Bergkamener Band „turnstiles“ feiert ihren 10. Geburtstag im Yellowstone

Die Bergkamener Band „turnstiles“ feiert am Freitag, 19. Februar, ihren 10. Geburtstag im Jugendzentrum Yellowstone.

TurnstilesIm Februar 2006 lieferte die Alternative Rockband „turnstiles“ ihr Konzert-Debüt in der Teestube der Friedenskirche Bergkamen ab. Nun sind 10 Jahre vergangen und die vier Jungs können auf einige Erlebnisse und Highlights zurückblicken. So spielten sie diverse Radiokonzerte, waren beim Sender Giga-TV im Fernsehen zu sehen und haben ihr Debütalbum „poly“ im Jahre 2009 selbst produziert und veröffentlicht.

Dabei war Ihnen aber stets etwas anderes wichtig: „Wir haben nie Konzerte im großen Rahmen gespielt, aber immer sehr viel Spaß gehabt, selbst wenn nur eine Handvoll Leute im Publikum waren“, so Sänger Dennis. Nicht, dass die Jungs von den turnstiles (zu deutsch „Drehkreuze“) nicht auch gerne große Auftritte absolviert hätten, doch die Tatsache, dass Schlagzeuger Marius „Der Muri“ Müller acht der zehn Jahre Bandgeschichte in Berlin gelebt hat, brachten einige Einschränkungen mit sich. Umso erstaunlicher ist es, dass sie immer noch in der Originalbesetzung unterwegs sind und stets weiter entwickelt haben.

Turnstiles
Turnstiles

Einen unverhofften Erfolg erlangten die turnstiles durch eine Parodie von Leonard Cohens „Halleluja“, welchen Sänger Dennis durch die weit verbreiteten „Deine Mutter“-Witze neue vertonte und somit einen YouTube-Hit von mittlerweile 15 Millionen Klicks landete. Doch auch wenn sie dieses Lied hin und wieder mal als Zugabe spielen, ist ihnen ihre eigene Musik immer wichtiger gewesen. Diese stellt eine ausgewogene Mischung aus melodiösem Gesang, eingängigen Rockriffs und wohl dosierten Soundeffekten und Synthesizern dar.

Wer sich von ihrer Musik selbst eine Meinung bilden möchte, sollte am 19.02.16 in das Yellowstone Bergkamen kommen. Dort feiern sie ihr Jubiläumskonzert und stellen ihre neue EP „Royal TS“ vor. Mit dabei sind die befreundeten Bands „Tessellated Shapes“ (Progressive Metal), „They Promised Me Ponies“ (Warwick Pony Core) und „Blindsoul“ (Heavy Rock). Einlass ist um 19 Uhr, der Eintritt beträgt 5€.

Link zu Fotos: https://www.dropbox.com/sh/k9fkmimxtate3j8/AACOyjUKJOO2nNdcQPIZeDIra?dl=0

homepage: http://mhoch3.wix.com/turnstiles

facebook: https://www.facebook.com/turnstilesmusic

songs: https://soundcloud.com/turnstiles




Anti-Mobbing-Projekt an Schulen – Verstehen, erkennen, handeln

„Mobbing: Verstehen, erkennen, handeln!“: Das war das Motto einer Fortbildung der Schulpsychologischen Beratungsstelle für den Kreis Unna. Lehrer und Schulsozialarbeiter aus dem ganzen Kreis Unna nahmen jetzt an dieser Veranstaltung im Lüner Rathaus teil.

Stefanie Lippelt (l.) und Jeannette Sindermann leiteten die Fortbildung der Schulpsychologischen Beratungsstelle. Foto: K. Krieger – Kreis Unna
Stefanie Lippelt (l.) und Jeannette Sindermann leiteten die Fortbildung der Schulpsychologischen Beratungsstelle. Foto: K. Krieger – Kreis Unna

Die Fortbildung ist Teil des Lüner Anti-Mobbing-Projektes. Entstanden ist das Projekt im Sommer 2015 aus dem Arbeitskreis Netzwerk Jugend. Beteiligt sind neben der Stadt Lünen und der Schulpsychologischen Beratungsstelle für den Kreis Unna auch zahlreiche weitere Institutionen.

Denn dass etwas getan werden muss, um Kinder und Jugendliche vor Mobbing zu schützen, daran besteht angesichts alarmierender Zahlen kein Zweifel: Jüngste Statistiken gehen davon aus, dass jeder siebte Jugendliche von Mobbing betroffen ist. Mobbing vorzubeugen, hat sich die Schulpsychologische Beratungsstelle deshalb auf die Fahnen geschrieben. Die Fachleute des Kreises arbeiten eng mit den Schulen zusammen und bieten auch konkrete Einzelfall-Beratungen für Schulen, Eltern und Schüler an.

„Zwar ist nicht jede Gewalt Mobbing, Mobbing ist aber immer Gewalt“, unterstreicht die für Lünen zuständige Schulpsychologin Stefanie Lippelt, die die Fortbildung gemeinsam mit Dipl.-Psychologin Jeannette Sindermann leitete.

Für die rund 20 Lehrer und Sozialarbeiter ging es nicht nur darum, das nötige Fachwissen zu erlangen. Dreh- und Angelpunkt war der praktische Umgang mit von Mobbing betroffenen Schülerinnen und Schülern. „Die Teilnehmer haben ihr Handlungsrepertoire enorm erweitert“, fasst Stefanie Lippelt zusammen.

Im zweiten Teil der Fortbildung geht es am Dienstag, 16. Februar gezielt um Cybermobbing.




Schauspieler Ludger Burmann liest im Skippertreff sinnliche Literatur

Der Schauspieler Ludger Burmann ist am kommenden Sonntag, 14. Februar, ab 11 Uhr Gast des unterhaltsamen Sonntagfrühschoppens „Mein/Dein Sonntagserlebnis“ im Skippertreff in der Marina Rünthe.

Ludger Burmann
Ludger Burmann

Und weil am kommenden Sonntag auch Valentinstag ist, laden die Veranstalter Detlef Göke und das Stadtmarketing mit ihm zu einer Lesung sinnlicher Literatur ein: Es geht um heimliche Wünsche, unerfüllte Träume, atemlose Nähe, frivole Gedanken, Sehnsüchte und Lippen, die Brandwunden hinterlassen.

Der Schauspieler Ludger Burmann war bereits in vielen TV-Serien zu sehen gewesen
Tatort, Die Anreiner, Rote Rosen, Die Camper, SK Kölsch, Gib mir die Kirsche, Fahnder, Großstadtrevier, Gegen den Strom, usw.

Parallel zur Lesung sind Bilder des Malers Theo Elberfeld, aus Werne, ausgestellt. Sein Liebliengsmaler ist Vincent van Gogh, den er fast genau nachmalt. (Theo Elberfeld, Täuschend Echt)

Eine kleine Überraschung wartet im Anschluss der Lesung auf die Gäste.




Neue Fenster kommen – Stadt hat aber für Renovierung des Gymnasiums kein Geld

Die Enttäuschung war Bärbel Heidenreich anzumerken. Drei Wünsche hatte die Leiterin des Bergkamener Gymnasiums am Donnerstag dem Schulausschuss vorgetragen. Ob sie in Erfüllung gehen, ist mehr als fraglich. Das gilt auch für gründliche Renovierung des Schulgebäudes. Es versprühe den Charme der 70er Jahre und sei nicht mehr zeitgemäß, erklärte sie.

Geld vom Bund! Das Städt. Gymnasium Bergkamen.
Geld vom Bund! Das Städt. Gymnasium Bergkamen.

Immerhin hat die Stadt geplant, aus Mitteln des sogenannten Konjunkturpakets III fast 2 Millionen Euro in das städtische Gymnasium zu investieren. Dringend sanierungsbedürftig sind die Fenster im 4. Bauabschnitt. Einige sind so marode, dass sie festgeschraubt werden musste, um Lehrkörper und Schüler nicht zu gefährden.

Bisher war es üblich, dass zum Beispiel nach dem Austausch der Fenster die Klassenräume auch einen neuen Anstrich erhalten. Doch das scheint beim Konjunkturpaket III nicht mehr so einfach möglich zu sein. Bedingung sei nach den jetzt vorliegenden Ausführungsverordnungen, dass die Mitte aus diesem Konjunkturpaket ausschließlich für energetische Sanierung verwendet werden dürfen, erklärte Beigeordnete Christine Busch. Folge sei, dass bei den geplanten Projekten nachgerechnet werden müsse. Und was die geforderte Renovierung betrifft: „Wir haben für Schön kein Geld.“

Immerhin steht fest, dass der dringend notwendige Fensteraustausch noch in diesem Jahr erfolgen soll. Wunschtermin für Bärbel Heidenreich sind die Sommerferien. Doch auch hier konnte Christine Busch keine verbindliche Zusage geben. Die Zeitplanung liege hier beim dafür zuständigen Fachamt im Baudezernat.

Ganz oben auf der Wunschliste steht die Zuteilung zusätzlicher Lehrer. Zwar sei der Unterrichtsausfall wegen fehlender Pädagogen gering. Dass sei aber nur durch größere Klassen und Kurse erreicht worden, sagte Bärbel Heidenreich.

Schließlich hätte das Gymnasium gern eine leistungsfähige Datenleitung. Immerhin verfügt die Schule über ein voll ausgebautes Wlan-Netz und rund 130 Computer, Laptops etc., die gern mit dem Internet kommunizieren möchte. Das ist mit der vorhandenen Datenleitung nur mit einem sehr langsamen Tempo zu schaffen




Folk, Rock und Rhythm & Blues mit „Robinson Affair“

Folk, Rock und Rhythm & Blues Live biete die Band „Robinson Affair“ mit dem Bergkamener Hartmut Biermann am Schlagzeug am Samstag, 13. Februar, in der Alten Kaffeerösterei Lünen, Cappenberger Straße 51. Beginn: 19:00 Uhr, Eintritt frei.

robinson_affairMit ihren anspruchsvollen Interpretationen international bekannter Klassiker aus dem Genre Folk, Rock und Rhythm & Blues bringen Robinson Affair viele Stücke zeitlos großartiger Musik authentisch in die Gegenwart. Sowohl akustisch wie auch elektrisch zu Gehör gebracht werden Kompositionen aus den Federn und Herzen geflossen von: Bob Dylan, Crosby, Stills & Nash, Simon & Garfunkel, Bruce Springsteen, J. J. Cale, America, Eagles, Don Henley, Neil Young u.v.a.

Robinson Affair sind: Erich Buresch – Gitarre / Gesang Hartmut Biermann – Schlagzeug Nils Oliver Adam – Keyboard / Gesang Hans Dullin – Bass / Gesang Als Gast Bert Riegel – Mundharmonika




Gitarren-Talente Jens Stammer und Sandro Steeger starten beim Landeswettbewerb

Außerordentlich erfolgreich schnitten an den beiden vergangenen Wochenenden die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler der Musikschule Bergkamen bei den  diesjährigen Regionalwettbewerben „Jugend musiziert“ in Hamm, Marl und Iserlohn sowie beim Landeswettbewerb „Jugend jazzt“ in Dortmund ab. Alle Nachwuchstalente konnten sich erste und zweite Preise in den verschiedenen Wertungen und Altersstufen mit hohen Punktzahlen erspielen.

JuMu 2016 MS BergkamenDie beiden Gitarristen Jens Stammer und Sandro Steeger aus der Klasse von Burkhard Wolters haben ihr Wertungsspiel beim Regionalwettbewerb in Hamm absolviert und in der Kategorie Gitarren Duo in der Altersgruppe III mit 25 Punkten einen ersten Preis und eine Weiterleitung zum Landeswettbewerb erreicht. Die Geschwister Destina und Rojan-Ernesto Durmaz spielten in der gleichen Kategorie und erreichten mit 21 Punkten ebenfalls einen 1. Preis.

Zwei Pianistinnen aus der Klavierklasse von Johannes Wolff waren als Begleiterinnen gemeinsam mit Ihren Musizierpartnerinnen erfolgreich: Laura Liß spielte in der Duowertung mit der Fagottistin Paula Klein und erreichte einen 1. Platz mit 21 Punkten. Johanna Wohlert begleitet die junge Geigerin Franka Wielath und erhielt 23 Punkte.

Der Trompeter Nico Wellers war als Teilnehmer beim Landeswettbewerb „Jugend jazzt“ in Dortmund in der Kategorie Trompete / Flügelhorn mit 22 Punkten erfolgreich und erspielte sich einen 2. Preis.

Alle jungen Talente werden in Bergkamen am 15. März, 19.30 Uhr  beim diesjährigen „Jugend musiziert“ Preisträgerkonzert in den Räumen der Sparkasse Bergkamen-Bönen zu hören sein. Hier musizieren sie, gemeinsam mit weiteren Schülerinnen und Schülern der Förderklasse der Musikschule, Stücke aus ihrem Wettbewerbsprogramm und nehmen ihre Urkunden in Empfang.




Bergkamener Narren übernehmen die Macht im Rathaus

Die Bergkamener Narren haben zu Weiberfastnacht traditionell die Macht im Rathaus Übernommen. Allerdings glaubten sie, diesmal ein leichtes Spiel zu haben. Denn von den politischen Repräsentanten hatte sich lediglich der Overberger Ortsvorsteher Uwe Reichelt den Rot-Goldenen und den Blau-Weißen entgegengestellt.

NarrenSowohl der Bürgermeister als auch seine Stellvertreter gaben vor, anderorts verpflichtet zu sein. Ähnlich sah es bei den Ortsvorstehern aus. Lediglich einer war krank und konnte sich deshalb mit Attest entschuldigen.

Doch die Karnevalisten, allen voran des Stadtprinzenpaar Alexander I. und Alina I. sowie das Kinderprinzenpaar Alessandra I. und Henry I., hatten sich mächtig in Uwe Reichelt getäuscht weit mehr als eine halbe Stunde hielt er dem Sturmlauf der Tanzgarden beider Bergkamener Karnevalsvereine stand, bevor er die weiße Fahne hochhielt und letztlich den Schlüssel zum Rathaus übergab.

Diesen Erfolg hatten sich die Karnevalisten wirklich verdient. Sie trotzten tapfer der miesen Witterung und zogen sich nicht während der heißen Sturmphase in den warmen und trockenen Ratstrakt zurück. Möglicherweise war es auch Teil ihrer Taktik, weil sie glaubten, Uwe Reichelt könnten sie so schneller mürbemachen. Das war eine Fehlspekulation.

Bleibt zu hoffen, dass sich die Garden und die beiden Prinzenpaare keine Erkältung eingefangen haben. Denn auf sie wartet bis Aschermittwoch noch ein strammes Programm.




Flüchtlingsunterkunft am Wellenbad bleibt wohl doch länger als zuletzt angenommen

Die Flüchtlingsunterkunft am Wellenbad wird aller Voraussicht nach doch länger Bestand haben als zunächst angenommen. Bürgermeister Roland Schäfer hatte beim Neujahrsempfang der Stadt Bergkamen den 31. März als Enddatum genannt. Das hatte er von Leuten erfahren, die es eigentlich wissen müssten.

Über 300 Menschen finden im großen Speisezelt Platz. Das Essen wird von einer Großküche geliefert.
Über 300 Menschen finden im großen Speisezelt der Flüchtlingsunterkunft Platz. Das Essen wird von einer Großküche geliefert.

Doch offensichtlich sehen die Planungen des Landes und der Bezirksregierung anders aus. Regierungspräsidentin Diana Ewert erklärte jetzt bei ihrem jüngsten Treffen mit Bürgermeister Roland Schäfer und der fürs Soziale zuständige Beigeordnete Christine Busch, dass es sich nicht um eine offizielle Erklärung aus Arnsberg handle.

Ursprünglich geplant war, dass die Zeltstadt am Wellenbad bis zur Jahresmitte genutzt wird und dann von einer festen Einrichtung, vielleicht auf dem Gelände von Grimberg 3/4, abgelöst wird. Die Bezirksregierung und die Stadt Bergkamen, so ein Ergebnis des Treffens mit Regierungspräsidentin Diana Ewert, wollen zu diesen Themen weiterhin im Gespräch bleiben.




Bergkamen hat finanzielle Leistungskraft zurückerlangt – Es gibt aber Gefahren!

Der Bergkamener Doppelhaushalt für die Jahre 2016 und 2017 ist genehmigt. Die entsprechende schriftliche Mitteilung brachte am Donnerstagmorgen Kreiskämmerer Dr. Thomas Wilk persönlich ins Bergkamener Rathaus. Die entsprechenden Gesetze und Vorschriften seien beachtet worden. Nachvollziehbar und konservativ gerechnet zeige das Zahlenwerk, wie Bergkamen wieder zur notwendigen finanziellen Leistungskraft kommen kann. Nach Holzwicke sei Bergkamen die zweite kreisangehörige Kommune, bei denen die geplanten Einnahmen die Ausgaben übersteigen würden

Der Doppelhaushalt ist genehmigt (v.l.): Roland Schäfer, Dr. Thomas Wilk, Ralf Oxe (Organisationseinheit Steuerdienst bei Kreis Unna) und Holger Lachmann.
Der Doppelhaushalt ist genehmigt (v.l.): Holger Lachmann, Roland Schäfer, Dr. Thomas Wilk, Ralf Oxe (Organisationseinheit Steuerdienst bei Kreis Unna) und Volker Marquardt.

Dieses Lob ließ sich Bergkamens Kämmerer Holger Lachmann gern gefallen, ist er doch der erste Doppelhaushalt, den er zu verantworten hat. Er gab das Lob aber sofort weiter an Kämmereileiter Volker Marquardt und seinen Mitarbeitern.

Wilk und Lachmann und auch Bürgermeister Roland Schäfer wissen ganz genau, dass dieses positive Ergebnis schnell wieder Makulatur werden kann, wenn Bund und Land den Kommunen bei einigen sozialpolitischen Problemen nicht entschieden genug unter die Arme greift: bei den Kosten durch Flüchtlinge, bei den Unterkunftskosten (Warmmiete) für Harz IV-Empfänger und bei den Eingliederungshilfen für Behinderte.

Schäfer spricht als Präsident des Städte- und Gemeindebundes regelmäßig mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. „Der Bund hat unsere Problemlage erkannt.“ Das Gleiche gelte für die Landesregierung, erklärte er gegenüber dem Infoblog. Offen ist allerdings noch, in welche Höhe diese Hilfen ausfallen werden.

Ein Argument spricht stark dafür, dass die Übernahme von Kosten auskömmlich ausfallen könnte: Im Mai sind Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen und voraussichtlich im September ist die Bundestagswahl. Weder die Landesregierung noch die Bundesregierung und die sie tragenden Parteien werden es sich leisten können, die Städte und Gemeinden mit diesem Schlamassel allein zu lassen.

Spüren würden es dann wieder die Bürger – etwa durch weitere Anhebungen der Grundsteuer. Dies wäre Wasser auf die Mühlen rechtsextremer Parteien.




Wasserstand von Lippe und Seseke weiterhin hoch

Die Pegel der Lippe verharren im Mittellauf, also auch auf Bergkamener Stadtgebiet, weiter auf hohem Niveau. Seit dem Anstieg zu Anfang dieser Woche stagnieren die Wasserstände zum Teil, zum Teil sind sie sogar noch weiter gestiegen. Die Hydrologen des Lippeverbandes erwarten aber erst für Samstag einen spürbaren Rückgang der Wasserstände. Völlig ungewiss ist die kommende Woche.

Impressionen aus den Lippeauen. Fotos: Silke Kieslich
Impressionen aus den Lippeauen. Fotos: Silke Kieslich

Der Pegel in Wesel-Fusternberg hat heute Morgen die 4,20-m-Marke überschritten. In Dorsten und Haltern dagegen sind die Wasserstände zurückgegangen: in Dorsten auf 7,15 m nach einem Höchststand von 7,50 m, in Haltern auf jetzt 4,10 m nach einem vorläufigen Maximum von 4,60 m.

Am Pegel Rauschenburg bei Datteln-Ahsen bzw Olfen liegt der Wasserstand weiter über 4,30 m. Auch der Pegel an der Kläranlage Selm-Bork des Lippeverbandes zeigt unverändert einen Stand von 2,90 m. Die Lippe-Pegel sind übrigens untereinander nicht vergleichbar: So bedeutet z. B. ein Wasserstand von 5 m in Selm, wo die Lippe wesentlich flacher ist, etwas völlig anderes als in Dorsten, wo sie sich tief eingegraben hat und daher auch bei Niedrigwasser schon 4,50 m erreicht.

An der mittleren Lippe zwischen Lippborg und Lünen sind die Wasserstände zwar etwas geringer als im Unterlauf, aber hier zeigen sie kaum einen Trend nach unten. So stand der Pegel Lünen noch in der Nacht auf heute bei 4 m – ähnlich wie am Wochenanfang.

Auch die Seseke, die in Lünen in die Lippe mündet und zwischenzeitlich wieder gefallen war, erreichte in der vergangenen Nacht neue Höchststände: In Lünen an der Preußenbrücke waren es 3 m Wasserstand bzw. 22.000 Liter pro Sekunde Abfluss, am Sesekedamm in Kamen waren es 1,45 m. Auch die Körne in Dortmund-Scharnhorst schnellte vorübergehend auf einen Wasserstand von 1,80 m und einen Abfluss von 4.000 Litern pro Sekunde hoch.

 




Chiara Morawski erschwimmt sich drei Goldmedaillen und Jahrgangspokal

Ihren ersten Wettkampf in diesem Jahr bestritten 12 Nachwuchstalente der Wasserfreunde TuRa Bergkamen beim Schwimmfest in Witten-Annen. Der Wettkampf war sehr erfolgreich, da kein Kind ohne Medaille nach Hause ging.

Witten 2016 (36)Im ersten, kindgerechten Teil starteten Max Gregor Schäfer und Elias-Noel Kaminski im Jahrgang 2009. Sie meisterten je eine Bahn Brust, Kraulbeine am Brett und Rücken mit Bravour. Am Ende durfte sich Max eine Gold-, eine Silber- und eine Bronzemedaille umhängen lassen und Elias gewann eine Bronzemedaille über die Rückenstrecke.

Im zweiten Veranstaltungsabschnitt gingen dann die Jahrgänge 2003-2008 an den Start.

Gleich dreimal ganz oben auf dem Treppchen standen Emma Schmucker (Jg. 2008), Chiara Morawaski und Alexander Mengin (beide Jg. 2006). Chiara gewann zudem am Ende der Veranstaltung den begehrten Jahrgangspokal.

Einen kompletten Medaillensatz konnte Richard Zeiser mit nach Hause nehmen. Anoj Amirthalingam wurde mit drei Silbermedaillen belohnt. Laura Sophie Ebel und Isabel Scholze durften sich jeweils über zwei Silber- und eine Bronzemedaille freuen. Desweiteren erschammen sich Anuja Amirthalingam eine Silber- und zwei Bronzemedaillen, Lisa Marie Ebel zwei Silbermedaillen und Patrick Scholze eine Silber- und eine Bronzemedaille.

Am Ende der Veranstaltung gab es eine Schokokuss-Staffel, die mit Begeisterung und von den TuRaner als Zweites beendet wurde.