50 Jahre Stadt Bergkamen: Laura Biela gewinnt den Logo-Wettbewerb

Die erste Gewinnerin im Bergkamener Jubiläumsjahr steht fest. Sie heißt Laura Biela. Die angehende Mediengestalterin im 3. Lehrjahr lieferte den Entwurf beim jetzt abgeschlossenen Logowettbewerb, der nach langer Beratung die Jury letztlich überzeugt hat.

Die Gewinner des Logo-Wettbewerbs (vorn. v.l.) Christine Billigmann, Laura Biela und Norbert Mertins, im Hintergrund Karsten Quabeck (l.) und der Amtsleiter Zentrale Dienste Thomas Hartl.
Die Gewinner des Logo-Wettbewerbs (vorn. v.l.) Christine Willingmann, Laura Biela und Norbert Mertins, im Hintergrund Karsten Quabeck (l.) und der Amtsleiter Zentrale Dienste Thomas Hartl.

Letztlich sei sie von ihrer Mutter dazu gedrängt worden, ihren Wettbewerbsbeitrag abzugeben, berichtete die Bergkamenerin am Mittwochnachmittag im Rathaus bei der offiziellen Verkündigung des Wettbewerbsergebnisses. Dass sie auf ihre Mutter gehört hatte, brachte ihr jetzt ein Preisgeld von 500 Euro ein. Ihr Logo wird in der Anlaufphase zu den Jubiläumsfeierlichkeiten am ersten Juni-Wochenende die offiziellen Schriftstücke, aber auch Plakate und vieles anderes mehr zieren. Die Zweitplatzierte Christine Willingmann hat immerhin 250 Euro erhalten und der Drittplatzierte Norbert Mertins 100 Euro.

Insgesamt seien 44 Beiträge von 15 Personen eingegangen. Die meisten wohnen in Bergkamen. Ein Beitrag sei aber auch aus Hamburg von einer ehemaligen Bergkamenerin gekommen, berichtete der Leiter des Stadtmarketings Karsten Quabeck.  Als kleines Dankeschön für ihre Mühen erhalten die übrigen 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Bildband über Bergkamen.

Hier nun die drei Siegerbeiträge mit den jeweiligen Erläuterungen der Jury:

Platz 1: Laura Biela

Gewinner Logowettbewerb_Laura Biela_BergkamenDas Gewinnerlogo vereint den feierlichen Charakter perfekt mit vorhandenen Merkmalen. Die Welle aus dem „natürlich…Bergkamen“-Logo wird aufgegriffen und das Eintauchen des Logos in blaue Töne stellt den Bezug zur Naturverbundenheit und zur Lippe dar. Der Einbau eines Dekor-Elementes in Form eines Feuerwerks und die Zahl „50″ stellt das Jubiläum in den Vordergrund. Durch die moderne Schriftart und das jugendliche Erscheinungsbild des Logos, wird die moderne Zukunft der Stadt Bergkamen dargestellt. Es ist somit auf prägnante Merkmale reduziert und schafft einen unverwechselbaren Wiedererkennungswert.

Platz 2: Christine Willingmann

Gewinner Logowettbewerb_Christine Willingmann_BergkamenDieser Logoentwurf geht sehr gut auf die Geschichte der Stadt Bergkamen durch die Darstellung des Kraftwerkes, des Rathauses und des Förderturms der Zeche Monopol ein. Es stellt das Gemeinschaftsgefühl in den Vordergrund und stärkt das „Wir-Gefühl“. Es verdeutlicht, dass alle Bürgerinnen und Bürger gemeinsam die Zukunft der Stadt Bergkamen gestalten. Es stellt somit eine optimale Verbindung zwischen den vergangenen 50 Jahren und der Zukunft dar.

Platz 3: Norbert Mertins

Gewinner Logowettbewerb_Norbert Mertins_BergkamenDieser Logoentwurf stellt einerseits durch die 6 verschiedenen Kästchen die Stadtteile der Stadt Bergkamen dar und zeigt somit das Zusammengehörigkeitsgefühl. Andererseits wird durch die verschiedene Farbgebung auf den multikulturellen Schwerpunkt in der Stadt eingegangen und zeigt, dass Bergkamen bunt ist. Durch den Aufgriff von Teilen des Logos, ist ein einfacher Bezug zu Bergkamen erkennbar und das Jubiläum wird durch die Daten, die in einem Goldton getaucht sind, verdeutlicht.

 




Verbotsschilder und Ranger machen deutlich: Downhill-Fahren auf der Halde ist verboten

Verboten war es schon immer: Radfahren auf der Bergkamener Bergehalde Großes Holz abseits der offiziellen Wegen. Das kümmerte aber bisher eine Reihe von Downhill-Fahrer wenig. Dem soll jetzt durch Verbotsschilder und durch den Einsatz von Rangern ein Riegel vorgeschoben werden. Wer erwischt wird, muss mit einem Bußgeld bis zu 80 Euro rechnen.

Das Verbotsschilder allein nicht helfen, weiß natürlich Christiane Günther. Deshalb werden ab sofort diese beiden RVR-Ranger auf der Bergehalde Großes Holz Streife gehen.
Das Verbotsschilder allein nicht helfen, weiß natürlich Christiane Günther. Deshalb werden ab sofort diese beiden RVR-Ranger auf der Bergehalde Großes Holz Streife gehen.

„Die Gefahren und Schäden sind zu groß, als dass der Regionalverband Ruhr (RVR) als Eigentümer noch länger zuschauen kann“, erklärt die zuständige Revierförsterin Christiane Günther. „Der RVR sieht sich gezwungen, gegen die offensichtlich zunehmende Zahl risikobereiter Downhill-Radfahrer vorzugehen.“

Abseits der Wege wurden seit geraumer Zeit sogenannte Trails mit Pistenüberhöhungen, tiefe Gruben und andere spektakuläre Hindernisse errichtet und auf ihnen vom Halden-Top „Adener Höhe“ bis an den Haldenfuß gefahren, dabei auch Wanderwege in rasendem Tempo kreuzend. Es wurde ein Rastplatz mit entsprechender „Bestuhlung“ errichtet, der bei Bedarf sogar mit einer Plane überdacht werden konnte. Ein am Baum hängender Grillrost ließ vermuten, dass auch für das „leibliche Wohl“ gesorgt werden konnte. Der ursprünglich in Plastiktüten befindliche Müll fand sich in Teilen bereits im Gelände wieder.

Gezimmertes Sprungelement der Downhill-Fahrer aus Holz.
Gezimmertes Sprungelement der Downhill-Fahrer aus Holz.

Die gesetzliche Grundlage für ein derartiges Fahrverbot liefert laut Chrisdtiane Günther das Landesforstgesetz (LFoG) NRW: „Das Radfahren auf nicht festen Wegen oder abseits von Wegen ist nach § 70 (1) 1a. Landesforstgesetz NRW verboten. Wer dagegen verstößt, handelt ordnungswidrig und kann mit einer Geldbuße geahndet werden“.

„Weiterhin greifen die Mountainbiker in fremdes Eigentum ein, indem sie eigenmächtig Erdbewegungen vornehmen, Äste und Bäume absägen und „gigantische“ Holzbefestigungen aus mitgebrachten Brettern und Paletten anlegen“, erklärt Christiane Günther weiter. Der Name „BIG MAMA“, der mit dem Hinweis „SLOW“ auf einer Tafel vor einem solchen gigantischen hölzernen Sprungelement in den Boden gerammt worden sei, lasse vermuten, dass hier bereits  äußerst risikobereite und professionelle Downhill-Fahrer am Werkwaren. Günther: „Diese Eingriffe können aus haftungsrechtlichen Gründen nicht geduldet und auch aus ökologischer Sicht nicht gutgeheißen werden. Die Downhill-Fahrer gefährden sich selbst und andere Haldennutzer wie Spaziergänger und „klassische“ Radfahrer.“

Die Halde Großes Holz soll natürlich für die Öffentlichkeit geöffnet werden, aber nur für die, die sich rücksichtsvoll und gesetzeskonform verhalten. Die illegalen Abfahrten an der Halde Großes Holz zerstören die Vegetation und den Boden, dies führt zu Auswaschungen und folglich zu teilweise erheblichen Erosionsschäden im Gelände und an den Wegen. Erst im Herbst vergangenen Jahres wurde im Südteil der Halde ein Wegeabschnitt für einen 5-stelligen Euro-Betrag aufwendig instandgesetzt. Mangelnde Rücksichtnahme auf die Brut- und Setzzeit von Wildtieren und das Fahren bis spät in die Abendstunden sind weitere Kritikpunkte. Die bereits schon aus anderen Gründen eingeschränkten Lebensräume bieten Wildtieren kaum noch Rückzugmöglichkeiten.

Gegrasbenes Sprungelement.
Gegrasbenes Sprungelement.

Der RVR wird deshalb jetzt die Haupteingänge zur Halde mit entsprechenden Hinweisschildern sowie die Abfahrtsstrecken mit Verbotsschildern markieren und mittels Holzabsperrungen unpassierbar machen. Die „unfallträchtigsten“ Sprungelemente sowie der „Rastplatz“ wurden bereits von den „Verursachern“ Ende des Jahres zurückgebaut. Verblieben sind dennoch ein nicht unerheblicher Teil an Restmüll, der verbotswidrig in einer Grube entsorgt wurde sowie eine großdimensionierte Aufschüttung und natürlich viele kleinere Sprungelemente. Einige Sprungschanzen und andere künstliche Einrichtungen werden nach und nach noch eingeebnet und unpassierbar gemacht. Weitere waldbauliche Maßnahmen in diesen Bereichen werden in den kommenden Monaten ebenfalls zur Unpassierbarkeit der Abfahrten beitragen. Durch Überwachungsmaßnahmen der RVR-eigenen Ranger soll die Maßnahme aufklärend, aber bei Zuwiderhandlungen auch sanktionierend begleitet werden. Sollten widerrechtlich neue Trails im Gelände angelegt werden, behält sich der RVR anderweitige rechtliche Schritte vor bis hin zur Erteilung von Hausverboten.

Der RVR betont in diesem Zusammenhang nochmals ausdrücklich, dass rücksichtsvolle Radfahrer und Mountainbiker auf festen Wegen weiterhin gern gesehene Gäste auf der Halde sind.




Richard Ray Farrell spielt und singt beim Sparkassen Grand Jam

Der Sänger und Gitarrist Richard Ray Farrell ist beim nächsten Sparkassen Grand Jam am Mittwoch, 3. Februar, ab 20 Uhr im Haus Schmülling zu hören.

Richard Ray Farrell
Richard Ray Farrell

Vom Straßenmusiker zum international angesehen Blues-Act: Der Sänger und Gitarrist Richard Ray Farrell ist sicherlich eine der authentischsten Figuren der zeitgenössischen Blues-Szene, ein Musiker der den Blues nicht nur spielt, sondern ihn wahrlich erlebt hat!

Geboren 1956 in Niagara Falls im US-Bundesstaat New York, verließ der Musiker bereits kurz nach seinem High-School-Abschluss seine Heimatstadt, um als Musiker um die Welt zu ziehen. 1975 in Frankreich angekommen, studierte er die Musik von Größen wie Muddy Waters, Robert Johnson und anderen – seine ersten Auftritte fanden schließlich als „Busker“ in der Metro statt.

Diese stundenlangen Performances fanden ihr Ende, als Richard Ray Farrell nach der Gründung einer eigenen Band in Clubs und auf Festival-Bühnen eingeladen wurde. Spanien, die Niederlande und Deutschland waren dann weitere Stationen des mittlerweile international bekannt gewordenen Musikers, der nun als „Special Guest“ Festival-Konzerte von Joe Cocker eröffnen durfte, mit dem ehemaligen Frank Zappa – Schlagzeuger Jimmy Carl Black CDs produzierte und als Sideman von Größen wie R.L. Burnside Big Jack, Louisiana Red und Frank Frost durch Europa tourte. Weitere CDs wurden beim deutschen Label „Stormy Monday Records“ veröffentlicht – zum festen Line-Up der Richard Ray Farrell Band gehörten nun Größen wie David Olson oder Joel Foy. Eine Spezialität von Ray Farrell ist neben dem klassischen Chicago Blues vor allem auch die akustische Spielart. Sein viel beachtetes „Unplugged“ – Album mit dem Titel „Street Songs, Jazzy Tunes & Down Home Blues“ erschien Ende der 90er Jahre und zeigte auf eindrucksvolle Weise die Qualitäten des Musikers.

Zu Begin des neuen Jahrtausends zog es Ray Farrell nun doch wieder in sein Heimatland  USA zurück. Seine dort aufgenommene CD „Bohemian Life“ (u.a. mit Eric Claptons Harmonika-Spieler Jerry Portnoy im Line-Up) erklomm schließlich Platz 18 der amerikanischen Living Blues Charts. Auf diesem eindrucksvollen Werk befinden sich ausschließlich eigene Kompositionen, so dass es daraufhin von 200 Radiostationen weltweit gespielt wurde. 2005 überraschte Ray Farrell mit einer weiteren akustischen CD: „Acoustic Roots“, dieses Mal solo mit klassischem Ragtime und Deltablues. Sein Gesang und sein Gitarrenspiel verhalfen ihm mit dieser Produktion zu erneuter Anerkennung als äußerst vielseitiger Blues- & R&B-Performer.

Tickets erhalten Sie im Kulturreferat der Stadt Bergkamen, im Bürgerbüro und an der Abendkasse. Eine weitere Kartenvorverkaufsstelle ist die Sparkasse Bergkamen-Bönen, In der City 133, Bergkamen-Mitte

Ticket-Preise Grand Jam Konzerte:

Vorverkauf (VVK): 14,- € (ermäßigt 11,- €).

Der Vorverkauf endet am Montag, 01.02.2016 um 12.00 Uhr!

Abendkasse (AK): 16,- € (ermäßigt 13,- €)

Alle weiteren Informationen gibt es im Internet unter www.bergkamen.de

 




Kohle-Kunst für die Ewigkeit exklusiv für Bergkamen

„Das kenne ich noch aus der Schule!“, unterhalten sich zwei Besucherinnen und zeigen aufgeregt auf die Bilder in der Galerie sohle 1. Einen Stock höher stockt ihnen bereits auf dem Treppenabsatz der Atem. „Das ist ja irre“, flüstern sie. Rundherum hämmert es, rumort es, schrillt das Signal des Förderkorbes vor der Kulisse eines Bergbaustollens, der nur auf den ersten Blick aussieht wie ein Foto.

Spannendes Erlebnis: Eine Installation mit Dimensionen zum Betreten in der Galerie sohle 1.
Spannendes Erlebnis: Eine Installation mit Dimensionen zum Betreten in der Galerie sohle 1.

Fasziniert und weckt nicht nur Erinnerungen, sondern auch Fragen: Die Lichtkunst aus Kohle von Nikola Dicke.
Fasziniert und weckt nicht nur Erinnerungen, sondern auch Fragen: Die Lichtkunst aus Kohle von Nikola Dicke.

Was Nikola Dicke geschaffen hat, ist exklusiv. Aus Kohle sind für die einst größte Bergbaustadt Europas Abbildungen seiner Vergangenheit aus exakt jenem Stoff entstanden, der sie immer noch prägt. Mit dem Finger, mit Werkzeugen, mit Nadeln hat sie Arschleder, Steigerstäbe, Grubenlampen, Fördertürme, das ganze Innenleben von Bergwerken aus Kohlenruß auf Glasplatten herausgebildet. Lichtquellen dahinter geben ihnen einen ganz neuen Ausdruck. Sie verwandeln winzige Diaformate in der Installation in raumfüllende Kunstwerke, die betreten und mit dem eigenen Schatten in Bewegung gesetzt werden können.

„Für die Bergkamener ist die Bergbauvergangenheit noch immer präsent – mit dem letzten Schachtgerüst, mit Bergsenkungen, vor allem aber mit dem ganz besonderen Zusammengehörigkeitsgefühl“, so der Beigeordnete Holger Lachmann zur Austellungseröffnung. Die Bezüge zur Stadt finden sich aber auch in der Lichtkunst, die hier eine große Rolle spielt. Auch an Aktualität mangelt es nicht, hat doch just die vorletzte Zeche im Ruhrgebiet die Förderung eingestellt.

Silhouetten im Schacht - ein Ausschnitt aus einem Kunstwerk.
Silhouetten im Schacht – ein Ausschnitt aus einem Kunstwerk.

Als sich Bergkamens Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel und die Künstlerin Nikola Dicke auf dem Hammer Bahnhof zufällig trafen und die Idee für diese Ausstellung entstand, gaben gleich mehrere Reize den Ausschlag. „Den Boden in der Galerie fand ich sehr interessant“, sagt die gebürtige Wittenerin im Künstlergespräch mit einem Schmunzeln. „Damit lässt sich was machen!“ Im Verlauf der Arbeit entdeckte sie zudem einen „archäologische und archivierenden Aspekt“, indem sie nicht nur das Gezähe und die Fördertürme, sondern auch ganze Bergwerkspläne verewigte.

 

Exklusive Bergkamen-Kunst mit Ewigkeitsanspruch

Nikola Dicke und Michael Staab im Künstlergespräch.
Nikola Dicke und Michael Staab im Künstlergespräch.

Mehrdimensional ist für den Regisseur, Künstler und Ausstellungsmacher Michael Staab nicht nur die Technik, die Raumfülle, die Mitgestaltung durch die Besucher. Dimensionen erreicht die Kunst von Nikola Dicke auch mit einem der ersten künstlerischen Medien überhaupt, der Kohle, die auf Glas einen Ewigkeitsanspruch erhebt. Daher auch er Ausstellungstitel: „Ewige Teufe“. Ganze Menschen haben ihre Körperteile auf den Platten hinterlassen und zu einem kompletten Bergmann formiert. Was auf den ersten Blick täuschend fotorealistisch wirkt, ist jedoch gezeichnet, gemalt, verwischt, verschoben. Noch eine Dimension, die auf sich aufmerksam macht. Denn: „Perfekt realistisch ist langeilig“, so die Künstlerin. Sie will die Unschärfe, das Unkontrollierbare, das Unplanbare – das ihr Werk eine eigene Dynamik bekommt.

Der Plan des Bergwerks von Haus Aden mit unzähligen Bergbau-Wörtern im Hintergrund.
Der Plan des Bergwerks von Haus Aden mit unzähligen Bergbau-Wörtern im Hintergrund.

Für Nikola Dicke war es ganz nebenbei „spannend zu sehen, wo ich eigentlich herkomme“. Sie will mit ihrer Kunst aber auch eine andere Sichtweise auf die vermeintlich gewohnten Dinge hervorlocken. Was allerdings ewig zu währen scheint, könnte nach dieser Ausstellung vorbei sein. Wenn sich keine Käufer finden, werden die Glasplatten wieder geschwärzt und in neue Kunst verwandelt. So wie diese Glasplatten zuvor einen „verborgenen Garten“ beherbergten. Entsprechend laut waren die Einwürfe der Zuhörer, dass die Stadt doch die Kunstwerke erwerben möge – quasi als Geburtstagsgeschenk zum 50-jährigen Bestehen der Stadt.

Die Ausstellung ist noch bis zum 10. April in der Galerie sohle 1 zu sehen. Am 16. Februar wird Nikola Dicke ihre Kunst außerdem auf das Rathaus projizieren.




Johannisstift Paderborn hat die Jugendhilfe Bergkamen mit 50 Mitarbeitern übernommen

Mit einem Dutzend Mitgliedern gehört der Verein für Kinder- und Jugendhilfe Bergkamen e.V. sicherlich nicht zu den Großen. Dennoch kamen am Freitag Bürgermeister, Faktionsvorsitzende, Vertreter des Landesjugendamts sowie Vertreter der Jugendämter Kamen und Bergkamen zur Feier seines 20-jährigen Bestehens, um zu gratulieren. Ein weiterer Grund war, dass das Kernstück des Vereinslebens, die „Jugendhilfe Bergkamen gGmbH“, an das Ev. St. Johannisstift Paderborn übergeben wurde. Betroffen sind immer hin fast 50 festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in der Kinder- und Jugendhilfe in der Region tätig sind.

Staffelübergabe bei der Jugendhilfe Bergkamen eGmbH: 3.v.r. Hans-Joachim Wehmann, der neue für Bergkamen zuständige Bereichsleiter Maik Sandmann (l.)
Staffelübergabe bei der Jugendhilfe Bergkamen eGmbH: 3.v.r. Hans-Joachim Wehmann, der neue für Bergkamen zuständige Bereichsleiter Maik Sandmann (l.)

Dass der Vorsitzende und Geschäftsführer des Vereins Hans-Joachim Wehmann und in gewisser Weise auch seine Frau Gabriele bei der Feier im ehemaligen Gemeindehaus Im Sundern im Mittelpunkt standen, hatte mehrere gute Gründe. Beide haben in ihrem Haus in Oberaden ein sogenannte Kleinstheim eingerichtet. „Kinder haben ein Recht auf familiäre Geborgenheit“, nannte Jochen Wehmann ein wichtiges Motiv dafür, das auch später zur Gründung des Vereins führen sollte.

Nachdem Gabriele und Jochen (Gabriele war zudem als Lehrerin tätig.) die erste Generation bis zum Einstieg in ein erfolgreiches Berufsleben betreut hatten, wurde ihnen klar, dass eine zweite Generation nicht mehr folgen sollte. Als sie nun vor etwas mehr als 20 Jahren mit einigen anderen Pädagogen im Eiscafé Pelle Kaffee tranken entwickelten sie die Idee zu einem „dezentralen Kinderheim“. Im Prinzip handelt es sich um Pflegefamilien, bei denen ein Elternteil über eine pädagogische Fachausbildung verfügt. Diese Fachkräfte wurden dann festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins.

Später hat der Verein seinen Tätigkeitbereich ausgeweitet. Es kam die Sozialpädagogische Familienhilfe hinzu. Es wurde eine kleine Beobachtungsgruppe eingerichtet. Hier geht es vor allem um Antworten auf die Frage: Wie und wo kann Kindern, die in große Schwierigkeiten geraten sind, am besten geholfen werden. Kinder werden in die ebenfalls eingerichtete Kurzzeitgruppe mit dem Ziel aufgenommen, dass sie nach etwa sechs Monaten wieder zu ihren Eltern zurückkehren können.

Dass jetzt das „Kerngeschäft“ des Vereins, die „Jugendhilfe Bergkamen gGmbH“ in die Trägerschaft des Johannisstifts Paderborn übergeht: Hans-Joachim Wehmann hat zum 1. Januar die Passivphase seiner Altersteilzeit angetreten und das Durchschnittsalter der Vereinsmitglieder beträgt, wie er leicht schmunzelnd bemerkte, 62,5 Jahre. Wehmann wie auch sein Stellvertreter Harald Sparringa zeigt sich fest überzeugt, dass die Arbeit der Jugendhilfe in Bergkamen in der gewohnten Qualität weitergeht und dass sich für die 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter keine Nachteile ergeben werden.

Das hatte am Freitag auch der Vorstandsvorsitzende des Johannisstifts Paderborn, Martin Wolf, fest zugesagt, bevor es zur symbolischen Staffelübergabe kam. Beim Verein für Kinder und Jugendhilfe bleiben auch künftig zwei Einrichtungen, weil sie auf Spenden angewiesen sind: die Spielstube im Schacht III und die sogenannte Lernwerkstatt, die in Räumen des ehemaligen ev. Kindergartens am Martin-Luther-Zentrums inzwischen eingerichtet wurde.

Letztlich blieb am Freitag für Jochen Wehmann nur noch übrig, zusammen mit Harald Sparringa langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu ehren. Einige waren von Anfang an dabei: Ingo Hinz, Barbara Müller, Petra Suttrop, Barbara Röttgers, Sabine Steger, Heidi Duscha, Beate Schulte und Margrit Heer.

Verein 1




Willy-Brandt-Gesamtschule bietet auch eine Sport-Profilklasse an

Großer Andrang herrschte am Samstag an der Willy-Brandt-Gesamtschule beim traditionellen Tag der offenen Tür. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler der 4. Grundschulklassen waren zusammen mit ihren Eltern gekommen, um sich über das breitgefächerte Angebot der größten Bergkamener Schule zu informieren.

Mit Beginn des neuen Schuljahres bietet die Gesamtschule den neuen 5ern eine Sport-Profilklasse an.
Mit Beginn des neuen Schuljahres bietet die Gesamtschule den neuen 5ern eine Sport-Profilklasse an.

Auch 10.-Klässler, die nach den Sommerferien in die gymnasiale Oberstufe wechseln wollen, konnten sich gründlich umschauen. Diesmal gab es aber – anders als bei den Kleinen – für sie nicht die Möglichkeit, in den Unterricht zu schnuppert. Stattdessen hatten Lehrer und Schüler Info-Ständen zu den einzelnen Fächern aufgebaut.

Vokabeln lernen mit dem iPad

Gesamt 2
Das Schüler-Café der Oberstufe hat seit einigen Monaten auch eine eigene Küche.

Bei den angehenden Fünftklässlern und deren Eltern standen die beiden Profilklassen, die im neuen Schuljahr an den Start gehen werden, im Mittelpunkt des Interesses. Gute Erfahrungen konnte die Gesamtschule laut Schulleiterin Ilka Detampel und der zuständigen Abteilungsleiterin 5-7, Manuela Scharfenberg, mit der Tablet-Klasse sammeln. Deren Schüler verfügen über einen iPad, für den die Eltern 25 Euro an Leasing-Gebühren im Monat fällig werden. „Vokabeln mit diesem Gerät zu lernen macht den Kindern Spaß“, hat Ilka Detampel. Zuhause kann es wie ein normal Tablet genutzt werden. Ist also dort auch für Facebook und Youtube geeignet. In der Schule haben die Kinder aber nur Zugriff auf pädagogisch Wertvolle Inhalte. Die Schule hofft, so auch die Medienkompetenz der Kinder zu stärken.

Völlig neu ist ab dem nächsten Schuljahr die Sportklasse. Dessen Schüler erhalten in der 5. Klasse neben den drei obligatorischen Sportstunden zwei weitere Stunden im AG-Bereich. Hier sollen nicht unbedingt die kommenden Olympiasieger einen besseren Start erhalten. Es ist vielmehr sinnvolle Ergänzung auf Sportabitur, das bereits seit vielen Jahren an der Willy-Brandt-Gesamtschule angeboten wird. Zudem soll den Schülern mit großem Bewegungsdrang die Möglichkeit eröffnet werden, ihn auch auszuleben. Nicht zuletzt gibt es den Hintergedanken, die Fitness und damit auch die Gesundheit der Kinder zu fördern.

Fast alle Schüler der Gesamtschule hatten am Samstag einen fast normalen Unterrichtstag. Die 9er und 10er hatten zum Beispiel mit den Kooperationspartnern der Schule aus der Wirtschaft ein intensives Bewerbungstraining. In geballter Form erhielten während der rund drei Stunden die Besucher einen detaillierten Überblick über die AG-Angebote.

Solar-Autos aus eigener Herstellung

Hier werden Bausätze für Solarautos und Solarboote hergestellt.
Hier werden Bausätze für Solarautos und Solarboote hergestellt.

Besonders eifrig zeigte sich die Technik-AG, die Bausätze für Solarautos herstellt. Die Grundschüler konnten selbst solch ein Solar-Auto anfertigen und auch auf einer Teststrecke ausprobieren. Das war auch ein Probelauf für den ganz großen Tag Ende Januar. Die Gesamtschule erhält Besuch aus der Türkei von einer Delegation der Atatürk-Schule aus Silifke. Im feierlichen Rahmen wird ein Partnerschaftsvertrag unterschrieben. Die Atatürk-Schule wäre dann die erste offizielle Partnerschule der Bergkamener Willy-Brandt-Gesamtschule.

Ilka Detampel hatte mit einer Bergkamener Delegation sich bereits vor einigen Monaten in Silifke umgesehen. Tablets gehören dort bereits zum normalen Unterrichtsalltag in allen Klassen und die normalen Schultafeln gibt es nicht mehr, erklärte sie. Einen gewissen Nachholbedarf haben die Bergkamener aber beim Thema Solarenergie ausgemacht.

Deshalb haben zwei Oberstufenschüler einen Fachvortrag zu diesem Thema in Deutsch und Türkisch für die Gäste vorbereitet. Den hielten sie in einem Testlauf auch am Samstag während des Tages der offenen Tür. Danach können dann die Gäste aus der Türkei ihr eigenes Solarauto bauen.




Gymnasium fasziniert mit Plasma-Autobahnen und Schüler-Power

„Ich sehe eine ganze Autobahn aus Strichen“, meint sie und schaut mit großen Augen durch das Okular des Mikroskops. Was die angehende Biologin so poetisch beschreibt, sind Chloroplasten und Plasmaströmungen der Wasserpest. Ein anderes Mädchen benennt ihren Ausflug in die Biologie mit eingehender Pflanzensezierung nüchtern: „Schau mal Mama, ich habe eine Tulpe getötet!“ Die Herzen der Biologielehrer haben beide an diesem Tag der offenen Tür des Gymnasiums jedenfalls im Sturm erobert.

Faszination Technik: Auch die angehenden Gymnasiastinnen waren sichtlich gebannt.
Faszination Technik: Auch die angehenden Gymnasiastinnen waren sichtlich gebannt.

Erste Versuche mit der Geige: Auch das war beim Tag der offenen Tür möglich.
Erste Versuche mit der Geige: Auch das war beim Tag der offenen Tür möglich.

Wie mancher der angehenden Gymnasiasten. Denn die prüften das Angebot des Lehrplans mit großer Begeisterung auf Herz und Nieren. Da wurde im Musikraum die Geige nicht nur bestaunt, sondern gleich Hand an die Seiten gelegt. Auch das Mundstück und die verschlungenen Klappen entpuppten sich als echte Herausforderung für das Lungenvolumen und für die Fingerfertigkeit.

Dem Puls auf der Spur - ein spannendes Erlebnis.
Dem Puls auf der Spur – ein spannendes Erlebnis.

 

 

 

Von der Isolierung der Tomaten-DNA mit Mörser und Filter über die Kunstgalerie, den selbstgemachten Trickfilm und die Brennstoffzelle bis zur Messung des Alkoholgehalts reichte der Einblick, den die vielen offenen Klassentüren am Samstag möglich machten. Ständiges Kommen und Gehen herrschte auf den Fluren und Schulleiterin Bärbel Heidenreich war eine gefragte Gesprächspartnerin.

Von der Klassengröße bis zum Unterrichtsausfall

Blick ins Präparat im Physikraum.
Blick ins Präparat im Physikraum.

Klassengröße, Unterrichtsausfälle, Fördermöglichkeiten: Den Eltern brannten viele Fragen unter den Nägeln, während sich die Kinder in der Faszination für (noch) fremde Schulfächer wie Physik, Chemie und Fremdsprachen verloren. Immerhin soll sich das eigene Kind an einer Schule mit aktuell 1.029 Schülern und 90 Lehrern im kommenden Schuljahr auch wohlfühlen.

Auf der Suche nach dem richtigen Platz für das innere Organ.
Auf der Suche nach dem richtigen Platz für das innere Organ.

 

 

Für die Schulleiterin sind ihr engagiertes Kollegium und die „hervorragende Zusammenarbeit mit den Eltern“ das, was das Gymnasium stark machen. Unterrichtsausfälle werden mit geballtem Einsatz ebenso begrenzt wie Unterrichtskürzungen. Dabei wird die Lehrerversorgung im kommenden Schuljahr auch das Gymnasium weiter beschäftigen. Ebenso das Thema Inklusion und Integration. „Der Schulträger unterstützt uns hier hervorragend“, betont Bärbel Heidenreich. Mit einer Klasse für das Gemeinsame Lernen im 7. Jahrgang und 2 Klassen im 5. Jahrgang „haben wir bereits viele und auch gute Erfahrungen gemacht“. In Aussicht gestellt sind zudem Mittel für anstehende Renovierungen aus dem Konjunkturpaket. Ausgebaut werden soll der Bereich „Neue Medien“.

Die Tanz-AG in Aktion.
Die Tanz-AG in Aktion.

Inzwischen ist eine kleine Abordnung von Tänzerinnen unterwegs, um Zuschauer für die Vorführung in der Turnhalle zu werben. Sie nehmen Bärbel Heidenreich an die Hand und führen sie zu den Zuschauerbänken. Kurz darauf wirbelt die Tanz-AG über den Boden, stapelt sich zu Pyramiden und schlägt elegante Brücken. „Das ist ein weiterer Bereich, der uns stark macht – das breite Engagement von Schülern für Schüler“, betont die Schulleiterin. Ob Hausaufgaben, Schulsanitäter, Pausensport oder Medienscouts: Groß ist auch hier das Angebot. Demnächst soll noch eine AG für „Werte und Normen“ dazu kommen – angesichts der aktuellen Debatten in den Medien ein brandaktuelles Thema.




Brummi-Fahrer aus Bergkamen durchbricht auf A 45 Brückengeländer

Ein 38-jähriger Lkw-Fahrer aus Bergkamen sorgte am Freitag auf der A 45 bei Meinerzhagen für ein Verkehrschaos. Er kam mit seinem Sattelzug nach rechts von der Fahrbahn ab. Der Sattelzug knickte ein und durchschlug mit der Hinterachse der Sattelzugmaschine die Schutzplanken und das Brückengeländer. Glücklicherweise blieb die Zugmaschine so hängen, dass sich das Führerhaus noch auf der Oberfläche der Brücke befand. Ein Teil des Anhängers ragte jedoch über die Fahrbahnfläche hinaus und schwebte über dem Abgrund.

meinerzhagenbr_ckeAls Ursache für den Unfall nennt die Polizei die nicht an die winterlichen Verhältnisse angepasste Geschwindigkeit des Bergkameners. Der 38-Jährige verletzte sich bei dem Unfall glücklicher Weise nur leicht. Er konnte das Führerhaus frühzeitig verlassen. Bei dem Durchbruch von Leitplanken und Geländer wurde der Tank des Lkw beschädigt. Der darin befindliche Kraftstoff regnete auf die darunter befindliche Bundesstraße 54. Durch den Dieselregen wurde das Stoffdach eines Fiat beschädigt. Der Fahrer, ein 58-jähriger Meinerzhagener, fuhr just im Moment des Unfalls unter der Brücke hindurch.

Um einen Absturz des Lkw auf die B 54 zu verhindern, musste die Fahrbahn in Richtung Frankfurt gesperrt werden. In Folge dessen bildeten sich kilometerlange Staus auf der A 45 und allen möglichen Umgehungsstraßen.

Zwischenzeitlich wurde eine Möglichkeit geschaffen, den zwischen Lüdenscheid-Süd und der Unfallstelle festgesetzten Nachfolgeverkehr einspurig an der Unfallstelle vorbeizuführen. Dies geschah, noch bevor die angeforderten Versorgungsfahrzeuge die Unfallstelle erreicht hatten.

Nach der Bergung des Lkw mit einem Spezialkran wurden Leitplanken und das Brückengeländer auf einer Länge von rund 50 Metern wieder instand gesetzt. Die Fahrbahn Richtung Frankfurt wurde etwa gegen 14 Uhr wieder freigegeben. Es entstand ein geschätzter Sachschaden von mindestens 51.000 Euro.




Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten – „Marina Hafenfeuer“ soll nicht nur ein Mal lodern

Mit einem neuen Veranstaltungstyp startet die Stadt Bergkamen die Feierlichkeiten zu ihrem 50-jährigen Bestehen: Am letzten Januar-Wochenende soll das „Marina Hafenfeuer“ vom 29. bis 31. Januar im Rünther Sportboothafen auf dem kleinen Hafenplatz umrahmt vom Neumanns Nauticus, Hafencafé. Mit dabei ist auch das Bistro Achterdeck.

Stellten das neue Bergkamener Veranstaltungsformat "Marina Hafenfeuer" vor (l.): Thomas Hartl, Roland Schäfer und Karsten Quabeck.
Stellten das neue Bergkamener Veranstaltungsformat „Marina Hafenfeuer“ vor (l.): Thomas Hartl, Roland Schäfer und Karsten Quabeck.

„Während des „Marina Hafenfeuers“ soll durch eine gemütliche Atmosphäre auch zu dieser Jahreszeit für die Besucherinnen und Besucher ein Anreiz geschaffen werden, den Hafen als Ausflugsziel anzusteuern“, erklärten bei der Vorstellung dieser Veranstaltung Bürgermeister Roland Schäfer, der Amtsleiter Zentrale Dienste, Thomas Hartl und der Leiter des Stadtmarketings Karsten Quabeck. Und es soll nicht ein einmaliges Angebot sein. Wir das „Marina Hafenfeuer“ von den Bergkamenern angenommen, wird es zur Dauereinrichtung.

Eine winterlich gemütliche Atmosphäre wird durch Sitzgruppen mit Feuerkörben, Schwedenfeuern und jeder Menge Winterdekoration geschaffen. Dazu wird an jedem Tag ein abwechslungsreiches Musikprogramm, Kinderanimation und auch passende Speisen- und Getränkeangebot vorgehalten. Übrigens: Falls das Wetter überhaupt nicht mitspielen sollte, findet zumindest das Musikprogramm im Saale statt.

Veranstaltungszeiten:

?Freitag, 29. Januar 2016 von 17:00 bis ca. 22:00 Uhr

?Samstag, 30. Januar 2016 von 15:00 bis ca. 23:00 Uhr

?Sonntag, 31. Januar 2016 von 12:00 bis ca. 18:00 Uhr

Musikprogramm:

?Freitag, 18:00-21:00 Uhr: Nigel Prickett

Der Gitarrist und Sänger steht für Qualität der Extraklasse und begeistert sein Publikum mit purer Spielfreude. In seiner Playlist finden sich Songs von Robbie Williams, Bryan Adams, Eric Clapton, Simply Red, Beatles, Simon & Garfunkel und vielen vielen anderen.

?Samstag, ab 19:00 Uhr: „Hafenfeuer-Party“ mit M&M Showtechnik

Zur Hafenfeuer-Party am Samstagabend heizt DJ Möck von M&M Showtechnik die Stimmung richtig an. Der Skipper-Treff im Neumanns Nauticus öffnet ebenfalls seine Türen.

?Sonntag, 14:00-17:00 Uhr: „Radiolukas“

Bekannte Hits und Songs, die viel zu schade sind um in Vergessenheit zu geraten, präsentiert der Vollblutmusiker neben seinen eigenen Werken in einfühlsamer Art und Weise ‚unplugged‘ auf seinem Klavier oder der Akustikgitarre.

Weitere Highlights:

?Fackelwanderung durch Marina und Beverseegebiet am Samstag um 18:00 Uhr.

?Motto-Nachmittage mit der Eiskönigin: Der Disney Film „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“ mit den Geschwistern Elsa und Anna  und dem witzigen und liebevollen Schneemann Olaf, begeistert Jung und Alt. Hier erwarten die Kids u.a. diverse Kreativangebote zum Thema. Außerdem wird es eine besondere Überraschung für alle Olaf-Fans geben. (Samstag: 15:00 – 18:00 Uhr, Sonntag: 14:00 – 17:00 Uhr)

?Poi-Workshop bei Einbruch der Dunkelheit:

Poi kommt aus Neuseeland und bedeutet „Ball“. Es ist ein neuer Sport mit Leuchtkugeln, die den Feuerkugeln der Feuerkünstler nachempfunden sind. Bei diesem Workshop erlernen interessierte Kinder den Umgang mit den leuchtenden Kugeln. Nicht nur für Kinder ein großer Spaß, sondern auch medial ein toller Anblick.

An allen drei Tagen:

?Ein passendes Speisen- und Getränkeangebot kann an neun Ausgabeständen genossen werden (z.B. kalte und heiße Cocktails, Glühwein, frische Waffeln, Flammkuchen uvm.)

?Stockbrot selber backen

?Während der gesamten Veranstaltung musikalische Untermalung




Pulsschlagreihe im Hellmig-Krankenhaus wird fortgesetzt: Wenn das Erinnern schwer fällt

Die Sorge, irgendwann selbst an Gedächtnisstörungen zu erkranken, oder aber Demenzerkrankungen im persönlichen Umfeld zu erleben ist offenkundig groß. Rekordandrang mit mehr als 100 Besuchern erlebte jetzt ein Vortragsabend zum Thema in der Reihe Pulsschlag. Dr. Alexander Busch, niedergelassener Neurologe in enger Kooperation mit dem Hellmig-Krankenhaus informierte über Ursachen, Behandlungsperspektiven und Hinweise für den persönlichen Umgang mit derartigen Krankheitsbildern.

Dr. Alexander Busch (stehend im Hintergrund links) referierte im Rahmen der Pulsschlagreihe über Gedächtnisstörungen.
Dr. Alexander Busch (stehend im Hintergrund links) referierte im Rahmen der Pulsschlagreihe über Gedächtnisstörungen.

Wirklich heilen könne man keine der verschiedenen Demenzerkrankungen, so Dr. Busch. Bestenfalls könne es gelingen, das Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten. Auch medikamentöse Therapien, die es heute laut Richtlinien für bestimmte Erkrankungsformen und Erkrankungsstadien gebe, böten keine darüber hinaus gehenden Hoffnungen.

Beeinflussen aber könne man das Fortschreiten der Krankheit durch die eigene Lebensweise. „Wer rastet der rostet gilt auch hier“, so Dr. Busch. Neben einer allgemein gesunden Lebensweise sei ein aktives Leben, das auch das eigene Gehirn fordere, die beste Medizin. Außerdem komme es darauf an, sich der Erkrankung zu stellen und abgestimmt mit dem persönlichen Umfeld einen Weg zu finden, so viel Lebensqualität wie möglich zu erhalten.

Die Veranstaltungsreihe Pulsschlag von Klinikum Westfalen und VHS im Hellmig-Krankenhaus wird im ersten Halbjahr 2016 mit weiteren Veranstaltungen fortgesetzt. Das Programm dazu liegt ab sofort im Hellmig-Krankenhaus aus. Am Mittwoch, 10. Februar 2016, referiert um 18.30 Uhr im Hellmigium Dr. Dieter Metzner, Chefarzt der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie am Hellmig-Krankenhaus Kamen zum Thema „Das künstliche Kniegelenk – muss das sein?“.

Weitere Pulsschlagveranstaltungen:

Mittwoch, 10. Februar
Dr. Dieter Metzner, Chefarzt der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie am Hellmig-Krankenhaus Kamen
„Das künstliche Kniegelenk – muss das sein?“

Mittwoch, 9. März
Dr. Andreas Ludwig, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Hellmig-Krankenhaus Kamen
„Blut am Papier und andere Symptome – Chirurgische Therapie von Erkrankungen des Enddarms und der Afterregion“

Mittwoch, 13. April
Arthur Eduard Matuschek, Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Hellmig-Krankenhaus Kamen
„Gallensteine  und andere Gallenwegserkrankungen“

Mittwoch, 11. Mai
Dr. Peter Ritter, Chefarzt der Klinik für Onkologie, Hämatologie, Gastroenterologie und Palliativmedizin
„Was gibt es Neues zum Thema Krebstherapie?“

Mittwoch, 8. Juni
Dr. Marcus Rottmann, Chefarzt der Klinik für Angiologie, Diabetologie, Kardiologie, Allgemeine Innere Medizin und Intensivmedizin
„Krampfadern – Schönheitsproblem oder Erkrankung?“

Der Besuch aller Veranstaltungen ist kostenlos. Sie beginnen stets um 18.30 Uhr im Hellmigium, dem Vortragssaal des Hellmig-Krankenhauses im Severinshaus.




Jens Schmülling Vorsitzender des Arbeitnehmerflügels der SPD im Kreis Unna

Gute 50 Genossinnen und Genossen kamen am gestrigen Abend im Bergkamen Treffpunkt zusammen, um einen neuen AfA (Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen) Vorstand für den Kreis Unna zu wählen.

Auf dem Foto: AfA-Landesvorsitzender Armin Jahl MdL (3. von links) und AfA-Vorsitzender Kreis Unna, Jens Schmülling (2 von rechts)
Auf dem Foto: AfA-Landesvorsitzender Armin Jahl MdL (3. von links) und AfA-Vorsitzender Kreis Unna, Jens Schmülling (2. von rechts)

Als Gäste begrüßte die AfA neben dem heimischen SPD Landtagsabgeordneten Rüdiger Weiß auch den Landesvorsitzenden der AfA und ebenfalls Mitglied des Landtags, Armin Jahl. Es war durchaus eine „historische Versammlung“, wie Rüdiger Weiß in seiner Begrüßung feststellte, denn mit Wahl des Vorstandes wurde die AfA, die es seit vielen Jahren auf Ebene des Kreises Unna nicht mehr gegeben hatte, gleichzeitig neu gegründet. So formulierte der neue AfA Vorsitzende, Jens Schmülling aus Bergkamen, in seiner Antrittsrede die Schwerpunkte, welche aus seiner Sicht in den nächsten zwei Jahren angepackt werden müssen.

Neben der Stärkung und dem Ausbau der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen sind dies insbesondere die politische Diskussion über den Wert von Arbeit, die Eindämmung von Leiharbeit und der Abbau von prekären Beschäftigungsverhältnissen.

„Immer wieder müssen wir aus der Ferne miterleben, wie die Beschäftigten beispielsweise von KiK oder Amazon auf ihre Situation versuchen aufmerksam zu machen, es ist unsere Pflicht als Sozialdemokratie dabei zu helfen, dass diese Menschen einen auskömmlichen Lohn auf Basis von geltenden Tarifverträgen erhalten.“, so Jens Schmülling.

Darüber hinaus verabschiedeten die Genossinnen und Genossen der AfA einen Antrag, der den Ausstieg vom viel kritisierten Freihandelsabkommen TTIP zum Ziel hat.

Die weiteren Mitglieder des Vorstandes sind als stellv. Vorsitzende Thomas Klüh aus Lünen und Friedhelm Westermann aus Schwerte. Als Schriftführer wurde Andreas Bunge aus Holzwickede gewählt. Beisitzer im AfA UB Vorstand sind aus Kamen Ulrike Skodd, Bärbel Filthaut und Uwe Zühlke. Aus Bergkamen Klaus Kuhlmann und Marco Czyzmowski. Andreas Jost aus Schwerte, Jürgen Wiechert aus Fröndenberg sowie Till Knoche aus Holzwickede.