Damenmannschaft der Wasserfreunde steigt in Südwestfalenliga auf

Am vergangenen Sonntag nahm die Damenmannschaft der Wasserfreunde TuRa Bergkamen sehr erfolgreich am Deutschen Mannschaftswettbewerb (DMS) in der Bezirksklasse teil.

Der Wettkampf war in zwei gleiche Abschnitte mit 13 verschiedenen Strecken eingeteilt. Jede Schwimmerin durfte maximal vier Mal schwimmen und davon keine Strecke doppelt. So startete Carina Blank über 400m Freistil, Rebecca Jütte über 100m Schmetterling sowie 50 und 100m Freistil, Lisa-Marie Kardatzki über 100 und 200m Schmetterling, Kristin Kruse über 200m Lagen sowie 100 und 200m Brust, Saskia Nicolei über 200m Lagen sowie 100 und 200m Brust, Victoria Reimann über 400m Lagen, 800m Freistil und 100m Rücken, Ann-Kathrin Teeke über 100 und 200m Rücken sowie 100 und 200m Freistil, Jana Vonhoff über 400 und 800m Freistil sowie 200m Rücken und Lisa Weber über 200m Schmetterling, 400m Lagen, 50 und 200m Freistil.

Die neun TuRanerinnen lieferten sich spannende Wettkämpfe mit sechs anderen Mannschaften um einen der ersten beiden Plätze, die den Aufstieg in die Südwestfalenliga bedeuteten. Kräftig angefeuert wurden sie dabei von Louisa Blank, Kristina Jungkind, Kevin-Noah Kaminski, Marco Steube und Maximilian Weiß.

Der Einsatz der Schwimmerinnen und ihrer Begleiter, sowie die geschickte Einteilung der einzelnen Strecken durch ihren Trainer Tobias Jütte, haben sich am Ende ausgezahlt. Die Wasserfreunde steigerten ihre Punktzahl von 8317 auf 8869 Punkte und belegten am Ende den zweiten Platz. Somit war der erhoffte Aufstieg in die Südwestfalenliga endlich geschafft. Abschließend lobte der Trainer die Mannschaft für ihre guten Leistungen, mit den er mehr als zufrieden war. Zudem freuen sich Damen und Herren natürlich im nächsten Jahr wieder gemeinsam schwimmen zu können.

Des Weiteren starteten am vergangenen Samstag eine Schwimmerin und zwei Schwimmer beim Internationalen Hörder Schwimmfest.

Anoj Amirthalingam (Jg.2003) erschwamm sich ein Silbermedaille über 200m Brust. Anuja Amirthalingam und Max Gregor Schäfer freuten sich über persönliche Bestzeiten.




Antenne Unna sieht sich als das Erfolgsprogramm im Kreis

Zweimal im Jahr bekommen die Radioprogramme in NRW Zeugnisse: Dann nämlich werden die Ergebnisse der Elektronischen Medienanalyse veröffentlicht. Mit den heute erschienenen Daten der E.M.A. 2017 I steht Antenne Unna so gut wie nie zuvor da. Der Durchschnittshörer beschert dem Sender eine Verweildauer von 230 Minuten. Der Sender erreicht einen Marktanteil von 38,9 Prozent (Mo. – So.) und liegt damit deutlich vor 1LIVE und WDR 2, die addiert auf einen Marktanteil von 34,4 Prozent kommen.

Foto: Antenne Unna

„Gerade erst hatte Antenne Unna den 25. Geburtstag gefeiert, schon gibt es wieder Anlass zum Feiern“, freut sich der Vorsitzende der Veranstaltergemeinschaft des Senders, Dr. Horst Hensel. Tatsächlich erreicht Antenne Unna in allen relevanten Kategorien Allzeit-Bestwerte und setzt sich damit deutlich vom Wettbewerb ab:

In der Tagesreichweite erzielt Antenne Unna 37,2 Prozent (Hörer gestern, Mo. – Fr.). Bei den Stammhörern (Mo. – So., haben den Sender an 4 von 6 Werktagen gehört) erreicht das Lokalradio 44 Prozent. Deutlich dahinter rangieren 1LIVE (27,8%), WDR 2 (29%) und WDR 4 (17,6%).

Antenne Unna-Chefredakteur Thorsten Wagner ist besonders beeindruckt von der Verweildauer in Höhe von 230 Minuten. „Das ist nicht nur Bestwert in der Geschichte von Antenne Unna, mit 230 Minuten hat unser Team auch den Platz 1 unter den Lokalradios in NRW erklommen.“

Der Erfolg von Antenne Unna kommt nicht von ungefähr: Der Sender hat in den vergangenen zwei Jahren sein Programm konsequent auf einen Mix aus lokalen Themen für den ganzen Kreis Unna und relevanten überregionalen Infos ausgerichtet. „Und der Kreis ist ne runde Sache“ ist nicht nur ein Spruch, erklärt Thorsten Wagner. „Wir haben uns zur Aufgabe gemacht, unseren Hörern ein echter und verlässlicher Begleiter durch den Tag zu sein, der unterhält, informiert, ansprechbar ist und anpackt.“ Als wesentlicher Erfolgsfaktor wird auch die lokale Sendezeit-Ausweitung auf 12 Stunden täglich genannt. Zudem genießen die Top-Moderatoren Lothar Baltrusch, Jenni Hansen, Jaqueline Kindling und Christine Pilger eine ausgesprochen hohe Akzeptanz bei den Hörern von Antenne Unna.        




„Aktion Kleider machen Leute“: Neue Uniformen für Kinder der Partnerschule in Princess Town

Der Nationalfeiertag am 6. März wurde von der Partnerschule der Martin-Luther-Kirchengemeinde in Princess Town / Ghana ausgewählt, um die neuen Uniformen den Schülerinnen und Schülern zu übergeben und in der Öffentlichkeit bei den Feierlichkeiten zu präsentieren. Neu am Design ist das Schullogo auf dem Brustteil.

Die Kinder der Partnerschule in Princess Town / Ghana sind stolz auf ihre neuen Schuluniformen. Foto: Martin-Luther-Kirchengemeinde

Die Ev. Martin-Luther-Kirchengemeinde hatte von den Herbstferien bis Weihnachten die „Aktion Kleider machen Leute“ ausgerufen. Dank vieler Spenden und Kollekten sind ca. 3000 Euro gesammelt worden, genug, um alle 253 Schülerinnen und Schüler einzukleiden. Das Nähen der Bekleidung hat nun noch einmal gute zwei Monate gedauert.

Nicht nur die Schülerinnen und Schüler freuen sich über die neue Bekleidung, auch die Kirchengemeinde freut sich mit und dankt noch einmal allen in Bergkamen, die sich daran beteiligt haben.

Weiterhin sucht die Kirchengemeinde Menschen, die bereit sind, regelmäßig einen Beitrag zu leisten. Die monatliche Unterstützung, den die Gemeinde zum Unterhalt der Schule leistet beträgt 400 Euro und speist sich ebenfalls aus Spenden und Kollekten.




Neues Fachmarkt- und Shoppingcenter in der neuen Bergkamener Mitte soll bis Ende 2019 fertiggestellt sein

Die Bergkamener werden sich noch ein wenig gedulden müssen, bis das ehemaligen City-Einkaufszentrum wieder auferstanden ist. Nach dem Kauf der „Turmarkaden“ vor wenigen Tagen fängt die neue Eigentümerin, die LIST Retail Development aus Oldenburg, praktisch wieder bei null an. Die bereits erstellte Baugenehmigung für den Umbau will sie nicht übernehmen, sondern alles neu Planen, wie Michael Garstka, geschäftsführender Gesellschafter von LIST Retail Development, am Dienstag im Rathaus in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bürgermeister Roland Schäfer und dem 1. Beigeordneten Dr. Hans-Joachim Peters erklärte. Garstka rechnet damit, dass die neuen Pläne Ende dieses Jahres genehmigt werden können. Der Umbau könnte dann Mitte oder Ende 2019 abgeschlossen sein.

Stellten am Dienstag im Rathaus die Pläne für die ehemaligen Turmarkaden vor (v. l.): Dr. Hans-Joachim Peters, Michael Garstka, Bernd Schäfer als Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses und Bürgermeister Roland Schäfer.

Nach langem Stillstand kommt wieder Bewegung in die Neugestaltung der Turmarkaden. Ende Februar hat die Projektentwicklungsgesellschaft LIST Retail Development aus Oldenburg den Kaufvertrag für die Immobilie unterzeichnet. In den kommenden zweieinhalb Jahren soll das Gebäude vollständig entkernt und anschließend neugestaltet werden.

Michael Garstka, geschäftsführender Gesellschafter von LIST Retail Development, zeigte sich begeistert von dem Projekt: „Die Turmarkaden sind für uns ein äußerst attraktives Revitalisierungsprojekt. Wir haben hier einen bekannten Standort mit vorhandenem Planungsrecht und regen Mieterinteresse – mit einer bedarfsgerechten Lösung können wir hier einen wichtigen Beitrag zu einer positiven Stadtentwicklung beitragen.“

Zeitgemäße Mischung aus Fachmarkt- und Shopping-Center

Michael Garstka

Entwickelt wird ein sogenanntes Hybridcenter – eine Mischung aus Fachmarkt- und Shopping-Center, die sowohl mit verschiedenen Bekleidungsgeschäften, einer Mall mit hoher Aufenthaltsqualität und einem Gastronomieangebot als auch mit einer starken Nahversorgungsorientierung mit Produkten des täglichen Bedarfs punktet. Weitere Details erläutert Michael Garstka: „Wir sind mit vielen potenziellen Mietern bereits im Gespräch. Zu den Interessenten zählen Anbieter aus dem Lebensmittelbereich sowie aus den Bereichen Elektro, Drogerie, Schuhe, Textil, Sport und Gastronomie. Das Souterrain im ebenerdig zugänglichen Untergeschoss zur Zentrumstraße werden wir aufgrund der vorhandenen Mieter wahrscheinlich nur marginal verändern. Im Obergeschoss planen wir Fitness- und Büroflächen. Im ehemaligen Sparkassengebäude planen wir die Ansiedlungen eines Betreibers aus dem Dienstleistungssektors.“

Die neue Mitte Bergkamens

Mit dem Center verbinden die Stadt Bergkamen und LIST Retail Development gleich zwei Ziele: Zum einen soll ein neues Einkaufserlebnis geschaffen und das Nahversorgungsangebot aufgewertet werden. Zum anderen soll aber auch eine neue Mitte für Bergkamen entstehen. Gemeinsam mit dem Rathaus, der Sparkasse, dem zentralen Omnibus-Bahnhof und den gegenüberliegenden Einkaufsmöglichkeiten wird das Center zum zentralen Ort der Stadt.

Bauarbeiten könnten Anfang 2018 starten

Auch, wenn der Kaufvertrag gerade erst beurkundet ist, kann Michael Garstka bereits eine konkrete Auskunft über seine Zeitpläne geben: „Bis Mitte des Jahres wollen wir einen Großteil der Mietverträge zum Abschluss gebracht haben. Im zweiten Schritt werden wir dann den Bauantrag einreichen.“ Liegt die Baugenehmigung wie geplant bereits Ende des Jahres vor, kann das Unternehmen schon Anfang kommenden Jahres mit den Bauarbeiten, die laut Michael Garstka voraussichtlich eineinhalb bis zwei Jahre Zeit in Anspruch nehmen, starten.

Infos

  • Ende Februar haben der aktuelle Besitzer CharterHaus, vertreten durch DERECO, Köln und der Projektentwickler/Investor LIST Retail Development den Kaufvertrag über die Turmarkaden beurkundet.
  • Die LIST Retail Development GmbH & Co. KG ist auf die Entwicklung und Revitalisierung von Handelsimmobilien spezialisiert. Sie ist ein Unternehmen der LIST Gruppe, einer Holding, die bundesweit Immobilien finanziert, entwickelt, plant und baut.
  • Geplant ist eine Investition im mittleren zweistelligen Millionenbereich.
  • Die Turmarkaden mit ihren ca. 56.000 m² Bruttogrundfläche sollen komplett entkernt und voraussichtlich bis zum Sommer 2019 vollständig revitalisiert werden. Die Fassade wird neugestaltet!
  • Einen Namen hat das neue Shopping- und Fachmarktcenter noch nicht. Klar ist für Garstka: Es wird weder „Turmarkaden“ noch „BergGalerie“ heißen.

 




Kriminalstatistik 2016: Bekämpfung der Einbruchskriminalität bleibt Arbeitsschwerpunkt der Polizei

Die Bekämpfung der Einbruchskriminalität bleibt ein Arbeitsschwerpunkt der Polizei der Kreispolizei Unna. Allerdings wurde bei der Vorstellung der Kriminalstatistik 2016 durch Landrat Michael Makiolla auch deutlich, dass es im vergangenen Jahr auch einen leichten Rückgang bei den Einbrüchen von 1.184 in 1025 um -12,25 % auf jetzt 1.039 Fälle gegen hat. Rückläufig ist allerdings die Aufklärungsquote von 19,43 % auf 15,11. Bemerkenswert sei, so Kriminaldirektor Frank Kujau der am 20. Februar, die Leitung der Direktion Kriminalität der Kreispolizeibehörde Unna übernommen hat, die hohe Zahl der versuchten Einbrüche. Die Polizei führt dies auf die verstärkten Schutzmaßnahmen der Haus- und Wohnungseigentümer zurück.

Foto: Polizei

Etwas anders sieht es allerdings in Bergkamen aus. Hier ist die Zahl der Einbrüche von 129 auf 150 gestiegen. Geklettert ist auch die Zahl der Aufgeklärten Einbrüche, dies allerdings nur im bescheidenen Rahmen von sieben in 2015 auf 12.

Für alle Straftaten in Bergkamen sieht die Aufklärungsquote mit jeweils über 50 Prozent in diesem und vergangenen Jahr wesentlich besser. Hier ist die Zahl aller Fälle leider 2.805 auf 2.977 gestiegen. Trotz dieser Zunahme sehen diese Zahlen immer noch etwas besser als für die vergleichbaren Städte Kamen und Schwerte. Ein wesentlicher Beitrag dazu war der weitere Rückgang im Bereich der Straßenkriminalität, die von knapp 1000 Fällen in 2012 auf jetzt rund 600 Fälle gesunken ist.

Gut ein Viertel aller Straftaten werden von jungen Menschen bis zum Alter von 21 Jahren begangen. Ihr Anteil an der Bevölkerung liegt im Bereich der Kreispolizei Unna bei 19,48 Prozent. Bemerkenswert ist auch, dass drei Viertel aller Straftaten nach Angaben der Polizei von Deutschen begangen werden und nur 7,50 Prozent von Asylbewerbern, obwohl mancher Bürger ihren Anteil an der Gesamtkriminalität als wesentlich höher einschätzt.

 




Bergkamen feiert zum 33. Mal den Internationalen Frauentag

Bergkamen feiert am kommenden Sonntag, 12. März, ab 11 Uhr im Treffpunkt an der Lessingstraße zum 33. Mal den Internationalen Frauentag unter dem Motto: AUFGERÄUMT von und mit Jule Vollmer. 

Wer kennt das nicht? Über die Jahre sammeln sich Erinnerungsstücke an – innerlich und äußerlich …  

Felicitas entschließt sich an ihrem 23. Hochzeitstag auszumisten. Dabei befördert sie die interessantesten Dinge zu Tage. Und jedes Stück hat seine eigene Geschichte – Felicitas erzählt und besingt sie mit viel Humor und Selbstironie. Ein witziges, philosophisches, berührendes und ermutigendes, vor allem aber menschliches Spiel einer Frau mit ihren Erinnerungen – einer Frau, die vom Leben noch viel erwartet …

Das Frauentagsteam erwartet die Gäste ab 10:30 Uhr mit einem kleinen Sektempfang.

Der Eintritt beträgt 3 Euro.

Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Das Frauentagteam hat schon vorab festgelegt, das der  Erlös der diesjährigen Feier jeweils zur Hälfte dem Bergkamener Mädchen- und Frauennetzwerk für Projekte und Öffentlichkeitsarbeit sowie dem Frauenforum im Kreis Unna e. V. zur Unterstützung eines Präventionsprojektes zur Verfügung gestellt wird.

Hier ist der Flyer zur Veranstaltung als Download: Programm_Frauentag_2017

 

 

 




Demokratie muss gelernt werden – auch schon im Kindergarten

Partizipation in Kindertageseinrichtungen, das bedeutet Mädchen und Jungen schon früh mitbestimmen und mitentscheiden zu lassen. Um die Teams in den 25 Kitas des Ev. Kirchenkreises Unna zu unterstützen und ihnen bei der Umsetzung des gesetzlichen Auftrages (Beteiligungs- und Beschwerderecht; SGB VIII) zur Seite zu stehen, wurden jetzt die ersten beiden Multiplikatorinnen in einer fast einjährigen Qualifizierung ausgebildet.

Mit einem Zertifikat schlossen Susanne Landsberg (2.v.l.) und Sandra Niggemeier (3.v.l.) die Ausbildung zur Multiplikatorin ab. Die intensive Schulung wurde von Rüdiger Hansen (r.) und Prof. Dr. Raingard Knauer (l.) durchgeführt. Fotos: Kirchenkreis Unna

Sandra Niggemeier (Fachberaterin im Referat für Kindertagesstätten) und Susanne Landsberg (Pädagogische Mitarbeiterin der Familienbildung) vom Ev. Kirchenkreis Unna nahmen am ersten Lehrgang der Bertelsmann Stiftung teil. Rund 400 Stunden büffelten sie für ihr Zertifikat, nahmen an sechs Theorieeinheiten in Zeuthen teil und entwickelten praxisbezogen mit den Erzieherinnen der Kita Billmerich ein Beteiligungsprojekt für Kinder.

Projektarbeit in der Kita Billmerich: Zu Beginn erfolgte das Sammeln von Projektschritten. Foto: Kirchenkreis Unna

Als Multiplikatorinnen werden sie zukünftig die Schulung und Begleitung aller Kita-Teams im Kirchenkreis übernehmen – also auch in Bergkamen. Viel mehr noch, denn mit Susanne Landsberg, die vorwiegend für die Elternarbeit in der Familienbildung des Ev. Kirchenkreises zuständig ist, werden auch die Mütter und Väter mit eingebunden.

Dabei war die Teilnahme an der Fortbildung der Bertelsmann Stiftung „Mitentscheiden und Mithandeln in der Kita“ mehr als ein Glücksfall. Der Ev. Kirchenkreis Unna gehörte zu den 16 Trägern mit insgesamt rund 1.000 Kitas, die an der ersten Qualifizierung dieser Art teilnehmen konnten. Insgesamt hatten sich 385 Träger beworben. Weitere vier Multiplikatorinnen wird der Ev. Kirchenkreis Unna nun ausbilden lassen. Mit der Schulung begonnen haben inzwischen die Kita-Leiterinnen Andrea Woller aus Methler, Iris Hiepe aus Bergkamen, Alexandra Bartosch aus Rünthe und Almut Böckmann aus Kamen.

Im Beteiligungsprojekt der Kita Billmerich, das von Niggemeier und Landsberg im Rahmen ihrer Ausbildung mit dem Kita-Team erarbeitet wurde, ging es um die Einrichtung einer Bibliothek. Hier galt es zusammen mit den Erzieherinnen die Partizipation, also die Mitbestimmung der Kinder, zu konkretisieren und mit Leben zu füllen. So wurde beispielsweise erarbeitet, wie Kinder in den Meinungsbildungs- sowie Entscheidungsprozess mit eingebunden werden können. Über Gremien und Ausschüsse wurden zehn Raumvorschläge von den Kindern gesammelt. In geheimer Wahl entschieden sich die Mädchen und Jungen schließlich für einen Raum, den Platz des Spielhauses. Jetzt muss entschieden werden, wie die Bibliothek ausgestattet wird, mit Regalen oder Kisten, mit Stühlen oder Sitzkissen. All das passiert wiederum im Mitbestimmungsprozess.

Ziel ist es, damit die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu fördern und die Einrichtung selbst als einen demokratischen Ort zu entwickeln – die Kinder sollen mitreden, mitbestimmen und mitmachen.

Info:

Beteiligung und Mitbestimmung

Ein Rechtsanspruch auf Beteiligung ist im Sozialgesetzbuch (SGB VIII) festgelegt. Bildungseinrichtungen haben in einer demokratischen Gesellschaft die Aufgabe, demokratische Handlungsweisen und Werte erfahrbar zu machen – von Anfang an. Das demokratische Mitentscheiden und -handeln ist deshalb eine zentrale Aufgabe für die Gestaltung früher Bildung in Kindertageseinrichtungen.




Vom-Blatt-Spielen leicht gemacht: Musikakademie Bergkamen bietet einen Workshop an mit Tipps und Tricks für Klavierspieler

Die Fähigkeit vom Blatt zu spielen wird oft als eine angeborene Begabung betrachtet. Dabei kann sie gezielt geübt und verbessert werden. Dazu bietet die Musikakademie Bergkamen nun einen zweiteiligen Workshop unter der kompetenten Leitung von Johannes Wolff an.

Johannes Wolf. Foto: Ursula Dören

„Es hat viele Vorteile, einen Notentext ohne lange Vorbereitung auf dem Klavier spielen zu können. So lässt sich schnell ein Sänger oder Instrumentalist begleiten. Zudem steht einem dadurch eine große Menge an Klavierliteratur offen,“ sagt der Pianist Johannes Wolff. „Der Workshop vermittelt einen Überblick, wie gutes Vom-Blatt-Spiel funktioniert und wie man die dafür notwendigen Fähigkeiten trainieren kann. Die Teilnehmer bekommen auf ihre individuellen Kenntnisse abgestimmte Übungen, die beim zweiten Termin ergänzt und erweitert werden.“

Die Kosten für den zweiteiligen Workshop betragen 50,00 €. Veranstaltungsort ist das Pestalozzihaus in Bergkamen-Mitte am 18. März und 1. April 2017, samstags vormittags jeweils von 11.00 bis 13.00 Uhr. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen nimmt die Musikschule Bergkamen bis zum 13. März 2017  telefonisch unter Nummer 02306/307730 entgegen.

 




Frühlingsgefühle auf der Ökologiestation: SPD bei jungen Leuten wieder sexy

Die Stimmung war gut beim Frühlingsempfang der Bergkamener Sozialdemokraten am Sonntagmorgen auf der Ökologiestation. Seit der Kanzlerkandidatenkür vom Martin Schulz am 29. Januar befindet sich die Partei im Umfrage-Höhenrausch. Und nicht nur dies: Seit diesem Tag habe es rund 10.000 Parteieintritte gegeben, berichtete der Festredner Dr. Norbert Walter-Borjans den rund 200 Gästen des Frühlingsempfangs.

NRW-Finanzminister Dr. Norbert Walter-Borjans beim Frühlingsempfang des SPD-Stadtverbands auf der Ökologiestation. Foto: Ulrich Bonke

Was den NRW-Finanzminister besonders freut: Zu den SPD-Novizen gehören auch zwei seiner vier erwachsenen Kinder. Stolz hatten sie ihrem Papa, dessen politische Arbeit sie stets kritisch begleitet hatten, die frisch erworbenen Mitgliedsbücher gezeigt. Walter-Borjans: „Die SPD ist für junge Leute wieder sexy.“

SPD-Stadtverbandsvorsitzende André Rochokk begrüßt die rund 200 Gäste des SPD-Frühlingsempfangs. Foto: Ulrich Bonke

Verantwortlich für diese aus der Sicht der Sozialdemokraten erfreuliche Entwicklung machte Walter-Borjans nicht nur den Schulz-Effekt. Viele, vor allem jüngere Leute hätten erkannt, dass sie wieder selbst aktiv werden müssten. In den USA und in Großbritannien hätten sie das unterlassen. Ergebnis sei ein Präsident Trump und der Brexit. Der Minister erinnerte hier an ein Zitat des ehemaligen Bundespräsidenten Johannes Rau: „Wer nicht selbst handelt, der wird bald behandelt.“

Wer erwartet hatte, der Finanzminister werde hauptsächlich über Geld und Finanzpolitik in seinem Festvortrag reden, wurde angenehm überrascht. Doch so ganz ohne ging es auch nicht. Genauer gesagt nahm er sich die Abgaben vor, die jeder an die Finanzbehörden zu zahlen hat. Hier sprach er sich für eine nachhaltige und gezielte steuerliche Entlastung von kleinen und mittleren Einkommen. Das Geld hierfür werde mit einer sozialdemokratisch geführten Bundesregierung nach dem Wahlgang am 24. September von denjenigen kommen, die durch Tricks und Betrügereien große Teile ihres Einkommens am Fiskus vorbeilenkten.

Das Saxophon-Ensemble der Bergkamener Musikschule sorgte für den musikalischen des Frühlingsempfangs.

Auf rund 160 Milliarden Euro bezifferte Norbert Walter-Borjans den Schaden, der durch Steuertricksereien von vermögenden Privatpersonen, aber auch von international agierenden Unternehmen jährlich in Deutschland entsteht. Würde davon auch nur ein Teil in die Steuerkasse fließen, könnten mit diesem Geld wichtige Infrastrukturmaßnahmen, beispielsweise in die Bildung oder in den Ausbau des Verkehrsnetzes, finanziert werden.

Wie es geht, demonstrierte an den Steuer-CDs. Elf Datenträger habe das Land in den vergangenen Jahren für insgesamt 18 Millionen Euro gekauft. Ergebnis sei gewesen, dass sich 120.000 Personen bei den Steuerbehörden selbst angezeigt hätten. In die Steuerkassen seien anschließend 6,3 Milliarden Euro in sechseinhalb Jahren geflossen.

Gruppenbild mit Minister.

Vor der Rede von Dr. Norbert Walter-Borjans gab es Grußworte von Bürgermeister Roland Schäfer, Landrat Michael Makiolla, dem Bundestagsabgeordneten Oliver Kaczmarek dem Landtagsabgeordneten Rüdiger Weiß. Hier zeigte sich, dass die große Koalition trotz der nahenden Wahlkämpfe durchaus noch handlungsfähig ist. Oliver Kaczmarek kündigte, dass es noch vor der Bundestagswahl eine Grundgesetzänderung geben, die den Bund in die Lage versetzt, noch in diesem Jahr rund 3,5 Milliarden Euro in die Bildungsinfrastruktur zu investieren. Bisher ist dies nicht möglich, weil laut geltenden Grundgesetz die Bildung eine Sache der Länder ist.




Vorstand der Sparkasse Bergkamen-Bönen blickt optimistisch in die Zukunft

Die Sparkasse Bergkamen-Bönen gehört zu den eher kleineren Sparkassen im Land. Trotzdem ist Vorstandsvorsitzende Beate Brumberg und das neue Vorstandsmitglied Tobias Laaß ein Zusammengehen mit einem anderen Institut, wie es im Kreis Unna in den zurückliegenden Jahren schon ein paar Mal vorexerziert wurde, zurzeit überhaupt kein Thema. Die Sparkasse Bergkamen-Bönen sei wirtschaftlich gesund, betonten beide am Freitag, als sie den vorläufigen Geschäftsstand zum Ende des Jahres 2016 präsentierten.

Der Vorstand der Sparkasse Bergkamen-Bönen Beate Brumberg und Tobias Laaß ist mit dem Geschäftsjahr 2016 sehr zufrieden.

Die Eckdaten, die sie der Öffentlichkeit vorlegten, weisen in allen wirtschaftlichen Bereichen nach oben. So stieg die Bilanzsumme des regionalen Kreditunternehmens um satte 5,65 Prozent auf 630,6 Mio. Euro, um nur einen Parameter zu nennen. „Trotz der weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen wie die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank, die stetig steigenden Regulierungsanforderungen und die zunehmende Digitalisierung, kann die Sparkasse auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr zurückblicken“, betonte Beate Brumberg.

Zu diesem Erfolg haben sicherlich Sparer erheblich beigetragen. Sie legten trotz aller Magerzinsen gegenüber 2015 nochmal 10,2 Mio. Euro (plus 5,4 %) mehr auf die hohe Kante. Diese Summe liegt fast bei 200 Mio. Euro. Die Gesamteinlagen erhöhten sich im vergangenen Jahr um 2,8 % auf 411,5 Millionen Euro. Die Kunden wüssten, dass kein Weg am Sparen vorbeiführe. „Denn wenn es um das Erfüllen von Wünschen oder um die Altersversorgung geht, muss Geld zur Seite gelegt werden“, sagte Beate Brumberg.

Wichtig für die privaten Anleger ist, dass der Vorstand garantiert, dass sie in 2017 nicht mit Negativzinsen rechnen müssen. Etwas anders kann es allerdings für die gewerblichen Anleger aussehen.

Das Kreditvolumen der Sparkasse Bergkamen-Bönen ist Ende 2016 um 1,3 Prozent auf 336,4 Mio. Euro gewachsen. Dieser Anstieg ist vor allem auf den Zuwachs bei den Investitionskrediten zurückzuführen. Zwar wurden im vergangenen Jahr neue Wohnungsbaukredite in Höhe von 14,3 Mio. Euro vergeben, allerdings ist hier das Gesamtvolumen leicht rückläufig, weil viele Kunden angesichts der mickrigen Sparzinsen die Möglichkeit von Sondertilgungen genutzt haben.

Im vergangenen Jahr wurde nicht nur neu gebaut. Die Sparkasse vermittelte auch 21 Gebrauchtimmobilien mit einem Wert von 2,3 Mio. Euro. Beate Brumberg: Hinzu kommen 293 neue Bausparverträge. „Das Thema Immobilie bleibt bei den Kunden in Bergkamen und Bönen auch 2017 aktuell. Die historisch günstigen Finanzierungszinsen verstärken den Wunsch nach den eigenen vier Wänden.“

Der Sparkassen-Vorstand hat allen Grund, optimistisch in Jahr 2017 zu schauen. Ziel ist es, die Marktposition durch gezielte Maßnahmen noch mehr zu verbessern. Ein moderates Wachstum sei in allen Geschäftsbereichen möglich. Brumberg: „Die Sparkasse Bergkamen-Bönen kann somit auch zukünftig ihre Funktionen als finanzieller Partner der Träger, der Bevölkerung und des Mittelstandes sowie als Förderer des kulturellen, sportlichen und sozialen Lebens vor Ort erfüllen.“




DasDies Service GmbH der AWO war Aussteller bei der LWL-Messe für Integrationsunternehmen

Zum vierten Mal nach 2010, 2012 und 2014 präsentierten sich am 1. März 2017 in Münster die Integrationsunternehmen aus Westfalen-Lippe einer breiten Öffentlichkeit. Mehrere tausend Besucherinnen und Besucher nutzen die LWL-Messe, um sich über eine große Vielfalt an Unternehmen, die sich die Schaffung dauerhafter Arbeitsplätze für Menschen mit Handicaps auf die Fahnen geschrieben haben, zu informieren.

Kreisdezernent Torsten Göpfert (1 v.l.) tauschte sich mit Geschäftsführer Maciej Kozlowski (1 v.r.) und weiteren Mitarbeitenden über die Arbeit der DasDies Service GmbH aus. Foto: AWO

Mit dabei war auch die DasDies Service GmbH, das Integrationsunternehmen der AWO Unterbezirk Unna mit einer über 15 jährigen erfolgreichen Firmengeschichte. Die gemeinnützige Gesellschaft beschäftigt mittlerweile über 120 Menschen mit und ohne Behinderungen. „Von Haushaltshilfen über Umzugsdienste bis hin zu den bekannten Radstationen, der Hausnotrufzentrale und den Menüservicediensten – wir wenden uns mit unserem breiten Angebot mit Erfolg an verschiedenste Kundengruppen, regional und bundesweit und bieten damit vielen Menschen in unserer Region eine berufliche Perspektive“,  erklärte Maciej Kozlowski, Psychologe und Geschäftsführer der DasDies Service GmbH.

Torsten Göpfert, zuständiger Dezernent des Kreises Unna, ging mit vielen Unternehmen ins Gespräch und verschaffte sich so einen Überblick über die zahlreichen Betätigungsfelder und Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit und ohne Vermittlungshemmnisse.