränkwasser oder Trinkwasser sowie beim Befüllen eines Planschbecken, Auffüllen des Gartenteichs, Nutzung zum Waschen und auch zum Gießen. Hohe Eisenkonzentrationen bei gleichzeitigen Vorkommen von Nitratkonzentrationen unter der Nachweisgrenze, kann aber auch auf gute denitrifizierende Eigenschaften im Grundwasser hinweisen. In vielen Gegenden kommt im Untergrund Pyrit, eine Eisen-Schwefel-Verbindung vor. Spezielle Bakterien können diese Verbindung nutzen um Nitrat abzubauen. Es entsteht Stickstoff, Eisen und Sulfat. Somit führt ein starker Nitrateintrag in Gebieten mit ausreichender Denitrifikation zu hohen Eisenkonzentrationen.
Coliforme Keime im Grundwasser
E.coli gehört zu der Gruppe der coliformen Keime. Wenn in einem Brunnenwasser E.coli vorhanden ist, wurden Fäkalkeime eingetragen, die auch gesundheitsgefährdend sein können. Man findet Keime im Grundwasser, wenn verunreinigtes Wasser in den Untergrund fließt, z.B. durch Überschwemmungen oder schadhafter Kanalisation. Die unsachgemäße Ausbringung von Gülle ist noch immer eine der Hauptursachen für das Auftreten von Keimen im Grundwasser.
Saures Grundwasser
Die Quelle für den hohen Säuregrad ist in der Regel im noch sauren Regen zu suchen. Die mit ihm eingetragenen Schadstoffe wie Schwefelverbindungen und Stickoxide können das oberflächennahe Grundwasser versauern. Die Ursachen für die belasteten Niederschläge sind die Abgase aus Industrieanlagen, Kraftfahrzeugen und Kraftwerken. Aber auch das Ammoniak aus der Tierhaltung führt zur Versauerung. Wird das Grundwasser sauer kann es zur Freisetzung der im Boden gebundenen Metalle kommen. Hier stellen die Gewässerschützer vor allem hohe Aluminiumkonzentrationen fest.