Lippeverband entwickelt neuen Starkregenindex: Am 18. 9. 2014 war in Bergkamen am schlimmsten

Starkregenereignisse treten seit einigen Jahren immer häufiger und in immer kürzeren Abständen auf. Nicht wenigen Bürgern fällt die genaue Einordnung sogenannter „Jahrhundertregen“ schwer – vor allem dann, wenn eine solche „Jahrhundertkatastrophe“ gleich mehrfach binnen weniger Wochen eintritt. Statistische Wiederkehrintervalle wie „50-jährlicher Regen“ oder „größer als 100-jährliches Ereignis“ sind für die breite Öffentlichkeit oftmals nur schwer verständlich. Die beiden regionalen Wasserwirtschaftsverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband haben daher einen neuen Starkregenindex entwickelt, so auch für Bergkamen.

Zurzeit ist die Industriestraße noch gesperrt.
Der höchste Starkregenindex seit dem Jahr 2000 resultiert etwa in der Stadt Bergkamen vom 18. September 2014 mit 71 mm. Das Foto zeigt die überschwemmte Hochstraße am Tag danach. Foto: Ulrich Bonke

In der Zukunft soll dieser in den Einzugsgebieten von Emscher und Lippe bei heftigen lokalen Starkregen genutzt werden, die grundsätzlich seltener als einmal in 100 Jahren auftreten, um die Bedeutung eines Ereignisses mit einer einfachen Skalierung von 1 (moderat) bis 12 (extrem) sowie in einer farblichen Darstellung (grün bis violett) zu erläutern.

„Jetzt können alle Bürger transparent und einfach nachvollziehen, wie stark der Niederschlag insbesondere bei extremen Wetterereignissen in der Region war“, beschreibt Dr. Emanuel Grün, Technischer Vorstand von Emschergenossenschaft und Lippeverband, das neue Verfahren.

Starkregen-Skala
Starkregen-Skala

Hiernach wird ein Starkregenindex der Bewertungsskala „moderat“ im Wertebereich zwischen 1 und 3 (grün bis hellgelb), „stark“ im Wertebereich zwischen 4 und 6 (gelb bis hellorange), „heftig“ im Wertebereich zwischen 7 und 9 (orange bis hellrot) und „extrem“ im Wertebereich zwischen 10 und 12 (dunkelrot bis violett) eingeordnet. Wichtig zu beachten ist, dass dieser Index tatsächlich nur noch einmal die Regenereignisse klassifiziert, die seltener als einmal in 100 Jahren auftreten. Das heißt: Selbst bei einem nach der neuen Skala „moderaten“ Regen, der sich farblich „im grünen Bereich“ bewegt, handelt es sich bereits um einen außergewöhnlichen Starkregen!

Lokaler Index für Bergkamen

Mit dem neuen Starkregenindex von Emschergenossenschaft und Lippeverband lassen sich auch vergangene lokale Starkregenereignisse neu einordnen. Der höchste Starkregenindex seit dem Jahr 2000 resultiert etwa in der Stadt Bergkamen vom 18. September 2014 mit 71 mm. Das entspricht selbst nach der neuen dezidierten Aufteilung einem „extremen“ Ereignis (Index 10).

Zum Vergleich: Der höchste seit 2000 in Duisburg gemessene Starkregenindex liegt „nur“ bei 4 (stark) und resultiert vom 18. Juli 2004 (36,5 mm).

Etablierte Maßstäbe

Die Anwendung eines Index bei bestehenden Bewertungssystemen zur Einordnung von Naturereignissen ist seit Langem etabliert. So ist z. B. allgemein bekannt, dass die Stärke des Windes nach der Beaufort-Skala mit Stärkegraden von 1 (Windstille) bis 12 (Orkan) und von Erdbeben nach der Richter-Skala mit Stärkegraden von kleiner 2 (nicht spürbar) bis 10 (extrem große Zerstörung) eingeordnet werden können. Die Skalen haben dabei gemeinsam, das Verständnis der Öffentlichkeit anhand eines einfachen Skalen- bzw. Zahlenmaßstabs zu treffen: je größer der Index ist, desto extremer ist das beobachtete Naturphänomen.

Emschergenossenschaft und Lippeverband haben den neuen Starkregenindex auf der Grundlage eines internationalen, mathematisch belegten Ansatzes aus den USA weiterentwickelt und  hierzulande eingeführt.

Die Verbände

Die Emschergenossenschaft wurde 1899 in Bochum gegründet. Ihre Aufgaben sind die Unterhaltung der Emscher, die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie der Hochwasserschutz. Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft das Generationenprojekt Emscher-Umbau um. Über einen Zeitraum von rund 30 Jahren investiert die Emschergenossenschaft prognostizierte  5,266 Milliarden Euro in die Revitalisierung des Emscher-Systems.

Der 1926 gegründete Lippeverband bewirtschaftet das Flusseinzugsgebiet der Lippe im nördlichen Ruhrgebiet und baute unter anderem den Lippe-Zufluss Seseke um. In das Projekt (1985 bis 2014) investierte der Lippeverband rund 500 Millionen Euro, es gilt als Vorläufer des Emscher-Umbaus. Gemeinsam haben Emschergenossenschaft und Lippeverband rund 1600 Mitarbeiter und sind Deutschlands größter Abwasserentsorger und Betreiber von Kläranlagen (rund 740 Kilometer Wasserläufe, rund 1320 Kilometer Abwasserkanäle, rund 350 Pumpwerke und fast 60 Kläranlagen).

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Bergkamener Jugendfeuerwehr bekommt eine neue Führung

Die Jugendfeuerwehr der Stadt Bergkamen traf sich am Dienstagabend im Gerätehaus Bergkamen-Mitte zu ihrer Jahresdienstbesprechung. Da vielleicht wichtigste vorweg: Über Nachwuchsmangel braucht sie sich wie schon in den Vorjahren nicht zu beklagen. 39 junge Leute engagieren sich zurzeit bei ihr. Damit sei die Kapazität mehr als erschöpft, erklären ihr kommissarischer Leiter Thomas Ciliax und seine kommissarische Stellvertreterin Jennifer Gatz. Mehr ginge nicht.

Gruppenbild mit Ehrengästen: die Bergkamener Jugendfeuerwehr bei ihrer Jahresdienstbesprechung.
Gruppenbild mit Ehrengästen: die Bergkamener Jugendfeuerwehr bei ihrer Jahresdienstbesprechung.

Offiziell eingeführt in ihre Ämter werden beide zusammen mit dem zweiten kommissarischen Leiter Etwin Kramer beim nächsten Kameradschaftsabend der Freiwilligen Feuerwehr im März.

In ihrem erst am vergangenen Samstag vorgestellten Jahresbericht 2016 stellen Stadtbrandmeister Dietmar Luft und sein Stellvertreter Ralf Klute ausdrücklich fest, dass es nicht vorrangiges Ziel der Jugendfeuerwehr sei, für Nachwuchs für die aktive Wehr zu sorgen. Vielmehr wirke sie im gesamten Bereich der Jugendarbeit in Bergkamen mit.

Klar ist aber auch, dass bei jeder Jahresdienstbesprechung Mitglieder der Jugendfeuerwehr mit Erreichen der Altersgrenze in eine der sechs Bergkamener Löschgruppen wechseln. Am Dienstag wurden Pia Bismarck in die Löschgruppe Rünthe und Felix Doritke in Löschgruppe Heil verabschiedet.

Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr treffen sich im Schnitt alle 14 Tagen abwechselnd in den Gerätehäusern der Löschgruppen. In der Regel stehen feuerwehrtechnische Dienste auf dem Programm. Hinzukommen kommen Veranstaltungen, die den Zusammenhalt der Jugendlichen stärken sollen.

Als besondere Aktivitäten stehen jetzt schon fest: das 1. Mai Café am Gerätehaus Overberge, der Berufsfeuerwehrtag mit einem 24-Stunden-Dienst am 16. September, die Beteiligung am Overberge Weihnachtsmarkt am 2. Dezember und die eigene Weihnachtsfeier am 15. Dezember.

Die Bedeutung der Jugendfeuerwehr für die Stadt Bergkamen wurde am Dienstag dadurch deutlich, dass sich Bürgermeister Roland Schäfer bei den jungen Leuten und bei der Führung der Jugendfeuerwehr für ihr ehrenamtliches Engagement im vergangenen Jahr bedankte. Zu Jahresdienstbesprechung waren außerdem hochrangige Vertreterinnen und Vertreter der Bergkamener Ratsfraktionen gekommen.




Bayer unterstützt biologiebegeisterte Schüler

Auch in der Schule gilt: Erfolg kommt nicht von allein. Wer Großes erreichen will, muss viel lernen und regelmäßig üben. Beste Voraussetzungen dafür fanden zwölf Schülerinnen und Schüler aus ganz Nordrhein-Westfalen kürzlich bei Bayer in Bergkamen, wo sie sich auf die nächste Runde der 28. Internationalen Biologie-Olympiade (IBO) vorbereiteten.

Unter Anleitung von Bayer-Azubi Hendrik Tölle führt Tabea Marx eine Lebendzellzahlbestimmung auf einer Agarplatte durch. Foto: Bayer AG
Unter Anleitung von Bayer-Azubi Hendrik Tölle führt Tabea Marx eine Lebendzellzahlbestimmung auf einer Agarplatte durch. Foto: Bayer AG

Das Unternehmen hatte den Nachwuchswissenschaftlern aus diesem Anlass seine modernen Ausbildungslabore für eigene Experimente zur Verfügung gestellt. „Wir freuen uns, den deutschlandweit wichtigsten Schulwettbewerb im Fach Biologie bereits zum 18. Mal unterstützen zu können“, machte Werkleiter Dr. Stefan Klatt deutlich und kündigte an: „Dieses Engagement werden wir in den kommenden Jahren fortsetzen.“

Neben dem Bergkamener Bayer-Standort beteiligt sich auch die Bayer Science & Education Foundation – die Bayer-Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Bildung – an der Unterstützung der IBO. Programm-Managerin Mona Ehrenberg betrachtet den Wettbewerb als idealen Partner: „Die Internationale Biologie-Olympiade hat sich vorgenommen junge Menschen für Naturwissenschaften zu begeistern – dasselbe Ziel verfolgen wir auch.“ Gemeinsam, so Ehrenberg weiter, werde man das Wissen und die praktischen Fähigkeiten interessierter Schülerinnen und Schüler weiter verbessern können.

Insgesamt hatten sich Ende vergangenen Jahres 148 der im Juni gestarteten 351 nordrhein-westfälischen Schülerinnen und Schüler für die zweite Runde der Internationalen Biologie-Olympiade qualifiziert – so viele wie in keinem anderen Bundesland. Die zehn Besten nehmen Ende Februar 2017 in Kiel an der nächsten Ausscheidungsrunde auf Bundesebene teil, wo sie sich für das Finale des Wettbewerbs in Coventry (Großbritannien) qualifizieren können.

Die jährlich stattfindende Internationale Biologie-Olympiade dient der Förderung begabter Schülerinnen und Schüler im Fach Biologie. Sie will kreatives Denken beim Lösen biologischer und ökologischer Probleme fördern und freundschaftliche Beziehungen zwischen jungen Menschen verschiedener Länder entwickeln. Träger des Wettbewerbes ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung.




CDU-Ruhrgebiet nominiert Hubert Hüppe und Sylvia Jörrißen für Bundestagswahl 2017

Auf gute Platzierungen auf der Reserveliste der NRW-CDU für die Bundestagswahl im September können die heimischen Bundestagsabgeordneten Hubert Hüppe (Wahlkreis Unna I) und Sylvia Jörrißen (Wahlkreis Unna II/Hamm) hoffen. Eine erste wichtige Weichenstellung gab es auf dem Bezirksparteitag der CDU im Ruhrgebiet am vergangenen Freitag in Bochum.

Strahlende Gesichter bei CDU-Kreisvorsitzenden Marco Morten Pufke (links) und den beiden heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Sylvia Jörrißen und Hubert Hüppe nach der Nomi-nierung auf dem CDU-Bezirksparteitag in Bochum.
Strahlende Gesichter bei CDU-Kreisvorsitzenden Marco Morten Pufke (links) und den beiden heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Sylvia Jörrißen und Hubert Hüppe nach der Nomi-nierung auf dem CDU-Bezirksparteitag in Bochum.

Hubert Hüppe MdB (Werne) wurde mit 91,2 Prozent der Delegiertenstimmen auf Platz sechs der Vorschlagsliste und Sylvia Jörrißen MdB (Hamm) mit 96,6 Prozent auf Platz elf gewählt. Insgesamt umfasst die Vorschlagsliste der CDU-Ruhr für die nächste Bundestagswahl, die voraussichtlich am 24. September stattfinden wird, 19 Kandidatinnen und Kandidaten. Die endgültige Landesreserveliste der CDU-NRW zur Bundestagswahl 2017 wird bei der Landesvertreterversammlung aufgestellt, die am 18. Februar in der Stadthalle Bad Sassendorf zusammen tritt.

„Unser primäreres Ziel ist es, dass unsere beiden Bundestagskandidaten ihren Wahlkreis direkt holen“, gibt CDU-Kreisvorsitzender Marco Morten Pufke (Bergkamen) die Marschrichtung für den Bundestagswahlkampf vor. „Mit dem Vertrauensvorschuss der Delegierten des CDU-Bezirksparteitages können wir zuversichtlich sein, dass Hubert Hüppe und Sylvia Jörrißen auch dem nächsten Deutschen Bundestag angehören werden.“
Bei der letzten Bundestagswahl stand der Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe auf Platz 19 und Sylvia Jörrißen, die 2013 erstmals kandidierte, auf Platz 42 der Landesreserveliste der CDU-NRW.

Am CDU-Bezirksparteitag in Bochum haben als Delegierte teilgenommen: Hubert Hüppe MdB, Wilhelm Jasperneite (beide Werne), Friedhelm Schroeter (Lünen), Jörg Schindel (Schwerte), Ina Scharrenbach MdL (Kamen), Marco Morten Pufke, Stephan Wehmeier (beide Bergkamen), Frank Lausmann, Frank Markowski (beide Holzwickede), Wolfgang Harwardt (Fröndenberg) und Magda Aksamit (Junge Union).




5. Zappenduster Festival im Yellowstone

Am kommenden Freitag findet das 5. Zappenduster Festival im JZ Yellowstone statt. Fünf Bands zwischen atmosphärisch und aggressiv, ausgesucht von Jugendlichen der Zappenduster Konzertgruppe aus Bergkamen, werden das Yellowstone verdunkeln.

"Empty" sind die "Zappenduster-Allstars. Foto: Hartmut Dietrich
„Empty“ sind die „Zappenduster-Allstars. Foto: Hartmut Dietrich

Eröffnen wird die Band Xlangenx aus Krefeld. Sie spielen LoFi – Grindcore mit Texten, die eher an Slime oder Toxoplasma als an typische Genrevertreter erinnern.

Im Anschluss daran spielen Empty, die in Szenekreisen auch den Beinamen „Zappenduster-Allstars“ bekommen haben. Die lokalen Musiker sind längst keine Unbekannten mehr. Ihre Musik, die sie selbst als düsteren Hardcore bezeichnen, haben sie schon auf mehr als fünf Alben veröffentlicht.

Zwei davon waren Split-Releases zusammen mit der Sludge-Band Cut. Cut haben die Startnummer Drei beim diesjährigen Zappenduster und ihre Musik lässt sich mit Bands wie Cavity oder Conan vergleichen.

Das Tempo lässt weiter nach, aber die Atmosphäre nimmt zu, mit der instrumentalen Post-Doom-Core Band Blckwvs. Einen Vergleich zu finden gestaltet sich bei Blckwvs durchaus gar nicht so einfach.

Am Ende wird es mit [Bolt] dann noch experimenteller. Die instrumentale Aufstellung der Band besteht nur aus zwei Bässen und einem Schlagzeug. Die Musik geht in Richtung Drone – Doom.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung beträgt 5 €. Los geht es um 20.00 Uhr, Eintritt ist bereits um 19.00 Uhr.

Das Konzert wird in Zusammenarbeit mit Jugendlichen im Rahmen des Workshops „Konzertgruppe“ in Kooperation mit der Jugendkunstschule Bergkamen organisiert.




„Der Gestiefelte Kater“ kommt zur Märchenzeit ins Kinder- und Jugendhaus BALU

Das Kinder- und jugendhaus Balu lädt am Freitag, 3. Februar, ab 16 Uhr zur nächsten „Märchenzeit“ – diesmal mit dem „Gestiefelten Kater“.

Nach dem Tod eines Müllers fällt an den ältesten Sohn die Mühle, an den zweiten ein Esel und an den dritten ein Kater, der scheinbar bloß dazu taugt, sich aus seinem Fell Handschuhe zu machen. Der Kater stellt jedoch Hilfe in Aussicht, wenn sein neuer Besitzer ihm stattdessen ein Paar Stiefel machen lasse, so dass er sich unter den Leuten sehen lassen könne. So geschieht es. Der Kater fängt nun in einem Sack Rebhühner, überläßt sie dem König des Landes als ein Geschenk seines Herrn, des Grafen, und wird dafür mit Gold belohnt. Später lässt der Kater den angeblichen Grafen „splinternackend“ in einem See baden, den der König mit seiner Tochter auf einer Ausfahrt passiert, und klagt, ein Dieb habe seinem Herrn die Kleider gestohlen. Der König lässt von seinen eigenen Kleidern holen und den vermeintlichen Grafen in der Kutsche mitfahren. Der Kater eilt voraus und bringt die Arbeiter in Feld und Wald dazu, dem König auf dessen Frage zu antworten, die Ländereien gehörten dem Grafen. Deren wahren Herrn, einen mächtigen Zauberer, verleitet der Kater dazu, ihm zu demonstrieren, dass er sich sogar in ein Mäuslein verwandeln könne, um ihn darauf aufzufressen und sein Schloß für den Müllersohn in Besitz zu nehmen. „Da ward die Prinzessin mit dem Grafen versprochen, und als der König starb, ward er König, der gestiefelte Kater aber erster Minister.“

Kurz vor Weihnachten 2015 startete das Kinder- und Jugendhaus Balu in Zusammenarbeit mit der Jugendkunstschule Bergkamen im Rahmen des Landesprogramms „Kulturrucksack NRW“ ein neues Projekt für Kinder und Jugendliche. Unter dem Titel „Märchenzeit im Balu“ werden bekannte und unbekannte Märchen aus aller Welt interessierten Kindern und Jugendlichen bis 14 Jahren nähergebracht.

In atmosphärischer Umgebung werden von  der Theaterpädagogin Birgit Schwennecker Märchen vorgelesen. Es ist auch möglich kleine Szenen aus den Märchen nachzuspielen –  Kostüme und Requisiten liegen hierfür bereit. Mit Fotoapparat, Bastelmaterial, Papier und Farbe kann in spannende Phantasiewelten eingetaucht und Märchen ganz hautnah erlebt werden.

Die nächste Märchenzeit findet von 16.00 – 18.00 Uhr im Kinder- und Jugendhaus Balu, Grüner Weg 4, in Weddinghofen statt. Weitere Lesungen sind für dieses Jahr geplant.

Die Teilnahme ist kostenlos, es wird aber darum gebeten, sich direkt im Kinder- und Jugendhaus Balu anzumelden. Dort gibt es telefonisch unter 02307/60235 oder auf der Homepage www.balu-bergkamen.de weitere Informationen.

 

 

 




Kranzniederlegung zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Im Rahmen einer öffentlichen Gedenkfeier mit Kranzniederlegung wird – wie im gesamten Bundesgebiet – am kommenden Freitag, 27. Januar, auch in Bergkamen wieder der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Die Veranstaltung  beginnt an diesem Tage um 16.00 Uhr vor dem Gemeindezentrum der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde Kamen/Bergkamen an der Lentstraße 22 in der Siedlung Schönhausen in Bergkamen-Mitte.

Historisches Foto vom Wohlfahrtsgeäude in der Siedlung Schönhausen.
Historisches Foto vom Wohlfahrtsgeäude in der Siedlung Schönhausen.

Bürgermeister Roland Schäfer wird dort nach einer Ansprache im Namen des Rates der Stadt Bergkamen einen Kranz niederlegen. Zur Teilnahme an dieser Gedenkstunde sind alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen.

Am Eingang des ehemaligen Wohlfahrtsgebäudes der früheren Zeche Grimberg an der Lentstraße erinnert seit vielen Jahren eine Inschriftentafel  daran, dass die Nationalsozialisten in diesem Gebäudekomplex  von März bis Oktober 1933 vorübergehend  ein provisorisches Sammellager für die Verfolgung und Inhaftierung politischer Gegner eingerichtet hatten, um die Häftlinge dort mit Folterungen, Misshandlungen und Drohungen einzuschüchtern  oder sie von dort aus in größere KZ-Lager im Emsland (Papenburg) oder nach Oranienburg nahe Berlin oder auch nach Dachau bei München zu verlegen.

Auf Initiative des jüngst verstorbenen früheren Bundespräsidenten Roman Herzog

wurde der 27. Januar – der Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz 1945 – in der Bundesrepublik Deutschland 1996 offiziell zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erklärt und seither als solcher begangen.




Drachenboot-Teams können sich schon jetzt für die Rennen beim Hafenfest 2017 anmelden

Im Rahmen des Hafenfestes 2017 können sich Drachenbootfahrer wieder an zwei Regattatagen auf dem Rünther Kanal messen. (Bitte beachten: Das Hafenfest findet in diesem Jahr ausnahmsweise am 2. Juni-Wochenende statt.)

Hafenfest 2013 (37)Starten werden am Samstag, 10. Juni 2017, die Hobbymannschaften, die eine Strecke von 250 m pro Rennen zu absolvieren haben. In den vergangenen Jahren haben sich Sportvereine und Hobbymannschaften aus dem Kreis Unna präsentiert, die in origenellen Outfits an den Start gingen. Die Firmenteams folgen am Sonntag, 11. Juni 2017, für die vergleichbare Vorgaben zu erfüllen sind.

An beiden Regattatagen können jeweils bis zu 24 Mannschaften teilnehmen, die drei Rennen zu absolvieren haben, um bei den Finalläufen mit dabei sein zu können.

Die Meldeunterlagen für beide Regatten sind unter https://www.bergkamen.de/veranstaltungen-formulare.html abrufbar und können ab sofort bei der Stadt Bergkamen eingereicht werden. Meldeunterlagen gibt es dort auch fürs Fischerstechen und für den Flying-Dutchman-Wettbewerb.




Neuer „Demenz-Knigge“ gibt Tipps für den Umgang mit „vergesslichen“ Menschen

Der Umgang mit demenziell erkrankten Menschen ist schwierig. Sie vergessen nicht nur viel, oft verändert sich auch ihre Persönlichkeit. Als kleine Hilfe für Angehörige oder Nachbarn hat im zurückliegenden Jahr das Bergkamener Netzwerk Demenz einen Flyer entwickelt, der jetzt in 5000 Exemplaren gedruckt vorliegt. Am Montagmorgen präsentierte das Netzwerk in der St. Barbara-Apotheke diesen „Demenz-Knigge“. Er wird bald nicht nur dort, sondern an vielen Stellen der Stadt mit Publikumsverkehr ausliegen. Wer auch nur glaubt, einen Menschen zu kennen, der „vergesslich“ geworden ist, sollte diesen Flyer unbedingt mitnehmen.

Das Bergkamener "Netzwerk Demenz" präsentierte am Montag ihren "Demenz-Knigge".
Das Bergkamener „Netzwerk Demenz“ präsentierte am Montag ihren „Demenz-Knigge“.

Erklärungen, was Demenz ist, wird sie in diesem Flyer nicht finden. Es gibt viel zu viele unterschiedliche Gründe bis hin zum Alzheimer. Dafür gibt es eine Reihe von Tipps und Ratschläge, die den Umgang mit Menschen mit Demenz leichter machen. Beherzigen sollte man sicherlich den: „Ich nehme unfreundliche, taktlose und boshafte Bemerkungen über mich nicht persönlich.“

Den Flyer gibt es hier zum Download als PDF-Datei: demenz-knigge

Zweck dieses Flyers ist auch, das Netzwerk Demenz sowie die Hilfs- und Beratungsangebote bekannter zu machen. Unterstützung bekommen Angehörige zum Beispiel beim Infotelefon Demenz der Pflege- und Wohnberatung im Kreis Unna, Tel. 02307/2899062, montags bis freitags von 9 bis 12.30 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 17 Uhr.

Hilfe und Unterstützung gibt es außerdem bei Seniorenbüro der Stadt Bergkamen im Rathaus, Zimmer 314, Tel. 02307/965410, montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr.

In NRW leben schätzungsweise mehr als 300.000 Menschen mit Demenz, etwa zwei Drittel davon Zuhause. Rechnet man Angehörige und Freunde dazu, gehört Demenz für etwa 1 Million Menschen in NRW bereits jetzt zum Alltag. Bis 2050 wird sich diese Zahl noch verdoppeln.

Das „Bergkamener Netzwerk Demenz“ unter Leitung des Seniorenbüros der Stadt Bergkamen wird weiterhin aktiv dazu beitragen, die Lebenssituation von demenziell Erkrankten und deren Angehörige in Bergkamen zu verbessern.

Dazu gehört, dass neue Angebote aufgebaut werden, bestehende vernetzt werden und das Verständnis für Menschen mit Demenz in der Öffentlichkeit weiter gefördert wird. “ Wichtig ist vor allem auch, Unsicherheiten im Umgang mit Demenzkranken in der Bevölkerung abzubauen, denn immer öfter werden wir Menschen mit Demenz im Alltag begegnen“.

Der neu herausgegebene Flyer „Demenz-Knigge“ soll zu einem verstehenden und wertschätzenden Umgang mit den Erkrankten beitragen und besonders für den Alltag kleine Tipps und Hilfestellungen geben. Er hat zum Ziel, die Lebensqualität von Menschen mit Demenz zu verbessern und die Würde des Demenzerkrankten zu bewahren. Er stellt eine Handlungsanleitung mit kurzen Merksätzen für den zwischenmenschlichen Umgang dar und kann praxisnah dem/der Nachbar/in, Busfahrer/in, Verkäufer/in im Alltag helfen, mit einem an Demenz erkrankten Menschen taktvoll umzugehen.




Eiskönigin Elsa und Lasershow mit Pyrotechnik beim 2. Marina Hafenfeuer

Neben fackelnder Winterstimmung, einem abwechslungsreichen Musikprogramm sowie einem passenden Speisen- und Getränkeangebot können sich die Besucher/innen des Marina Hafenfeuers am kommenden Wochenende gleich auf zwei Neuheiten freuen:

plakat_hafenfeuer_2017Für alle kleinen Gäste wird der Besuch der Eiskönigin Elsa, bekannt aus dem Disney-Film „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“, sicherlich der Höhepunkt sein. Am Samstag und Sonntag wird sie das Marina Hafenfeuer besuchen und u.a. ihren bekannten Hit „Ich lass los“ singen. Im Anschluss wird Elsa auch noch für gemeinsame Fotos im großen und beheizten Iglu-Zelt zur Verfügung stehen.

Auftrittszeiten der Eiskönigin Elsa:

  • Samstag, 28.01.2017, von 16.00 bis 17.00 Uhr
  • Sonntag, 29.01.2017, von 14.00 bis 15.00 Uhr

Am Samstagabend gegen ca. 21.00 Uhr wird der Himmel in der Marina Rünthe erstrahlen. Die Hafenfeuer-Party mit DJ Möck wird nämlich durch eine Lasershow mit Pyrotechnik gekrönt. Eine Kombination aus Laserstrahlen und Feuerzungen wird die Besucher/innen verzaubern.

Mit Blick auf die gute Wettervorhersage für das kommende Wochenende freut sich das Veranstalterteam auf viele große und kleine Besucher/innen.




Bürgermeister dankt für ehrenamtliches Engagemant: Feuerwehr rückt 2016 zu 342 Einsätzen aus

342 Einsätze fuhr die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Bergkamen im vergangenen Jahren, 40 weniger als in 2015. Das geht aus dem Jahresbericht 2016 hervor, den Stadtbrandmeister Dietmar Luft und sein Stellvertreter Ralf Klute am Samstagnachmittag den Führungskräften der Feuerwehr während ihrer Jahresdienstbesprechung im Ratstrakt vorstellten.

Dietmar Luft (2.v.l.) und Ralf Klute (r.) legten den Jahresbericht 2016 der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bergkamen vor. Bürgermeister Roland Schäfer und Beigeordnete Christine Busch dankten den Feuerwehrleuten für ihren ehrenamtlichen Einsatz für alle Bürgerinnen und Bürger.
Dietmar Luft (2.v.l.) und Ralf Klute (r.) legten den Jahresbericht 2016 der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bergkamen vor. Bürgermeister Roland Schäfer und Beigeordnete Christine Busch dankten den Feuerwehrleuten für ihren ehrenamtlichen Einsatz für alle Bürgerinnen und Bürger.

Für ihr ehrenamtliches Engagement um die Sicherheit ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürgern bedankten sich Bürgermeister Roland Schäfer und die für das Feuerwehrwesen zuständige Beigeordnete Christine Busch bei allen 207 aktiven Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner. In diesen Dank schlossen sie ausdrücklich die Angehörigen mit ein wie auch diejenigen bei der Wehr, die weniger stark im Licht der Öffentlichkeit stehen: die Jugendfeuerwehr, die Ehrenabteilung und den Spielmannszug. Sie hätten die Aktiven insbesondere bei den drei Großveranstaltungen stark unterstützt: den Helfer- und Rettertag im Rahmen der 50-Jöhr-Feierlichkeiten der Stadt Bergkamen, beim Dorfabitur der Löschgruppe Weddinghofen anlässlich ihre 112-jährigen Bestehens und bei den Jubiläumsfeierlichkeiten der Löschgruppe Mitte, die ihren 95. Geburtstag groß gefeiert hatte.

Die Bekämpfung von Bränden war auch 2016 ein wesentlicher Einsatzschwerpinkt. Hier wurden sie 61 Mal zur Hilfe gerufen. In diesem Zusammenhang wies Dietmar Luft ausdrücklich auf die seit dem 1. Januar bestehende Verpflichtung der Vermieter hin, die Wohnungen ihrer Mieter mit Rauchmeldern auszustatten. In den ersten drei Wochen dieses Jahres habe es bereits zwei Brände gegeben, bei denen Bewohner von Mietshäuser durch das laute Piepen von Rauchmeldern aus einer Nachbarwohnung alarmiert worden seien. Dadurch seien Nachbarn zumindest vor größeren gesundheitlichen Schäden bewahrt worden.

Bei 62 Einsätzen galt es, Menschen aus Notlagen zu befreien. 40 Mal rückte die Wehr zu ABC-Einsätzen aus. 32 Mal waren Verkehrsunfälle und Verkehrsstörungen Anlässe für einen Einsatz. Wasser- und Sturmschäden führten zu 22 Einsätzen.

Ihr größter Wunsch für 2017 sei es, dass alle Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner heil und gesund von ihren Einsätzen wieder zurückkämen, betonten Dietmar Luft und Ralf Klute. Leider hatte sich 2016 die Zahl der Personenschäden gegenüber dem Vorjahr auf acht verdoppelt. Dies führte zu insgesamt sieben Arbeitsunfähigkeitstagen.