Saisonstart im Römerpark Bergkamen

Am Wochenende, 6. und 7. Mai, wird ab 12 Uhr der Römerpark Bergkamen nach der Winterzeit wieder eröffnet. An diesem Wochenende sind auch die Lippe-Römer   wieder vor Ort und erläutern historische Aspekte zur Zeit des Römerlagers in Bergkamen Oberaden.

Foto: Andreas Jäger

Mit dem Saisonstart beginnen die regelmäßigen Öffnungszeiten für den Römerpark jeweils samstags und sonntags von 12.00 – 17.00 Uhr bis zum Saisonende am 24. September 2017.

Der Eintritt ist frei. Nähere Informationen erteilt das Stadtmuseum Bergkamen   unter 02306/3060210.




Neue Trikots für die D-Jugend des SuS Oberaden Handball

Die D-Jugend des SuS Oberaden Handball freut sich über neue Trikots von der Römerberg-Apotheke, die jetzt von Inhaberin Andrea Böings an die Mannschaft um die Trainer Calvin und Daniela Knop und Lukas Wegelin übergeben wurden.

Das Nachwuchsteam der Grün-Weißen spielt in der Sommerrunde des Kreises und hat die erste Partie beim TV Werne mit 16:5 gewonnen. Beim ersten Heimspiel am Sonntag, 7. Mai (Anwurf: 12.45 Uhr) in der Römerberg-Sporthalle sollen die neuen Trikots den nächsten Sieg bringen.

Zur Mannschaft gehören Jonas Braun, Finn Neuhaus, Silas Heuer, Jona Schulz, Bastian Smandzik, Tom Ellenberger, Phil Kefenbaum, Maurice Zimmermann, Leonard Dambok und Luca-Fynn Kissing.




Teilnehmer für das 11. „Fischerstechen“ beim Hafenfest 2017 gesucht

Das Fischerstechen im Rahmen des Hafenfestes im Westfälischen Sportbootzentrum Marina-Rünthe hat bereits Tradition und geht am 10. Juni 2017 schon in die elfte Runde. Dieser Wettbewerb bietet wieder spannende Unterhaltung, aufregende Manöver und Zweikämpfe, aber auch viel Spaß für die teilnehmenden Mannschaften und alle Zuschauer. Im vergangenen Jahr gingen neun Mannschaften an den Start. Einer Erweiterung des Teilnehmerfeldes steht aber natürlich nichts im Wege.

Noch mehr Spaß für die Teilnehmer soll ins diesem Jahr ein neuer Wettkampfmodus bringen, der die Teams zuerst in einer Gruppenphase antreten lässt.

Das Fischerstechen hat seinen Ursprung in einem so genannten Zunftbrauch der Fischer, der beispielsweise im süddeutschen Bamberg auf eine Tradition zurückgeht, die bis in das 15. Jahrhundert zurückreicht. Dabei handelt es sich um ein Turnier nach Ritterart, das allerdings nicht mit Pferden, sondern „standesgemäß“ mit Booten ausgetragen wird. Die Fischerstecher stehen bewaffnet mit einer stumpfen und gut gepolsterten Turnierlanze auf den Spitzen ihrer Boote, die durch Ruderer aufeinander zu gefahren werden. Wenn die Boote in gegenseitige Reichweite kommen, dann versuchen die Fischerstecher, sich mit ihren Lanzen vom Boot ins kalte Nass zu stoßen.

Alles in allem eine sehr heitere und spannende Sache – und das Wichtigste: Der Wettbewerb ist offen, d.h., dass jede Person aus dem Kreis Unna, die nicht wasserscheu ist, gut schwimmen kann und mindestens 18 Jahre alt ist, in einem Dreier-Team daran teilnehmen kann.

Jedes Team besteht aus zwei Ruderern und einem Fischerstecher. Boote, Lanzen, Schwimmwesten und sonstiges Zubehör werden kostenfrei gestellt. Interessierte Teilnehmer-Teams werden rechtzeitig vor dem Wettbewerb eingewiesen und erhalten überdies die Gelegenheit, sich am Tag vor dem Wettbewerb in einigen „Probeläufen“, die vom THW Kamen/Bergkamen überwacht und begleitet werden, zu üben.

Der eigentliche Wettbewerb findet dann am Samstag, d. 10. Juni, wie in jedem Jahr nachmittags ganz zentral im Hafenbecken an der Promenade zwischen Hafenplatz und Hotel „Neumann`s Nauticus“ statt.

Anmeldeformular und Teilnahmebedingungen sind unter www.hafenfest-bergkamen.de zu finden oder können telefonisch unter 02307/ 965-397 (Herr Rockel) bzw. per e-Mail über stadtmarketing@bergkamen.de angefordert werden.




Lionsclub BergKamen lädt zur „Geburtstagsparty“ ein

Anlässlich des hundertsten Geburtstages der Lionsclubs schent der Lionsclub BergKamen allen Schulen und Kindertageseinrichtungen in Kamen und Bergkamen Wildbienenhäuser  Mit den Schülern der Klasse 4A der Südschule Kamen freuen sich  (vlnr) Reinhard Kuhfuß,  Reinhard Middendorf, Schulleiter Bernd Kleinschnitger und Klassenlehrerin  Gaby Liedtke;  vorne Linda Henschel und Hagen Leukefeld, beide 10. Foto: Lions Club

In diesem Jahr feiern die Lionsclubs weltweit ihr 100jähriges Bestehen. Diese international tätige Vereinigung ist mit über 1.4 Millionen Mitgliedern in fast 50.000 Clubs die mitgliederstärkste Service-Cluborganisation der Welt. Die ersten europäischen Lions Clubs wurden 1948 in Schweden und in der Schweiz  gegründet. Der erste Lions Club in Deutschland wurde am 5. Dezember 1951 in Düsseldorf gegründet.

Gemessen daran ist der Lionsclub BergKamen noch recht jung. Doch auch die Kamener und Bergkamener Lions in diesem Club feierten im vergangenen Jahr ihr 20. Gründungsjubiläum. Ihr derzeitiger Präsident, der Bergkamener Reinhard Middendorf, lädt nun alle Bergkamener und Kamener zu einer großen „Geburtstagsparty“ ein: „In den vergangenen zwei Jahrzehnten konnten wir viel für Kinder und Jugendliche in Bergkamen und Kamen tun. Das war immer unsere wichtigste Aufgabe und ist es bis heute. Dabei hatten und haben wir immer Menschen und Organisationen vor Ort, die wir unterstützen dürfen. Das 100jährige Bestehen unserer Organisation möchten wir zum Anlass nehmen, am Samstag, dem 13. Mai 2017, von 18.00 Uhr bis etwa 20.30 Uhr in der Kamener Konzertaula diese Menschen und Gruppen und deren Arbeit vorzustellen.“

Bei einem bunten Abend mit musikalischen und tänzerischen Darbietungen, mit Kunst und Gesprächen, mit viel Unterhaltung und Spaß treten unter anderem der Bachkreis und die Schreberjugend aus Bergkamen auf.  Auch andere Kinder- und Jugendgruppen und ehrenamtlich tätige Menschen aus beiden Städten präsentieren ihre Arbeit. Die Bürgermeister beider Städte, Hermann Hupe und Roland Schäfer, werden die Arbeit aller Beteiligten in ihren Ansprachen würdigen.

„Außerdem möchten wir an diesem Abend unseren zahlreichen Unterstützern danken. Unser Club kann jedes Jahr eine beträchtliche Summe für Projekte in unseren beiden Städten verteilen. Das ist auch deshalb so, weil sich für unsere großen Aktionen wie den Lions-Weihnachtskalender und die Tombola beim Kamener Frühlingsmarkt immer wieder Sponsoren begeistern lassen“,  erklärt Middendorf.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist kostenlos. Die Lions freuen sich an diesem Abend über eine kleine Spende für ein Projekt, das sie in der Konzertaula vorstellen werden.

Anlässlich seines Geburtstages wird der Club den Kamener und Bergkamener Schulen und Kindertageseinrichtungen auch ein Geschenk machen. Da sich die Lions nicht nur für Kinder und Jugendliche engagieren, sondern auch an Natur- und Umweltschutz interessiert sind, haben sie einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen den Auftrag erteilt, einhundert Wildbienenhäuser zu bauen. Die werden sie in den kommenden Wochen verschenken. „Damit möchten wir einerseits etwas für die Artenvielfalt der heimischen Insekten und Wildbienen tun, anderseits möchten wir die jungen Menschen für den Naturschutz begeistern“, so Präsident Reinhard Middendorf. Besonders erfreut ist er, dass der Bergkamener Unternehmer Reinhard Kuhfuß, Inhaber des Neuseelandhauses, sich von der Idee so begeistert zeigte, dass er mit einer großzügigen Spende für den Lionsclub einen großen Teil der Herstellungskosten übernahm.




100.000 Kubikmeter Bodenmaterial sind für den Adensee der Wasserstadt schon herangeschafft

Auf dem Gelände der künftigen Wasserstadt Aden ist einiges in Bewegung geraten. Bereits jetzt seien 100.000 Kubikmeter Bodenmaterial zur Modellierung des Adensees herangeschafft worden, erklärte am Donnerstagmorgen der Bergkamener 1. Beigeordnete Dr. Hans-Joachim Peters bei einem Ortstermin mit Vertretern der der RAG Montan Immobilien GmbH und der DSK, Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH, als Treuhänder der Stadt und Projektsteuerer.

Informierten über den Baufortschritt der Wasserstadt Aden (v. l.): Dr. Hans-Joachim Peters, Sebastian Wiese (Ingenieur im Planungsamt), Ulrike Heising (DSK), Thomas Middelmann und Dieter Wahlen (DSK).

„Wir sind damit absolut im Zeitplan“, betonte Peters. Das gilt auch für die aktuell laufende erste Baumaßnahme am Kanalufer. Dort werden auf einer Länge von 1,8 Kilometer die Spundwand auf der Kanalsüdseite auf 1,20 Meter über dem Wasserspiegel eingekürzt. Außerdem wird der Kanal auf eine Wassertiefe von 4 Metern ausgebaggert.

Auf vier Meter Tiefe wird auch das Wendebecken ausgebaggert.

Neben dem Förderturm unter der zentralen Wasserhaltung wird von den ehemaligen Bergwerksanlagen auch der Haus-Aden-Hafen, wenn auch in gestutzter Form, erhalten bleiben. Das Wasser- und Schifffahrtsamt will dort sogar zwei sogenannte Stromtankstellen einrichten. Über die erhalten die Berufskanalskipper Strom, wenn sie dort für eine längere Pause anlegen. Sie müssen dann nicht, den Diesel oder ein Stromgenerator laufen lassen, wenn sie zum Beispiel die Kaffeemaschine anwerfen wollen.

Ruheplätze bietet die Wasserstadt Aden auch den Freizeit-Skippern. Dafür müssen sie aber über das heutige Wendebecken in den Adensee fahren. Etwa 40 Liegeplätze soll dort der geplante Wasserrastplatz auf dem künstlichen See mit direkter Kanalanbindung bieten.

Fußgänger und Radler, die auf dem südlichen Kanalweg unterwegs sind, müssen auch künftig zwischen der Jahnstraßenbrücke und der Heiler Kirchwegbrücke einen Umweg in Kauf nehmen. Der führt allerdings als Entschädigung mitten durch die Wasserstadt. Zwar werden zwischen den beiden Brücken nicht nur die Spunde gekürzt, es wird auch für Ausflügler ein Weg angelegt, der direkt am Kanalufer entlangführt. Allerdings ist dieser Weg am Übergang vom heutigen Wendebecken zum Adensee unterbrochen. Eine Brücke oder etwas Ähnliches wird es dort nicht geben.

Vor Ort war auch ein Team der WDR-Lokalzeit Dortmund.

Bekanntlich gibt es schon jede Menge Anfragen von Leuten, die in der Wasserstadt ein Haus bauen wollen. Solch eine Wohnlage gibt es eben in Nordrhein-Westfalen nicht ein zweites Mal. Hinzu kommt, wie Dr. Peters nochmals bestätigte: Die Grundstückspreise sollen in Absprache mit dem Land nur zehn Prozent über den Preisen liegen, die in Oberaden für Bauland in guter Lage verlangt werden.

Und nicht nur Häuslebauer klopfen an, sondern auch gewerblich Interessierte, die in der Wasserstadt etwa ein Hotel bauen wollen, wie Thomas Middelmann von der RAG Montan-Immobilien bestätigte. Anfragen gebe es sogar aus Süddeutschland. Doch alle Bauwilligen müssen sich zunächst noch gedulden. Etwa drei Jahre wird es allein dauern, die rund eine Millionen Kubikmeter Bodenmaterial nach Haus Aden zu schaffen, die für die Schaffung des Adensees notwendig sind.

Weiter Infos zur Wasserstadt Aden gibt es zum Beispiel hier oder dort.

 




Gründe deine Robotik AG: Städtisches Gymnasium Bergkamen erhält Starter-Set

Anita Flacke (v.l.n.r.), Prof. Winfried Pinninghoff und Anica Althoff (rechts) überreichten das Set an Lehrer Florian Mitterlechner. Foto: WFG (Ute Heinze).

Das zdi-Netzwerk Perspektive Technik, das von der Stiftung Weiterbildung der Wirtschaftsförderung Kreis Unna (WFG) koordiniert wird, unterstützt in Kooperation mit der KARL-KOLLE-Stiftung das Städtische Gymnasium Bergkamen bei der Gründung einer Roboter AG mit einem Starter-Set.

Prof. Winfried Pinninghoff, Kuratoriumsvorsitzender der KARL-KOLLE-Stiftung, sowie Anita Flacke und Anica Althoff vom bei der WFG angesiedelten zdi-Netzwerk Perspektive Technik übereichten das Set am Mittwoch an Lehrer Florian Mitterlechner. Das Starter-Set umfasst die Robotererstausstattung von Lego®, Software zum Programmieren, eine Fortbildung der AG-Leitung für bis zu zwei Personen sowie die Startgebühren für die Teilnahme am ersten Roboter-Wettbewerb.

Insgesamt erhielten sieben Schulen aus dem Kreis Unna ein Starter-Set. 13 Schulen bekamen Equipment zur Weiterentwicklung ihrer Projekte in den bereits bestehenden Roboter-AGs.

Zum Hintergrund: Die Unterstützung der Schule ist erst durch eine großzügige Spende der KARL-KOLLE-Stiftung möglich geworden. Genauso wie das zdi-Netzwerk Perspektive Technik möchte die Stiftung einen Beitrag zur Technikförde-rung der Kinder und Jugendlichen im Kreis Unna leisten. Um eines des begehrten Starter-Pakete zu erhalten, mussten sich die Schule offiziell bewerben. Eine Jury, bestehend aus Vertretern der KARL-KOLLE-Stiftung und der WFG entschied über die besten Konzepte. Mit der Gründung von Robotik-AGs an Schulen ist es dem zdi-Netzwerk Perspekti-ve Technik erfolgreich gelungen, Kinder und Jugendliche aus spielerische Art und Weise für die Themen Naturwissenschaften zu begeistern. „Das gute Abschneiden von Teams aus dem Kreis Unna bei nationalen und internationalen Wettbewerben bestärkt uns darin, diesen Weg weiterzugehen und damit langfristig und präventiv dem drohenden Fachkräftemangel im Kreis Unna entgegenzuwirken“, so Projekt-koordinatorin Anica Althoff.




Mobile Sprechstunde für berufliche Wiedereinsteiger – Gemeinsamer Service von Stadt und Arbeitsagentur

Am Montag, 5. Mai, berät Christina Becker, Wiedereinstiegsberaterin der Agentur für Arbeit Hamm, zwischen 9 und 13 Uhr im Rathaus Bergkamen alle Frauen und Männer, die nach einer Pflege- oder Familienphase wieder eine Erwerbstätigkeit aufnehmen möchten.

Christina Becker: Wiedereinstiegsberaterin Agentur für Arbeit Hamm

„Der Arbeitsmarkt befindet sich in einer stabilen Verfassung und qualifizierte Fachkräfte werden von Unternehmen händeringend gesucht“, erklärt Christina Becker. Für die Arbeitsmarktexpertin eine sehr gute Grundlage für alle Frauen und Männer, die den Weg zurück in den Beruf planen. Für all jene, die sich bei den ersten Schritten Hilfe und Unterstützung wünschen, bietet sie eine umfassende Sprechstunde an. Darin beantwortet sie alle Fragen rund um das Thema Wiedereinstieg und informiert über Fördermöglichkeiten der Agentur für Arbeit. Als Wiedereinstiegsberaterin gibt sie wertvolle Ratschläge und Hinweise, angefangen bei der Planung bis hin zur konkreten Bewerbung.

Termine zur Sprechstunde können bei Frau Simone Krämer, Wirtschaftsförderung Frau & Beruf, telefonisch unter 02307 / 965 229 oder per Mail s.kraemer@bergkamen.de  vereinbart werden. Wer vorab Fragen zur Sprechstunde hat, kann sich auch persönlich an Christina Becker wenden. Sie ist telefonisch unter 02381 / 910 1019 oder per Mail unter Hamm.Wiedereinstieg@arbeitsagentur.de erreichbar.




Antike zum Anfassen: Museumsleiter bietet im Gymnasium spannende Einblicke in die Lebenswelt der Römer

Mark Schrader, Leiter des Bergkamener Stadtmuseums, war am Montag zu Gast in den vier Klassen fünf des Städtischen Gymnasiums. Eingeladen hatten die Fachschaften Geschichte und Latein, um ihren Fachunterricht zu ergänzen und im Falle der Fachschaft Latein einen ersten Einblick in die Lebenswelt der Römer zu ermöglichen, die für künftige Lateinschüler ständiger Bezugspunkt sein wird, wenn sie die Sprache ab Klasse sechs erlernen.

Museumsleiter Mark Schrader und Schülerinnen und Schüler des Städtischen Gymnasiums beim Ausprobieren typisch römischer Legionärsutensilien. Fotos: Pytlinski/SGB

In jeweils einer Doppelstunde brachte Mark Schrader den Kindern Ausrüstung und Alltag eines römischen Legionärs näher. Dabei hatte jeder die Möglichkeit, die Ausrüstung selbst Probe zu tragen und dabei viele faszinierende Details zu erfahren – das Gewicht der Ausrüstung (ca. 40 kg) beispielsweise oder die Anwendung von Schild (scutum) und Kurzschwert (gladius). Die 90 Minuten vergingen jeweils wie im Fluge, da es Mark Schrader gelang, die Schülerinnen und Schüler mit spannenden Informationen und erstaunlichen Details zu fesseln.

Die Fünftklässler nahmen die Möglichkeit der „Antike zum Anfassen“ begeistert wahr und stellten Schrader viele Fragen. So erfuhren sie unter anderem, dass die Legionäre durchaus auch Frauen und Kinder auf ihren Märschen mitnahmen. Im Rheingebiet machten sie dabei die Bekanntschaft mit germanischen Stämmen, deren Gewohnheit es war, ihre Nachbarn „mit Keulen“ auszuplündern. Schrader machte hier den Unterschied zu unserer heutigen vergleichsweise sicheren und friedlichen Gesellschaft deutlich.

Dass auch die Soldaten Roms bereits Stollen unter ihren Stiefeln hatten, erstaunte zunächst, ebenso wie die Tatsache, dass der lange Helmbusch dank verschiedener Farben zur Erkennung, aber auch zur Abwehr von Schwerthieben diente.

Die Tatsache, dass Legionäre keine Unterhosen trugen, war erstmal befremdlich, aber der praktische Nutzen dieses „Verzichts“ für die Schüler auch nachvollziehbar. Die in der Antike übliche Nutzung von Gemeinschaftstoiletten, auf denen man sogar Geschäfte abschloss – woher sich unsere heutige Beschönigung „Geschäft machen“ ableitet, war ein weiteres pikantes Detail.

In Zukunft werden die Schülerinnen und Schüler des Städtischen Gymnasiums Bergkamen häufiger in den Genuss derartiger Veranstaltungen – in der Schule und am Museum – kommen – eine intensive Zusammenarbeit beider Fachschaften und des Museums ist geplant.




6. Earth Day am Wertstoffhof: Elektro-Schrott sammeln für die Freiherr-vom-Stein-Realschule Bergkamen

Man kann sie schon fast eine Traditionsveranstaltung nennen, die Elektro-Schrott-Sammlung am Wertstoffhof in Bergkamen, die in den letzten fünf Jahren von dem Bergkamener Elektrorecycling-Unternehmen Sims M+R GmbH und der Kreisentsorgungsgesellschaft GWA in Kooperation mit der Stadt Bergkamen durchgeführt wurde. Nach den bisherigen Erfolgen haben sich die Veranstalter entschlossen, die Sammelaktion am Wertstoffhof Bergkamen am kommenden Samstag, 29. April 2017 erneut durchzuführen.

Bisher haben das Städtische Gymnasium, die Gesamtschule Bergkamen, die Realschule Oberaden, Bergkamener Grundschulen und im letzten Jahr die städtischen Kindergärten profitiert. Nun ist es die Freiherr-vom-Stein-Realschule in Bergkamen, die gefördert werden soll.

Bürger, die an diesem Samstag am Wertstoffhof an der Justus-von-Liebig-Straße 7 ein ausrangiertes Elektrogerät abgeben, tragen damit nicht nur zum Umweltschutz bei, sie unterstützen gleichzeitig Bergkamener Schüler. Ab 3.000 kg Sammelmenge spendet Sims M+R eintausend Euro, ab der doppelten Menge sind es sogar 2.500 €.

Von 9 bis 13 Uhr können an diesem Samstag Elektroaltgeräte abgegeben werden. Die Abgabe erfolgt auf einer gekennzeichneten Fläche des Parkplatzes links vor der Einfahrt zum Wertstoffhof. Die Veranstalter bitten, die Ausschilderung zu beachten. Als Dankeschön wird allen Unterstützern dieser Aktion eine schmackhafte Bratwurst serviert und ein kleines Präsent überreicht. Die Fachleute von Sims M+R und der GWA geben darüber hinaus interessante Informationen zum Recycling von Elektroaltgeräten.

Sims M+R und GWA möchten mit der Aktion auf die Notwendigkeit der getrennten Sammlung von Elektroaltgeräten aufmerksam machen. Dabei geht es sowohl um die ordnungsgemäße Entsorgung von Schadstoffen als auch um die Schonung von Ressourcen durch die stoffliche oder auch energetische Verwertung von Rohstoffen. Die Aktion findet im Rahmen des Earth Day statt, einem international gefeierten Umwelttag.

Weitere Informationen gibt es bei der GWA-Abfallberatung gerne unter 0 800 400 1 400 (gebührenfrei) – montags bis donnerstags von 8:30 bis 17 Uhr und freitags von 8:30 bis 15:00 Uhr.




Passend zum 1. Mai: Tipps zum Wandern und Radfahren

Wer für den Maifeiertag noch nach einer passenden Wander- oder Radroute sucht, wird auf der Internetseite des Kreises Unna fündig. Ob auf Schusters Rappen oder auf dem Drahtesel – die Streckenvorschläge sind zahlreich und bieten Möglichkeiten vom kurzen Spaziergang bis zum Tagesausflug.

Am 1. Mai die Wanderschuhe schnüren? Mit den Tourentipps des Kreises Unna kein Problem. Foto: B. Kalle – Kreis Unna

Die Broschüre „Wandertouren im Kreis Unna“ der Stabsstelle Planung und Mobilität beispielsweise stellt 16 Routen innerhalb des Kreisgebietes mit Längen zwischen vier und 18 Kilometern vor. Gewandert werden kann unter anderem rund um Schloss Cappenberg, am Kanal in Bergkamen oder  auf der Panorama-Tour Unna. Entlang des „Wanderwegs der Geotope“ in Fröndenberg oder auf dem „Historischen Bergbaurundweg“ erhält man interessante Einblicke in die Erd- und Bergbaugeschichte.

Wer nicht so gern läuft, sondern die Landschaft lieber auf zwei Rädern erkundet, auch für den haben die Kreis-Touristiker eine Menge im Angebot. Auf der Route „RadKreisUnna“, den elf Touren rund um die Städte und Gemeinden, oder entlang von alten Bahntrassen und der renaturierten Seseke, lassen sich die heimischen Sehenswürdigkeiten und typischen landschaftlichen Eigenarten erleben.

Abwechslungsreiche Flusslandschaften bieten die Römer-Lippe-Route und der RuhrtalRadweg – zwei überregional bekannte Radwanderwege, die den Kreis Unna queren. Auf der Emscher-Ruhr-Tour in Holzwickede wartet sogar ein Abenteuer auf die Pedalritter: Hier können kleine und große Schatzsucher beim Geocaching die Natur auf ganz andere Art erfahren.

Wanderbroschüre und Radkarte Kreis Unna sind beim Kreis Unna, Tel 0 23 03 / 27 19 61 oder tourismus@kreis-unna.de, sowie bei den Städten und Gemeinden erhältlich. Weitere Informationen im Internet unter www.kreis-unna.de (Freizeit – Radfahren und Radwandern bzw. Freizeit – Wandern). PK | PKU




Zukunft Kita – Die AWO ludt zum Dialog: „Wir brauchen ein neues Gesetz“

Die Kindertagesstätten in NRW sind laut einer von der AWO in Auftrag gegebenen wissenschaftlichen Studie so stark unterfinanziert, dass sie ihrem Bildungs- und Erziehungsauftrag nur noch eingeschränkt gerecht werden. Wilfried Bartmann, Unterbezirksvorsitzender im Kreis Unna fordert: „Wir brauchen ein völlig neues Gesetz für die frühkindliche Bildung.“ Er eröffnete am Donnerstag den Dialog „Zukunft.Kita – Frühe Bildung gemeinsam gestalten“, zu dem die AWO in die Schwankhalle der Unnaer Lindenbrauerei eingeladen hatte. Die Resonanz war groß.

AWO-Geschäftsführer Rainer Goepfert, Beigeordnete Elke Kappen, Landtagsabgeordneter Hartmut Ganzke, Kita-Leiterin Alexandra Möller, Moderator Thomas Horschler, Prof. Dr. Werner Heister, Prof. Dr. Christina Jasmund und AWO-Unterbezirksvorsitzender Wilfried Bartmann gestalteten die Veranstaltung inhaltlich aus und sorgten für ausreichend Diskussionsstoff für die zahlreichen Teilnehmenden.

31 Kindertageseinrichtungen betreibt die AWO im Kreis Unna. Rund 2.100 Kinder werden hier betreut. Das 2008 unter Protesten eingeführte und bereits mehrfach novellierte Kinderbildungsgesetz (KiBiz) gibt den Rahmen vor, in dem frühkindliche Bildung in NRW stattfindet. Dass dieser für viele Fehlentwicklungen verantwortlich ist, machten die Verfasser der AWO-Studie zu Beginn der Veranstaltung deutlich. Prof. Dr. Christina Jasmund und Prof. Dr. Werner Heister von der Hochschule Niederrhein waren der Einladung nach Unna gefolgt. Sie definierten pädagogische und betriebswirtschaftliche Standards für den Bereich Kita, ohne die die Herausforderungen der Zukunft nicht zu meistern seien – darunter vor allem ein deutlich besseres Verhältnis von Fachkräften und der zu betreuenden Kinderzahl, mehr Zeit für die so genannte „mittelbare pädagogische Arbeit“ wie Elterngespräche oder die Dokumentation kindlicher Entwicklungsschritte sowie kontinuierliche Fort- und Weiterbildung auf hohem Niveau. „Die Aufgaben, die in der Kita heute gemeistert werden müssen, wachsen stetig“, so die Professoren Jasmund und Heister. Die Betreuung, der U3-Kinder, Inklusion, Sprachförderung, der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz und damit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf seien nur einige Stichworte.

 

Dass das Finanzierungssystem dringend auf neue Beine gestellt werden muss, war eine Forderung, die in der vollbesetzten Schwankhalle von allen Beteiligten wiederholt formuliert wurde. Rainer Goepfert, Geschäftsführer des AWO-Unterbezirks, ließ Zahlen sprechen: „Seit Inkrafttreten des KiBiz 2008 sind die Personalkosten um rund 32 Prozent, die KiBiz-Zuschüsse aber nur um 13,5 Prozent gestiegen. Den Trägern bleibt da nur der Weg, im gesetzlich zulässigen Rahmen Personalstellen abzubauen.“ Auch Elke Kappen, Beigeordnete der Stadt Kamen, forderte mehr Geld für das System. „Wir reden hier von nachhaltigen Investitionen. Die ganze spätere Entwicklung des Menschen wurzelt in den Bildungsprozessen der frühen Kindheit.“ Alexandra Möller, Leiterin der AWO-Kita „Gänseblümchen“ in Kamen-Methler betonte, dass Bildung in dieser sensiblen Altersphase nur über gute und zuverlässige Beziehungen funktioniere. „Kinder brauchen verlässliche und ausreichend Ansprechpartner.“

 

Hartmut Ganzke, der als einziger heimischer Landtagsabgeordnete an der Diskussion teilnahm, signalisierte, dass die SPD-Fraktion verstanden habe: Ein neues Gesetz soll nach der Wahl geschaffen werden. Erste Gespräche mit den kommunalen Spitzenverbänden und den Trägern gebe es bereits. „Wir müssen weg von den Kindspauschalen, hin zur Förderung der Einrichtungen.“