Stadtrat stimmt der „Zentralen Unterbringungseinrichtung“ für Flüchtlinge in Bergkamen zu
Mit übergroßer Mehrheit hat am Mittwoch der Stadtrat in einer Sondersitzung dem Plan zugestimmt, in Bergkamen eine „Zentrale Unterbringungseinrichtung“ des Landes für 800 bis 1000 Flüchtlingen zuzulassen. Aller Voraussicht nach wird sie auf dem Gelände westlich des Kollegs des TÜV Nord entstehen.
In rund einem Jahr soll neben dem TÜV-Kolleg eine „Zentrale Unterbringungseinrichtung“ des Landes für Flüchtlinge entstehen (blau und rote Fläche)
Diese Fläche gehörte einmal zum Bergwerk Grimberg ¾ und wurde zuletzt vom TÜV Nord genutzt. Rund ein Jahr wird es dauern, bis die Einrichtung nutzbar ist. Betreut werden sollen die Flüchtlinge von 80 bis 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eines Wohlfahrtverbandes. Bergkamen bekäme damit eine Erstaufnahmeeinrichtung, in der sich die Flüchtlinge bis zu drei Monate bis zur Entscheidung ihres Asylantrags aufhalten werden.
Gleichzeitig hat der Rat zugestimmt, dass auf dem Parkplatz des Wellenbades Leichtbauhallen für eine provisorische „Zentrale Unterbringungseinrichtung“ bis die Arbeiten neben dem Kolleg beendet sind. Die sollen rund ein Jahr dauern.
Stadtplan mit den Standorten, die für die Errichtung von Flüchtlingsunterkünften untersucht worden. Hätte der Stadtrat am Mittwoch andere votiert, hätte Bergkamen schon in den nächsten Tage 150 Menschen aufnehmen müssen. Die Stadt hätte sie in der Römerberg-Sporthalle untergebracht. Dies ist aber jetzt nicht notwendig.
Inzwischen haben sich Vertreter der Bezirksregierung Arnsberg, der GSW als Grundstückseigentümerin und der Stadt Bergkamen den Parkplatz am Wellenbad genau angesehen. Die Bezirksregierung hält ihn für geeignet. Wie Bürgermeister Roland Schäfer und die Beigeordnete Christine Busch betonen, reichen die Parkplätze östlich der Tennisplatzes und der verwaisten Tennishallte für die Besucher der Eissporthalle. Geplant sei, vor Beginn der Badesaison im Wellenbad daneben einen provisorischen Parkplatz anzulegen.
In ihren Stellungnahmen betonten die Vorsitzenden der Ratsfraktionen die moralische Verpflichtung, die Kriegsflüchtlinge, die unvorstellbares Leid ertragen mussten, unter menschenwürdigen Bedingungen aufzunehmen und sie so zu betreuen, dass sie sich in dieser Gesellschaft zurechtfinden. So erinnerte Jochen Wehmann (Grüne) daran, dass Deutschland drittgrößter Waffenexporteur sei.
Fünf Stadtverordnete stimmten gegen diese Erlaubnis. Die Fraktion von BergAUF hält laut Werner Engelhardt beide Standorte für ungeeignet. Am Wellenbad sieht er die Flüchtlinge gegenüber den möglichen Übergriffen von Neonazis schutzlos ausgesetzt. Das ehemalige Bergbaugelände kommt für ihn nicht wegen möglicher Bodenkontaminierungen infrage.
Die drei anderen Nein-Stimmen kommen aus der SPD-Fraktion und zwar von Stadtverordneten aus Weddinghofen. Warum sie so abgestimmt haben, darüber kann nur spekuliert werden. In der Ratssitzung äußerte sie sich nicht.
Sparkassen Grand Jam kommt sehr international
So international wie in der Saison 2015/16 war der Sparkassen Grand Jam im Haus Schmülling noch nie. Frankreich, Italien, Dänemark und Polen sind einige Herkunftsländer, aus denen die Musiker nach Bergkamen anreisen. Den Auftakt macht am 2. September das Martelle Trio – aus Deutschland.
Die Boogie Boys aus Polen.
Mehr als zufrieden zeigte sich Tommi Schneller, einer der Organisatoren des Grand Jam, über die Rückkehr zum Haus Schmülling. Dort sei der Sound optimal, betonte er. Auch gebe es einen steten Zuwachs beim Publikum. Bisher habe es keine negativen Reaktionen zum erhöhten Eintrittspreis ab September gegeben, sagte Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel. Einen Rabatt erhalten weiterhin die Kunden der Sparkasse, wenn sie ihre Tickets in der Hauptstelle kaufen, berichtete, Marketingleiter Nichael Krause.
Das Konzertprogramm sieht wie folgt aus:
2. September: Martelle Trio
Präsentieren das neue Programm des Sparkassen Grand Jam (v.l.): David Zolda, Simone Schmidt-Apel, Tommi Schneller und Michael Krause
Martelle Trio – das sind Andreas Schmid-Martelle (Gitarre), Josef Kirschgen (Schlagzeug) und Marc-Inti (Bass). Die Power Band präsentiert eine gelungene Mischung aus Funk, Blues, Rock und Soul. Martelles Stücke sowie ausgesuchte Songs großer Songwriter verschmelzen zu einem wunderbaren Programm. Martelle war einst Gitarrist der Jule Neigel Band und spielte sich so ins Gehör der Zuschauer. Er ist neben dem Gitarrespielen auch Komponist und Produzent und seine Auftritte sind seit Jahren Garanten für ein volles Haus. Josef Kirschgen ist Schlagzeuger mit Herz und Groove. Präzision, stilistische Vielfalt, Transparenz und rhythmische Sicherheit bei jedem Tempo definieren sein Spiel. Marc-Inti ist seit seiner Jugend eng mit dem Bass verwachsen. Studienaufenthalte u.a. in London und New York machten ihn zu einem extrem vielseitigen Bassisten, der sich in zahlreichen Musikrichtungen zu Hause fühlt.
7. Oktober: Boogie Boys
Die Boogie Boys aus Polen zelebrieren an zwei Klavieren, ergänzt um Bass und Schlagzeug, ihre energiegeladene Performance und versetzen die Zuhörer in die Zeiten der Dampflokomotive und des verrückten Rhythmus der damaligen amerikanischen Wirklichkeit. Aus der gelungenen Verbindung von Technik, Leidenschaft und Charisma, ergänzt durch neue Ideen für den Klang, entsteht eine spannende und mitreißende Mischung: Boogie-Woogie. Die vier Musiker spielen eine ausgezeichnete Boogie-Stilistik und schöpfen dabei sowohl aus dem Werk von Bluesmännern als auch aus der polnischen Unterhaltungsmusik.
4. November: Morblus
Roberto Morbioli begann bereits im Alter von 17 Jahren seine Karriere als Bluesmusiker und widmete sich seither mit Herz und Seele seiner Berufung. Mit MORBLUS nahm seine Karriere Fahrt auf, und er setzte mit elf veröffentlichen Alben, einer DVD, Kooperationen mit international renommierten Künstlern wie John Mayall, Ronnie Earl, Martha High, Shakura S’Aida und Auftritten auf den wichtigsten Bühnen Europas deutliche Zeichen. Die italienische Band steht für einen explosiven Sound aus Blues, Soul und Rock. Mit einer unbändigen Ladung an Adrenalin serviert die vierköpfige Formation um den Sänger Roberto Morbioli einen einzigartigen Klangmix und reißt ihr Publikum mit wie kaum eine andere Band in der europäischen Musikszene.
2. Dezember: Dorrey Lin Lyles
Dorrey Lin Lyles erhielt diverse Auszeichnungen und tourte jahrelang mit den „Harlem Gospel Singers“ durch Europa. Seit 2007 ist sie festes Chormitglied bei „The Very Best Of Black Gospel“. Inzwischen ist die temperamentvolle Sängerin, die unter anderem bei den „Weather Girls“ singt, in vielen Stilarten der Black Music zu Hause. Ein perfekter Mix aus Gospel, Jazz, Soul & Blues garantieren einen sexy und berauschenden Abend. Wer Dorrey Lin Lyles einmal erlebt hat, will mehr!
6. Januar 2016: Fabrice Bessouat Trio feat. „MIG & TONY“
Die dreiköpfige französische Band spielt den perfekten Mix für eine wilde Soul Rhythm & Blues Party! Fabrice Bessouat ist Frankreichs Bluesdrummer Nummer eins und Musiker wie Sam Taylor, Jimmy Burns, Lisa Otey, Nico Wayne Toussant etc. schwören auf den Groove des jungen Franzosen. Anthony „Tony“ Stelmaszak ist einer der Top-Bluesgitarristen und Sänger in Europa und tourte mit den besten US-amerikanischen und europäischen Blueskünstlern wie Jimmy Johnson, James Harman, Paul Orta und vielen mehr. Der Bassist „MIG“ Toquereau hat in den vergangenen Jahren hunderte von Shows gespielt und gewann 2002 den „France Blues Best Singer Award“.
3. Februar 2016: Richard Ray Farrell
Geboren in New York, ist Richard Ray Farrell ein etablierter Musiker in der internationalen Bluesszene. Farrell überzeugt nicht nur an der akustischen und elektrischen Gitarre sondern ist auch ein hervorragender Sänger und Harmonikaspieler. Neben seinen eigenen Songs und Kompositionen beherrscht er viele Stilrichtungen an der Gitarre: Chicago & Texas Blues, Delta Blues, Ragtime Fingerpicking, Slide-Gitarre und Blues-Rock. Der Sänger und Gitarrist ist sicherlich einer der authentischsten Figuren der zeitgenössischen Bluesszene, ein Musiker der den Blues nicht nur spielt, sondern ihn wahrlich erlebt hat!
2. März 2016: Little Steve & the Big Beat
Feuriges Gitarrenspiel, emotionaler Gesang und groovender Rhythmus sind die markanten Merkmale der Top-Band aus den Niederlanden „Little Steve & the Big Beat“. Der Tradition des Blues verbunden, interpretiert die Combo um den erfahrenen Bluesrocker exzellent die unverkennbaren Einflüsse der Stars wie Freddie King, Johnny ’Guitar’ Watson, Jimmie Vaughan und Clarence Carter. Die fünfköpfige Band setzt sich zusammen aus Gitarrist und Sänger Steven van der Nat, „Bird“ Stevens (Bass), Martin „Tinez“ van Toor (Tenorsaxofon), Evert Hoedt (Baritonsaxofon) und Guido Willemsen (Schlagzeug).
6. April: Chris Grey and the BlueSpand
Stellt man sich die Frage, wie ein Mix aus Blues, Funk, R&B, Soul, Humor, Verrücktheit, Liebe, Respekt und drei Musikern klingt, dann bekommt man bei Chris Grey and the BlueSpand die Antwort! Chris Grey, Kasper Flufuluc und Lars Vegas sind die Gewinner der dänischen Blues Challenge 2012 und teilen ihre Liebe zur Musik. Die drei Musiker lassen sich musikalisch in keine Schublade stecken – gnadenloser Groove mit Gitarrenarbeit vom Feinsten erwartet die Zuhörer am 6. April im Haus Schmülling!
Künstlerinnen der „sohle1“ beleben Ladenleerstand im Kaufland-Komplex
Bereits zum dritten Mal nutzen Mitglieder der Kunstwerkstatt sohle1 einen Ladenleerstand, um einige ihrer Werke auch dem vorbeigehenden Publikum zu präsentieren. Triste Scheiben auf dem Weg zum Parkdeck im Kaufland-Komplex sind kein schöner Anblick und so baut z.B. Monika Zybon-Biermann eine Installation zum Leben einer Frau im ehemaligen Schuhverkauf auf, Sie schreibt dazu:
Stationen eines ganzen Frauenlebens: Kindheit
„Stellen Sie sich vor, die Stationen eines ganzen Frauenlebens aus dem Kleiderschrank der Erinnerungen zu holen: Taufe, Schulzeit, Jugend, Hochzeit, Schwangerschaft, Alter und – das unausweichliche Ende, das auch eingekleidet sein will.
„Anne S.“ war die (fiktive) Trägerin der sieben Kleidungsstücke, die für
wichtige Lebensabschnitte, für körperliche, seelische und soziale Veränderung stehen. Auch wenn die Kleider auf Bügeln hängen, sind sie doch „klassische“ Zeichnung, mit verschiedenen Materialien auf unterschiedliche Papiere und Tapete aufgebracht. Als „zweite Haut“ wurden die Körperhüllen Zeugen von Erlebnissen und Gefühlen der Eigentümerin.
Nur das letzte Hemd ist eine Erinnerung, die Anne nicht mehr selbst gehört, sondern denen, die sie beim Abschied begleitet haben.“
Neben dieser Installation werden auch einige großformatige Bilder anderer Mitglieder zu sehen sein. Eröffnet wir die Ausstellung am Donnerstag, 20. August um 11:00 Uhr durch die Leiterin der Galerie „sohle1“, Simone Schmidt-Apel.
4. Firmenlauf: Straßensperrungen und die VKU fährt Umleitungen
Der 4. Bergkamener Firmenlauf wird am Donnerstag, 20. August, um 18.30 Uhr auf dem Zentrumsplatz gestartet. Der etwa fünf Kilometer lange Rundkurs kreuzt einige wichtige Durchgangsstraßen wie die Erich-Ollenhauer-Straße und die Schulstraße, die während der Durchgangszeiten kurzfristig für den Verkehr gesperrt werden. Darauf sollten sich insbesondere die Anlieger, auch der Seitenstraße einstellen, aber auch alle, die morgen Abend quer durch Bergkamen fahren wollen. Wo diese Straßen von Sperrungen betroffen sind, zeigt diese Karte.
Wegen des Firmenlaufes gibt es am Donnerstag außerdem folgende Veränderungen im Busverkehr in Bergkamen:
Die Linie R81 fährt bei den Fahrten um 18:19 Uhr und 18:49 Uhr ab Unna Bf nach der Haltestelle „Hansemannstraße“ (18:57 Uhr / 19:27 Uhr) über die Töddinghauser Straße zum Bergkamener Busbahnhof. Die Haltestellen „Töddinghauser Straße“ und „Schillerstraße“ werden mitbedient. Die Haltestellen „Wellenbad“, „Im Alten Dorf“, „Lindenweg“, „Berufskolleg“ und „Gedächtnisstraße“ entfallen bei diesen beiden Fahrten.
Die Linie R81 fährt bei der Fahrt um 18:16 Uhr ab Werne Stadthaus nach der Haltestelle „Präsidentenstraße“ (18:43 Uhr) über die Parkstraße und Ebertstraße zum Busbahnhof. Danach geht es weiter über die Töddinghauser Straße zur Haltestelle „Hansemannstraße“. Die Haltestellen „Schillerstraße“ und „Töddinghauser Straße“ werden mitbedient. Hier entfallen bei der Fahrt die Haltestellen „E.-Schering-Straße“, „Gedächtnisstraße“, „Berufskolleg“, „Lindenweg“, „Im Alten Dorf“ und „Wellenbad“.
Die Linie R12 wird bei der Fahrt um 18:50 Uhrab Kamen Bf mit kurzzeitigen Behinderungen auf der Erich-Ollenhauer-Straße rechnen müssen.
Bei der Linie R12 um 18:18 Uhr ab Alstedde Mitte kann es zu kurzzeitigen Behinderungen auf der Erich-Ollenhauer-Straße kommen.
Bei der Linie S20 um 18:17 Uhr ab Lünen ZOB kann es zu kurzzeitigen Behinderungen auf der Erich-Ollenhauer-Straße kommen.
Bei der Linie S20 um 18:14 Uhr ab Herringen, Quellenstraße kann es zu kurzzeitigen Behinderungen auf der Erich-Ollenhauer-Straße kommen.
Die Linie S30 fährt bei der Fahrt um 18:47 Uhr ab Bergkamen Busbahnhof über die Töddinghauser Straße nach Dortmund. Hier entfallen bei der Fahrt die Haltestellen „Wasserpark“, „Berufskolleg“, „Lindenweg“ und „Im Alten Dorf“. Dafür werden die Haltestellen auf der Töddinghauser Straße und „Häupenweg“ bedient.
Die Linie S30 fährt bei der Fahrt um 18:20 Uhr ab Dortmund Reinoldikirche über die Töddinghauser Straße zum Busbahnhof Bergkamen. Hier gilt gleiches für die Haltestellen „Im Alten Dorf“, „Lindenweg“, Berufskolleg“ und „Wasserpark“. Dafür werden die Haltestellen auf der Töddinghauser Straße sowie der „Häupenweg“ bedient.
Weitere Auskunft zum Thema Bus und Bahn gibt es bei der kreisweiten ServiceZentrale fahrtwind unter Telefon 0 800 3 I 50 40 30 (elektronische Fahrplanauskunft, kostenlos) oder 0 180 6 / 50 40 30 (personenbediente Fahrplanauskunft, pro Verbindung: Festnetz 20 ct/ mobil max. 60 ct) oder im Internet www.vku-online.de.
In Bergkamen-Mitte soll es wieder einen Weihnachtsmarkt geben
Bergkamen-Mitte soll wieder einen Weihnachtsmarkt bekommen. Die Initiative dazu hat der SPD-Ortsverein ergriffen. Ortsvereins Vorsitzender Kay Schulte hat die Vertreter von Schulen, Kindergärten, Kirchen, Vereinen und Organisationen zu zwei Treffen eingeladen, bei denen die näheren Einzelheiten besprochen werden sollen. Die erste Runde trifft sich am heutigen Dienstagmorgen und die zweite am Mittwoch, 19. August, um 19 Uhr im Treffpunkt an der Lessingstraße
Bisher lag die Federführung bei der Nordberg-Werbegemeinschaft. Die gibt es wohl nicht mehr. Und der letzte Weihnachtsmarkt, den sie auf die Beine stellte, war auch wenig attraktiv. Das soll sich nun ändern. Eine Grundlage ist, möglichst viele Vereine und Institutionen mit ins Boot zu nehmen.
Anders als in früheren Jahren wird in Mitte nicht mehr der Weihnachtsmarktreigen in Bergkamen eröffnet. Er wird vielmehr am Freitag und Samstag des zweiten Adventwochenendes (4. und 5. Dezember) stattfinden. Auch geht man nicht mehr auf den Herbert-Wehner-Platz, sondern auf den Hof des Pestalozzihauses. Der hatte schon bei anderen Open-Air-Events wie dem Musikschultag der Musikschule seine Qualitäten als Veranstaltungsort gezeigt.
An diesem zweiten Adventswochenende wird es in Rünthe einen weiteren Weihnachtsmarkt geben. Den Start machen die Weihnachtsmärkte in Overberge und Weddinghofen am 1. Adventssamstag und den Schluss der Weihnachtsmarkt auf dem Museumsplatz und im Stadtmuseum am dritten Adventswochenende.
Neuer Faltplan zur Kunst im öffentlichen Raum in Bergkamen
Mit einem Flyer zur Kunst im öffentlichen Raum will das Kulturreferat der Stadt auf die zahlreichen Kunstwerke im öffentlichen Raum aufmerksam machen. Insgesamt 30 Werke, die das Stadtgesicht prägen von 19 lokalen und internationalen Künstlerinnen und Künstlern, werden in dem Flyer anschaulich präsentiert.
Lichtkunst auf dem Rathauskreisel: Andreas M. Kaufmann „No agreement today – no agreement tomorrow“
Der Faltplan entstand im Rahmen des Projekts „Stadtbesetzung“, das vom Kulturreferat der Stadt in Kooperation mit dem Kultursekretariat NRW Gütersloh durchgeführt wird. Mit Stadtbesetzung soll auf den Stellenwert von Kunst im öffentlichen Raum aufmerksam gemacht werden. Neben den Aktionen, die noch bis Ende dieser Woche laufen – s. Kasten – soll den Besucherinnen und Besuchern des Projekts und der Stadt Orientierung geboten und der Zugang zu den Kunstwerken im Stadtgebiet erleichtert werden.
Der Faltplan ist im Kulturreferat und den Kultureinrichtungen der Stadt ab sofort erhältlich.
Aktionen im Projekt Stadtbesetzung
Asphaltbibliotheque Austellung von Fundzetteln
bis 12. September am Omnibusbahnhof ZOB Bergkamen
Künstler Brandstifter und Bergkamener Bevölkerung
Performance I „It’s just a walk“ – eine Performance im Wasserpark in Bergkamen mit Daniel Medeiros und weiteren TänzerInnen der Folkwang-Hochschule und der Bergkamener Bevölkerung Freitag, 21. August, 17.30 Uhr
Grußwort: Bürgermeister Roland Schäfer
Performance II „At home“ – Performance am Stadtmuseum Bergkamen in Oberaden Daniel Medeiros und Tänzerinnen der Folkwanghochschule tanzen auf und mit einem Sofa.
Freitag 21. August 20.00 Uhr
Performance III „The chair of your life“ –Marktplatz
Hier sollen möglichst viele Bergkamenerinnen und Bergkamener teilnehmen, mit ihrem persönlichen Stuhl „ihres Lebens“. Ein Stuhl der einfach als Objekt eine innige Beziehung zum „Mitbringer“ hat oder auch als Personifizierung für eine wichtige Person in seinem Leben steht. Die Stühle stehen also für einen Teil des Lebens der Performance-Darsteller.Samstag, 22. August 11.00 Uhr
Proben: 14.; 18. und 19. August, 18.30 Uhr Marktplatz
Talkrunde „Kunst für alle von allen?“
23. August, 11.00 Uhr Galerie „sohle 1“
Moderation Stefan Keim, Journalist, Kabarettist
Begrüßung: Thomas Grziwotz, Vorsitzender des Kulturausschusses der Stadt Bergkamen
mit: Daniel Medeiros und Luisa Saraiva, (Tänzer/in; Performances); Stephan Geisler, Künstler; Brandstifter, Aktionskünstler; Dieter Treeck, Künstler, Autor, Kulturdezernent a.D. und weiteren Künstlerinnen und Künstlern der kunstwerkstatt „sohle 1“, Simone Schmidt-Apel, Kulturreferat
Segen für die Menschheit: Hundekot-Beutelspender für den Hosengürtel
Dieses Angebot einer bekannten Discount-Kette am Donnerstag wird viele Bergkamener Hundebesitzer begeistern: der „Orlando Hundekot-Beutelspender“.
Bekanntlich ist das zurücklassen von Tretminen auf Wegen und Plätzen während eines Spaziergang mit dem Bello inzwischen nicht nur gesellschaftlich geächtet, wie die zahlreichen Diskussionen auf Facebook und Co. zeigen. In Bergkamen kann das sogar richtig teuer werden. 20 Euro kostet dies laut städtischer Bußgeldliste, vorausgesetzt, man wird dabei erwischt.
Doch nicht immer befindet sich ein von der Stadt aufgehängter Kotbeutelspender in der Nähe, wenn der Hund gerade sein Geschäft erledigt hat. Aus dieser Pein befreit nun dieses besondere Donnerstagsangebot. Den Spender können Herrchen oder Frauchen unauffällig an den Hosengürtel hängen. Die noch leeren Kotbeutel sind dann griffbereit, wenn das Malheur passiert ist.
Der Preis von 1.99 Euro für den Spender scheint auch nicht übertrieben zu sein. Dazu gibt es zusätzlich zwei Rollen mit je 15 Beutel, die dazu auch noch parfümiert (!) sind. Was will man mehr? Ganz klar, lieber Discounter: Zu diesem Angebot gehört auch eine luftdicht zu verschließende Transportbox, die auf der anderen Seite am Gürtel aufzuhängen ist. Darin sollen dann die Kotbeutel mit Inhalt verschwinden, bis sie zuhause in der Mülltonne entsorgt werden können.
Denn es ist uns aufgefallen, dass einige Schlaumeier unter den Hundehaltern zwar mit Kotbeuteln unterwegs sind, haben sie dann aber die Tretminen fachgerecht beseitigt, lagern sie die Beutel einfach links oder rechts am Wegesrand unauffällig verdeckt durch Hecken oder Sträuchern. Um diesen Dreck sollen sich dann andere kümmern.
Übrigens: Wer nun glaubt, durch solch ein Handeln sich außerhalb des Bergkamener Bußgeldkatalogs für Fehlverhalten in der Öffentlich zu bewegen, der irrt gewaltig. Auch wenn man juristisch spitzfindig argumentieren könnte, es handle sich hier nicht um eine Tretmine, so ist das, was der Mensch zurücklässt, immer noch Unrat. Und wird der einfach weggeworfen, kostet das immer noch 15 Euro – vorausgesetzt natürlich: Man wird erwischt.
Brand auf einem Balkon sorgt für einen Sirenenalarm
Der Brand auf einem Balkon eines Mehrfamilienhauses an der Drususstraße sorgte am Sonntagmorgen um 7.10 Uhr für einen Sirenenalarm der Löschgruppen Oberaden, Weddinghofen und Heil. Die Ausgangsmeldung an die Feuerwehrleute lautete: Brand eines Wohnhauses, bei dem Menschen in Gefahr sind.
Als die ersten Einsatzkräfte an der Drususstraße in Oberaden eintrafen, wurde ihnen schnell klar, dass für sie nicht mehr viel zu tun gab. Dafür hatte ein Nachbar gesorgt. Er entdeckte das Feuer auf dem Balkon im ersten Obergeschoss. Aus noch nicht bekannter Ursache hatten dort Plastikflaschen und andere Kunststoffteile Feuer gefangen. Der Nachbar weckte die Hausbewohner und löschte anschließend den Brand mit einem Feuerlöscher. Die Feuerwehrleute übernahmen dann die Nachlöscharbeiten mit Wasser.
Die genaue Brandursache ermittelt nun die Kriminalpolizei.
Stadtrat berät am Mittwoch über zentrales Lager des Landes für Flüchtlinge in Bergkamen
Vor einer Woche hatte es sich während einer Pressekonferenz von Bürgermeister Roland Schäfer und der zuständigen Beigeordneten Christine Busch angedeutet, jetzt sind die Pläne des Landes, in Bergkamen eine sogenannte „Zentrale Unterbringungseinrichtung“ für bis zu 1000 Asylbewerber einzurichten, so konkret, dass der Bürgermeister die Mitglieder des Stadtrats für kommenden Mittwoch, 19. August, zu einer Sondersitzung eingeladen hat.
Christine Busch und Roland Schäfer zeigten auf einer Karte während der Pressekonferenz vor einer Woche die möglichen Standorte für mögliche Asylbewerberunterkünfte.
Zunächst soll diese Einrichtung aus winterfesten Großzelten bestehen. Dieses Provisorium soll nach etwa einem Jahr durch eine feste Einrichtung an einem anderen Standort abgelöst werden. Die Asylbewerber bleiben dort etwa drei Monate bis zum Ende ihres Verfahrens. Viele müssen dann wieder die Reise in ihre Heimat antreten, weil ihre Asylanträge abgelehnt worden sind.
Für die Stadt Bergkamen hätte die Einrichtung eines zentralen Lagers durch das Land mehrere Vorteile. So ist es bisher Praxis des Landes, dass die Kommunen, in denen sich die zentralen Einrichtungen befinden, keine weiteren Asylbewerber aufnehmen müssen. Absehbar wäre zum Beispiel, dass die Anfang der Woche in der Turnhalle an der Lessingstraße in relativ kurzer Zeit wieder aufgelöst werden könnte.
Die geplante „Zentrale Unterbringungseinrichtung“ wird hingegen völlig in Regie des Landes betrieben. Das Land würde alle Kosten übernehmen. Das insbesondere gilt für Unterkunft und Verpflegung, für die Betreuung und für die medizinische Versorgung. Dort besteht anders als bei den zurzeit 400 Asylbewerbern, die von der Stadt direkt betreut werden, für die Kinder und Jugendlichen keine Schulpflicht.
Inzwischen sind durch das Land mehrere Grundstücke in Bergkamen geprüft worden. Als mögliche Standorte wurden vor einer Woche genannt: eine Fläche im Industriegebiet Rünthe, der Lagerplatz von Monopol und der Parkplatz am Wellenbad.
Nur noch wenige Tickets für das Bergkamener Gastspiel von Hagen Rether
Hagen Rether kommt am 4. September mit seinem ewig neuen Programm „LIEBE“ erneut ins studio theater bergkamen. Es sind für das Gastspiel des Trägers von annähernd 20 (!) deutschen und internationalen Kabarett- und Kleinkunstpreisen nur noch wenige Karten in der III. Kategorie erhältlich. (Preis: 16,- €; ermäßigt: 13,- €)
Seine Sätze glimmen lange nach. Auf seinen Eintrittkarten sollte stehen: „Selbstständiges Denken ist Voraussetzung für den Genuss von „LIEBE“. Zwischen scharfem Witz brechen sich grausame Wahrheiten ihre Bahn. Hagen Rether ist gnadenlos, sein Programm ist so hart wie die Realität. Leise plaudernd fordert er seinem Publikum in einzigartiger Weise mit blitzschnellen Themenwechseln höchste Aufmerksamkeit und Konzentration ab. Ohne falsche Rücksichtnahme auf politische Korrektheit stellt er unter dem immer gleichen Programmtitel „LIEBE“ in einem sich ständig verändernden Programm die immer komplizierter werdende Welt und bisweilen auch sich selbst in Frage. Er gibt sanft aber eindringlich den Wolf im Schafspelz und entlarvt mit bitterbösen Beispielen die allseits vorhandene Scheinheiligkeit und Doppelmoral. Erleben Sie mit Rethers kurzweilig-intelligenter und oftmals hochpolitischer Pianoplauderei eine Sternstunde des deutschen Kabaretts!
Weitere Informationen unter www.hagenrether.de und www.bergkamen.de.
Tickets gibt es im Kulturreferat Bergkamen (Tel.: 02307/965-464), im Bürgerbüro und an der Abendkasse!
C&A fördert die Bergkamener Familienpaten mit 2000 Euro
Die Leiterin der C&A Filiale Bergkamen Silvia Schramm überreichte am Freitagmorgen an Margarete Hackmann, Magdalena Labbè, Pfarrer Bernd Ruhbach und Bürgermeister Roland Schäfer eine Spende über 2000 Euro für die Bergkamener Familienpaten.
C&A-Flilialleiterin Silvia Schramm überreichte dem runden Tisch „Kinder im Zentrum“ eine Spende über 2000 Euro.
Die Familienpaten sind ein Projekt des rundes Tischs „Kinder im Zentrum“. Sie unterstützen Kinder aus Familien, die sich in schwierigen Situationen befinden. Sie unternehmen zum Beispiel mit ihren Patenkindern Ausflüge, gehen mit ihnen zum Schwimmunterricht oder besuchen die Stadtbibliothek. Wichtig ist, dass die Kinder Vertrauen entwickeln. Familienpaten nehmen oft Funktionen von „Großeltern“, Tante oder Onkel für die Kinder ein.
Solche Spenden sind natürlich bei „Kinder im Zentrum“ gern gesehen. Denn die Familienpaten werden, bevor sie zum Einsatz kommen, intensiv auf ihre oft nicht einfachen Aufgaben durch Fachleute vorbereitet. Da die Paten ehrenamtlich tätig sind, sollen ihnen durch ihr Engagement keine Kosten entstehen.
„Als Mitarbeiter von C&A stehen wir täglich im direkten Kundenkontakt und kennen die Bedürfnisse der Menschen vor Ort. Daher ist es für uns eine besondere Freude, dass wir dem runden Tisch „Kinder im Zentrum“ für das Projekt Familienpaten mit unsere Spende unterstützen und den Kindern in unserer Mitte etwas zurückgeben können“, erklärt Silvia Schramm bei der Übergabe der Spende.
Die Spendenaktion lebt durch den persönlichen Einsatz der Mitarbeiter in den Filialen vor Ort. So wählen die einzelnen Filialen selbst passende Projekte aus, die sie fördern möchten. Empfänger der Spenden sind gemeinnützige Organisationen wie Bildungseinrichtungen, Kindergärten, Kinderheime oder Vereine im lokalen und regionalen Umfeld der jeweiligen Filialen.
Jedes Jahr zu beginn des neuen Schuljahres spenden C&A mit Unterstützung der C&A Foundation an den Filialstandorten insgesamt eine Million Euro.