Auch nach 20 Jahren ist Oberaden im Weihnachtsrausch

Mancher ging immer der Nase nach und strandete mit viel Wasser im Mund vor der 100 Jahre alten Spekulatiusmaschine im Keller. Andere folgten ihren Augen und verloren spätestens im Meer von hunderten mikroskopisch kleiner Weihnachtsmänner den Überblick. Wer auf seine Ohren hörte, bekam handfeste Chormusik geboten. Kurz: Der Oberadener Weihnachtsmarkt bot etwas für alle Sinne.

Geschwisterliche Harmonie im Karussell.
Geschwisterliche Harmonie im Karussell.

Auch die Zeitzeugen waren mit einem eigenen Stand vertreten.
Auch die Zeitzeugen waren mit einem eigenen Stand vertreten.

Wer denkt, dass sich nach 20 Jahren eine Art Gewöhnungsfaktor einschleicht, der täuscht sich. Auch am Wochenende drängten sich die Menschen auf dem Museumsplatz und in den Museumsräumen, um Reibekuchen zu probieren, den Kindern im Karussell zuzuschauen oder am Museumsstand des persönlichen Vertrauens das Kontingent an potenziellen Weihnachtsgeschenken aufzustocken. Der Oberadener Weihnachtsmarkt ist eben einfach ein Muss und hat bei Besuchern weit über die Stadtgrenzen hinaus einen festen Platz im Terminkalender. Kein Wunder, denn hier gibt es augenscheinlich alles – vor allem Handgemaches und viel Lokalkolorit. Auch wenn der Museumsumbau das Standrepertoire in diesem Jahr ein wenig schrumpfen ließ.

Hier entsteht eine rekordverdächtige Häkeldecke.
Hier entsteht eine rekordverdächtige Häkeldecke.

Aber auch wem nach weihnachtlich Kuriosem aus dem Erzgebirge ist, der wird hier fündig. Mini-Krippen aus Afrika stehen direkt neben Ringen aus alten Knöpfen oder BVB- und Schalke-Socken. In allen Winkeln werden Tischdecken mit beängstigendem Durchmesser gehäkelt, raffinierte Schals gestrickt oder Miniatur-Socken mit winzig kleinen Träumen und Wünschen gefüllt. Darunter Aussteller, die schon seit der ersten Stunde dabei sind.

 

 

Von Kuscheltieren und Schwippbögen

Eine echte Bären-Leidenschaft praktiziert Susanne Zarske seit 25 Jahren.
Eine echte Bären-Leidenschaft praktiziert Susanne Zarske seit 25 Jahren.

Susanne Zarske hat eigentlich ihren festen Platz im Nebengebäude des Museums. Jetzt hat sie ihre rund 30 Teddybären im Erdgeschoss des Museums aufgebaut. Jedes einzelne Exemplar im blonden, braunen, roten oder blauen Pelz ist ein individuelles Geschöpf, hergestellt in acht bis 18 Stunden Arbeit. Angefangen hat ihre Leidenschaft für die Kuscheltiere vor 25 Jahren. Was anfangs durchaus lukrativ motiviert war, „ist heute nur noch ein Hobby und macht einfach Freude“, sagt die Dortmunderin. Weil sie selbst allergisch ist, benutzt sie nur Naturmaterialien wie Alpakagarn. Ein gutes Dutzend Bären entsteht im Jahr unter ihren Händen – zumeist ausgerichtet an der Nachfrage. Nebenbei stockt sie ihr Angebot mit Strickwaren auf.

Lecker: Handgemachte Reibekuchen.
Lecker: Handgemachte Reibekuchen.

Vor dem Museum haben sich derweil ebenfalls alte Bekannte versammelt. Der Weihnachtsmann zieht mit kleinen Geschenken seine Runde durch das vom SPD-Ortsverein aufgebaute Budendorf. Schulen, Kitas und Vereine haben neben dem von Kindern geschmückten Weihnachtsbaum ihre Produkte aufgebaut. Schwippbögen, Weihnachtsdeko, selbstgemachte Liköre: Auch hier gibt es viel zu sehen und zu probieren, während sich auf der Bühne die Gruppen abwechseln. Im Zelt des SuS Oberaden rollen die Spielsteine und dreht sich das Glücksrad. Im Karussell umarmen sich die Geschwister, während es im Flugzeug hoch hinaus geht und es hier garantiert den besten Überblick gibt. Eben ganz und gar gute Tradition – seit 20 Jahren.




Weihnachtsbaumverkauf an der Pfalzschule – frisch geschlagen im Sauerland

Der Förderverein der Pfalzschule in Weddinghofen hat wie in jedem Jahr einen Weihnachtsbaumverkauf organisiert. Die ersten Interessierten kamen schon um 9 Uhr. Die hatten natürlich eine große Auswahl. Allerdings blieb ihnen das Warten nicht erspart, weil die Kasse erst pünktlich um 10 Uhr geöffnet wurde.

pfalzZur Stärkung bot der Förderverein Bratwürstchen und Waffeln an. Die Bastelgruppe hatte dazu einen Verkaufsstand mit Weihnachtsdekorationen aufgebaut. Der Verkauf der Weihnachtsbäume geht heute noch bis 12 Uhr.

 




Weihnachtssause im Yellowstone

Am kommenden Freitag, 16. Dezember, findet im Jugendzentrum Yellowstone die traditionelle  Jahres-Abschluss-Konzertparty statt. Die Konzertgänger aus Bergkamen und Umgebung können sich auf eine rockige Weihnachtsfeier freuen.

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May The Force Be With You. Foto: c + p RN J Weitzel

Der Höhepunkt des Abends kommt aus den Niederlanden. Die vier Arnheimer von der Band Bitter Grounds bringen eine tanzbare Mischung aus Punkrock, Ska-Tönen und „dirty“ Reggae auf die Bühne des Yellowstones.

Tony Gorilla sind in Bergkamen gern gesehene Gäste. Die Dortmunder Urgesteine spielten in den letzten Jahren regelmäßig im Yellowstone und haben sich eine treue Fangemeinde in der Region erspielt. Als besonderen Leckerbissen integriert die Band an diesem Abend erstmalig ganze neue Songs in ihr Programm. Punkrock verbindet sich mit Hardcore und endet in hymnenhaften Hits, die geprägt sind von der energetischen Stimme von Chris Smolka.

Die „Haus- und Hofband“ des Jugendzentrums – May The Force Be With You – ist ebenfalls wieder dabei. Die Band spielte in den letzten elf Jahren auf jeder Weihnachtssause und beendet ihre Konzertsaison traditionell in Oberaden. Wuchtiger Hardcore & Thrashmetal mit hohem Spannungslevel wird hier aus den Boxen erklingen.

Handgemacht, mit Liebe zum Detail und zu jeder Zeit selbstgesteuert, so sendet „radiovegas“ seit 2015 eine musikalische Mischung aus Rock, Punk und Pop in die Republik. Die Songs sind persönliche Herzensangelegenheiten.

Unter dem Motto „Support Your Local Scene“ wird die Bergkamener Metalband Power Word kill an diesem Abend ihr erstes Konzert geben. Die Band spielt in klassischer Power-Formation mit zwei Gitarren und wird ihr Bestes geben, um das Publikum zu begeistern.

Der Eintritt zu ist kostenlos. Beginn ist um 20.00 Uhr, Einlass ist bereits um 19.00 Uhr.




Spielzeugbörse Kinderkram hat die passenden Weihnachtsgeschenke

Die Spielzeugbörse Kinderkram der Friedenskirchengemeinde ist auch am Samstag, 10. Dezember, von 10 bis 12 Uhr in der Auferstehungskirchen in Weddinghofen geöffnet. Hier haben finanziell schwache Familien die Möglichkeit, für ihre Kinder bereits Weihnachtsgeschenke  oder für-was-auch-immer-Geschenke kostenfrei auszusuchen.

Spielzeugbörse„Kinderkram“ wurde der Raum genannt, weil hier Kinder und Erwachsene kostenfrei nach Büchern und Geschenken kramen und stöbern dürfen, um z. B. etwas für die nächste Kindergeburtstagsparty haben zu können. Kein Kind soll ohne Geschenk bleiben oder eine Einladung ausschlagen müssen, nur weil das Geld für ein Geschenk fehlt.

Selbstverständlich kann in dieser Zeit auch neues oder sehr gut erhaltenes Spielzeug abgegeben werden. Hier sind wir dringend auf IHRE Spenden angewiesen. Bitten Sie ihre Kinder doch einmal, die Zimmer oder Dachböden zu durchforsten. Sicher gibt es dort einige nie gelesene Bücher oder Spielzeuggeschenke, aus denen sie herausgewachsen sind.

Kinderkram ist jeden letzten Samstag im Monat von 10 bis 12 Uhr in den unteren Räumen der Auferstehungskirche für jedermann geöffnet



Stadtwerke erweitern Engagement auf hoher See: GSW beteiligen sich an Trianel Windpark Borkum II

Die GSW bauen ihr Engagement in der Windenergie auf hoher See weiter aus und haben sich für eine Beteiligung an der zweiten Ausbaustufe des Trianel Windpark Borkum (TWB II) entschieden. Am Donnerstag hat der Rat der Stadt Kamen der geplanten Investition von 7,5 Millionen Euro zugestimmt. Diue Zustimmung des Bergkamener Stadtrats wird in seiner Sitzung am 15. Dezember erwartet.

rp_TWB-2-140411-c-Trianel-Areva-Wind-Jan-Oelker-_print.jpg„Die Offshore-Windenergie ist nicht nur eine wichtige Säule für die Energiewende. Zusammen mit Trianel haben wir mit der ersten Ausbaustufe den Schritt offshore gewagt und das Projekt hat sich sehr positiv entwickelt“,  erklärt GSW-Geschäftsführer Jochen Baudrexl. „Mit dem Trianel Windpark Borkum II wollen wir daran anknüpfen und noch unter den alten EEG-Bedingungen eine hohe Rendite erzielen. Nebenbei bauen wir so unser Erneuerbaren-Portfolio weiter aus.“ Im Rahmen einer vorläufigen Investitionsentscheidung haben die GSW einen Anteil von etwa 8 Megawatt (MW) am Trianel Windpark Borkum II gezeichnet. Die finale Investitionsentscheidung sowie der Baubeschluss für den Offshore-Windpark im Gesellschafterkreis sind indes für das erste Halbjahr 2017 geplant. Der Bau könnte dann Anfang 2018 beginnen.

Der Bauplatz für den Trianel Windpark Borkum II liegt in der Nordsee, 45 Kilometer vor der Küste Borkums, in direkter Nachbarschaft zur ersten Ausbaustufe des kommunalen Windparks. Bis spätestens Ende 2019 sollen die 32 Windkraftanlagen des Anlagenherstellers Senvion mit einer Gesamtleistung von rund 203 MW vollständig errichtet werden und ans Netz gehen. Wesentliche Voraussetzungen dafür wurden bereits mit der ersten Ausbaustufe des Trianel Windpark Borkum gelegt. So sind die benötigte parkinterne Umspannplattform sowie der Netzanschluss bereits vorhanden. Auch ist die Phase II des Windparks bereits vollständig vom zuständigen Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) genehmigt. Nach der Fertigstellung wird der Trianel Windpark Borkum II jährlich rund 800 Millionen Kilowattstunden pro Jahr produzieren. Dies entspricht der ganzjährigen Versorgung von rund 200.000 Vier-Personen-Haushalten mit umweltfreundlicher Energie.

Die erste Ausbaustufe des Trianel Windpark Borkum mit 40 Windkraftanlagen und einer Gesamtleistung von 200 MW wurde am 1. September 2015 in Betrieb genommen. Neben den GSW sind weitere 32 Stadtwerke und regionale Energieversorger aus Deutschland, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz sowie die Stadtwerke-Kooperation Trianel an dem ersten rein kommunalen Offshore-Windpark in der Nordsee beteiligt. Die GSW halten einen Anteil von 5 MW an dem Windpark TWB I.




Endgültig entschieden: Internationale Gartenausstellung 2027 kommt auch nach Bergkamen

Der Verwaltungsrat der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) hat entschieden: Die Internationale Gartenausstellung (IGA) soll 2027 in der Metropole Ruhr stattfinden. DBG-Geschäftsführer Jochen Sandner ist sicher, dass sich die IGA Metropole Ruhr in zehn Jahren nationalen und internationalen Besuchern als eine moderne, besonders lebenswerte Region präsentieren wird.

Haldeneröffnung (14)Das schöne an dieser Nachricht ist: Bergkamen wird zusammen mit Lünen  einer der geplanten fünf Hauptveranstaltungsstandorte sein. Dabei handelt es sich um eine Fläche, die sich aus dem sogenannten „Kanalband“ in Bergkamen und der Fläche der ehemaligen Landesgartenbauausstellung in der Nachbarstadt zusammen setzt. Das „Kanalband“ reicht von der Marina und dem Erweiterungsbereich auf der Nordseite des Kanals in Rünthe bis hin zur künftigen Wasserstadt Aden.

RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel, Josef Hovenjürgen, Vorsitzender der RVR-Verbandsversammlung und Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft, freuen sich über den Zuschlag: „Das Vertrauen in unsere Bewerbung ist Auszeichnung und Ansporn zugleich, dieses Großereignis im Teamwork einer ganzen Region zu stemmen“, so die erste gemeinsame Reaktion.

Marina Rünthe
Marina Rünthe

Karola Geiß-Netthöfel: „Die Landschaftsparks, Halden und Gärten in der Metropole Ruhr sind bereits innovative Beispiele für regionale Stadt- und Freiraumplanung. Mit der Grünen Hauptstadt Europas Essen 2017, InnovationCity Ruhr und der klimametropole RUHR.2022 macht sich das Ruhrgebiet in den nächsten zehn Jahren gemeinsam auf den Weg, Modellregion für Grüne Infrastruktur zu werden. Die IGA 2027 wird dabei den krönenden Abschluss bilden.“

Josef Hovenjürgen ergänzt: „Unser Ziel ist es, eine lebenswerte Stadtlandschaft zu gestalten und gleichzeitig die Wirtschaftskraft unserer Region zu stärken. Konkret heißt das, Investitionen im grünen Sektor anzustoßen, Arbeits- und Ausbildungsplätze zu schaffen und das Image zu verbessern.“

„Die Emschergenossenschaft / Lipperverband freut sich darauf, mit wesentlichen Aspekten des Emscher-Umbaus wie der neuen lebendigen Emscher in Dortmund sowie dem neuen Emscher-Delta in Dinslaken Teil der IGA zu sein“, so Dr. Uli Paetzel.

Nach dem Zuschlag: Konzept mit Leben füllen

Wasserstadt Aden
Wasserstadt Aden

Im nächsten Schritt muss das in der Machbarkeitsstudie zur IGA 2027 vorgeschlagene Konzept gemeinsam mit den Städten und Kreisen des RVR und weiteren Partnern konkretisiert werden. Hierzu wird ein Projekt- und Finanzplan erarbeitet. Um die fünf Zukunftsstandorte weiter zu qualifizieren, werden Workshops initiiert und Masterpläne entwickelt, die Inhalte sowie Kosten – bezogen auf einzelne Haushaltsjahre und Standorte – detailliert darlegen. Die Kostenschätzung der Machbarkeitsstudie dient dabei als Rahmenplanung. Bis Ende 2017 soll der Prozess abgeschlossen sein. Auf dieser Grundlage entscheiden die politischen Gremien in den Städten und im RVR abschließend, ob das Ruhrgebiet die IGA 2027 durchführen kann. Die Planungsergebnisse sind Grundlage eines mit der DBG abzuschließenden Vertrages.

Getragen werden soll die Internationale Gartenausstellung von den 53 Kommunen und vier Kreisen der Metropole Ruhr, von Verbänden wie Emschergenossenschaft und Lippeverband, der regionalen Wirtschaft und bürgerschaftlichem Engagement gemeinsam mit dem Land NRW.

Den Zuschussbedarf für die Durchführung der IGA Metropole Ruhr 2027 schätzt die Studie auf etwa 42 Millionen Euro, verteilt auf mehrere Schultern und auf mehrere Jahre.

In Deutschland findet die IGA in der Regel alle zehn Jahre statt. 2017 wird die Internationale Gartenausstellung in Berlin eröffnet. Die nächste IGA wird 2027 in der Bundesrepublik stattfinden.

Infos unter www.iga2027.rvr.ruhr




Wasserfreunde holen 27 Medaillen in Plettenberg

Am vergangenen Wochenende starteten fünf Schwimmerinnen und vier Schwimmer der Wasserfreunde TuRa Bergkamen beim 4. Internationalen & 47. Jahrgangsabschiedsschwimmen des SV Plettenberg 1951 e.V.. Gemeinsam erschwammen sich die neun TuRaner stolze 27 Medaillen und 20 persönliche Bestzeiten.

bild-plettenberg-12-2016Victoria Reimann (Jg.2004) holte gleich viermal Gold. Dies gelang ihr über 100 und 200m Rücken, 200m Freistil und 200m Brust. Über 100m Brust und 100m Freistil holte sie Silber. Maximilian Weiß (Jg.2002) bekam je eine Goldmedaille über 100m Freistil und 100m Schmetterling, zudem je eine Silbermedaille über 100m Rücken, 100m Brust und 200m Freistil. Felix Wieczorek (Jg.2002) erhielt Gold über 100m Rücken und 100m Brust, außerdem Silber über 100m Freistil und 100m Schmetterling. Marco Steube (Jg.2003) vergoldete seinen Start über 200m Freistil und bekam je eine Silbermedaille über 100m Rücken und 100m Brust. Über einen ganzen Medaillensatz freute sich Ann-Kathrin Teeke (Jg.2000). Sie erhielt Gold über 200m Rücken, Silber über 100m Rücken und Bronze über 100m Schmetterling. Ann-Kathrin startete zudem im offenen Finale über 100m Rücken. Je eine Silbermedaille über 100 und 200m Rücken und 200m Freistil erschwamm sich Jana Vonhoff (Jg.2004). Yannick Wallny (Jg.2000) holte Silber über 200m Brust und Bronze über 100m Freistil und Saskia Nicolei (Jg.2003) Bronze über 100m Brust.

Die erfolgreiche Mannschaft komplettierte Lara Boden mit guten Leistungen. Ihr Trainer Tobias Jütte war wieder einmal mehr als zufrieden mit seinen Schwimmern.




Neuer Abfallkalender für 2017 wird verteilt

In diesen Tagen wird die Deutsche Post AG in Bergkamen die Abfallkalender für das Jahr 2017 an alle Haushalte bis zu den Weihnachtsfeiertagen verteilen.

ak_2017Der Abfallkalender enthält neben der Übersicht der vom EntsorgungsBetriebBergkamen EBB durchgeführten Leerungen für die Restmüll-, Bio-, Papier- und Wertstofftonnen auch die Termine der Weihnachtsbaum- und Grünschnittabfuhren. Darüber hinaus bietet der Abfallkalender wichtige Hinweise zur Schadstoffsammlung, zur sortenreinen Bioabfallsammlung, zum Wertstoffhof und zur Sperrmüllabfuhr.

Bei der Abfuhr der Papier- und der Biotonnen mussten teilweise Änderungen bei den Abfuhrtagen vorgenommen werden. Daher ist es ratsam, im Straßenverzeichnis des Abfallkalenders zu prüfen, ob ihre Straße von einer Abfuhränderung betroffen ist.

Zusätzlich zu dem gedruckten Abfallkalender gibt es die Möglichkeit, sich über das Internet einen „individuellen Abfallkalender“ zu erstellen, bei dem Sie eine Jahresübersicht aller Abfuhrtermine für Ihre Straße erhalten und ausdrucken können.

Sowohl den kompletten Abfallkalender 2017 als PDF-Datei zum Ausdruck als auch den „individuellen Abfallkalender“ finden Sie über die Internet-Startseite der Stadt Bergkamen, www.bergkamen.de.

Zu den sonstigen Entsorgungsdienstleistungen des EntsorgungsBetriebBergkamen sowie zu Themen der Abfallvermeidung und Abfallverwertung bietet der Abfallkalender wieder zahlreiche nützliche Informationen. Bei Fragen zur Entsorgung in Bergkamen wenden Sie sich bitte an den EBB unter der Rufnummer 02307/28 503 290 oder die Stadtverwaltung unter 02307/965-391.

 




Gasalarm an der Kamener Gesamtschule löst Großeinsatz von Rettungskräften aus

Ein Gas-Alarm löste am Donnerstagnachmittag gegen 15.30 Uhr einen Großeinsatz von  Feuerwehr und Rettungsdiensten aus. Mit dabei war auch der Rettungshubschrauber Christoph 8 mit einem Notarzt.

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Großeinsatz von Rettungskräften an der Gesamtschule Kamen. Fotos: Ulrich Bonke

Schüler wie auch Lehrer wurden am Nachmittag plötzlich von Übelkeit befallen und es tränten ihnen die Augen. Bei dem Stoff, der diese unangenehmen Begleiterscheinungen verursacht hatte, handelt es sich vermutlich um ein Gas, das nach Auskunft der Feuerwehr zwar gerochen werden konnte, aber nicht messbar war. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden vier Personen leicht verletzt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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Standortsicherung: Bulten investiert 2017 rund 2,7 Mio. Euro in sein Werk in Rünthe

Wenn Bergkamener mit dem Auto unterwegs sind, können viele sicher sein, dass auch ein Stück Heimat mitfährt. Es sind Schrauben jedweder Art, die an der Industriestraße in Rünthe durch das Bergkamener Zweigwerk des schwedischen Unternehmens Bulten für die Automobilindustrie hergestellt werden. Pro Jahr verlassen rund 260 Millionen Stück die Produktion. Mit ihnen werden nicht nur Karosserieteile zusammengehalten, sie geben auch manchem Motor den festen Halt.

Besuch bei Bulten in Rünthe (v. l.): Roland Schäfer, Jörg Neveling, , Stephan Stegemeyer und Frank Weizel.
Besuch bei Bulten in Rünthe (v. l.): Roland Schäfer, Jörg Neveling, , Stephan Stegemeyer und Frank Weizel.

Schrauben made in Rünthe
Schrauben made in Rünthe

Bürgermeister Schäfer begutachtet den Ford-Motor.
Bürgermeister Schäfer begutachtet den Ford-Motor.

Bürgermeister Roland Schäfer sah sich am Donnerstagmorgen zusammen mit Simone Krämer und Walter Kärger von der Wirtschaftsförderung der Stadt Bergkamen vor Ort an, wie diese Schrauben hergestellt werden. Kurz nach der Begrüßung durch die Werksleitung gab es für sie und sicherlich auch für den Wirtschaftsstandort Bergkamen eine gute Nachricht. Bulten wird in Rünthe im kommenden Jahr rund 2,7 Millionen Euro für die Errichtung einer neuen Beschichtungsanlage investieren. „Dadurch werden langfristig die Arbeitsplätze in Rünthe gesichert“, betonte Managing Direktor Jörg Neveling. Diese Beschichtungsanlage gibt den Schrauben einen besonders wirksamen Korrosionsschutz.

Blick in Innere einer Schraubenpresse
Blick in Innere einer Schraubenpresse

Eine „Schraubenfabrik“ gab es bereits kurz nach der Eröffnung des ehemaligen Rünther „Industriegebiets“ in den früheren 70er Jahren. Unterlagen, die das Datum näher bezeichnen könnten, sind möglicherweise 1992 bei dem Großbrand, der das Werk in Schutt und Asche legte, ebenfalls vernichtet worden. 1995 baute dann Bulten das Werk neu auf. „Es war die erste Ansiedlung von Bulten außerhalb Schwedens“, berichtete Neveling. Damals hatte das Werk einen Umsatz von wenigen Millionen D-Mark. Everling geht davon aus, dass in diesem Jahr die 90 Millionen Euro wieder erreicht werden.

Zurzeit sind im Bergkamener Bulten-Werk 190 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, die in drei Schichten arbeiten. Dazu gehören jedes Jahr vier bis fünf neue Auszubildende. Gern würde das Unternehmen in den gewerblichen Berufen mehr einstellen, doch viele Kandidaten seien ungeeignet.

Große Drahtrollen: das Rohmaterial für die Schrauben.
Große Drahtrollen: das Rohmaterial für die Schrauben.

Die Schrauben werden von großen Maschinen nahezu automatisch hergestellt. Deshalb sind in der Produktionshalle nur wenige Mitarbeiter zu sehen. Das Lohnniveau sei in Deutschland sehr hoch, sagte Jörg Neveling. Mitarbeiter im polnischen Zweigwerk erhalten nur ein Viertel von dem, was in Rünthe monatlich ausgezahlt wird. Da die Autoindustrie zudem von Jahr zu Jahr weniger an ihre Zulieferer zahlen will, müssen die geringeren Einnahmen pro Stück durch eine höhere Produktivität ausgeglichen werden.

Eine andere Strategie ist, Komplettlösungen anzubieten wie für den neuen Ford Fiesta in Köln. Hierbei handelt es sich um rund 400 Teile. 60 Prozent kommen aus Rünthe. Dabei handelt es sich natürlich um Schrauben. Die anderen 40 Prozent wie Gummistopfen und Kunststoffteile werden von anderen Firmen hinzugekauft.

Mit großem Interesse wird in Rünthe natürlich die aktuelle Diskussion um die Elektrifizierung von Autos verfolgt. Im Eingangsbereich des Verwaltungstrakts steht auf einem Sockel ein „aufgeschlitzter“ Ford-Motor. An ihm kann auch der Laie genau erkennen, was die Schrauben alles zusammenhalten müssen. Die neuen Elektromotoren müssen zwar auch befestigt werden, für sie werden aber längst nicht so viele Schrauben benötigt. Jörg Neveling, der Produktionsleiter Frank Welzel und der Leiter Kundenbetreuung und Logistik Stephan Stegemeyer ließen aber beim Besuch des Bürgermeisters keine Zweifel aufkommen, dass sie sich nicht dieser Herausforderung annehmen würden.




Das neue Hallenbad für Schule und Sport – das Naturfreibad für Sonne und Erholung

Das Hallenbad für Schule und Sport – das Naturfreibad für Sonne und Erholung. So lässt sich der augenblickliche Diskussionsstand in der SPD-Fraktion zum Neubau eines Kombibads am Häupenweg in Weddinghofen nach ihrer Klausurtagung in der vergangenen Woche in aller Kürze beschreiben. Und damit genügend Zeit für die weiteren Diskussionen bleibt, wird das Wellenbad in Weddinghofen 2017 noch einmal und dann in die vermutliche letzte Freibadesaison gehen.

Naturfreibad 2
Das Naturfreibad in Heil.

Klar sei für die Sozialdemokraten im Stadtrat, dass das Kombibad vor allem den Schulen und den Schwimmsportvereinen zur Verfügung gestellt werden soll. Deshalb werde weder eines der beiden vorhandenen Becken erhalten noch das vom Gutachter empfohlene multifunktionale Becken mit einer Wasserfläche von 400 Quadratmetern geben, erklärten am Donnerstag Fraktionschef Bernd Schäfer und der Sportausschussvorsitzende Rüdiger Weiß. Allenfalls sei für die SPD ein Außenbereich mit Kinderbecken vorstellbar.

Noch keinerlei Festlegungen gibt es in der Fraktion zur internen Ausstattung des Kombibads. Möglich wäre hier eine zusätzliche sechste Schwimmbahn. „Das hätte den Vorteil, dass Vereinsschwimmen und öffentliches Schwimmen nebeneinander gut möglich wären“, erklärte Bernd Schäfer. Auch die Frage, ob das neue Kombibad ein bei gutem Wetter zu öffnendes „Kabrio-Dach“ erhalten soll, ist bei der SPD noch nicht entschieden.

Als Alternative zur großen Liegewiese nebst Schwimmbecken will die SPD den Bergkamener Bürgerinnen und Bürgern das Naturfreibad in Heil schmackhafter machen. Dort seien Sonnenbaden und Erholung in naturnaher Umgehung möglich. Dabei will man es nicht bei PR-Maßnahmen belassen, sondern auch investiv tätig werden. Bernd Schäfer gestand allerdings ein, dass man mit dem Schwimmverein Heil noch nicht gesprochen hat. Er könne sich aber vorstellen, dass er über diese Unterstützung erfreut sein werden.

Getroffen hat sich die Fraktionsspitze allerdings schon mit Vertretern der TuRa Wasserfreunde und der DLRG in dieser Woche schon an einen Tisch gesetzt. Die machten klar, dass sie keine sechste Bahn und auch kein Außenbecken brauchen. Gegen einen Außenbereich sprachen sie sich generell aus. Hier würde durch die Badegäste nur Dreck ins Hallen Bad geschleppt.