Fernsehen in HD: In Bergkamen reicht wohl die Zimmeramtenne

Seit heute Morgen gibt es auch in Bergkamen Fernsehbilder per Antenne in HD. Der Probebetrieb für DBV-T2 ist im Ruhrgebiet angelaufen. Offensichtlich können die Sender, die Ausgestrahlt werden, in Bergkamen mit einer verstärkten Zimmerantenne empfangen werden. Vorausgesetzt: Der Empfänger ist DBV-T2-tauglich.

HDBei dem hier gezeigten Foto handelt es sich um einen Screenshot vom Bildschirm eines Laptops. An die USB-Schnittstelle ist ein Triple-Mode-Stick angeschlossen, der die Sendung des „normalen“ DBV-T empfangen kann und die sechs Sender, die jetzt im Testbetrieb in HD ausgestrahlt werden.

Als Startpaket stehen im Großraum Dortmund die sechs HD-Programme Das Erste, RTL, ProSieben, SAT.1, VOX und ZDF – zusätzlich zur bestehenden DVB-T-Verbreitung – zur Verfügung. Allerdings sind RTL, ProSieben, SAT.1 und VOX verschlüsselt und können nur mit geeigneten Geräten bis zum Beginn des Regelbetriebs im 1. Quartal 2017 (sowie der dann folgenden Gratisphase) kostenfrei empfangen werden. Dazu ist ein Entschlüsselungsmodul (CI+ Modul) oder eine Set-Top-Box mit integrierter Entschlüsselung für das Programmpaket von freenet TV erforderlich.

Nach der kostenlosen Einführungsphase wird im nächsten Jahr der bisher bekannte DBV-Betrieb eingestellt. Wer dann die Privaten darüber hinaus über Antenne empfang möchte, der muss zahlen. Wie hoch das Entgelt sein wird, ist noch nicht klar. Vermutet wird ein mittlerer einstelliger Eurobetrag pro Monat.

Die Programme von Das Erste und ZDF sind auf allen Geräten, die für DVB-T2 HD geeignet sind, unverschlüsselt empfangbar.




Ätzender Gestank im Keller der Turmarkaden – Großeinsatz der Feuerwehr

Beißender Gestank in den Katakomben der Turmarkaden hat am Dienstagmorgen gegen 10.18 Uhr einen Großalarm der Bergkamener Feuerwehr ausgelöst. Vorsorglich wurden der Hausmeister des Gebäudekomplexes und ein Mitarbeiter der GSW in ein Krankenhaus zur weiteren Behandlung gebracht.

Großeinsatz der Bergkamener Feuerwehr am Dienstagmorgen an und in den Turmarkaden.
Großeinsatz der Bergkamener Feuerwehr am Dienstagmorgen an und in den Turmarkaden.

Aufbau der Messstelle. Hier werden gerade die Proberöhrchen zusammenstellt. Damit sind Trupps der Feuerwehr in die Einsatzstelle
Aufbau der Messstelle. Hier werden gerade die Proberöhrchen zusammenstellt. Damit sind Trupps der Feuerwehr in die Einsatzstelle

Der Hausmeister und der GSW-Mitarbeiter wollten in den Kellerräumen einen Zähler ablesen. Plötzlich wurden sie von einem üblen Gestank überrascht, der sie an Ammoniak erinnerte. Beide spürten danach ein heftiges Kratzen im Hals. Sie verständigten sofort die Feuerwehr.

Die Bergkamener Feuerwehr führte sofort unter Atemschutz Messungen im Keller der Turmarkaden durch. Als die ohne ein Ergebnis blieben, forderten sie von Bayer ein spezielles Ammoniakmessgerät an. Doch auch dieses Gerät schlug nicht aus. Tatsache sei aber, dass sowohl der Hausmeister als auch der GSW-Mitarbeiter in Mitleidenschaft gezogen worden seien, so dass sie in ein Krankenhaus gebracht werden mussten, erklärte Stadtbrandmeister Dietmar Luft, der den Einsatz leitete.

Wegen des Feuerwehreinsatzes wurde die Töddinghauser Straße zeitweise und die Zentrumstraße ganz gesperrt.




Arbeitslosenquote auf Rekordtief – auch in Bergkamen

Die Agentur für Arbeit hat jetzt die Arbeitslosenzahlen für den Monat Mai veröffentlich. Sie spricht von einem Rekordtief für den Kreis Unna seit 1999. Sebastian Unkhoff, Bereichsleiter der Agentur für Arbeit Hamm, bilanziert: „Im Mai konnten wir im Kreis mehr Arbeitslose in Arbeit integrieren als sich Personen neu arbeitslos gemeldet haben. Wir befinden uns derzeit in einer stabilen wirtschaftlichen Situation.“

JobcenterAuch in Bergkamen liegen positive Zahlen vor. Die Zahl der Arbeitslosen ist im Vergleich zum Vormonat um 85 (3,1 Prozent) zurückgegangen. Ende Mai waren 2670 Frauen und Männer als arbeitslos gemeldet gewesen. Die Arbeitslosenquote liegt jetzt bei 10,4 Prozent. Damit belegt im Kreis Unna Bergkamen im Städtevergleich den vorletzten Platz. Nur in Lünen sieht es mit 11,9 Prozent schlechter aus. Die beste Arbeitslosenquote hat Werne mit 5,9 Prozent.

Der Bestand der Arbeitslosen liegt im Kreis Unna bei 17.610 – das sind 2,9 Prozent (-528 Personen) weniger als im April und 4,7 Prozent (-877 Personen) weniger als vor einem Jahr. Es handelt sich dabei um den niedrigsten Mai-Wert seit 1999. Die Arbeitslosenquote liegt bei 8,4 Prozent – im Mai 2015 lag sie bei 8,9 Prozent.

Die Entwicklung ist in den Rechtskreisen SGB III (Arbeitslosenversicherung) und SGB II (Grundsicherung) gleichermaßen positiv. In der Agentur für Arbeit (Arbeitslosenversicherung) wurden 3.850 Arbeitslose registriert (-6,3 Prozent). Vor zwölf Monaten waren noch 5,6 Prozent mehr Arbeitslose gemeldet. Im Jobcenter Kreis Unna (Grundsicherung) wurden 13.760 Arbeitslose gemeldet (-1,9 Prozent) – das sind 4,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Sebastian Unkhoff, Bereichsleiter der Agentur für Arbeit Hamm, bilanziert: „Im Mai konnten wir im Kreis mehr Arbeitslose in Arbeit integrieren als sich Personen neu arbeitslos gemeldet haben. Wir befinden uns derzeit in einer stabilen wirtschaftlichen Situation.“




Bergkamener besuchen Stadtfeste in Silifke und Gennevilliers

Ein wenig erschöpft, aber sichtlich zufrieden über den Erfolg ihrer Teilnahme beim diesjährigen Kulturfestival in der türkischen Partnerstadt Silifke kam die 4-köpfige Delegation um Amtsleiter Thomas Hartl, zuständig für Städtepartnerschaften, Dienstag letzter Woche nach Bergkamen zurück.

Bergkamener Delegation beim Carnaval in der französischen Partnerstadt Gennevilliers.
Bergkamener Delegation beim Carnaval in der französischen Partnerstadt Gennevilliers.

Seit Bestehen der langjährigen städtepartnerschaftlichen Beziehungen zur Türkei nutzte die Stadt Bergkamen zum zweiten Mal das Kulturfestival in Silifke, um sich mit einem Informationsstand zu präsentieren. Neben Informationen über die deutsche Partnerstadt, waren auch Waffeln, als „süße Botschafter“ im Angebot.

Thomas Hartl verteilt Waffeln beim Stadtfest in Silifke.
Thomas Hartl verteilt Waffeln beim Stadtfest in Silifke.

„Der Andrang und das Interesse an der Stadt Bergkamen sind im Vergleich zum letzten Jahr enorm gestiegen“, so Amtsleiter Thomas Hartl. Mehr als 2.000 haben ihn und sein Team am Stand besucht und vielen interessante Gespräche rund um das Thema Städtepartnerschaft wurden geführt.

Zudem besuchten viele Eltern von Schülern der Atatürk Ortaokulu – der Partnerschule der Willy-Brandt-Gesamtschule – den Stand und bedankten sich dafür, dass ihr Kind Deutschland besuchen konnte. Eine Schüler- und Lehrerdelegation der türkischen Schule war bekanntlich in der Zeit vom 18.bis 25. Mai in Bergkamen zu Besuch.
Gut eine Woche später nahm eine 12-köpfige Delegation am Stadtfest in Gennevilliers teil, das dort alle drei Jahre als Karneval gefeiert wird.
Angeführt von Bürgermeister Roland Schäfer konnten sich die Vorsitzenden der Bergkamener Ratsfraktionen ein Bild der französischen Partnerstadt machen. Aber auch Jugendliche vom Städtischen Gymnasium waren mit von der Partie.
Neben der Teilnahme an der Großveranstaltung, standen nicht nur eine Führung durch die Partnerstadt Gennevilliers und ein Besuch der Metropole Paris auf dem Programm, sondern auch abschließende organisatorische Gespräche zum Besuch der rund 50-köpfigen französischen Delegation anlässlich der bevorstehenden Jubiläumsfeierlichkeiten in Bergkamen.



A1: Lkw fährt auf Autotransporter mit sechs neuen Porsche auf

Ein Auffahrunfall auf der A1 Fahrtrichtung Köln in Höhe der Zufahrt Kamen-Zentrum sorgte ab Montagmittag, 12.10 Uhr, für jede Menge Staus und Verkehrsbehinderungen nicht nur auf der Autobahn, sondern auch auf der Werner Straße in Bergkamen. Dadurch kam es auch zu erheblichen Verspätungen der VKU-Linien S20, S80 und R81/82. Glücklicherweise gab es bei dem Unfall nur zwei Leichtverletzte

Fotos: Ulrich Bonke
Fotos: Ulrich Bonke

Nach jetzigem Kenntnisstand fuhr ein 34-jähriger Lkw Fahrer aus Wilhelmshaven mit seinem Autotransporter auf dem rechten von drei Fahrstreifen die A1 in Richtung Köln. Wegen eines Rückstaus musste der Fahrer in Höhe Kamen verkehrsbedingt abbremsen. Ein direkt hinter ihm fahrender Sattelzug (Fahrer: 43 Jahre aus Rotterdam) reagierte zu spät und fuhr auf den Autotransporter auf. Auf dem mittleren Fahrstreifen fuhr zum gleichen Zeitpunkt eine 20-jährige Frau aus Bergkamen mit ihrem Pkw. Bei dem Zusammenstoß der beiden Lkws musste die 20-Jährige auf den linken Fahrstreifen ausweichen und kollidierte da mit dem Pkw eines 53-jährigen Mannes aus Hagen.

Die 20-jährige Frau und der Fahrer des Autotransporters kamen zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Der Fahrer aus Rotterdam verblieb stationär.

Der Autotransporter hatte 7 fabrikneue Sportwagen geladen, die teilweise erheblich beschädigt wurden. Insgesamt beläuft sich die geschätzte Schadenshöhe des Unfalls auf über eine Million Euro.

Aufgrund der aufwendigen Bergungsarbeiten mit Hilfe eines Krans war die Fahrbahn bis 21 Uhr gesperrt.

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Es wird nachberichtet.




Hungermarsch: Realschule Oberaden unterstützt weiter Schule in Princesstown/Ghana

Die gesamte Jahrgangsstufe 6 und die Klassen 7a und 7b  der Realschule Oberaden machten sich jetzt wieder für die Initiative „Neues Leben Ghana“ auf den Weg.

HungermarschNachdem die New Life Primary School Princesstown- auch dank Unterstützung durch die Realschule Oberaden – weiter ausgebaut werden konnte und es nun eine weiterführende Schule gibt, erhalten Kinder aus Princesstown in Ghana die Chance, eine Schule besuchen zu können. Natürlich muss die Schule weiterhin unterstützt werden, damit es genug Lehrer, Material etc. gibt. Damit dies geschehen kann, haben die Oberadener Realschüler fleißig Spenden gesammelt, in dem sie vorher sogenannte „Paten“ (Sponsoren) angesprochen haben, die ihnen dann pro marschiertem Kilometer – sieben Kilometer insgesamt – einen bestimmten Geldbetrag zugesichert haben.

Gestartet hat diese Spendenaktion wie gewohnt mit einem gemeinsamen Gottesdienst in der Martin-Luther-Kirche unter Leitung von Pfarrer Reinhard Chudaska, der es erneut geschafft hat, den Sinn dieser Aktion vor allem mit aktuellen Fotos aus Ghana und ganz modern auch per Sprachnachricht den Schülerinnen und Schülern zu verdeutlichen. Er bedankte sich und lobte zudem auch zeitgleich  den Einsatz der Realschüler. Pfarrer Chudaska begab sich dann mit knapp 140 Schülerinnen und Schülern und den betreuenden Lehrern auf den Weg, um die Halde zu erklimmen. Alle Schüler und Schülerinnen kamen gegen Schulschluss erschöpft, aber auch mit sich zufrieden wieder an der RSO an.
Bisher sind schon viele Spenden eingegangen, die letzten sind noch auf dem Weg…. Die Realschule darf nun bald eine offizielle Spendenübergabe an die Gemeinde Oberaden erwarten.




Kita Springmäuse zeigt sich mit dem TuS ganz sportlich

Am Mittwoch versammelten sich trotz des schlechten Wetters  knapp zwanzig kleine Sportlerinnen und Sportler, um ihr „Mini-Sportabzeichen“  mit dem TuS Weddinghofen auf dem Sportplatz am Häupenweg zu erwerben.

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Extra hierfür haben die Kinder, der Kita Springmäuse trainiert, um dann am Mittwoch alles geben zu können. Für das Abzeichen musste weit geworfen, gelaufen und gesprungen werden. Dies schafften die Kleinen mit Bravour.

Für den TuS Weddinghofenwar das schon die zweite von insgesamt vier „Mini-Sportabzeichenabnahmen“ mit den Kindergärten in Weddinghofen.

Das Abnahmeteam um Susanne Vestweber freut sich schon auf die nächste „Mini-Abnahme“ am 29. Juni mit der AWO KiTa „Vorstadtstrolche“.

Die Erwachsenen sind herzlichst eingeladen sich, immer donnerstags, in der Zeit von 17 – 19 Uhr, auf dem Sportplatz am Häupenweg, an ihrem Sportabzeichen zu versuchen!“




Wasserfreunde schwimmen in Polen

Das lange Pfingstwochenende verbrachten drei Schwimmerinnen und vier Schwimmer der Wasserfreunde TuRa Bergkamen in diesem Jahr in Polen. Dort starteten sie gleich auf zwei Wettkämpfen.

Bild Polen 05-2016Der erste Wettkampf in Lebork begann erst am Samstagnachmittag. Hier absolvierten die sieben TuRaner in kurzer Zeit alle fünf 100m Strecken und erschwammen sich dabei auf der 25m Bahn stolze 15 persönliche Bestzeiten und vier Medaillen.

Marco Steube (Jg.2003) erhielt über 100m Freistil Gold und über 100m Schmetterling Silber. Kevin-Noah Kaminski (Jg.2003) durfte sich über eine Silbermedaille über 100m Freistil freuen und Saskia Nicolei (Jg.2003) bekam Silber über 100m Schmetterling.

Auch Lisa-Marie Kardatzki, Ann-Kathrin Teeke, Maximilian Weiß und Felix Wieczorek schwammen in ihren Jahrgängen ganz vorne mit, erhielten jedoch aufgrund der offenen Wertung ab dem Jahrgang 2002 keine Medaillen.

Am Sonntag schwammen die Wasserfreunde auf einem Wettkampf der polnischen Rettungsschwimmer mit und mussten sich dort einmal in ganz ungewohnten Disziplinen messen. Dies gelang ihnen so gut, dass sie sogar fünf Medaillen erhielten.

Ann-Kathrin Teeke erschwamm sich einmal Gold und einmal Silber, Saskia Nicolei einmal Gold und Maximilian Weiß zweimal Silber und zweimal Bronze.

Aber auch abseits der Wettkämpfe hatten die Schwimmer mit ihren Begleiterinnen Angela Nicolei und Melanie Weiß viel Spaß und waren begeistert von der Gastfreundlichkeit die ihnen überall in Polen entgegen gebracht wurde.

Nach einer langen und anstrengenden Fahrt wurden sie von Andreas Moroz am Freitagnachmittag an ihrem Hotel in Slupsk empfangen. Andreas stammt ursprünglich aus Slupsk und arbeitet jetzt in Bergkamen als Bademeister. Er war es auch, der den Kontakt nach Polen herstellt und sein Neffe Kaspar besucht regelmäßig seinen Onkel in Bergkamen, um an den Wettkämpfen der Wasserfreunde teilzunehmen. Andreas half nicht nur bei der Organisation der Fahrt, er begleitete die Wasserfreunde auch bei ihrem gesamten Aufenthalt und stand ihnen, nicht nur bei sprachlichen Problemen, stets hilfsbereit und freundlich zur Seite. Nachdem die Zimmer verteilt waren, verbrachten alle gemeinsam den Nachmittag bei herrlichem Wetter am nahe gelegenen Strand und schlossen den Tag dann mit einem leckeren Abendessen ab.

Am Samstagmorgen fuhren sie dann in die Stadt um schon einmal Geld für den späteren Besuch im Einkaufszentrum zu wechseln und einige Besorgungen zu machen. Nach der Mittagspause stand dann der erste Wettkampf auf dem Programm. Als Erinnerung erhielten alle Schwimmer von Andreas eine Medaille. Anschließend ging es dann sofort zum Shoppen und Pizza essen ins Einkaufzentrum.

Der Wettkampf am Sonntag begann schon früh morgens und ging bis in den späten Nachmittag hinein, sodass danach alle gemeinsam zurück ins Hotel fuhren und erst einmal eine Pause einlegten. Vor dem Abendessen erkundeten die Schwimmer dann noch die Turnhalle, die durch eine Tür direkt mit dem Hotel verbunden war.

Nach dem gemeinsamen Frühstück ging es dann zurück nach Bergkamen. Andreas nutze die Gelegenheit noch ein paar Tage bei seiner Familie zu verbringen.

Ein besonderer Dank gilt abschließend Angela und Melanie, die diese lange und anstrengende Fahrt auf sich genommen haben und den Schwimmer damit den Ausflug erst ermöglichten.




Paris oder Rom: 100 Schüler des Gymnasiums auf großer Fahrt

Paris oder Rom hieß es jetzt wieder für rund 100 Schülerinnen und Schüler aus dem Jahrgang EF des Städtischen Gymnasiums Bergkamen. Während knapp 70 Latein-Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit sechs Lehrkräften für jeweils fünf Tage in die Hauptstadt Italiens und des ehemaligen römisches Reiches flogen, besuchten die Französisch-Schülerinnen und Schüler über den gleichen Zeitraum Paris. Einmal mehr erwiesen sich die Fahrten als große Erfolge und sollen somit auch im kommenden Jahr ihre Fortsetzung finden.

Fahrradtour der Paris-Fahrer.
Fahrradtour der Paris-Fahrer.

Die Rom-Fahrerinnen und Fahrer reisten aus organisatorischen Gründen in zwei Gruppen an, untergebracht war man allerdings gemeinsam in Bungalows auf einem Campingplatz. Von dort ging es jeweils bei bestem Wetter und angenehmen Temperaturen ins nahe Rom. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt wie Kolosseum, Circus Maximus, Forum Romanum und Pantheon wurden ebenso besichtigt wie auch die Caracalla Thermen und der Trevi-Brunnen. Zu jeder Attraktion hielten ausgewählte Schülerinnen und Schüler Kurzreferate mit den wichtigsten Informationen. Eines der absoluten „Highlights“ der Reise war der Besuch des Vatikans inklusive Besichtigung des Petersdoms, eines der größten Kirchengebäude der Welt.

Gruppenbild der Romfahrer
Gruppenbild der Romfahrer

Besonderen Eindruck hinterließ allerdings auch der Tagesausflug nach Pompeji und auf den Vesuv. Die Schülerinnen und Schüler besichtigten in Kleingruppen aufgeteilt die ausgegrabenen Überreste der bei einem Vulkanausbruch unter Asche begrabenen antiken Stadt. Im weiteren Verlauf des Tages fuhren alle mit dem Bus zum Fuße des Vulkans Vesuv und schließlich auch den Vesuv hoch, wobei die schmale und kurvenreiche Passstraße einige Schülerinnen und Schüler an ihre Grenzen brachte. Der herausragende Ausblick vom Gipfel des aktiven Vulkans entschädigte allerdings für die Anreisestrapazen.

Im Reisebus machten sich fast zeitgleich mit den „Römern“ die Paris-Fahrerinnen und Fahrer auf den Weg in die französische Hauptstadt. In der Weltmetropole hatten die beiden Lehrerinnen Constanze Lieb und Mathilde Kappenstein ein umfangreiches Programm vorbereitet. Den abendlichen Spaziergang zum Montmatre und zum Sacré Coeur nach der mehrstündigen Busfahrt genossen alle Beteiligten, zumal der Aus- und Überblick auf die Stadt die Vorfreude auf die kommenden Tage noch einmal steigen ließ. Weitere Eindrücke von der Stadt sammelten die Schülerinnen und Schüler bei einer gemeinsamen Fahrradtour, natürlich mit Fahrradhelm. Das Schlendern durch das Quartier Latin am Abend, dem traditionellen Studentenviertel, weckte bei dem einen oder anderen sicherlich die Sehnsucht nach dem bunten Stundenleben, das möglicherweise nach dem Abitur wartet. Natürlich durfte das Flanieren auf der Prachtstraße Champs Elyseés ebenso wenig fehlen wie der Besuch des berühmten Louvre.

Einmal vor Ort, ließen sich die Schülerinnen und Schüler auch einen Abstecher zum Schloss Versailles in der Pariser Nachbarschaft nicht entgehen. Der Barockbau ist eines der größten Palastanlagen Europa und diente vielen Schlossanlagen als Vorbild, etwa dem berühmten Sanssouci in Potsdam.

Nach fünf ereignisreichen Tagen kehrten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer wohlbehalten und mit tollen Erinnerungen im Gepäck aus Paris und Rom zurück.

 

 




AWO-Kita Springmäuse siegt beim Wettbewerb „Kopf gewinnt“

Das AWO-Familienzentrum Springmäuse am Südhang in Weddinghofen hat mit ihrem „Sternentanz“ den ersten Preis und 1000 Euro beim Wettbewerb „Kopf gewinnt“ im Rahmen der Regionalen Bildungskonferenz am Mittwoch im Zirkus Travados in Unna in der Kategorie A (3 bis 6 Jahre) gewonnen.

Preisverleihung an die „Springmäuse“ aus Bergkamen. Foto: B. Kalle – Kreis Unna
Preisverleihung an die „Springmäuse“ aus Bergkamen. Foto: B. Kalle – Kreis Unna

Beim „Sternentanz“ verkleiden sich die Kinder des Familienzentrums, singen und tanzen und schlüpfen in andere Rollen. Auf die Frage nach dem Wettbewerbs-Beitrag war für die Kinder schnell klar, dass ein Tanz vorgeführt werden soll. Die Botschaft ist eindeutig: Bildung soll erlebt, gefühlt und erfahren werden, nur so kann sie sich festigen und abgerufen werden.

Ganz im Zeichen von Kindern und Jugendlichen und ihren Wünschen zum Thema Bildung stand die fünfte Regionale Bildungskonferenz im Kreis Unna. Das kam gut an – und zwar nicht nur bei den jungen Akteuren selbst und beim Publikum, sondern auch bei NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann.

„Wenn man junge Menschen am Thema Bildung beteiligt, dann stärkt das die demokratische Kultur“, unterstrich Löhrmann, die bei der Veranstaltung im Circus Travados in Unna zu Gast war und gemeinsam mit Landrat Michael Makiolla und Andreas Schlüter von der Sparkasse UnnaKamen die Preisverleihung im Wettbewerb „Kopf gewinnt“ vornahm.

Mit ihren Sieger-Beiträgen haben Kinder und Jugendliche zwischen drei und 21 Jahren anschaulich gezeigt, welche Vorstellungen sie rund ums Lernen haben. Ob mit einem Tanz, wie die Kinder aus dem AWO-Familienzentrum „Springmäuse“ aus Bergkamen und die Jugendlichen der Outlaw Show aus Lünen, ob mit einem Lied wie die Kinder aus dem Offenen Ganztag der Nicolaischule aus Unna, ob mit einer Collage wie die Jugendkunstschule Unna oder mit selbst entworfener Kleidung wie die Schülerinnen des Hellweg Berufskollegs Unna – sie alle überzeugten Jury und Publikum. Neben einer Urkunde gab es für jede Gruppe ein stolzes Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro.

Mit der Präsentation der Beiträge sind die frischen Ideen und Anliegen bei den Entscheidern aus den Bereichen Bildung und Erziehung im Kreis Unna angekommen. Denn die Regionale Bildungskonferenz hat sich als wichtige Plattform des Regionalen Bildungsnetzwerks etabliert. Vertreten sind unter anderem Schulträger, Schulaufsicht und Vertreter der Schüler- und Elternschaften bis hin zu Sportvereinen, Kirchen, Kammern, Jugendzentren und Volkshochschulen.

Landrat Michael Makiolla unterstreicht: „Wir wollen wissen, wie die Welt der Bildung für diejenigen aussieht, um die es geht. Und das ist gut gelungen.“ Dass es bei diesem einen Termin nicht bleiben wird, hat der Landrat während der Bildungskonferenz mit Sebastian Otto, dem Vorsitzenden der Bezirksschülervertretung, fest verabredet: „Im nächsten Jahr wird eine Kinder- und Jugendbildungskonferenz stattfinden“, erklärt Makiolla.

Maren Lethaus vom Regionalen Bildungsbüro des Kreises, das die Veranstaltung organisiert hatte, machte allen Kindern und Jugendlichen zum Abschluss Mut, sich weiter so aktiv einzubringen: „Wenn ihr mitwirkt, dann zeigt das Wirkung!“




Produktionsschule bringt Spielplätze in Bergkamen auf Vordermann

Sie bauen Bolzplätze für Flüchtlinge in der Landesstelle Unna-Massen, restaurieren Spielplätze in Selm, Bergkamen oder Schwerte, organisieren das Catering für Lehrerfortbildungen im Integrationszentrum – und entdecken dabei wieder den Sinn von Bildung und Arbeit: Als „zukunftsweisendes und mehrfach ausgezeichnetes Modellprojekt für besonders benachteiligte Jugendliche, die mit anderen Bildungsangeboten keine Perspektive fanden“, lobte jetzt der Landtagsabgeordnete Hartmut Ganzke die Produktionsschulen der Region.

Besuch bei der Produktionsschule: René Landgraf (Teamleiter Produktionsschule), Hartmut Ganzke (Mitglied des Landtages NRW), Herbert Dörmann (Geschäftsführer Werkstatt im Kreis Unna), Bernd Höppner (Anleiter und Fachlehrer Metallbereich bei der Werkstatt), Anter Hassan Osmann (Produktionsschüler), Mechthild Toppmöller (Anleiterin und Lehrerin Produktionsschule).
Besuch bei der Produktionsschule: René Landgraf (Teamleiter Produktionsschule), Hartmut Ganzke (Mitglied des Landtages NRW), Herbert Dörmann (Geschäftsführer Werkstatt im Kreis Unna), Bernd Höppner (Anleiter und Fachlehrer Metallbereich bei der Werkstatt), Anter Hassan Osmann (Produktionsschüler), Mechthild Toppmöller (Anleiterin und Lehrerin Produktionsschule).

Im Rahmen der Aktionswoche, bei der die MdL der SPD-Landtagsfraktion soziale Projekte in ihrem Wahlkreis besuchen, informierte sich Ganzke über dieses spezielle Angebot der Werkstatt im Kreis Unna.

Herbert Dörmann, Geschäftsführer der Werkstatt, wies darauf hin: In den Produktionsschulen in Unna, Kamen, Lünen und Hamm bietet das kommunale Bildungsunternehmen 185 Plätze für junge Menschen. Die nutzen nicht nur Schulabbrecher oder Jugendliche ohne Abschluss. Inzwischen finden hier zahlreiche junge Flüchtlinge den Einstieg in die deutsche Ausbildungs- und Arbeitswelt. In den Produktionsschulen, die wie kleine Unternehmen arbeiten, lernen sie mit deutschen Gleichaltrigen im Prozess der Arbeit. Sie akquirieren Projekte, entwickeln und produzieren Produkte, die sie an gemeinnützige Organisationen verkaufen. In der Arbeit erarbeiten sie sich theoretische und praktische Kenntnisse, viele holen einen Schulabschluss nach bzw. erlernen erstmals die deutsche Sprache. Bilanz: Über 40 Prozent der Jugendlichen finden anschließend eine Lehrstelle, eine Arbeitsstelle oder den Einstieg in die Berufsvorbereitung. Das überzeugte den Landtagsabgeordneten.

Die Produktionsschulen in NRW werden zu zwei Dritteln vom Land und dem Europäischen Sozialfond finanziert. Ein Drittel steuern die Bundesagentur für Arbeit oder das Jobcenter bei. In Unna kommt rund die Hälfte der Teilnehmer aus Familien mit Migrationshintergrund, drei mussten aus ihren Heimatländern flüchten.

So wie Anter Hassan Osmann (24), mit dem der Abgeordnete intensiv ins Gespräch kam. Aus Somalia musste der junge Mann fliehen, in Schwerte fand er Unterkunft, jeden Morgen um 6 Uhr steht er auf, um pünktlich um 7.30 Uhr die Produktionsschule in Unna zu erreichen. „Sehr gut“ sei hier die Unterstützung und die Teamarbeit. Wobei er den Traumberuf als Theaterausstatter erstmal korrigierte. Eine Ausbildung im Lager-Logistik-Bereich strebt der junge Mann jetzt an. Die könnte nach einem Berufsabschluss vielleicht doch noch ins Veranstaltungsmanagement führen, sagen seine Anleiter.

Der Abgeordnete und der Geschäftsführer der Werkstatt waren sich nach dem zweistündigen Austausch einig: Die Landesmittel, die Produktionsschulen zu zwei Dritteln finanzieren, seien „eine sinnvolle Investition in die Zukunft“ (Ganzke).