Gedenkfeier für die 405 Opfer des schwersten Grubenunglück in der Geschichte des deutschen Steinkohlenbergbaus
Am 20. Februar 1946 ereignete sich auf der ehemaligen Schachtanlage Grimberg 3/4 in Weddinghofen das schwerste Grubenunglück in der Geschichte des deutschen Steinkohlenbergbaus. Wie in jedem Jahr wird am Montag, 20. Februar 2017 der 405 Todesopfer mit einer Gedenkfeier am Ehrenmal auf dem Friedhof „Am Spüdhang“ gedacht.
Der Knappenverein Glück Auf Weddinghofen und die Mitglieder der IG BCE Ortsgruppe Weddinghofen treffen sich um 10.30 Uhr am Parkplatz unterhalb des Ehrenmals. Um 10.45 Uhr gehen die Teilnehmer der Gedenkfeier gemeinsam zum Ehrenmal.
Die IG BCE und der Knappenverein legen dann gemeinsam einen Kranz nieder. Vertreter der RAG werden ebenfalls einen Kranz niederlegen.
Alle Bürgerinnen und Bürger aus Bergkamen und Umgebung sind ebenfalls zu dieser Gedenkfeier eingeladen.
TuRa-Wasserfreunde: Sechs Medaillen für Felix Wieczorek in Dortmund
Am vergangenen Wochenende nahmen zwei Schwimmerinnen und drei Schwimmer der Wasserfreunde TuRa Bergkamen am 35. Dortmunder Schwimmfest im Südbad teil. Dieser Wettkampf war, wie in jedem Jahr, wieder sehr stark besetzt. 575 Teilnehmer absolvierten insgesamt 3046 Starts.
Die erfolgreichen Schwimmerinnen und Schwimmer der TuRa-Wasserfreunde in Dortmund.
Die fünf Wasserfreunde erschwammen sich auf der Langbahn gemeinsam neun Medaillen und 23 persönliche Bestzeiten.
Über sechs Medaillen durfte sich Felix Wieczorek (Jg.2002) freuen. Felix siegte über 50m Rücken, wurde Zweiter über 200m Lagen, 50m Freistil und 100m Brust sowie Dritter über 50m Schmetterling und 100m Rücken, alles in persönlicher Bestzeit. Eine weitere Bestzeit schwamm er über 100m Freistil.
Marco Steube (Jg.2003) erschwamm sich eine Goldmedaille über 100m Schmetterling in persönlicher Bestzeit und eine Silbermedaille über 200m Schmetterling. Des Weiteren schlug Marco über 50, 100 und 200m Brust in neuer persönlicher Bestzeit an.
Maximilian Weiß (Jg.2002) bekam über 50m Freistil, in neuer persönlicher Bestzeit, eine Silbermedaille überreicht und freute sich über weitere Bestzeiten über 50 und 100m Schmetterling sowie 100m Freistil.
Mit weiteren persönlichen Bestzeiten glänzten Saskia Nicolei über 50, 100 und 200m Brust und Jana Vonhoff über 50m Schmetterling, 100m Freistil und 50, 100 sowie 200m Rücken.
Quadratmeter Baugrund kostete 2016 in Bergkamen bis zu 145 Euro
Ein eigenes Haus in Bergkamen zu bauen ist weiterhin im Vergleich mit den Nachbarkommunen preisgünstig. Jedenfalls dann, wenn es um den Kauf eines passenden Grundstücks geht. In guter Wohnlage kostete im vergangenen Jahr in Bergkamener der Quadratmeter rund 145 Euro. Der Kreisdurchschnitt lag bei 180.
Die Grundstückspreise im Kreisgebiet sind 2016 gestiegen. Dieses Fazit zog der Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Kreis Unna bei seiner Bodenrichtwertsitzung Anfang diesen Jahres.
Bodenrichtwerte sind Anhaltspunkte für den Wert eines Grundstücks. Sie werden einmal im Jahr vom Gutachterausschuss festgelegt. Dafür wurden aktuell 2.679 Kaufverträge ausgewertet. „Das entspricht einem Geldumsatz von 490 Millionen Euro“, erklärt Eva Börger, die Vorsitzende des Gutachterausschusses, und vermittelt so eine Vorstellung von der finanziellen Dimension.
Der durchschnittliche Kaufpreis pro Quadratmeter Bauland des individuellen Wohnungsbaues im Kreis Unna ist 2016 gestiegen. Einige Bodenrichtwerte wurden entsprechend angepasst. Aufgrund von Verdichtungen in Bau- bzw. Gewerbegebieten wurden 31 neue Bodenrichtwertzonen gebildet, wobei der Gutachterausschuss insgesamt 1.031 Bodenrichtwertzonen ausweist.
Kreisweit liegen die durchschnittlichen Kaufpreise für Bauland zwischen 140 Euro pro Quadratmeter in Fröndenberg und 210 Euro pro Quadratmeter in Schwerte. Diese Werte ermittelt der Gutachterausschuss anhand der Kauffälle aus dem vergangenen Jahr.
Tabelle mit den gebietstypischen Bodenrichtwerten nach Kommunen. Dabei wird die Lage für Wohnbauflächen (Ein- und Zweifamilienhäuser) in verschiedene Kategorien eingeteilt. Quelle: Kreis Unna
Der Durchschnittspreis für landwirtschaftlich genutzte Flächen stieg im Jahr 2016 von 4,40 Euro pro Quadratmeter auf 4,68 Euro pro Quadratmeter. Um eine bessere Übersicht über den Grundstücksmarkt im landwirtschaftlichen Bereich zu bekommen, wurde eine Dreiteilung des Zuständigkeitsgebietes durchgeführt.
So betragen die entsprechenden Bodenrichtwerte für den Nordkreis (Selm und Werne) 6,10 Euro pro Quadratmeter, für den Mittelkreis (Bergkamen, Kamen und Bönen) 4,40 Euro pro Quadratmeter und für den Südkreis (Fröndenberg, Holzwickede und Schwerte) 3,60 Euro pro Quadratmeter.
Das langjährige Mittel für forstwirtschaftlich genutzte Flächen beträgt rund 1,10 Euro pro Quadratmeter. Für das Jahr 2017 beträgt der entsprechende Bodenrichtwert 1,20 Euro pro Quadratmeter.
Hintergrund:
Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte ist für das Kreisgebiet (ohne Lünen und Unna) zuständig. Die Geschäftsstelle des Ausschusses ist beim Kreis im Fachbereich Vermessung und Kataster angesiedelt.
Die neuen Bodenrichtwerte sind ab sofort in der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses im Kreishaus Unna, Friedrich-Ebert-Straße 17, 59425 Unna, Zimmer B. 608, Telefon 0 23 03 / 27-11 68 zu erfragen. Der Grundstücksmarktbericht und die aktuellen Bodenrichtwerte sind ab dem 15. März auch kostenfrei über die Internetseite www.boris.nrw.de abzufragen.
Weddinghofener Lebensretter sind einzigartig
Die Löschgruppe Weddinghofen ist einzigartig. Hier gibt es nicht nur Feuerwehrmänner, die den New York-Marathon lässig absolvieren. In Weddinghofen findet man womöglich auch die einzige pinke Ausrüstung für weibliche Ehrenmitglieder sowie den einzigen Stadtbrandmeister „i.L. – in Lauerstellung“. Außerdem dürfte es der einzige Stadtteil sein, in dem inzwischen ganze Generationen schon vor der Schule eine Brandschutzerziehung erlebt haben.
Die Geehrten der Löschgruppe Weddinghofen auf einen Blick.
5.000 Kinder waren es mindestens, die Martin Schumacher in 22 Jahren mit dem Feuerwehrauto und vielen spannenden Ausrüstungsgegenständen besucht hat. In den vier örtlichen Kindertageseinrichtungen, in einem Kindergarten im Stadtteil Mitte und in der Ganztagsschule der Pfalzschule waren seine regelmäßigen Besuche echte Ereignisse. Außerdem hatten die Gegenbesuche der Abschlussgruppen stets einen festen Termin im Kalender des Feuerwehrhauses. Inzwischen sind längst die ersten Nachwuchskräfte in Weddinghofen eingerückt, die bei ihm die Brandschutzerziehung erlebt haben.
Besondere Ehre für Martin Schumacher und 22 Jahre Brandschutzerziehung.
Jetzt legt Martin Schumacher nach 22 Jahren sein wichtiges Amt ab. Nicht ohne ganz offene Tränen der Rührung, denn so ein Abschied tut weh, wenn mindestens eine ganze Generation an den eigenen Lippen gehangen hat. Und wenn dann noch die Erzieherinnen geschlossen mit einem riesigen Banner und Blaulicht anrücken, um sich zu bedanken – dann sind die Emotionen nicht mehr zu halten. „Er hat für die Feuerwehr und die Löschgruppe Weddinghofen die Herzen der Kinder erobert“, setzten die offiziellen Worte bei der Jahresdienstbesprechung am Samstag noch das i-Tüpfelchen des Lobes oben drauf. Dadurch ist die Brandschutzerziehung zu mehr als einer „allseits geschätzten Institution“ geworden.
Auch sonst kann die Löschgruppe stolz auf sich sein. 103 Einsätze haben die drei Feuerwehrfrauen und 37 aktiven Feuerwehrmänner unter Leitung von Petr Budde im vergangenen Jahr bewältigt. Das waren zwar 20 weniger als im Vorjahr. Der Ernst der Lage war jedoch oft genug lebensbedrohlich. So etwa am 1. Mai beim Kellerbrand in der Zentrumstraße, der sich just vor kurzem erst fast identisch wiederholte. Kurz darauf gab es einen Motorradunfall mit einer eingeklemmten Person auf der Lünener Straße. An der Landwehrstraße bei Kaufland brannte nur zehn Tage später eine ganze Baumhecke. Am 21. Juli hielt ein Großbrand in Kamen an der Lünener Straße/Koppelstraße auch die Weddinghofener Lebensretter in Atem. Brennendes Recyclingmaterial und ein Brand im Vorraum der Sparkasse an der Werner Straße: Es gab viel zu tun für die Löschgruppe.
Ganz nebenbei investierten die Feuerwehrleute auch noch ihre Freizeit in nicht weniger als 33 Termine für Übungen, Zugübungen, Unterrichtsdienste, kameradschaftliche Veranstaltungen und Sonderdienste. Hinzu kamen Lehrgänge, Seminare und Leistungsnachweise und sportliche Einsätze. Letzteres soll 2017 noch intensiviert werden, um die Kameradschaft zu intensivieren. Neu ist auch in Weddinghofen die Funktion als Vertrauensperson, die gemäß § 11 des BHKG (Gesetz über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz) als Bindeglied zwischen der Mannschaft und der Löschgruppenführung insbesondere die Kameradschaft stärken soll. In Weddinghofen übernimmt Andreas Schubert dieses neue Amt.
Ehrungen und Beförderungen
Auch das gibt es in Weddinghofen: Eine ganz besondere Ehrenausrüstung.
Geehrt wurden bei der Jahresdienstbesprechung Dennis Schubert für 10 Jahre, Ralf Bartsch für 40 Jahre und Gerd Miller für 50 Jahre Zugehörigkeit zur Freiwilligen Feuerwehr. Zudem gab es Beförderungen: Vanessa Vehring (Feuerwehrfrauanwärterin), Dennis Schade und Matthias Krause (Feuerwehrmann), Marcel Klahold, Adrian Bussek, Marcel Berg und Max Matthies (Oberfeuerwehrmann), Kerstin Deppe (Oberfeuerwehrfrau), Kirsten Birk und Tobias Birk (Unterbrandmeister), Andreas Heer (Oberbrandmeister) und Peter Budde (Brandoberinspektor).
Großen Raum nahm die Fortbildung ein: Matthias Krause und Dennis Schade (Grundlehrgang), Jan Lipinski (Führerschein Klasse C), Kirsten Birk und Tobias Birk (Truppführer-Lehrgang FII), Andreas Schorn (ABC 1-Lehrgang), Max Matthies (Sprechfunker-Lehrgang), Jan Lipinski und Andreas Schorn (Maschinisten-Lehrgang FAS), Ralf Bartsch, Jürgen Birk, Berthold Boden, Peter Budde und Andreas Schorn (Seminar BHKG), Peter Budde (F/B V-1), Peter Budde (S Einsatzübungen (A)), Berthold Boden (F Ausbilder), Ralf Bartsch (S Presse), Jürgen Birk (Sicherheitsbeauftragter), Hauke Geipel und Andreas Heer (Fortbildung im Rettungsdienst).
Zusätzlich haben Frank Bartsch und Martin Golombek das Deutsche Sportabzeichen erworben. Frank Bartsch absolvierte die klassische Distanz beim Berlin Marathon in Einsatzuniform mit Atemschutzgerät und schaffte bei seiner ersten Teilnahme den New York-Marathon. Dorfabitur und 112 Jahre Feuerwehr rundeten ein ereignisreiches Feuerwehrjahr in Weddinghofen ab.
„In Lauerstellung“ sind wohl nur in Weddinghofen besonders verdiente Menschen, die für das leibliche Wohl mit Grünkohl sorgen.
Projekt „Wir sind Bergkamener.de“ stellt sich mit einem Video auf Youtube vor
Jetzt kommt noch mehr Bergkamen ins Netz. Vor vier Jahren, am 1. Februar 2013, ging die Facebook-Seite „Bergkamener Nachrichten“, die stark mir Internetseite „Bergkamen-Infoblog“ verbandelt ist, an den Start. Vor einigen Monaten gesellte sich die Facebook-Seite „Wir in Bergkamen“ dazu. Am vergangenen Freitag kam jetzt „Wir sind Bergkamener.de“ dazu.
Obwohl der Name auf eine Internet-Seite deutet, handelt es sich hier um einen Youtube-Kanal, der vom Bergkamener Fotografen Bernd Falkenberg sowie dem Gästeführer Detlef Göke. Bernd Falkenberg will zu diesem Projekt beisteuern. Angekündigt sind bewegte Bilder vom jüngstem Hafenfeuer.
Zurzeit gibt es auf diesem Youtube-Kanal nur ein Video zu sehen. Vor den Hintergrund der Marina Rünthe erklären Bernd Falkenberg und Detlef Göke ihre Pläne. Man darf gespannt sein, was da noch alles kommen wird.
Info-Veranstaltung „Zurück in den Beruf“ im Treffpunkt der VHS Bergkamen
Am Mittwoch, 15. Februar, lädt Martina Leyer, Beauftragte für Chancengleichheit bei der Agentur für Arbeit Hamm, in der Zeit von 9:30 bis ca. 12:00 Uhr interessierte Frauen zur Veranstaltung „Zurück in den Beruf“ in die Räumlichkeiten der Volkshochschule(„Treffpunkt“), Lessingstraße 2, in Bergkamen, ein. Sie wird in Kooperation mit der Stadt Bergkamen durchgeführt.
Martina Leyer von der Agentur für Arbeit Hamm gibt interessierten Frauen und Männern hilfreiche Tipps für den beruflichen (Wieder-)Einstieg.
Viele Frauen möchten gerne, z. B. nach einer Familienphase, den beruflichen Neustart wagen. Nur, welche Art von Stelle passt zu den eigenen Fähigkeiten und Neigungen? Wie findet man geeignete Angebote, z. B. in Online-Stellenbörsen? Ist ein Einstieg auch in Teilzeit möglich? Frau Martina Leyer von der Agentur für Arbeit gibt interessierten Frauen in entspannter Atmosphäre hilfreiche Tipps zum Wiedereinstieg. In diesem Zusammenhang werden auch berufliche Alternativen, wie z. B. zur Existenzgründung, aufgezeigt. Der Rahmen der Veranstaltung bietet genügend Raum, um eigene Fragen zu stellen.
„Für den beruflichen (Wieder-)Einstieg gibt es kein Patentrezept“, weiß Martina Leyer von der Agentur für Arbeit Hamm. „Wichtig ist aber, dass man weiß, welche Möglichkeiten und Unterstützungsangebote es gibt, um für sich den individuellen Weg zu planen. In dieser Veranstaltung erfahren Interessierte, wo es welche Informationen gibt, was die Agentur für Arbeit an Unterstützung bieten kann. Es sind auch und vor allem diejenigen angesprochen, die noch nicht bei der Agentur für Arbeit gemeldet sind.“
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Eine vorherige Anmeldung bei der Arbeitsagentur in Hamm ist nicht erforderlich. Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe „Zurück in den Beruf“, die während des ganzen Jahres in den Städten Hamm, Lünen, Kamen, Unna, Schwerte und Bergkamen durchgeführt wird, erteilt Frau Martina Leyer, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, Agentur für Arbeit Hamm, Tel. 02381-9102167, E-Mail: Hamm.BCA@arbeitsagentur.de.
BergAUF für Sanierung von Hallen- und Wellenbad oder Neubau eines Kombibads mit Außenbecken und Liegewiese
Die Fraktion von BergAUF macht sich weiterhin für die Sanierung des bestehenden Hallenbads in Bergkamen-Mitte und des Wellenbads in Weddinghofen stark. „Sollte es aber einen kompletten Neubau geben,“ so der Fraktionsvorsitzende Werner Engelhardt, „dann sollte er auf jeden Fall, wie in Lippstadt, ausreichend Möglichkeiten bieten, auch im Freien zu schwimmen, zu spielen und zu ruhen. Ein echter Freibadanteil ist für eine 50.000-Einwohner-Stadt und die darin lebenden Menschen unverzichtbar.“
BergAUF besteht darauf, dass es weiterhin Bergkamen einen Wasserspaß im Freien geben soll – zusätzlich zum Naturfreibad in Heil.
BergAUF kritisiert, dass Bürgermeister, SPD und Grüne von einem Freibad oder Außen-Schwimmbecken für das Kombibad abrücken würden und dies nie ernsthaft gewollt hätten. Als Argument gegen einen Freibadanteil werde die – unbestrittene – Schönheit vom „Narturfreibad Heil“ ins Feld geführt. „Das freilich existiert seit über 100 Jahren, auch neben städtischen Freibädern her, und wird vom Schwimmverein Heil mit sehr viel ehrenamtlichem Engagement betrieben. Die Stadt hat dafür in all den Jahren keinen Finger krumm und keinen Euro lockergemacht“, heißt es in einer Erklärung der Fraktion.
BergAUF vermutet, dass der Begriff „Kombibad“ vom Bürgermeister und stellvertretenden GSW-Aufsichtsratsvorsitzenden Roland Schäfer ins Spiel gebracht worden sei, um den Bürgern die Schließung von Frei- und Hallenbad schmackhaft zu machen. BergAUF: „Wer also, wie Bürgermeister Schäfer und die SPD-Fraktion, den vielbeschworenen ‚Konsens in der Bäderfrage‘ will, der sollte nicht versuchen, Öffentlichkeit und andere Fraktionen von Anfang an mit solchen Wortspielereien über den Tisch zu ziehen!“
Grabschmuck auf dem Parkfriedhof gestohlen: Drei tatverdächtige Bergkamener festgenommen
Seit November des Jahres wurde mehrmals auf dem Parkfriedhof in Weddinghofen Grabschmuck gestohlen. Jetzt hat die Polizei drei Tatverdächtige festgenommen. Außerdem sucht sie nach den Eigentümer von sichergestelltem Eigentum
Wem gehört dieser Grabschmuck?
Gestohlen wurden Figuren, Schalen, Becher und mehr, hauptsächlich aus Metall. In vielen Fällen wurden die Gegenstände gewaltsam aus den Grabstätten entfernt. Jetzt konnten drei Männer aus Bergkamen festgenommen werden, die für etwa 20 Diebstähle in Betracht kommen.
Ein Zeuge meldete sich bei der Polizei, nachdem er bei einem Verkaufsportal im Internet die dort angebotenen Stücke entdeckt hatte. Bei der Durchsuchung der Wohnung der 28, 21 und 15 Jahre alten Männer in Bergkamen wurde dann auch reichlich Diebesgut gefunden. Einige Figuren konnten bestimmten Diebstählen zugeordnet werden, es wurden aber noch weitere Stücke aufgefunden, deren Herkunft noch nicht geklärt ist.
Die drei Verdächtigen wurden zunächst zur Polizei gebracht, wo sie nach ihrer Vernehmung wieder entlassen wurden. Auf dem beigefügten Foto sind sichergestellte Gegenstände abgebildet, die noch keiner Tat zugeordnet werden können. Die Polizei sucht die Besitzer der Stücke. Melden können sie sich bei der Polizei Bergkamen unter 02307 921 7418 oder 921 0.
Sprechstunde für Gründungsinteressierte im Rathaus – Eine Anmeldung ist notwendig
Der Weg in die Selbstständigkeit sollte gut vorbereitet werden. Die Sprechstunde im Rathaus bietet die Möglichkeit, die Gründung Schritt für Schritt umzusetzen und alle Gründungsformalitäten zu erledigen. Bei allen Fragen rund um das Thema „Sich selbstständig machen“ bietet das STARTERCENTER NRW Kreis Unna kostenlose Unterstützung aus einer Hand.
Sylke Schaffrin-Runkel (WFG Kreis Unna, links im Bild) während der Existenzgründungsberatung.
Am Dienstag, 14. Februar, ab 8.30 Uhr berät Sylke Schaffrin-Runkel vom STARTERCENTER NRW der Wirtschaftsförderung Kreis Unna Gründungsinteressierte und JungunternehmerInnen, die eine Selbstständigkeit planen oder sich im Aufbau befinden.
Beschäftige, Arbeitslose oder Freiberufler sind eingeladen, sich über Angebote zur Existenzgründung oder Unternehmensentwicklung beraten zu lassen. Egal ob zur Gründung im Nebenerwerb oder Vollerwerb. Diese Sprechstunde richtet sich auch an Personen, die eine Gründungsidee haben und sich mit der Frage beschäftigen, ob es sich „lohnt“, diese weiterzuverfolgen.
Für die persönliche Beratung im Rathaus Bergkamen in Raum 106 im 1. OG, ist eine Terminabsprache unter Tel. 02303-272590 oder per E-Mail an s.schaffrin-runkel@wfg-kreis-unna.de unbedingt erforderlich.
Weitere Termine für die Gründungsberatung sind im Rathaus immer am zweiten Dienstag im Monat.
LWL erzählt multimediale Geschichten: Wie schwerstbehinderte Menschen mit Technik ihr Leben meistern
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) erzählt jetzt Geschichten. Keine Märchen, sondern Geschichten aus dem Leben – unterstützt durch Videos, animierte Grafiken und Fotos. Zu finden sind sie auf der Internetstartseite http://lwl.org. Mit einem Klick auf den Knopf „LWL-Report“ gelangt man zum multimedialen Dossier des LWL „Wie wollen wir leben?“.
Im Apartmenthaus in Bochum für Menschen mit und ohne Behinderung: Mithilfe eines Holzstabs bedient Marc Szymkowiak die PC-Tastatur. Foto: LWL/Steffen
Im Mittelpunkt stehen Menschen mit schwersten Behinderungen, die in einem Apartmenthaus in Bochum durch ausgeklügelte Technik ein selbstbestimmtes Leben führen können – zum Beispiel mit berührungsloser Türöffnung und absenkbaren Türschwellen. Die zweite Geschichte zeigt, wie Menschen verschiedenen Alters, mit und ohne Behinderung mitten in Bochum in einem Quartier zusammenleben. Und als Drittes fragt der LWL die Experten: „Wird Technik irgendwann zu einer besseren Betreuung führen?“
Prof. Dr. Helge Ritter (Universität Bielefeld) forscht unter anderem dazu, wie Wohnen und Leben durch Technik komfortabler und selbstbestimmter werden können. Im Hintergrund: Avatar Billie, der Menschen bei der Planung der Tagesabläufe unterstützt. Foto: LWL/Steffen
„Am besten bleiben uns Dinge im Gedächtnis, wenn besonders viele Sinne angesprochen werden. Genau das machen wir uns mit diesem innovativen Format zunutze“, sagt LWL-Direktor Matthias Löb.
„Wir möchten mit dem Dossier noch intensiver als bisher vermitteln, wie der LWL arbeitet.“ „sagt Michaela Thier aus der LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die das Projekt betreut. Beim Einsatz von Technik für Menschen mit schwersten Behinderungen sei der Verband zum Beispiel in einer Vorreiterrolle. „Wir zeigen in Bilderstrecken, wie die Menschen technikunterstützt wohnen und in kurzen Videos, wie sie darüber denken. Wir lassen LWL-Experten zu Wort kommen und auch Fachleute aus der Wissenschaft, die den LWL beraten.“
Zum Dossier gehört eine Chronik, die wichtige Ereignisse aus dem vergangenen LWL-Jahr noch einmal in Kurzform Revue passieren lässt. Auch Zahlen und Daten zum LWL sind – zum Teil in animierter Form – im neuen Format zu finden. Ebenso kommen in der Rubrik „Stimmen aus der Politik“ der Vorsitzende der LWL-Landschaftsversammlung, die Vorsitzenden der Fraktionen und Sprecher der Gruppen zu Wort.
Der LWL-Report ersetzt den bisherigen Geschäftsbericht. Weitere Reporte sollen folgen.
Schüler aus Schweden experimentieren in der Bayer-Ausbildung
Das Betreuen von Schülergruppen ist für die Ausbildung von Bayer in Bergkamen längst nichts Besonderes mehr. Fast jede Woche nutzen Schulen aus dem Umfeld des Standorts die Möglichkeit, in den Laboren und Werkstätten zu experimentieren und handwerkliche Fertigkeiten zu trainieren. Eher selten sind dagegen internationale Gäste – so wie kürzlich beim Besuch von Schülerinnen und Schülern der Ängelholms Gymnasieskola aus Schweden. Initiiert hatte den Austausch deren Partnerschule, die Gesamtschule Kamen.
Konzentriert folgten die schwedischen Schülerinnen und Schüler den Ausführungen von Bayer-Azubi Robin Schmitz (l.). Foto: Bayer AG
Das zweitägige Programm stand zunächst ganz im Zeichen naturwissenschaftlichen Arbeitens und Experimentierens. Unter Anleitung von Ausbilder Jürgen Brückner sowie der angehenden Chemikanten Robin Schmitz, Hendrik Tölle, Alexander Scheermann und Asena Oezcan übten die insgesamt zwölf schwedischen Gymnasiasten das Verändern des genetischen Codes der DNA, das Züchten, Verdünnen und Zählen von Lebendzellen sowie das Identifizieren von Mikroorganismen. Für Ausbildungsleiter Karl Heinz Grafenschäfer sind solche Aktionen fester Bestandteil des Maßnahmenpakets, mit dem der Bayer-Standort Bergkamen über die eigenen Interessen hinaus gesellschaftlich Verantwortung übernimmt: „Als forschungsorientiertes Unternehmen ist es für uns selbstverständlich, junge Menschen für Naturwissenschaften zu begeistern.“ Zumal es den Schulen oft an der notwendigen technischen Ausstattung für entsprechende Versuche fehle.
Gefördert wurde aber nicht nur wissenschaftliches Denken und Handeln. Auch der Austausch und die Zusammenarbeit profitierten von den gemeinsamen Experimenten. „Es ist toll zu erleben, wie unkompliziert junge Menschen sprachliche Barrieren überwinden und wie schnell sie zusammenfinden“, stellte Jürgen Brückner fest. Sein Eindruck bestätigte sich am zweiten Tag bei einer Führung durch die Mikrobiologie. Interessant war dieser Programmpunkt für die Gäste auch deshalb, weil sie an ihrer Schule Biologie als Schwerpunktfach belegen.