Mediterraner Weingenuss mit exotischen Tropfen am Wasser

Sie sind alle ganz in Weiß. In einer gewaltigen Prozession durchschreiten sie die Festgemeinde in der Marina und entern die „Santa Monica“. Wenig später legt das Schiff ab, begleitet vom Jubel der Bergkamener. Wenn hier gefeiert wird, dann richtig. Egal ob alle zusammen mit Wein oder als Einzelveranstaltung mit weißem Motto.

Neuer Ort, bewährte Feierfreude beim 5. Weingenuss am Wasser in der Marina Rünthe.
Neuer Ort, bewährte Feierfreude beim 5. Weingenuss am Wasser in der Marina Rünthe.

Urgroßvater und Urenkel feiern in der Strandbar ihr ganz persönliches Fest.
Urgroßvater und Urenkel feiern in der Strandbar ihr ganz persönliches Fest.

Einen Liegestuhl im Sand der Strandbar haben sich Urgroßvater und Urenkel gesichert. Der eine führt mit seligem Lächeln den Wein an die Lippen, der andere den knallroten Smoothie aus Erdbeeren und anderen Leckereien. „Für uns beide ist heute unser ganz persönlicher Festtag“, stellen sie zufrieden fest und beobachten das bunte Treiben beim „Weingenuss am Wasser“ mit den nackten Füßen im Sand. Nebenan kuschelt sich ein Liebespaar in die Kissen, einen Liegestuhl weiter haben sich Freunde aus der Nachbarstadt getroffen und bereits einige Flaschen geleert. Der DJ dreht an der Strandbar mal an diesem, mal an jenem Knopf und gibt der elektronischen Musik etwas mehr „Drive“. Andere haben sich ganz auf ihre etwas andere Currywurst konzentriert.

Ständiges genießerisches Kommen und Gehen

Lecker: Zugreifen bei den kulinarischen Köstlichkeiten.
Lecker: Zugreifen bei den kulinarischen Köstlichkeiten.

Rund 800 Menschen konnten am Wochenende allein die 50 Biertischgarnituren fassen. Gekommen waren deutlich mehr, denn die Tische waren konsequent belegt und es herrschte eine ständiges Kommen und Gehen zwischen den beiden Veranstaltungsorten. Im Innenhof von „Neumann’s Nauticus“ drängten sich sechs kulinarische Stände unter dem großen Ballon des Stadtjubiläums. Wenige Meter entfernt ging es auf dem Hafenplatz mit der Strandbar ganz und gar entspannt und mediterran zu.

Auch optisch ein Genuss: Der Wein aus dem Land der Kiwis.
Auch optisch ein Genuss: Der Wein aus dem Land der Kiwis.

Überall glänzten jedoch Weißwein, Rotwein und Rosé in den Gläsern. Diesmal kamen sie neben den klassischen Weinregionen aus ganz und gar exotischen Gefilden. Reinhard Kuhfuß reist ein bis zwei Mal im Jahr nach Neuseeland, um dort mit dem eigenen Gaumen den Weinen des Landes auf die Spur zu gehen. „Das muss einfach sein“, sagt er, denn Neuseeland ist auch nach 45 Jahren mehr als eine Leidenschaft. Auch wenn sein Neuseelandhaus, das erste seiner Art weit und breit, im November stolze 20 Jahre alt wird. Auch wenn die Weine und die Objekte für Sammelfreunde nur wenige Prozent seines Grundumsatzes ausmachen.

Antimikrobieller Honig als Erfolgsgeschichte

Auch andere Getränke machen sichtbaren Spaß.
Auch andere Getränke machen sichtbaren Spaß.

Den Löwenanteil des Erfolges macht seit vielen Jahren der ganz besondere Honig aus dem Land der Kiwis aus. Der Manuka-Honig hat eine nachgewiesene medizinische Wirkung, gehört zu den teuersten der Welt. Antimikrobiell ist der Effekt bei der Wundheilung. Reinhard Kuhfuß ist Dauergast auf Ärztekongressen, liefert auch zentnerweise den Honig für eine Klinik  in Berlin, die vor allem für Diabetiker Therapien entwickelt hat. Dabei hat vor 45 Jahren alles mit einer Flucht vor dem Elternhaus nach Indien angefangen, die wiederum einen Freund inspirierte, der seinerseits in Neuseeland hängen blieb. Eine echte Lebens- und Erfolgsgeschichte.

Engagiert im Einsatz: Die S.O.S Mobilband.
Engagiert im Einsatz: Die S.O.S Mobilband.

„So etwas wie das Fest hier in Bergkamen macht richtig Spaß“, sagt Kuhfuß, der begeistert beobachtet, wie die Schlangen an seinem Weinstand immer länger werden. Auch Weine aus Australien probieren die Bergkamener mit Entdeckergeist. Dazu Käse und Pasta aus Italien, Flammkuchen, Tapas zum spanischen Wein. Mitten drin im Getümmel die S.O.S. Mobilband, die sich mit Kontrabass, Saxophon, Gitarre und Percussion mitten in die Menschenmenge stürzt.

Engagement auch an der Quizbox für das Weinquiz.
Engagement auch an der Quizbox für das Weinquiz.

Fehlt nur noch der blaue Himmel und echte Sonne, dann wäre alles perfekt. Die Sonne kämpft sich immerhin am Samstag kurz vor dem Sonnenuntergang den Horizont frei und sorgt für ein buntes Farbenspiel. Da hat sich die Quizbox längst gut gefüllt. Was die Tanninstruktur ist, wo die richtige Trinktemperatur für Rotwein liegen sollte, was ein kurzer Wein ist: Hier war Expertenwissen gefragt.

Der Sommer in Bergkamen ist übrigens noch nicht zu Ende: Am 6.  August ist Kino-Open-Air zum ersten Mal auf der Schützen- und Bogenschießanlage in Overberge.




Baderegeln beachten: So wird Schwimmen zum Vergnügen

Ob im Freibad oder den Badegewässern im Kreis – Schwimmen macht Spaß, hält fit und bietet im Sommer eine willkommene Abkühlung. Doch immer wieder passieren Bade-Unfälle, die mitunter tödlich enden. „Beim Baden sollten ein paar einfache Regeln eingehalten werden“, rät deshalb der Amtsarzt des Kreises, Dr. Bernhard Jungnitz, und verweist auf entsprechende Empfehlungen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG).

rp_110708FreibadSimona_c-e1367230204356.jpgGefahrenquellen können nicht nur durch das Schwimmen in Bädern oder an beaufsichtigten Badegewässern ausgeschlossen werden, sondern vor allem durch das eigene Verhalten, erläutert der Mediziner und unterstreicht: „Es gilt, niemals alkoholisiert ins Wasser zu gehen und bei Kreislaufproblemen Vorsicht walten zu lassen. Unbekannte Gewässer wie Baggerseen sollten gemieden werden.“

Zehn Grundregeln, die die DLRG empfiehlt, helfen persönliche Fähigkeiten und Verhaltensweisen so einzuschätzen, dass niemand zu Schaden kommt:
1. Gehen Sie nur zum Baden, wenn Sie sich wohl fühlen. Kühlen Sie sich ab und duschen Sie, bevor Sie ins Wasser gehen.
2. Gehen Sie niemals mit vollem oder ganz leerem Magen ins Wasser.
3. Gehen Sie als Nichtschwimmer nur bis zum Bauch ins Wasser.
4. Rufen Sie nie um Hilfe, wenn Sie nicht wirklich in Gefahr sind, aber helfen Sie anderen, wenn sie Hilfe brauchen.
5. Überschätzen Sie sich und Ihre Kraft nicht.
6. Baden Sie nicht dort, wo Schiffe und Boote fahren.
7. Bei Gewitter ist Baden lebensgefährlich. Verlassen Sie das Wasser sofort und suchen Sie ein festes Gebäude auf.
8. Halten Sie das Wasser und seine Umgebung sauber, werfen Sie Abfälle in den Mülleimer.
9. Aufblasbare Schwimmhilfen bieten keine Sicherheit im Wasser.
10. Springen Sie nur ins Wasser, wenn es frei und tief genug ist.

„Beim Baden ist immer Vorsicht geboten“, sagt Dr. Bernhard Jungnitz. Vor allem offene Gewässer bergen oft nicht erkennbare Risiken im Uferbereich wie glitschige, scharfkantige Gegenstände, Untiefen, steile Uferabfälle und Temperaturunterschiede. Wer aber die Regeln kennt und beachtet, dem winken beim Sprung ins Nass Spaß und Wohlbefinden. Dr. Jungnitz: „Schwimmen ist eine der gesündesten Sportarten überhaupt.“




Neue Umschulungen im Bildungszentrum Bergkamen des TÜV Nord Bildung

TÜV NORD Bildung startet im Juli und August mit neuen Umschulungen. Im Bildungszentrum Bergkamen am Kleiweg werden dann unter anderem Elektroniker, Industriemechaniker, Mechatroniker sowie Kaufleute im Gesundheitswesen und für Büromanagement ausgebildet. Auch für die Umschulung zum Koch sind noch Plätze zu vergeben.

In Bergkamen bietet TÜV NORD Bildung Umschulungen in verschiedenen Metallberufen an. Foto: Udo Geisler
In Bergkamen bietet TÜV NORD Bildung Umschulungen in verschiedenen Metallberufen an. Foto: Udo Geisler

Umschulungen dauern in der Regel zwei Jahre und richten sich an arbeitsuchende oder akut von Arbeitslosigkeit betroffene Personen, die ihren bisherigen Ausbildungsberuf, beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen, nicht mehr ausüben können. Zur Teilnahme ist eine Förderung über die Agentur für Arbeit, das Jobcenter, den Rentenversicherungsträger oder die Berufsgenossenschaft erforderlich.

Fragen zu den Umschulungsinhalten und Fördermöglichkeiten beantwortet Karen Härtling, Telefon: 02307 208611, E-Mail: khaertling@tuev-nord.de

 




„Poolympische Spiele“ am Sonntag im Wellenbad Weddinghofen

Am Sonntag, 17. Juli, veranstalten die GSW zusammen mit dem Pool-Party-Team Zephyrus von 13:30 bis 18:30 Uhr ein sportliches Sommerspektakel im Wellenbad in Bergkamen. Fünf actionreiche Disziplinen in und außerhalb des Wassers fordern fünf Stunden lang zum Mitmachen auf. Gefragt sind Kreativität, Geschicklichkeit und Teamgeist.

Ob es darum geht den Aqua-Track Hindernislauf mit einem abschließenden Rutsch ins kühle Nass zu absolvieren oder auf der Liegewiese des Wellenbades die Bicycle-Challenge auf den verrückten Offroad-Funracern zu meistern – die „Poolympiade“ ist ein Riesenspaß für die ganze Familie. Sicherlich einmalig auf der Welt ist der „poolympische“ Kanu-Parcours. Hierbei müssen die Badegäste auf den extra für das Sommerhighlight entwickelten Schwimmtieren nur mit Hilfe von Paddeln und eigener Muskelkraft einen auf dem Wasser aufgebauten Parcours bezwingen. Auch das Softspeer-Werfen auf die riesige Poolympiade-Zielscheibe sowie der Sommer-Biathlon, bei dem die großen und kleinen Badegäste mit Schwimmflossen und Wasserspritzen ausgestattet auf originale Biathlon Klappscheiben schießen müssen, sorgen für absolute Volltreffer auf der Poolympiade.

Alle Informationen zu den Bädern der GSW sind auf der Internetseite unter www.gsw-freizeit.de oder telefonisch unter 02307 978-314 erhältlich.




Großer Polizeieinsatz durch einen böswilligen falschen Notruf

Ein größerer Polizeieinsatz sorgte am Mittwochmorgen in der Kamener Innenstadt für reichlich Aufregung.

Vermutlich ein böswillig abgesetzter falscher Notruf sorgte am Mittwochmorgen in der Weststraße in Kamen für einen großen Polizeieinsatz. Foto: Ulrich Bonke
Vermutlich ein böswillig abgesetzter falscher Notruf sorgte am Mittwochmorgen in der Weststraße in Kamen für einen großen Polizeieinsatz. Foto: Ulrich Bonke

Es war ein Notruf eingegangen, nach dem angeblich in einer Wohnung in der Weststraße ein Mensch durch eine Bedrohung in Gefahr gewesen wäre. Als die Beamten gegen 9 Uhr in die betreffende Wohnung eingedrungen waren, fanden die Polizisten sie allerdings leer vor.  Deshalb liegt die Vermutung nahe, dass ein Unbekannter diesen Alarm böswillig abgesetzt hatte.




Gut für Gesundheit und Klima: Pedelecs im Kreis-Fuhrpark

Rauf aufs Rad – das schont nicht nur das Klima, sondern bringt auch eine Menge für die Gesundheit. Und für die können Kreis-Mitarbeiter jetzt besonders komfortabel etwas tun: Im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung stehen zwei Pedelecs für Dienstfahrten zur Verfügung.

Kreisdirektor Dr. Thomas Wilk (2.v.r.) stellte das erste Dienst-Pedelec des Kreises zusammen mit Gabriele Bierwolf-Sigrist (stellvertretende Leiterin Zentrale Dienste, 2.v.l.), Jochen Pfeiffer (Fuhrpark)  und Diana von der Heyde (Betriebliche Gesundheitsförderung, r.) vor. Foto: B. Kalle – Kreis Unna
Kreisdirektor Dr. Thomas Wilk (2.v.r.) stellte das erste Dienst-Pedelec des Kreises zusammen mit Gabriele Bierwolf-Sigrist (stellvertretende Leiterin Zentrale Dienste, 2.v.l.), Jochen Pfeiffer (Fuhrpark) und Diana von der Heyde (Betriebliche Gesundheitsförderung, r.) vor. Foto: B. Kalle – Kreis Unna

Für kürzere Wege können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schon seit einigen Jahren Dienstfahrräder satteln. Ergänzt wird diese Möglichkeit, umweltschonend von A nach B zu kommen, nun durch die beiden Pedelecs. Sie unterstützen die Fahrer bei Bedarf mit einem kleinen Elektromotor während des Tretens.  „Bei etwas weiteren Dienstfahrten und wenn es bergauf geht, muss also niemand befürchten, nassgeschwitzt zum Termin zu kommen“, nennt die beim Kreis für die Betriebliche Gesundheitsförderung zuständige Mitarbeiterin Diana von der Heyde einen Vorteil.

Mit einer Reichweite von 100 bis 130 Kilometern könnte das Kreisgebiet nahezu einmal komplett umrundet werden, bevor das Pedelec wieder an die Steckdose angeschlossen werden muss. „Wir freuen uns, wenn künftig viele Dienstfahrten auf zwei statt auf vier Rädern stattfinden“, sagte Kreisdirektor Dr. Thomas Wilk bei der Vorstellung der Pedelecs.

Wenn es um Mobilität geht, bietet die Kreisverwaltung übrigens zahlreiche Alternativen zum  Auto an: Zwei ÖPNV-Tickets für Dienstreisen, das Jobticket für die Fahrt zur Arbeit und zurück oder auch der Fahrradkeller mitsamt Umkleidemöglichkeit gehören längst zum Standard.




Neues Kulturprogramm 2016/17 liegt vor – Kartenvorverkauf ab 1. August

Das Bergkamener Kulturprogramm für die Saison 2016/17 liegt druckfrisch vor. Der Kartenvorverkauf fürs Kabarett startet allerdings erst am 1. August. Die Gastspiele von Wilfried Schmickler oder „Storno“ werden schnell ausverkauft sein, prophezeit Andrea Knäpper, die im Kulturreferat unter anderem für den Kartenverkauf zuständig sind.

Das Kulturreferat stellte jetzt das neue Kulturprogramm mit über 69 Einzelveranstaltungen vor.
Das Kulturreferat stellte jetzt das neue Kulturprogramm mit über 69 Einzelveranstaltungen vor.

Das wissen natürlich auch die Fans der Bergkamener Kabarettreihe. 323 haben ihre Plätze schon mit einem Abonnement gesichert. „Wir sorgen aber dafür, dass auch für den freien Verkauf genügend Karten übrig bleiben“, versichert Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel.

Wilfried Schmickler eröffnet die große Kabarett-Reihe im studio theater am 15. September.
Wilfried Schmickler eröffnet die große Kabarett-Reihe im studio theater am 15. September.

Und wenn es beim Wunschtermin nicht klappt, dann gibt es mindestens 68 andere Angebote im reichhaltigen und guten Kulturprogramm. Zum Beispiel im MittwochsMix in der Galerie „sohle 1“. Der startet am 28. September mit Anny Hartmann, die die drei großen H des Kabaretts in sich vereinigt: Haltung, Humor und Hirn.

An gleicher Stelle spielen am 20. November Anton Niculesco (Violoncello) und Bertrand Giraud (Klavier) Werke von Beethoven, Debussy und Saint-Saens. Hierbei handelt es sich um ein Konzert des Celloherbsts 2016 in der Hellwegregion.

Musik einer ganz anderen Art bringt der Sparkassen Grand Jam. Hier können sich schon die Freunde von Ron Williams auf ein Wiedersehen bzw. Wiederhören freuen. Der beliebte Sänger und Entertainer kommt am 4. Januar 2017 nach Bergkamen in die Gaststätte „Almrausch“ (ehem. Haus Schmülling“).

Längst etabliert hat sich die Weltmusik-Reihe im Trauzimmer der Marina Rünthe. Sieben Konzerte wird es bis Mai 2017 geben. Den Auftakt macht hier am 19. September Nancy Viera, die auf den Kapverden geboren wurde und seit vielen Jahren in Portugal lebt.

Noch in diesen Sommerferien wird es an der Holz-Erde-Mauer in Oberaden spannend. Am 30. und 31. Juli wird dort ein Zimmermann den Weiterbau der Rekonstruktion der Wehranlage des Römerlagers in Angriff nehmen. Vom 12. bis 14. August sind Kind und Jugendliche zum Drususcamp im Römerlager eingeladen. Sein Ziel sei es, dieses Drususcamp in den nächsten Jahren zu einem einwöchigen Ereignis auszubauen, erklärt Museumsleiter Mark Schrader.

Das gesamte neue Kulturprogramm gibt es hier als PDF zum Herunterladen: kulturprogramm.2016.2017




Lernen zusätzlich zum Vollzeitjob: 13 Bayer-Mitarbeiter sind jetzt Industriemeister

Mit 31 noch einmal die Schulbank drücken? Ferhat Aksel aus Lünen hat es getan – sogar drei Jahre lang. Zusätzlich  zum Vollzeitjob. Jetzt wurden seine Mühen belohnt. Der Chemikant, der bei Bayer in einem Betrieb zur Herstellung pharmazeutischer Wirkstoffe arbeitet, darf sich ab sofort Industriemeister nennen. Und nicht nur er. 12 Kollegen – unter ihnen vier aus Bergkamen – haben diese Weiterbildung der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund, die Bayer aktiv unterstützt, ebenfalls erfolgreich absolviert.

Von ursprünglich 36 gestarteten Teilnehmern haben 20 den Lehrgang zum Industriemeister bestanden – 13 von ihnen arbeiten bei Bayer in Bergkamen. Foto: Bayer
Von ursprünglich 36 gestarteten Teilnehmern haben 20 den Lehrgang zum Industriemeister bestanden – 13 von ihnen arbeiten bei Bayer in Bergkamen. Foto: Bayer

„Die beruflichen Herausforderungen nehmen in allen Bereichen spürbar zu. Wer ihnen auf Dauer gewachsen sein will, tut gut daran, sein Wissen kontinuierlich zu erweitern“, würdigte Standortleiter Dr. Stefan Klatt das freiwillige Engagement der Mitarbeiter. Anlässlich der feierlichen Urkundenübergabe drückte er den frisch gebackenen Industriemeistern seine hohe Anerkennung für die in mehr als 900 Unterrichtsstunden erbrachten Leistungen aus: „Sie haben Außergewöhnliches vollbracht und können stolz auf sich sein.“

Drei Jahre lang haben die Industriemeister jeden Donnerstagabend und jeden Samstag gebüffelt und zahlreiche Prüfungen abgelegt. „Das war ein ziemlicher Spagat“, bilanziert Ferhat Aksel. „Gerade in solchen Situationen war die Familie ein starker Rückhalt.“ Doch auch von den Kollegen gab es Unterstützung. Allerdings ließen sich die Schichten nicht immer tauschen. Wenn das der Fall war und der Unterricht mit der Arbeit kollidierte, musste Aksel schon mal Überstunden abbauen oder Urlaub opfern.

„Die Mühen haben sich dennoch gelohnt“, sagt Aksel. „Wir hatten tolle Ausbilder und haben viel gelernt.“ Etwa über Syntheseplanung, Wärmeberechnung und Arbeitsrecht. Und das Beste: Der Lehrgang fand direkt auf dem Bayer-Gelände in Bergkamen statt. Die notwendigen Räume stellte das Unternehmen gratis zur Verfügung. Dadurch wurden die Kosten für die Teilnehmer reduziert, ebenso die Fahrzeiten. Acht der Dozenten sind zudem ebenfalls bei Bayer beschäftigt. Genau wie ihre Schüler hatten sie beim Abendunterricht schon einen vollen Arbeitstag hinter sich. „Dieses Engagement ist gewiss nicht selbstverständlich“, dankte Ausbildungsleiter Karl Heinz Grafenschäfer seinen Kollegen für die gute Unterstützung.




Mehr als 10.500 Schüler wurden von der VKU fit für den Bus gemacht

Seit fünf Jahren gibt die VKU Unterricht – und zwar im Busfahren. Melanie Strohschein leitet die Busschule und sorgt dafür, dass Kinder sicher mit dem Bus unterwegs sind. Denn auch Busfahren will gelernt sein. „Im vergangenen Schuljahr haben rund 2.800 Schüler die Busschule besucht“, sagt Strohschein.

Melanie Strohschein (NimmBus-Team), Busfahrer Jürgen Sutmeier, Klassenlehrerin und Kinder der Gewinnerklasse der Albert-Schweitzer-Schule, Christiane Doll (NimmBus) und Sabine Leiße, Leiterin des Bereichs Planung und Mobilität beim Kreis Unna.
Melanie Strohschein (NimmBus-Team), Busfahrer Jürgen Sutmeier, Klassenlehrerin und Kinder der Gewinnerklasse der Albert-Schweitzer-Schule, Christiane Doll (NimmBus) und Sabine Leiße, Leiterin des Bereichs Planung und Mobilität beim Kreis Unna.

Insgesamt waren mehr als 10.500 Kinder und Jugendliche bei der Busschule und wurden  geschult. Die Tendenz ist steigend. „Inzwischen müssen wir mit einer Warteliste arbeiten, weil wir allen Anfragen nicht mehr nachkommen können“, erklärt Strohschein. Die VKU führt das Projekt NimmBus als Dienstleister des Kreises Unna durch. Auch hier ist man mit der Resonanz mehr als zufrieden. „Die Nachfrage steigt und das zeigt ganz klar, dass die Busschule Erfolg hat. Wir als Kreis Unna sind vor allem froh, dass die VKU hier einen wichtigen Beitrag zur Prävention und zur Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr leistet. Das wird bei der Busschule durch eine anschauliche und kindgerechte praktische Schulung, aber auch durch theoretischen Unterricht geleistet. So fördert die Busschule die Mobilitätskompetenz der Kinder und Jugendlichen und befähigt sie, mit allen Verkehrsmitteln sicher und bewusst umzugehen. Kinder und Jugendliche, die frühzeitig diese positiven Erfahrungen machen, sind die potentiellen ÖPNV-Nutzer/Kunden von morgen“, sagt Sabine Leiße, Leiterin des Bereichs Planung und Mobilität beim Kreis Unna.

Alles Gute zum Geburtstag

Zum Geburtstag hat die VKU schon einige Geschenke verteilt. Mit den tollen Logo-Aufklebern von  NimmBus konnten die Schüler einen Gegenstand, ihre Tasche oder ihr Schulheft verzieren. Dann schnell ein Foto davon gemacht und das ganze an die VKU geschickt. Bei dem Logo-Foto-Wettbewerb haben drei Schüler für sich und ihre Klassenkameraden tolle Preise abgesahnt.

Der erste Preis, ein Tag auf dem Hof ratz rabatz in Fröndenberg, ging an die Klasse 3b der Albert-Schweitzer-Schule in Schwerte. Die Kinder hatten ein selbstgemachtes Plakat mit dem Logo gestaltet. Auf dem Hof ratz rabatz konnten sie toben, spielen und bei der  Aktion „Vom Korn zum Brot mit Treckerfahrt“ viel Neues lernen und entdecken.

Die Schüler der Klasse 3a der Schule am Lüserbach in Lünen konnten sich über einen Ausflug zur Freilichtbühne nach Werne freuen und dort „Urmel aus dem Eis“ erleben. Eingeschickt hatten die Kinder einen neu gestalteten Playmobilbus.

Die Klasse 3b der Gemeinschafts-Grundschule Hemmerde hat einen Tag im Bowling Center Unna gewonnen. Ein schön dekorierter Boxsack wurde für das Gewinnspiel eingereicht.

Alle Kinder der Gewinnerklassen hatten vorher an der Busschule von NimmBus teilgenommen. Sie haben gelernt, wie der richtige und sichere Umgang im und rund um den Bus funktioniert.

Was NimmBus alles kann

Seit nun fünf Jahren gibt es die Busschule bei der VKU, die hier als Dienstleister des Kreises Unna das Projekt umsetzt. Neben der Busschule gibt es unter anderem das Projekt JederBus – Inklusion erfahren, die Mobilitätsberatung für Langzeitarbeitslose und das Mobilitätstraining für Senioren. So macht das Projekt NimmBus einfach jeden – vom Kind bis zum Senior – mobil.

Mehr Informationen gibt es unter www.vku-online.de oder per Email an nimmbus@vku-online.de.




Wasserfreunde starten erfolgreich beim Lippepokal in Lünen

15 Schwimmerinnen und 13 Schwimmer der Wasserfreunde TuRa Bergkamen starteten sehr erfolgreich beim 25. Lippepokal der Sparkasse an der Lippe.

Bild Lippepokal 07-2016Dieser stark besetzte Wettkampf war für alle Teilnehmer bedingt durch das wechselhafte Wetter eine ganz besondere Herausforderung. Auf der einen Seite gab es strahlenden Sonnenschein, aber auf der anderen Seite kam es zwischendurch durch starken Regen, Sturm und Gewitter immer wieder zu Unterbrechungen und das gemeinsame Zelten zum Saisonabschluss fiel dann buchstäblich ins Wasser.

Doch die TuRaner ließen sich den Spaß nicht verderben und erschwammen sich gemeinsam 31 Medaillen und 70 persönliche Bestzeiten. Zudem sicherten sie sich acht Startplätze in den Finalläufen.

Wie in den vergangenen Jahren gab es auch in diesem Jahr wieder für die jüngeren Schwimmer bis zum Jahrgang 2004 die Möglichkeit über die 50m Strecken ins Juniorfinale und für die älteren Schwimmer über die 100m Strecken ins offene Finale zu kommen. Eine weitere Besonderheit war, dass die 50m Strecken schon ab dem Jahrgang 2003 offen gewertet wurden.

Allen voran erschwamm sich Moritz Kneifel (Jg.1999) Gold über 100 und 200m Rücken und Silber über 100 und 200m Freistil.

Die weiteren Medaillengewinner sind: Yannick Wallny (Jg.2000) mit Gold über 100m Brust und 100m Freistil; Ann-Kathrin Teeke (Jg.2000) mit Gold über 200m Rücken, Silber über 100m Rücken und Bronze über 50m Rücken in der offenen Wertung; Patrick Scholze (Jg.2005) mit Gold über 200m Schmetterling und Silber über 100m Schmetterling; Maximilian Weiß (Jg.2002) mit Gold über 200m Lagen und Silber über 200m Freistil; Lisa Weber (Jg.2002) mit Gold über 200m Brust; Piet Weppler (Jg.2008) mit Gold über 50m Brust; Lisa-Marie Kardatzki (Jg.2001) mir Silber über 100 und 200m Schmetterling und Bronze über 100m Freistil und 200m Brust; Marco Steube (Jg.2003) mit Silber über 200m Rücken und Bronze über 100m Schmetterling und 100m Freistil; Saskia Nicolei (Jg.2003) mit Silber über 200m Brust und Bronze über 100m Brust; Max Boden (Jg.2008) mit Silber über 50m Freistil; Victoria Reimann (Jg.2004) mit Silber über 100m Freistil; Jana Vonhoff (Jg.2004) mit Bronze über 100 und 200m Rücken; Svea Harre (Jg.2005) mit Bronze über 200m Rücken; Alexander Mengin (Jg.2006) mit Bronze über 200 Freistil und Richard Zeiser (Jg.2006) mit Bronze über 200m Rücken. Richard wurde für seine Zeit von 3:49,97 Min. bei seinem ersten Start über 200m Rücken nicht nur mit einer Medaille belohnt. Sein Trainer Tobias Jütte musste anschließend noch mit ihm auf die große Rutsche, da Richard deutlich unter 4 Minuten anschlug.

Die acht Finalteilnahmen erreichten in der offenen Wertung Ann-Kathrin Teeke über 100m Rücken und 100m Freistil und Yannick Wallny über 100m Brust und 100m Freistil und bei den Junioren Viktoria Reimann über alle vier 50m Strecken.

Des Weiteren erschwamm sich die 8x50m Lagen Staffel mit Felix Wieczorek, Victoria Reimann, Maximilian Weiß, Lisa Weber, Ann-Kathrin Teeke, Yannick Wallny, Saskia Nicolei und Moritz Kneifel einen guten Platz im Mittelfeld.

Aber auch Lara Boden, Laura Sophie Ebel, Alexa Haase, Tobias Jütte, Kevin-Noah Kaminski, Chiara Morawski, Lennox Nüsken, Tessa Nüsken, Emma Schmucker, Isabel Scholze, Charin Schulz und Felix Wieczorek glänzten mit vielen persönlichen Bestzeiten.




Erster „Tag der Trinkhallen“ wird auch in Bergkamen gefeiert

Das Ruhrgebiet feiert am 20. August den ersten „Tag der Trinkhalle“. Bergkamen macht hier natürlich mit – und das gleich mit zwei Trinkhallen: die Klümpchenbude an der Weddinghofer Straße und die „Trinkhalle am Kreis“ an der Schulstraße.

Kiosk am Kreis an der Schulstraße in Weddinghofen
Kiosk am Kreis an der Schulstraße in Weddinghofen

Während die „Klümpchenbude“ zu den von der Ruhr Tourismus ausgesuchten offiziellen 50 Trinkhallen im Ruhrgebiet gehört und das Feierprogramm noch geheim gehalten wird, hat sich an der Schulstraße die Künstlergruppe „Kunstwerkstatt sohle1“ der Sache angenommen. Um 10 Uhr geht es los. Geplant sind unter anderem eine Lesung mit Dieter Treeck und eine Kunsttauschaktion, wie sie während der legendären Bergkamener Bilder-Basare üblich waren. Während damals Kitsch gegen hochwertige Druckgrafiken getauscht wurden, gibt es diesmal die Kunst für Erinnerungsstücke aus der Bergkamener Bergbau-Vergangenheit.

Seit 1952 gibt es am heutigen Kreisverkehr Schulstraße/Gedächtnisstraße eine Trinkhalle, die damals von Käthe und Theo Schulting betrieben wurde. Nur wenige Jahre später kam eine Lotto- und Toto-Annahmestelle hinzu. Ab 1963 fahren für die Schultings Funkmietwagen und Taxen.