Vortrag über Soziale Gerechtigkeit in der Ökologiestation

Soziale Gerechtigkeit ist nicht nur eine ethische Überlegung, sondern ein grundlegendes Element für eine nachhaltige und funktionierende Gesellschaft. In seinem Vortrag am 20. Februar, 19:00 Uhr, wird Oliver Wendenkampf (Vorstand NaturFreunde Bergkamen) in die verschiedenen Facetten der sozialen Gerechtigkeit eintauchen und ihre Bedeutung über moralische Überlegungen hinaus erkunden.

Der Vortrag findet in der Ökologiestation des Kreises Unna, Dr.-Detlef-Timpe-Weg 1, 59192 Bergkamen, statt. Eine Anmeldung ist bis Di., 06.02., beim Umweltzentrum Westfalen, Sandrine Seth, 02389 980911, sandrine.seth@uwz-westfalen.de notwendig.




AWO-Kita Traumland in Rünthe wird fit 4 future!!

Mit der Teilnahme am Präventionsprogramm fit4future möchte die AWO Kita Traumland das Thema Gesundheitsförderung als Schwerpunktthema noch stärker im Alltag etablieren. Denn die Weichen für ein gesundes und glückliches Leben werden früh gestellt. Die
Kitafamilie lernt in den kommenden 2 Jahren mit fit4future, nachhaltig und selbstständig ein gesundheitsförderliches Umfeld für Kinder und das pädagogische Personal gleichermaßen zu schaffen. Seit 2016 begleitet die bundesweit einmalige Initiative der DAK-Gesundheit und der
fit4future foundation mehr als 2 Millionen Kinder und Jugendliche an 6.250 Kitas und Schulen auf ihrem Weg zu einer gesünderen Lebenswelt. Damit reagieren die I

itiatoren auch auf negative Gesundheitsfolgen in der Pandemie wie Bewegungsmangel, Stress oder Ernährungsprobleme.
„Wir freuen uns darauf, mit fit4future Kita das Thema Gesundheitsprävention als Schwerpunktthema in den Kitaalltag aufzunehmen“, berichtet Kitaleitung Konny Finke. „Bewegung, geistige Gesundheit und eine ausgewogene Ernährung sind grundlegende Bausteine
für eine gesunde Entwicklung von Kindern. Das fängt bereits im Kleinkindalter an. Auch die Entwicklung der Medienkompetenz ist ein wichtiges Themenfeld. Deshalb ist es großartig, dass wir mit fit4future nun an die Hand genommen werden, um die Kinder Schritt für Schritt und spielerisch für einen gesundheitsförderlichen Lebensstil zu begeistern. Und, nicht zuletzt, auch wir Erwachsenen profitieren davon, unsere Gesundheit im stressigen Alltag nicht aus dem Blick zu verlieren.“

Die Kita erhielt schon eine fit4future Kita-Box mit TÜV-zertifizierten Spiel- und Sportgeräten zur Stärkung der psychischen Gesundheit der Kinder und eine „Beweg dich schlau!“-Box mit Inhalten, die motorische Fähigkeiten, geistige Fitness und Entspannungsfähigkeit fördern. Dazu passende Aktionskarten geben Impulse und Ideen zur Nutzung. Diese wurden den Eltern auf einem Elternabend vorgestellt. In Seminaren und Workshops erhalten die von der Kita gewählten Pädagoginnen und Pädagogen als „fit4future-Coaches“ fachliches Wissen und praxisorientierte Kompetenzen, um Gesundheitsförderung im Kitaalltag zu etablieren und als Gesundheitsexperten zu fungieren. Auch die Eltern können an Workshops und Seminaren teilnehmen, bekommen neue Ideen an die Hand, um ihre Kinder im privaten Umfeld zu fördern und in ihrer Entwicklung zu unterstützen.

Auch wenn das Team der Kita Traumland schon großartige Arbeit mit der Waldpädagogik, gesunder Ernährung und der individuellen Förderung jedes einzelnen Kindes leistet, wollen sie den Kindern noch mehr mit auf den Weg geben. Im heutigen Computerzeitalter ist es wichtig, sich mit der digitalen Welt kritisch auseinander zu setzen. Zudem finden Kinder nur selten Zeit für innere Ruhe und Entspannung. Bewegung und gesunde Ernährung kommen leider meist auch zu kurz aus vielerlei Gründen.

Große Ziele erreicht man nur mit vielen kleinen Schritten! Darum packt das Team der Kita Traumland es an und freut sich darauf!




Thorheim geschlossen: Sparkassen Grand Jam mit Tommy Schneller Band in der Ökologiestation

Tommy Schneller. Foto: Sascha Rheker

Erfreuliche Nachrichten: Für den nächsten Sparkassen GRAND JAM am Mittwoch, 5, Februar, um 20.00 Uhr ist eine Veranstaltungslocation gefunden. Die Tommy Schneller Band tritt in der Ökologiestation des Kreises Unna auf. Alle bereits gekauften Karten behalten ihre Gültigkeit. Für diese Veranstaltung sind auch noch Karten erhältlich!

In Zusammenarbeit mit Benjamin Brasse bietet Kathi´s Café an diesem Abend ein kleines Catering für die Gäste an. Es werden Getränke und folgende Speisen angeboten: Kartoffelsalat mit Frikadelle, Gulaschsuppe und Pfefferpotthast.

Die Auftritte der Tommy Schneller Band sind immer geprägt durch gute Laune, beste groovende Musik und Tommys schlagfertiges Entertainment. Die siebenköpfige Formation spielt vorwiegend eigene Songs. Eine fesselnde Mischung aus Funk, Soul, Rock und einem ordentlichen Schuss Blues. Dieser Mix geht „Schneller“ in die Beine, als man es sich vorstellen kann. Jeder Mitstreiter der Band bekommt seinen Raum und brilliert mit Virtuosität und Spielfreude. Dazu kommt Tommys großes Können als Sänger. „Wir wollen mit den Leuten Spaß haben und gleichzeitig nicht das musikalische Niveau im Teppich versickern lassen“, so Schneller. Seit den ersten Veröffentlichungen 1997 trat die Tommy Schneller Band auf unzähligen Festivals und Clubkonzerten in Erscheinung. Der Osnabrücker erhielt fünf Mal den „German Blues Award“ sowie 2012 und 2016 den Preis der deutschen Schallplattenkritik.

Besetzung:

Torsten Käsekamp, Gitarre

Kiri Vorwald, Orgel/ Keys

Gary Winters, Trompete

Dieter Kuhlmann, Posaune

Olli Gee, Bass

Oliver Spanuth, Schlagzeug

Tommy Schneller, Sax/ Gesang

Mi. 05.02.2025 / 20.00 Uhr
Sparkassen GRAND JAM

Tommy Schneller Band
Ökologiestation des Kreises Unna

Dr.-Detlef-Timpe-Weg 1, 59192 Bergkamen-Heil


Karten und weitere Infos unter: tickets.bergkamen.de oder 02307/965-464




Verkehrsunfall zwischen zwei Radfahrern – ein Radler flüchtet

Am Mittwoch kam es gegen 06:10 Uhr an der Werner Straße, Ecke Am Roggenkamp zu einem Verkehrsunfall mit zwei Radfahrern. Ein 33-jähriger Pedelecfahrer aus Bergkamen befuhr den Radweg der Straße Am Roggenkamp in Fahrtrichtung Werner Straße. Er beabsichtigte im Kreuzungsbereich nach rechts in die Werne Straße abzubiegen. Hier kam es auf dem Radweg zum Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden Fahrradfahrer.

Beide Radfahrer stürzten. Der 33-Jährige verletzte sich leicht. Der entgegenkommende weitere Unfallbeteiligte stieg wieder auf sein Fahrrad und entfernte sich in Richtung der Straße Am Roggenkamp von der Örtlichkeit.

Er kann wie folgt beschrieben werden:

   -	Glatze -	30 - 35 Jahre alt -	schwarze Jacke -	dunkler Rucksack

Zeugen, die Hinweise zu dem flüchtigen Unfallbeteiligten machen können, melden sich bitte bei der Polizei in Kamen unter 02307 921 3220, 02303 921 0 oder per Mail an poststelle.unna@polizei.nrw.de.




Beratungsangebote der Diakonie für Schwangere in Kamen sehr gefragt

Heike Kruse und ihre Kolleginnen von der Diakonie unterstützen Schwangere und Familien mit vielfältigen Angeboten. Foto (drh)

Schwanger sein, geplant oder ungeplant: Das kann unterschiedliche Gefühle, Sorgen und Unsicherheiten auslösen und für Frauen, Männer und Familien eine Phase mit vielen Fragen darstellen. Das wissen auch die drei Beraterinnen der Diakonie Ruhr-Hellweg, Heike Kruse, Katharina Struben und Pauline Schumacher-Nelle. In der Beratungsstelle für Familien- und Lebensfragen, Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung in der Kampstraße 22 in Kamen begleiten sie Frauen, Männer, Paare und Familien mit Kindern bis zum dritten Lebensjahr zu allen Themen rund um Schwangerschaft, Geburt und Sexualität. Und die Beratungsstelle der Diakonie ist gefragter denn je: Im vergangenen Jahr gab es mehr Beratungen, zudem stellt das Team einen kontinuierlich großen Informationsbedarf fest.

„Ganz wichtig: Bei uns gibt es keine Tabuthemen und wir sind sehr froh, dass die Frauen in Kamen und Umgebung unsere Hilfe annehmen und schätzen. Es gibt einen hohen Bedarf an Information, professioneller Begleitung und sozialer Unterstützung. Viele Themen, wie zum Beispiel Schwangerschaftsabbruch, postpartale Depression, Fehl- und Totgeburt müssen noch viel mehr aus der gesellschaftlichen Tabuzone kommen“, so Beraterin Heike Kruse.

Auch die Zahlen aus dem vergangenen Jahr zeigen die hohe Nachfrage: Im vergangenen Jahr hat das Team der Beratungsstelle 288 Frauen unterstützt und insgesamt 377 Beratungsgespräche durchgeführt. 214 Frauen kamen zur Schwangerenberatung, 74 Klientinnen zur Konfliktberatung. „Im Vergleich zum Vorjahr sind die Zahlen leicht angestiegen. In der Schwangerenberatung ist ein leichter Zuwachs zu verzeichnen, die Anzahl der Konfliktberatungen ist hingegen nahezu gleichgeblieben“ bilanziert Katharina Struben das zurückliegende Jahr.

„Viele Frauen kamen mit starken Zukunftsängsten und in finanziellen Notlagen zu uns. Der prekäre Wohnungsmarkt, befristete Arbeitsverträge und auch der Mangel an Kita-Betreuung verstärken die Sorgen schwangerer Frauen. Existenzsicherung wird für immer mehr Familien ein Thema“, berichten die Pädagoginnen. So wurden in 2024 in den Beratungen auch häufig finanzielle Mittel aus unterschiedlichen Hilfsfonds beantragt, um Frauen durch Gelder für etwa Schwangerenbekleidung und Babyerstausstattung zu entlasten.

Als sehr positiv bewertet das Team der Beratungsstelle außerdem den Fördertopf für Verhütungsmittel vom Kreis, mit dem Frauen und Männer mit Wohnsitz im Kreis Unna und geringem Einkommen unterstützt werden konnten. „Viele Frauen möchten gerne sicher verhüten, können sich die Kosten für Verhütungsmittel aber nicht leisten und haben nicht die Möglichkeit, zwischen den Methoden frei zu wählen. Insbesondere Langzeitkontrazeptiva sind sehr teuer. Die Prüfung, ob ein Anspruch auf Kostenübernahme besteht, ist Teil unserer Verhütungsberatung“, berichtet Schumacher-Nelle.

Gut zu wissen: Die Beratungen sind kostenfrei, vertraulich, unabhängig von Konfession und Alter und erfolgen auf Wunsch auch anonym. Ratsuchende Frauen sollen bei der Beratungsstelle der Diakonie einen geschützten Raum finden. Insbesondere für Frauen, die die Schwangerschaft abbrechen möchten oder darüber nachdenken, ist eine vertrauensvolle Atmosphäre besonders wichtig.

Neben der Beratungsarbeit ist das Team der Beratungsstelle in der Prävention tätig und hat im Jahr 2024 unter anderem an Schulen im Kreis Unna sexualpädagogische Gruppenangebote durchgeführt. Zusätzlich leiten die Pädagoginnen im Rahmen der Frühen Hilfen das Projekt „Familienpatinnen“. Dies ist ein Angebot für Eltern, die durch lebenspraktische Hilfe von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen Entlastung im Familienalltag bekommen können. Das „Müttercafé Bambini“ ist ein offener, wöchentlich stattfindender Treff für Schwangere, Mütter und deren Kinder.

Die Beratungsstelle ist dienstags, mittwochs oder freitags in der Zeit von 08:30 bis 13:00 Uhr unter der Telefonnummer 02307 94743-0 oder per Mail skb-kamen@diakonie-ruhr-hellweg.de zu erreichen.




Intensivkurs Rock- und Popschlagzeug: Tipps und Tricks für das Drumset mit Hendrik Lensing

Hendrik Lensing. Foto: ROG-VONMARO

Die Musikakademie Bergkamen hat am Sonntag, den 16.Februar ein Spezial-Angebot für Schlagzeuger. In einem Ganztags-Workshop vermittelt Dozent Hendrik Lensing die Erweiterung des individuellen „Wortschatzes“ am Drumset.

Lensing, der als Schlagzeuger und Produzent mit Künstlern wie Stefanie Heinzmann, Sasha oder „The Voice of Switzerland“ gearbeitet hat, vergleicht das gemeinsame Musizieren mit verbaler Kommunikation.

„In der musikalischen Sprache des Schlagzeugs sind die sogenannten Rudiments die kleinsten Bausteine, also die Buchstaben und Silben, aus denen wir Wörter bilden. In diesem Intensivworkshop beschäftigen wir uns mit der praktischen Anwendung von Rudiments und ihrer Entwicklung zu musikalischen Phrasen.“Der Intensivworkshop mit begrenzter Teilnehmerzahl findet am Sonntag, den 16. Februar von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr im Albert-Schweitzer-Haus. Schulstraße 8 in Bergkamen-Weddinghofen statt.

Die Kosten betragen 99 €. Weitere Informationen über: https://www.hendriklensing.com/workshops.php

Anmeldungen nimmt die Musikschule Bergkamen entgegen, entweder online: www.musikschule-bergkamen.de oder telefonisch unter der Nummer 02306 – 30 77 30.




Klare Botschaften bei der Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus

Gedenken an die verstorbenen Zwangsarbeiter in Bergkamen auf dem ehemaligen Friedhof in Mitte.

Auf Initiative des früheren Bundespräsidenten Roman Herzog wurde 1996 der 27. Januar – der Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz 1945 – in der Bundesrepublik Deutschland offiziell zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, so auch in Bergkamen. Am Montag fand diese Gedenkfeier, zu der der Arbeitskreis Demokratie eingeladen hatte, in einem neuen Rahmen statt. Ein Grund war sicherlich die Zusammenarbeit mit dem Gymnasium und der Willy-Brandt-Gesamtschule.

Gräber von verstorbenen Zwangsarbeitern auf dem Friedhof in Bergkamen-Mitte.

Treffpunkt war diesmal auf dem ehemaligen Kommunalfriedhof im Bereich des Übergangs zum Stadtpark. Dort befinden sich das große Ehrenmal und zahlreiche Gräber von Opfern der Luftangriffe während des Zweiten Weltkriegs auf die ehemaligen Chemischen Werke Bergkamen. Dabei wurden zahlreiche Wohngebäude der ehemaligen Gemeinde Bergkamen zerstört sowie viele Bürgerinnen und Bürger getötet.

Ihre letzte Ruhestätte fanden dort aber auch Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter, die ab 1940 nach Bergkamen, Rünthe, Weddinghofen und Oberaden verschleppt wurden. Die meisten mussten unter Tage auf den drei Zechen, Grimberg 1/2, Grimberg 3/4, Haus Aden sowie beim Aufbau der Chemischen Werke arbeiten.

Wie viele nach Bergkamen aus der ehemaligen UdSSR, Polen und anderen Ländern verschleppt wurden, ist unbekannt. Es müssen allerdings Tausende gewesen sein. Unklar ist auch, wie viele umgekommen sind. Einige sind auf dem Kommunalfriedhof in Bergkamen bestattet worden. Weitere Gräber von Verschleppten finden sich auf dem sogenannten „Russenfriedhof“ am Pantenweg.

Kranzniederlegung durch Bürgermeister Bernd Schäfer und den Vorsitzenden der Bergkamener Ratsfraktionen.

Über das Schicksal der Zwangsarbeiter in Bergkamen, aber auch über einen Besuch des Vernichtungslagers Auschwitz berichteten Schülerinnen der beiden weiterführenden Schulen. Eine ebenso bewegende Rede hielt Sabine Kamp von der jüdischen Gemeinde Unna. Es war ein Plädoyer für eine offene Gesellschaft, in der alle, egal welchen Glaubens, Herkunft oder Geschlechts einen gesicherten Platz haben müssten. Leider musste sie feststellen, dass es nach dem Massaker und den Entführungen am 7. Oktober 2023 für Jüdinnen und Juden in Deutschland kälter geworden sei.

Bürgermeister Bernd Schäfer forderte in seiner Rede während der Kranzniederlegung an der Gedenkstätte Schönhausen alle Demokratinnen und Demokraten auf, dem wachsenden Antisemitismus in Deutschland Widerstand zu leisten. Er verurteilte außerdem die rassistischen Schmierereien an Bergkamener Sportplätzen in den zurückliegenden Tagen.

Abschlussveranstaltung im Gemeindesaal der Wv. Freikirchlichen Gemeinde Bergkamen.

Anschließend versammelten sich die Kundgebungsteilnehmer im Gemeindesaal der Freikirchlichen Evangelischen Gemeinde Bergkamen. Das heutige Gemeindezentrum nutzten die Nazis 1933 als „Konzentrationslager Schönhausen“, wie sie es damals selber nannten. Noch einmal ergriffen Schülerinnen das Wort. Die Gitarrengruppe um Pfarrer i.R. Reinhard Chudaska spielte und sang Lieder jüdischen Ursprung. Barbara Hölken berichtete, dass die Veröffentlichung der Correctiv-Recherchen über ein Geheimtreffen von Rechtsextremisten im November 2023 sie motiviert habe, sich bei den „Omas gegen Rechts“ zu engagieren. Sie haben sich in Bergkamen Anfang 2024 organisiert, treffen sich regelmäßig im HausFRIEDEN des Flüchtlingshelferkreises und beteiligen sich an Kundgebungen gegen Rechts. Hauptthema bei diesem Geheimtreffen der Rechtsextrmen unter Beteiligung von AfD-Mitgliedern war der Plan, Menschen mit Migrationshintergrund aus Deutschland zu vertreiben. Der Begriff „Remigration“, der zum Unwort des Jahres 2023 erklärt wurde, ist inzwischen Bestandteil des AfD-Programms zur Bundestagswahl 2023 geworden.




Erweitert und neu konzipiert: Das Kunstwerk „Floating Stones“ an der Seseke ist wieder erlebbar

Gemeinsam weihten (v. l.) Dr. Agnes Sawer vom Lippeverband, die Künstler*innen Gunnar Friel und Anja Vormann sowie der Vorstandsvorsitzende des Lippeverbandes, Prof. Dr. Uli Paetzel, das überarbeitete Kunstwerk „Floating Stones“ ein. Fotos: Stephan Tuschy/EGLV

Auf dem Radweg entlang der Seseke kann neben der Flusslandschaft auch Kunst erkundet werden: Elf künstlerische Arbeiten entlang des Flusses und seiner Nebengewässer laden zu einer Entdeckungstour auf Spaziergängen und Radtouren ein. Die Werke wurden 2010 und 2013 im Rahmen des Projektes „Über Wasser gehen“ realisiert. So auch die aus mehreren Findlingen bestehende Arbeit „Floating Stones“ (2013/2024) der Düsseldorfer Künstler*innen Anja Vormann und Gunnar Friel. Die Steine liegen zwischen Lünen und Bönen am Fuß- und Radweg verteilt und sind mit QR-Codes versehen. Nachdem das Kunstwerk in den vergangenen Jahren technische Probleme hatte, kann es nun wieder erlebt werden – mit einigen Neuerungen…

„Die Neukonzeption des Kunstwerkes ‚Floating Stones‘ erweitert die bisherigen Erlebnismöglichkeiten an der Seseke und ihrer Nebenflüsse. Konnte zuvor vor allem die Seseke-Landschaft betrachtet werden, können sich Spazierende und Radfahrende nun über Wasserthemen hinaus mit dem Gewässer beschäftigen und die Bedeutung des Flusses für die Menschen in der Region kennenlernen“, sagt Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender des Lippeverbandes.

Hinter den QR-Codes verbergen sich Audioaufnahmen, in denen Menschen von ihren Erinnerungen und Eindrücken in Bezug auf die Seseke erzählen.

Ursprünglich konnten über die QR-Codes Videos aufgerufen werden, in denen die Seseke-Landschaft behandelt wurde. Gemeinsam haben der Lippeverband, Anja Vormann und Gunnar Friel unter der kuratorischen Leitung von Dr. Agnes Sawer (Lippeverband) die Inhalte erneuert. Die Videodateien wurden dabei gegen aufgenommene Sprachsequenzen ausgetauscht. In zahlreichen Interviews haben Vormann und Friel Menschen, die an der Seseke leben und arbeiten, unter anderem nach ihren Eindrücken und Erinnerungen befragt. Außerdem haben die Künstler*innen Märchen aus der Region recherchiert, die Tier- und Pflanzenarten des renaturierten Gewässers einlesen und Vorstellungen von der Natur beschreiben lassen. Die gesammelten Impressionen, die eine sprachliche Auseinandersetzung mit der Seseke-Landschaft darstellen, sind thematisch gebündelt und an jedem der insgesamt 13 Steine aufrufbar. Man benötigt lediglich ein Smartphone.

„Über Wasser gehen“ war ein interkommunales Kunstprojekt, das 2010 im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres an der Seseke stattfand und vom Lippeverband, dem Kreis Unna, den sechs Anrainerstädten Lünen, Bergkamen, Kamen, Bönen, Unna, Dortmund und RUHR.2010 ins Leben gerufen wurde. Unter der kuratorischen Leitung von Billie Erlenkamp wurden künstlerische Arbeiten entlang der Seseke und ihrer Zuläufe realisiert, die sich mit dem Wandel der Region und mit der ökologischen Transformation des Flusssystems auseinandersetzen. Nach 2010 wurde „Über Wasser gehen“ zusammen mit dem Kreis Unna, den sechs Anrainerstädten, dem Regionalverband Ruhr, den Urbanen Künsten Ruhr und dem Lippeverband weiterentwickelt und 2013 nochmals durchgeführt.

Die Seseke wurde im Zuge der Industrialisierung begradigt, eingedeicht und in einen offenen Abwasserkanal umgebaut. Zwischen den 1980er Jahren und 2014 wurde im Rahmen des „Sesekeprogramms“ das Gewässer wieder naturnah gestaltet. Die Kunstwerke von „Über Wasser gehen“ laden dazu ein, den Wandel des Flusses zu betrachten und die Landschaft neu zu erleben.




Wasserfreunde aus Bergkamen starten erfolgreich ins neue Schwimmjahr

1. Mannschaft der Wasserfreunde TuRa Bergkamen

Die 1. Mannschaft der Wasserfreunde TuRa Bergkamen war am 25. und 26.01.2025 zu Gast in Iserlohn beim Mittel- und Langstreckenmeeting. Im Fokus standen die Distanzen über 200, 400, 800 und 1500 Meter. Bei insgesamt 35 Einzelstarts konnten sich die Schwimmer:innen über zahlreiche Medaillen und neue persönliche Bestzeiten freuen. Mira Juds (*2007) sicherte sich über 200m Rücken die Goldmedaille und erzielte zudem zweimal Silber (400m Lagen, 800m Freistil). Sarah Großpietsch (*2013) überzeugte mit zwei Goldmedaillen (200m Rücken und Freistil) sowie einer Bronzemedaille (400m Lagen). Emma Gramse (*2013) konnte dreimal Silber erreichen (200m Rücken, Freistil und Brust), während Laura Sophie Ebel (*2008) mit Silber über 200m Schmetterling und ihre ältere Schwester Lisa Marie (*2006) mit Bronze über 200m Freistil ebenfalls erfolgreich waren. Die Geschwister Mila Fee Krause (*2011) und Mika Tom Krause (*2011) sicherten sich jeweils eine Bronzemedaille – Mila über 200m Brust und Mika über 400m Freistil. Der ältere Bruder der beiden Noah Mo (*2008) belohnte sich mit der Silbermedaille über 400m Freistil. Auch Lia Schröder (*2012) konnte sich über zwei Bronzemedaillen freuen (200m Rücken und Freistil).

2. Mannschaft der Wasserfreunde TuRa Bergkamen

Jüngster TuRaner Schwimmers Bruno Krause, der am kindgerechten Wettkampf teilgenommen hat.

Die Schwimmer:innen der 2. Mannschaft stiegen ebenfalls an diesem Wochenende beim 7. Neujahrsschwimmfest in Witten auf die Startblöcke. Sie erkämpften sich 12 Gold-, 6 Silber- und 6 Bronzemedaillen und viele neue persönliche Bestzeiten. Bruno Krause (*2018), der noch im kindgerechten Teil des Wettkampfes schwamm, freute sich über zwei Goldmedaillen (25m Rücken und Kraulbeine) und eine Bronzemedaille (25m Brust). Mila Murray (*2016) stand gleich vier Mal auf Platz 1 (25m Schmetterling, Rücken, Brust und Freistil) und gewann damit den Jahrgangspokal. Elisa Yüksekogul (*2015) erkämpfte sich zweimal Gold (50m Schmetterling und Freistil) und zwei Bronzemedaillen (50m Rücken und Brust), während Kasimir Störmer (*2016) zwei Goldmedaillen (25m Rücken und Brust) und eine Bronzemedaille (25m Freistil) holte. Lasse Treinies (*2017) stand über 25m Freistil auf Platz 1 und zwei Mal auf Platz 2 (25m Rücken, Brust). Johanna Mannel (*2017) sicherte sich drei Mal Silber (25m Rücken, Brust, Freistil), Lia Senz (*2016) ein Mal Silber (25m Rücken) und zwei Mal Bronze (25m Brust, Freistil) und Johanna Donsbach (*2015) ein Mal Gold über 50m Rücken.

Insgesamt ziehen die Trainer:innen beider Mannschaften ein positives Fazit nach dem ersten Wettkampf-Wochenende im neuen Jahr. Sie zeigen sich sehr zufrieden mit den guten Leistungen auf zum Teil ungewohnten Strecken und den vielen neuen Bestzeiten Ihrer Schwimmer:innen.




Einbruch in ein Wohnhaus in der Lessingstraße: Zeugen gesucht

Ein unbekannter Täter ist am Freitag (24.01.2025) gegen 22:45 Uhr in ein Wohnhaus in der Lessingstraße eingedrungen.

Der Täter schlug ein Fenster ein um sich Zutritt zu verschaffen. Er wird wie folgt beschrieben:

  • ca. 180 cm groß
  • stabile Statur
  • schwarz gekleidet
  • Parka
  • Mütze

Ob etwas entwendet wurde, ist bislang unklar.

Wer hat Verdächtiges bemerkt? Hinweise bitte an die Polizei in Kamen unter 02307 921 3220, 02303 921 0 oder per Mail an poststelle.unna@polizei.nrw.de.




Auftrag für kostenfreien Glasfaser-Anschluss in Bergkamen weiterhin möglich

Gizem Demir, Mathijs Strous (Euronet), Alexander Loipfinger (GSW), Dr. Thomas Vollert (Helinet), Soeren Wendler (DGN), Bürgermeister Bernd Schäfer, Jochen Baudrexl (GSW) Oliver Wolfsdorff, Andreas Damm (DGN).

Nachzügler können jetzt noch kostenfreien Glasfaser-Anschluss in Bergkamen beauftragen. Ein kostenloser Hausanschluss ist solange möglich, solange die Anschlüsse noch in der Feinplanung des Netzausbaus berücksichtigt werden können. Interessierte Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen sollten sich daher rechtzeitig entscheiden, um zusätzliche Anschlusskosten zu vermeiden. Wer sich bis zum 23. Februar entscheidet, erhält zusätzlich eine Gutschrift über 80 Euro.

Das erklärt die Deutsche GigaNetz im Nachgang zum symbolischen ersten Spatenstich für den Glasfaserausbau in Bergkamen. Das Unternehmen wird das hochmoderne Glasfasernetz vor allem eigenwirtschaftlich, also unabhängig von öffentlichen Fördermitteln, in Zusammenarbeit mit Helinet realisieren. Für dieses ambitionierte Infrastruktur-Projekt investiert das Hamburger Telekommunikationsunternehmen bereits zum Start eine Summe von rund 55 Millionen Euro, um möglichst viele Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen in der Gemeinde mit schnellem Internet zu versorgen.

Insgesamt plant die Deutsche GigaNetz in Bergkamen etwa 10.500 Adresspunkte mit rund 22.000 Wohn- und Geschäftseinheiten anzuschließen. Mit dem Abschluss der Tiefbauarbeiten und der Wiederherstellung aller Oberflächen rechnet das Unternehmen bis 2027.

Bis 2027 baut die Deutsche GigaNetz über 315 km Glasfasernetz in Bergkamen aus. Beim Ausbau arbeiten die Kommune und das Hamburger Telekommunikationsunternehmen eng zusammen. Die Tiefbauarbeiten übernimmt die Firma Euronet Bau GmbH. Um die Beeinträchtigung für die Anwohnerinnen und Anwohner so gering wie möglich zu halten, wird das Projekt in einzelne Bauabschnitte unterteilt. Der erste Bauabschnitt ist in Rünthe und Overberge, danach folgt Weddinghofen.

Glasfaser stärkt die Region als attraktiven Lebens- und Wirtschaftsstandort

Bürgermeister Bernd Schäfer betont im Rahmen des Spatenstichs: „Ein stabiles und leistungsfähiges Glasfasernetz ist nicht nur eine zeitgemäße Anforderung an das private Lebensumfeld, sondern zugleich ein wichtiger Standortfaktor für Unternehmen. Mit dem heutigen Spatenstich machen wir einen wichtigen Schritt in Richtung flächendeckender Versorgung mit Glasfaser in unserer Stadt.“

Soeren Wendler, Mitgründer und Geschäftsführer der Deutschen GigaNetz, betont auf der Veranstaltung nochmals die Bedeutung des geplanten Netzausbaus: „Wir sind sehr stolz darauf, nun den nächsten Schritt zu gehen und mit dem Bau des Glasfasernetzes in Bergkamen zu beginnen. Das Projekt ist ein Beweis unseres Engagegements, hochwertige Brandbreitlösungen für Kommunen in ganz Deutschland bereitzustellen. Mein besonderer Dank gilt der hiesigen Verwaltung: Ohne eine enge Partnerschaft und den Einsatz der örtlichen Behörden wäre die Umsetzung dieses Projektes nicht möglich. Wir sind dankbar für die Unterstützung und freuen uns auf eine weiterhin erfolgreiche Zusammenarbeit“.