Wasserfreunde schwimmen in Polen

Das lange Pfingstwochenende verbrachten drei Schwimmerinnen und vier Schwimmer der Wasserfreunde TuRa Bergkamen in diesem Jahr in Polen. Dort starteten sie gleich auf zwei Wettkämpfen.

Bild Polen 05-2016Der erste Wettkampf in Lebork begann erst am Samstagnachmittag. Hier absolvierten die sieben TuRaner in kurzer Zeit alle fünf 100m Strecken und erschwammen sich dabei auf der 25m Bahn stolze 15 persönliche Bestzeiten und vier Medaillen.

Marco Steube (Jg.2003) erhielt über 100m Freistil Gold und über 100m Schmetterling Silber. Kevin-Noah Kaminski (Jg.2003) durfte sich über eine Silbermedaille über 100m Freistil freuen und Saskia Nicolei (Jg.2003) bekam Silber über 100m Schmetterling.

Auch Lisa-Marie Kardatzki, Ann-Kathrin Teeke, Maximilian Weiß und Felix Wieczorek schwammen in ihren Jahrgängen ganz vorne mit, erhielten jedoch aufgrund der offenen Wertung ab dem Jahrgang 2002 keine Medaillen.

Am Sonntag schwammen die Wasserfreunde auf einem Wettkampf der polnischen Rettungsschwimmer mit und mussten sich dort einmal in ganz ungewohnten Disziplinen messen. Dies gelang ihnen so gut, dass sie sogar fünf Medaillen erhielten.

Ann-Kathrin Teeke erschwamm sich einmal Gold und einmal Silber, Saskia Nicolei einmal Gold und Maximilian Weiß zweimal Silber und zweimal Bronze.

Aber auch abseits der Wettkämpfe hatten die Schwimmer mit ihren Begleiterinnen Angela Nicolei und Melanie Weiß viel Spaß und waren begeistert von der Gastfreundlichkeit die ihnen überall in Polen entgegen gebracht wurde.

Nach einer langen und anstrengenden Fahrt wurden sie von Andreas Moroz am Freitagnachmittag an ihrem Hotel in Slupsk empfangen. Andreas stammt ursprünglich aus Slupsk und arbeitet jetzt in Bergkamen als Bademeister. Er war es auch, der den Kontakt nach Polen herstellt und sein Neffe Kaspar besucht regelmäßig seinen Onkel in Bergkamen, um an den Wettkämpfen der Wasserfreunde teilzunehmen. Andreas half nicht nur bei der Organisation der Fahrt, er begleitete die Wasserfreunde auch bei ihrem gesamten Aufenthalt und stand ihnen, nicht nur bei sprachlichen Problemen, stets hilfsbereit und freundlich zur Seite. Nachdem die Zimmer verteilt waren, verbrachten alle gemeinsam den Nachmittag bei herrlichem Wetter am nahe gelegenen Strand und schlossen den Tag dann mit einem leckeren Abendessen ab.

Am Samstagmorgen fuhren sie dann in die Stadt um schon einmal Geld für den späteren Besuch im Einkaufszentrum zu wechseln und einige Besorgungen zu machen. Nach der Mittagspause stand dann der erste Wettkampf auf dem Programm. Als Erinnerung erhielten alle Schwimmer von Andreas eine Medaille. Anschließend ging es dann sofort zum Shoppen und Pizza essen ins Einkaufzentrum.

Der Wettkampf am Sonntag begann schon früh morgens und ging bis in den späten Nachmittag hinein, sodass danach alle gemeinsam zurück ins Hotel fuhren und erst einmal eine Pause einlegten. Vor dem Abendessen erkundeten die Schwimmer dann noch die Turnhalle, die durch eine Tür direkt mit dem Hotel verbunden war.

Nach dem gemeinsamen Frühstück ging es dann zurück nach Bergkamen. Andreas nutze die Gelegenheit noch ein paar Tage bei seiner Familie zu verbringen.

Ein besonderer Dank gilt abschließend Angela und Melanie, die diese lange und anstrengende Fahrt auf sich genommen haben und den Schwimmer damit den Ausflug erst ermöglichten.




Paris oder Rom: 100 Schüler des Gymnasiums auf großer Fahrt

Paris oder Rom hieß es jetzt wieder für rund 100 Schülerinnen und Schüler aus dem Jahrgang EF des Städtischen Gymnasiums Bergkamen. Während knapp 70 Latein-Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit sechs Lehrkräften für jeweils fünf Tage in die Hauptstadt Italiens und des ehemaligen römisches Reiches flogen, besuchten die Französisch-Schülerinnen und Schüler über den gleichen Zeitraum Paris. Einmal mehr erwiesen sich die Fahrten als große Erfolge und sollen somit auch im kommenden Jahr ihre Fortsetzung finden.

Fahrradtour der Paris-Fahrer.
Fahrradtour der Paris-Fahrer.

Die Rom-Fahrerinnen und Fahrer reisten aus organisatorischen Gründen in zwei Gruppen an, untergebracht war man allerdings gemeinsam in Bungalows auf einem Campingplatz. Von dort ging es jeweils bei bestem Wetter und angenehmen Temperaturen ins nahe Rom. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt wie Kolosseum, Circus Maximus, Forum Romanum und Pantheon wurden ebenso besichtigt wie auch die Caracalla Thermen und der Trevi-Brunnen. Zu jeder Attraktion hielten ausgewählte Schülerinnen und Schüler Kurzreferate mit den wichtigsten Informationen. Eines der absoluten „Highlights“ der Reise war der Besuch des Vatikans inklusive Besichtigung des Petersdoms, eines der größten Kirchengebäude der Welt.

Gruppenbild der Romfahrer
Gruppenbild der Romfahrer

Besonderen Eindruck hinterließ allerdings auch der Tagesausflug nach Pompeji und auf den Vesuv. Die Schülerinnen und Schüler besichtigten in Kleingruppen aufgeteilt die ausgegrabenen Überreste der bei einem Vulkanausbruch unter Asche begrabenen antiken Stadt. Im weiteren Verlauf des Tages fuhren alle mit dem Bus zum Fuße des Vulkans Vesuv und schließlich auch den Vesuv hoch, wobei die schmale und kurvenreiche Passstraße einige Schülerinnen und Schüler an ihre Grenzen brachte. Der herausragende Ausblick vom Gipfel des aktiven Vulkans entschädigte allerdings für die Anreisestrapazen.

Im Reisebus machten sich fast zeitgleich mit den „Römern“ die Paris-Fahrerinnen und Fahrer auf den Weg in die französische Hauptstadt. In der Weltmetropole hatten die beiden Lehrerinnen Constanze Lieb und Mathilde Kappenstein ein umfangreiches Programm vorbereitet. Den abendlichen Spaziergang zum Montmatre und zum Sacré Coeur nach der mehrstündigen Busfahrt genossen alle Beteiligten, zumal der Aus- und Überblick auf die Stadt die Vorfreude auf die kommenden Tage noch einmal steigen ließ. Weitere Eindrücke von der Stadt sammelten die Schülerinnen und Schüler bei einer gemeinsamen Fahrradtour, natürlich mit Fahrradhelm. Das Schlendern durch das Quartier Latin am Abend, dem traditionellen Studentenviertel, weckte bei dem einen oder anderen sicherlich die Sehnsucht nach dem bunten Stundenleben, das möglicherweise nach dem Abitur wartet. Natürlich durfte das Flanieren auf der Prachtstraße Champs Elyseés ebenso wenig fehlen wie der Besuch des berühmten Louvre.

Einmal vor Ort, ließen sich die Schülerinnen und Schüler auch einen Abstecher zum Schloss Versailles in der Pariser Nachbarschaft nicht entgehen. Der Barockbau ist eines der größten Palastanlagen Europa und diente vielen Schlossanlagen als Vorbild, etwa dem berühmten Sanssouci in Potsdam.

Nach fünf ereignisreichen Tagen kehrten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer wohlbehalten und mit tollen Erinnerungen im Gepäck aus Paris und Rom zurück.

 

 




AWO-Kita Springmäuse siegt beim Wettbewerb „Kopf gewinnt“

Das AWO-Familienzentrum Springmäuse am Südhang in Weddinghofen hat mit ihrem „Sternentanz“ den ersten Preis und 1000 Euro beim Wettbewerb „Kopf gewinnt“ im Rahmen der Regionalen Bildungskonferenz am Mittwoch im Zirkus Travados in Unna in der Kategorie A (3 bis 6 Jahre) gewonnen.

Preisverleihung an die „Springmäuse“ aus Bergkamen. Foto: B. Kalle – Kreis Unna
Preisverleihung an die „Springmäuse“ aus Bergkamen. Foto: B. Kalle – Kreis Unna

Beim „Sternentanz“ verkleiden sich die Kinder des Familienzentrums, singen und tanzen und schlüpfen in andere Rollen. Auf die Frage nach dem Wettbewerbs-Beitrag war für die Kinder schnell klar, dass ein Tanz vorgeführt werden soll. Die Botschaft ist eindeutig: Bildung soll erlebt, gefühlt und erfahren werden, nur so kann sie sich festigen und abgerufen werden.

Ganz im Zeichen von Kindern und Jugendlichen und ihren Wünschen zum Thema Bildung stand die fünfte Regionale Bildungskonferenz im Kreis Unna. Das kam gut an – und zwar nicht nur bei den jungen Akteuren selbst und beim Publikum, sondern auch bei NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann.

„Wenn man junge Menschen am Thema Bildung beteiligt, dann stärkt das die demokratische Kultur“, unterstrich Löhrmann, die bei der Veranstaltung im Circus Travados in Unna zu Gast war und gemeinsam mit Landrat Michael Makiolla und Andreas Schlüter von der Sparkasse UnnaKamen die Preisverleihung im Wettbewerb „Kopf gewinnt“ vornahm.

Mit ihren Sieger-Beiträgen haben Kinder und Jugendliche zwischen drei und 21 Jahren anschaulich gezeigt, welche Vorstellungen sie rund ums Lernen haben. Ob mit einem Tanz, wie die Kinder aus dem AWO-Familienzentrum „Springmäuse“ aus Bergkamen und die Jugendlichen der Outlaw Show aus Lünen, ob mit einem Lied wie die Kinder aus dem Offenen Ganztag der Nicolaischule aus Unna, ob mit einer Collage wie die Jugendkunstschule Unna oder mit selbst entworfener Kleidung wie die Schülerinnen des Hellweg Berufskollegs Unna – sie alle überzeugten Jury und Publikum. Neben einer Urkunde gab es für jede Gruppe ein stolzes Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro.

Mit der Präsentation der Beiträge sind die frischen Ideen und Anliegen bei den Entscheidern aus den Bereichen Bildung und Erziehung im Kreis Unna angekommen. Denn die Regionale Bildungskonferenz hat sich als wichtige Plattform des Regionalen Bildungsnetzwerks etabliert. Vertreten sind unter anderem Schulträger, Schulaufsicht und Vertreter der Schüler- und Elternschaften bis hin zu Sportvereinen, Kirchen, Kammern, Jugendzentren und Volkshochschulen.

Landrat Michael Makiolla unterstreicht: „Wir wollen wissen, wie die Welt der Bildung für diejenigen aussieht, um die es geht. Und das ist gut gelungen.“ Dass es bei diesem einen Termin nicht bleiben wird, hat der Landrat während der Bildungskonferenz mit Sebastian Otto, dem Vorsitzenden der Bezirksschülervertretung, fest verabredet: „Im nächsten Jahr wird eine Kinder- und Jugendbildungskonferenz stattfinden“, erklärt Makiolla.

Maren Lethaus vom Regionalen Bildungsbüro des Kreises, das die Veranstaltung organisiert hatte, machte allen Kindern und Jugendlichen zum Abschluss Mut, sich weiter so aktiv einzubringen: „Wenn ihr mitwirkt, dann zeigt das Wirkung!“




Produktionsschule bringt Spielplätze in Bergkamen auf Vordermann

Sie bauen Bolzplätze für Flüchtlinge in der Landesstelle Unna-Massen, restaurieren Spielplätze in Selm, Bergkamen oder Schwerte, organisieren das Catering für Lehrerfortbildungen im Integrationszentrum – und entdecken dabei wieder den Sinn von Bildung und Arbeit: Als „zukunftsweisendes und mehrfach ausgezeichnetes Modellprojekt für besonders benachteiligte Jugendliche, die mit anderen Bildungsangeboten keine Perspektive fanden“, lobte jetzt der Landtagsabgeordnete Hartmut Ganzke die Produktionsschulen der Region.

Besuch bei der Produktionsschule: René Landgraf (Teamleiter Produktionsschule), Hartmut Ganzke (Mitglied des Landtages NRW), Herbert Dörmann (Geschäftsführer Werkstatt im Kreis Unna), Bernd Höppner (Anleiter und Fachlehrer Metallbereich bei der Werkstatt), Anter Hassan Osmann (Produktionsschüler), Mechthild Toppmöller (Anleiterin und Lehrerin Produktionsschule).
Besuch bei der Produktionsschule: René Landgraf (Teamleiter Produktionsschule), Hartmut Ganzke (Mitglied des Landtages NRW), Herbert Dörmann (Geschäftsführer Werkstatt im Kreis Unna), Bernd Höppner (Anleiter und Fachlehrer Metallbereich bei der Werkstatt), Anter Hassan Osmann (Produktionsschüler), Mechthild Toppmöller (Anleiterin und Lehrerin Produktionsschule).

Im Rahmen der Aktionswoche, bei der die MdL der SPD-Landtagsfraktion soziale Projekte in ihrem Wahlkreis besuchen, informierte sich Ganzke über dieses spezielle Angebot der Werkstatt im Kreis Unna.

Herbert Dörmann, Geschäftsführer der Werkstatt, wies darauf hin: In den Produktionsschulen in Unna, Kamen, Lünen und Hamm bietet das kommunale Bildungsunternehmen 185 Plätze für junge Menschen. Die nutzen nicht nur Schulabbrecher oder Jugendliche ohne Abschluss. Inzwischen finden hier zahlreiche junge Flüchtlinge den Einstieg in die deutsche Ausbildungs- und Arbeitswelt. In den Produktionsschulen, die wie kleine Unternehmen arbeiten, lernen sie mit deutschen Gleichaltrigen im Prozess der Arbeit. Sie akquirieren Projekte, entwickeln und produzieren Produkte, die sie an gemeinnützige Organisationen verkaufen. In der Arbeit erarbeiten sie sich theoretische und praktische Kenntnisse, viele holen einen Schulabschluss nach bzw. erlernen erstmals die deutsche Sprache. Bilanz: Über 40 Prozent der Jugendlichen finden anschließend eine Lehrstelle, eine Arbeitsstelle oder den Einstieg in die Berufsvorbereitung. Das überzeugte den Landtagsabgeordneten.

Die Produktionsschulen in NRW werden zu zwei Dritteln vom Land und dem Europäischen Sozialfond finanziert. Ein Drittel steuern die Bundesagentur für Arbeit oder das Jobcenter bei. In Unna kommt rund die Hälfte der Teilnehmer aus Familien mit Migrationshintergrund, drei mussten aus ihren Heimatländern flüchten.

So wie Anter Hassan Osmann (24), mit dem der Abgeordnete intensiv ins Gespräch kam. Aus Somalia musste der junge Mann fliehen, in Schwerte fand er Unterkunft, jeden Morgen um 6 Uhr steht er auf, um pünktlich um 7.30 Uhr die Produktionsschule in Unna zu erreichen. „Sehr gut“ sei hier die Unterstützung und die Teamarbeit. Wobei er den Traumberuf als Theaterausstatter erstmal korrigierte. Eine Ausbildung im Lager-Logistik-Bereich strebt der junge Mann jetzt an. Die könnte nach einem Berufsabschluss vielleicht doch noch ins Veranstaltungsmanagement führen, sagen seine Anleiter.

Der Abgeordnete und der Geschäftsführer der Werkstatt waren sich nach dem zweistündigen Austausch einig: Die Landesmittel, die Produktionsschulen zu zwei Dritteln finanzieren, seien „eine sinnvolle Investition in die Zukunft“ (Ganzke).

 




miniContainer Kick am Samstag auf dem Wertstoffhof Bergkamen

Am Samstag, den 28. Mai, können sich die Anlieferer am Wertstoffhof in der Justus-von-Liebig-Str.7 in besonderer Weise auf das UEFA Champions-League Finale in Mailand, vorbereiten.

CK Bergkamen 2016 Flyer RZ (2)Aber auch diejenigen, die für den Samstagvormittag noch nichts eingeplant haben, können gerne zum Wertstoffhof kommen, um hier das eigene fußballerische Talent zu prüfen. Zwischen 9.00 und 13.00 Uhr findet auf dem Wertstoffhof wieder der beliebte GWA Logistik miniContainer Kick 2016 statt. Anstatt mit Fußbällen auf Torwände zu schießen, wird auf einen Mini-Absetzcontainer gezielt. Insgesamt fünf Schüsse hat jeder Teilnehmer.

 

Wer also Spaß am Fußball hat, ist herzlich eingeladen, zum Wertstoffhof zu kommen und am miniContainer Kick 2016 der GWA Logistik teilzunehmen.

 

Unter allen Fußballschützen verlost die GWA ein Fußball-Trikot nach Wahl.

 

 

 

 




SPD-Ortsverein Mitte besucht den Düsseldorfer Landtag

Eine 20-köpfige Delegation mit Mitgliedern des SPD Ortsvereins Bergkamen-Mitte machte sich auf
den Weg in die Landeshauptstadt Düsseldorf zu einem Bildungs- und Informationsaufenthalt.

SPD LandtagAuf Einladung des MdL Rüdiger Weiß besichtigte die Gruppe den Landtag und erhielt einen
umfassenden Einblick in die Arbeitswelt der Abgeordneten. Im Anschluss fand man sich in einem
separaten Sitzungsraum zusammen und es entstand eine lebhafte Diskussion zu landes- und
bundespolitischen Themen. Besonders engagiert wurde die Diskussion zur aktuellen Schulpolitik
geführt.

Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch des Schifffahrtmuseum im Schlossturm, dem
Wahrzeichen der Landeshauptstadt, unter fachkundiger Museumsführung. Die Mitfahrer erlebten einen höchst interessanten und informativen Tag.




Das kostet: Bio- und Wertstofftonnen werden immer noch falsch befüllt

Wenn einzelne Bergkamener aus Unwissenheit oder Bequemlichkeit Restmüll in Biotonne oder Wertstofftonne entsorgen, dann geht das auf Kosten aller. Und diejenigen, die sauber trennen, werden bestraft. Damit soll Schluss sein, sind sich Kreis, GWA, Remondis und EntsorgungsbetriebBergkamen (EBB) einig.
Falschbefülltaufkleber_EBB_Mai-2016Ob Plastiktüten im Bioabfall oder Windeln und Glasflaschen in der Wertstofftonne: Seit einiger Zeit stellen der für die Abfallwirtschaft zuständige Kreis Unna, die Gesellschaft für Wertstoff- und Abfallwirtschaft Kreis Unna mbH (GWA) und das private Entsorgungsunternehmen Remondis fest, dass sich sogenannte Störstoffe in den grünen und gelben Tonnen kreisweit häufen.
GWA Flyer Biotonne 2016 RZ DruckDas gilt für Bergkamen allerdings nur teilweise. Da in Bergkamen bei der Biotonne bereits seit 2013 Kontrollen eingeführt wurden, ist die Sortierqualität in diesem Sammelsystem durchaus gut, besser als in den Nachbarkommunen. Dennoch bereiten auch hier vor allem Kunststofftüten in der Biotonne Probleme bei der Kompostierung. Andreas Hellmich, Leiter der GWA-Abfallberatung: „Es dürfen keine Plastiktüten in die Biotonne. Das gilt auch für die angeblich „kompostierfähigen Kunststoffbeutel“, die im Einzelhandel beworben werden.“  Diese Beutel sind nach den Praxiserfahrungen der GWA einerseits im Kompostwerk nicht in der erforderlichen Zeit zersetzt und führen andererseits zu Verwechselungen sowie zu einer Zunahme herkömmlicher Plastiktüten (inkl. Restmüll) in der Biotonne.
GWA Flyer Wertstofftonne GWA 2016 RZ DruckDringender als bei der Biotonne ist in Bergkamen der Handlungsbedarf bei der Wertstofftonne. Zu viele Fehlwürfe landen in diesem Sammelsystem. Restmüll wie z.B. Windeln oder Renovierungsabfälle zwischen Wertstoffen machten den Großteil der Fehlwürfe aus. Teilweise werde sogar Bauschutt in der  Wertstofftonne entsorgt. „Dann kann man nicht mehr von Unachtsamkeit sprechen, dann wird das System missbraucht“, so Stephan Polplatz, stellvertretender Betriebsleiter des für die Leerung der Wertstofftonnen zuständigen EBB. Deshalb werden der EBB ab kommenden Montag (30. Mai) auch die Wertstofftonnen kontrollieren. Falsch befüllte Wertstofftonnen erhalten dann einen Aufkleber und werden zur Nachsortierung stehen gelassen. Ist die Wertstofftonne nachsortiert, wird nach Möglichkeit nachgefahren.
Bevor Tonnen kontrolliert werden, setzen alle Akteure jedoch auf Aufklärung. Deshalb erinnern Kreis, GWA und EBB an die – eigentlich altbekannten – Regeln zur Mülltrennung. Denn sowohl Bioabfall als auch Wertstoffe sind schon lange kein Abfall mehr, sondern können gut weiterverwertet werden. Wird aber nicht richtig getrennt, gelten Bioabfall und Wertstoffe schnell als Restmüll. Die dafür entstehenden Mehrkosten landen am Ende beim Gebührenzahler.
Wer Informationsmaterial benötigt oder Fragen hat z.B. zur richtigen Abfalltrennung wende sich bitte an das gebührenfreie Infotelefon der GWA-Abfallberatung (0 800 400 1 400; mo – do von 08:30 – 17:00 Uhr, fr von 08:30 – 15:00 Uhr).



Schulministerin Löhrmann besucht Integrationszentrum in Bergkamen

Wie klappt die Integration von Kindern, die im Ausland geboren wurden, vor Ort in den Schulen? Dieser Frage gingen am Mittwoch NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann und eine achtköpfige Delegation der Grünen-Landtagsfraktion aus Bayern in Bergkamen nach im Integrationszentrum des Kreises Unna. Dort trafen sie nicht nur auf die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um Marina Raupach und Anne Nikbin, sondern auch auf viele Lehrerinnen und Lehrer, die in ihren Schulen ein Go-In-Projekt betreuen.

Ministerin Sylvia Löhrmann (erste Reihe, 4. v. l.) besuchte am Mittwoch das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Unna an der Schulstraße in Weddinghofen.
Ministerin Sylvia Löhrmann (erste Reihe, 4. v. l.) besuchte am Mittwoch das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Unna an der Schulstraße in Weddinghofen.

„Go-In“ als ein Weg zur Integration ausländischer Kinder und Jugendlicher wurde im Kreis Unna lange vor Beginn des rapiden Anstiegs der Flüchtlingszahlen entwickelt. So stammte der größte Teil der ausländischen Schüler, die im Frühjahr 2015 die Willy-Brandt-Gesamtschule besuchten, aus Polen. Die Kinder und Jugendlichen werden zentral vom Kommunalen Integrationszentrum in Klassen vermittelt, die ihrem Alter und ihrem Leistungstand entsprechen. Nach dem normalen Unterricht erhalten diese Kinder einen verstärkten Deutschunterricht.

Es gibt also auch an den Bergkamener Grundschulen und weiterführenden Schulen keine besonderen „Auffangklassen“. Und das bewertet der Kreis Unna als äußerst positiv. Dazu sagte Landrat Michael Makiolla vor ein paar Tagen: „Die letzten Monate haben mich bestätigt und bewiesen, dass wir im Kreis Unna Integration wirklich gut können. Das Kommunale Integrationszentrum (KI) vermittelte im gesamten Schuljahr 2014/2015 über 420 junge Menschen erfolgreich in eine zu ihnen passende Schule.  

Im noch laufenden Schuljahr 2015/2016 erledigte das KI diese Vermittlungsarbeit bereits 930 Mal – und zwar mit Wartezeiten von durchschnittlich nur 16 Tagen. Mancher weiß es noch: Bevor „Go In“ im Jahr 2012 etabliert wurde, dauerte das Verfahren auch schon mal ein paar Monate.“




Minister Schmelzer: Integrationszentrum in Bergkamen bekommt mehr Personal

Die Integration von Flüchtlingen war ein zentrales Thema der Bürgermeisterkonferenz am Mittwoch im Kreishaus in Unna. Rainer Schmeltzer, NRW-Minister für Arbeit, Soziales und Integration, stellte der Runde die Pläne der Landesregierung vor, um die neu angekommenen Menschen möglichst schnell in die Gesellschaft aufzunehmen.

NRW-Minister Rainer Schmeltzer (links) war zu Gast in der Bürgermeisterkonferenz. Foto: L. Witteler – Kreis Unna
NRW-Minister Rainer Schmeltzer (links) war zu Gast in der Bürgermeisterkonferenz. Foto: L. Witteler – Kreis Unna

Ob es um einen Schulplatz geht oder um die Möglichkeit, Deutsch zu lernen, um eine Ausbildung, eine Arbeitsstelle oder die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben allgemein – die Hauptaufgaben zur Integration von Flüchtlingen liegt vor Ort in den Kommunen. Das betonte Minister Schmeltzer bei seinem Arbeitsbesuch in Unna und sagte die Unterstützung der Landesregierung zu.

Eine zentrale Rolle bei der Integration der zugewanderten Menschen spielen die Kommunalen Integrationszentren. Das Kommunale Integrationszentrum Kreis Unna (KI) mit Sitz in Bergkamen ist nicht nur etablierte Anlaufstelle für alle Fragen zum Thema, sondern auch Motor für eine im Alltag stattfindende Integration – sei es in den Kindergärten und Schulen im Kreis, in der Familie oder am Arbeitsplatz.

Für diese wichtigen Aufgaben gibt es künftig mehr Personal: Minister Schmeltzer kündigte an, dass das KI im Kreis Unna 1,5 zusätzliche Stellen erhalten wird.




Bayer unterstützt das Projekt „Schulgarten als Chemielabor“ der Gesamtschule

Welche Duftstoffe enthalten Pfingstrosen? Wozu sind sie nützlich und wie lassen sie sich aus der Pflanze gewinnen? Das und vieles mehr können die Schülerinnen und Schüler der Willy-Brandt-Gesamtschule nun selbst herausfinden – mit Pflanzen aus dem eigenen Garten und dank modernster Laborausstattung. Beides ist Teil des Projekts „Chemielabor Schulgarten“, das sich an alle Jahrgangsstufen richtet und von der Bayer Science & Education Foundation mit 15.000 Euro unterstützt wird.

Jugendliche der Willy-Brandt-Gesamtschule und der Partnerschule aus Silifke (Türkei) packten beim Anlegen des Schulgartens tatkräftig mit an.
Jugendliche der Willy-Brandt-Gesamtschule und der Partnerschule aus Silifke (Türkei) packten beim Anlegen des Schulgartens tatkräftig mit an.

Mit den Fördergeldern konnte die gesamte Ausstattung des Schulgartens sowie umfangreiche neue Laborausrüstung für die Schulchemie angeschafft werden. Dank der neuen Geräte kann nun beispielsweise der Leistungskurs Chemie mit einem eigenen Spektrometer Farb- und Duftstoffanalysen durchführen. „Wir sind der Bayer-Stiftung sehr dankbar. Es gibt nur wenige Schulen, die über die Gerätschaften für derartige Versuche verfügen“, sagt Schulleiterin Ilka Detampel glücklich.

Das Besondere an dem Projekt: Der Auslöser kam durch eine Vernetzungsveranstaltung der Bayer-Stiftung zustande. Im Austausch mit früheren Siegern wurde die Idee eines „Schulgartens als Chemielabor“ geboren, und seitdem durch Ilka Detampel und ihr engagiertes Kollegium weiter verfolgt. Nun, drei Jahre später, ist der Garten Realität und der Stiftungsvorstand Thimo Schmitt-Lord begeistert: „Pflanzen haben viele Inhaltsstoffe, die interessantes Ausgangsmaterial für chemische Prozesse sein können. Dass die Schülerinnen und Schüler diesen Rohstoffen nun analytisch auf die Spur gehen, überzeugt uns als Life Science-Unternehmen natürlich sehr.“ Die Bayer-Stiftung sei deshalb gerne bereit, das Projekt zu unterstützen. Zumal dadurch naturwissenschaftliche Talente gezielt gefördert und wichtige Impulse für die Berufswahl gesetzt werden.

Chemie zum Anfassen: Ein modernes Spektrometer erlaubt den Schülerinnen und Schülern umfassende Analysen von Naturstoffen aus dem Schulgarten.
Chemie zum Anfassen: Ein modernes Spektrometer erlaubt den Schülerinnen und Schülern umfassende Analysen von Naturstoffen aus dem Schulgarten.

Der neue Garten begegnet den Schülerinnen und Schülern unter anderem im Projektkurs „Angewandte Naturwissenschaften“ sowie im Hauswirtschaftsunterricht. Jahrgangsstufen übergreifend profitieren auch die Schülerinnen und Schüler in allen MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) davon. So entwickeln sie beispielsweise im Technikunterricht automatisierte Bewässerungsverfahren und stellen im Fach Biologie Tees, Salben oder Öle her. Die AG Schulgarten (Jahrgänge 7 bis 10) wiederum pflegt im Rahmen des Ganztagsangebots die Beete. Darüber hinaus eröffnet der Garten den Jugendlichen die Möglichkeit, an attraktiven naturwissenschaftlichen Experimentierwettbewerben wie „Jugend forscht“ teilzunehmen.

„Der Schulgarten soll im Sinne eines Leuchtturmprojektes für die gesamte Schülerschaft ein gewinnbringender Bestandteil des Schullebens werden“, erklärt Ilka Detampel. Sie freut sich, dass die Schule nun neben einem bereichernden Element des Unterrichts auch noch ein Identifikationsmerkmal besitzt, das alle Altersgruppen zusammenbringt und die unsichtbaren Grenzen zwischen den Gebäuden der unterschiedlichen Jahrgangsstufen abbaut. Und nicht nur das: Auch die Schülerschaft der türkischen Partnerschule soll selbstverständlich bei ihren Besuchen regelmäßig in das Projekt eingebunden werden.

Der Stiftungsrat der Bayer Science & Education Foundation wählte das Bergkamener Schulprojekt in der aktuellen Förderrunde neben 52 weiteren Initiativen aus den Einzugsgebieten der deutschen Bayer-Unternehmensstandorte aus. Seit Programmstart im Jahr 2007 wurden bundesweit bereits 468 Schulprojekte mit einer Gesamtsumme von über 4,7 Millionen Euro in diese Exzellenzinitaitive der Bayer-Stiftung gewählt. In Bergkamen und Umgebung wurden bisher 46 Projekte mit insgesamt 273.387 Euro unterstützt.

Alle Förderprojekte zielen darauf ab, innovative Unterrichtskonzepte und begleitende Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche einzuführen, die den Regelunterricht attraktiver machen oder sinnvoll ergänzen. Insbesondere sollen sie dazu beitragen, den Spaß und das Interesse an Naturwissenschaften zu wecken, Talente frühzeitig zu fördern und die Berufswahlorientierung zu erleichtern.

Dezernatsleiterin Christine Busch, die stellvertretende Landrätin Elke Middendorf, Schulausschussvorsitzender Rüdiger Weiß, Schulleiterin Ilka Detampel (v. l.) und Stiftungsvorstand Thimo V. Schmitt-Lord (r.) zeichneten Serge Neumann (2. V. r.) und André Schuhmann für ihr vorbildliches Projekt aus.
Dezernatsleiterin Christine Busch, die stellvertretende Landrätin Elke Middendorf, Schulausschussvorsitzender Rüdiger Weiß, Schulleiterin Ilka Detampel (v. l.) und Stiftungsvorstand Thimo V. Schmitt-Lord (r.) zeichneten Serge Neumann (2. V. r.) und André Schuhmann für ihr vorbildliches Projekt aus.



Drei Säulen der Bayer-Schulförderung

Die Förderung der Schulbildung in Deutschland ruht bei Bayer auf drei Säulen: Das Schulförderprogramm der Bayer-Stiftung unterstützt gezielt Schulen im Umfeld der deutschen Konzern-Standorte. In eigenen Schülerlaboren – den so genannten „BayLabs“ – ermöglicht das Unternehmen Schülern, eigenständig unter professioneller Anleitung spannende Experimente zu den Themen Gesundheit, Pflanzen und Materialien auszuführen und dadurch die praktische Wissenschaft hautnah kennen zu lernen. Zudem ist Bayer in Nordrhein-Westfalen neben dem eigenen Schultechnik-Wettbewerb langjähriger Partner der Schülerwettbewerbe „Jugend forscht“, der „Internationalen Biologie-Olympiade“ und der „Internationalen Chemie-Olympiade“.

Mehr Informationen zur Bayer Science & Education Foundation sowie Förderanträge unter http://www.bayer-stiftungen.de.




Radfahren für Jedermann beim Bergkamener Stadtjubiläum

Strecken über ca. 8 km, 10 km und 25 km werden Familien und Einzelfahrern am Sonntag, 5. Juni, im Rahmen des Bergkamener Stadtjubiläums angeboten, die allesamt auf dem Marktplatz starten.

Plakat Ausschnitt Radfahren für JedermanDie Streckenverläufe entstammen verschiedenen Lauf- und Wanderstrecken aus dem „Fitnesspark“ des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen und fließen auch in die Radwanderstrecken der Bergkamener Leichtathletik- und Breitensportvereine ein.

Die kürzeren Strecken über 8 und 10 km führen durch die Stadtteile Weddinghofen und Mitte und sind insbesondere für Familien mit Kindern geeignet.

Plakat Radfahren für JedermanDie Strecke über 25 km führt durch alle Stadtteile und man streift am Horstmarer See und in Beckinghausen auch das Lünener Stadtgebiet. An den Strecken warten an verschiedenen Punkten Streckenposten, die die Teilnehmerkarten der Radfahrer abstempeln. Eine kurze Verschnaufpause ist somit fest eingeplant.

Gestartet werden kann am Veranstaltungstag in der Zeit von 14.00 Uhr bis 14.30 Uhr, damit alle Teilnehmer um 16.00 Uhr wieder das Ziel am Bergkamener Stadtmarkt erreichen.

Anmeldungen können bei der Stadt Bergkamen unter h.rahn@bergkamen.de mit sofortiger Wirkung erfolgen. Am Veranstaltungstag beginnt die Anmeldemöglichkeiten auf dem Stadtmarkt um 13.00 Uhr.

2016 Radwanderstrecken