Rolf Humbach neuer Vorsitzender der Bergkamener Grünen

Der Ortsverband Bergkamen von Bündnis 90/ Die Grünen traf sich am Dienstag zur Mitgliederversammlung und wählte Rolf Humbach zum neuen Ortsverbandsvorsitzenden.

Die neue Spitze der Bergkamener Grünen (v. l.): Oliver Schröder, Irina Ehlermann und Rolf Humbach. Foto: Bündnis 90/Die Grünen
Die neue Spitze der Bergkamener Grünen (v. l.): Oliver Schröder, Irina Ehlermann und Rolf Humbach. Foto: Bündnis 90/Die Grünen

Der Ortsverbandsvorstand mit Irina Ehlermann (Ortsverbandsvorsitzende) und Oliver Schröder (Geschäftsführer) ist somit wieder komplett, nachdem der bisherige Amtsinhaber vor Monaten zurückgetreten ist. Rolf Humbach wurde bereits im vergangenen Jahr als Beisitzer in den Vorstand gewählt. Die Grünen gehen deshalb davon aus, dass die Vorstandsarbeit nahtlos ohne  Vorlaufzeiten fortgesetzt werden können.




Völkerverständigung mit dem Kreis-Bildungsportal: Bergkamener Schüler sind dabei

Regenbogenschule 1
Die Regenbogenschule in Rünthe.

Völkerverständigung mit PeP: Mit dem gleichnamigen Bildungsportal überwinden Schüler aus den kreiseigenen Berufskollegs Hansa (Unna) und Lippe (Lünen) sowie der Regenbogenschule (Bergkamen und Fröndenberg) Grenzen. Doch nicht nur das.

Hinter dem Kürzel PeP (Provided Education Portal) verbirgt sich ein von der Zentralen Datenverarbeitung des Kreises entwickeltes Bildungsportal, auf das im vergangenen Jahr rund 5.000 Schülerinnen und Schüler im Kreis zugegriffen haben.

Sie können pädagogische Software für den modernen Unterricht überall dort nutzen, wo ein Internetzugang zur Verfügung steht. Mit einem persönlichen Kennwort loggen sie sich in die gesicherte Verbindung ein. Lehrer können ihren Unterricht von zu Hause in derselben Umgebung wie in der Schule vorbereiten.

Dass die Schüler aus dem Hansa-Berufskolleg und ihre holländischen Partner vom Willem van Oranje-Kolleg in Waalwijk in einer Europaklasse regelmäßig gemeinsam lernen, macht eine Weiterentwicklung von PeP möglich. IT-Spezialisten der Zentralen Datenverarbeitung des Kreises haben eine virtuelle Klasse für beide Schulen eingerichtet und dem Willem van Oranje-Kolleg den PeP-Zugang freigeschaltet. (PK)




Neuer Service im Bürgerbüro des Kreises: Passfoto für Führerschein am Automaten

Ohne Passbild kein Führerschein. Fast jeder weiß, dass für das Plastik-Kärtchen ein Foto nötig ist, und trotzdem kommt es immer wieder vor, dass Führerschein-Anwärter ohne biometrisches Lichtbild – so heißt es ganz korrekt – im Bürgerbüro des Kreishauses ankommen.

Christoph Funke (Leiter der Führerscheinstelle), Marcel Zenker (Mitarbeiter der Führerscheinstelle und für die Technik zuständig) und Lena Frieg (Mitarbeiterin der Führerscheinstelle) testen den neuen Automaten. Foto: Birgit Kalle – Kreis Unna
Christoph Funke (Leiter der Führerscheinstelle), Marcel Zenker (Mitarbeiter der Führerscheinstelle und für die Technik zuständig) und Lena Frieg (Mitarbeiterin der Führerscheinstelle) testen den neuen Automaten. Foto: Birgit Kalle – Kreis Unna

Ab sofort muss niemand mehr ein zweites Mal den Weg zur Führerscheinstelle machen, sollte er das Bild vergessen haben. Im Fachbereich Straßenverkehr steht ein Selbstbedienungsterminal der Bundesdruckerei zur Verfügung, an dem nicht nur das biometrische Foto gemacht wird, sondern auch die für den Führerschein erforderliche Unterschrift geleistet werden kann.

„Damit kommen wir Wünschen der Kunden nach, die uns immer mal wieder gefragt haben, ob sie ihr Foto nicht direkt im Bürgerbüro machen lassen können“, berichtet der Leiter der Führerscheinstelle, Christoph Funke. Das können sie ab sofort für eine kostendeckende Gebühr in Höhe von 6 Euro tun.

Das Terminal arbeitet selbstständig und justiert beispielsweise die Kamera ganz von allein. „Außerdem prüft die Software nach der Aufnahme automatisch, ob das Foto den Anforderungen entspricht und ob auch die Unterschrift geeignet ist“, erläutert Funke.

Anschließend werden das digitale Lichtbild und Unterschrift nach den Anforderungen der Bundesdruckerei aufgearbeitet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Führerscheinstelle können diese Daten dann bei der Bestellung des Kartenführerscheins verwenden. Nach der Bestellung wird das hinterlegte Lichtbild gelöscht. Mit nach Hause nehmen kann man es also nicht.

Beim internationalen Führerschein gelten übrigens andere Vorschriften: Hierfür und für die Fahrerkarte müssen Antragsteller nach wie vor ein Lichtbild mitbringen.

Gekostet hat das Selbstbedienungsterminal den Kreis nichts. Die Bundesdruckerei hat den Automaten zur Verfügung gestellt und rechnet mit dem Kreis über die gemachten Fotos ab. (PK)




Philippinische Frauen fragen nach Gerechtigkeit – Studientag der Frauen in Oberaden zum Weltgebetstag 2017

„Mabuhay“ heißt es auf den Philippinen zur Begrüßung. Das und noch viel mehr über das Land mit über 7.000 Inseln im pazifischen Ozean lernten die Frauen beim ökumenischen Studientag zum Weltgebetstag jetzt kennen. So kommt die Gottesdienstordnung in diesem Jahr von den Philippinen. Zur Vorbereitung auf den Gottesdienst, der am 3. März auf der ganzen Welt gefeiert wird, versammelten sich die ökumenischen Frauengruppen aus dem Kreisgebiet Unna in Bergkamen-Oberaden.

Unter der Leitung von Wilma Plötz wurden die teils fremden Lieder einstudiert. (Foto: Ev. Kirchenkreis Unna)
Unter der Leitung von Wilma Plötz wurden die teils fremden Lieder einstudiert.
(Foto: Ev. Kirchenkreis Unna)

Im Mittelpunkt der Gottesdienstordnung steht die Frage nach der Gerechtigkeit: „Was ist denn fair?“. In Gebeten, Liedern und Geschichten näherten sich die über 100 Frauen dieser Thematik. Während Pfarrerin Petra Buschmann-Simons die gemeinsame Bibelarbeit leitete, führte Wilma Plötz in die Lieder ein. „Es sind sehr schöne und schwungvolle Lieder“, kam bei den Frauen schnell Freude beim Singen auf.

Während am Vormittag noch die Information und das Kennenlernen über die Philippinen im Vordergrund standen, gingen die Frauen am Nachmittag in die Gruppenarbeit. Unterteilt in die Bereiche Musik, Weltgebetstitelbild, Bibelarbeit und Liturgie arbeiteten sich die Teilnehmenden in die Gottesdienstordnung ein und tauschten Ideen und Anregungen aus. Im abschließenden Gottesdienst wurden diese Ergebnisse vorgetragen.

Die Frauen aller Konfessionen laden nun zum gemeinsamen Gottesdienst am Freitag, den 3. März ein. Die Gottesdienste finden in den einzelnen Gemeinden bzw. Ortsteilen statt. So ab 15 Uhr in der St. Michael-Kirche in Weddinghofen.




Arbeitslosigkeit deutlich gestiegen: Quote liegt jetzt bei 10,6 Prozent

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Januar für Bergkamen deutlich gestiegen. 2720 Frauen und Männer haben jetzt keinen Job. Im Dezember 2016 waren es nur 2570. Die Arbeitslosenquote kletterte von 10 auf jetzt 10,6 Prozent.

JobcenterDie Arbeitslosigkeit stieg nach Mitteilung der Agentur für Arbeit im gesamten Kreis Unna. Dabei war der prozentual stärkste Zuwachs in Selm (8,9 Prozent bzw. 75 auf 921). Danach folgen Werne (8,3 Prozent bzw. 79 auf 1.030), Lünen (6,6 Prozent bzw. 314 auf 5.082), Kamen (6,6 Prozent bzw. 125 auf 2.028), Bönen (6,4 Prozent bzw. 43 auf 712), Bergkamen (5,8 Prozent bzw. 150 auf 2.720), Schwerte (5,5 Prozent bzw. 83 auf 1.601), Unna (5,2 Prozent bzw. 106 auf 2.162), Fröndenberg (5,2 Prozent bzw. 33 auf 673) und Holzwickede (4,5 Prozent bzw. 24 auf 560).

Im Kreis Unna stieg der Bestand der gemeldeten Arbeitslosen um 1.032 Personen (6,3 Prozent) auf 17.489 Arbeitslose. Im Vergleich zu Januar 2016 ging die Arbeitslosigkeit um 980 Personen (-5,3 Prozent) zurück. Die Arbeitslosenquote beträgt im Berichtsmonat 8,4 Prozent.

„Besonders auffällig war im Monatsvergleich die Zunahme in der Jugendarbeitslosigkeit in der Arbeitslosenversicherung. Nach der Ausbildung werden immer wieder junge Fachkräfte nicht vom Ausbildungsbetrieb übernommen. Das neue Fachkräftepotential hat gute Chancen schnell eine neue berufliche Herausforderung am hiesigen Arbeitsmarkt zu finden“, sagt Thomas Helm, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hamm.

Im Kreis Unna leben derzeit 1.216 Arbeitslose, die das 25. Lebensjahr noch nicht erreicht haben. Die Anzahl der jungen Arbeitslosen stieg um 162 Arbeitslose (15,4 Prozent). Im Vorjahresvergleich ist der Bestand um 152 Jugendliche (-11,1 Prozent) zurückgegangen.

Ein Fünftel aller Arbeitslosen hat das 55. Lebensjahr überschritten. Im Januar wurden 3.521 ältere Arbeitslose in den Arbeitsagenturen und dem Jobcenter im Kreis Unna gemeldet. Dies entspricht einem Zuwachs von 117 Personen (3,4 Prozent). Vor zwölf Monaten waren es 41 ältere Arbeitslose (1,2 Prozent) weniger.

Aus der Statistik geht hervor, dass 4.051 Arbeitslose keinen deutschen Pass haben. Das sind 201 Arbeitslose (5,2 Prozent) mehr als im Vormonat. Im Januar 2016 waren 247 ausländische Arbeitslose (6,5 Prozent) weniger gemeldet. Neben dieser statistischen Auswertung weist eine weitere Erhebung Daten über Personen im Kontext von Fluchtmigration aus. Im Berichtsmonat liegt der Bestand bei 1.009 geflüchtete Menschen.

Die Langzeitarbeitslosigkeit stieg im Berichtsmonat. Die Zahl hat sich um 144 Personen (2,0 Prozent) auf 7.238 Personen erhöht. Im Vorjahresvergleich sind das 751 Personen (-9,4 Prozent) weniger.

Im Berichtsmonat stieg die Anzahl der Arbeitslosen mit Behinderung um 35 Personen (2,3 Prozent) auf 1.543. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Bestand um 61 Personen (-3,8 Prozent).




Alexander Homann („S&Q“) hat „Elektro Feldmann“ übernommen

Bei „Elektro Feldmann“ an der Landwehrstraße in Bergkamen-Mitte gibt es einen Eigentümerwechsel. An neue Gesichter brauchen sich die Kunden allerdings nicht zu gewöhnen. Der neue Eigentümer Alexander Homann von der Firma „S&Q“ hat die drei Fachkräfte mit übernommen. Und der bisherige Chef Peter Feldmann wird weiterhin als Berater bei der Planung und dem Verkauf von Küchen tätig sein.

Betriebsübergabe (v. l.): Alexander Homann, Rudolf Hering, Peter Feldmann und Volker Stein.
Betriebsübergabe (v. l.): Alexander Homann, Rudolf Hering, Peter Feldmann und Volker Stein.

„Ich möchte in einem Alter von 62 Jahren einfach kürzer treten“, erklärt Peter Feldmann. Eine 60 bis 80 Stunden-Woche mit nur sehr kleinem Jahresurlaub sei für ihn nicht mehr eine Lebensperspektive. Die Beratertätigkeit will er vielleicht noch zwei Jahre ausüben, um sich dann ganz aufs Altenteil zurückzuziehen.

Eine Zusammenarbeit zwischen den beiden Firmen habe es schon vorher gegeben, berichten Feldmann und Homann. Dabei verwies Peter Feldmann seine Kunden, wenn sie eine größere Elektroinstallation planten, auf die Fachleute von „S&Q“. Kamen Kunden zu Alexander Feldmann mit dem Wunsch, defekte Elektro-Großgeräte zu reparieren, zog er das Team von Peter Feldmann zu Rate.

Glückwünsche zu diesem Firmen-Zusammenschluss gab es jetzt von Rudolf Hering, dem Obermeister der Innung für Elektrotechnik, und dem Geschäftsstellenleiter der Kreishandwerkerschaft Unna-Soest in Unna, Volker Stein. Für sie ist diese Betriebsübernahme ein gelungenes Beispiel, wie zwei große Probleme des Handwerks gemeistert werden können: der Fachkräftemangel und die oft fehlenden Nachfolger, wenn sich der Firmenchef zur Ruhe setzen will.

Hie hat übrigens Alexander Homann bereits Übung. 2011 hatte er den Elektrofachbetrieb „S&Q“ übernommen und beschäftigt dort heute drei Auszubildende und drei Gesellen. Jetzt kommen drei neue Fachkräfte hinzu und sein neuer Berater Peter Feldmann.




Beratungsstelle: Wichtige Anlaufstelle bei Schwangerschaftskonflikten

Bei Konfliktsituationen in der Schwangerschaft bleibt die Beratungsstelle des Kreises Unna eine wichtige Adresse für werdende Mütter und Väter. Die Ansprechpartnerinnen helfen nicht nur bei ungewollter Schwangerschaft, sondern auch wenn Frauen und Familien bei gewünschter Schwangerschaft vor ungelösten Problemen stehen.

Beraten Frauen in Konfliktlagen: Jutta Damaschke (links) und Jutta Hermann. Foto: Birgit Kalle - Kreis Unna
Beraten Frauen in Konfliktlagen: Jutta Damaschke (links) und Jutta Hermann. Foto: Birgit Kalle – Kreis Unna

Laut Statistik des Fachbereichs Gesundheit und Verbraucherschutz wandten sich im vergangenen Jahr 487 Ratsuchende an die Kreis-Beratungsstelle (2015: 464).

Das hohe Niveau der Beratungszahlen resultiert unter anderem aus der Aufgabe der Beratungsstelle, Mittel aus der Bundesstiftung „Mutter und Kind – Schutz des ungeborenen Lebens“ zu vergeben. Schwangere Frauen aus Unna, Fröndenberg, Holzwickede und Bönen können in der Beratungsstelle einen Antrag auf diese Hilfen stellen. Schwangere aus anderen kreisangehörigen Städten können diese bei den jeweiligen örtlichen Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen beantragen.

Die Mittel sind bestimmt für die Erstausstattung des Kindes, Wohnung und Einrichtung und sollen schwangeren Frauen in finanziellen Notlagen ermöglichen, ihre Schwangerschaft fortzusetzen. Sie werden deshalb nicht als Einkommen auf andere Sozialleistungen angerechnet. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr rund 89.000 Euro an 177 hilfebedürftige Frauen und Familien vergeben (2015: rund 100.700 Euro an 165 Personen).

„Kernziel der Beratung ist der Schutz des ungeborenen Lebens durch Überwinden der Not- und Konfliktsituation, in der sich die Frau befindet“, betont Kreis-Beraterin Jutta Damaschke. „Die Beratung soll den Betroffenen in ihrer schwierigen Lage helfen und sie ermutigen, eine eigenverantwortliche und gewissenhafte Entscheidung zu treffen“, ergänzt ihre Kollegin Jutta Hermann. Beide sind Ansprechpartnerinnen, wenn es um Hilfen und Begleitung der Schwangerschaft und nach der Geburt, aber auch um Trauerarbeit und Begleitung nach unvollendeter Schwangerschaft geht.

Gründe für einen Schwangerschaftskonflikt resultieren aus einer Vielzahl von persönlichen, partnerschaftlichen und sozialen Problemen. Sie reichen von körperlichen und psychischen Problemen über familiäre Schwierigkeiten bis hin zum Kindesvater, der nicht zur Schwangerschaft steht. In der Beratungsstelle erhalten die Familien gleichzeitig alle notwendigen Informationen zu Rechtsansprüchen und finanziellen Hilfen.

Auch bei einer geplanten Schwangerschaft kann es Situationen geben, in denen sich werdende Mütter hilfesuchend an den Kreis wenden, beispielsweise wenn sich bei einer Vorsorgeuntersuchung herausstellt, dass das ungeborene Kind nicht gesund ist.

Die Beratungsstelle des Kreises befindet sich im Gesundheitshaus in Unna, Massener Straße 35. Beratungstermine können dort bei Jutta Damaschke vom Fachbereich Gesundheit und Verbraucherschutz unter Tel. 0 23 03 / 27-20 29 vereinbart werden. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.kreis-unna.de, Suchbegriff „Schwangerschaft“.

Altersgruppen der Frauen, die die Beratungsstelle des Kreises Unna aufgesucht haben.
Altersgruppen der Frauen, die die Beratungsstelle des Kreises Unna aufgesucht haben.




Wechsel in der Leitung des Bayer-Standortes Bergkamen: Dr. Timo Fleßner folgt auf Dr. Stefan Klatt

Am 1. April übernimmt Dr. Timo Fleßner die Leitung des Bayer-Standortes Bergkamen. Er folgt damit auf Dr. Stefan Klatt, der nach fast fünf Jahren in dieser Funktion als Leiter der dortigen Niederlassung der Bayer AG nach Berlin wechselt. „Ich freue mich sehr auf die neuen Aufgaben am Standort Bergkamen, den ich aus meiner bisherigen Rolle in Wuppertal bereits gut kenne. Es ist mir sehr wichtig, den Standort weiterhin positiv zu entwickeln und ich werde daher einen starken Fokus auf die zukünftige Ausrichtung legen“, sagte Fleßner in einer ersten Stellungnahme zum bevorstehenden Wechsel.

Dr. Timo Fleßner. Foto: Bayer AG
Dr. Timo Fleßner. Foto: Bayer AG

Fleßner ist in Wuppertal innerhalb der Division Pharmaceuticals seit 2011 für den Bereich Chemische Entwicklung verantwortlich. Seine wissenschaftliche Karriere begann 1991 mit dem Chemiestudium in Oldenburg. Nach einem Studienaufenthalt in Paris und dem Studienabschluss in Hannover promovierte er von 1996-1999 an der Leibniz Universität Hannover. Anschließend arbeitete Fleßner an einem Forschungsprojekt am Scripps Research Center in San Diego (USA) bevor er im Jahr 2000 als Laborleiter in die Zentrale Forschung der Bayer AG nach Leverkusen wechselte. In den folgenden Jahren übte er in der Pharmaforschung und -entwicklung des Unternehmens unterschiedliche Managementfunktionen mit wachsender Verantwortung aus. In seiner aktuellen Position verantwortet Fleßner die chemische und technische Entwicklung von innovativen Pharma-Wirkstoffen von der Forschung bis zur Produktionsreife.

„Ich freue mich, dass Bayer sich für Timo Fleßner entschieden hat. Insbesondere seine Erfahrung aus jahrelanger Forschungs- und Entwicklungsarbeit werden Bergkamen als Produktionsstandort für neue, innovative Wirkstoffe noch attraktiver machen“, ist Dr. Stefan Klatt überzeugt. „So sehr mir das Team in Bergkamen auch fehlen wird, weiß ich, dass ich mich meiner spannenden neuen Aufgabe in Berlin in der Gewissheit widmen kann, den Standort in guten Händen zu lassen. Und ich bitte mein Team, Timo Fleßner genauso engagiert zu unterstützen, wie es das mit mir getan hat“, wünschte Klatt seinem Nachfolger viel Erfolg für die künftigen Aufgaben.




Schüler des Sportleistungskurses der Gesamtschule sind jetzt auch Übungsleiter für den Breitensport

Die Schülerinnen und Schüler des Sportleistungskurses der Jahrgangsstufe Q1 der Willy-Brandt-Gesamtschule Bergkamen haben an einer Ausbildung zum „Übungsleiter Breitensport“ teilgenommen.

Die neuen Übungsleiter Breitensport der Willy-Brandt-Gesamtschule. Foto: J. Koerdt
Die neuen Übungsleiter Breitensport der Willy-Brandt-Gesamtschule. Foto: J. Koerdt

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die C-Lizenz erworben und sind somit berechtigt, eigenständig und verantwortlich Gruppen in Vereinen, Schulen und anderen Institutionen zu leiten. Das zweiwöchige Kompaktseminar stand unter der Leitung von Sportlehrer und Ausbilder Jörg Hageneier, der von seinen Kollegen Bernward Fohlmeister, Sabine Link und Ralf de Reuter tatkräftig unterstützt wurde.

Die thematischen Schwerpunkte der Ausbildung, die sowohl theoretische als auch praktische Inhalte umfasst, richten sich nach den Vorgaben des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen. So waren u. a. die Organisation und Durchführung von Breitensportstunden, die unterschiedlichen Methoden zur Vermittlung von technischen und taktischen Fähigkeiten in Sportspielen, Aspekte der Trainingslehre und Sportmedizin verbindliche Themen. Zudem haben die Schülerinnen und Schüler einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert.

Die Ausbildung haben erfolgreich abgeschlossen:

(o.vl.) Lukas Lang, Jessica Böttner, Lena Rüger, Laura Tüttmann, Alina Ludwig, Saskia Rakete, Ines Schroeter, Julia Sowa, (u.vl.) Tayyip Cakir, Joel Herse, Denizcan Aydemir, Marco Goslawski, Michael Hein, Lukas Knuth, Serkan Ergül, Nico Mettbach, Eray Karakas




Marina Hafenfeuer ein prächtiger Start ins Bergkamener Veranstaltungsjahr 2017

Das Veranstaltungsjahr hätte für die Stadt Bergkamen kaum besser starten können. Das Marina Hafenfeuer zog jede Menge Publikum auf den Platz am Nauticus. Insbesondere der Samstagabend mit Bengalos und Partymusik stellte die Organisatoren vor bisher nicht gekannten Herausforderungen.

hafenfeuer-17„Beim ersten Hafenfeuer haben wir vielleicht 20 Glas Bier verkauft, jetzt mussten wir beim Bierverleger sechs 50-Liter-Fässer auf die Schnelle nachordern“, berichtete der Leiter des Stadtmarketings Karsten Quabeck. Eine halbe Stunde lang saß die Besucherschar, was die Versorgung mit Gerstensaft betraf, auf dem Trockenen. Der plötzliche Tempertaturanstieg hatte offensichtlich erheblich dazu beigetragen.

hafenfeuer-1Der Besucherandrang sorgte auch bei den Standbetreibern mit ihren überwiegend kulinarischen Angeboten für gute Stimmung. Eiskönigin Elsa hatte richtig Stress, weil sich so viele Kind mit ihr fotografieren lassen wollten. Clownin Nicole lud fast in Zivil Groß und Klein zu winterlichen Basteleien ein.

Basteln im aufblasbaren Iglu
Basteln im aufblasbaren Iglu

Hier hatte das große aufblasbare Iglu-Zelt gute Dienste geleistet. Es verhalf nicht nur zu einer stimmungsvollen Atmosphäre, dort war es auch richtig muckelig warm. Jedenfalls war es für Kälteempfindliche ein wesentlich angenehmerer Aufenthaltsort als die Strandkörbe mit Decken beim ersten Hafenfeuer.

Auch die Fackel-Nachtwanderung erwies sich diesmal als Hit. „Vor einem Jahr wollten gerade vier Teilnehmer mitgehen. Diesmal waren es 250“, berichtete Karsten Quabeck. Klar ist für ihn, dass es 2018 wegen des großen Erfolgs die dritte Auflage des Marina-Hafenfeuers geben wird.

"Radiolukas" spielte und sang am Sonntagnachmittag die großen Hits aus 50 Jahren Musikgeschichte
„Radiolukas“ spielte und sang am Sonntagnachmittag die großen Hits aus 50 Jahren Musikgeschichte

„Es hat auch den richtigen zeitlichen Abstand zu den Weihnachtsmärkten.“ Deshalb hatten offensichtlich viele Bergkamener, aber auch Besucher aus den Nachbarstädten wieder Lust, sich mit Freunden draußen am Lagerfeuer zu treffen. Nicht wenige nutzten das brauchbare Wetter auch für einen ersten Bummel auf der Marina-Promenade.

Erklärtes Ziel des Stadtmarketings war es, mit dem Marina-Hafenfeuer für eine nachhaltige Belebung des Yachthafens in der kalten Jahreszeit zu sorgen. Bei dieser zweiten Auflage wurde es voll erreicht.

 




Stefan Braune ist der erste Vertrauensmann der Löschgruppe Oberaden

Zu ihrer Jahresdienstbesprechung trafen sich am Samstagabend die Oberadener Feuerwehrleute im Gerätehaus an der Jahnstraße. Kurz vorher wurden sie allerdings zu einem Einsatz zum Kraftwerk in Heilgerufen gerufen. Eine Trafoanlage war dort in Brand geraten. Als sie zusammen mit den Kameraden aus Heil, Rünthe und Overberge eintrafen, war das Feuer bereits gelöscht gewesen. Sie brauchten danach nur noch zu kontrollieren, ob von der Brandstelle gefahren ausgingen. Nach einer halben Stunde übergaben sie den Einsatzort der Werksfeuerwehr und rückten wieder ab.

Ehrungen und Beförderungen waren ein Höhepunkt der Jahresdienstbesprechung der Löschgruppe Oberaden.
Ehrungen und Beförderungen waren ein Höhepunkt der Jahresdienstbesprechung der Löschgruppe Oberaden.

Stefan Braunde (r.) beu der Ernennung zum Vertrauensmanns durch den stellv. Stadtbrandmeister Ralf Klute.
Stefan Braunde (r.) beu der Ernennung zum Vertrauensmanns durch den stellv. Stadtbrandmeister Ralf Klute.

Später in der Jahresdienstbesprechung gab es für Bergkamen eine echte Premiere. Der stellevertretende Stadtbrandmeister Ralf Klute übergab an Stefan Braune die Ernennungsurkunde zur Vertrauensperson. Vorher war er auf sechs Jahre von den Oberadener Feuerwehrleuten in dieses Amt gewählt worden.

Dieses neue Amt ist eine Vorgabe des „Gesetzes über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz“ (BHKG). Sie sollen den Zusammenhalt in der Löschgruppe fördern, Konflikten vorbeugen und, wenn sie entstanden sind, bei der Bewältigung helfen. Sie unterstützen dadurch die Löschgruppenführung.

Neben dieser Ernennung, gab es zahlreiche Beförderungen:

  • Tobis Krause zum Feuerwehrmann
  • Florian Böttger und Dustin Larmann zu Oberfeuerwehrmännern
  • Mareike Stückmann zur Hauptfeuerwehrfrau
  • Tim Maximilian Hawlitzek und Kevin Schimanski zu Unterbrandmeistern
  • Jens Möllmann und Dirk Meyer-Jürgens zu Oberbrandmeistern
  • Stefan Braune und Sven Stein zu Hauptbrandmeistern

Ein weiterer Höhepunkt der Jahresdienstbesprechung war die besondere Ehrung von Willi Null. Er gehört der Oberadener Feuerwehr seit 50 Jahren an.

Nachdem Ralf Klute den Jahresbericht der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bergkamen vorgestellt hatte, ließen der Löschgruppenführer Martin Büscher und sein Stellvertreter Manfred Hövels das Jahr 2016 noch einmal Revue passieren. Demnach gehörten der Löschgruppe 36 aktive Feuerwehrmänner und Frauen an. Sie fuhren in dieser Zeit 97 Einsätze und absolvierten 30 planmäßige und 39 außerplanmäßige Dienste. Den ehrenamtlichen Einsatz der Feuerwehrleute unterstützen zurzeit 235 passive bzw. fördernde Mitglieder.

Von diesen 97 Einsätzen sind den Feuerwehrleuten zwei in besonderer Erinnerung geblieben: Die Rettung einer trächtigen Kuh, die in die Lippe gestürzt war und sich nicht aus eigener Kraft an Ufer retten konnte. Der andere war der Brand eines Einfamilienhauses an der Straße Am Füllort. Hier hatte nach den Ermittlungen der Polizei einer der Hauseigentümer selbst das Feuer gelegt.

Gute Tradition ist, dass zur Jahresdienstbesprechung nicht nur der befreundete Oberadener Schützenverein eine Delegation schickt, sondern sich auch die Vertreter der Ratsfraktionen und der Verwaltung, an der Spitze Bürgermeister Roland Schäfer, sich bei den Feuerwehrleuten für die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit zum Wohl der Allgemeinheit bedanken.