25 Jahre AWO-Arbeitskreis Humanitäre Hilfe: Vier Mal um die Welt für Menschen in Not

Am Anfang stand ein Hilfstransport für Kinder in Moskau. Es war die erste Aktion des AWO-Arbeitskreises Humanitäre Hilfe, der sich nach dem Fall des Eisernen Vorhangs 1990 im Kreis Unna gegründet hatte. Damals wie heute ist Helmut Spyra dessen unermüdlicher Motor und Vorsitzender

25 Jahre humanitäre Hilfe (v.l.n.r.): Bodo Champignon, Helmut Spyra und Wilfried Bartmann
25 Jahre humanitäre Hilfe (v.l.n.r.): Bodo Champignon, Helmut Spyra und Wilfried Bartmann

Im Rahmen einer Feierstunde wurde das 25-jährige Jubiläum begangen. Bodo Champignon, stellvertretender Vorsitzender von AWO International, würdigte in  seiner Laudatio das jahrelange Engagement Helmut Spyras und seiner Mitstreiter. Er erinnerte an die vielen Initiativen des Arbeitskreises, die stets dort Hilfe gebracht haben, wo die Not am größten war. Allein vier Hilfstransporte gingen in den ersten Jahren in die russische Hauptstadt. Auch die Situation in Weißrussland nach der Katastrophe von Tschernobyl hatte der Arbeitskreis im Blick. Unter anderem wurden dringend benötigte Röntgengeräte auf die Reise geschickt.

1995 sah Helmut Spyra während eines Aufenthalts in Rumänien die dortige Not. Entsetzt von den Zuständen in einem Kinderheim in Otelu Rosu ergriff er die Initiative und legte damit den Grundstein für die nach wie vor sehr lebendige Rumänienhilfe der AWO. Unter anderem wurden weitere Kinderheime im nicht weit entfernten Toplet unterstützt, Kitas und eine Begegnungsstätte eingerichtet, Feuerwehr- und Krankenwagen vermittelt. Der ehemalige AWO-Kreisvorsitzender Wilfried Bartmann rechnete vor: 160.000 Kilometer wurden von den ehrenamtlichen Helfern mittlerweile zurückgelegt. Damit sind sie knapp viermal um die ganze Welt gefahren.

Gemeinsam stark

Gäste aus Rumänien, die sich herzlich für die Hilfe bedankten, waren zum Jubiläum angereist. Helmut Spyra betonte, dass nur das Engagement vieler Einzelner, zum Beispiel auch aus den Kamener Kirchengemeinden, die  Arbeit möglich machen.




Katsigiannis wird neuer SuS-Trainer

Kurz vor dem Meisterschaftsspiel gegen Westfalia Herne präsentieren die Handballer des SuS Oberaden einen neuen Trainer für die erste Mannschaft ab der kommenden Spielzeit. Und der Neue ist ein Altbekannter am Römerberg: Alexandros Katsigiannis wird ab der neuen Saison 2016/2017 als Spielertrainer das Zepter von Ralf Weinberger übernehmen.

Alexandros Katsigiannis, hier noch im Trikot von VfL Eintracht Hagen. Foto: sku
Alexandros Katsigiannis, hier noch im Trikot von VfL Eintracht Hagen. Foto: sku

„Alex“ spielte in der Jugend für den HC TuRa Bergkamen, TVG Kaiserau und schließlich seit der B-Jugend für den SuS Oberaden. Unter dem damaligen Trainer Dietmar Melis erreichte die A-Jugend der Grün-Weißen, unter anderem mit Alex und seinem Bruder Niko, das Westfalen-Finale gegen den späteren deutschen Meister Minden. Nach zwei Spielzeiten im Seniorenbereich waren seine weiteren Stationen: Ahlener SG, die heutige TSG Altenhagen-Heepen, VfL Eintracht Hagen, HC TuRa Bergkamen sowie seit 2013 wiederum der VfL Eintracht Hagen.

„Eigentlich wollte ich nie Spielertrainer werden“, so Alex Katsigiannis, der verheiratet ist und einen Sohn hat. „Aber das Angebot aus Oberaden konnte ich nicht abschlagen und ich bin unglaublich herzlich im Verein begrüßt worden.“ Katsigiannis (geb. am 23.3.1981) wohnt in Bergkamen und arbeitet als Lehrer an der Realschule.

„Wir freuen uns sehr, mit Alex einen erfahrenen Spieler, der sehr gut zu unserem Verein passt, als Wunschtrainer verpflichtet zu haben. Wir sind überzeugt, dass er die erfolgreiche Arbeit von Ralf Weinberger fortsetzen wird und gehen voller Zuversicht in die neue Saison“, sagt SuS-Abteilungsleiter Manfred Heinz zum neuen Mann auf der Bank der Oberadener Cobras.

 




Ausbildung mit Kind? In Teilzeit machbar!

Eine Ausbildung muss nicht immer in Vollzeit erfolgen. Im Rahmen der bundesweiten „Woche der Ausbildung“ informierten Martina Leyer, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Hamm, und Sabine Materna, Arbeitsvermittlerin des Jobcenters Kreis Unna, junge Mütter über die Möglichkeit eine Ausbildung in Teilzeit zu absolvieren. (S. Foto)

FamilienbandeDer Einstieg in den Beruf ist nicht immer einfach. Gerade für junge Eltern kann dies oft zu einer großen Hürde werden. Auf der einen Seite ist der Wunsch eine Ausbildung zu absolvieren, aber auf der anderen Seite ist auch noch die Familie, die Unterstützung benötigt. Eine Ausbildung in Vollzeit kommt also nicht infrage. Um auf das Modell Teilzeitausbildung aufmerksam zu machen, haben Martina Leyer von der Agentur für Arbeit Hamm und Sabine Materna vom Jobcenter Kreis Unna in die Familienbande Kamen e.V. eingeladen. In einer kleinen Gesprächsrunde hatten fünf junge Mütter die Gelegenheit genutzt, um sich über diese Form der Ausbildung zu informieren. Eine Mutter, die sich zurzeit in der Elternzeit befindet, wurde sogar von ihrem Arbeitgeber auf die Veranstaltung hingewiesen. Er wollte genauere Informationen zur Teilzeitausbildung haben, damit seine Mitarbeiterin die Möglichkeit hat, nach der Elternzeit ihre Ausbildung gegebenenfalls in Teilzeit fortzusetzen.

„Für alle anwesenden Mütter war klar, dass ein Berufsabschluss das Ziel ist. Aber die Kinder der Mütter waren noch alle sehr jung und sind auf eine Betreuung angewiesen“, erklärt Martina Leyer. „Einige Mütter haben auch schon perspektivisch gedacht und sich überlegt, welche Möglichkeiten es für die Kinderbetreuung gibt.“ Sabine Materna ergänzt: „Vielen ist bisher noch nicht bewusst, was Arbeiten in Teilzeit eigentlich bedeutet. Die jeweilige Wochenarbeitszeit kann individuell reduziert werden.“

Wer sich intensiver mit dem Thema Ausbildung in Teilzeit befassen möchte, kann auch Einzeltermine mit den Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt vereinbaren. Termine bei Martina Leyer können unter der Telefonnummer 02381/910 – 2167 oder per Mail Hamm.BCA@arbeitsagentur.de vereinbart werden. Termine bei Ulrike Schatto gibt es unter der Telefonnummer 02303/2538 – 1055 oder per Mail Ulrike.Schatto2@jobcenter-ge.de.

 




Abbruch- und Baumaschinen werden bei HeGro in Rünthe repariert

Die Firma „HeGro“ im Gewerbepark Rünthe kennt kaum ein Bergkamener. Einen guten Namen hat sie sich allerdings bei vielen Baufirmen gemacht. An der Lise-Meitner-Straße können sie unter anderem Bau- und vor allem Abbruchmaschinen wiederinstandsetzen lassen, sie mieten oder gebrauchte generalüberholt kaufen.

Betriebsbesichtigung bei HeGro in Rünthe (v.l.): Roland Schäfer, Detmar Gronwald, Rolf Heyder und Walter Kärger.
Betriebsbesichtigung bei HeGro in Rünthe (v.l.): Roland Schäfer, Detmar Gronwald, Rolf Heyder und Walter Kärger.

Werden Ersatzteile dafür benötigt, werden sie in der eigenen Werkshalle von den Fachkräften der Firma selbst hergestellt, berichten der technische Geschäftsführer Rolf Heyder und der kaufmännische Geschäftsführer Detmar Gronwald ihren Besuchern. Bürgermeister Roland Schäfer und Wirtschaftsförderer Walter Kärger sahen sich den Betrieb am Donnerstagmorgen etwas genauer an.

„HeGro“ gehört natürlich zu den Ausbildungsbetrieben. Vier sind es zurzeit. Drei davon im gewerblichen Bereich: zwei Schlosser und ein Dreher, wie die Geschäftsführer diese Berufe noch nach alter Art bezeichnen. „Wer bei uns eine Ausbildung beginnt und erfolgreich abschließt, kann fast sicher sein, dass er auch übernommen wird“, betont Detmar Gronwald. Und dann verdienen die Fachkräfte richtig gutes Geld – mehr als bei den von jungen Leuten heiß begehrten Bürojobs.

Der Grund ist ganz einfach: Fachkräfte in diesen Berufen sind auf dem Arbeitsmarkt kaum zu bekommen. Deshalb sorgt die Geschäftsführung dafür, dass, wenn jemand aus der zurzeit 25 Köpfe zählenden Belegschaft ausscheidet, diese Lücke sofort aus eigenen Kräften geschlossen werden kann.

Die Kunden von HeGro sind in ganz Deutschland und im benachbarten Ausland beheimatet. Geliefert wurde aber auch bereits nach Australien oder Peru. Dann nämlich, wenn dort deutsche Baufirmen tätig sind und ganz dringend Ersatzteile für ihre Maschinen benötigt werden.

Rolf Heyder und Detmar Gronwald, die übrigens in Kamen wohnen, haben das Unternehmen 1997 gegründet. Seitdem gab es drei Umzüge innerhalb von Dortmund. 2009 wurde dann der Betrieb auf ein eigenes Grundstück und in ein eigenes Gebäude nach Bergkamen verlagert. Dort gibt es noch reichlich Erweiterungsmöglichkeiten. Außerdem sei der Standort nur wenige Minuten von der A1 entfernt mit seinen großzügigen Wendemöglichkeiten für Sattelschlepper geradezu ideal. Ein weiterer teurer Umzug wird es demnach wohl nicht mehr geben.




Treffen mit CDU-Abgeordneten: Finanzielle Beteiligung des Bundes Thema

Bei einem Treffen von Landrat Michael Makiolla mit den beiden heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Hubert Hüppe (Werne) und Sylvia Jörrißen (Hamm) stand die schwierige Finanzlage des Kreises Unna und seiner Städte und Gemeinden im Mittelpunkt.

Arbeitstreffen im Kreishaus: Landrat Makiolla (2. von links) und Sozialdezernent Torsten Göpfert (links) mit den CDU-Bundestagsabgeordneten Hubert Hüppe (rechts) und Sylvia Jörrißen. Foto: B. Kalle – Kreis Unna
Arbeitstreffen im Kreishaus: Landrat Makiolla (2. von links) und Sozialdezernent Torsten Göpfert (links) mit den CDU-Bundestagsabgeordneten Hubert Hüppe (rechts) und Sylvia Jörrißen. Foto: B. Kalle – Kreis Unna

Mit dem Arbeitsbesuch im Kreishaus setzte Landrat Makiolla gemeinsam mit Sozialdezernent Torsten Göpfert seine Gespräche mit Bundespolitikern fort. Einig waren sich alle Gesprächspartner, dass die finanzielle Beteiligung des Bundes an den Kosten der Unterkunft für Menschen, die Arbeitslosengeld II beziehen, spürbar erhöht werden muss.

Dieser Punkt spielt für die kommunalen Budgets eine entscheidende Rolle: Der Anteil des Kreises Unna an der Finanzierung der Kosten der Unterkunft ist mit 96,6 Millionen Euro der mit Abstand größte einzelne Ausgabenposten im Kreis-Haushalt.

„Ich gehe davon aus, dass sich die Bundestagsabgeordneten dafür einsetzen, dass diese wichtige Forderung nach einer spürbaren Entlastung der Kommunen erfüllt wird“, unterstrich Landrat Makiolla, der damit alle direkten Drähte nach Berlin genutzt hat.




Lehrerinnen machen sich fit: Rechenschwache Schüler fördern

Rechnen ist für viele Kinder ein Problem. Aus diesem Grund haben die Schulpsychologische Beratungsstelle und die Schulämter für den Kreis Unna und Hamm in Kooperation mit der Universität Bielefeld nun bereits zum zweiten Mal eine Lehrerfortbildung zur Förderung rechenschwacher Schülerinnen und Schüler durchgeführt.

Die neuen Fachlehrkräfte für schulische Intervention bei Rechenstörungen. Foto: E. Hanfland – Kreis Unna

Die neuen Fachlehrkräfte für schulische Intervention bei Rechenstörungen. Foto: E. Hanfland – Kreis Unna

23 Lehrerinnen aus Schulen im Kreis Unna und Hamm dürfen sich nach einer eineinhalbjährigen Qualifizierung nun „Fachlehrkraft für schulische Intervention bei Rechenstörungen“ nennen. Schulamtsdirektorin Susanne Wessels freut sich über den erfolgreichen Abschluss dieser Neuauflage des Kurses: „Unser Ziel ist es sicherzustellen, dass an jeder Grundschule im Kreis eine ausgebildete Fachlehrkraft für besondere Schwierigkeiten beim Mathematiklernen vorhanden ist. Mit den neuen Fachlehrkräften sind wir da auf einem guten Weg.“

Der Hintergrund des Projekts ist ernst: Studien identifizieren regelmäßig einen Anteil von rund einem Fünftel aller Kinder als Risikogruppe, deren mathematische Kompetenzen so niedrig sind, dass sie später in der Berufsausbildung oder im Alltag vor Schwierigkeiten stehen. Der Anteil von Kindern mit schweren Rechenstörungen wird sogar auf 4 bis 6 Prozent geschätzt.

Während einer Feierstunde auf Haus Opherdicke erhielten folgende Lehrerinnen ihre Qualifizierungsbriefe:
Kreis Unna: Cordula Büchting (Wittekindschule Lünen), Sabine Leveque-Emden (Ev. Grundschule Ergste), Claudia Müller (Friedrich-Ebert-Schule Kamen), Beate Hojenski (Ludgerischule Selm), Doris Bennemann (Goetheschule Bönen), Adriane Hosang-Wiebelhaus (Friedrich-Kayser-Schule Schwerte), Britta Kirschbaum (Grundschule Auf den Äckern Selm), Barbara Dierschke (Hellwegschule Bönen), Ilona Göttker-Kaltwasser (Katharinenschule Unna), Janine Kortenjann (Overberger Schule Bergkamen), Petra Sonntag (Wienbredeschule Werne), Verena Erlenkämper (Wiehagenschule Werne), Anna Schaumann (Pfalzschule Bergkamen), Vera Gottlob (Schillerschule Unna-Massen), Caroline Weghake (Gemeinschaftsgrundschule Fröndenberg), Gabriele Protzek (Schillerschule Bergkamen), Adriane Paul (Osterfeldschule Unna).
Stadt Hamm: Marion Kneuper (Lessingschule), Frau Schratz (Von-Vincke-Schule), Kerstin Rolland (Karl-Orff-Schule), Silke Krehling (Gebrüder-Grimm-Schule), Martina Hötger (Johannesschule), Katharina Horn (Overbergschule).




Lehrerinnen machen sich fit: Rechenschwache Schüler fördern

Rechnen ist für viele Kinder ein Problem. Aus diesem Grund haben die Schulpsychologische Beratungsstelle und die Schulämter für den Kreis Unna und Hamm in Kooperation mit der Universität Bielefeld nun bereits zum zweiten Mal eine Lehrerfortbildung zur Förderung rechenschwacher Schülerinnen und Schüler durchgeführt.

Die neuen Fachlehrkräfte für schulische Intervention bei Rechenstörungen. Foto: E. Hanfland – Kreis Unna
Die neuen Fachlehrkräfte für schulische Intervention bei Rechenstörungen. Foto: E. Hanfland – Kreis Unna

23 Lehrerinnen aus Schulen im Kreis Unna und Hamm dürfen sich nach einer eineinhalbjährigen Qualifizierung nun „Fachlehrkraft für schulische Intervention bei Rechenstörungen“ nennen. Schulamtsdirektorin Susanne Wessels freut sich über den erfolgreichen Abschluss dieser Neuauflage des Kurses: „Unser Ziel ist es sicherzustellen, dass an jeder Grundschule im Kreis eine ausgebildete Fachlehrkraft für besondere Schwierigkeiten beim Mathematiklernen vorhanden ist. Mit den neuen Fachlehrkräften sind wir da auf einem guten Weg.“

Der Hintergrund des Projekts ist ernst: Studien identifizieren regelmäßig einen Anteil von rund einem Fünftel aller Kinder als Risikogruppe, deren mathematische Kompetenzen so niedrig sind, dass sie später in der Berufsausbildung oder im Alltag vor Schwierigkeiten stehen. Der Anteil von Kindern mit schweren Rechenstörungen wird sogar auf 4 bis 6 Prozent geschätzt.

Während einer Feierstunde auf Haus Opherdicke erhielten folgende Lehrerinnen ihre Qualifizierungsbriefe:
Kreis Unna: Cordula Büchting (Wittekindschule Lünen), Sabine Leveque-Emden (Ev. Grundschule Ergste), Claudia Müller (Friedrich-Ebert-Schule Kamen), Beate Hojenski (Ludgerischule Selm), Doris Bennemann (Goetheschule Bönen), Adriane Hosang-Wiebelhaus (Friedrich-Kayser-Schule Schwerte), Britta Kirschbaum (Grundschule Auf den Äckern Selm), Barbara Dierschke (Hellwegschule Bönen), Ilona Göttker-Kaltwasser (Katharinenschule Unna), Janine Kortenjann (Overberger Schule Bergkamen), Petra Sonntag (Wienbredeschule Werne), Verena Erlenkämper (Wiehagenschule Werne), Anna Schaumann (Pfalzschule Bergkamen), Vera Gottlob (Schillerschule Unna-Massen), Caroline Weghake (Gemeinschaftsgrundschule Fröndenberg), Gabriele Protzek (Schillerschule Bergkamen), Adriane Paul (Osterfeldschule Unna).
Stadt Hamm: Marion Kneuper (Lessingschule), Frau Schratz (Von-Vincke-Schule), Kerstin Rolland (Karl-Orff-Schule), Silke Krehling (Gebrüder-Grimm-Schule), Martina Hötger (Johannesschule), Katharina Horn (Overbergschule).




Marktplatz Arbeit und Ausbildung: Den Traumjob zu finden ist schwierig

Was kommt nach der Schule? Jugendliche sollten so früh wie möglich beginnen, nach einem für sie passenden Beruf zu suchen. So lautete auf einen kurzen Nenner gebracht der Appell von Bürgermeister Roland Schäfer, des Chefs der Agentur für Arbeit Hamm, Thomas Helm, des Geschäftsführers des Jobcenters Kreis Unna Uwe Ringelsiep und des Geschäftsführers des Multikulturellen Forums Kenan Kücüc.

Auszubildende von Bayer informierten bei der Messe "Marktplatz Arbeit und Ausbildung" die jungen Besucherinnen und Besucher. Insgesamt waren es im Ratstrakt 18 Aussteller.
Auszubildende von Bayer informierten bei der Messe „Marktplatz Arbeit und Ausbildung“ die jungen Besucherinnen und Besucher. Insgesamt waren es im Ratstrakt 18 Aussteller.

Gemeinsam hatte sie am Mittwoch zur inzwischen siebten Messe „Marktplatz Arbeit und Ausbildung“ in den Ratstrakt eingeladen. Rund 600 Jugendliche nutzten die Chance, sich über diverse Ausbildungsbesuche zu informieren. Gekommen waren aber auch Erwachsene. Die einen suchen einen neuen Job, wie am Stand von Bayer zu erfahren war. Die anderen waren Eltern, die ihre Kinder bei Entscheidungsprozess unterstützen wollen. „Die beste Beratung findet für Jugendliche in den Familien statt“, sagte Uwe Ringelsiep.

Ein Problem der jungen Leute ist, dass das Angebot an Ausbildungsplätzen im Kreis Unna nicht ausreicht. Auf 100 freie Plätze kommen 144 Bewerber, berichtet Helm. Das sei weit unter dem Landesdurchschnitt. Hier folgte dann der zweite Appell an die Betriebe, zusätzliche Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen.

Allerdings gibt es auch Branchen, die verzweifelt nach Nachwuchskräften suchen. Dazu gehören zum Beispiel die Logistiker. Deshalb gehörte Amazon in Werne zum ersten Mal zu den Ausstellern.

Das andere Problem ist, einen passenden Ausbildungsgang zu finden. Dabei hilft die Berufsvorbereitung in den Schulen. Kompetente Ansprechpartner gibt es auch bei der Arbeitsagentur und beim Jobcenter. Manchmal hilft es, einen längeren Anfahrtsweg in Kauf zu nehmen oder gar für die Ausbildung umzuziehen. Außer in NRW und Berlin gibt es wesentlich weniger Bewerbe für freie Ausbildungsplätze.




Sparkasse Bergkamen-Bönen fördert Jugendarbeit der Bergkamener Sportvereine

Die Stadtsportgemeinschaft Bergkamen, vertreten durch den Geschäftsführer Heiko Rahn und den Vorsitzenden Dieter Vogt, erhielt am Mittwoch von der Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Bergkamen-Bönen Beate Brumberg und dem Marketingleiter Michael Krause einen Zuschuss für die Jugendarbeit.

Spendenübergabe (v.l.): Michael Krause, Dieter Vogt, Beate Brumberg und Heiko Rahn.
Spendenübergabe (v.l.): Michael Krause, Dieter Vogt, Beate Brumberg und Heiko Rahn.

„Es ist uns ein großes Anliegen, gerade die Jugendlichen im Bereich des Sports zu unterstützen“, sagte Frau Brumberg und überreichte einen Scheck über insgesamt    € 36.500,00.  Dieser Betrag wird an 41 Sportvereine / Sportabteilungen mit insgesamt 8.116 Mitgliedern nach der jeweiligen Anzahl der Mitglieder im Jugendbereich aufgeteilt.

Jeder Verein kann über das Geld frei verfügen und selbst entscheiden, ob das Geld für neue Bälle, Netze oder Turnmatten ausgegeben wird.




Schwerer Unfall in A2-Baustelle: Schulbus schiebt zwei Lkw ineinander

Auf der A 2 in Fahrtrichtung Oberhausen ist es am Mittwochmorgen zu einem Verkehrsunfall mit einem beteiligten Schulbus gekommen. Betroffen war der Bereich an der Anschlussstelle Kamen/Bergkamen.

Der Unfall ereignete sich gegen 8.45 Uhr zwischen den Anschlussstellen Kamen Bergkamen und Dortmund-Nordost. Es handelte sich um einen Auffahrunfall, bei dem der Bus zwei Lkw aufeinander schob.

Es gibt mehrere Verletzte, darunter 20 leicht verletzte Kinder sowie der Busfahrer und eine Lehrerin. Die Feuerwehr war mit mehreren Rettungswagen vor Ort. Die Polizei steht bereits mit der Schule in Kontakt. Eine Betreuung auch der unverletzten Kinder ist gewährleistet.

Die Anschlussstelle Kamen/Bergkamen ist aufgrund des Unfalls gesperrt worden. Die Sperrung ist inzwischen aufgehoben worden. Während der Bergungsarbeiten stand im Bereich der Unfallstelle nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Die rund 20 Verletzten befinden sich in medizinischer Behandlung. Der Kreis Unna als Einsatzleitung hat eine Personenauskunftsstelle für die Angehörigen eingerichtet. Die Nummer lautet: 0700 115 116 117. Ansprechpartner sind Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK).

Die Rettungsleitstelle war am Morgen gegen 8.50 Uhr alarmiert worden, vor Ort im Einsatz waren die Feuerwehr Kamen, der Rettungsdienst des Kreises Unna sowie Kräfte aus Dortmund und Hamm. Die Verletzten wurden nach der Erstversorgung in umliegende Krankenhäuser transportiert, die Unverletzten bei der Feuerwehr Lünen unter anderem durch Feuerwehrkräfte und Notfallseelsorger betreut, bis sie von Angehörigen abgeholt werden.




Einmalige Chance: Bergkamen wird Zukunftsgarten der IGA 2027

Noch ist es Zukunftsmusik, doch die Chancen, dass das Ruhrgebiet in elf Jahren Schauplatz der Internationalen Gartenausstellung IGA 2027, stehen sehr gut. Und noch besser ist, dass Bergkamen mit seinem großen Freizeit- und Erholungsgebiet von der Marina Rünthe über die Berghalden bis zur Wasserstadt Aden eine der fünf Hauptspielorte sein wird.

Haldeneröffnung (14)Ob es so kommt, wird sich im nächsten Jahr entscheiden. Zunächst muss die RVR-Versammlung jetzt entscheiden, ob das Ruhrgebiet sich für die IGA 2017 bewerben will. Es gibt hier wenig, was dagegenspricht. Wie Dr. Horst Fischer und Dr. Eberhard Geisler in der jüngsten Sitzung des Bergkamener Stadtentwicklungsausschusses berichteten, sei eine Bewerbung bei der maßgebenden Bundesgartenschau-Gesellschaft in Bonn zurzeit konkurrenzlos.

Die nächste Hürde sind die Finanzen. Im Augenblick gehen die Berechnungen davon aus, dass alle Beteiligten einen Eigenanteil von rund 47 Mio. Euro tragen müssen. Falls der Bergkamener Beitrag finanzierbar sei, werde er sich dafür aussprechen, dass die Stadt dabei ist, erklärte Bürgermeister Roland Schäfer. Für Bergkamen sei dies eine „einmalige Chance“ für die weitere Entwicklung der Stadt. So sahen das am Dienstag fast alle Ausschussmitglieder.

Das hat damit sicherlich zu tun, dass das sogenannte Kanalband sich ohnehin zu einem großen Freizeit- und Erholungsareal entwickeln soll. Die Beteiligung an der IGA 2027 würde es sicherlich auch einfacher machen, an benötigte Fördermittel zu kommen.

Die fünf „Zukunftsgärten“ der IGA 2027, eine davon in Bergkamen, sollen laut Fischer und Geisler, nach sehr konservativer Rechnung über 5 Millionen Besucher anlocken. Sie müssen natürlich auch einen Eintrittspreis bezahlen. Für Bergkamen ist schon klar, dass das nur einen relativ kleinen Bereich zwischen Hamm-Osterfelder-Bahn und Kanal mit Seifenkisten-Rennbahn, Mountainbike-Strecke und viel Platz für Trendsportarten betreffen wird. Dort wird zurzeit noch aufgeschüttet. Bergkamener können natürlich trotz IGA weiterhin kostenlos die Bergehalde Großes Holz nutzen – es sei denn, die Naturarena wird für große Konzerte genutzt.