Von der Erziehungspause zurück in den Beruf

Verantwortung für Kinder oder pflegebedürftige Angehörige? Für einige Menschen wird dies zur Vollzeitaufgabe. Sie entscheiden sich bewusst für eine Pause auf unbestimmte Zeit. Wer den Schritt zurück in den Beruf wagen will, kann am 6. Oktober im Raum 304 der Agentur für Arbeit Lünen in der Münsterstraße 45 das Seminar „Zurück in den Beruf“ besuchen. Ab 9.30 Uhr informiert die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Hamm, Martina Leyer, welche Möglichkeiten es für den beruflichen Wiedereinstieg gibt und stellt den aktuellen und regionalen Arbeitsmarkt vor.

Martina Leyer berät in ihrem Seminar Frauen und Männer, die nach einer längeren Pause wieder in den Beruf einsteigen wollen. Foto: Foto: Nathalie Neuhaus
Martina Leyer berät in ihrem Seminar Frauen und Männer, die nach einer längeren Pause wieder in den Beruf einsteigen wollen. Foto: Foto: Nathalie Neuhaus

Familie und Beruf miteinander vereinbaren? Im Seminar „Zurück in den Beruf“ zeigt Martina Leyer den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wie es geht. Mit der Frage „Was habe ich dem Arbeitgeber zu bieten?“ beginnt Sie ihre Veranstaltung. Die Teilnehmer stellen sich der Reihe nach vor und beschreiben kurz ihre Lebenssituation. „Was haben Sie vor Ihrer „Auszeit“ gemacht? Aus welcher Branche kommen Sie?“ Martina Leyer hört den Teilnehmern genau zu, um sie schon während des Seminars individuell zu beraten und ihnen erste Tipps zu geben. „Es ist wichtig, sich bei der Planung nicht zu sehr einzuschränken. Damit ist man sich oft selbst im Weg und schließt womöglich interessante Stellenangebote aus, ohne sich darauf zu bewerben“, rät die Seminarleiterin. In der zweieinhalbstündigen Veranstaltung analysiert sie gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern deren persönliche Stärken und Schwächen. „Gerade vielen jungen Müttern ist es gar nicht bewusst, dass die Organisation einer Familie vergleichbar mit den Aufgaben in einem Unternehmen ist. Je nach Unternehmen müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter flexibel auf bestimmte Situationen reagieren. Auch ein gutes Zeitmanagement ist von großem Vorteil“, erklärt die Beauftragte für Chancengleichheit. „Genau diese Fähigkeit können sie für den Wiedereinstieg nutzen. Denn oft bringen Berufsrückkehrende Erfahrungen mit, die Berufseinsteiger noch gar nicht erworben haben.“

Die Veranstaltung beginnt jeweils um 9.30 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Angesprochen sind insbesondere Berufsrückkehrende, die noch keine konkrete Idee haben, sich den Wiedereinstieg aber vorstellen können.

Neben dem Seminar bietet Martina Leyer auch Einzelberatungen an. Interessierte Frauen und Männer können mit ihr unter der Telefonnummer 02381/910 – 2167 oder per E-Mail (Hamm.BCA@arbeitsagentur.de) Kontakt aufnehmen.




Kinderferienwoche im Balu mit dem Jongliertheater Hironimus und Ballonkünstler Happu

Das Kinder- und Jugendhaus Balu in Weddinghofen veranstaltet vom 17. bis 21. Oktober eine Kinderferienwoche für Kinder im Alter von 6-13 Jahren. Als besondere Attraktion sind das „Jongliertheater Hironimus“ und der Ballonkünstler „Happu“ im Laufe der Woche zu Gast.

Hironimus
Hironimus

Das Balu ist in der zweiten Ferienhälfte täglich von 07.00 – 16.00 Uhr geöffnet. Dabei erwartet die Besucher der ganz normale „Jugendheimswahnsinn“ zwischen Kicker, Billard, Playstation und dem großem Bewegungsraum im Balu. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Happu
Happu

Als besonderes Angebot führt am Dienstag und Mittwoch der Ballonkünstler „Happu“ die Kinder in die Kunst der Ballonmodellage ein. Hierbei entsteht ein Kunstwerk zum Thema Halloween, das in den Räumen des Balu zur Ausstellung kommt. Es werden zusammen mit den Kindern hunderte Ballons zu einer großen Skulptur zusammen gefügt, die man anschließend im Balu bewundern kann.

Die Abschlussveranstaltung bestreitet dann das „Jongliertheater Hironimus“. Hironimus präsentiert mit spitzbübischem Charme und augenzwinkerndem Witz eine unvergessliche Show aus Zauberei, Jonglage, Comedy, Hochrad- und Feuerartistik für jedes Publikum. Die Veranstaltung mit Hironimus beginnt am Freitag, den 21.10. um 15.00 Uhr. Der Eintritt beträgt 2 €. Eltern sind herzlich eingeladen.

Weitere Informationen gibt es direkt im Kinder- und Jugendhaus Balu, Grüner Weg unter 02307/60235.




Einstimmig für Kastrationspflicht für Freigänger-Katzen im Kreis Unna

Einstimmige Weichenstellung zum Wohl freilebender Katzen: Der Kreistag soll die Verwaltung auf Antrag der Fraktion von Bündnis 90 / Die Grünen beauftragen, eine Satzung zur Kastrationspflicht vorzubereiten. Das empfiehlt der Ausschuss für Gesundheit und Verbraucherschutz. Tritt die Satzung in Kraft, müssen alle Katzen auch registriert und gekennzeichnet werden.

Katzen, die sich nicht nur in der Wohnung, sondern auch draußen aufhalten, müssen schon bald kastriert werden.
Katzen, die sich nicht nur in der Wohnung, sondern auch draußen aufhalten, müssen schon bald kastriert werden.

Vor vier Jahren wurde ein ähnlich lautender Antrag der FDP im Bergkamener Stadtrat abgelehnt. Allerdings hat die Stadt ein Faltblatt zum Thema Katzen herausgegeben: faltblatt.katzen

Verwilderte Katzen und Freigänger vermehren sich stark. Mit der steigenden Zahl nehmen nach Angaben des Tierschutzes auch ernsthafte Probleme zu: So weist beispielsweise der Tierschutzverein Unna e.V. auf unzählige aufgegriffene Tiere hin, die in einem so schlechten Gesundheitszustand sind, dass sie eingeschläfert werden müssen. „Auch wir sehen Handlungsbedarf“, unterstrich die beim Kreis Unna zuständige Sachgebietsleiterin Dr. Anja Dirksen jetzt im Ausschuss.

Sie erläuterte, dass eine auf dem Tierschutzgesetz fußende Satzung allerdings nicht ohne Weiteres eingeführt werden kann, sondern an Voraussetzungen geknüpft ist: „So muss unter anderem durch ein fundiertes Gutachten belegt sein, dass den Katzen Schmerzen, Leiden und Schäden zugefügt werden, die über das hinausgehen, was normalerweise in der Natur vorkommt.“

Nach dem Empfehlungsbeschluss des Fachausschusses soll sich die Verwaltung zeitnah um dieses Gutachten kümmern. Das letzte Wort hat der Kreistag am 8. November.

Wenn eine entsprechende Schutzzone für Katzen eingeführt wird, kommen auch Kosten auf den Kreis zu, wie Dr. Dirksen erläuterte: Denn ist eine Fundkatze trotz Kennzeichnungspflicht keinem Besitzer zuzuordnen, muss der Kreis Kennzeichnung und Kastration bezahlen. „Für einen Kater fallen rund 110 Euro an und für eine Katze zwischen 140 und 150 Euro“, sagte Dirksen und nannte die Zahl, die der Ennepe-Ruhr-Kreis pro Jahr für diese Aufgabe beziffert: 50.000 Euro.

Überwachen könne man nicht, ob sich jeder Katzenhalter an eine solche Satzung halte, stellte Dr. Anja Dirksen klar: „Aber sie hätte eine Signalwirkung.“ Außerdem würden durch die Regelung die Tierschutzvereine im Kreis Unna in ihrem Handeln bestätigt. Die kümmern sich nämlich teilweise seit vielen Jahren und ehrenamtlich darum, dass freilaufende Katzen kastriert und gesund gepflegt werden.

Schon jetzt können Tierschutzvereine übrigens auf Unterstützung vom Land zählen, wenn es um die Kastrationsarbeit geht: Sie bekommen einen Zuschuss für die Kosten, die für die Kastration anfallen. Die Höhe der Zuwendung beträgt 40 Euro für eine kastrierte Katze und 25 Euro für jeden kastrierten Kater. Weitere Informationen zu den Fördermodalitäten gibt es im Internet unter
https://www.lanuv.nrw.de/landesamt/foerderprogramme/katzenkastration/.




Angeln im Hafenbecken der Marina Rünthe jetzt ganzjährig verboten

Die Marina Rünthe ist eines der attraktivsten Freizeitziele im Kreis Unna. Das hat Folgen: Immer mehr Menschen möchten sich direkt am Wasser erholen, dicken Pötten nachsehen oder ihren Hobbies nachgehen. Das gilt für Bootsführer ebenso wie für Angler.

Marina Rünthe
Marina Rünthe

Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem einvernehmlichen Miteinander klappte die gegenseitige Rücksichtnahme viele Jahre gut. Seit Herbst 2014 häufen sich bei der Unteren Fischereibehörde beim Kreis jedoch wieder vor allem vom Hafenbetrieb und dem Bistrobetrieb Beschwerden über Angler, die ihrem Hobby mit vielen Geräten, aber zu wenig Beachtung anderer Interessen nachgingen.

Der Landesfischereiverband Westfalen-Lippe ließ deshalb ab 1. April 2016 bis zum 30. Oktober 2016 den Fischfang im Hafenbereich der Marina und dem dortigen Nordufer nur noch mit einer Handangel zu.

Gereicht hat diese Einschränkung nicht, denn immer mehr Angler von immer weiter weg drängen in den Hafenbereich. Kontrollen in den letzten Monaten haben gezeigt, dass die Einhaltung der Regelung nur mit großem, von der Unteren Fischereibehörde nicht zu leistenden Aufwand überprüft werden kann.

Der Landesfischereiverband beschränkt die Angelerlaubnis deshalb ab der neuen, am 1. Januar 2017 beginnenden Saison weiter. Gefischt werden darf im ganzen Jahr dann nur noch mit einer Raubfischrute am Nordufer gegenüber dem Hafenbecken der Marina. Für das Hafenbecken selber wird ein ganzjähriges, vollständiges Angelverbot gelten.




Arbeitslosenquote in Bergkamener weiterhin bei 10,4 Prozent

Die Arbeitsagentur und das Jobcenter haben jetzt die Arbeitslosenzahlen für den Kreis Unna und den zehn Städten und Gemeinden veröffentlicht. Demnach sank die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Unna um 622 Personen (-3,5 Prozent) auf 17.075 Arbeitslose. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit um 4,7 Prozent (-843 Arbeitslose) zurück. Die Arbeitslosenquote beträgt im Berichtsmonat unverändert 8,2 Prozent.

JobcenterDie Agentur für Arbeit und das Jobcenter sprechen von einer Herbstbelebung. Davon profitiert Bergkamen allerdings nur minimal. Gegenüber August sind nur sechs Arbeitslose weniger registriert. In September waren 2654 Frauen und Männer ohne einen Job. Die Arbeitslosenquote liegt weiterhin bei 10.4 Prozent. Sie ist nur in Lünen mit 11,3 Prozent höher.

Thomas Helm, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hamm, bilanziert für den Kreis: „Die Herbstbelebung zeigt ihre Wirkung. In allen Kommunen des Kreises nahm die Arbeitslosigkeit ab. Dieses positive Ergebnis zeigt sich auch beim Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit. Wie erwartet, wurde die Jugendarbeitslosigkeit zum Vormonat deutlich reduziert. Auch wenn der Zugang von offenen Stellen rückläufig erscheint, so ist der Bestand an offenen Stellen für Fachkräfte im Kreis Unna ungebrochen hoch. Ich erwarte, dass sich dieser positive Trend auch im Oktober fortsetzt.“

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III)

Bei der Agentur für Arbeit sind 4.027 Arbeitslose gemeldet, das sind 276 Personen (-6,4 Prozent) weniger als im Vormonat. Aber im Vorjahresvergleich sind es 19 Personen (0,5 Prozent) weniger.

Entwicklung in der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II)

In der Grundsicherung sank der Bestand der Arbeitslosen um 346 Personen (-2,6 Prozent) auf 13.048. Vor einem Jahr waren 5,9 Prozent bzw. 824 Arbeitslose mehr registriert.

„Der Arbeitsmarkt ist in einer guten Verfassung. Auch unsere Kunden profitierten davon. Innerhalb eines Monats wurde der Bestand an Arbeitslosen reduziert. Nur im Vorjahresvergleich zeigt sich, dass bei den Jugendlichen und Arbeitslosen ohne deutschen Pass Handlungsbedarf besteht. Hier möchten wir durch unterschiedliche Maßnahmen regionale Arbeitgeber dafür gewinnen, Bewerber aus diesen Kundengruppen einzustellen“, sagt Uwe Ringelsiep, Geschäftsführer des Jobcenters Kreis Unna.

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises

Die Arbeitslosigkeit sank in allen Kommunen im Kreis Unna. Dabei war der prozentual stärkste Rückgang in Holzwickede (-6,8 Prozent bzw. 40 auf 545) und Unna (-5,9 Prozent bzw. 131 auf 2.093). Danach folgen Fröndenberg (-5,4 Prozent bzw. 39 auf 684), Bönen (-5,0 Prozent bzw. 36 auf 681), Kamen (-3,9 Prozent bzw. 80 auf 1.963), Schwerte (3,7 Prozent bzw. 62 auf 1.602), Werne (-3,4 Prozent bzw. 35 auf 991), Lünen (-3,3 Prozent bzw. 173 auf 5.001), Selm (-2,3 Prozent bzw. 20 auf 861) und Bergkamen (-0,2 Prozent bzw. 6 auf 2.654).




Lkw-Kontrolle auf der A 2: Polizei beanstandet fast die Hälfte der kontrollierten Fahrzeuge

Die Dortmunder Polizei hat am Dienstag gemeinsam mit Mitarbeitern des Bundesamts für Güterverkehr, der Bezirksregierung Arnsberg, das Landrats Unna und des Zolls Lkw-Kontrollen auf der A 2 durchgeführt.

kontrolle_1neuImmer wieder stellen die Polizeibeamten Verstöße bei den Sozialvorschriften von Fernfahrern, gegen die Ladungssicherung und Mängel an den Fahrzeugen fest. Im Rahmen von regelmäßigen Kontrollen werden verkehrsunsichere Fahrzeuge, die eine Gefahr auf unseren Straßen sind, und nicht geeignetes Fahrpersonal aus dem Verkehr gezogen. Von ca. 9 bis 15 Uhr nahmen die Experten daher Fahrzeuge und Fahrer genauer unter die Lupe. Die erschreckende Bilanz: Knapp 40 Prozent aller kontrollierten Fahrzeuge mussten beanstandet werden. Insgesamt kontrollierten die Akteure 123 Fahrzeuge, 48 wurden beanstandet.

Allein die Polizei kontrollierte während der Aktion 89 Fahrzeuge und hatte 41 – also fast die Hälfte (!) – davon zu beanstanden. Wiederum mehr als die Hälfte (24) durfte anschließend bis zur Behebung der festgestellten Mängel erst einmal nicht weiterfahren.

Ungesicherte Ladung
Ungesicherte Ladung

So mussten die Beamten sieben Gespannen aufgrund technischer Mängel die Weiterfahrt untersagen. Insgesamt schrieben sie 18 Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen technischer Mängel. Drei Gespanne mussten aufgrund von Überladung erst einmal stehen bleiben, elf wegen mangelnder Ladungssicherung. Entsprechende Mängel führten zu 22 Ordnungswidrigkeitenanzeigen.

Weitere zwölf dieser Anzeigen kamen wegen Verstößen gegen die Sozialvorschriften dazu. Diese führten auch zweimal dazu, dass den Fahrern die Weiterfahrt untersagt wurde. Den traurigen Höhepunkt bildete dabei übrigens ein Fahrer, der in den letzten 28 Tagen 48 Verstöße gegen die Sozialvorschriften auf seinem Konto stehen hatte…




Zwei Mal ausverkauft! – Vielleicht Zusatzkonzert mit „Lieder und Geschichten zur Winter- und Weihnachtszeit“

Kaum standen Anfang September Spekulatius und Lebkuchengebäck in den Verkaufsregalen der Supermärkte, begann in den sozialen Medien das große Lästern: Wie kann man nur. Die hochsommerlichen Temperaturen haben aber offensichtlich nur wenige davon abgehalten, sich mit Eintrittskarten für „Lieder und Geschichten zur Winter- und Weihnachtszeit“ mit Mona Lichtenhof, Norbert Grüger und Dieter Dasbeck sowie der Ilka Weltmann einzudecken. Beide bisher geplanten Veranstaltungen am 4. Dezember im Tennisheim von TuRa Bergkamen und am 11. Dezember in der Marina Rünthe in der Reihe „Mein/Dein Sonntagserlebnis“ sind bereits jetzt restlos ausverkauft.

Mona Lichtenhof, Dieter Dasbeck, Norbert Grüger und Ilka Weltmann
Mona Lichtenhof, Dieter Dasbeck, Norbert Grüger und Ilka Weltmann

Hoffen können die zahlreichen Fans ohne Eintrittskarte nur darauf, dass eine mögliche Zusatzveranstaltung am 2. Advent (11. Dezember) zustande kommt. Die Mitveranstalter Christiane und Detlef Göke sammeln dafür telefonische Platzreservierungen. Und wenn dann der Skippertreff für eine Wiederholung ausreichend mit Publikum gefüllt ist, wird diese Veranstaltung stattfinden. Bei Interesse melden unter Tel.: 0172 – 97 22 575. Der Eintritt kostet 8 Euro inkl. Begrüßungsgetränk

Geboten werden besinnliche, humorvolle und rockig-poppige „Lieder und Geschichten“. Stimmungsvolle Musik aus der deutschen und englischen Popszene, Gedichte und Anekdoten mit Tiefgang sowie skurrile Geschichten aus dem alljährlichen Vorweihnachtswahnsinn – ineinander verwoben, erwartet die Besucherinnen und Besucher ein besonderer literarischer und musikalischer Nachmittag bzw. Abend mit viel Atmosphäre und Wohlgefühl (wie) am Kamin.




Jugendamt und AWO einig: Das Kinderbildungsgesetz muss erheblich verbessert werden

Die Finanzierung der Kindergärten muss nach Auffassung des AWO-Unterbezirks und des Bergkamener auf eine neue und vor allem für die Träger auskömmliche Grundlage gestellt werden. Das gilt insbesondere für die Gebäude.

Informationsbesuch in der AWO-Kita Sonnenblume in Rünthe - die Großen von links: AWO-Fachbereichsleiterin Annette Schütte, Rainer Goepfert, Christine Busch, Udo Harder und die Leiterin der beiden Rünther AWO-Kitas Kornelia Finke.
Informationsbesuch in der AWO-Kita Sonnenblume in Rünthe – die Großen von links: AWO-Fachbereichsleiterin Annette Schütte, Rainer Goepfert, Christine Busch, Udo Harder und die Leiterin der beiden Rünther AWO-Kitas Kornelia Finke.

Tritt hier eine Notlage ein, etwa durch eine plötzlich notwendige Reparatur des Daches oder der Heizungsanlage, dann ist kein Kindergartenträger in Bergkamen in der Lage, dies aus Mitteln des Kinderbildungsgesetzes (Kibiz) zu finanzieren“, erklärte Jugendamtsleiter Udo Harder bei einem Besuchstermin der AWO-Kita Sonnenblume in Rünthe. AWO-Unterbezirksgeschäftsführer Rainer Goepfert und die für die Kindergärten zuständige Beigeordnete Christine Busch pflichteten ihm bei. Nicht nur in den Schulen gebe es einen Sanierungsstau.

2014 hat die AWO ihre Kindergärten im Kreis Unna durch einen Architekten begutachten lassen. Erfreuliches Ergebnis ist, dass sie den geforderten Normen entsprechen. Klar ist aber auch seitdem, dass noch viel Geld in die Gebäude investiert werden müsste. Allein für die Kita Sonnenblume an der Rünther Straße hat der Architekt einen Finanzierungsbedarf in Höhe von 253.000 Euro errechnet. Das Kinderbildungsgesetz NRW gesteht der Kita mit eineinhalb Gruppen gerade 5000 Euro pro Jahr zu.

Dabei geht es nicht um Schönheitsreparaturen, sondern vor allem um räumliche Erweiterungen, damit die Kitas in die Lage versetzt werden, ihren Bildungsauftrag zu erfüllen. So wird die Zahl der Kita-Kinder immer größer, die ein Mittagessen bekommen. Doch kaum einer der Bergkamener Kindergärten verfüge über eine vernünftige Küche, erklärte Harder. Auf der Wunschliste stehen außerdem Differenzierungs- und Wickelräume sowie Rückzugsmöglichkeiten für Elterngespräche. Dies alles sei nicht mit den Mittel aus dem bestehenden Kinderbildungsgesetz zu bezahlen.




Oliver Kaczmarek in den SPD-Landesvorstand wiedergewählt

Der Vorsitzende der SPD im Kreis Unna und heimische Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek wurde auf dem Landesparteitag der SPD Nordrhein-Westfalen am vergangenen Samstag in Bochum erneut in den Landesvorstand gewählt.

Oliver Kaczmarek, Bundestagsabgeordneter und stellvertretender bildungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.
Oliver Kaczmarek, Bundestagsabgeordneter und stellvertretender bildungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.

Kaczmarek gehört dem Gremium seit 2006 an und engagiert sich landesweit insbesondere in bildungspolitischen Fragen.

Auf dem Parteitag wurde zudem ein Antrag der SPD im Kreis Unna zum Thema Sozialer Arbeitsmarkt verabschiedet. „Damit stellt sich die Landes-SPD hinter die Forderung, für Langzeitarbeitslose tariflich abgesicherte Beschäftigung im öffentlichen Bereich zu schaffen“, so der Unterbezirk. Auf Bundesebene scheitere dieses Vorhaben derzeit noch daran, dass der Finanzminister der Verwendung von passiven Leistungen für Arbeitslose als aktive Mittel für die Schaffung von öffentlicher Arbeit noch nicht zustimmt.




Ruhrgebiet bewirbt sich um IGA 2027 – Bergkamen mit Lünen einer von fünf zentralen Spielorten

Die Metropole Ruhr bewirbt sich um die Ausrichtung der Internationalen Gartenausstellung in 2027. Dabei soll Bergkamen zusammen mit Lünen eine wichtige Rolle spielen. Das Haldengebiet samt Wasserstadt und der Bereich rund um den Horstmarer See wird einer von fünf zentralen Veranstaltungsorten.

Haldeneröffnung (14)Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel und Josef Hovenjürgen, Vorsitzender der Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr, haben am Dienstag im Beisein kommunaler Spitzenvertreter des Ruhrgebiets die Bewerbungsunterlagen an die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) übergeben.

Dazu Josef Hovenjürgen: „Mit der IGA 2027 wird die Metropole Ruhr zum Schauplatz für innovative Landschafts- und Freiraumentwicklung. Ganz selbstbewusst wollen wir den ökologischen Wandel des Ruhrgebiets zu einem modernen und lebenswerten Ballungsraum nationalen und internationalen Besuchern zeigen.“

Karola Geiß-Netthöfel ergänzt „Erstmals bewirbt sich eine ganze Region um eine Internationale Gartenausstellung und beschreitet so ganz neue, spannende Wege der Präsentation. Die Städte und Kreise der Metropole Ruhr haben bereits bei der Internationalen Bauausstellung Emscher Park und der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 erfolgreich unter Beweis gestellt, dass sie im Schulterschluss ein solches Großereignis meistern können.“

Um sich ein Bild von den potenziellen Schauplätzen einer IGA 2027 im Ruhrgebiet zu machen, hat eine zehnköpfige Bewertungskommission der Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft heute einige der Highlights der Stadt- und Freiraumplanung besucht. Mit einer Entscheidung der DBG ist in vier bis sechs Wochen zu rechnen.

Jochen Sandner, Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH (DBG) meint: „Schon Gelsenkirchen hat mit der BUGA 1997 die Entwicklungschancen vom Zechengelände zum Zukunftsstandort wahrgenommen. Die Inhalte der Machbarkeitsstudie für die IGA Metropole Ruhr 2027 haben die Dimension aufgezeigt, mit der ein  Strukturwandel des gesamten Landschaftsraums und die Vernetzung der Städte verwirklicht werden könnte. Das war beeindruckend. Der Gartenbau in seiner ganzen Vielfalt von Produktionsgartenbau, Garten –und Landschaftsbau sowie den Baumschulen wird ein wichtiger und kompetenter Partner sein, um die vielen Teilprojekte umzusetzen. Ich bin mir sicher, dass die Region mit der Aufmerksamkeit, die eine IGA stets generiert, eine hohe Imageaufwertung in der positiven Wechselwirkung von Besuchern und Bewohnern erfahren wird.“

Wenn die Metropole Ruhr den Zuschlag bekommt, wird in einem nächsten Schritt das in der Machbarkeitsstudie zur IGA 2027 vorgeschlagene Konzept gemeinsam mit den Städten und Kreisen des RVR und weiteren Partnern konkretisiert. Dazu werden Wettbewerbe initiiert und Masterpläne entwickelt, die Inhalte sowie Kosten – bezogen auf einzelne Haushaltsjahre und Standorte – detailliert darlegen. Die Kostenschätzung der Machbarkeitsstudie dient dabei als Rahmenplanung. Bis Ende 2017 soll der Prozess abgeschlossen sein. Auf dieser Grundlage entscheiden die politischen Gremien abschließend, ob das Ruhrgebiet die IGA 2027 durchführen kann. Die Planungsergebnisse sind Grundlage eines mit der DBG abzuschließenden Vertrages.

Eine Idee nimmt Formen an

Die RVR- Verbandsversammlung hat am 11. März 2016 beschlossen, dass die Ruhrgebiets-Bewerbung um die IGA 2027 bei der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft in Berlin eingereicht wird. Eine vom RVR im Vorfeld in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie bescheinigt, dass eine regionalweite Ausrichtung der IGA im Ruhrgebiet durchführbar ist und zahlreiche Gäste anlocken wird.

Das von der Bürogemeinschaft Sinai (Berlin), scheuvens + wachten (Dortmund) und Imorde (Münster/Berlin) entwickelte IGA-Konzept sieht ein dezentrales Großereignis vor, das auf drei Ebenen realisiert werden kann: Fünf „Zukunftsgärten“ inklusive dreier Leistungsschauen sollen als Hauptinvestitions- und Haupteventstandorte (Hotspots) fungieren und umweltbezogene Kernfragen zu Klima und Energie begreifbar machen. Auf der zweiten Ebene („Unser Garten“) werden etwa 20 bis 25 der schönsten vorhandenen Parks und Gärten in der Region präsentiert. Auf der dritten Ebene erhalten die vielen Umweltinitiativen von Menschen aus dem Ruhrgebiet wie Urban-Gardening-Projekte unter dem Schlagwort „Dein Garten“ ein Forum.

Getragen werden soll die Internationale Gartenbauausstellung von den 53 Kommunen und vier Kreisen der Metropole Ruhr, von Verbänden wie Emschergenossenschaft und Lippeverband, der regionalen Wirtschaft und bürgerschaftlichem Engagement gemeinsam mit dem Land NRW.

Den Zuschussbedarf für die Durchführung der IGA Metropole Ruhr 2027 schätzt die Studie auf etwa 42 Millionen Euro, verteilt auf mehrere Schultern und auf mehrere Jahre.

Das Großereignis würde umfangreiche Investitionen auslösen, geschätzt wird eine Höhe von über 300 Millionen Euro. Diese müssten aus unterschiedlichen Fördertöpfen finanziert werden. Zum Vergleich: Im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Emscherpark wurden grüne Maßnahmen (Haldengestaltung, Radwege, Parkanlagen) mit einem Volumen von rund 500 Millionen Euro realisiert.

In Deutschland findet die IGA in der Regel alle zehn Jahre statt. 2017 wird die Internationale Gartenbauausstellung in Berlin eröffnet. Die nächste IGA wird 2027 in der Bundesrepublik stattfinden.




Unterstand aus Holz am Westfalenweg abgebrannt

Der Unterstand am Westfalenweg ist nur noch ein Trümmerhaufen. Foto: Feuerwehr.
Der Unterstand am Westfalenweg ist nur noch ein Trümmerhaufen. Foto: Feuerwehr.

Das war nicht mehr viel zu retten gewesen. Als die Feuerwehrleute der Löschgruppe Oberaden am Dienstagnachmittag am Westfalenweg eintrafen, brannte der Unterstand aus Holz bereits in voller Ausdehnung. Um die genauen Ursachen des Feuers kümmert sich jetzt die Polizei.

Die Löschgruppe wurde um 16.23 Uhr alarmiert. An dem Einsatz waren 15 Oberadener Feuerwehrleute beteiligt gewesen. Beendet war der Einsatz gegen 17.40 Uhr.