Zwei Hauptgewinne der Sparlotterie gehen nach Bergkamen
Seit vielen beteiligen sich die beiden Bergkamenerinnen Annelie Springer und Doris Urbanczyk an der Sparlotterie der Sparkassen. Bei der jüngsten Sonderauslosung hatte Fortune sie fest im Blick und spielte ihnen je einen Hauptgewinn, ein Einkaufsgutschein für ein bekanntes Elektronik- und Elektrokaufhauses zu. Diese Gutscheine und dazu zwei bunte Blumensträuße erhielten sie jetzt von Anja Schürmann und Michael Krause vom Marketing der Sparkasse Bergkamen-Bönen in der neuen Hauptstelle am Rathausplatz.
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Hauptgewinne bei der Sparlotterie (v. l.): Anja Schürmann, Doris Urbanczyk, Annelie Springer und Michael Krause.
owohl für Annelie Springer als auch für Doris Urbanczyk waren dies die ersten größeren Gewinne, obwohl sie bereits seit mehreren Jahrzehnten sich regelmäßig an der Sparlotterie beteiligen. Sie kaufen gern diese Lose, weil immerhin vom Preis von 6 Euro 4,80 Euro auf ihr Sparkonto gehen. Der größte Teil der restlichen 1,20 Euro fließt in soziale Projekte in Bergkamen. Mit diesem Geld werden zum Beispiel die Stadtsportgemeinschaft und der Stadtjugendring unterstützt. Im vergangenen Jahr freuten sich aber auch verschiedene Kindergärten über finanzielle Zuwendungen für große Spielgeräte in ihren Außenbereichen.
Landwirt findet Werkzeuge aus der Jungsteinzeit auf seinem Acker
Für Landwirte gehören Begegnungen mit Steinen zu den unerfreulichen Zwischenfällen – jedenfalls auf ihren Äckern und Feldern. Archäologen wiederum freuen sich, wenn sie ausgefallene Exemplare zu Gesicht bekommen. In Werne (Kreis Unna) ist die Freude jetzt auf beiden Seiten groß. Denn Landwirt Georg Laurenz hat nicht nur hobbymäßig einen Blick für archäologische Raritäten unter den Steinen. Er hat den Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) auch eine ganze Sammlung von bearbeiteten Steinen präsentiert, die in der Jungsteinzeit als Werkzeuge genutzt wurden – von den ersten Bauern.
Für den Archäologen sind die Hinweise klar: „Glatt zugeschliffene Flächen, scharfe Schneiden und ungewöhnliche Rohmaterialien wie Feuerstein wecken sofort unsere Aufmerksamkeit“, erläutert Prof. Dr. Michael Baales, Leiter der LWL-Archäologie in Olpe. Es seien die ersten sicheren Hinweise darauf, dass hier Menschen ihre Hände bei der Bearbeitung der Steine im Spiel hatten, um sie als Werkzeuge zu nutzen.
Für Laien mögen sie auf den ersten Blick wie simple Steine aussehen. Die Archäologen erkennen sofort, dass es sich hier um Beilklingen handelt, die in der Jungsteinzeit von den ersten Bauern als Werkzeuge benutzt wurden. Foto: LWL/H. Menne
Auch Georg Laurenz hat längst einen sicheren Blick für das, was seine beruflichen Vorgänger auf den Äckern und Feldern hinterlassen haben, die er heute in Werne-Stockum und im angrenzenden Bockum-Hövel auf dem Gebiet der Stadt Hamm mit deutlich moderneren Hilfsmitteln beackert. Er sammelt die Relikte der „Kollegen“ für den noch fachkundigeren Blick der Archäologen.
Seine Suche war sehr zielsicher, wie sich jetzt herausstellte. Seine Sammlung enthält zahlreiche Stücke, die aus jüngeren Abschnitten der Jungsteinzeit stammen – einer Epoche, die bei den Archäologen Neolithikum heißt. In dieser Zeit gingen die Menschen in der Region dazu über, die Flächen auch landwirtschaftlich zu nutzen. Die Besonderheit: Sie stellten ihre Werkzeuge auch aus Materialien hier, die importiert werden mussten. So sind auch die Fundstücke von Georg Laurenz zum Teil aus Feuerstein hergestellt, der nicht dem in der Region vorkommenden eiszeitlichen Geschiebefeuerstein entspricht. „Das Material stammt aus Bergwerken aus den Niederlanden und aus Belgien“, weiß Baales. Hier wurden die Steine vor etwa 6.000 bis 5.000 Jahren aus tiefen Schachtanlagen „bergfrisch“ zu Tage gefördert. Daraus stellten versierte Handwerker anschließend Beilklingen her. „Die Endprodukte sind in vielen Regionen Europas zu finden – so auch in Westfalen“, erläutert der Archäologe. Das kleinste Stück aus der Fundsammlung lässt sich dabei eindeutig dem Feuersteinbergwerk von Rijckholt in den südlichen Niederlanden zuordnen, 200 Kilometer von Westfalen entfernt.
Aus Skandinavien stammt das größte und in seiner Form auch auffälligste Exemplar aus schwerem, dunklem Basalt. Zumindest ursprünglich, auch wenn gewaltige Kräfte das Gestein in die Region befördert haben. Es stammt womöglich aus einem Geschiebeblock, den die eiszeitlichen Gletscher hierher beförderten. Bei dieser Beilklinge könnte sich also um eine einheimische „Produktion“ handeln. Von der Partie der Schneide ist deutlich ein Zapfen abgesetzt, der wiederum in einem hölzernen Schaft befestigt war. Die Archäologen bezeichnen das Stück als „Schweres Absatzbeil“, das typisch für die frühe Endphase der Jungsteinzeit vor etwa 4.600 Jahren ist.
Diese Werkzeuge werden selten in der Region entdeckt. „Umso schöner, dass es nunmehr mit diesem Exemplar einen weiteren Fundpunkt in Westfalen gibt“, freut sich Baales. „Solche Funde geben uns wichtige Hinweise auf Siedlungsplätze, deren Reste im Boden noch erhalten sind.“ Er hoffe deshalb darauf, dass dieses Beispiel Schule macht und auch andere Heimatforscher motiviere, ihre Schätze den Archäologen zu zeigen. Dabei müsse niemand befürchten, die Funde zu verlieren. Baales: „Nachdem sie gezeichnet sind und fotografisch dokumentiert werden, erhalten die Finder sie wieder zurück.“ So auch in diesem Fall.
Von Pop bis Metal: Musikakademie bietet zwei Intensivkurse für die Freunde aktueller Gitarrenmusik an
Am 3. Februar starten zwei neue Intensivkurse für Gitarrenspieler an der Musikakademie Bergkamen: „Modern Rockguitar“ und „Liedbegleitung mit Gitarre“.
Gregor Sklarsky. Foto: Jennifer Nebel
Unter dem Titel „Modern Rockguitar“ bietet der beliebte Dozent Gregor Sklarsky einen vierteiligen Workshop zum Thema „Hard und Heavy“ an, bei dem aktuelle Musikstile wie Nu-Metal, Metal-Core und Stoner-Rock im Mittelpunkt stehen. „Dieser Workshop behandelt Songs, Spieltechniken und Fragen rund um das Equipment für das moderne E-Gitarrenspiel“, sagt Gregor Sklarsky. „Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, nur ein eigenes Instrument und ein eigener Verstärker müssen mitgebracht werden“.
Das Singen und Spielen einfacher Popsongs ist Thema des zweiten Intensiv-Workshops „Liedbegleitung mit Gitarre“. Anhand einfacher Beispiele aus den aktuellen Charts vermittelt Gregor Sklarsky den Teilnehmern verschiedene Begleit- und Anschlagmuster für die Gitarre. „Auch für diesen Workshop sind keine Vorkenntnisse erforderlich,“ erklärt Sklarsky. „Die Teilnehmer sollten nur die Bereitschaft zum Singen und ein eigenes Instrument mitbringen“.
Beide Workshops laufen vom 3. bis zum 24. Februar 2017, Freitagabend in jeweils 4 Lektionen à 60 Minuten. „Modern Rockguitar“ findet von 19.00 bis 20.00 Uhr statt, „Liedbegleitung mit Gitarre“ von 20.00 bis 21.00 Uhr.
Die Kosten für einen Workshop betragen 50,00 €. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 6 Personen begrenzt. Veranstaltungsort ist das Pestalozzihaus in Bergkamen-Mitte, Pestalozzistr. 6. Anmeldungen nimmt die Musikschule Bergkamen bis zum 26. Januar 2017 telefonisch unter Nummer 02306/307730 entgegen.
400 zusätzliche Arbeitsplätze im Kreis Unna – Jobcenter setzt Programm zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit fort
Das Jobcenter Kreis Unna beteiligt sich seit Jahren an Förderprogrammen zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Mit dem Programm „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ konnten bereits im vergangenen Jahr 300 zusätzliche Stellen im Kreis Unna geschaffen werden, die eine Heranführung an den Arbeitsmarkt für Langzeitarbeitslose ermöglichen. Den Verantwortlichen im Job-center Kreis Unna ist es nun gelungen, Fördergelder für zusätzliche 400 Arbeitsplätze zu akquirieren.
Informierten über das Förderprogramm (v. l.).: Torsten Göpfert, Ute Brüggenhorst, Martin Wiggermann, Uwe Ringelsiep Bildquelle: Jobcenter Kreis Unna/Jürgen Klose
Jobcenter-Geschäftsführer Uwe Ringelsiep lud daher am vergangenen Montag zu einer Infoveranstaltung in die Räumlichkeiten des Kreishauses ein. Ziel der Veranstaltung war es, gemeinsam mit den entsprechenden regionalen Akteuren über die Einsatzmöglichkeiten des zusätzlichen Stellen-kontingents zu sprechen, über das Programm zu informieren und Fragen zur Beantragung der Stellen zu klären. Unterstützt wurde Ringelsiep von Martin Wiggermann, Vorsitzender der Trägerversammlung des Jobcenters Kreis Unna, Torsten Göpfert, Sozialdezernent des Kreises Unna und Ute Brüggenhorst, Projektentwicklerin des Jobcenters Kreis Unna.
Martin Wiggermann erläutert die Bedeutung der Veranstaltung. „Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass die zusätzlichen Stellen für langzeitarbeitslose Menschen bestmöglich genutzt werden, um möglichst viele von ihnen wieder an den Arbeitsmarkt heranzuführen. Das funktioniert aber nur, wenn sich entsprechende regionale Einrichtungen bereit erklären, diese Stellen auch zu schaffen und korrekt zu beantragen.“ Sozialdezernent Göpfert ergänzt: „Dabei ist es wichtig, dass die auszuführenden Tätigkeiten im öffentlichen Interesse liegen und dass es sich um zusätzliche Aufgaben handelt – reale Arbeitsplätze dürfen dabei nicht verdrängt werden.“ Damit diese Voraussetzungen bei der Schaffung der Stellen erfüllt werden können, seien neben den Beschäftigungsträgern auch die Kommunen gefragt, entsprechende Stellen einzurichten. Eine weitere Infoveranstaltung für kommunale Institutionen fand daher am darauffolgenden Dienstag statt.
Mehr als 20 Beschäftigungsträger sowie kommunale Einrichtungen zeigten im Rahmen der Veranstaltungen bereits Interesse, (weitere) Programm-plätze einzurichten. Der Jobcenter-Geschäftsführer ist zuversichtlich: „Gemeinsam konnten wir in der Region schon Vieles erreichen. Kontinuierlich ist der Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit gelungen – und wir arbeiten weiter daran.“ Dabei setzt Ringelsiep auf direkte Kommunikation: „Es ist enorm wichtig, dass wir uns regelmäßig mit den Akteuren des Arbeitsmarkts austauschen, diskutieren und gemeinsam überlegen, wie wir einzelne Projekte umsetzen können. Ich bin überzeugt davon, dass wir mit dem Programm Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt einen weiteren großen Teil zum Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit beitragen können.“
Bisher konnten 282 Arbeitsplätze im Rahmen des Programms „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ im Kreis Unna eingerichtet werden. Die Aufstockung der Teilnehmerplätze um weitere 400 Stellen, bietet weitere Chancen für die aktuell 7.094 Langzeitarbeitslosen im Kreis Unna (Stand Dezember 2016). Die Beschäftigungen im Rahmen des Programms entlasten zudem den kommunalen Haushalt, da die Kosten für die Grundsicherung von Arbeitssuchenden aufgrund des Einkommens in vielen Fällen entfallen.
Pulsschlagreihe wird fortgesetzt: Medizinische Fachvorträge für Laien im Hellmig-Krankenhaus
Das neue Veranstaltungsprogramm des Klinikums Westfalen für das erste Halbjahr 2017 liegt vor und ist ab sofort an allen Klinikstandorten des Verbundes erhältlich. Foto: Klinikum Westfalen
Mit einem Vortrag zur Rehabilitation nach Knie- oder Hüftgelenkserkrankungen ging am Mittwoch, 11. Januar, die Pulsschlagreihe für das Wintersemester zu Ende. Im Februar wird die Reihe in Kooperation von Klinikum Westfalen und VHS Kamen-Bönen fortgesetzt. Das Programm mit den neuen Angeboten liegt ab sofort im Hellmig-Krankenhaus, bei der Familienbande Kamen und im Rathaus der Stadt Kamen aus.
Im Hellmigium, dem Vortragssal des Hellmig-Krankenhauses stehen bis zur Sommerpause wieder fünf Pulsschlagabende an. Fußerkrankungen, Herzerkrankungen in Folge von Diabetes, Leisten- und Narbenbrüche, Divertikelerkrankungen im Darm und Darmkrebserkreankungen stehen dabei im Fokus. Die Veranstaltungen mit kompetenten Referenten aus dem Krankenhaus wenden sich an Laien. Fragen an die Referenten gehören zum Konzept. Der Besuch ist kostenlos.
Mittwoch, 8. Februar, 18.30 Uhr: „Wo drückt der Schuh?“
Innerhalb eines Menschenlebens legen die Füße rund 120 000 Kilometer zurück. Mancher Fuß geht dabei aus der Form. Fehlbildungen lassen jeden Schritt zur Qual werden. Falsches Schuhwerk, langes Stehen und Übergewicht belasten den Fuß zusätzlich. Nicht immer aber reicht allein der Schuhwechsel aus. Um Chancen moderner Therapien aber auch um Vorbeugungsmöglichkeiten geht es an diesem Abend.
Referent: Dr. Rüdiger Hoppe, Leitender Arzt der Abteilung Fußchirurgie an der Klinik
für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie
Mittwoch, 8. März, 18.30 Uhr: „Wenn der Zucker aufs Herz schlägt!! – Herz-Erkrankungen in Folge von Diabetes mellitus“
Diabeteserkrankungen können auch zu einer Schädigung des Herzen führen. Viele Diabetiker sterben an einem Herzinfarkt. Oft wird eine Herzschädigung aufgrund des Diabetes jedoch erst spät erkannt, manchmal umgekehrt der Diabetes erst diagnostiziert, wenn er zu Herzbeschwerden geführt hat. Diabetes schädigt Gefäße und verändert die Blutzusammensetzung. Beides kann ohne rechtzeitige Behandlung das Infarktrisiko deutlich erhöhen. Dr. Marcus Rottmann, Chefarzt der Klinik für Angiologie, Diabetologie, Kardiologie, Allgemeine Innere Medizin und Intensivmedizin am Hellmig-Krankenhaus und Oberarzt Joubair Mokaramm erläutern an diesem Abend Zusammenhänge und Vorbeugungsmöglichkeiten.
Referent: Dr. Marcus Rottmann, Chefarzt und Oberarzt Joubair Mokaramm von der
Klinik für Angiologie, Diabetologie, Kardiologie, Allgemeine Innere Medizin
und Intensivmedizin am Hellmig-Krankenhaus Kamen
Mittwoch, 5. April, 18.30 Uhr: „Divertikelkrankheit – harmlose Veränderungen können erhebliche Beschwerden auslösen“
Divertikel, Aussackungen am Darm, lassen sich bei vielen Menschen ins Besondere in einem Alter jenseits der 60 Jahre feststellen. Oft stören diese Veränderungen nicht, bei einem Teil der Betroffenen aber lösen sie Entzündungen aus, Schmerzen, Verstopfung und Fieber. Neue Therapiekonzepte setzen deutlich weniger als früher auf Antibiotikaeinsatz oder operative Eingriffe. Letztere sind aber bei bestimmten Komplikationen dringend angeraten. Ansonsten kann auch die richtige Ernährungsweise und ausreichend Bewegung helfen.
Referent: Arthur Eduard Matuschek, Leitender Oberarzt der Klinik für Allgemein- und
Viszeralchirurgie am Hellmig-Krankenhaus Kamen
Mittwoch, 10. Mai, 18.30 Uhr: „Darmkrebs – eine vermeidbare Erkrankung!?“
Darmkrebs ist in Deutschland die zweithäufigste Krebserkrankung. Neben bestimmten Vorerkrankungen und genetischen Faktoren gelten unter anderem mangelnde Bewegung und ungesunde Ernährung als wichtige Risikofaktoren. Dickdarmkrebs entwickelt sich außerdem häufig aus Darmpolypen, die bei Vorsorgeuntersuchungen festzustellen sind und beseitigt werden können. In vielen, aber nicht in allen Fällen können Darmkrebserkrankungen daher durch konsequente Vorbeugung vermieden werden.
Referent: Dr. Peter Ritter, Chefarzt, und Bernd Weidmann, Oberarzt, an der Klinik
für Onkologie, Hämatologie, Gastroenterologie und Palliativmedizin am
Hellmig-Krankenhaus Kamen
Mittwoch, 14. Juni, 18.30 Uhr: „Leisten-, Narbenbrüche und andere Hernien“
Durch Schwachstellen der Bauchwand, zum Beispiel bei Leisten- oder Narbenbrüchen, sogenannten Hernien, können Ausstülpungen entstehen. In diese drückt sich Fettgewebe, aber womöglich auch Teile des Darms. Oft ist ein solcher Bruch zunächst ungefährlich, kann sich aber problematisch vergrößern. Eine schwere Komplikation tritt auf, wenn dabei zum Beispiel ein Stück Darm eingeklemmt wird. Um Formen von Hernien, ihre Entstehung und zeitgemäße Therapiemöglichkeiten geht es an diesem Abend.
Referent: Gordon Schramm, Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
am Hellmig-Krankenhaus Kamen
Stadt und Polizei bekräftigen enge Zusammenarbeit: Bergkamen soll weiterhin einer der sichersten Städte im Ruhrgebiet bleiben
Bergkamen gehört laut Polizeistatistik zu den sichersten Städten im Ruhrgebiet. Damit das auch so bleibt, haben am Mittwoch Landrat Michael Makiolla als Chef der Kreispolizei und Bürgermeister Roland Schäfer die enge Zusammenarbeit zwischen Stadt und Polizei per Unterschrift besiegelt.
Unterzeichnung des Kooperationsvertrags (v. l.): Hans-Dieter Volkmann, Roland Schäfer, Christine Busch, Michael Makiolla und Marc Westerhoff. Foto: Thomas Röwekamp – Kreispolizei Unna
Genauer gesagt ist es eine Verlängerung. Den Kooperationsvertrag „Ordnungspartnerschaft“ gibt es bereits seit 2014. Gute Beziehungen pflegen die Stadtverwaltung und die Polizei vor Ort seit Jahrzehnten. Schließlich war die Bergkamener Polizeiwache vor dem Neubau am Wiehagen direkt im Rathaus angesiedelt gewesen.
Was aber Schäfer und Makiolla, aber auch der Leitende Polizeidirektor Hans-Dieter Volkmann und der Leiter der Bergkamener Wache Marc Westerhoff ein wenig bekümmert, ist, dass sich bei vielen Bergkamenern kein richtiges Sicherheitsgefühl einstellen mag. Eine Ursache seien die vielen Einbrüche, insbesondere in Oberaden, vermutet Volkmann. Immerhin seien die Einbruchszahlen im vergangenen Jahr rückläufig – auch dank einiger Festnahmen von Tätern. Die Aufklärungsquote liege immerhin bei 20 Prozent, obwohl die Einbrecher über die Autobahnen schnell wieder verschwinden könnten. Im Landesdurchschnitt liegt die Aufklärungsquote bei etwa 16 Prozent.
Die für diesen Bereich Ordnung und Sicherheit zuständige Beigeordnete Christine Busch betonte den besonderen Wert von Vorbeugung gerade bei Jugendlichen. Hier hob sie die enge Zusammenarbeit zwischen dem Jugendamt und dem Streetwork auf der einen Seite und der Polizei auf der anderen Seite hervor. Zudem bestünden seit vielen Jahren Ordnungspartnerschaften von Polizei und Bergkamener Schulen.
Vorbeugung fängt für Landrat Michael Makiolla schon bei den Kleinsten. Nicht ohne Grund unterhalte die Kreispolizei eine Verkehrspuppenbühne. Durch ihren Einsatz in Kitas und Grundschulen sollen die Kinder erkennen, dass Polizisten Menschen sind, mit denen sie reden können.
Das hätten auch viele Flüchtlinge schnell gemerkt, die in den vergangenen Jahren nach Bergkamen gekommen sind, berichtete Christine Busch. Das sei auch ein Ergebnis der vielen Besuche der Bezirksbeamten in den Flüchtlingsunterkünften gewesen.
Auf der Grundlage der Ordnungspartnerschaft werden Polizei und Stadt jetzt auch über die Sicherheitskonzepte für Großveranstaltungen in Bergkamen reden. Die seien nach der Loveparade-Katastrophe im Juli 2010 erheblich verschärft worden, erklärte Bürgermeister Roland Schäfer. Der Terrorakt in Berlin sei jetzt der Anlass, diese Konzepte zu überdenken. Er persönlich gehe aber nicht davon aus, dass die Besucher der kommenden Veranstaltungen in Bergkamen gefährdet seien.
Live-Literatur mit Tobi Katze – Geschichten über das Leben und andere schöne Dinge!
Tobi Katze präsentiert am Mittwoch, 25. Januar, um 19.30 Uhr sein erstes Soloprogramm „rocknrollmitbuchstaben“ in der Galerie „sohle 1“.
Tobi Katze. Foto: Thorsten Wulff
Tobi Katze alias Tobias Rauh macht Literandale. Laut und wuchtig trifft Kabarett auf Slam Poesie. Leise schleicht sich Spontanlyrik in die Show, auf Katze’s Schreibmaschine, die er immer mit sich führt. Mit Texten kann er sich zudecken, doch anstatt zu schlafen oder zu schnurren, schreibt Katze und liest vor, bis es kein Morgen gibt. Tobi Katzes Texte sind wie er: frisch, bitterböse, nachdenklich, urkomisch. Er liest über kalten Kapitalismus ebenso wie über heiße Herzen. Mit Standups und Texten, die sitzen. Schriftstellerei zum Anschauen. Irgendwie anders, Katze halt. Und, als wäre das nicht genug, hat er sein aktuelles Programm einfach mal in ein Buch in ein Buch verwandelt – „rocknrollmitbuchstaben“.
Über Tobi Katze:
Tobias Rauh nennt sich Katze weil es gut klingt – und das gönnt er sich. Katze ist in der deutschlandweiten Slammerszene kein Unbekannter. Er stromert durch die Clubs und sammelt Fans wie andere Briefmarken. Vor allem in seiner Heimatstadt Dortmund, wo Katze seit dem Studium der angewandten Literaturwissenschaften wohnt, ist er in der Literaturszene einer von den ganz Großen. Zusammen mit Murat Kayi, Torsten Sträter und Fräulein Nina veranstaltet er regelmäßig die Lesebühne „Guten Tag Tacheles“, zusammen mit Laura Reichel, Rainer Holl und Murat Kayi die sehr erfolgreiche Leseshow „SchreibGut“. Der freiberufliche Autor und Filmemacher arbeitet in diversen poetischen Projekten und gibt u. a. Workshops für Kids zum Thema kreatives Schreiben und Lyrik. Der Leseart-Festival-Preis, den er 2008 einheimste, spornte ihn an, ab sofort alles auf eine Karte zu setzen. Auf die Katzenkarte, auf der stand: „Leg los, mach Literandale und bring sie unters Volk!“ – und so tut er’s. Jetzt auch in Bergkamen!!!
Tickets zum Preis von 12,- Euro, erm. : 9,- Euro, sind erhältlich im Kulturreferat Bergkamen (Tel.: 02307/965-464), im Bürgerbüro und an der Abendkasse.
Wenn jede Sekunde zählt: Mobile Retter schon 132 Mal im Einsatz
Die Hilfsbereitschaft ist beeindruckend groß, das macht der Blick in die Bilanz des ersten Einsatz-Quartals deutlich: Die Rettungs-App war im Oktober 2016 in Betrieb gegangen, bis Jahresende waren die ehrenamtlichen Mobilen Retter schon 132 Mal im Einsatz.
Landrat Makiolla (Mitte) beim Start der Rettungs-App. Foto: Constanze Rauert – Kreis Unna
Insgesamt 353 kundige Ersthelfer wurden inzwischen geschult und in der Rettungsleitstelle des Kreises Unna als Mobile Retter registriert, 85 weitere haben ebenfalls ihr Interesse bekundet. „Im Notfall zählt jede Sekunde“, unterstreicht Landrat Michael Makiolla in einer Zwischenbilanz und spricht all denjenigen seinen Dank aus, die in Notlagen helfen und mitunter sogar Leben retten. „Im Kampf gegen die Zeit sind die Mobilen Retter eine wertvolle Ergänzung zum etablierten Rettungsdienst“, sagt der Landrat.
Die Ersthelfer werden bei lebensbedrohlichen Notfällen über ihre Mobiltelefone parallel zum regulären Rettungsdienst zu Notfallpatienten in ihrer Nähe gerufen, um schnelle lebensrettende Sofortmaßnahmen einzuleiten, bis der Rettungswagen vor Ort ist. Veranlasst, gesteuert und koordiniert werden die Einsätze durch die Disponenten in der Rettungsleitstelle des Kreises Unna.
Partner des Kreises bei der Einführung und Schulung der Ersthelfer ist der Verein „Mobile Retter e.V.“.
Der Verein führt Buch über alle Einsätze und hat die zusammengetragenen Zahlen, Daten und Fakten analysiert: So werden aktuell im Durchschnitt pro Tag 2,4 Mobile Retter-Alarmierungen ausgelöst, in über zwei Drittel der Alarmierungen findet sich auch ein Mobiler Retter, der den Einsatz übernimmt. Zum Zeitpunkt der Alarmierung sind die Ehrenamtlichen im Mittel 1.450 Meter bzw. 4 Minuten und 21 Sekunden vom Einsatzort entfernt.
An diesen überaus gelungenen Start 2016 wollen alle Beteiligten im neuen Jahr anknüpfen. Um die Einsätze auf möglichst viele Schultern zu verteilen, sind weitere Freiwillige herzlich willkommen. Sie können sich auf der Internetseite www.mobile-retter.de melden. Darauf weist übrigens seit dieser Woche auch ein optischer Hingucker im Foyer des Kreishauses hin, sodass alle Besucher auf die lebensrettende App aufmerksam gemacht werden.
Geeignet für den ausdrücklich freiwilligen Rettungseinsatz per Smartphone-App sind Menschen, die eine berufliche Qualifikation mitbringen wie z.B. Krankenpflegekräfte, Feuerwehrleute, Arzthelfer, Rettungssanitäter, Rettungsschwimmer, Polizisten oder Ärzte.
Weitere Informationen finden sich auch auf der Internetseite des Kreises Unna, www.kreis-unna.de (Suchbegriff: Mobile Retter).
Kinder-Uni in Lünen: Bin ich ein Musikus? Mozart für Kinder
„Bin ich ein Musikus? – Mozart für Kinder“ lautet der Titel der nächsten Kinder-Uni-Vorlesung am Freitag, 20. Januar in Lünen. Prof. Dr. Hartwig Maag, Professor für Elementare Musik der Musikhochschule Münster in der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU), wird den jungen Zuhörern Einblicke geben in das aufregende Leben eines der größten Musiker der Welt.
Wie klang Mozarts Musik, wie würde sie wohl heute klingen? Ging Mozart zur Schule und was hat ein Butterbrot mit Mozart zu tun? Fragen, auf die die Besucher der Vorlesung natürlich Antworten bekommen werden. Auch Mitmachen ist angesagt, denn alle Zuhörer werden am Ende noch zu Mitspielern.
Beginn der Kinder-Uni-Vorlesung ist am Freitag, 20. Januar um 17 Uhr in der Geschwister-Scholl-Gesamtschule, Holtgrevenstraße 2-6 in Lünen. Eingeladen sind alle Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren. Die Vorlesung dauert rund 60 Minuten; der Eintritt ist frei.
Das komplette Halbjahresprogramm wurde an alle Grundschulen und weiterführenden Schulen im Kreis verteilt. Unter www.kreis-unna.de (Suchbegriff Kinder-Uni) oder hier: kf_kinder_uni_1_halbj_2017 steht es als PDF-Datei zur Verfügung. Dort gibt es auch weitere Informationen zum Kinder-Uni-Projekt und zur Kinder-Uni Spezial.
Zum Hintergrund:
Veranstaltet wird die Kinder-Uni, ein Projekt des 2006 von Landrat Michael Makiolla initiierten „Zukunftsdialog Kreis Unna“ und Teil seiner Bildungsoffensive, vom Kreis Unna in Kooperation mit den Hochschulen der Region. Unter dem Motto: „Wissen macht Spaß!“ lösen Wissenschaftler von „echten“ Universitäten mit den jungen Hörerinnen und Hörern einige Rätsel dieser Welt.
Bulgarische Sängerin Belonoga entführt in ein Welt voller Glück und Harmonie
Ein bulgarische Ensemble um die Sängerin „Belonoga“ entführt am Montag, 16. Januar ab 20 Uhr die Zuhörer im Trauzimmer Marina Rünthe in eine märchenhafte Vergangenheit.
Die Sängerin Belonoga aus Bulgarien verzaubert am 16. Januar ihr Publikum im Trauzimmer der Marina Rünthe.
„Belonoga“ alias Gergana Dimitrova ist bekannt als eine der hervorragenden Sängerinnen des Chores „Le Mystère des Voix Bulgares“ und des „Eva Quartet“. Bei der Arbeit an der letzten CD „The Arch“ des Eva Quartet mit dem französischen Komponisten Hector Zazou wurde „Belonoga“ inspiriert, ihre eigenen musikalischen Ideen umzusetzen. Sie entdeckte die ursprüngliche Kraft der Stimme in sich und gleichzeitig ihr Talent als Komponistin.
Aufgrund der Vielfältigkeit der Ideen begann ein langer und umfangreicher Prozess der Vorbereitung auf das aktuelle Projekt „Belonoga“. Es war nicht nur tiefgründige Verständnis für bulgarische und andere Volkstraditionen der Welt erforderlich, sondern auch die Entwicklung von neuen Möglichkeiten, die eigene Stimme frei zu entfalten. So gelang die Umsetzung von neuen musikalischen Ideen. „Belonoga“ kleidet bewusst die traditionelle Musik in ein neues Gewand und kombiniert musikalisch unterschiedliche Welten. Dabei bindet die Sängerin neben dem traditionellen Erbe auch die Musik der Gegenwart in Form elektronischer Instrumente mit ein. Wer also in der künstlerischen Herangehensweise und im Sound Ähnlichkeiten zur Musik von Björk oder David Sylvian hört, der liegt damit bestimmt nicht falsch.
Die Musik von „Belonoga“ ist nicht nur atemberaubend schön, sie hat auch einen außergewöhnlichen Reiz: Wie eine Fata Morgana ein Bild entwickelt, das eine verzerrte Spiegelung eines fernen Ortes ist, so entsteht hier ein Klang und eine musikalische Stimmung, die in uns eine Ahnung entstehen lässt von einer anderen, besseren Welt. Die Musik zieht die Zuhörer in den Bann und bald weiß man nicht mehr, ob man in einen Traum gefallen ist – oder daraus gerade wieder aufwacht. Erinnerungen an eine schöne, helle, archaisch-zeitgenössische Welt voller Glück und Harmonie kommen auf…
Tickets für das Konzert sind zum Preis von 5,00 Euro erhältlich im Kulturreferat Bergkamen (Tel.: 02307/965-464), im Bürgerbüro und an der Abendkasse!
Webcams zeigen, was auf den Autobahnen aktuell los ist
Bergkamen liegt ja im Schnittpunkt zweier Autobahnen recht verkehrsgünstig. Doch was nutzt das, wenn es sich auf der Piste staut. Einen aktuellen Überblick verschaffen Webcams, die unter anderen an den neuralgischen Autobahnkreuzen Dortmund Nordost an der A2 und Dortmund Straßen.
Webcam an der A1. Foto: Straßen.NRW
Wer diese sinnvolle, weil sehr schnelle Informationsquelle nutzen möchte, ruft im Internet die Seite http://www.verkehr.nrw.de/ auf. Es erscheint eine Straßenkarte. Entlang der Autobahnen sind nun die Standorte der Webcams mit einem leider sehr kleinen Kamerasymbol gekennzeichnet. Nach einem Klick auf dieses Kamerasymbol öffnet sich ein Fenster mit zwei Standfotos für beide Fahrtrichtungen. Wenn man nun auf eins dieses Fotos klickt, öffnet sich ein weiteres Fenster, das dann nach ein paar Sekunden ein bewegten Bild liefert.
Kartesausschnitt für die A2 im Bereich Dortmund-Nordost. Die Fenster zeigen die Bilder von der Webcam in Fahrteichtung Hannover.
Details wie etwa die Autokennzeichen sind nicht zu erkennen. Dies ist sicherlich eine vertretbare Form der Videoüberwachung.
NRW hat die Zahl der Webcams entlang der nordrhein-westfälischen Autobahnen im Laufe des vergangenen Jahres deutlich ausgebaut. Waren Anfang 2016 noch 140 in Betrieb, sind es mittlerweile über 200 Kameras. 500.000 Euro wurden in die Erweiterung der Technik investiert, wie Dr. Hanno Bäumer, Leiter der Straßen.NRW-Verkehrszentrale in Leverkusen, erläutert.
Die Webcams dienen zum einen der Verkehrszentrale als Informationsquelle. Durch die aktuellen Einblicke in die Verkehrslage kann der Verkehr an neuralgischen Punkten im Autobahnnetz effizienter gesteuert werden, etwa durch Informationen auf elektronischen Anzeigetafeln, verkehrsgerechte Geschwindigkeitsbegrenzungen oder temporäre Seitenstreifenfreigaben.
Doch auch jeder Verkehrsteilnehmer selbst kann sich durch die Webcams einen aktuellen Eindruck von der Verkehrslage auf den Autobahnen verschaffen und seine Route entsprechend planen oder anpassen. Alle Bilder der Kameras bietet das Verkehrsportal Verkehr.NRW (www.verkehr.nrw). Die Kameras entlang der Autobahnen zeigen dabei ausschließlich einen Livestream, eine Aufzeichnung findet nicht statt. Die Auflösung der Bilder lässt die Verkehrssituation erkennen, nicht jedoch Details wie Fahrzeugkennzeichen.
Über Verkehr.NRW: Verkehr.NRW zeigt kosten- und werbefrei Baustellen, Sperrungen, Warnhinweise und die aktuelle Verkehrslage auf allen Autobahnen von Nordrhein-Westfalen. Jeder Nutzer kann sich zudem eine individuelle Route zum Ziel planen lassen. Die Verkehrsmittel Auto, Bus, Bahn und Fahrrad werden dabei – je nach persönlichem Bedarf – gleichberechtigt nebeneinandergestellt.