Drei Schülerinnen und ein Schüler des Städtischen Gymnasiums Bergkamen erhielten kurz vor Weihnachten aus den Händen der stellvertretenden Schulleiterin Maria von dem Berge und der Französisch-Lehrerin Constanze Lieb ihre DELF-Zertifikate.
Das Foto zeigt von links die stellvertretende Schulleiterin Maria von dem Berge mit den erfolgreichen DELF-Absolventinnen und Absolventen Jülide Öztürk, Janine Goldbaum, Marieke Dohrmann, Milan Augustin und AG-Leiterin Constanze Lieb. Foto: SGB/Pytlinski
Die jetzigen Schüler des Jahrgangs EF, Marieke Dohrmann, Jülide Öztürk, Janine Goldbaum und Milan Augustin hatten in einer zusätzlichen AG-Stunde Französisch pro Woche in der neunten Klasse für das international anerkannte Sprachzertifikat gelernt – mit Erfolg. Alle vier bestanden die anspruchsvollen Prüfungen für das Niveau A2, bestehend aus mündlichen und schriftlichen Aufgabenformaten, mit hervorragenden Ergebnissen. Janine Goldbaum erreichte in der mündlichen Prüfung sogar die volle Punktzahl.
Das Niveau A2 bescheinigt den Jugendlichen fortgeschrittene Sprachkenntnisse und orientiert sich am europäischen Referenzrahmen für Fremdsprachen, der Sprachfertigkeiten von A1-C2 klassifiziert. Wer das höchste Niveau (C2) erreichen möchte, braucht ähnliche Sprachfertigkeiten wie ein Muttersprachler.
„Es ist auch für das spätere Berufsleben interessant, Französisch-Kenntnisse durch ein international anerkanntes Zertifikat nachweisen zu können, denn diese Sprache wird in über 50 Ländern der Welt gesprochen und gilt als Weltsprache. Rund 220 Millionen Menschen auf der Welt sprechen Französisch“, erklärt AG-Leiterin Constanze Lieb.
Tierheim wieder geöffnet: „Tier sucht Anschluss“ im Internet
Nach der traditionellen Pause „zwischen den Jahren“ ist das kreiseigene Tierheim seit Anfang dieser Woche wieder geöffnet. Und damit warten erneut viele Fund- und Abgabetiere darauf, ein „richtiges“ Zuhause zu finden.
Magda und Lena suchen ein neues Zuhause. Foto: Kreis Unna
Die Entscheidung für ein Tier ist eine Entscheidung für viele Jahre, denn: „Eine tiergerechte Unterbringung und Versorgung für die gesamte Lebensdauer des Tieres muss gewährleistet sein“, unterstreicht Dr. Anja Dirksen, Leiterin des Sachgebietes Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung beim Kreis.
Um einen ersten Eindruck davon zu bekommen, welche Hunde, Katzen und Kleintiere im Kreis-Tierheim auf ein neues Herrchen oder Frauchen warten, muss niemand in der Einrichtung an der Hammer Straße 117 in Unna vorbeischauen. Einen Überblick finden Internet-Nutzer auf der Seite des Kreises www.kreis-unna.de (Suchbegriff: Tierheim).
Mit der Rubrik „Tier sucht Anschluss“ hat der Kreis außerdem einen zusätzlichen Infokanal geöffnet und ebnet so Interessierten weiter den Weg zum neuen Haustier. Regelmäßig donnerstags vorgestellt wird ein bestimmtes Tier. Zum Überblick über alle auf Vermittlung hoffenden Hunde, Katzen und Co. geht es mit einem weiteren Klick. Was alles so los ist in der Tierheim-Tierwelt und noch einiges mehr, ist unter www.kreis-unna.de/nachrichten nachzulesen.
Wer für sich eine Zukunft als Frauchen oder Herrchen sieht, kann dem Tierheim natürlich auch zu den üblichen Öffnungszeiten einen Besuch abstatten. Die Türen für Interessierte öffnen sich montags von 10 bis 12 Uhr, dienstags von 13.30 bis 15.30 Uhr, donnerstags von 13.30 bis 16 Uhr und samstags von 10 bis 12 Uhr.
Telefonisch ist das Tierheim des Kreises an der Hammer Straße 117 in Unna unter 0 23 03 / 6 95 05 zu erreichen.
„Schiffsmeldungen“ – Ausstellung der Künstler Heide Drever und Manfred Schulz in der Galerie „sohle 1“
„Schiffsmeldungen“ lautet der Titel der neuen Ausstellung in der städt. Galerie „sohle 1“, die am kommenden Sonntag, 8. Januar, um 15 Uhr eröffnet wird. Hierbei handelt es sich um eine Gemeinschaftsausstellung mit Federzeichnungen von Manfred Schulz und Plastiken von Heide Drever.
Laden zur Eröffnung der Ausstellung „Schiffsmeldungen“ in die Galerie „sohle 1“ ein (v. l.): Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel, Manfred Schulz und Heide Drever.
Die beiden Hammer Künstler präsentieren ihr breites Themenrepertoire, wobei sich beide mit ihren künstlerischen Ausdrucksmitteln bei dem aktuellen Thema der Flüchtlingsbewegungen begegnen. Manfred Schulz Federzeichnungen sind alle Unikate und dem phantastischen Realismus zuzuordnen. Er hat in der Kunst keine Vorbilder, fühlt sich aber einigen Künstlern verwandt, z.B. Caspar Walter Rauh, A. Paul Weber und dem Mexikaner José Guadalupe Posada. Ein Teil seiner Arbeiten ist mit Aquarell unterlegt, d.h. zuerst werden die Farben aufgetragen, dann darüber die Zeichnung; es gibt kein nachträgliches Kolorieren.
Ausgangspunkt für Heide Drevers Terracottaplastiken ist eine vereinfachte ovale Bootsform, die je nach ihrer Thematik mit figürlichen Elementen weiterbearbeitet wird. Es gibt Boote, die als Transportmittel für Flüchtlinge oder als Behausung für Menschengruppen dienen. Einige Boote erinnern an Vergnügungsfahrten oder Überfahrten in eine andere Welt. Die Boote stellen immer eine Beziehung zu den Menschen her.
Lebensläufe /Werk:
Die Hammer Künstlerin Heide Drever studierte Kunstgeschichte, Kunstpädagogik und Germanistik. Als Kunstlehrerin unterrichtete sie nicht nur an verschiedenen Schulen, sondern war auch im Hochschuldienst am Institut für Kunstpädagogik der Westfälischen Wilhelm-Universität-Münster tätig. An der Kunstakademie Münster unterrichtete sie als Lehrbeauftragte „Figürliche Plastik“. Von 1995 bis 2006 war sie Museumspädagogin am Gustav-Lübcke-Museum in Hamm. Derzeit ist sie erste Vorsitzende des Hammer Künstlerbundes.
Als Bildhauerin arbeitet Heide Drever ganz bewusst mit dem Material Ton. Sie bezieht sich in ihren Arbeiten auf frühe Hochkulturen, wie Mesopotamien, Ägypten und Höhlenmalereien. Ihr Thema sind hausartige Objekte. Die archaisch wirkenden Plastiken stellen vor allem hausartige Baukörper dar – vom einfachen Gebäude bis zum turmartigen Gebilde. Die Objekte sind mit figürlichen Darstellungen bestückt.
In dem neuen Zyklus der Bootsdarstellungen wird dieses Prinzip bei einer Anzahl von Plastiken fortgesetzt. Die ovale Grundform des Bootes wird durchbrochen durch Fenster, in denen menschliche Figuren stehen. Die Fenster geben Einblicke in die Thematik der Darstellung (z.B. Hausboot, Arche Noah). Bei anderen Arbeiten stehen die Figuren auf der Platte des Objektes. So sind zum Beispiel bei dem Objekt: „Das Boot ist voll“ eine Masse von Menschen, eng aneinandergedrängt, dargestellt.
Die farbige Ausführung der Plastiken mit weißer oder schwarzer Engobe soll auf die jeweilige Atmosphäre der Figuren in den Plastiken hinweisen. Bei den dunkel getönten Plastiken denkt man eine bedrohliche Situation, bei den weißen Plastiken an eine entspannte Situation.
Der Hammer Künstler Manfred Schulz war Schaufenstergestalter, Plakatmaler und Grafiker in deutschen und kanadischen Firmen. Gemalt und gezeichnet hat er schon als kleines Kind. Mit 17 Jahren begegnete er den Werken des süddeutschen Zeichners Caspar Walther Rauh; danach stand für ich fest, dass er im Stil des phantastischen Realismus arbeiten wird., später kommt eine sozialkritische Komponente hinzu, beeinflusst von A. Paul Weber und José Guadaloupe Posada.
Vortrag im Hellmig-Krankenhaus: Rehabilitation nach Gelenkersatz
Mit der erfolgreichen Operation und dem neuem Knie- oder Hüftgelenk ist keineswegs sofort automatisch wieder die erhoffte Mobilität erreicht. Erst gezieltes Training möglichst in enger Abstimmung zwischen Operateuren und Physiotherapeuten führt zur gewünschten neuen Lebensqualität.
Knieoperationen, hier Chefarzt Dr. Dieter Metzner im OP, gehören im zertifizierten Endoprothetikzentrum im Hellmig-Krankenhaus zum Alltag. Folgen muss ein gezieltes Bewegungstraining.
Dieser Weg ist Thema in der Pulsschlagreihe von Klinikum Westfalen und VHS am Mittwoch, 11. Januar., ab 18.30 Uhr im Hellmigium am Hellmig-Krankenhaus. Kraft, Beweglichkeit, Gleichgewicht und Gehfähigkeit sowie das richtige Verhalten im Alltag müssen nach einer Gelenk-OP gezielt unter fachkundiger Anleitung trainiert werden.
Optimal ist eine Rehabilitation in enger Abstimmung zwischen behandelten Ärzten und Therapeuten, die zeitnah nach Entlassung aus dem Krankenhaus durchgeführt wird. Am Hellmig-Krankenhaus werden solche Kooperationen unterstützt. Dr. Ulrich Oberschelp, Leitender Arzt der Reha Kamen am Hellmig-Krankenhaus Kamen erläutert entsprechende Konzepte an diesem Abend und nimmt Stellung dazu, was jeder Betroffene selbst tun kann.
Arbeitslosenquote für Bergkamen im Dezember wieder zweistellig bei 10 Prozent
Im Kreis Unna stieg der Bestand der gemeldeten Arbeitslosen um 51 Personen (0,3 Prozent) auf 16.457 Arbeitslose. Im Vergleich zu Dezember 2015 ging die Arbeitslosigkeit um 988 Personen (-5,7 Prozent) zurück. Die Arbeitslosenquote beträgt im Berichtsmonat 7,9 Prozent. In Bergkamen ist die Arbeitslosenquote wieder zweistellig bei 10,0 Prozent. 2570 Frauen und Männer waren im Dezember als arbeitslos gemeldet gewesen.
Claudia Hermsen, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Hamm, bilanziert: „Das Weihnachtsgeschäft konnte den Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Kreis Unna abfedern. Das milde Wetter sorgt zudem für weniger Arbeitslose im Baugewerbe.“ Die Arbeitsmarktexpertin weist darauf hin, dass zum Jahresbeginn mit einem saisontypischen Anstieg der Arbeitslosigkeit zu rechnen ist.
Die Arbeitslosigkeit sank in drei Kommunen im Kreis Unna. Dabei war der prozentual stärkste Rückgang in Fröndenberg (-5,7 Prozent bzw. 39 auf 640). Danach folgen Kamen (-0,5 Prozent bzw. 9 auf 1.903) und Lünen (-0,4 Prozent bzw. 17 auf 4.768).
In allen anderen Kommunen stieg die Arbeitslosigkeit. Den prozentual stärksten Zuwachs hatte Selm (3,4 Prozent bzw. 28 auf 846). Danach folgen Holzwickede (2,7 Prozent bzw. 14 auf 536), Bergkamen (1,5 Prozent bzw. 39 auf 2.570), Unna (0,8 Prozent bzw. 17 auf 2.056), Schwerte (0,7 Prozent bzw. 10 auf 1.518), Werne (0,6 Prozent bzw. 6 auf 951) und Bönen (0,3 Prozent bzw. 2 auf 669).
GSW gehen gerichtlich gegen unlautere Wettbewerber vor: Lästige Telefonanrufe mit unterdrückter Rufnummer
Die GSW erhielten am heutigen Montag viele Hinweise von Kunden über Anrufe von Unbekannten, die ihnen Energieberatungen anbieten wollten. Diese Beratungen seien im Januar noch kostenlos und deshalb solle man dieses Angebot unbedingt wahrnehmen. Man sei morgen sowieso in der Straße unterwegs. Teilweise gaben sich die Anrufer sogar betrügerisch als Mitarbeiter der GSW aus. Die Kunden schilderten, dass nach Ablehnung dieses Angebots, die Anrufer aufdringlich und sogar frech geworden sind.
Doch die Werber befinden sich im Unrecht, denn ohne ausdrückliche Einwilligung darf ein Unternehmen keine Anrufe bei Menschen tätigen, mit denen es keine Geschäftsbeziehung pflegt. Die unerlaubten Telefonanrufe, die gestern von den Kunden der GSW gemeldet wurden, fallen unter die Rubrik „Unlauterer Wettbewerb“. Neben den GSW setzen sich auch andere Stadtwerke dagegen zur Wehr und leiten gerichtliche Verfahren gegen die Unternehmen ein, die hinter diesen Machenschaften stecken. So hatten sich zum Beispiel die Stadtwerke Brilon im November letzten Jahres erfolgreich gerichtlich gegen einen Callcenter-Betreiber zur Wehr gesetzt, welcher Kunden der Stadtwerke Brilon ohne deren Erlaubnis zu Werbezwecken angerufen hatte. Auch hier riefen die Mitarbeiter des Callcenters mit unbekannter Nummer an. Zum Teil wurden über diese Anrufe sogar Verträge am Telefon abgeschlossen, ohne dass dies dem Kunden überhaupt bewusst war. Daraufhin haben die Stadtwerke Brilon gegen diese unlauteren Wettbewerbspraktiken umgehend Klage eingereicht und waren vor Gericht erfolgreich.
Die GSW werden, wenn sie genügend Hinweise erhalten, ebenfalls gegen diese Unternehmen vorgehen. Dabei sind sie auf die Unterstützung der Bürger angewiesen, denn nur mit den nötigen Beweisen kann eine Klage wirkungsvoll vorgebracht werden.
Übrigens: Wer eine Energieberatung in Anspruch nehmen möchte, kann sich dafür gerne an die GSW wenden und einen individuellen Termin mit dem Energieberater der GSW vereinbaren. Diese Beratung ist ebenfalls kostenlos – und zwar das gesamte Jahr über.
„Greg´s Bluesnight-Band“ begleitet in Originalbesetzung Ron Williams beim ersten Sparkassen Grand Jam in 2017
Zur Begleitung von Hauptact, Sänger und Entertainer “Ron Williams (USA)” bei der ersten Sparkassen Grand Jam im neuen Jahr am kommenden Mittwoch, 4. Januar, ab 20.00 Uhr im Bergkamener Almrausch findet sich noch einmal die Stammbesetzung der ehemaligen Haus Schmülling „Greg´s Bluesnight-Band“ mit Gregor Hilden (Gitarre), Tommy Schneller (sax,voc), Horst Bergmeyer (p,org, voc), Olli Gee (bs) und Frank Boestfleisch am Schlagzeug zum gemeinsamen Musizieren zusammen.
Einige Stücke der Live-CD der Bluesnight-Band wurden 2007 bei Konzerten im Haus Schmülling aufgenommen. Am 4. Januar 2017 kommt die Band in der Ur-Besetzung nach Bergkamen.
„Greg´s Bluesnight-Band“ hat vor mehr als einem Jahrzehnt die die Bluestradition in Bergkamen begründet.
Ron Williams
Das Markenzeichen von Ron Williams ist die Baseballcap. Selten sieht man ihn ohne sie. Das Multitalent Ron Williams ist universell medienpräsent als Sänger, Schauspieler (Theater, Kino, TV) und Kabarettist (u. a. Lach- und Schießgesellschaft). Als Entertainer und Sänger wird er vom Publikum geliebt. In zahlreichen Live-Konzerten mit den unterschiedlichsten eigenen Bands ist er zu erleben und als Gast bei diversen Bigbands. Seine Aktion „Schultour für Toleranz“, bei der er bereits über 100 Schulen besucht hat, ist Teil seines persönlichen Engagements gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Gewalt und für mehr Menschlichkeit, für das er mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet wurde. Freuen Sie sich auf einen Weltklasse-Sänger von besonderem Format!
www.ron-williams.de
Tickets erhalten Sie im Kulturreferat der Stadt Bergkamen (Tel.: 02307/965-464), im Bürgerbüro und an der Abendkasse. Eine weitere Kartenvorverkaufsstelle ist die Sparkasse Bergkamen-Bönen, In der City 133, Bergkamen-Mitte und die Gaststätte Almrausch / Haus Schmülling, Landwehrstr. 160, 59192 Bergkamen-Overberge.
Ticket-Preise Grand Jam Konzerte:
Vorverkauf (VVK): 14,- € (ermäßigt 11,- €).
Der Vorverkauf endet am Montag, 02.01.2017 um 12.00 Uhr!
Landrat Michael Makiolla: Gruß zum Jahreswechsel 2016 – 2017
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
Landrat Michael Makiolla. Foto: Linda Peloso – Kreis Unna
das Jahr 2016 ist noch nicht ganz zu Ende, da richten wir unsere Blicke, unsere Wünsche und Erwartungen schon auf das neue Jahr. Bevor wir uns mit den Chancen, Aufgaben und Herausforderungen beschäftigen, die sich 2017 für uns im persönlichen Umfeld, im Arbeitsleben oder in der Gemeinschaft stellen, lassen Sie uns die Tage rund um den Jahreswechsel zum Anlass nehmen, um zur Ruhe zu kommen. Entspannung und Besinnlichkeit tun gut in einer Zeit, die immer schneller zu vergehen scheint.
Und in der Tat – es hat sich vieles bewegt im nun endenden Jahr 2016. Vielerorts im Kreis Unna habe ich in den vergangenen Monaten eine Stimmung wahrgenommen, die mir Mut weit über die Jahreswende hinaus macht: Wir sind eine Region im Aufbruch, in der sich viele Menschen mit den für sie, für uns alle wichtigen Fragen beschäftigten. Wie sichern wir unsere persönliche Zukunft – und die soziale und wirtschaftliche Zukunft der Gesellschaft, in der wir leben? Wie meistern wir die Integration der in den letzten Jahren zu uns gekommenen und weiter kommenden Menschen? Und wie schaffen wir es, gute Bildung und damit gute Chancen gerade für Jüngere zu organisieren?
In der Kreisverwaltung haben wir die vergangenen Monate wieder genutzt, um Antworten zu finden auf diese zentralen Fragen und den Kreis bestmöglich für die Zukunft auszurichten. In vielen Bereichen ist ein deutliches Fortkommen sichtbar.
4.000 neue Arbeitsplätze
Beispiel Wirtschaft. Mit dem Wegfall des Bergbaus verschwanden bekanntlich zigtausende von Arbeitsplätzen. Die haben wir – und mit „wir“ meine ich unsere Wirtschaft und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Unna – längst wieder herbeigeschafft. Innerhalb nur eines Jahres, zwischen 2015 und 2016, ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um mehr als 4.000 Menschen gestiegen.
Mit knapp 123.000 Frauen und Männern, die einen festen Arbeitsplatz haben, ist diese Zahl im Zehn-Jahres-Vergleich sogar um satte 20 Prozent gestiegen. Vor einem Jahrzehnt gab es im Kreis Unna rund
100.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Engagement, Ausdauer und gute Ideen haben diese Erfolgsgeschichte möglich gemacht und sind solide Bausteine der von mir eingangs beschriebenen Aufbruchstimmung.
Junge Menschen sind die Zukunft
Damit wir auch in Zukunft in der Wirtschaft an diese Erfolge anknüpfen können, müssen wir schon jetzt an die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von morgen denken. Und die drücken zurzeit noch die Schulbank oder gehen in die Kindertagesstätten.
Wie groß der Wissensdurst beim Nachwuchs ist und wie engagiert schon die Jüngsten bei der Sache sind, erlebe ich immer wieder. Zum Beispiel bei der 100. Kinder-Uni des Kreises, mit der wir rund 1.000 Kinder, Eltern, Lehrer und weitere Interessierte begeistert haben. Seit der ersten Kinder-Uni 2007 haben wir fast 12.900 Teilnehmer (inklusive Exkursionen) gezählt. Das sind immens viele erste Kontakte zur Wissenschaft.
Mit Blick auf die Sicherung des Lebens- und Wirtschaftsraumes kommt es natürlich nicht nur auf diejenigen an, die nach der Schule ein Studium aufnehmen. Genauso wichtig ist es, dass die Jugendlichen, die nach der Schule direkt in den Beruf einsteigen wollen, einen passenden Ausbildungsplatz finden. Dazu müssen sie wissen, was sie wollen und was sie gut können. Mit dem Landesvorhaben „Kein Abschluss ohne Anschluss“ bekommen Schülerinnen und Schüler aller Schulformen im Kreis ab Klasse 8 eine fundierte Berufs- und Studienorientierung, um genau das herauszufinden.
Es gibt aber Bereiche, in denen wir uns noch mehr anstrengen müssen. Ich denke da beispielsweise an die Initiative zur Halbierung der Jugendarbeitslosigkeit bis zum Jahr 2020. Trotz aller Bemühungen stagnierte die Zahl der jungen Arbeitslosen im Kreis Unna 2016. Das hängt mit veränderten Rahmenbedingungen zusammen: Es sind inzwischen zahlreiche zugewanderte Menschen als Flüchtlinge anerkannt und damit auf dem Arbeitsmarkt angekommen – und viele von ihnen sind jung. Erste Erfahrungen zeigen, dass wir sie und alle anderen arbeitslosen Jugendlichen recht schnell in den Arbeitsmarkt integrieren können. Weil nun aber insgesamt mehr junge Menschen Hilfe beim Start ins Berufsleben brauchen, werden wir an der einen oder anderen Stelle nachjustieren müssen.
Wir wissen auch, dass längst nicht alle Menschen ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten können. Das spiegelt auch der Kreishaushalt wider, der 2016 ein Sozialhaushalt war und dies im kommenden Jahr auch bleiben wird. Dass wir für die Schwachen unserer Gesellschaft viel Geld ausgeben, belegt, dass bei uns kein Hilfebedürftiger ohne Hilfe bleibt oder gar durch das soziale Netz fällt.
Dank und Anerkennung für ehrenamtliches Engagement
Dieses Netz wird nicht nur von offiziellen Stellen geknüpft. An diesem Netzwerk arbeiten all diejenigen mit, die sich für Menschlichkeit und Miteinander in unserer Gesellschaft stark machen. Sie haben im zurückliegenden Jahr in besonderer Weise deutlich gemacht, dass ehrenamtliches Engagement ein wesentlicher Stützpfeiler unserer Gesellschaft ist.
Ich erinnere an den Einsatz der vielen Freiwilligen, die die vor Krieg und Verfolgung Geflüchteten begleiten und ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Ohne sie hätten wir die angemessene Unterbringung, die bisherige Betreuung und die nun beginnende und gelingende Integration der Flüchtlinge ganz sicher nicht geschafft.
Meine Anerkennung gilt dabei nicht nur denen, die aus Flüchtlingen Angekommene machen, sondern auch den zahlreichen Menschen, die in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens helfen, wo Hilfe gebraucht wird. Ich möchte mich an dieser Stelle ganz ausdrücklich erneut für das große, von Mitmenschlichkeit, sozialen Werten und Hilfsbereitschaft getragene Engagement der ungezählten, oft ehrenamtlich Tätigen bedanken.
Dank sagen möchte ich auch den zahlreichen Haupt- und Ehrenamtlichen, die beispielsweise bei der Feuerwehr, im Rettungsdienst, bei Hilfsdiensten oder auch bei der Polizei dafür sorgen, dass wir sicher leben können. Sie leisten Tag für Tag Außerordentliches und verdienen dafür unsere Wertschätzung.
Für eine weltoffene Gesellschaft
Sie alle festigen durch ihren engagierten Einsatz das Fundament unseres menschlichen Miteinanders und stehen für eine Wertegemeinschaft, die Menschenwürde, Freiheit, Gleichheit und das Recht eines jeden auf freie Entfaltung garantiert. Das sind die Grundlagen für sozialen Frieden in unserem Land, und wir brauchen in dieser herausfordernden Zeit viele Menschen, die unsere Demokratie und unsere weltoffene Gesellschaft verteidigen.
Lassen Sie uns auch daran gemeinsam weiter arbeiten. Ich bin zuversichtlich, dass es uns gelingen wird, unsere Zukunft bei allen Veränderungen, die auf uns zukommen, mutig und gut zu gestalten.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Familien geruhsame Tage, einen guten Rutsch und ein glückliches und gesundes Jahr 2017.
Ihr
Michael Makiolla
Landrat des Kreises Unna
Unfall auf spiegelglatter Straße – Schwerverletzter muss eine Stunde auf Rettung warten
Etwa eine Stunde musste ein Unfallfahrer in der Nacht zu Freitag auf seine Rettung warten. Gegen 23.30 Uhr war ein 23-jähriger Selmer in Werne in Richtung Selm losgefahren. Auf der Selmer Landstraße kurz vor der Gaststätte Mutter Stuff geriet er auf spiegelglatter Fahrbahn ins Schleudern und verlor die Kontrolle über seinen Pkw. Er kam nach rechts von der Straße ab, durchbrach den Zaun einer Pferdekoppel und überschlug sich mehrere Male. Hier blieb das nun unbeleuchtete Fahrzeug mit dem schwerverletzten Fahrer auf der leeren Koppel liegen.
Foto: Feuerwehr Werne
Gegen 0.50 Uhr bemerkte ein vorbeifahrendes Pärchen aus Selm das Auto. Die beiden jungen Leute öffneten gewaltsam die Fahrertür und nahm die Erstversorgung vor. Der Rettungsdienst sowie der Notarzt kümmerten sich anschließend um den unterkühlten sowie schwer verletzten Mann und brachten ihn in den Schockraum des Marienhospitals nach Lünen.
Da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich weitere Personen im Fahrzeug befunden haben könnten, wurden Suchmaßnahmen mit Unterstützung der Feuerwehr Werne im Umfeld durchgeführt. Dabei kam auch ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera zum Einsatz.
Abschließend konnte der Unfallfahrer nach seiner Versorgung im Krankenahaus angeben, dass er allein im Fahrzeug gewesen sei.
Es entstand ein Sachschaden von etwa 4500 Euro. Die Selmer Landstraße musste für den Zeitraum der Unfallaufnahme bis gegen 3 Uhr gesperrt werden. Im Einsatz waren 18 Einsatzkräfte des Löschzugs 1 der Feuerwehr Werne der Rettungsdienst und der Notarzt aus Werne, mehrere Streifenfahrzeuge der Polizei sowie der Suchhubschrauber.
VKU-10er-Ticket feiert den ersten Geburtstag mit der tollen Geburtstags-Umtauschaktion für Bus-Einzel-Tickets
Mit Rabatt in die Stadt. Seit einem Jahr bietet die VKU ein günstiges 10erTicket für Fahrten innerhalb einer Stadt und für Fahrten in die Nachbarstadt an – und schon heute ist das Ticket für zahlreiche Fahrgäste nicht mehr wegzudenken. Viele haben das preiswerte Ticket zum Anlass genom-men, auf den Bus oder die Bahn umzusteigen. Die Zahlen sprechen für sich: Jeden Monat erwerben rund 600 Kunden ein 10erTicket.
„Unsere Kunden haben verstanden, dass man mit dem 10erTicket beim Bus- und Bahnfahren ordentlich sparen kann“, so der VKU-Bereichsleiter Dr. Uwe Rennspieß. Eine Fahrt innerhalb der Stadt (Preisstufe A) kostet aus dem 10erTicket 1,95 € statt 2,60 € als EinzelTicket im Bus. Ein 10erTicket gibt es außerdem für Fahrten in die Nachbarstadt (Preis-stufe 3). In diesem Fall liegt der Preis bei 2,95 € statt 3,60 €. Für diese satten Rabatte wird von den Kunden auch der Gang in eine der rund 70 Vorverkaufs-Agenturen im Kreis Unna gerne in Kauf genommen.
Zum 1. Geburtstag des 10erTickets startet die VKU im Neuen Jahr für ihre Kunden eine Tauschaktion. Alle Fahrgäste, die sich ab dem 01.01.2017 bis 28.02.2017 beim Fahrer ein EinzelTicket kaufen, erhalten einen Gutschein. Mit diesem können sie sich dann in einer der Vorverkaufs-Agenturen beim Kauf eines 10erTickets den Preis für das EinzelTicket er-statten lassen.
Die Vorverkaufs-Agenturen-Anschriften sind auf der VKU-Internetseite unter www.vku-online.de/vorverkauf zu finden oder beim Busfahrer zu erfragen. Auch an vielen Haltestellen finden sich Tarifinformationen mit der Angabe der nächsten Vorverkaufs-Agenturen.
Die Vorverkaufsstellen in Bergkamen:
Vorverkaufsstelle Lotto-Toto Pollmüller Haltestelle: Auf der Alm
Am Roggenkamp 1, 59192 Bergkamen
Vorverkaufsstelle Buch Schreibwaren Lotto Best-Harder Haltestelle: Oberaden Bahnhof
Am Bahnhof, 59192 Bergkamen-Oberaden
Vorverkaufsstelle Bürgerbüro im Rathaus Haltestelle: Busbahnhof
Rathausplatz 1, 59192 Bergkamen
Vorverkaufsstelle Reisebüro Brinkmann Haltestelle: Am Römerberg
Jahnstr. 91, 59192 Bergkamen-Oberaden
Vorverkaufsstelle Schreibwaren Brocke Haltestelle: Zur Seige
Rünther Str. 87, 59192 Bergkamen-Rünthe
Vorverkaufsstelle K-Kiosk im Kaufland Haltestelle: Busbahnhof
Töddinghauser Straße 150, 59192 Bergkamen
Vorverkaufsstelle Kathis Café NUR 10erTicket
Hochstraße 41, 59192 Bergkamen
Vorverkaufsstelle Lotto-Toto Veenstra NUR 10erTicket
Hochstraße 22, 59192 Bergkamen
„Das Jahrhundert der Virtuosen“: Pianist Johannes Wolff lässt Musikgeschichte mit Klavierspiel und Anekdoten lebendig werden
Die Kunst des Klavierspielens im 19. Jahrhundert steht im Mittelpunkt der Veranstaltung der Musikakademie Bergkamen am Dienstag, 17. Januar 2017, in der Galerie „sohle 1“ im Stadtmuseum Bergkamen, Jahnstr. 31, in Bergkamen-Oberaden.
Johannes Wolf. Foto: Ursula Dören
Johannes Wolff, Pianist und Dozent der Musikschule Bergkamen, lässt in seinem Vortrag „Das Zeitalter der Klaviervirtuosen“ ein Stück Musikgeschichte lebendig werden. Der Vortrag wird ergänzt durch live gespielte Beispiele der Musik des 19. Jahrhunderts. Die Veranstaltung kostet 8,00 € Eintritt, Beginn ist um 19.30 Uhr.
Im 19. Jahrhundert ab es in Deutschland über 700 Klavierfabriken. Die Kunst des Klavierspielens gehörte zur bürgerlichen Allgemeinbildung. Parallel dazu entwickelte sich die Spieltechnik der Pianisten rasant, sie wurden zu den Pop-Stars ihrer Zeit.
„Als der zwölfjährige Franz Liszt seine ersten Konzerte in Paris gab, verursachte dies eine solche Begeisterung beim Publikum, dass man in vielen Geschäften der Stadt kleine Bilder von ihm kaufen konnte. Bei den Konzerten kam es immer wieder zu Ohnmachtsanfällen, und die weißen Handschuhe, die er zu Beginn des Konzertes auszog und ins Publikum warf, verursachten wilde Raufereien unter den Zuhörerinnen. Liszt war – wie auch der große Geiger Paganini – ein großer Pop-Star des frühen 19. Jahrhunderts“, berichtet Johannes Wolff. In seinem Vortrag zeichnet der Pianist mit zahlreichen Musikbeispielen und amüsanten Anekdoten die Entwicklung des Klavierspiels im 19. Jahrhundert nach.
Anmeldungen für die Veranstaltung der Musikakademie Bergkamen am 17. Januar 2017 nimmt die Geschäftsstelle der Musikschule ab sofort unter der Tel.-Nr. 02306/307730 entgegen. Anmeldeschluss ist der 9. Januar 2017.