Klaus Hoffmann feiert 50-jähriges Kampfrichterjubiläum

Am vergangenen Mittwoch wurde Klaus Hoffmann von den TuRa-Wasserfreunden für seine 50-jährige Tätigkeit als Kampfrichter beim Schwimmverband Südwestfalen geehrt.  Ursprünglich war die Ehrung in größerem Rahmen bei den Südwestfälischen Meisterschaften in Kamen als Überraschung für Klaus Hoffmann geplant. Dies war leider aus terminlichen Gründen nicht möglich. Also verschob man die Ehrung um ein paar Tage.

Ehrung Klaus für 50 Jahre Kampfrichter_Dez_2015 (14)Jürgen Küper, Vorsitzender des Verbandes Südwestfalen, überraschte Klaus Hoffmann dann zu Beginn des Trainings im Bergkamener Hallenbad und überreichte dem sichtlich gerührten Jubilar die goldene Ehrennadel, eine Urkunde und ein Handtuch des Verbandes Südwestfalen. Anschließend umringten die Schwimmer ihren Klaus und konnten es zum Teil kaum glauben, dass er schon 50 Jahre dabei ist, denn im Jahr 1965 waren die Eltern der meisten Kinder noch gar nicht auf den Welt. Lange Zeit blieb den Schwimmer zum Staunen und Gratulieren allerdings nicht, denn es hieß für sie: Ab ins Becken, das Training beginnt. Klaus hatte schon am Samstag seinen nächsten Einsatz als Kampfrichter und seine Kinder sollten für den letzten Wettkampf in diesem Jahr schließlich gut vorbereitet sein.




Flussmanager wachen auch an den Festtagen über Anlagen der Emscher-Lippe-Region

Die Feiertage stehen unmittelbar vor der Tür und alles wird zum Jahresende hin etwas ruhiger – auch bei den Flussmanagern von Emschergenossenschaft und Lippeverband. Von Stillstand kann dabei keine Rede sein, darf es auch nicht – denn an Emscher und Lippe muss auch in Zeiten der Ruhe und der Besinnlichkeit alles „im Fluss“ sein. Starkregen und Hochwasser kennen schließlich auch keine Feiertage!

Herr Hüllen in der BÜZ (Betriebsüberwachungszentrale) auf der Kläranlage Bottrop
Herr Hüllen in der BÜZ (Betriebsüberwachungszentrale) auf der Kläranlage Bottrop

Über 700 Kläranlagen, Pumpwerke, Regenwasserbehandlungsanlagen und Sonderbauwerke von Emschergenossenschaft und Lippeverband müssen daher nicht nur betrieben, sondern auch permanent überwacht werden. Doch wer macht das eigentlich an den Feiertagen? Ganz einfach: Die „BÜZ“ macht’s! Die Betriebsüberwachungszentrale von Emschergenossenschaft und Lippeverband ist 24 Stunden täglich und an 365 Tagen im Jahr besetzt. Sie sitzt in Bottrop und hat das gesamte Emschergebiet von Holzwickede bis Duisburg/Dinslaken sowie das gesamte Lippegebiet von Hamm bis Wesel, von Dülmen bis Marl im Blick.

Konkret überwacht die BÜZ von Bottrop aus ein 4145 Quadratkilometer großes Gebiet, dazu gehören unter anderem 58 Kläranlagen, 229 Regenwasserbehandlungsanlagen und 304 Pumpwerke – auch in Bergkamen. Die Betriebsüberwachungszentrale ist enorm wichtig, da der Großteil der Betriebsanlagen mittlerweile nicht ständig besetzt ist, sondern automatisch läuft.

„Im Störfall melden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BÜZ die entsprechenden Störungen an die zuständigen Betriebsbereiche weiter, damit diese behoben werden können. Insgesamt 121 ruf-bereite Kollegen sind im Notfall erreichbar“, sagt Michael Hüllen. Der 48-Jährige ist Leiter der Nachrichtentechnik bei Emscher-genossenschaft und Lippeverband.

Dutzende Monitore zeigen tausende von Daten an. Auf mehreren Bildschirmen beobachtet die BÜZ das Wetterradar, dazu werden ständig die Meldungen des Deutschen Wetterdienstes ausgewertet. „Das Wetter müssen wir beobachten, um frühzeitig auf Starkregenereignisse und Hochwasser vorbereitet zu sein. Das optimiert unsere Arbeit ganz erheblich“, sagt Hüllen.

Modernisierung
Erst im Frühjahr 2015 ist die BÜZ in ihre neuen Räume auf der Kläranlage Bottrop gezogen. „Da die bisherigen Räumlichkeiten am Pumpwerk Bottrop-Boye nicht mehr den aktuellen Anforderungen entsprachen, wurde ein Konzept für eine neue, moderne Betriebsüberwachung erstellt“, erklärt Hüllen, der den Umbau und den Umzug betreute. Ein bekanntes Metier, denn vor 20 Jahren verantwortete Hüllen bereits den Bau der Warte des Klärwerks Emschermündung (KLEM) in Dinslaken.

Neben der Betriebsüberwachung werden in der BÜZ übrigens auch das Bürgertelefon der Verbände betreut, Koordinierungsaufgaben bei Hochwasser- bzw. Starkregenereignissen und weitere übergeordnete, zentrale Aufgaben für das gesamte Emscher- und Lippegebiet übernommen. Apropos Bürgertelefon: Hier nehmen die Kolleginnen und Kollegen außerhalb der regulären Dienstzeiten der Verbände die Anrufe der Leute entgegen. Oftmals geht es dann um Meldungen über hohe Wasserstände, Verstopfungen etc. – doch es gab auch schon mal Skurriles: Eine junge Anruferin erzählte, ihre Zahnspange sei aus Versehen im Klo gelandet – und fragte, ob sie sie im Klärwerk abholen könnte… Die BÜZ hat davon abgeraten, auch das gehört zu ihren Aufgaben!




Unfälle mit Fußgängern werden mehr – Sichtbarkeit kann in der Dunkelheit lebensrettend sein

Die Polizei im Kreis Unna ist angesichts der Steigerungen der Verkehrsunfälle mit Fußgängern alarmiert. Bis November 2015 hat die Kreispolizeibehörde Unna in diesem Jahr bereits insgesamt 128 Verkehrsunfälle mit Fußgängerbeteiligung aufgenommen. Dabei wurden eine Person getötet, 26 Personen schwer verletzt und 91 Personen leicht verletzt.

Reflektierende Materialien - zusammengestellt von der Polizei
Reflektierende Materialien – zusammengestellt von der Polizei

Während die Anzahl der bei Verkehrsunfällen Verunglückten insgesamt um 4 % nur leicht angestiegen ist, ist die Anzahl der bei Verkehrsunfällen verletzten Fußgänger um 28% alarmierend angestiegen. Insbesondere fällt hier die Steigerung der verunglückten Senioren (65 und älter) auf. Während im Jahr 2014 bis November insgesamt 21 Senioren als Fußgänger bei Verkehrsunfällen verletzt wurden, sind es im Jahr 2015 bis November bereits 35 Verunglückte.

Jeder vierte Verkehrsunfall mit Fußgängerbeteiligung fand während Dämmerung oder Dunkelheit statt. Daher rät die Polizei: Gerade in der dunklen Jahreszeit sollten Sie ganz besonders darauf achten, dass Sie von den anderen Verkehrsteilnehmern gut gesehen werden können.

TIPPS der Polizei:

– Tragen Sie immer helle Kleidung!

Reflektierende Anhänger („Blinkies“), die an der Kleidung befestigt werden können, sind eine zusätzlich Möglichkeit, besser erkennbar zu sein. Während dunkle Kleidung nur bis ca. 25 Meter Entfernung wahrgenommen wird, kann reflektierendes Material bereits in einer Entfernung von ca. 150 Metern erkannt werden. Bei 50 km/h liegt der Anhalteweg bei ca. 28 Metern. Die Helligkeit der Kleidung kann da über Leben und Tod entscheiden! Reflektierende Materialien sehen vielleicht nicht modisch aus, tragen aber entscheidend zu einer besseren Erkennbarkeit bei. Bedenken Sie immer: Im Straßenverkehr ist nicht gutes Aussehen, sondern vor allem Ihre Sicherheit entscheidend.

– Achten Sie beim Kauf von Schulranzen/ Rucksäcken für Ihre Kinder darauf, dass diese z.B. mit Reflektionsstreifen ausgestattet sind.

– Überqueren Sie die Fahrbahn immer an Ampeln oder gut beleuchteten Fußgängerüberwegen!

– Rechnen Sie immer mit Fahrfehlern oder falschem Verhalten der anderen (motorisierten) Verkehrsteilnehmer!




Musikakademie lädt ein: Drei Gesprächskonzerte mit Livemusik und Solisten

Die Musikakademie Bergkamen startet am 18. Januar 2016 ein neues Format: Gesprächskonzerte mit Livemusik und Solisten im Stadtmuseum Bergkamen. Dabei gestaltet ein Solist der Musikschule Bergkamen ein spannendes Thema aus der Welt der Musik mit einer Stunde Livemusik und Gespräch mit dem Publikum. Anmeldungen sind ab sofort unter Tel. 02306 / 30 77 30 möglich.

„Blues-Factory“ am 18. Januar

Johannes Wolf
Johannes Wolf erläutert und spielt die KlaviersonateA-Dur von Mozart

Für alle Freunde der Blues-Musik stellt Thomas Spies am 18. Januar 2016 in der „Blues-Factory“ die verschiedenen Stilarten des Blues auf der E-Gitarre vor. Zudem gibt der Gitarrist Einblick in seine persönliche Trickkiste rund um Bluesmusik und Blues-Gitarre. Dabei reicht das Spektrum von Bluesformen bis zum Saitenziehen, von Pickups bis zur Literaturempfehlung. „`Blue´ bedeutet eigentlich traurig, und doch ist es immer wieder magisch, zu erleben, dass es einem nach dem Blues besser geht als vorher!“, sagt Spies.

„Modern Drumming“ am 2. Februar

In die vielfältige Klangwelt des modernen Schlagzeugs führt Martin Blume am 2. Februar 2016 bei seinem Gesprächskonzert „Modern Drumming“ ein. Der Schlagzeuger erläutert die Grundlagen des modernen Schlagzeugspiels und zeigt, wie es sich entwickelt hat. Das Publikum erfährt, wie Rock, Funk, Latin oder Fusion funktionieren. „Ein Schlagzeug kann mehr sein als ein bloßes Rhythmusinstrument“, betont Blume, der an dem Abend auch zeigen wird, wie melodisch das Schlagzeug eingesetzt werden kann. Zudem wird er Fragen des Publikums rund um das moderne Schlagzeugspiel beantwortet.

Klaviersonate A-Dur von Mozart am 27. April

Den besonderen Zauber der Klaviersonate A-Dur von Mozart vermittelt Johannes Wolff am 27. April 2016. „Das ist ein Gesprächskonzert für alle Freunde klassischer Klaviermusik und Fans von Wolfgang Amadeus Mozart“, sagt der Pianist. „Die Sonate A-Dur KV 331 ist vor allem wegen ihres letzten Satzes, dem „Türkischen Marsch“, berühmt geworden. Doch auch die Variationen des 1. Satzes gehören zu den schönsten und raffiniertesten Variationssätzen, die Mozart je geschrieben hat.“ Wolff erläutert an dem Abend, wie Mozart seine Komposition angelegt hat und warum diese Klaviersonate eine Sonderstellung in seinem Schaffen einnimmt.

„Mit den drei Gesprächskonzerten aus den Bereichen Blues, Pop und Klassik wollen wir Musikfreunde unterschiedlicher Genres ansprechen. Zugleich bilden die Konzerte die musikalische Vielfalt der Musikschule Bergkamen ab“, sagt Anne Horstmann, Projektleiterin Musikakademie Bergkamen.

Anmeldung erforderlich und ab sofort möglich

Alle Gesprächskonzerte beginnen um 19.30 Uhr im Stadtmuseum Bergkamen. Der Eintritt ist bewusst moderat gehalten und beträgt 7,50 Euro. Zu den Gesprächskonzerten ist eine Anmeldung erforderlich und ab sofort über die Musikschule Bergkamen unter Tel. 02306 / 30 77 30 möglich.

„Unsere neuen Gesprächskonzerte sind auch originelle Geschenkideen für Musikfreunde zu Weihnachten oder zum Geburtstag“, ergänzt Anne Horstmann. Geschenkgutscheine stellt die Musikschule Bergkamen aus.

 




Baustart in Sicht: Vorletzte Hürde für die Wasserstadt Aden genommen

Bergkamen hat jetzt die vorletzte Hürde überwunden für den Bau der Wasserstadt Aden. Der Leiter des Fachbereichs Natur und Umwelt Ludwig Holzbeck hat angesichts dieser besonderen Bedeutung der Stadt den Bescheid über die Genehmigung des Sanierungsplans für das über 50 Hektar große Gelände der ehemaligen Schachtanlage Haus Aden am Donnerstag persönlich im Rathaus überreicht.

Übergabe der Genehmigung (v.l.): Thomas Reichling, Amtsleiter Planung, Tiefbau, Umwelt und Liegenschaften , Christiane Reumke, Dr. Hans-Joachim Peters, Ludwig Holzbeck und Tina Knäpper.
Übergabe der Genehmigung (v.l.): Thomas Reichling, Amtsleiter Planung, Tiefbau, Umwelt und Liegenschaften , Christiane Reumke, Dr. Hans-Joachim Peters, Ludwig Holzbeck und Tina Knäpper.

Was jetzt noch fehlt, ist die wasserrechtliche Genehmigung durch die Bezirksregierung. 1. Beigeordneter Dr. Hans-Joachim Peters zeigte sich aber völlig überzeugt davon, dass sie in Kürze kommen wird. Dann können die Planungen für die Schaffung des Aden Sees europaweit ausgeschrieben. Die Umgestaltung des Geländes wird rund drei Jahr dauern. Der Grund: Eine Million Kubikmeter Boden muss – hauptsächlich per Lkw – herangeschafft werden. Jährlich fallen aber nur rund 300.000 Kubikmeter an Boden in der erforderlichen Qualität in NRW an. Wohnen in der Wasserstadt soll nämlich garantiert gesund sein. Darauf wird die Zuständige Projektingenieurin beim Kreis Unna Tina Knäpper peinlich achten. Sie hatte auch das bodenrechtliche Genehmigungsverfahren seit April begleitet.

Es werden also weiterhin Lkw mit dem Ziel Haus Aden durch Oberaden fahren. Doch eine Zunahme des Schwerlastverkehrs befürchtet die Projektleiterin auf Bergkamener Seite, Christiane Reumke, nicht. Entsprechend weniger Lkw werden zur Halde hin unterwegs sein. Hinzu komme, so Dr. Peters, dass mit dem Baustart der neuen Brücke über die Hamm-Osterfelder Bahnlinie die Jahnstraße in diesem Bereich einige Zeit gesperrt wird. Lkw könnten dann nur von Nor-den, also vom Westenhellweg her aufs Haus-Aden- und Haldengelände fahren.

Sobald auch die wasserrechtliche Genehmigung vorliegt, wird die Stadt rund zwei Drittel von Haus Aden von der RAG kaufen. Der Preis: 2,50 Euro pro Quadratmeter. Nun sollten Interessenten für ein Grundstück nicht glauben, sie könnten dort in dieser vorzüglichen Lage ein Schnäppchen landen. Mit dem Land NRW sei vereinbart worden, dass der Grundstückspreis 10 Prozent über dem für Oberaden geltenden Richtwert liegen solle, erklärte Peters. Erst 2018, wenn die ersten Grundstücke an Private verkauft werden, wird in die Bodenrichtwertkarte geschaut. Baustart für die ersten Häuser soll das 2019 sein.

Tina Knäpper wird sich übrigens nicht nur den Angeliefert Boden und die davorgeschalteten Bodensanierungen an einigen wenigen Stellen kritisch begleiten, sondern auch prüfen, ob die gefährdeten Tie-re, die sich auf der Zechenbrach angesiedelt haben, auch ein anständiges „Ersatz-Zuhause“ bekommen. Die Kreuzkröte soll auf die Bergehalde umgesiedelt werden. Dieses Vorhaben wird in nächster Zeit ausgeschrieben.

Der nicht minder seltene Baumpieper wird eine noch landwirtschaftlich genutzte Fläche an der Industriestraße angeboten werden, die von drei Seiten von Wald umgeben ist. Dort sollten nach den Plänen eines in diesem Fall gescheiterten Investors einst Parkplätze für den „Dinopark Bergkamen“ geschaffen werden. Jetzt kommt der Baumpieper und das freut sicherlich die Naturschützer, die das Dino-Projekt zu Fall brachten.

Konzept für die Wasserstadt Aden. Im Mittelpunkt befindet sich der See.
Konzept für die Wasserstadt Aden. Im Mittelpunkt befindet sich der See.

Hintergrund

Mit Wirkung vom 11.12.2015 hat der Kreis Unna den Sanierungsplan für das Gelände der ehemaligen Zeche „Haus Aden“ in Bergkamen für verbindlich erklärt. Die Wasserstadt Aden ist das größte Stadt-Umbauprojekt im Kreis Unna. Der Leiter des Fachbereichs Natur und Umwelt Ludwig Holzbeck hat angesichts dieser besonderen Bedeutung der Stadt den Bescheid am 17.12.2015 persönlich überreicht.
Der Beginn der Bauarbeiten in 2016 ist damit in greifbare Nähe gerückt.

Das genehmigte Bodenmanagement ist eine zentrale Voraussetzung für die Umsetzung der Planungs-ziele in der Wasserstadt Aden: die Schaffung eines hochwertigen Quartiers für Wohnen, Erholen und Arbeiten in Verbindung mit einer einzigartigen Wasserlandschaft. Die nutzungsbezogene Sanierung und Aufbereitung auf Grundlage der bodenschutzrechtlichen Genehmigung stellt sicher, dass für die künftigen Nutzergruppen gesunde Wohn-, Arbeits- und Freizeitverhältnisse gewährleistet werden.
„Der Kreis Unna hat die sorgfältige Vorarbeit auf Basis einer umfassenden Gefährdungsabschätzung gewürdigt und das innovative Flächenaufbereitungskonzept der Stadt Bergkamen bestätigt. Aus einem Ort der Arbeit wird ein vielfältiges Quartier“, erklärt Thomas Reichling, Amtsleiter Planung, Tiefbau, Umwelt, Liegenschaften der Stadt Bergkamen und betont, dass nun das genehmigte innovative Flächenaufbereitungskonzept in der Folge 1:1 umgesetzt werden soll.

„Bei der Planung der Wasserstadt Aden wurde von Beginn an nicht nach einfachen oder schnellen Lösungen gesucht, sondern einer hohen Wohn- und Lebensqualität Priorität eingeräumt“, so Dr.-Ing. Hans-Joachim Peters, Erster Beigeordneter der Stadt Bergkamen. „Dazu gehört zu allererst die Aufbereitung der ehemaligen Bergwerksfläche nach aktuellen Umweltstandards. Durch die Sanierung und ihre behördliche und fachgutachterliche Begleitung wird sichergestellt, dass zukünftige Bauherren baureife und hochwertige Grundstücke übernehmen können.“

„Die hohen Umweltziele im Sanierungskonzept der Stadt und die umfassende Berücksichtigung der natur- und artenschutzrechtlichen Belange sind Ergebnis umfassender Gespräche der Stadt mit den Gutachtern und Fachbehörden.“, so Ludwig Holzbeck, Leiter des Fachbereichs Natur und Umwelt des Kreises Unna.

Mit dem Eingang der Genehmigung werden umfangreiche Ausgleichsmaßnahmen zum Artenschutz bereits in diesem Winter durchgeführt.  Mit dem Sanierungsplan ist die vorletzte notwendige Genehmigung externer Behörden erreicht.  Um mit der Realisierung der Wasserstadt Aden beginnen zu können, fehlt zwar noch die wasserrechtliche Genehmigung durch das Dezernat Wasserwirtschaft der Bezirksregierung Arnsberg, diese wird allerdings kurzfristig erwartet.

„Wir wollen durch eine hohe Umwelt- und Städtebauqualität ein innovatives, lebens- und liebenswertes neues Stadtquartier schaffen. Mit der Verbindlichkeitserklärung des Sanierungsplanes hat der Kreis Unna unser Ziel bestätigt“, so Dr.-Ing. Peters.




Weihnachten steht vor der Tür: Spielzeugbörse „Kinderkram“ Samstag geöffnet

Weihnachten steht vor der Tür – da öffnet die Spielzeugbörse „KinderKram“ der ev. Friedenskirchengemeinde auch mal außerhalb der gewohnten Zeit: Am Samstag, 19. Dezember, kann man wieder in der Zeit von 10 bis 12 Uhr Spielzeug holen oder bringen. „KinderKram“ befindet sich im Kellerraum in der Auferstehungskirche in Weddinghofen.

KinderkramHier haben finanziell schwache Familien die Möglichkeit, für ihre Kinder Geburtstags-, Einschulungs- oder für-was-auch-immer-Geschenke kostenfrei auszusuchen.

„Kinderkram“ wurde der Raum genannt, weil hier Kinder und Erwachsene kostenfrei nach Büchern und Geschenken kramen und stöbern dürfen, um z. B. etwas für die nächste Kindergeburtstagsparty haben zu können. Kein Kind soll ohne Geschenk bleiben oder eine Einladung ausschlagen müssen, nur weil das Geld für ein Geschenk fehlt.

Selbstverständlich kann in dieser Zeit auch neues oder sehr gut erhaltenes Spielzeug abgegeben werden. Hier ist die Friedenskirchengemeinde auf Spenden angewiesen. „Bitten Sie ihre Kinder doch einmal, die Zimmer oder Dachböden zu durchforsten. Sicher gibt es dort einige nie gelesene Bücher oder Spielzeuggeschenke, aus denen sie herausgewachsen sind“, so die Kirchengemeinde.

Kinderkram ist normalerweise jeden letzten Samstag im Monat von 10 bis 12 Uhr in den unteren Räumen der Auferstehungskirche für jedermann geöffnet.
Weitere Öffnungszeiten nach Absprache.




Info-Hotline: Ist das Spielzeug zu Weihnachten sicher?

Von der Spielzeugeisenbahn über den Einkaufsladen im Miniaturformat bis zum Plüschtier, das mit den Ohren wackeln und sprechen kann: Spielsachen sind beliebte Weihnachtsgeschenke. Beim Kauf sollte auch auf Sicherheit und Schadstofffreiheit geachtet werden, rät der Fachbereich Gesundheit und Verbraucherschutz des Kreises.

Foto: Ulrich Bonke
Foto: Ulrich Bonke

Doch wie erkennt der Schenkende, ob ein Spielzeug auch sicher ist und die Qualität stimmt? „Ob sich die Spielwaren für Kinder eignen, lässt sich häufig schon direkt vor Ort feststellen“, unterstreicht Dr. Anja Dirksen, die beim Kreis unter anderem für Bedarfsmittelgegenstände wie etwa Spielsachen zuständige Sachgebietsleiterin. Sie rät: „Nehmen Sie das Spielzeug vor dem Kauf im Laden einfach genau unter die Lupe, lassen Sie sich Zeit und möglichst auch eingehend beraten.“

Wer unsicher ist, kann sich bis zum 31. Dezember bei einer Hotline für sicheres Spielzeug des Landesministeriums für Arbeit, Integration und Soziales beraten lassen: Dort gibt es Tipps und Informationen zum Kauf von sicherem Spielzeug. Die Rufnummer 0211 / 837-19 24 ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr erreichbar.

Beim Kauf von Kinderspielzeug empfiehlt Dr. Anja Dirksen: „Achten Sie darauf, dass die Waren mit dem CE-Zeichen und besser noch mit dem GS-Zeichen ausgezeichnet sind. Denn diese Kennzeichen stehen dafür, dass sich der Hersteller an die entsprechende europäische Richtlinie hält. Scheuen Sie sich auch nicht, an dem Spielzeug zu riechen. Oft ist schon ein stechender Geruch ein Indiz dafür, dass hier möglicherweise eine Gefahr besteht.“

Darüber hinaus sollten Eltern auf die Altersangaben achten. Spielzeug, das für Kinder unter 36 Monaten gefährlich sein kann, weil es beispielsweise Kleinteile enthält, die verschluckt oder eingeatmet werden können, muss mit einem entsprechenden Warnhinweis „Nicht für Kinder unter 3 Jahre geeignet“ gekennzeichnet sein.




Jugendhilfe Bergkamen wird vom Ev. Johannisstift Paderborn übernommen

Die Jugendhilfe Bergkamen gGmbH, die seit 20 Jahren in Bergkamen im Bereich der stationären und ambulanten Jugendhilfe tätig ist, wird zum 01.01.2016 vom Ev. Johannisstift Paderborn übernommen.
„Der bisherige Besitzer der Jugendhilfe Bergkamen, der Bergkamener Verein für Kinder- und Jugendhilfe e.V., hat nach langen, intensiven Verhandlungen mit dem Ev. Johannisstift Paderborn Einigkeit darüber erzielt, die gemeinnützige Gesellschaft Jugendhilfe Bergkamen in gute Hände weiterzugeben“, so der Geschäftsführer Jochen Wehmann.

Jochen Wehmann
Jochen Wehmann

Im Vordergrund der Verhandlungen stand die qualitative Fortführung der Arbeit im Bereich der Jugendhilfe, aber auch die Absicherung der 48 Arbeitsplätze, die tarifrechtlich entgeltet werden.

Hintergrund dieser Übergabe ist, dass für den bisherigen Geschäftsführer, Jochen Wehmann, ab dem 01.01.2016 der passive Teil seiner Altersteilzeit beginnt. „Der Verein ist froh darüber mit dem Johannisstift einen kompetenten und engagierten Träger gefunden zu haben, der die fachlichen und ethischen Voraussetzungen in allen Bereichen erfüllt, die der Verein auch weiterhin gewährleistet haben möchte“, erklärt Wehmann.

Das Ev. Johannisstift Paderborn ist nicht nur Träger von Jugendhilfe, sondern betreibt weiterhin ein Krankenhaus, bietet ambulante und stationäre Altenhilfe an und hat ein Bildungszentrum für Gesundheits- und Sozialberufe.

Der neue Leiter der Jugendhilfe Bergkamen gGmbH wird Maik Sandmann sein, der sich schon bei den Mitarbeitern vor Ort bekannt gemacht und angefangen hat sich in diese Aufgabe einzuarbeiten.
Rechtzeitig zum Jahreswechsel ist die Verwaltung der Jugendhilfe Bergkamen in den Sundern umgezogen, wo sich jetzt zentral die Jugendhilfestation und die Verwaltung unter einem Dach befinden.
Der offizielle Übergabetermin der Jugendhilfe Bergkamen gGmbH findet im Rahmen einer Feier zum 20-jährigen Jubiläum des Bergkamener Vereins statt.

Hier einige Daten zu der Jugendhilfe Bergkamen gGmbH:

Die Jugendhilfe Bergkamen gGmbH beschäftigt zurzeit 48 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im stationären und ambulanten Bereich.

Der stationäre Bereich umfasst das Dezentrale Kinderheim mit 20 Plätzen, die sich in 12 Plätze im intensivpädagogischen Bereich und 8 Plätze in familienorientierter Heimerziehung aufteilen.

Im ambulanten Bereich führen die Jugendhilfe seit November 2001 sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH) durch und haben zurzeit 17 Fachkräfte eingestellt, die ca. 85 Familien mit 250 Kindern und Jugendlichen in der Region betreuen. Das SPFH-Team ist multiprofessionell. Die Sozialpädagogen werden unterstützt durch eine Hebamme, die vor allem bei neugeborenen Kindern eingesetzt wird, und einer Familienpflegerin, die die Familien im Bereich der Haushaltsführung intensiv anleitet.

Weitere Arbeitsfelder sind sozialpädagogisch betreutes Wohnen, soziale Gruppenarbeit mit besonders auffälligen Kindern, die an regulären Gruppenangeboten noch nicht teilnehmen können, ambulante Betreuung und Familienberatung. Die Jugendhilfe ist bemüht, einzelfallbezogen Hilfeangebote zu entwickeln und durchzuführen.




Kreis-Leitstelle ruft auf: Alle Defibrillatoren melden

Wenn’s drauf ankommt, kann er Leben retten: Der „Automatisierte Externe Defibrillator (AED)“ – kurz Defi genannt – hilft bei einem plötzlichen Herzstillstand mit gezielten Stromstößen weiter. In vielen Rathäusern, Einkaufszentren und auch in Unternehmen gibt es die automatischen Lebensretter.

Auch im Kreishaus in Unna gibt es einen Defibrillator. Standort ist bei Nicole Vieler (Foto) und ihren Kolleginnen an der Info im Erdgeschoss. Foto: B. Kalle – Kreis Unna
Auch im Kreishaus in Unna gibt es einen Defibrillator. Standort ist bei Nicole Vieler (Foto) und ihren Kolleginnen an der Info im Erdgeschoss. Foto: B. Kalle – Kreis Unna

Wenn es um Leben und Tod geht, müssen Ersthelfer aber auch wissen, dass ein Defibrillator möglicherweise ganz in der Nähe ist. Deshalb arbeitet die Rettungsleitstelle des Kreises Unna jetzt an einer Übersicht über alle Defi-Standorte im Kreisgebiet und ruft auf: „Bitte melden Sie uns Ihren Defibrillator“, so Jens Bongers, der Koordinator der Leitstelle. Egal ob in einer Firma, im Behördenhaus, in einer Arztpraxis, in einem Verein oder bei einer sonstigen Institution – die Bevölkerungsschützer beim Kreis nehmen alle Defibrillatoren in ihre Liste auf.

Denn je nach Notlage kann die Information, dass ein Defibrillator in der Nähe ist, die Überlebenschancen eines Patienten deutlich erhöhen. Während der Rettungswagen unterwegs ist, geben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Leitstelle den Ersthelfern übers Telefon Tipps. „Ist mehr als ein Helfer vor Ort und der Defi nicht weit, dann ist das eine gute Nachricht“, erläutert Jens Bongers. Dann nämlich kann ein Helfer die Herzmassage durchführen und ein zweiter den nächstgelegenen Defibrillator zum Patienten holen.

Die automatischen Schockgeber können ein Herz dazu bringen, wieder im richtigen Rhythmus zu schlagen. Die Bedienung ist völlig unproblematisch: Die Geräte weisen medizinische Laien per Sprachprogramm und Piktogrammen genau an, was zu tun ist. Man kann nichts falsch machen, der Defibrillator gibt Anweisungen, welche Schritte zu tun sind. Bevor es zum Auslösen des Stromschocks per Knopfdruck kommt, erfolgt eine Analyse der Herztätigkeit, die das Gerät selbsttätig durchführt.

Wer in seiner Firma, im Verein oder sonstigen Organisation über einen Defibrillator verfügt, meldet sich bei der Rettungsleitstelle des Kreises. Ansprechpartner Jens Bongers ist unter Tel. 0 23 03 / 27-17 38 oder per E-Mail an jens.bongers@kreis-unna.de zu erreichen. Angegeben werden sollte der genaue Standort (Adresse, Stockwerk, Gebäudeteil) und zu welchen Zeiten das Gerät öffentlich zugänglich ist.




Marco Steube wird Südwestfalenmeister auf der Kurzbahn

Am vergangenen Wochenende starteten zwölf Schwimmerinnen und Schwimmer der Wasserfreunde TuRa Bergkamen bei den Südwestfälischen Kurzbahn-Meisterschaften in Kamen. Bei diesem Wettkampf war nur startberechtigt, wer sich zuvor über eine Pflichtzeit qualifiziert hat. So war allein hier teilnehmen zu dürfen schon eine hervorragende Leistung. Die Wertung erfolgte in Altersklassen, d.h. es wurden immer zwei Jahrgänge zusammen gewertet. Die 50m Strecken wurden sogar offen gewertet.

Bezirks Kurzbahnmeisterschaften 2015 (1)Marco Steube (Jugend D) gelang es als einziger TuRaner sich den Titel Südwestfalenmeister in seiner Altersklasse zu erkämpfen. Er unterbot seine bisherige Bestzeit über 200m Schmetterling um ganze 9,23 Sek. und schlug dann in 2:45,90 Min. ganz knapp mit 0,14 Sek. vor seinem älteren Konkurrenten an. Marco erschwamm sich bei seinen fünf Starts insgesamt drei Bestzeiten mit guten Platzierungen.
Maximilian Weiß (Jugend D) erschwamm sich über 100m Schmetterling in 1.11,73 Min. eine Silber- und über 200m Freistil in 2:20,86 Min. eine Bronzemedaille.. Beide Stecken absolvierte er in Bestzeit. Maximilian startete insgesamt neunmal und schwamm oft nur ganz knapp am Treppchen vorbei.
Folgende TuRaner erschwammen sich viele persönliche Bestzeiten und verfehlten das Treppchen oft nur ganz kapp: Yannick Wallny (4xBZ) ,Moritz Kneifel (3xBZ), Ann-Kathrin Teeke (3xBZ), Felix Wieczorek (3xBZ), Saskia Nicolei (2xBZ)und Lisa Weber (2xBZ).

Felix Brenne, Kevin-Noah Kaminski, Hannah Neumann und Jana Vonhoff komplettierten das hervorragende Ergebnis der TuRa-Schwimmer.




Heimleiter Werner Turk verabschiedet sich vom Treffpunkt

Werner Turk ist jetzt von Bürgermeister Roland Schäfer offiziell in den Ruhestand verabschiedet worden. Seinen letzten Arbeitstag als Heimleiter des Treffpunkts hat er am Donnerstag, 17. Dezember. Wenn abends alle Mitarbeiter der VHS und Kursteilnehmer das Haus an der Lessingstraße verlassen haben, wird er zum letzten Mal das Licht ausschalten und den Schlüssel hinter sich umdrehen.

Bürgermeister Roland Schäfer hat am Mittwochmorgen Werner Turk (mit Blumen) offiziell aus den städtischen Diensten verabschiedet.
Bürgermeister Roland Schäfer hat am Mittwochmorgen Werner Turk (mit Blumen) offiziell aus den städtischen Diensten verabschiedet.

Wiederkommen wird der 63-Jährige zu Beginn des neuen Jahres nur in inoffizieller Mission. Wenn sein Nachfolger Marcel Farke irgendwelche Fragen hat, hilft Werner Turk gern weiter. Vorher gab es dazu nur wenig Gelegenheit, weil Marcel Farke bis zum Jahresende in seinem bisherigen Job arbeiten muss.

An sich hätte er gern weitermachen können. „Es hat weiterhin Spaß gemacht“, betont Turk. Was ihm aber zu schaffen gemacht hatte, waren die vielen Dienste bis nach 22 Uhr und auch an den Wochenenden. „Meine Frau wird sich erstmal daran gewöhnen müssen, dass ich ab sofort abends zu Hause bin“, lacht er.

Dafür können jetzt beide endlich nach über 25 Jahren auch außerhalb der Schulferien in Urlaub fahren. Auch hat er jetzt mehr Zeit für seine sportlichen Hobbys. Neben Tennis sind Golf und mit dem Fahrradfahren. Langweilig wird es ihm im Ruhestand wohl nicht werden.

Über 45 Jahre hat Werner Turk gearbeitet. Während der ersten 20 war er übrigens Angestellter der Firma Fluhme in Bergkamen.